Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
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    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

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Sonntag, den 22.04.2012
3. Sonntag der Osterzeit
Der 22. April ist in Schaltjahren der 113. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 253 Tage bis zum Jahresende.

22.4.1945: Käthe Kollwitz gestorben: In Rüdenhof bei Moritzburg in Sachsen starb die deutsche Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz. Sie war am 8. Juli 1867 geboren worden. Das sozial engagierte und vom Expressionismus geprägte Werk der Künstlerin umfasst Radierzyklen ("Ein Weberaufstand", 1897/1898), Holzschnittzyklen ("Der Krieg", 1922/1923) und Lithografien. In ihrem Spätwerk widmete sich Käthe Kollwitz dem Thema Mutter und Kind. Die heutige Käthe-Kollwitz-Gedenkstätte Moritzburg - genannt Rüdenhof - war der letzte Aufenthaltsort der Künstlerin. Prinz Ernst Heinrich von Sachsen lud sie im Sommer 1944 nach Moritzburg ein, um ihr Schutz zu geben vor dem Krieg und den Bombenangriffen. 1995 wurde die Gedenkstätte Rüdenhof eröffnet. http://www.kollwitz.de/

Es sagte Käthe Kollwitz
(1867-1945) deutsche Malerin:

Ich will wirken in dieser Zeit,

in der die Menschen so ratlos

und hilfbedürftig sind.

So steht es in der Schrift:
Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

 

Lk 24,35-48

 

Zeugen

(zu Lukas 24,35-48)

Das Ereignis der Auferweckung Jesu aus dem Tod ist naturgemäß schwer zu fassen. Es geht um ein Geschehen jenseits der Naturgesetze, ein Geschehen, wie es – naturwissenschaftlich betrachtet – keines vorher und keines nachher gab. Auch mit den Mitteln der historischen Wissenschaften lässt sich nicht als ‚Fakt’ nachweisen, was wir die Auferweckung Jesu vom Tod nennen. Da wird es im Verstehen ganz eng – wenn wir die Möglichkeit der glaubenden Erfahrung ausschließen. Ohne ein Vertrauen, dass die Frauen und Männer des Umfeldes Jesu uns nicht betrogen haben, können wir das Ostergeschehen nicht erfassen. Es beschreibt etwas unendlich anderes, als wir es sonst zu erfassen gewohnt sind. Manche bangen, dass dann das mit der Auferstehung vielleicht auch nur eine Illusion ist, der wir nachgelaufen sind, weil so viele Generationen und Jahrhunderte vor uns der schon nachgelaufen sind. All diese Ansätze einer Deutung führen uns nicht weiter. Die biblischen Texte sind Verkündigung. Einer Verkündigung kann man nur ‚glauben’. Dass es mit dem Glauben daran von Anfang an nicht unwidersprochen unproblematisch gewesen sein wird, das erzählen die Evangelien selber.

 

Aus dem Johannesevangelium haben wir an den beiden vorangegangenen Sonntagen mitnehmen dürfen, dass dieser Glaube auch eine Gabe des Auferstandenen selbst ist. Unser Dazutun ist, dieses Ereignis der Auferweckung Jesu zumindest für ‚glaubfähig’ zu halten. Johannes hat uns wissen lassen, dass es Menschen gab, die in aller hintastenden Skepsis dann doch erfasst worden sind. Manchen von uns wird das nicht fremd sein: Wir wenden immer wieder die verschiedenen Gedanken der Skepsis – und ‚irgendwie’ sind wir immer wieder staunend und dankbar, wie die Kraft eines Glaubens in uns ist. Das haben wir uns nicht erdient oder geleistet. Das haben wir erfassen dürfen.

 

Das Lukasevangelium hat uns vor der heutigen Perikope die Geschichte der Emmausjünger – vermutlich ein Mann und eine Frau – erzählt. Diese Geschichte ergreift uns, weil sie unsere Glaubenssituation beschreibt, weil sie auch unser Herz ‚brennen’ lässt, weil sie uns die Heilige Schrift und die Gemeinschaft der Glaubenden und die Feier des eucharistischen Mahles als ‚Orte’ der Gewissheit des auferstandenen Herrn erkennen lässt. Die Emmausgeschichte endete mit dem frohen Erzählen, dass sie den Herrn beim Brotbrechen erkannt haben.

 

Da sind wir vielleicht verwundert, dass die anschließende Geschichte, unser heutiges Evangelium, uns von Schülern Jesu erzählt, die große Angst hatten, als der auferstandene Herr in ihre Mitte tritt. Also: Obwohl eigentlich alles klar gewesen ist, obwohl sie handfeste Erfahrungen des lebenden JesusChristus gemacht haben, erschrecken sie mit großer Furcht. Die Erzählung erklärt uns den Grund dieser Angst: Sie meinen, der Auferstandene sei ein Geist.

