Wort des Bischofs

Happy Birthday, Kirche!

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
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    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
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    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Warum nicht wir? Lyskirchen

Schreiben von Matthias Schnegg an die Gemeinde Lyskirchen (01.05.2020)

M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)
M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)
  • St. Maria Lyskirchen öffnet
    nicht für gemeinsame Gottesdienste

 

Seit dem 1. Mai dürfen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden – unter Auflagen. Da liegt es nahe, dass der Wunsch drängt, dass wir uns auch in Maria Lyskirchen wieder zusammenfinden. Aber: Es wird zur jetzigen Zeit keine gemeinsamen Gottesdienste bei uns geben können. Ich bin dankbar, dass diese Haltung von denen, die sich auf meine Gedanken der letzten beiden Sonntage zurückgemeldet haben, geteilt wird. In allen Rückmeldungen ist auch benannt, dass wir uns sehr freuten, wenn wir wieder zusammen sein dürften. Aber es gibt gewichtige Gründe, es weiterhin mit Geduld auszuhalten.

 

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SAnkt Maria Lyskirchen - Benjamin Marx

Gottesdienstfeier

Schreiben von Matthias Schnegg vom 26.04.2020

M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)
M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)

Noch ist nicht absehbar, wann und wie wir in Maria Lyskirchen wieder zusammen Gottesdienst feiern werden. Ich danke sehr für viel Verständnis und Mittragen dessen, was ich am vergangenen Sonntag im Newsletter bzw. im unseren Sonntagsblättchen zur Wiederaufnahme der Gottesdienstpraxis geschrieben habe. Die Fachleute warnen vor einer zu schnellen Rückkehr in eine vermeintliche Normalität. Da schleicht sich schnell der Wunsch nach ‚fast alles wie vorher‘ ein und lässt einen unvorsichtiger werden im nötigen Verhalten. Keiner mag sich vorstellen, welche Folgen es hat, wenn wir unsere leichte Öffnung wieder zurückfahren müssten.

 

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Es war unmöglich,

dass er vom Tod festgehalten wurde

 

Lesung aus der Apostelgeschichte.

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte! Jesus, den Nazoräer, einen Mann, den Gott vor euch beglaubigt hat durch Machttaten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst – ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde. David nämlich sagt über ihn: Ich hatte den Herrn beständig vor Augen. Denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke. Darum freute sich mein Herz und frohlockte meine Zunge und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen; denn du gibst meine Seele nicht der Unterwelt preis, noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen. Du hast mir die Wege zum Leben gezeigt, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht. Brüder, ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag. Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm einen Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen, sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus: Er gab ihn nicht der Unterwelt preis und sein Leib schaute die Verwesung nicht. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. Zur Rechten Gottes erhöht, hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen und ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.

Apg 2, 14.22b–33

 

Ihr wurdet losgekauft mit dem

kostbaren Blut Christi, des Lammes

ohne Fehl und Makel

 

Lesung aus dem ersten

Brief des Apostels Petrus.

 

Schwestern und Brüder! Wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht! Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.

1 Petr 1, 17–21

 

Sie erkannten ihn, als er das Brot brach

+ Aus dem heiligen Evangelium nach  Lukas

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen g sagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Lk 24, 13–35

 

Auf dem Weg

zu Lukas 24,13-35

 

Ähnlich wie die Erzählung vom ‚ungläubigen Thomas‘ ist die Geschichte der beiden auf dem Weg nach Emmaus uns sehr nahe. An beiden Erzählungen fällt es uns nicht schwer, uns selbst mittendrin zu denken. Beide Geschichten haben mit der Entwicklung des persönlichen wie gemeindlichen Glaubens zu tun. Beide Geschichten sind so trostvoll, weil sie so sicher von der mitgehenden Gegenwart des auferweckten Herrn sprechen.

 

Mit dieser persönlichen Beobachtung können wir uns vielleicht die Situation des Entstehens der Emmaus-Geschichte vorstellen. Der Autor des Evangeliums, Lukas, hat eine Gemeinde vor sich, die ihren eigenen Weg finden muss. Zeitgeschichtlich hatte sich die Naherwartung nicht erfüllt: Dass der Herr als Weltrichter bald nach seinem Tod und seiner Auferweckung wiederkäme. Das wird den Glauben der Gemeinde ernüchtert und auch enttäuscht haben.

