Köln, am

heutiger Tag

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
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    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
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Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Informationen zu dem Thema Corona für Lyskirchen
Wir dürfen Gottesdienst feiern - unter Wahrung der Schutzbestimmungen. Hier noch einmal eine Zusammenfassung dessen, was wir darum beachten müssen.
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Rorate, caeli desuper ...

Joseph und Maria auf dem Weg nach Betlehem in der Krippe von Lyskirchen (FOTO: Lyskirchen)
Joseph und Maria auf dem Weg nach Betlehem in der Krippe von Lyskirchen (FOTO: Lyskirchen)

Weitere Bilder der Krippe in Lyskirchen zum 4. Advent 2021 am Ende des "Newsletter" und auf der Seite www.krippe-online.de>>>

Aus dir wird der hervorgehen, der über Israel herrschen soll

 

Lesung aus dem Buch Micha.

 

Jetzt ritze dich wund, Tochter der Trauer! Einen Belagerungswall hat man gegen uns errichtet; sie schlagen mit dem Stock ins Gesicht dem Richter Israels. Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. Darum gibt er sie preis, bis zu der Zeit, da die Gebärende geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder zurückkehren zu den Söhnen Israels. Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein.

Micha 4,14-5,4a

 

 

Siehe, ich komme, um deinen Willen, Gott, zu tun

 

Lesung aus dem Hebräerbrief.

 

Schwestern und Brüder!

Bei seinem Eintritt in die Welt spricht Christus: Schlacht- und Speiseopferhast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir bereitet; an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen. Da sagte ich: Siehe, ich komme – so steht es über mich in der Schriftrolle –, um deinen Willen, Gott, zu tun. Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden; dann aber hat er gesagt: Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun. Er hebt das Erste auf, um das Zweite in Kraft zu setzen. Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Hingabe des Leibes Jesu Christi geheiligt – ein für alle Mal.

Hebr 10, 5–10

 

 

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Lk 1, 39–45

 

 

Verheißung

zu Micha 4,14-5,4a

Aber du, Betlehem-Efrata ...‘  – mit diesen Worten entstehen in uns sogleich sehr vertraute Bilder. Wir sehen die ganze Szene der Weihnachtserzählungen der Evangelisten Matthäus und Lukas. Die Vorstellungen von Maria und Josef, vom Zug nach Betlehem, vom Stall, von der Geburt, den Engeln, den Hirten ... Der Evangelist Matthäus nimmt in seiner Kindheitserzählung ausdrücklich Bezug auf dieses Zitat aus dem Propheten Micha. (Mt 2,6)

 

Dieser Zusammenhang ist auch gerechtfertigt. Wir versuchen, uns diesem Prophetenwort aus dem ausgehenden 8. Jahrhundert vor Christus anzunähern. Am Ende werden wir wohl möglich eine noch tiefere Verbindung zur Heilsbotschaft Jesu finden als den Hinweis auf Betlehem als dem literarischen Geburtsort Jesu.

 

 

Micha gehört in die Zeit der so klaren und sozialkritischen Propheten wie Amos, Hosea oder dem historische Jesaja (1. Teil des Jesajabuches). Die Kritik dieser Gotteskünder ist für uns heute auch erschreckend aktuell. Der Prophet Micha überliefert uns Weherufe gegen die Habsucht, führt im Namen Gottes Drohreden gegen ungerechte politische Machthaber und Richter. Auch habgierige Propheten werden nicht verschont. Eine Drohrede gegen bestechliche Herrscher und Richter, gegen Korruption auf der ganzen Linie spricht Micha aus. Auch die Entsolidarisierung der Gesellschaft ist Thema seiner Reden. Angeprangert sind Egoismus und die Gier nach immer mehr, während andere Schichten des Volkes umso ärmer werden. Rücksichtslosigkeit markiert das Verhalten vieler. Wir werden mit Themen konfrontiert, die uns leider auch nicht nur fremd sind.

