Wort des Bischofs

Atempause

Köln, am

heutiger Tag

 

  • SANKT MARIA
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    50676 KÖLN

 

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Und sie werden ein Fleisch

 

Lesung aus dem Buch Génesis.

 

Gott, der Herr, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm ebenbürtig ist. Gott, der Herr, formte aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte sein Name sein. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen ebenbürtig war, fand er nicht. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie genannt werden; denn vom Mann ist sie genommen. Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und hängt seiner Frau an und sie werden ein Fleisch.

 

Gen 2, 18–24

 

Er, der heiligt, und sie, die

geheiligt werden, stammen alle aus Einem

 

Lesung aus dem Hebräerbrief.

Schwestern und Brüder! Den, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, Jesus, ihn sehen wir um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; es war nämlich Gottes gnädiger Wille, dass er für alle den Tod erlitt. Denn es war angemessen, dass Gott, für den und durch den das All ist und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte, den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete. Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle aus Einem; darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen.

Hebr 2, 9–11

 

 

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit kamen Pharisäer zu Jesus und fragten: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau aus der Ehe zu entlassen? Damit wollten sie ihn versuchen. Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben? Sie sagten: Mose hat gestattet, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlassen. Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch. Da brachte man Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

 

Mk 10, 2–16

 

 

 

 

Hartherzigkeit

zu Markus 10,2-12.13-16

Ein nicht so leicht aufzunehmender Text! Die Fragestellung zur Ehescheidung bewegt viele – teils, weil sie betroffen sind, teils, weil sie Betroffene kennen und gleichwohl an der Hartherzigkeit z. B. kirchlicher Gesetze und ihren Folgen leiden. Zur Begründung der Unauflöslichkeit der Ehe werden nicht zuletzt die biblischen Zitate der Jesusworte aufgeführt. Diese Worte aus der frühen Praxis der christlichen Gemeinden sind nicht gering zu achten. Sie bestehen – und zugleich lohnt es, dem Sinn dieser Worte eigen nachzuspüren. Dabei werden sozialgeschichtliche Gesichtspunkte mit zu bedenken sein: Welche Scheidungspraxis wird von Jesus in Zweifel gestellt? Daneben wird die Frage zu beantworten sein, welche Zielrichtung die Gegenposition Jesu zu der der Pharisäer ist. Am Ende werden wir nicht vor einer eindeutigen Festlegung stehen. Dann wird die Haltung der Liebe in Konkurrenz zur Haltung der Rechtsordnung stehen. Dann wird unser Gewissen entscheiden müssen – mit dem Risiko, sich nicht dem Leben gemäß entschieden zu haben.

 

Unser Textabschnitt befindet sich nach wie vor unter der Überschrift der Haltung des Dienens (9,35). Darunter fiel der Verdruss der Jünger über die Wirkung eines Heilers, der nicht zur Gruppe gehörte; darunter fiel die Warnung vor der Verführung zum Bösen; darunter fällt auch das Verständnis der Gemeinschaft der Ehe.

 

Der Evangelist stellt die Szene eines Lehrgesprächs vor: In einem öffentlichen Teil wird die Grundsatzfrage angesprochen. In einem Jüngergespräch wird vertieft, was die Grundsatzüberlegungen für die Praxis der Gemeinde bedeuten.

 