 

Für uns ist das Ausbleiben der nahen Wiederkunft Christi kein Grund zur Glaubensenttäuschung. Unsere Gründe könnten auf anderen Gebieten liegen – z. B. auf der Frage nach der machtvollen Wirkung des Auferstandenen. Vielleicht bitten wir zusammen mit dem Papst, dass der Auferstandene die Herzen der Machthaber dieser Welt bewegen mögen; dass er Kriege beende; dass er den Armen und Ausgebeuteten zu ihrem Recht verhelfe. Manche sind beklommen in der Wahrnehmung, dass der Auferstandene all diese so dringenden Ursachen von Menschenelend nicht beiseite räumt. Wie viele Ostern hat der Papst solche Bitten an den Auferstandenen schon ausgesprochen? Dass sich da auch in unserem Glauben Enttäuschungen aufrichten, kann nicht verübelt werden.

 

Lukas hat sich entschieden, diese einzigartige Erzählung seiner Gemeinde und auch uns an die Hand zu geben. Vorher hat er die Botschaft von der Auferweckung Jesu in Form einer legendären Erzählung ausgebreitet. Legendär, weil das, was als Erfahrung mit der Auferweckung gemeint ist, keinen angemessenen Sprachschatz zur Verfügung hat. Legendär sagt, dass es keine historisch exakte Beschreibung eines Tatbestandes ist, dass es aber – in Form einer Erzählung – eine Wahrheit verkündet. Es ist eine Wahrheit für die, die sich dem Glauben an Gott und seinem Christus angeschlossen haben.

 

Lukas hat von der Begegnung der Frauen am Grab erzählt, hat den Hinweis der Engel im Grab überliefert, dass wir als Glaubende die Lebenskraft Gottes nicht in Gräbern suchen müssen. Die Lebenskraft des auferweckten Herrn ist in ‚Galiläa‘ zu finden, im Alltag der Begegnung der Menschen. Wie dort die Wirklichkeit des auferweckten Herrn zu erspüren ist, wird ablesbar an dem, was die Jünger mit Jesus in Galiläa erlebt haben. So, wie Jesus dort wirkte, wurde etwas von der befreienden Kraft der Liebe und des Lebens Gottes erfahrbar. Befreiend für alle, die von den Mächtigen ihrer Lebensmöglichkeiten beraubt waren. Befreiend für alle, die sich schwertaten, der Liebe, der Kraft der Liebe Gottes zu trauen. Das haben Menschen tatsächlich mit Jesus erlebt – vorzüglich in Galiläa. Dorthin, also in die Art, wie Jesus im Alltag die Wirklichkeit Gottes eröffnet hatte, dorthin ‚nur‘ müssen Menschen gehen, wenn sie diese überdauernde Kraft des Lebens Gottes erfahren wollen.

 

Der Evangelist hat dann in seiner Erzählung deutlich gemacht, dass das Vertrauen in die Lebenskraft Gottes sich an der Wirklichkeit der Macht des Todes bricht. Erzählerisch ausgedrückt heißt das bei Lukas: Die Ostererfahrung der Frauen fruchtet nicht: ‚Doch die Apostel hielten diese Rede für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.‘ (V 11) Selbst Petrus kommt skeptisch vom Grab zurück.

 

Und nun setzt Lukas die Geschichte der Emmausjünger als Fortsetzung ein. Eine kunstvolle und so eindrückliche Szene spielt sich vor unseren inneren Augen ab: Zwei gehen ihres Weges. Einen lässt Lukas ohne Namen. In dessen Rolle dürfen wir uns eingeladen sehen, mit unserem Weg der Glaubensentwicklung mitzugehen. Auf dem Weg sprechen die beiden. Sie haben sich viel zu erzählen. Vor allem werden sie ihren Enttäuschungen und ihren Zweifeln Luft gemacht haben. Der Erzähler lädt geradezu ein, sich nicht fromm wegzuducken mit allen Fragen. Diese sind da. Und sie brauchen ihren Raum. Wie gut, dass wir als Zuhörende mal wieder wissen dürfen: Unsere Fragen, unser Nichtverstehen, unsere Zweifel, unsere Enttäuschungen und Auflehnungen, sie gehören fast zwangsläufig auf den Glaubensweg. Es ist nicht leicht, die Geheimnisse der Weisheit Gottes zu verstehen.

 

Dem Evangelisten liegt nicht daran, uns selbstzweifelnd in dieser Auflehnung festzusetzen. Er wird Bote einer befreienden Botschaft. Seine erste Gewissheit: Ja, diese Fragen, dieses Grübeln über die Geheimnisse Gottes gehören zu uns. Aber: Lukas ist ganz fest überzeugt, dass der auferweckte Herr trotz unseres Nichtbegreifens an unserer Seite geht. Erzählerisch macht der Autor das glanzvoll: Jesus geht mit den beiden Jüngern. Er hört sich deren Enttäuschung an. Es ist keine vorübergehende, sondern eine sehr existentielle Enttäuschung. Die Hoffnung auf ein befreites Leben ist zerborsten! Das ist keine Kleinigkeit. Da hängt auch etwas vom Sinn des Lebens dran.

