Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Der Woelki wählt

Bodyguard Jesus

Sie haben Post!

SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit!

Für die Lebenden und Verstorbenen beten

Guter Rat ist teuer

Die Trauernden trösten

Die Unwissenden belehren

Die Lästigen
geduldig ertragen

Erlittenes Unrecht verzeihen

Meine Leitkultur

Christliche Obergrenzen

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 20.10.2013
Der  20. Oktober ist der 293. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 72 Tage  bis zum Jahresende.

20.10.1934: Protestanten gegen NS-Regime

Auf der Dahlemer Bekenntnissynode verkündete die evangelische "Bekennende Kirche" das kirchliche Notrecht. Sie bildete eigene Organe und kündigte Widerstand gegen die NS-Gleichschaltungspolitik an. In der Folge kam es u.a. zu Amtsenthebungen von Pfarrern und Theologieprofessoren, Verfolgung und Inhaftierung von Pastoren und Laien, Zeitschriften- und Bücherverbot. Sehr viele Protestanten waren aktive und überzeugte Nationalsozialisten. Die nationalsozialistischen "Deutschen Christen" wollten Christentum und Nationalsozialismus völlig gleichsetzen. Demgegenüber beharrte die "Bekennende Kirche" auf einem unabhängigen "lutherischen Bekenntnis". Sie ging aus dem von Martin Niemöller 1933 in Dahlem gegründeten "Pfarrernotbund" hervor.

Es sagte Dietrich Bonhoeffer
(*1906  †  1945 im KZ Flossenbürg),
lutherischer Theologe

Den größten Fehler,
den man im Leben machen kann,
ist, immer Angst zu haben,
einen Fehler zu machen.

„Die normale Medienwelt ist aus dem Ruder gelaufen“

Zitat der Woche:

Zunächst muss man sagen, dass sich hier zeigt, dass der Journalismus Gutes bewirken kann indem recherchiert wird, indem Dinge ans Licht kommen, die unredlich sind und auch an die Öffentlichkeit müssen. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist sicherlich, dass hier überzogen wurde, dass sich Rudel gebildet haben und dass hier eine Personalisierung des Falls vorgenommen wurde, die eigentlich der journalistischen Praxis unwürdig ist. Es gibt so etwas wie eine Überberichterstattung, die ja nun Gott sei Dank wieder abflaut.“

 

sagte Alexander Filipović deutscher Sozialethiker,

Medienethiker und Theologe.im Interview mit Radio Vatikan

zum Thema Limburg

Sollte Gott seinen Auserwählten,
die zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen?

 

+ Aus dem heiligen

Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit sagte Jesus ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind! Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie lässt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht. Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt. Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?

 

Lk 18, 1-8

 

Nicht verzagen

(zu Lukas 18,1-8)

Evangelisten haben sich gerne der Geschichten der Überlieferung Jesu bedient. Sie haben sie so eingesetzt, dass mit diesen Überlieferungen etwas in die aktuelle Situation der Glaubenden gesagt werden konnte. An der Geschichte vom ungerechten Richter und der Witwe lässt sich gut ablesen, wie der Evangelist einen Text der Überlieferung so einleitet, dass er in einer bestimmten Weise gedeutet werden möge. Durch die Einleitung mit dem 1. Vers legt Lukas fest, dass das erzählte Gleichnis etwas zur Praxis des Betens zu sagen hat. Das Thema des Gebetes spielt für Lukas eine große Rolle. Immer wieder lässt er uns Jesus begegnen, der im Gebet die innige Beziehung zu Gott lebt. Immer wieder ermutigt Lukas seine Gemeinde, im Gebet nicht müde zu werden. Das Gebet ist Bestandteil der lebendigen Beziehung zu Gott. Diese bleibt immer sehr bedeutsam. Dies gilt auch in Zeiten der Bedrängnis im Leben und in Zeiten der Infragestellung des Glaubens.

 

Das eigentliche Gleichnis in den Versen 2-5 wird Jesus Menschen erzählt haben, die verzagten. Für sie war nicht mehr sicher, ob Gott wirklich die Macht hat, das Schicksal der Menschen zu einem gelingenden Leben zu führen. Jesus bekräftigt: Gott wird auf alle Fälle die Not seiner Auserwählten nicht übersehen.

