Wort des Bischofs

Atempause

Köln, am

heutiger Tag

 

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Für die ländlich geprägte Gesellschaft hatte Mariä Name, der 12. September zudem eine rechtliche Bedeutung: Ab diesem Stichtag durfte von den Armen das liegengebliebene Korn von den abgeernteten Feldern gesammelt werden.“

 

Ich hielt meinen Rücken denen hin,

die mich schlugen

 

Lesung aus dem Buch Jesája.

Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Und Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden.Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. Er, der mich freispricht, ist nahe. Wer will mit mir streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran. Siehe, Gott, der Herr, wird mir helfen.

Jes 50, 5–9a 

Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat

 

Lesung aus dem Jakobusbrief.

 

Meine Schwestern und Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung sind und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat. Aber es könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke und ich zeige dir aus meinen Werken den Glauben.

Jak 2, 14–18

 

Du bist der Christus. – Der Menschensohn muss vieles erleiden

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsaréa Philíppi. Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus! Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen. Dann begann er, sie darüber zu belehren: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den  Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet werdenund nach drei Tagen auferstehen. Und er redete mit Freimut darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen. Jesus aber wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Tritt hinter mich, du Satan! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

Mk 8, 27–35

 

Der Weg

zu Markus 8,27-35

Mit unserem Textabschnitt beginnt der zweite Hauptteil des Markusevangeliums. Bisher haben wir mitverfolgen können, wie Jesus auf dem See immer wieder hin- und herfuhr. Er lehrte, er heilte, er befreite. In Gleichnissen sprach er – und ließ damit manches deutungsoffen. Nun lässt der Evangelist Jesus vom Norden, von Caesarea Philippi, dem Sitz der römischen Besatzungsmacht, durch ganz Israel ziehen, bis er in Jerusalem seinen Weg beendet. Es ist die Route, auf der die Römer unter Titus Jerusalem erobern und schließlich zerstören werden. Der Erzähler hat als eines der Leitmotive der Gestaltung seines Evangeliums den Kontrast gewählt zwischen der weltlichen Macht des römischen Kaisers und der Macht, die vom vermeintlichen Verlierer Jesus ausgeht. Sein Königsweg ist nicht die Beherrschung und Zerstörung, sondern der Leidensweg, der am Kreuz endet. Aber das Ende ist nach Gottes Willen nicht der Tod …

 

 

Zu Beginn der Darstellung dieses Weges Jesu steht die Frage nach dem Verständnis, wer Jesus ist. Zunächst werden gängige Meinungen angesprochen: ‚Für wen halten mich die Menschen?‘ Da gibt es Antworten. Aber die dann auch unterscheidende Frage lautet: ‚Ihr aber, für wen haltet ihr mich?‘ Wir kennen die Antwort, die Petrus stellvertretend gibt: ‚Du bist der Christus!‘  Was Petrus an dieser Stelle ausspricht, kennen wir als Leser des Buches schon vom ersten Satz an: ‚Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, Gottes Sohn.‘ (1,1)

 

Jetzt lässt der Erzähler diese Titel noch einmal in den Blick geraten – ergänzt durch einen anderen: ‚Menschensohn‘ (V. 31). Uns sind diese Titel so selbstverständlich, dass wir deren Nennung im Zusammenhang des Weges Jesu in ihrer theologischen Schärfe nicht ahnen. Dazu weiter unten mehr.

 

Jesus tritt in diesem zweiten Hauptteil des Evangeliums überwiegend als Lehrer auf. Die Schülerschaft soll – nach Erzählungen von Taten Jesu – sich bewusst werden, was es bedeutet, sich Jesus anzuschließen. Dieser Weg der Nachfolge bekommt seine besondere Färbung durch die Erkenntnis: Der Weg Jesu ist der Leidensweg zum Kreuz. Was bedeutet das für alle, die sich ihm als Modell der Weltanschauung anschließen wollen? Was bedeutet das für uns heute dieses Evangelium Hörende? Der Evangelist redet Klartext. Nicht mehr teils rätselhafte Bildworte sind jetzt vorherrschend. Jetzt redet Jesus ‚mit Freimut‘ über seinen Weg. Der ist klar benannt: ‚Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.‘ 