 

Dann führen die Männer wohl auf, dass es kleine Hoffnungsblitze in ihre Enttäuschungen gegeben hat. Aber die konnten sie nicht einordnen. Die Frauen, die vom Grab kamen und schon mehr verstanden hatten, haben sie ‚in große Aufregung‘ versetzt. Manche von uns werden das kennen: Da bieten sich Menschen mit ihrem Glaubenszeugnis an, um die eigene Enttäuschung auflösen zu können. Das macht manchmal völlig aufgeregt. Aber diese Glaubenszeugnisse kommen oft nicht an. Die Zeit ist nicht reif.

 

So tritt in der Erzählung nun Jesus als Erinnerer auf: ‚Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.‘ In der Geschichte legt der mitgehende Herr die Heilsgeschichte Gottes dar. Sie mündet in die letzte und endgültige Offenbarung Gottes in Jesus. Es ist aber oft so, wie der Erzähler sagt: Das Herz ist zu träge. Im biblischen Sprachgebrauch bedeutet das Herz sowohl den Verstand wie die Gefühle. Träge ist ein Mensch, bei dem die Leben schenkende Bewegung fehlt. Das Empfinden ist vielen Glaubenden nicht fremd. Sowohl Verstand als auch Gefühl sind wie blockiert, sich den Schilderungen der Glaubenserfahrungen anderer anzuschließen. Das ist kein moralisches Versagen. Es ist die Beschreibung einer Stufe der Entwicklung des eigenen Glaubens.

 

Der Evangelist legt seinen Gläubigen nahe, sich in dieser Situation der Hl. Schriften zu bedienen. Für uns ist das nicht nur leicht, denn manches müssen wir interpretieren lernen, um uns nicht durch die Art der Erzählungen ablenken oder gar abstoßen zu lassen. Da kann es helfen, in der Bibel zu lesen und sich eine Interpretationshilfe zur Hand zu nehmen. Oder mit anderen Menschen dazu ins Gespräch zu kommen – wie z. B. in einer Bibelgesprächsrunde (... wenn wir uns dann wieder zusammentreffen dürfen.)

 

Was jetzt im weiteren Verlauf der Emmauserzählung durchgängig zu bedenken ist: Bei allen Unklarheiten: Der Herr geht mit! Das ist die Grundüberzeugung des Evangelisten. Das allein ist schon trostspendend für Menschen auf dem Weg ihres Glauben-Reifens.

 

Nun kommen die Akteure der Geschichte in Emmaus an. Es ist eine erzählerische Verdichtung, dass der Mitgeher gedrängt werden muss, mit ins Haus zu gehen und da zu bleiben. Natürlich geht er mit, natürlich bleibt er da. Und dann kommt – neben dem Lesen der Hl. Schrift – eine zweite Hilfestellung der Glaubensreifung in Szene: Das Brechen des Brotes, die Feier der Eucharistie. Wie wichtig dieses Zeichen werden kann, erleben gerade viele von uns, die jetzt, durch die Verunmöglichung der Feier und des Empfangs der Eucharistie erst begreifen, dass da wirklich eine Bekräftigung des mitgehenden auferweckten Herrn geschieht. Es ist nicht nur eine Gewohnheit. Es ist die Christus-Verbindung. Im Symbol gesprochen: Die Einverleibung, die dichte Verbindung meines Lebens mit dem gegenwärtigen Christus.

 

Dass diese Einheit mit dem Herrn ein geistliches Geschehen ist, kein Begegnen wie mit dem irdischen Jesus, das unterstreicht der Hinweis, dass der Herr plötzlich von ihren Blicken entzogen ist.

 

Mit sehr trostvollen und ermutigenden Worten entlässt der Evangelist uns auf unseren je eigenen Glaubensweg. Denn das kennen wir auch: Das brennende Herz, das wir nicht unbedingt zu deuten verstehen, das uns aber ab und an Momente einer unerschütterlichen, nicht enttäuschten Gewissheit des mitgehenden Herrn schenkt.