 

Die junge Christengemeinde hat sich in der Figur der Witwe wiedergefunden. Sie sieht sich bestärkt im Vertrauen, dass Gott seine Gemeinde in aller Not und Bedrängnis nicht alleine lässt. Für die junge Kirche bestätigt sich, was beim Weisheitslehrer Jesus Sirach von Gott gesagt wird: Er überhört das Schreien der Waisen und Witwen nicht. ‚Das Geschrei des Armen durchdringt Wolken, und erst, wenn es ans Ziel gekommen ist, ruht es. Nicht wankt es, bis Gott heimgesucht hat, und bis der gerechte Richter Recht geschaffen hat.“ (aus Sir 35,16-22)

 

Mit seinem einleitenden Satz, „dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollen“ (V 1) bindet Lukas dieses Vertrauen auf Gottes Eingreifen an die Praxis des Gebetes der Gemeinde. Lukas ermahnt seine Gemeinde, unaufhörlich und unbeirrbar an der Praxis des Gebetes festzuhalten. Der abschließende, auch von Lukas eingebrachte Satz unserer Perikope lässt uns wissen, dass der Glaube wesentlich überleben kann, wenn das Gebet lebendig bleibt.

 

Zur Gleichniserzählung selbst: Uns wird die Figur eines Richters vorgestellt, den wir nur negativ wahrnehmen können. Für unser Rechtsempfinden ist dieser ein skrupelloser Mann, der alles andere als die Verlässlichkeit des Rechtes garantiert. In der Antike war aber bekannt, dass Richter gerne auch parteiisch und bestechlich waren. Nach jüdischer Auffassung sollte ein Richter in der Furcht und Verantwortung vor Gott handeln. Aber dieses Gebot scheint nicht immer gefruchtet zu haben. Der Richter im Gleichnis ist ein Mann, der weder Gottesrecht noch Menschenrecht achtet.

 

Als Kontrastfigur begegnen wir der Witwe. Witwen waren rechtlich und sozial in einem schweren Stand. Sie mussten vertreten werden durch einen männlichen Nachkommen. Sie hatten – im Unterschied zu den Söhnen – kein Erbrecht. Wenn also eine Witwe ohne einen Sohn dasteht, hat sie es schwer, ihr Recht durchzusetzen. Witwen und Waisen sind in den Dokumenten der Offenbarung immer unter dem besonderen Schutz Gottes. Es wird als vornehme Aufgabe benannt, sich um diese weitgehend Schutzlosen besonders zu kümmern.

Im Rechtsstreit wird es vermutlich um die Durchsetzung von Rechtsansprüchen gegenüber der Familie des verstorbenen Mannes gegangen sein. Wenn nun der Richter korrupt und die Witwe wehrlos ist, können wir uns das Drama dieser ungleichen Auseinandersetzung vorstellen.

 

Es fällt auf, dass die hier erzählte Witwe keineswegs ein geducktes Wesen ist. Sie weiß für sich einzutreten und um ihr Recht zu kämpfen. In der Erzählung erfahren wir nur von einer Begegnung der Kontrahenten. Im inneren Monolog des Richters bekommen wir mit, dass da mehrere Auseinandersetzungen stattgefunden haben.

 

In einer stillen Reflexion zieht der Richter Bilanz. Es scheint klar zu sein, dass die Witwe in der anstehenden Auseinandersetzung recht hat. Der Richter ist an der ordentlichen Rechtsprechung nur durch Korruption oder durch abfällige Geringschätzung einer Witwe gehindert. Der Richter bedenkt: ‚Mit Gottes- und Menschenrecht habe ich es nicht. Aber diese aufsässige Witwe bedrängt mich so, dass ich ihr ihr Recht zuspreche. Denn: Ich befürchte, dass sie mir ganz handgreiflich ein blaues Auge schlägt.‘

 

Die Gleichniserzählung zeichnet mit erzählerischer Kraft diesen widerlichen Charakter des Richters. Dieser Figur begegnet eine Witwe, die alles andere als ergeben und geschlagen ist. Sie weiß, was ihr wichtig ist. Sie tritt in unbezweifelbarer Klarheit auf. So schutzbedürftig Witwen in der jüdischen Tradition dargestellt sind, so kennt das AT auch kraftvolle Witwen, die ihren Weg zu gehen wissen – wie z. B. Ruth und Judith. Die Witwe unseres Gleichnisses gehört zu diesen durchsetzungsstarken Frauengestalten. Der Richter kapituliert vor der Inständigkeit und Kraft der Witwe. Er tut, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Er spricht ihr das ihr zustehende Recht zu.