 

Der Prophet stellt seine Mahnung in den Kontext der Rechtsordnung Gottes. Alles, was gesellschaftlich aus dem Ruder geraten ist, hat etwas damit zu tun, dass die Werte der Rechtsordnung Gottes nicht mehr anerkannt werden. Wir haben das bereits beim Propheten Zefanja am vergangenen Sonntag gehört. Rechtsordnung Gottes bedeutet vor allem, dass Menschen in ihrer von Gott gegebenen Würde angesehen werden. Anzuerkennen ist, dass jeder Mensch im Angesicht Gottes gleich ist. Daraus hat als Konsequenz das Tun der Gerechtigkeit zu folgen, ohne Übervorteilung, ohne Bemächtigung, ohne Bereicherung auf Kosten der Schwächeren. Wir wissen, dass es diese Verhaltensweisen immer in der Welt gegeben hat und geben wird. Das scheint im Menschsein angelegt zu sein.

 

Der auf Gott bauende Prophet will das nicht tatenlos zur Kenntnis nehmen. Er kann sich mit Resignation und Kapitulation vor den Verhältnissen nicht abfinden. Wir kennen auch heute prophetische Gestalten, die nicht müde werden, Unrecht kompromisslos als solches zu benennen und nach Auswegen der Überwindung zu suchen. Vielleicht nennen wir diese Menschen heute eher Aktivistinnen/Aktivisten für bestimmte Belange.

 

Diese Einordnung der Botschaft des Propheten Micha wird uns helfen, die dann folgende Verheißung – das ist unser Textabschnitt – einordnen zu können. Der erste Vers fasst in einem bewegenden Bild das Elend des Unrechts zusammen: ‚Jetzt ritze dich wund, Tochter der Trauer. Einen Belagerungswall hat man gegen uns errichtet; sie schlagen mit dem Stock ins Gesicht dem Richter Israels.‘ Das Wundritzen ist Ausdruck tiefer innerer Verletzung, die spürlos hat werden lassen für das, was der Mensch an Entwürdigung schon erlitten hat. Dieses Bild steht direkt vor der Verheißung, die mit Betlehem, mit der Davidsstadt, verbunden wird.

 

Der Prophet spricht in Form einer Vision. Er sieht den, der aus der vermeintlich kleinen Sippe Judas, Betlehem, hervorgeht: ‚Aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll.‘ Ein neues Königtum wird entstehen. Das gründet in der Verheißung, die mit David und seinen Nachkommen verbunden ist. Es ist andererseits mit einer anderen Art des Herrschertums verbunden. ‚Er wird auftreten und ihr Hirte sein in der Kraft des Herrn, in der Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes.‘ Diese Proklamation hat heilsame Auswirkungen auf das Leben der Menschen: ‚Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein.‘

 

In vorweihnachtlicher Gestimmtheit hören wir diese Verheißung vermutlich gerne. Wir können vielleicht ausblenden, dass dieses Versprechen die Welt noch nicht grundlegend verwandelt hat. Manche von uns werden sich in der Beschreibung der Unheilszustände in den ersten Kapiteln des Prophetenbuches beheimatet wissen, wider Willen, aber die Wirklichkeit stellt sich uns so dar.

 

Wenn wir diesen Textabschnitt als Ankündigung des Messias lesen, können diese Worte der Zusage des Heiles eine andere Perspektive öffnen. Jesus, der Messias, hat diese Pervertierung der Rechtsordnung Gottes durch sein Leben enttarnt. So sehen wir in der Geburt Jesu die Erfüllung dieser prophetischen göttlichen Verheißung. Die Erfüllung dieser göttlichen Verheißung bleibt nicht bei der Geburt Jesu stehen. Das gesamte Lebenswerk Jesu dürfen wir als Erfahrung und Erfüllung der Vision des Micha sehen. Das Bild des Hirten bringt das Wirken Jesu gut auf den Punkt: Er ist ‚Hirte in der Kraft des Herrn, in der Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes.‘ Die Verkündigung des Neuen Testamentes zeigt uns Jesus als den, der aus der Kraft des gegenwärtigen Gottes lebt. Er ist zudem in seiner Person diese Kraft Gottes. Die ‚Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes‘ bezeugt Jesus als den, der den Namen des Herrn verkörpert. Wer Jesus erlebt, der erlebt das Wesen Gottes – so die Grundüberzeugung der Offenbarung des Neuen Bundes.