Die Szene des Erzählers lässt uns Pharisäer und Jesus und ‚viele Leute‘ zusammen sehen. Die Pharisäer, die als Vertreter der Rechtsordnung der Tora, dem Gesetz des Mose, stehen, und Jesus, der auf den Willen Gottes in der Schöpfungsordnung verweist. Gesetzesordnung und Gottes Wille werden in einem Spannungsfeld erkennbar, denn die Tora ist ja nicht Willkür der Menschen, sondern auch mit dem Willen Gottes verbunden. Der Text sagt unumwunden, dass die Gegner Jesu ihn ‚versuchen‘ wollten. Ihre Frage ist eine Fangfrage: ‚Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau aus der Ehe zu entlassen?‘ Widersetzte sich Jesus dieser damals gängigen Praxis, hielte man ihm vor, sich über die Tora, das Gesetz des Mose, zu stellen. Die Pharisäer präzisieren ihre Anfrage, indem sie darauf verweisen, dass Mose eine solche Scheidung vorgesehen hat. Nach dieser Bestimmung konnte ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen, weil ‚sie ihm dann aber nicht gefällt, weil er an ihr etwas Anstößiges entdeckt‘. (Dtn 24,1) Anstößig konnte schon sein, wenn das Essen angebrannt war oder sie mit geöffnetem Haar sich zeigte oder sie in der Öffentlichkeit mit jedem Beliebigen ein Gespräch aufnahm. Unschwer ist die Verfügungsmacht des Mannes über die Frau zu erkennen. Ist das der Wille Gottes?

 

Als Lesende des ganzen Evangeliums kommt hier in Erinnerung, was Jesus in der Überlieferung des Markus bereits vorher zu den Geboten der religiösen Autoritäten gesagt hatte: ‚Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.‘ (7,8) Das ist ein harter Vorwurf, dem sich die religiösen Autoritäten, auch die Pharisäer im Streitgespräch mit Jesus ausgesetzt sehen. Da wird selbstverständlich die Frage wach: Welches Gebot Gottes wird denn preisgegeben, wenn ein Mann seine Frau ziemlich willkürlich aus der Ehe entlassen darf?

 

In unserer Szene fällt Jesus – wieder einmal – nicht auf die Versuchung seiner Gegner herein. Er greift deren Argument auf, indem er genau auf Mose, auf die Tora, zurückgreift. Er schaut dabei nicht auf die Rechtsordnung, wie sie im Deuteronomium verfasst ist, sondern auf die Schöpfungsordnung Gottes. Die konkurriert mit der Überlieferung der Menschen. Diese sieht Jesus allein in der Hartherzigkeit der Menschen begründet. Hartherzig erweisen sie sich, weil sie nicht nach dem Urgrund der Verbindung von Mann und Frau fragen. Vielmehr reicht nach menschlicher Überlieferung etwas vermeintlich ‚Anstößiges‘, um die Ordnung Gottes fahren zu lassen.

 

In unserer Episode verweist Jesus auf die Schöpfungsordnung Gottes. Dafür mischt er Zitate aus den beiden Schöpfungserzählungen der Genesis. Die erste Hälfte ‚Gott hat sie männlich und weiblich erschaffen‘ greift auf die erste Schöpfungserzählung zurück. Sie betont die Gleichheit von Mann und Frau. Beide sind sie Repräsentantin/Repräsentant Gottes: ‚als sein Bild‘ (Gen 1,27) Ein Sonderrecht des Mannes, seine Frau aus der Ehe entlassen zu können, widerspricht diesem Verständnis der Gleichheit.

 

Der zweite Teil der Antwort Jesu greift auf die zweite Schöpfungserzählung der Genesis zurück: ‚Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und die zwei werden ein Fleisch.‘ Wenn die Urbindung an Vater und Mutter verlassen werden kann, gibt es eine Kraft, die stärker ist als diese Eltern-Kind-Beziehung. Es ist die Kraft der Liebe, die Menschen zusammenbringt, die sie eng verschmelzen lässt, dass sie ‚ein Fleisch‘ sind. Diese Einheit wird geschaffen durch die göttliche Kraft der Liebe. Unter dieser Annahme gilt das Einswerden zweier Menschen als ‚was Gott verbunden hat.‘ Wo diese Einheit der Liebe verbunden hat, das ‚darf der Mensch nicht trennen‘.