 

Ihr Matthias Schnegg

Das 'Sonntagsblättchen' vom 26.04.2020
Für alle, die auf das 'Sonntagsblättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
Sonntag-26-04-2020-Pfarrblatt -Lukas.pdf
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  • Sanierung Außenfassade Sakristei

Das Gerüst steht. In dieser Woche werden die Graffiti entfernt. Dann kommen die Steinrestauratoren, um die mittelalterlichen Steine und den Putz im Sockelbereich zu sanieren. Und dann erfolgt der Anstrich. Eine genaue Zeit der Dauer der Arbeiten ist nicht festlegbar, da man bei so erhabenen Gemäuern nie weiß, was sich bei näherer Betrachtung noch alles als sanierungsbedürftig erweist. 

 

  • Misereor-Kollekte

Das endgültige Ergebnis unserer diesjährigen Misereorkollekte liegt bei 3.830 €. Herzlich Dank für dieses Sammelergebnis, das wir zusammengetragen haben, obwohl wir keine Gottesdienste miteinander feiern konnten. Zum Vergleich: 2019 konnten wir 1.376,80 € an Misereor weiterleiten.

 

ABGESAGT:

Osterlicht 2020 im leeren Raum

Entzündung der Osterkerze in Lyskirchen in der Osternacht 2020

Alle Foto Anna C. Wagner

  • Gottesdienstliche Feiern

Solange es sinnvoller Weise nicht erlaubt ist, sich mit mehreren zu versammeln, können wir auch nicht Gottesdienst miteinander feiern. Vielen ist das ein wirklich spürbarer Schmerz, eine wirkliche Entbehrung. Wie kostbar und das Leben mittragend und nährend diese Feiern sind, das wird noch einmal bewusster im Verzicht darauf. Einige berichten, wie sie in ihrer Hausgemeinschaft sich zu Gottesdiensten zusammensetzen. Manche haben so etwas noch nie gemach und sind auch beglückt, dass und wie es möglich ist. Manche finden zu einem Austausch über ihren Glauben, weil sie zusammen beten, die Hl. Schrift lesen. Manche sind fähig – nicht nur im Kreis der häuslichen Gemeinschaft – einander zu erzählen von dem, was ihren Glauben ausmacht, wie ihnen jetzt bewusster wird, dass der Glaube eine große Rolle in der Deutung ihres Lebens spielt. Das sind sehr kostbare, unsere Wahrnehmung erweiternde Erfahrungen, die aus der Krise wachsen.

 

Für die, die alleine leben, ist diese Zeit des Verzichts auf gemeinsame Gottesdienste teils sehr hart. Es fehlt die Gemeinschaft, die mitträgt. Manchmal reicht dann auch die geistige Verbindung nicht. Der nötige Verzicht ist dann wirklich ein Leiden.

 

  • Vertretende Gemeinde

Wie verabredet, findet zu den Zeiten, in denen wir eigentlich miteinander Gottesdienst gefeiert haben, ein sehr einfacher Wortgottesdienst in der Kirche statt. Wir sind dann eine Gemeindevertretung von 3-4 Menschen. Wir beginnen mit einer längeren Stille, in der wir uns geistig-geistlich versammeln mit denen, die sich zu dieser Zeit zuhause mit ihrem Gottesdienst anschließen. Wir lesen die Lesungen des Tages, beten den Antwortpsalm, hören das Tagesevangelium, halten Stille oder tragen die aufgeschriebenen Fürbitten vor. Mit einem Vater unser und einer Segensbitte für alle, die in diesem Gebet verbunden sind, endet diese kleine Liturgie. Wie schön ist, es, wenn wir wieder die volle Liturgie gemeinschaftlich feiern dürfen.

 

Der Psalm 42 kennt offenbar

eine solche Sehnsucht:

 

Meine Seele dürstet nach Gott,

nach dem lebendigen Gott.

 

Wann darf ich kommen

und Gottes Antlitz schauen?

 

[…]

 

Das Herz geht mir über,

wenn ich daran denke:

 

wie ich zum Haus Gottes

zog in festlicher Schar,

 

mit Jubel und Dank

in feiernder Menge.

 

Meine Seele, warum bist du betrübt

und bist so unruhig in mir?

 

Harre auf Gott,

denn ich erde ihm noch danken,

meinem Gott und Retter,

auf den ich schaue.‘

 

[…]

 

Für die Zeit, in der wir in Solidarität mit all denen, die auch keine Eucharistieversammlung leben können, müssen wir uns mit den stellvertretenden Gemeindemitgliedern begnügen. Sie können sich sehr gerne (auch mehrfach) melden, wenn Sie eine solche Stellvertretung übernehmen mögen:

0221 2570564 oder schnegg@lyskirchen.de