 

Wenn wir die Verheißung des Micha weiter als nur in der Eingliederung Jesu in die Davidnachfolge sehen; wenn wir auch nicht einzig auf Betlehem als den theologischen Geburtsort Jesu schauen, dann eröffnet sich die Weite dieser Verheißung des Micha in unsere Beziehung zu Jesus. Gemeint ist vor allem sein Wirken als erwachsenem Mann. Davon künden die Evangelien in ihrer je eigenen Zielrichtung.

 

Es bleibt auch hier nicht bei der mehr oder weniger historischen Dimension unserer Überlegungen. Mag sein, dass wir uns angesichts unserer Weltwirklichkeit schwertun, über eine solche jubelige, heilsgewisse Verheißung des Micha froh zu sein. Manche werden sich auch dadurch blockiert sehen, dass wir als Menschheit immer wieder stecken bleiben in dem, was an Sozialkritik von den Propheten benannt worden ist. Schon im 8. vorchristlichen Jahrhundert!

 

Da bleibt, wider alle gut nachvollziehbare Resignation sich dem Weg Jesu anzuvertrauen. Das hat bis heute die Welt nicht grundheil gemacht. Das hat aber viel Heil bewirkt – überall da, wo Menschen sich dieser Haltung des Hirten Jesus anvertrauen. Manchmal sind es die kleinen Entwicklungen, die wir im eigenen Leben verspüren: Da finden wir uns entschiedener als vorher an der Seite derer, die sich mit den Unrechtsstrukturen einer Wohlstandsgesellschaft nicht abgeben. Da finden wir uns wieder im Eintreten für das Recht der Schwachen, der Armen, der vor Hunger, Unterdrückung und Krieg Flüchtenden. Da finden wir uns wieder im entschiedenen Reden, wo Unrecht herrscht.

 

Weihnachten wird uns nicht den Blick einengen auf ein süßes Kindlein in der Krippe, von dem man sagen wird, dass Gott ein Kind geworden sei. Was manchen Kindern in der Welt zugemutet wird, da möchte man Gott wünschen, dass er nicht Kind sein muss. Gottes Gegenwart in diesem als Mensch geborenen Jesus von Nazareth drängt genau darauf, auf dass Menschen gerne Mensch sein dürften auf dieser Erde.

 

Wir müssen wohl immer wieder neu mit diesen Botschaften der Propheten konfrontiert werden, damit wir nicht desensibilisiert sind auf das hin, was widergöttlich ist. Da ist Jesus der Ermutiger, in aller Begrenzung, aber auch in aller Entschiedenheit aufzutreten ‚in der Kraft des Herrn.‘


Ein gutes Hinwachsen auf diesen Menschen und Heiland Jesus, den Christus Gottes!

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 

Unser "Sonntagsblättchen" als PDF

Das Sonntagsblättchen 4. Advent 2021
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
Sonntag-19-12-2021.pdf
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  • Draufzugehen und feiern

Die Woche vor dem Weihnachtsfest feiern wir jeden Abend um 18 Uhr Hl. Messe im Kerzenlicht. Das unterstreicht den Charakter unserer Suche nach der heilenden Vollendung. Licht in der Finsternis, das sich seinen Raum schaffen muss, aber auch schaffen kann. Die Texte der Lesungen begleiten uns durch diese Zeit auf das Weihnachtsfest hin.

 

Die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr sind Zeit der dankbaren Feier der göttlichen Gegenwart, wie sie sich uns im Menschen Jesus von Nazareth erschlossen hat. Auch in dieser Festwoche feiern wir um 18 Uhr die Hl. Messe. Zur Mitfeier sind mal keine Anmeldungen nötig. Seien Sie herzlich willkommen.

 

  • Anmeldungen zu den Gottesdiensten
    bis 9.1., dem Fest der Taufe Jesu

Da das Pfarrbüro ab 23.12. bis zum 5.1. verdient Ferien macht, bittet Frau Nowakowski um Anmeldungen für alle Gottesdienste der Weihnachtstage, Jahresschluss und Neujahr, Dreikönige und Taufe Jesu bis zum 22.12.

 

Sollten sich Veränderungen Ihrer Planungen (doch an- oder wieder abmelden) ergeben, können Sie entsprechen Kontakt aufnehmen über schnegg@lyskirchen.de oder auch unseren Küster Herrn Kläden oder den Pastor persönlich ansprechen. 