 

In der Wahrnehmung der Zuhörer dieser Geschichte bleibt die kraftvolle Frau. Sie lässt sich nicht entmutigen, sie zieht sich nicht verzagt-ängstlich zurück. Sie weiß, was sie will. Sie setzt durch, was ihr wichtig ist. Auf der anderen Seite steht der Richter – eine indiskutable, abschreckende Figur.

 

Diese klare Zeichnung des fiesen Charakters dient nun der Auslegung dieser Gleichniserzählung. Völlig anders als den Richter müssen wir uns Gott vorstellen. Wenn schon der miese Typ aufgrund seiner Belästigung dem Aufschrei der Witwe nachgibt – um wie viel mehr können wir uns darauf verlassen, dass der nicht fiese Gott den Aufschrei der Seinen hört und aufnimmt! Als Jesus diese Geschichte seinen Zuhörern erzählt hat, hat er sie damit ermutigen wollen, aus aller Not zu Gott zu schreien. Er hat ermutigt, darauf zu vertrauen, dass der Schrei der Gequälten von Gott gehört wird – unverzüglich.

 

Vielen von uns wird es schwer sein, diese so klare Zusage erfassen zu können. Wir mögen uns kaum vorstellen, wie viel Entrechtete, Gefolterte, grausam Misshandelte zu Gott geschrien haben. Nach menschlicher Wahrnehmung hat sich oft nichts zum Guten gewendet. Mit hochachtender Unbegreiflichkeit lesen wir dann von Glaubenszeugnissen wie denen eines Pastors Bonhoeffer oder eines Paters Delp und können schwer verstehen, wie diese im Angesicht ihres gewaltsamen Todes so gottgewiss sein konnten. Sie haben in dieser Sicherheit, dass Gott den Schrei der Gequälten nicht überhört, diese Situation getragen. Es gibt also (vermutlich zahllose unbekannte) Zeuginnen und Zeugen dieses Vertrauens auf Gott, der unverzüglich den Schrei der Geschundenen hört. Jesus hat die Seinen ermutigt, das zu glauben. Die christliche Gemeinde hat in ihren Anfängen des 1. und 2. Jahrhunderts ebenso viel Verfolgung und Bedrängnis erfahren. Sie hörte dieses Gleichnis Jesu, um sich im Vertrauen auf Gottes Gegenwart und mitgehend zu bekräftigen.

 

Es liegt nahe, dass auch in der lukanischen Gemeinde das Vertrauen auf Gottes Hören verwundbar war. Auch da wird es Menschen gegeben haben, die unter dem Druck der Bedrängnisse das Vertrauen auf Gott verloren haben. Darum endet Lukas diese Geschichte mit der Bemerkung am Schluss: „Wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?“ (V 8b) Die Befürchtung liegt nahe, dass die misslichen Lebensumstände den Glauben zermürbt haben können. Das ist eine Realität, mit der eine Gemeinde rechnen muss. Es ist menschlich allzu nachvollziehbar, dass die Kraft des Glaubens erlahmen kann. Wir werden es vielleicht in der eigenen Lebensgeschichte so erlebt haben oder erleben.

 

Die Folge dieser Enttäuschung vor Gott ist oft der Verlust des Gebetes. Wie soll ich beten, wenn ich diesem Gott nicht mehr traue? In eine solche Fragestellung hinein bekräftigt Lukas, wie bedeutsam gerade in dieser Krisennot das Gebet ist. In allem Unverstehen Gottes, in aller schmerzlichen Abwesenheitserfahrung scheint Lukas das Gebet das nötige Bindeglied zu sein, um Gott für sich nicht zu verlieren. Allezeit und unablässig möge das Gebet gerade dann sein, wenn es sich ungehört fühlt. Das ist eine große Zumutung – im Sinne dessen, was wir nun gerade gar nicht hören mögen (weil Beten nicht mehr zu gehen scheint) und im Sinne dessen, was in aller persönlichen Verzagtheit und Erlahmung dennoch Mut macht, in der Beziehung zu Gott zu bleiben, sehr bewusst. Wie das Gebet dann lautet, wird sehr unterschiedlich sein. Manchmal ist es nur das Denken des Wortes Gott. Die Sprachlosigkeit ist eine Form des innigen Ringens um das Bewahren Gottes.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

