Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Diese Woche am Samstag, den 06.08. ist das Fest Christi Verklärung:

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. (Mt 17,2-5)

Sonntag, den 31.07.2011

Der 31. Juli ist der 212. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit bleiben noch 153 Tage bis zum Jahresende. 

31. Juli: Ende des Monats Schaba

01. August: Beginn des Monats Ramadan

Für mehr als 1,2 Milliarden Menschen auf dieser

Welt beginnt eine Fastenzeit.

Der Fastenmonat Ramadan gilt im Islam als besonders heilige Zeit. Für die Muslime ist mit dem gemeinschaftlichen, 30 Tage währenden Fasten die besondere Hingabe an Allah und Disziplin und Gewissenhaftigkeit im Glauben verbunden. Neben dem täglichen Fasten ist diese Zeit durch zwei besondere Feste bestimmt: In der Nacht der Bestimmung (Lailat al-Qadr) wird an die Offenbarung der ersten Sure des Koran erinnert. Das Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr), gefeiert an den ersten drei Tagen des Folgemonats Schawwal, beendet die Fastenzeit.

 

Ramadan im islamischen und säkularen Jahreslauf 

Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Weil sich die islamische Zeitrechnung allein nach dem Mondjahr richtet, sind die Jahre um 10 bis 11 Tage kürzer als im Sonnenjahr. Deshalb findet das Fasten im Monat Ramadan in Bezug auf das Sonnenjahr immer zu einer anderen Zeit statt. Weil das Fasten täglich von Beginn der Dämmerung bis zum Einbruch der Nacht vorgeschrieben ist, bedeutet die Enthaltsamkeit von Speisen und Getränken insbesondere in Sommermonaten mit ihren langen Tagen eine besondere Herausforderung.

Der Beginn des Monats Ramadan wird durch das Sichten der Mondsichel bestimmt. Das führt dazu, dass der Monat nicht in allen Ländern am gleichen Tag beginnt.

Namens- und Gedenktage in dieser Woche:

31. Juli Ignatius von Loyola

04. August Johannes Maria (Heiligen Pfarrer von Ars)

05. August Mariä Schnee (Weihe Santa Maria Maggiore, Rom anno 432)

06. August Christi Verklärung

31.07.2011, dem 18. Sonntag im Jahreskreis

Alle aßen und wurden satt

 

+ Aus dem heiligen

Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten sie ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollen sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, 0und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

 

Mt 14, 13-21

Himmelreichserfahrung

(zu Matthäus 14, 13-21)

An den vergangenen Sonntagen haben wir die dritte große Rede im Matthäusevangelium gehört: die Gleichnisrede. Matthäus hat diese Rede komponiert, um etwas über das Himmelreich zu sagen. Zuhörende waren ‚die Menge’ – das sind die nicht zur Gemeinde Gehörenden – und ‚die Jünger’ – Sinnbild der Gemeinde, die das Evangelium liest oder hört.

 

Matthäus hat insgesamt fünf große Reden in sein Evangelium gestaltet. Die Reden geben eher einen theologischen Grundsatz wieder. Matthäus hängt nach allen Reden Zeugnisse von den Taten Jesu an. Damit zeigt er, dass die ‚Theorie’ im Handeln und in den Worten Jesu erlebbare Wirklichkeit werden. Auch auf die Rede vom Himmelreich, wie sie in den einzelnen Gleichnissen entfaltet worden ist, folgen nun Taten Jesu. Dass Jesu Wirken lebensgefährlich werden kann, das erzählt der Bericht vom Tod des Täufers und welche Folgen das für Jesu Auftreten hat. Das Himmelreich, von dem in den Gleichnissen gesprochen wurde, wird nicht unangefochten sein. Das Schicksal Jesu ist der hörenden Gemeinde ja bekannt. Die Gemeinde erfährt hier, dass der Tod Jesu auch etwas mit seiner Botschaft vom Himmelreich zu tun hat. Das Handeln Jesu illustriert die Lebendigkeit des Himmelreiches. Gerade dieses so entschiedene Handeln wird ein Bestandteil des Todes Jesu sein.