 

Die Antwort Jesu auf die Frage seiner Gegner berührt eine andere Ordnung als die des Rechtes. Es geht nicht vordringlich um die Erfüllung der Rechtsnorm. Der Blick Jesu wendet sich nach dem uns überlieferten Verständnis der Grundhaltung zu, auf der eine Ehe als von Gott verbunden zu begreifen ist. Wenn die Liebe und Einheit das Fundament der Beziehung sind (und bleiben), dann ist es selbstverständlich, dass man einander nicht aus der Ehe entlässt. Dann leuchtet die Präzisierung in der Jüngerbelehrung ‚zu Hause‘ sofort ein.

 

In dieser Beschreibung des Ideals einer Ehebeziehung kommen manche Fragen der heutigen kirchenrechtlichen Praxis auf. Selbst die Rechtsprechung kirchlicher Eheverfahren erkennt immer mehr, dass beim Zustandekommen so mancher Ehe diese Grundlage der wirklichen Liebe und Einheit nicht gegeben war. Ist es das, was wir als ‚von Gott verbunden‘ benennen können? Es ist nicht so leicht, auf das biblische Wort zu verweisen und die Trennung einer Ehe als unmöglich zu bezeugen. Das Dilemma besteht auch hier, dass es eine rein rechtliche Betrachtung eines Zustandes und eine ethische Dimension gibt. Das Lehr- und Streitgespräch unserer Perikope hat dieses Spannungsfeld in Szene gesetzt. Wir können diese Polarität nicht einfach auflösen – das wird weder dem Menschen noch der Rechtsordnung gerecht, die wir Menschen brauchen. Letztlich wird das Gewissen die Verantwortung übernehmen müssen, was dem höheren Gut der Liebe gerechter wird.

 

Wir erkennen in dem Argument Jesu die große Bedeutung der Schöpfungsordnung. Diese beruht auf der Liebe, der Gleichrangigkeit von Mann und Frau als ‚Bild Gottes‘ und auf der Einheit, die sie aufgrund der Liebe miteinander bilden.

 

Wir sind nicht so weltfremd, dieses Ideal als einfach zu lebende Wirklichkeit anzusehen. Viele wissen, wie diese Liebe vergehen kann – aus welchen Gründen auch immer. Viele wissen, dass die Liebe einem Reifungsprozess unterliegt. Das hat, wie das Leben zeigt, auch seine Grenzen. Es ist anzunehmen, dass die meisten Menschen zu Beginn der Ehe fest davon überzeugt sind, dass diese Liebe da ist, dass sie zur Einheit fähig ist. Daher ist grundsätzlich guter Wille vorhanden, diese einzigartige Verbindung ein Leben lang durchzutragen. Dennoch gibt es die oft sehr bittere Erfahrung: Die Liebe hört auf.

 

Der Evangelist hat die Frage der Ehescheidung unter den Obertitel des Dienens gesetzt. Es gehört zur Haltung des Dienens, einander gleichrangig anzusehen und entsprechend miteinander zu leben. Selbst das ist nicht für alle selbstverständlich. Zur Haltung des Dienens gehört, der Liebe den Raum der Reifung zu geben. Paulus hat in seinem Hohen Lied der Liebe (1 Kor 13) auf lebenspraktische Ausdrucksformen der Liebe verwiesen.

 

In seinen Schlussgedanken geht Markus auf diesen Prozess des Reifens ein. Trennung ist denkbar. In der Schülerbelehrung Jesu wird deswegen auf die Möglichkeit einer Wiederverheiratung verzichtet, weil einer Wiederversöhnung, einem Wieder-zueinander-Finden der Raum geöffnet bleiben soll. Manchen bot das tatsächlich die Möglichkeit, sich in der Liebe wiederzufinden. Vielen nicht. Wir werden in der Spannung bleiben, die zwischen Rechtsordnung und Schöpfungsideal benannt ist. Wo die Hartherzigkeit siegt, das wird die Stimme des Herzens am ehesten erfassen.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Unser "Sonntagsblättchen" als PDF

Das Sonntagsblättchen Siebenundzwanzigster Sonntag 2021
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
sonntag-03-10-2021.pdf
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Christian Brünker gestorben