29. Sonntag im Jahreskreis
Sonntag, den 20.10.2013

um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag, den 24.10.2013

um 15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

 

Freitag, den 25.10.2013

um 18.00 Uhr WortGottes Feier in der Krypta,

anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

30. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 27.10.2013

um 18.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde
Kollekte missio >>>

 

Heilige Messe im Notel

Viktoriastrasse 12, Köln

Donnerstag, den 24.10.2013

um 18:45 Uhr Heilige Messe

 

Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

Offene Einladung zum Austausch

Am vergangenen Sonntag haben sich 20 Interessierte im Sälchen des Pfarrhauses getroffen, um über dieses Thema zu sprechen. Die Zeit dafür schien reif. Die Art der Zusammenkunft hat dies bestätigt. Das Thema ist gewachsen aus der Entwicklung der Gemeinde und der Liturgie hier. Die frühen christlichen Gemeinden haben Gottesdienstfeier und Solidarität mit den Armen noch selbstverständlich verbunden gesehen. Die Gottesdienstform war weniger kultisch. Sättigungsmahl und eucharistisches Mahl waren in einer Feier. Eine Ahnung der Kraft dieser Versammlungen hatten wir während des Eucharistischen Kongresses erleben dürfen, als Obdachlose und Gemeinde miteinander Agape – Wortgottesdienst in der Kirche feierten.

Entwicklung von Liturgie und Diakonie

In den Ursprüngen des christlichen Gottesdienstes war das Teilen mit den Kranken und Armen Bestandteil der gottesdienstlichen Versammlung.

 

Die Abspaltung des Gottesdienstes vom gemeinsamen Essen hat ihn mehr und mehr zum Kult werden lassen. Die Krise der Kirche in der westlichen Welt hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass das Zeugnis der Solidarität mit den Armen weniger stark geworden ist. Von daher ist es eine Gnadengabe des Geistes, dass auch bei uns dieses Thema sich in der Weiterentwicklung als christliche Gemeinde als reif zu erkennen gibt. Unser Engagement für Bedürfnislagen z.B. im Notel oder in der Obdachlosenseelsorge oder für die vom Hochwasser bedrängte Gemeinde im Chemnitz oder St. Kyrill in Damaskus oder die Schuhsammelaktion der Stiftung ‚Die gute Hand‘ ist immer wunderbar und großzügig erfüllt. Die Frage ist, wie die Feier der Liturgie sich offensichtlicher prägen lässt mit sichtbaren Zeichen der ja gelebten Diakonie. Die von den Menschen in unserer Kirche hinterlassenen Fürbitten sind ein solcher Ort. Uns bewegt, ob es reif ist, dass es noch andere Zeichen der Verbindung von Liturgie und Diakonie gibt. Es sollen keine ästhetisch erfundenen Zeichen sein. Unsere Frage ist, ob es diakonisch - geistliche Impulse gibt, die uns angemessen scheinen für die sonntägliche Feier des Gottesdienstes.

 

Stimmig für Einzelne, stimmig für die Gemeinde, stimmig für die Adressaten

Die am vergangenen Sonntag Versammelten haben teils sehr bewegend erzählt, wie dieses Thema Gottesdienst und Diakonie in ihrem eigenen Leben bewusst ist. Das Thema ist also sehr verwurzelt in denen, die von sich erzählten. Die weitere Frage ist, wie dieses Wissen und Erfahren auch stimmig ist für die feiernde Gemeinde. Nicht aus dem Blick geraten dürfen die, mit denen diese Solidarität gelebt werden soll. Solidarität kann nicht Selbstzweck sein. Er ist keine Einbahnstraße der Wohltätigkeit. Manche Wohltätigkeit kann mehr demütigen als dass sie Zeichen des gemeinsamen Lebenteilens ist. Einige aus dem Kreis erzählten, wie z.B. das persönliche Kuchenbacken für die Gäste des Notels ein bewusst erlebtes Wissen um die Verbundenheit mit diesen Menschen ist. Oft sind Begegnungen gewachsen, so dass auch ganz konkrete Menschen im Blick sind, wenn der Kuchen gebacken wird. Das sind kleine Zeichen, an denen wir uns vergewissern können, dass es hier nicht um ein sich überhebendes Almosengeben geht.