 

Matthäus hat seine Gemeinde im Blick. Diese Gemeinde will so handeln, wie es dem Wachstum des Himmelreiches entspricht. In der Ausdeutung des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen (13, 36-43) hat Matthäus unmissverständlich den Charakter der Verantwortung für das Handeln im Sinne der Himmelreichserfahrung benannt. Da haben wir eine gute Einfühlung, dass die Gemeinde wissen will, wie sie sich in diesem Glauben bestärkt. Die Gemeinde weiß auch, dass sie nicht nur ‚wollen’ muss – und dann liefe alles von selbst. Das ist uns heute auch bewusst: Vielleicht sind wir persönlich sehr bemüht, durch unser Handeln die Gegenwart des Reiches Gottes aufleuchten zu lassen. Dazu kann Ermutigung und vor allem Anbindung an den Urheber der Himmelreichserfahrung sehr hilfreich sein. Und um das geht es in der Perikope dieses Sonntages: Um das Vor – Bild Jesu, um die Nährung für den eigenen Weg und um die Verbindung mit dem Auferstandenen.

 

Mit einem kurzen Hinweis werden wir in das tragische Ende des Täufers Johannes einbezogen. Gottes Weg zu gehen kann tödlich sein. Das macht Angst, das braucht Vergewisserung. Matthäus erzählt daher, dass Jesus – nach dem Wissen um den Mord am Täufer – einfach nur allein sein will. Er fährt mit dem Boot in eine einsame Gegend. Aus anderen Erzählungen wissen wir, dass das Alleinsein für Jesus den besonderen Kontakt zu Gott bedeutet. Aus dieser Beziehung lebt der Messias Jesus. Das begreift die Gemeinde. Gott ist das Fundament und die Fülle des Glaubens der Gemeinde.

 

Nun sind wieder unendlich viele Menschen da, die in Jesus den Heiland wissen. Sie kommen. Jesus hat Mitleid. Er heilte die Kranken. Immer wieder bezeugt Jesus durch die Heilungen, dass Gott Heil will. Gottes Weg ist nicht der der Macht gegenüber den Mächtigen der Welt – jener, die den Täufer ermorden ließen. Gottes Macht ist da, wo Heilung möglich ist. Das ist leibkonkrete Himmelreichserfahrung!

 

Dann die Szene mit den vielen Menschen und dem Hunger, der irgendwann da ist. Die Schüler Jesu tragen sozialarbeiterische Sorge um die Menschen. Die kann man nicht einfach hängen lassen. Jesus lässt erkennen, dass genügend da sein wird. Das Herausragende: Die Jünger sollen es sein, die zu geben haben. Da ist der Meister, da sind die realistischen Schüler – und immer noch geht es um die konkrete Himmelreichserfahrung. Konkret, nicht rituell; konkret sättigend, nicht stilisiert. In unserer Geschichte müssen die Schülerinnen und Schüler Jesu lernen. Sie sind lange im Kontakt mit Jesus. Sie haben die Himmelreichserzählungen gehört. Sie haben so viel Himmelreich an Jesu Wirken schon erlebt. In all dem: Sie brauchen das, was Jesus tut.

Jesus lässt die Leute sich setzen. Dann die fünf Brote, die zwei Fische – zusammen die symbolgefüllte Zahl des Ganzen. Was hier geschieht, das hat mit Fülle und Ganzheit zu tun.

 

Und dann werden wir Zeugen dessen, was im jüdischen Feiern uralt ist, was in die Gottesdienstfeier der christlichen Gemeinde übernommen ist: Wir erleben eine Beschreibung der Feier der Eucharistie: Der Blick zum Himmel – das Wissen, dass Gottesdienst Antwort auf Gottes Dienst an uns ist. Dann der Lobpreis: Weil Gott längst gegeben hat, hat der Glaubende allen Grund zu Lobpreis und Danksagung. Gepriesen sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit! Wir kennen diesen Lobpreis bei der Bereitung der Gaben. Das Hochgebet der Messfeier ist dieser Lobpreis, ist diese Danksagung.