Am 24. September 2021 ist Christian Brünker im Alter von 68 Jahren gestorben. Viele Jahre war er so selbstverständlich mit in unserer Gemeinde. Vielen werden seine ausstrahlende Ruhe, sein waches Interesse für Kultur und sein Humor in Erinnerung bleiben. Lange Zeit hat er als Lektor in unserer Gottesdienstfeier mitgewirkt. Vielen werden in ihrem Gedenken auch Bilder der sich seiner mehr und mehr bemächtigenden Krankheit wach bleiben. Er hat sie - soweit das von außen erkenntlich ist - mit Ergebenheit getragen. Sein Vertrauen auf Gottes Gegenwart in all dem hat er nicht verloren. Wir nehmen von ihm Abschied mit der Messfeier am kommenden Montag um 11 Uhr. Beerdigt wird er anschließend auf dem Friedhof in Bonn-Endenich. Ihm ist die Gemeinde in Dankbarkeit für sein Mitsein auf dem Weg des Glaubens verbunden. Allen, die um seinen Tod trauern, mag der Tröstergeist mitgehender Beistand sein. In jedem dieser Abschiede sind wir erinnert, dass unsere Toten uns nur vorausgegangen sind. Christian Brünker möge nun als Wahrheit erfahren haben, was wir als Hoffnung und Glaube in uns tragen.

 

Matthias Schnegg

 

LYSKIRCHENSonntag

An diesem Sonntag ist dann schon wieder die Kollekte für unsere Kirche - den Bau, der uns über die Geschichte hin übertragen worden ist in unsere Zeit, und die sich hier versammelnde Gemeinde mit dem, was wir z.B. in der Gestaltung der Liturgie und der Lesenächte uns ‚leisten‘ können. Herzlichen Dank für diese über Jahre gehende starke Füllung dieser besonderen monatlichen Kollekte. Sie ist auch ein spürbares Zeichen dafür, dass die sich hier Versammelnden eine Beziehung zu diesem besonderen Kirchenraum und zu dieser so lebendigen Gemeinde haben. Danke sehr - für diese Beziehung und die Lebendigkeit und die (unter den Bedingungen des Lebens auch) materielle Stärkung all dessen.

Gemeindetreff am 10.10.

Wieder einmal spontan und für den Fall, dass es nicht regnet, sind Sie nach dem Gottesdienst am kommenden Sonntag zu einem Gemeindetreffen im Hof eingeladen. Mit einfacher Stärkung an Getränk und Imbiss können wir uns treffen. Das Kostbarste ist das Zusammensein und das Gespräch miteinander. Wer Lust hat, fühle sich dazu herzlich eingeladen - so das Wetter es zulässt. Die Unterkirche ist unter den Pandemiebedingungen für ein Zusammentreffen zu eng.

Kirchenvorstandswahl 2021

Alle 3 Jahre wird der Kirchenvorstand in einer Hälfte neu gewählt. Die kommende Wahl ist am 7. November. Wahlberechtigt sind (leider) nur Mitglieder der Gemeinde, die ihren ersten Wohnsitz auf unserem Gemeindegebiet haben. Das wird der Wirklichkeit der Gemeinden der Altstadt nicht gerecht. Hier sind die meisten sich zur Gemeinde Zählenden nicht wohnhaft im Bezirk der Pfarrgemeinde. Die wenigen dann noch Wahlberechtigten können bis 10. Oktober Einsicht in die Wählerliste nehmen. Diese Listen liegen im Pfarrbüro während der Öffnungszeiten aus. Einsprüche gegen die Liste (wenn man z.B. sich darin nicht findet, obwohl auf dem Gebiet der Gemeinde wohnend) können bis einschließlich 10.10. erhoben werden. Die Frauen und Männer, die sich zur Wahl bereitgefunden haben, sind vom Wahlvorstand auf einer jetzt aushängenden Vorschlagsliste erfasst. Wahlberechtigte haben die Möglichkeit, weitere Kandidatinnen/Kandidaten ergänzend auf die Liste zu bringen. Dazu bedarf es der Unterstützung von 20 wahlberechtigten Gemeindemitgliedern. Sobald die endgültige Vorschlagsliste aushängt, kann Briefwahl im Pfarrbüro beantragt werden.