 

In der Geisthaltung der Absichtslosigkeit

Das Ziel unserer Überlegungen ist nicht, ‚die Obdachlosen‘ hier in die Kirche bringen zu wollen. Es ist wunderbar, wenn Menschen von hier nach Gubbio (Obdachlosenkirche) zum Gottesdienst gehen und wenn von dort Mitglaubende hier am Gottesdienst teilnehmen. Aber es gibt keine Konkurrenz um die Armen. Das wäre ein fataler Missbrauch des Solidaritätsgedankens. Diakonie lebt von der Absichtslosigkeit, soweit die menschenmöglich ist. Diese Auffassung teilten alle, die am Sonntag mit überlegten. Zur Sprache kam auch das Motiv, dass man als ‚herzlich Gebender‘ mit im Blick sein mag – ohne dass es dabei um Selbstdarstellung oder Überhebung geht. Es wird eine spannende Obacht sein, wie die unterschiedlichen Beweggründe eine Solidarität auf Augenhöhe sein können.

 

Praktische Umsetzung

Die grundsätzlichen Überlegungen waren wichtig, um sich dann den praktischen Möglichkeiten zuzuwenden. Im Kreis wurden verschiedene Denkbarkeiten diskutiert. Wir müssen ausprobieren, was stimmt, was – in der geistlichen Sprachweise ausgedrückt – der Geist eingibt. Es gibt allsonntäglich Zeichen der Diakonie. Menschen bringen selbstgebackenen Kuchen oder Kaffee für das Café des Notels mit. Die Gegenwart der Diakonie im Kult soll nicht eine zusätzliche Aktion sein, die in das Geschehen der Liturgie einzubauen wäre. Uns schien es angemessen, die Gaben des Kuchens nicht zu einer liturgischen Gabenprozession werden zu lassen, sondern wohl diese Gaben im liturgischen Raum stehen zu sehen. Daher werden wir z.B. die Kuchenspender bitten, ihre Gaben vor Beginn der Messe statt in die Sakristei auf die Altarstufen zu legen. Dann sind diese Gaben der Verbindung mit den Gästen des Notels mit im Gottesdienst. Nach der Feier werden sie dort hingebracht. Manche der Kuchenbäcker mögen sehr im Hintergrund bleiben. Die dürfen die Kuchen weiter in die Sakristei bringen. Dann können die Akteure in der Sakristei die Kuchen in den Kirchraum stellen.

 

Sollten wieder einmal Aktionen sein wie Aufruf zu Kaffeespenden oder Zahnbürsten usw., dann werden für diese Sonderaktionen Körbe am Eingang der Kirche stehen, in die man diese Dinge legen kann. Diese Körbe werden zur Gabenbereitung zu den Altarstufen getragen werden. Es sind auch andere Institutionen eingeladen, die für ihre Arbeit um Gaben der Solidarität bitten mögen. Am Ende der Fürbitten soll Gelegenheit sein, auf solche Aufrufe hinzuweisen.

 

Wachsamkeit, ob all das ‚des Geistes‘ ist

Wir wissen nicht, ob diese Formen wirklich reif sind, wirklich stimmen, um auch so das Anliegen der gelebten Diakonie in der Liturgie verankert zu sehen. Daher die Bitte, dass wir es miterleben, unsere inneren Reaktionen darauf kundtun. Nur so kann sich etwas entwickeln, von dem wir wünschten, dass es keine Aktion um der Aktion willen ist, sondern ein Geschehen des Geistes. Ob es das dann wirklich ist, dafür gibt es in unserer Gemeinde ein verlässliches Empfinden.

 

Im Kreis derer, die das Thema ausführlicher besprochen haben, sind wir übereingekommen, nach einem halben Jahr wieder Interessierte einzuladen, um zu sehen, was wir in dieser Frage für stimmig, was wir für ‚des Geistes‘ erachten.