 

Dann bricht Jesus in der Erzählung des Matthäus das Brot. Die glaubende Gemeinde weiß: Der Auferstandene Herr bricht uns das Brot. Das Zeichen des Brotbrechens ist uraltes Zeichen der Gottesbegegnung. Jesus hat dieses Zeichen immer wieder gewählt: das Zeichen des gemeinsamen Essens. Hier geschieht Gottesbegegnung im Zeichen dessen, was Leib und Seele – das Leben – nährt. Aus unserer Tradition der Messfeier und der Danksagung ist das vielleicht schwer zu begreifen. Wir feiern vielerorts Gottesdienst als einen Ritus, der ziemlich leer ist von körperlich Sättigendem. Matthäus schreibt an eine Gemeinde, die noch im Sinne Jesu die Eucharistie feierte: Da sind Eucharistie und Sättigungsmahl zusammen. Die Geladenen und Gott Lobpreisenden erfahren gerade in dem, was auch körperlich satt macht, die Nähe Gottes. Das Brotbrechen, die Feier der Danksagung ist eine Himmelreichserfahrung. Ganz leibhaftig, satt machend.

 

Dieses Geschenk der Himmelreichserfahrung macht alle üppig satt. So beschreibt es die Perikope. Wie sättigend dieses leibliche und geistliche Mahl ist, das erweisen die 12 Körbe an übrig gebliebenen Brotstücken. Und dazu die große Zahl derer, die satt geworden sind: 5000 Männer ... und man erlaubte sich damals, Frauen und Kinder als Beiwerk zu erwähnen, ungezählt.

 

Die Hörenden des Matthäus kennen aus alttestamentlichen Erzählungen diese Brotwundergeschichten (z. B. 1 Kön 17,11-16; 2 Kön 4,42-44). Gott selber handelt im Handeln Jesu. Für die Gemeinde, die Jesus als den auferstandenen Messias glaubt, ist der Auferstandene der Handelnde. Die Gemeinde feiert Danksagung und Sättigungsmahl. Gastgeber ist der Auferstandene. Die Glaubenden der Matthäus-Gemeinde kennen die Heilige Schrift der hebräischen Bibel. Bei den 12 Körben geht ihnen das Herz auf für die Verheißung, dass der Messias die 12 Stämme Israels im vollendenden Reich Gottes zusammen das Mahl des Gottesfriedens feiern werden.

 

Himmelreichserfahrung – die hängt am Glauben an die Gegenwart des auferweckten JesusChristus. Himmelreichserfahrung ist so sinnlich sättigend. In diesem Mahl sind idealerweise alle Grenzen zwischen Wohlhabenden und Armen überwunden. Die Habenden bringen das, was die Gemeinde brauchte, um sich der nährenden Gottesgegenwart feiernd versichern zu können. Diese Verbindung ist die Kraft, das Himmelreich leibkonkret erfahren zu können.

 

Manche werden das Lockende kennen, mehr vom Himmelreich zu entdecken. Es muss nicht neu geschaffen werden. So wir glauben können, so ist das Himmelreich angebrochen. Es ist erkenntlich an dem, was wir vom Handeln Jesu erkenntlich machen. Jesus hat die Gegenwart des Himmelreiches, die Gegenwart Gottes immer sehr leiberfahrbar sein lassen. Kann sein, dass wir diesem Leiberfahrbaren kaum trauen. Wir haben gelernt, dass Himmelreich eine theologische Größe ist. Wir feiern Lobpreis Gottes in der Regel in einer stilisierten Weise, in der es vielleicht das Empfinden einer geistlichen Sättigung gibt. Wir kennen die Karikatur, in der ein satter Missionar einem Verhungernden die Bibel gibt – die kann man nicht essen, die macht nicht satt. Was aber darin steht, das provoziert, das Himmelreich als ein leib-erreichende Größe zu sehen. Und wo der ‚Leib’ ist, da ist Leben und da auch Ort der Gottgewissheit. Wir trauen es dem im Ritus gefeierten Gott vielleicht gar nicht zu, dass er uns leibhaftig nährt. Dass das so ist, das hat Jesus in seinen Gastmählern gezeigt. Dass das so sein möge, das hat die junge Tradition der Kirche übernommen, indem sie Danksagung und Sättigungsmahl in einem feierte. Vielleicht erscheint es uns gar abwegig, dass Himmelreichserfahrung so nahe an uns heran kommen könnte. Das Evangelium ermutigt, das für möglich zu halten. Ich selber finde es eine wundervolle Einladung, in diese uralte-neue Sicht der Himmelreichserfahrung hinein wachsen zu dürfen. Das ist nichts gewollt Gemachtes. Gastgeber ist Gott, ist der Messias Jesus. Das entlastet und lädt ein, diesen Einsichten der uralten Tradition der Kirche (mehr) zu trauen.