 

Hinter dieser Feststellung verbirgt sich gewiss die Unsicherheit, wie die glaubende Gemeinde des Lukas sich den Auferstandenen vorstellen sollte. Klar ist, dass er nicht einer ist, der nach dem Tod wieder zurückgekommen ist – so, wie er vor seiner Hinrichtung da war. Das ganz andere der Existenzweise Jesu wird beschrieben. Er kommt aus dem Himmlischen und ist doch gegenwärtig. Das ist mit normalem Verstand schwer zu begreifen. Eine Lösung könnte sein, Jesus als fleischlosen Geist darzustellen. Es gab eine Strömung, die dieses Problem damit löste, dass sie Jesu irdisches Leben und Sterben als ein Tun – als ob – gedeutet hat.

 

Dem widerspricht das Lukasevangelium mit der dann ausgestalteten Szene. Jesus tadelt ihren Zweifel – es ist der milde Tadel des Evangelisten am verwirrten Glauben der Gemeinde. Jesus zeigt seine Hände und Füße und kommentiert: ‚Ich bin es selbst’. Und um die Lösung mit der Gespenstervorstellung abzuwiegeln, fügt die Geschichte noch hinzu, er habe Fleisch und Knochen. Diese Ergänzung macht es uns Heutigen nicht leichter, dieser Geschichte zu folgen. Denn: Der Auferstandene, der eine ganz andere Wirklichkeit darstellt, kann nicht sich mit Fleisch und Knochen zeigen. Das wäre, als sei er eben doch in gleicher Existenz wie vor dem Tod da gewesen.

 

In diesen sehr nachvollziehbaren Verwirrungen unseres Verstandes ist es gut, uns zu erinnern, dass die Evangelisten Geschichten erzählen, die einer unglaublich großen Erfahrung Bild und Stimme geben. Zugleich machen sie deutlich, dass diese unglaublich große Erfahrung sich unserer Beschreibbarkeit entzieht. Wir müssen die Geschichten als Geschichten nehmen, die etwas sagen wollen, was man nicht sagen kann. Zudem sagen sie immer wieder neue Aspekte des an sich Unsagbaren. Das macht die Unsicherheit noch größer. Deutlich wird daran, dass wir ohne das Vertrauen und den Glauben hier nicht weiterkommen.

 

Versuchen wir es ‚glaubend’ weiter. Der Evangelist sagt uns (und seiner Gemeinde), dass die erste Reaktion auf dieses Unsagbare das Staunen ist. Auch Freude mischt sich ein, denn mit dem Glauben an den Auferstandenen bekommt ja auch das eigene Leben eine wunderbare, göttliche Perspektive und gar Klarheit. Das Staunen aber reicht nicht, sagt Lukas. Und er führt uns vertiefend in das Unsagbare: Hatte er vorher noch gesagt, die Ängstlichen mögen ihn doch anfassen (V 39) – was das Johannesevangelium z. B. der Maria aus Magdala strikt untersagt – , lässt sich der ‚so andere’ sogar Fisch geben, den er vor ihren Augen isst. Diese Aussage ist eindeutig theologisch gefärbt. Damit wird der irdische Jesus wieder mit in den Blick genommen – wie schon mit dem Zeigen der Wundmale. Die Wundmale und das Essen sind Erweise der Identität: Der irdische Jesus von Nazareth ist es, den Gott auferweckt hat aus dem Tod. Der Auferweckte ist kein Geistwesen, das aus den Himmeln kommt. Gerade die Verbindung zwischen irdischem Jesus und erhöhtem Christus ist unaufgebbar für den Glauben.

 

Der Glaube an die Auferweckung Jesu steht für die Evangelien nicht isoliert neben der Wirklichkeit der Menschen. Der Glaube an Jesus, der auferweckt ist aus dem Tod, soll Lebensstärkung geben. Das konkrete Leben Jesu gibt dazu sehr handfeste Impulse.

