Köln, am

heutiger Tag

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT 2023 UM 19 UHR

  • NEU:
  • und ab dem
    29. Oktober 2023
  • ganzjährig um
    18:30 Uhr

  • Herzlich Willkommen

Pfarrbüro
Marienplatz 17-19
50676 Köln
Tel.: 0221/214615

 

  • mail: PFARRBÜRO Öffungszeiten des Pfarrbüro: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 9.00 bis 12.00 Uhr und Donnerstag: 15.00 bis 18.00 Uhr

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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Dreifaltigkeitssonntag  2023

Der HERR ist der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott

 

Lesung aus dem Buch Éxodus.

 

In jenen Tagen stand Mose früh am Morgen auf und ging auf den Sínai hinauf, wie es ihm der Herr aufgetragen hatte. Der Herr aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben ihn hin. Er rief den Namen des Herrn aus. Der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr ist der Herr, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue: Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde und warf sich zu Boden. Er sagte: Wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, mein Herr, dann ziehe doch, mein Herr, in unserer Mitte! Weil es ein hartnäckiges Volk ist, musst du uns unsere Schuld und Sünde vergeben und uns dein Eigentum sein lassen!

Ex 34, 4b.5–6.8–9

Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

 

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

 

Schwestern und Brüder, freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grüßt einander mit dem heiligen Kuss! Es grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

2 Kor 13, 11–13

Gott hat seinen Sohn gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Joh 3, 16–18

... dass alles Gehörte größer ist als unser Verstehen ...

ein Impuls  zu  einem "Namen" ...

 

In der hebräischen, der
ursprünglichen Sprache des Alten Testaments
wird an vielen Stellen der Name Gottes
in den vier hebräischen Buchstaben JHWH
geschrieben,
was wir ausgesprochen als Jahweh kennen.
Wir hören in der Aussprache gleich zwei Buchstaben mehr,
die da aber nicht stehen.
Die Anrede Gottes im Hebräischen ist unvokalisiert,
kaum auszusprechen.

Der Respekt vor Gottes Größe und Unbegreiflichkeit drückt sich darin aus,
was wir von Gott sagen können, ist ein Stammeln.
Wir bringen Gott nicht ins Wort - Er selbst bringt sich ins Wort.
Das ist die uralte Erfahrung unserer Glaubensgeschwister,
die als Antwort auf die Frage nach seinem Namen die Antwort hören:
Ich bin da.

Es gibt eine relativ junge Schreibweise im Judentum,
die das aufgreift, und in Schriftform „Gott“ ebenfalls ohne Vokal,
ohne o schreibt, sozusagen eine vermeidende Schreibweise,
die an die Stelle des o einen Gedankenstrich oder ein Apostroph setzt.
Der Name Gottes soll unverfügbar bleiben.
Eine ähnliche Bewegung gibt es auch unter uns Christen,
das o in der Anrufung „Gott“ durch ein Kreuz oder Genderstern zu ersetzen.
Auch hier geht es um die Unverfügbarkeit Gottes,
mit unseren Worten und Kategorien nicht zu fassen, nicht einzuordnen,
nicht festzulegen.


Gott ist nicht männlich, ohne nicht zugleich auch weiblich zu sein,
Gott ist nicht Vater, ohne nicht zugleich auch Mutter zu sein,
Gott ist nicht Mutter, ohne nicht zugleich auch Sohn zu sein.
Dennoch hat der patriarchalische Kontext der biblischen Völker
bis heute ein „Vermännlichen“ Gottes bewirkt.