Wenn es so einfach wäre

Nachklanggedanken zu dem, was uns als Kirche

im Ringen um den rechten Weg gerade bewegt

Die Autorin Esther Vilar hat in ihrem 1982 erschienenen Büchlein ‚Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin‘ auf den Ruf der Menschen nach Freiheit und der Unfähigkeit und Verweigerung vieler Menschen, diese Freiheit in Verantwortung wahrzunehmen, hingewiesen. Sie geht dieses Problem am Beispiel der kulturellen und soziologischen Bedeutung der kath. Kirche an. In ihrer Erzählung hat die Kirche soweit sich der Welt angepasst, dass eine kath. Priesterin aus Amerika durch das Kirchenvolk zur Päpstin gewählt wurde. Die Autorin lässt die Päpstin sich an die ‚Schwestern‘ und die ‚Brüder‘ wenden. Sie zählt ihnen vor, wie sehr die Kirchenleitung sich immer mehr auf die Wünsche und Forderungen der Basis eingelassen hat. In kluger Voraussicht hat E. Vilar die Themen angesprochen, die heute so sehr im Zentrum der theologischen und pastoralen Kirchendiskussion sind. Die Päpstin der Novelle stellt fest: Und obwohl wir den Forderungen der Zeit nachgegangen sind, hat die Kirche mehr und mehr verloren. Als Fazit stellt die Päpstin in Aussicht, alles wieder in den absolutistischen Stand zurückzuversetzen. Die Autorin sieht die Kirche als einen Zufluchtsort derer, die die Verantwortung für ihre Freiheit gerne abgeben möchten.

 

Sie, die bewusst zu keiner Kirche gehört, schrieb: „Ich gestehe gerne, dass mein Plädoyer für die römisch-katholische Variante der christlichen Kirche zumindest zum Teil wieder irrationale Gründe hat. Mein ganz persönliches Gefühl für Ästhetik, meine Vorliebe für alte Traditionen, für bestimmte Denkdisziplin, differenzierte Sprachrhythmen, lateinische Laute, üppiges Dekor, Geheimnis, das alles lässt mich eher zu dieser Kirche tendieren als zur Nüchternheit der Protestanten. Falls ich durch die Umstände gezwungen wäre (nämlich die eigene Freiheit in Verantwortung nicht mehr tragen zu können oder zu wollen, (M.S)), eine Kollektivreligion zu wählen, würde ich mich zweifellos für diese entscheiden.“ (S. 158)

 

Da könnte einer die Frage stellen, ob Jesus Mitglied der römisch-katholischen Kirche wäre...

Esther Vilar: Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin, 1982, Ullstein-Buch

 

 

03.10.2021 - 10.10.2021

 

Siebendundzwanzigster Sonntag

im Jahreskreis*

14.00 Uhr   Taufe Antonia Marie Wieschalla

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Montag:

11.00 Uhr Heilige Messe zur Verabschiedung

von Christian Brünker (um 14.00 Uhr

Beisetzung auf dem Friedhof Bonn-Endenich)

 

Freitag:       

18.00 Uhr   Wortgottesdienst der Gemeinde

20.00 Uhr   Bibelgespräch Online

 

Achtundzwanzigster Sonntag

im Jahreskreis*

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

 


* Wegen begrenzt zugelassener Teilnehmerzahl müssen Sie Ihre Mitfeier der Sonntagsmesse leider bitte bis jeweils Freitag 12 Uhr im Pfarrbüro anmelden: Montag-Mittwoch und  Freitag von 9 – 12 Uhr, Donnerstag von 15 – 18 Uhr Telefonisch: 0221/214615 oder per Mail:
pfarrbuero@lyskirchen.de