 

  • Äußerer Rahmen zu den Gottesdiensten
    Weihnachten und Jahresabschluss

Die Christmette (24.12.) um 18 Uhr könnten wir mit bis zu 100 Personen feiern. Voraussetzung ist die Anwendung der 3-G-Regelung.


Wir müssen dazu vor Eintritt in die Kirche entsprechende Nachweise überprüfen. Dazu gehört neben dem Genesungs-, dem Impfnachweis oder einer gültigen Testbescheinigung auch der Personalausweis. 

  • Der Einlass ist dann zwischen 16:45 und 17:45 Uhr möglich.

 

  • Gleiche Regelung gilt auch für den Gottesdienst
    zum Jahresschluss (31.12.) um 18 Uhr

Bei allen anderen Gottesdiensten können wir wie sonst sonntags verfahren.

Alle Gottesdienste feiern wir weiterhin mit Maske (nach Möglichkeit FFP2, mindestens aber OP-Maske).§

 

  • Sonntagsblättchen über die Tage hin

Unser ‚Sonntagsblättchen‘ erscheint zu Weihnachten und Neujahr und dann erst zum 9.1. - und dann wieder in regelmäßiger sonntäglicher Folge.

 

 

  • Bibelgespräch Di 21.12. online - auf Weihnachten hin

Herzliche Einladung für Interessierte zu einem Bibelgespräch über die Weihnachtserzählung des Lukasevangeliums. Die Teilnahme geht über den üblichen Link zum freitäglichen Bibelgespräch.

 

Das Gespräch findet wieder von 20 - 21 Uhr statt. (Den Link können Sie auch über

schnegg@lyskirchen.de erfahren.)

 

  • Notel-Adventsaktion

An diesem Sonntag ist die letzte Sammlung für die Notschlafstelle und die Krankenwohnung des Notels. Danke für das, was dort tatsächlich gebraucht wird und gerne angenommen ist: Salami (gerne auch am Stück), Nutella, Süßigkeiten, Nesquik, Zahnbürsten und Deo-Spray. Danke auch für das Viele, das schon an den vorherigen Sonntagen zusammengetragen wurde. Immer wieder berührend, wie herzlich die Verbundenheit mit den Armen sich auch hier zeigt. Danke sehr.

 

  • Das Jahr im Spiegel von Dank- und Bittgebet

Zum Jahresende feiern wir die Hl. Messe um 18 Uhr und nehmen Anliegen des ausgehenden Jahres in unser rückblickendes Gebet. Dankenswerter Weise haben sich bisher schon 10 (von 12) Gebetsanliegen gefunden. Fürbitte ist nicht nur als Bitte möglich, sondern auch als Ausdruck des Dankes für Erlebtes im sich schließenden Jahr. Wer noch eine der noch offenen 2 Gebetsanliegen (als Bitte oder Dank) formulieren mag, ist dazu herzlich eingeladen.

Milieukrippe Lyskirchen Benjamin Marx Matthias Schnegg Krippe Köln

Das zentrale Bild der Krippe hat sich zum 4. Advent verändert. Die weiteren Szenen der Milieukrippe sind erhalten geblieben >>>

Krippenimpressionen zum 4.  Advent 2021

(Foto: Matthias Schnegg)

Auf dem Weg nach Betlehem (Lk 2,3-5)

Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.Er wollte sich eintragen lassen mit M aria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.

19.12.2021 – 26.12.2021

 

Rorate, caeli desuper,

et nubes pluant iustum

4. Advent O radix Jesse

18.00 Uhr Roratemesse
zum 4. Advent 
(bitte mit Anmeldung)

Mit Gebet für die Lebenden und

Verstorbenen der Familien Pastor,

Treiber und Lepentis

 

Montag: 18.00 Uhr          
O clavis David Roratemesse

Dienstag: 18.00 Uhr         
O oriens Roratemesse

Mittwoch:18.00 Uhr        
O rex gentium Roratemesse

Donnerstag:  18.00 Uhr    
O Immanuel Roratemesse

 

Weihnachten 2021

 

Freitag:
18.00 Uhr

Festliche Christmette der Gemeinde

(bitte mit Anmeldung – 3G-Status)

23.00 Uhr Festliche Christmette

in die Heilige Nacht
(bitte mit Anmeldung)