 

Der Urgrund des theologischen Konfliktes wird hier ausgesprochen. Für wen halten die Jesus-Nachfolgenden ihn – den Menschensohn, den Christus, den Gottessohn? Diese Titel sind uns, wie schon gesagt, so geläufig, dass wir die Sprengkraft der Auseinandersetzung mit den religiösen Autoritäten seiner Zeit kaum begreifen. Der ‚Menschensohn‘ ist eine Figur, die in der jüdischen Tradition der himmlischen Sphäre zugeschrieben wird. Der Menschensohn wird auftreten zum endzeitlichen Gericht. Wie kann ein solcher einem Leidensweg unterworfen werden? Wie kann ein solcher den schmachvollen, von Gott verlassenen Kreuzestod der Entehrung erdulden müssen? Gleiches gilt für den Titel des ‚Messias/Christus‘. Der Messias kommt in der Erwartung jüdischen Glaubens als der Befreier – z. B. auch aus der Macht der politischen Fremdherrschaft, auf dass Gottes Herrschaft sich endgültig aufrichte. Wie kann dieser Christus schmachvoll leiden und hingerichtet werden? Und auch der Titel des ‚Sohnes Gottes‘ spricht in der Überlieferung für einen göttlich Erhabenen. Der römische Kaiser titulierte sich als ‚Sohn eines Gottes‘ und beanspruchte damit den ersten und göttlichen Rang unter den Menschen. Wie kann Jesus als der Sohn Gottes als ein Leidender, am Kreuz Verendender gedacht werden? Wir ahnen die Sprengkraft dieser Umdeutung der Titel durch die Wirklichkeit der Person Jesu.

 

Der Evangelist Markus setzt den Kreuzestod Jesu theologisch in den Zusammenhang der Umdeutung der Titel. Mit diesen öffnet sich ein ganz neues Verständnis der Wirklichkeit Gottes. Der Evangelist wird am Ende eindeutig verkünden, dass durch Tod und Auferweckung Jesu dieses Verständnis von Gott autorisiert wird. Jesus wird als der Menschensohn das endzeitliche Gericht halten. Die in der Nachfolge Treuen wird er in die endgültige Gemeinschaft mit Gott führen, ‚wenn er mit den heiligen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommt.‘ Jesus als der Christus wird befreien, wie er beispielhaft mit der Befreiung der Fesselung durch die Dämonen bereits gezeigt hat. Jesus wird als der Gottessohn von Gott in der Auferweckung aus dem Tod bezeugt. Die Umdeutung der Titel sind eine Neuinterpretation des Gottesverständnisses!

 

Wie belastet diese neue Sicht auf Jesus und damit auf das Verständnis Gottes ist, zeigt die Reaktion des Petrus. Der Erzähler lässt ihn sprachlich Jesus anfahren, wie sonst die Dämonen ausgetrieben wurden: wörtlich: Petrus herrscht ihn an. Mit ebenso drastischen Worten weist Jesus den unverständigen Petrus an seinen Platz: ‚Tritt hinter mich, du Satan!‘ Das besagt: Geh hinter Jesus, um seine Blickrichtung, seine Anschauung der Welt mit den Augen Gottes einzunehmen. Alles andere ist wider die Gottesbegegnung. Es ist des Satans. ‚Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.‘

Was das denn ist,
‚was Gott will‘, das wird in diesem zweiten Hauptteil des Evangeliums offen ausgedrückt. Unumwunden werden Beispiele genannt, die wirklich eine andere Perspektive in das eigene Leben einbringen – z. B. werden wir hören: ‚Wer der Erste ein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.‘ (9,35) Oder: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein ... wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.‘ (10,43) Das sind bleibend provokante Anforderungen, die von Jesus mitgegeben sind. In dieser Haltung wird konkret, wofür die Provokation des Leidensweges Jesu dient. Menschen, die diesem Jesusweg folgen, finden ihn konkretisiert in Aussagen wie diesen.