Der 1965 verstorbene jüdische Religionsphilosoph Martin Buber
hat einmal davon geschrieben,
dass „Gott“ das beladenste aller Menschenworte sei,
kein anderes Wort sei so besudelt und zerfetzt und missbraucht worden,
es liege am Boden, weil es nicht nur verehrt, sondern auch erniedrigt sei.
Und wörtlich schreibt er vor genau 100 Jahren:
„Wir können das Wort „Gott“ nicht reinwaschen,
und wir können es nicht ganzmachen;
aber wir können es, befleckt und zerfetzt wie es ist,
vom Boden erheben und aufrichten.“

Ich finde, das ist eine Weise, dieses
Dreifaltigkeitsfest zu feiern:
In großem Respekt vor der unbegreiflichen Wirklichkeit Gottes,
die so oft im Lauf der Geschichte von Menschen missbraucht wurde,
um Kriege zu führen, Hexen zu verbrennen, Andersgläubige zu bekämpfen,
Frauen gering zu schätzen, Menschen klein zu machen.
Unser Stottern zu diesem Fest bezeugt,
dass mit Gott nichts „zu machen“ ist, denn dann wäre sie, dann wäre er
Objekt in unseren Händen.


Gott ist nicht Erfüllungsgehilfe unser Wünsche und Gewohnheiten.
Menschen erfahren Gottes Wirklichkeit durchkreuzend,
menschliche Ordnungen auf den Kopf stellend.
Bei Gott spielt keine Rolle, ob jemand Jude oder Grieche ist,
Sklave oder Freier, männlich oder weiblich.
Wo der Geist Gottes weht, ist Getöse, wie die Lesung zu Pfingsten sagt,
wo der Geist Gottes weht, ist Wirbel, da wird weggeweht,
da stehen Menschen im Sturm, werden geschüttelt.

„Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.“
Lautet ein Wort aus der jüdischen Überlieferung.
Sprache schafft Wirklichkeiten.
Das betrifft ebenso unsere Rede von Gott.
Die Rede vom dreifaltigen Gott kann uns behutsam machen
und in Erinnerung rufen, dass wir alle Hörende, nicht Lehrende sind:
Hörende von Gottesgeschichten und Menschengeschichten -
unser Hören - um mit Martin Buber zu reden -
erhebt vom Boden und richtet auf -
im begleitenden Wissen darum,
dass alles Gehörte größer ist als unser Verstehen.

Gastbeitrag

von Bernd Mönkebüscher*

 

 

* Bernd Mönkebüscher ist Pfarrer in St. Agnes in Hamm.  Mehr über die Gemeinde in Hamm und Texte von Bernd Mönkebüscher unter:

Unser "Sonntagsblättchen" als PDF

Das Blättchen vom Sonntag, 04.06.2023
Das aktuelle Lyskircher-Blättchen für Bildschirm oder Ausdruck
sonntag-04-06-2023-5.pdf
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Diese Woche

Dreifaltigkeitssonntag

vom 04.06.2023 – 11.06.2023

 

Dreifaltigkeitssonntag:                    

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Fronleichnam

Donnerstag:                  

10.00 Uhr Einladung zum Pontifikalamt auf dem Roncalliplatz

 

Freitag:       

18.00 Uhr Wortgottesdienst der Gemeinde in der Krypta

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis:   

15.30 Uhr Gemeindeversammlung in der Kirche

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Mai - Schmuck - Dank

 

Auch in diesem Jahr wurde  die Schiffermadonna durch Herrn Benjamin Marx mit einem besonderen Blumen- und Kerzenschmuck und einem neuen Gebetstext versehen.

 

Aus dem üblichen Maialtar wurde so ein Friedensaltar und die Auszüge aus der Litanei an die Königin des Friedens von Gertrud von Le Fort luden  ein zur Nachdenklichkeit über die Kriegs- und Krisensituationen in denen viele Menschen in der Welt leben. Vielen Dank für die eindrückliche und tiefsinnig aufrüttelnde Gestaltung, die weit über die Gemeindegrenzen Beachtung fand.

 

Michael Meder

Renovabis-Kollekte an Pfingsten:

Die Renovabis-Kollekte an Pfingsten erbrachte in Lyskirchen 469,50 € für das Osteuropawerk der katholischen Kirche Deutschland.

Allen Spendern herzlichen Dank.