Kollekte: Adveniat

Samstag:     
18.00 Uhr    

Festliche Heilige Messe
zum 1. Weihnachtstag

(bitte mit Anmeldung)

Kollekte: Adveniat

Sonntag:
18.00 Uhr

Festliche Heilige Messe zum 2. Weihnachtstag

(bitte mit Anmeldung)

 


* Wegen begrenzt zugelassener Teilnehmerzahl müssen Sie Ihre Mitfeier der Sonntagsmesse leider bitte bis jeweils Freitag 12 Uhr im Pfarrbüro anmelden: Montag-Mittwoch und  Freitag von 9 – 12 Uhr, Donnerstag von 15 – 18 Uhr Telefonisch: 0221/214615 oder per Mail:
pfarrbuero@lyskirchen.de

PS: Am Donnerstag (09.12.2021) war die Krippe in Lyskirchen das "Streiflicht" auf Seite 1 der Süddeutschen Zeitung

... der Text:

(SZ) Die Milieukrippe in Sankt Maria in Köln-Lyskirchen ist derart außergewöhnlich, dass man sich die ganze Adventszeit dort einmieten möchte. Besonders jetzt in Corona-Zeiten, denn man wäre dort von vielen Menschen aus dem Viertel umgeben, ohne sich der geringsten Ansteckungsgefahr auszusetzen. Die verstorbene ehrenamtliche Küsterin ist da, ein Flüchtling aus Eritrea, ein Junkie aus der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige, aber auch Frau Färber aus dem Veedel rund um die Kirche. Und das Tröstliche: Sie alle sind bloß Krippenfiguren. In den Jahren, die mittlerweile unter die Zeitrechnung der "normalen Jahre" fallen, sind sie alle Teil des gewaltigen Arrangements gewesen, das zur Weihnachtszeit aufgebaut wurde. Die Kulisse bildete ein Konterfei der Kölner Altstadt in den Dreißigerjahren. Es gab einen Stall für alle, aus dem niemand ausgeschlossen wird, Maria und Josef schon mal gar nicht. Dort ist auch Platz für Kuh und Esel, für die Königin von Saba und den König Salomon, die aus südlichen Gefilden eingetroffen sind, also vermutlich aus der Kölner Südstadt, denn in Köln schätzt man alles, was aus Köln kommt.

 

In diesem Jahr wurde aber, wie bereits im vergangenen, die große Szene aufgelöst. Jetzt stehen alle Püppchen, unter Wahrung des Sicherheitsabstandes im Kirchenraum verteilt, ein wenig auf verlorenem Posten wie wir Nicht-Püppchen ja auch. Zum Glück hat sich eine Impf-Schlange gebildet mit Menschen, die einen gelben Impfpass in der Hand halten und sich beim römischen Zahlmeister, der das große RKI-Register handschriftlich befüllt, registrieren lassen. Man sieht schon, in Lyskirchen gehen die Zeiten ein bisschen durcheinander, aber bei einer Sache versteht der Kurator Benjamin Marx keinen Spaß. Auch wenn für das Impfen geworben werden soll, heißt das nicht, dass jemand ausgeschlossen werden darf. "Im nördlichen Seitenschiff haben sich drei Figuren in die Ecke gedrängt. Die symbolisieren die Querdenker", sagt Marx. "Menschen, die vielleicht Angst haben vor dem Impfen."

 

So hat in dieser Panoramakrippe jeder seinen Platz gefunden. Und, bitte: Wo außer in Lyskirchen finden Impfbefürworter und Impfgegner noch in einem der Andacht gewidmeten Raum zusammen, der dann auch ein der Andacht gewidmeter Raum bleibt? Schweigsam stehen die Figuren da, konzentriert und ganz bei sich, die Argumente sind ja auch schon andernorts ausgetauscht worden, die Gegenargumente sowieso. Und für Streit und Geschrei, für die Gesten des Wegwischens und Fortwerfens anderslautender Argumente gibt sich eine Kölner Krippenfigur nicht her. Weihnachten ist auch eine Zeit des stillen Wartens. In erster Linie warten wir auf die Geschenke, in zweiter Linie auf mehr Impflieferungen und zu guter Letzt auf das Ende dieser ganzen elenden Bescherung und ihrer bescheuerten Mutanten.