 

Das Ende unserer Perikope weist auf erste Konsequenzen für die Schülerschaft Jesu. Der Evangelist lässt nun wieder ‚Volksmenge und seine Jünger‘ vor Jesus stehen. Denn nicht die Schülerschaft an sich ist Garantie der Nachfolge. ‚Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.‘ Die Bereitschaft, von Jesus zu lernen, ist der Zugang zur Nachfolge. Die praktizierte Kreuzesnachfolge wird je eigen, persönlich sein. Ein Petrus verleugnete Jesus in der Passion; später folgte er Jesu Weg uneingeschränkt.

 

Für den Evangelisten ist die Frage der Nachfolge nicht eine unter vielen anderen Möglichkeiten, sich im Leben einzurichten. Nachfolge bedeutet, von sich und den eigenen Wünschen absehen zu können, wenn diese im Widerstreit mit der Haltung des Gottesverständnisses sind, wie es Jesus gelebt und gelehrt hat. Es geht um das Leben. Und das Leben ist im Bekenntnis des Evangeliums da voll, wo Menschen mit Gott verbunden sind – letztlich in der ewigen, vollendenden Verbundenheit in Gott. Darum ist für den Evangelisten Markus der Weg der Nachfolge ohne Alternative. Es geht um die Fülle des Lebens in der ewigen Wiederverbindung mit Gott. ‚Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?‘

 

Diese Frage kann so nur jemand stellen, für den der Weg der Nachfolge Jesu ausschließlich sinnstiftend ist. Vielen von uns heute das Evangelium Aufnehmende werden die Haltungen Jesu zur Nachahmung erstrebenswert sein. Manche erfahren frohmachend, wie erfüllend es sein kann, aus den Maßstäben Jesu heraus im Leben zu handeln. Und kostbar ist es manchen geworden, hier einen Reifungsprozess der Persönlichkeit zu erleben – wie ein Geschenk, das in mancher gesellschaftlichen und weltanschaulichen Verwirrung ganz lebenspraktisch erfahren lässt, was guttut – dem Mitmenschen, einem selbst – und, so ist es die Überzeugung Jesu – auch zur Freude Gottes.


Ihr Matthias Schnegg

 

 

Unser "Sonntagsblättchen" als PDF

Das Sonntagsblättchen Vierundzwanzigster Sonntag 2021
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
Sonntag-12-09-2021.pdf
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Kollekten

Wieder herzlichen Dank für 850,53 €, die wir am vergangenen Sonntag als LYSKIRCHENSonntag zusammengetragen haben!

 

An diesem Sonntag ist die Kollekte für die katholischen Medien - Kollekte am Sonntag der kirchlichen Kommunikationsmittel.

Voranzeige: Konzert unseres Kantors in Thenhoven  - Orgel und Gesang

Passend zum Jahr der Orgel feiert die Marcussenorgel in St. Johann Baptist Thenhoven ihr 30 - jähriges Jubiläum. Immer noch gilt sie als eines der schönsten und hochwertigsten Instrumente im Kölner Raum.  Am 3.10.2021 um 17.00 Uhr wird unser Seelsorgebereichsmusiker Ulrich Cordes gemeinsam mit dem Konzertorganisten Frank Stanzl ein Konzert geben.  Unter dem Begriff "Kontraste" erklingen bekannte Arien aus Oper und Konzert, mal festlich, mal melancholisch. Umrahmt wird dieses abwechslungsreiche Programm von einem der bekanntesten Präludien Johann Sebastian Bachs, dem Präludium und Fuge in Es Dur.

12.09.2021 – 19.09.2021

 

Vierundzwanzigster Sonntag

im Jahreskreis*

11.00 Uhr Vortrag zum Tag des Denkmal

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte: Welttag der Kommunikationsmittel

 

Freitag:      

18.00 Uhr   Wortgottesdienst der Gemeinde

20.00 Uhr   Bibelgespräch Online

 

Fünfundzwanzigster Sonntag

im Jahreskreis*
19.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde

 


* Wegen begrenzt zugelassener Teilnehmerzahl müssen Sie Ihre Mitfeier der Sonntagsmesse leider bitte bis jeweils Freitag 12 Uhr im Pfarrbüro anmelden: Montag-Mittwoch und  Freitag von 9 – 12 Uhr, Donnerstag von 15 – 18 Uhr Telefonisch: 0221/214615 oder per Mail:
pfarrbuero@lyskirchen.de