 

Es war eine für das Gemeindeleben ermutigende Versammlung. Dank allen, die dabei sein konnten und mochten. Dank an Marcus Siebolds, der uns mit gekonnter Moderation durch diesen Nachtmittag begleitet hat.

 

Matthias Schnegg

 

Schauvitrine

In der Katharinenkapelle ist nun schon einmal die Schauvitrine eingebaut worden. Wir haben eine erste konkrete Vorstellung, wie das Werk am Ende einmal aussehen wird. Nach Installation von Licht und Sicherheit kann die Vitrine mit einigen der schönen liturgischen Geräte bestückt werden, die aus der Geschichte des Glaubens an diesem Ort stammen.

 

Kuchengaben

Beim Treffen zum Thema Kult und Diakonie war noch einmal offensichtlich, wie schön die Gaben des Kuchens für das Café für drogenabhängige Obdachlose ankommen – sowohl bei denen, die backen als auch bei denen, die mit großer Dankbarkeit diese Kuchen verzehren. Sie sind auch dankbar, weil es Menschen gibt, die ihnen dieses Backen wert sind. Sie sind auch dankbar, weil sie das eigentlich nicht kennen, dass sie hausgemachten Kuchen genießen dürfen. Danke allen, die immer wieder Kuchen mitbringen. Nicht zurückhalten müssen sich die, die ab und auch vielleicht auch gerne einmal ein solches genussreiches Geschenk mitbringen mögen. Ab 1.11. beginnt wieder die Saison des Cafés an Sonn- und Feiertagsnachmittagen in den Räumlichkeiten des Notels. Getragen wird dieses Angebot durch die Kommunität Kosmas und Damian und die vielen Ehrenamtlichen, die mitwirken mögen.

 

Am 16.11. 2013 ab 19 Uhr wird St. Maria Lyskirchen wieder ein biblisches Buch gelesen – Das Buch Numeri II. Teil.
Sie sind herzlich willkommen.

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Vatikangefluester Lyskirchen Koeln

Maria Knotenlöserin

Lieber Robert, Du weist ich war in den 1980 er Jahren in Deinem schönen Heimatland. Wollte eigentlich in Frankfurt über Romano Guardini promovieren. Zum Glück habe ich das nicht gemacht, sonst hätte ich in Deinem Heimatland ja jetzt die Plagiatssucher nach den fehlenden Anführungszeichen hinter mir, aber das nur nebenbei. Damals bin ich dann von Frankfurt nach Augsburg gefahren und hier habe ich ein ganz besonderes Bildnis gesehen. Es gibt es wohl heute noch in Sankt Peter am Perlach. Dieses Bild hat mich sehr beeindruckt, zeigt es doch wie Maria ein langes Band in der Hand hat, das zum Teil sehr verknotet ist. Mit viel Einfühlungsvermögen löst die Gottesmutter dabei jeden einzelnen Knoten nach und nach, jeden Knoten ganz geduldig ohne Hektik und Hast, nur die Engel schauen ihr dabei bewundernd zu. Sie macht es nicht wie Alexander der Große einst mit dem Gordischen Knoten gemacht hat und wie es vielleicht jetzt die wartende Öffentlichkeit von uns erwartet….

Lieber Robert, es gibt so viele Knoten zu lösen und da ist Limburg doch nur einer von vielen … Man hat mir gesagt, dass die Deutschen immer alles gerne ohne Rom machen, nur wenn sie nicht mehr weiter kommen soll Rom das Problem lösen …
Lieber Robert, es gibt so viele Knoten zu lösen und da ist Limburg doch nur einer von vielen … Man hat mir gesagt, dass die Deutschen immer alles gerne ohne Rom machen, nur wenn sie nicht mehr weiter kommen soll Rom das Problem lösen …

Das waren noch Zeiten ...

Der Limburger Dom war auf der Rückseite des 1000-DM-Scheins der dritten Serie abgebildet. Die Scheine mit dem Limburger Motiv wurden ab 1964 ausgegeben und ab 1992 durch die 1000-DM-Scheine der vierten (und letzten) Serie ersetzt, dieser war den Brüder Grimm gewidmet und zeigte auf der Rückseite eine Illustration zum Märchen Die Sterntaler.

Ohne Gewähr lyskirchen