 

Ihr Matthias Schnegg

18. Sonntag im Jahreskreis
Sonntag, den 31.07.2011
um 19 Uhr Heilige Messe

Gedenkmesse für Katharina Marx

 

Donnerstag, den 04.08.2011
Um 17 Uhr Rosenkranz
für den Frieden und
die Verständigung der Kulturen

19. Sonntag im Jahreskreis
Sonntag, den 07.08.2011
um 19 Uhr Heilige Messe
und Sechswochenamt für Robert Wirtz
SONDERKOLLEKTE AFRIKA  


Sie sind eingeladen.

Sonderkollekte Afrika: Mit einem ökumenischen Aufruf haben die katholische und die evangelische Kirche zu Kollekten zur Linderung der unvorstellbaren Hungersnot am Horn von Afrika aufgerufen. In unseren Gemeinden St. Maria im Kapitol und St. Maria Lyskirchen widmen wir unsere sonst übliche Kollekte LYSKIRCHENSonntag um zu einer Solidarität mit den erbarmungswürdigen Hungernden in Afrika. Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung, die Ihnen im Blick auf diese Armen möglich ist. Herzlichen Dank. Die Sonderkollekte ist am 7. August.

Die ASPIS am Portal von Lyskirchen
Die ASPIS am Portal von Lyskirchen

Die Eingeladenen: Im vergangenen Jahr haben wir einige, fast unsichtbar scheinende Figuren im Fries unseres Portals angesehen. Jetzt nähere Ausschnitte aus einem der Kapitele auf der südliche (rechten) Säule des Portals. Im Fries waren Neid, Stolz, Wollust, Habgier dargestellt, denn sie sind Haltungen, mit denen wir immer wieder besetzt werden. Das Portal wird dargestellt als die Einladung, sich aus diesen Besetzungen des Lebens zu lösen. ‚Ich bin die Tür’, lässt das Johannesevangelium Jesus sagen (Joh 10,9). Das Evangelium verheißt ein von Besetzungen befreites Leben.

 

Im südlichen Kapitel sind nun Antworten der Menschen, die eingeladen sind, dem Evangelium zu trauen.

 

Die Aspis:Sie ist ein Fabelwesen. Sie sieht in ihrer Gestalt und mit den Zacken auf dem Rücken aus wie ein Drachen, doch sie ist keiner. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie das eine Ohr auf den Boden legt und mit dem Schwanz (der ist hinter der Tatze zu erkennen) das andere Ohr zuhält. Das ist der Mensch, der eingeladen ist, das Wort Gottes zu hören, der sich aber die Ohren zuhält, um nichts hören zu müssen. Die Körperhaltung spricht für sich: Die Aspis wendet entschieden den Rücken weg vom Raum, in den sie eingeladen ist.

 

Die Gestalter des Portals aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts haben dieses Fabelwesen zur Allegorie der Haltung dessen gemacht, der erst gar nichts hören will. Allegorien – wie schon die aus dem Portalfries – haben eine bestaunenswerte Aktualität; deswegen, weil der Mensch eben so Mensch ist.

(Foto und Text Matthias Schnegg)