 

Unser Textabschnitt greift ein Motiv auf, das schon während des Ganges nach Emmaus Thema war. Die Heilsgeschichte Gottes geht im Glauben der Schülerinnen und Schüler Jesu mit Jesus zu ihrer menschenmöglichen Vollendung. Die heiligen Schriften der Juden werden nach der Erfahrung mit Jesus und seiner Auferweckung neu gesehen. Das Alte Testament erfährt eine neue Deutung durch das, was die Glaubenden mit Jesus erfahren haben. Jesus selbst ist es wieder, der die Augen (und das Herz) für diese Erkenntnis öffnet. Aus den Schriften des alten Bundes wird das Leiden des Gottesknechtes aus dem Jesajabuch auf Jesus als den Messias gedeutet. Die Auferweckung Jesu dient als Erweis des einzigartigen Wirkens Gottes. Schließlich ist die Ausbreitung dieses Evangelium Gottes Aufgabe aller, die Jesus als den Messias glauben. Die Predigt soll allen gesagt werden: Kehrt um, damit die Sünden vergeben werden. Mit dem Umkehrruf hat Johannes der Täufer auf den verwiesen, der nach ihm kommt. Mit dem Umkehrruf eröffnet Jesus sein öffentliches Wirken. Die Vergebung der Sünde (das ist die Abkehr von Gott, das ist das Misstrauen, ob man von Gott alles erwarten kann) geschieht da, wo Menschen sich Gott zuwenden.

 

Dass es sich ‚lohnt’, sich neu auf Gott zu richten und im Vertrauen auf ihn weiter wachsen zu wollen, davon hat das ganze Evangelium des Lukas erzählt. Das Leben Jesu stärkt den Glauben an Gottes Macht und Größe, an Gottes Menschenliebe und Gottes Erbarmen, an Gottes Freude über jede(n), die/der umkehrt. Gerade Lukas hat dazu besondere Geschichten überliefert – wie die vom barmherzigen Samariter oder die vom barmherzigen Vater und seinen ungleichen Söhnen.

 

Der Glaube an das Unsagbare fällt immer wieder schwer. Wir finden uns oft in den kritischen Nachfragen unseres Verstandes. Der Verstand soll durch den Glauben nicht übertölpelt werden. Der Verstand hilft zu begreifen, dass Unsagbares dennoch wahr sein kann; und dass Unsagbares eigene Wege hat, sich ahnungsweise zu verstehen zu geben. Und wenn wir ein wenig davon ergriffen sind, dann ist es auch keine Überforderung, dass wir Zeuginnen und Zeugen sind. Manche mögen voller Freude sagen: sein dürfen!

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

3. Sonntag der Osterzeit

Sonntag, 22.04.2012

um 14.00 Uhr Taufe des Kindes Maria Warmuth

um 19.00 Uhr Heilige Messe für die Gemeinde und

Sechswochenamt für Ursula von Lom,

1. Jahrgedächtnis für Maria Brecht

Kollekte: für den Dom

 

Donnerstag, 26.04.2012

um 18.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Verständigung der Kulturen

 

4. Sonntag der Osterzeit

Sonntag, 29.04.2012

um 14.00 Uhr Taufe des Kindes Maya Hinz

um 19.00 Uhr Heilige Messe für die Gemeinde

12. Jahrgedächnis für Karl Bursch

 

Sie sind eingeladen

 

Einstimmung in das Pfingstfest: Nach der intensiven Einführung in Lesungen der Kar- und Ostertage ist die Bitte laut geworden, auch eine Einführung in die biblischen Texte des Pfingstfestes anzubieten. Alle Interessierte sind dazu am Freitag vor Pfingsten, 25. Mai, nach der Abendmesse (18 Uhr) in das Sälchen des Pfarrhauses. Voranmeldung ist nicht nötig, da es am Abend keine Verköstigung gibt.

Jahrgedächtnis Frau Maria Brecht: Vor einem Jahr, am 22.4., es war der Karfreitag, ist Frau Brecht unerwartet schnell gestorben. Sie hatte 10 Jahre in einer außergewöhnlichen Verbundenheit ehrenamtlich den Dienst der Küsterin versehen. Maria Lyskirchen war ihre Heimat und ihre besondere Fürsorge geworden. Viele von uns haben sich unsere Kirche kaum ohne die selbstverständliche Gegenwart von Frau Brecht vorstellen können. St. Maria Lyskirchen ist sehr dankbar verbunden mit Frau Brecht.

Nun ist ein Jahr vergangen, die Welt dreht sich weiter, der Alltag hat für uns seine alte Vertrautheit angenommen. Immer wieder gibt es darin Punkte des Erinnerns, der gemeinsamen Erfahrungen, des Vermissens, der Dankbarkeit, der Trauer – so leben wir mit dem Verlust. Wir leben auch im Vertrauen, dass sich ihr Leben erfüllt hat, dass das unendliche göttliche Leben in ihr eine bleibende Gewissheit geworden ist.

 

Heute gedenken wir in der Heiligen Messe der Gemeinde dankbar ‚unserer’ Frau Maria Brecht.