Köln, am

heutiger Tag

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
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Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben

(Joh 19, 37)

 

Lesung aus dem Buch Sachárja.

 

So spricht der Herr: Über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich einen Geist des Mitleids und des flehentlichen Bittens ausgießen. Und sie werden auf mich blicken, auf ihn, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie bei der Klage um den Einzigen; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint. An jenem Tag wird die Klage in Jerusalem so groß sein wie die Klage um Hádad-Rímmon in der Ebene von Megíddo. An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner Jerusalems eine Quelle entspringen gegen Sünde und Unreinheit.

Sach 12, 10–11; 13, 1

Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in Galátien.

 

Ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. Wenn ihr aber Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben gemäß der Verheißung.

Gal 3, 26–29

Du bist der Christus Gottes. Der Menschensohn muss vieles erleiden

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen. Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. Zu allen sagte er: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

Lk 9, 18–24

 

 

 

 

 

 

Für wen?

zu Lukas 9, 18-24

Für wen die Leute – so auch wir als heute Zuhörende – Jesus halten? Das ist die zentrale Frage, mit der sich unser Evangelienabschnitt befasst. Mehr noch: Er weist auf die Konsequenzen hin, die die Antwort auf diese Frage hat. Es sind Konsequenzen, die uns wie in einem Spiegel aufgezeigt werden. Es wird nicht so leicht sein, uns diese Frage und die Konsequenzen vorhalten zu lassen. Manchmal muten uns die Autoren der Heilsbotschaft schwer anzunehmende Kost zu.

 

Wieder einmal ist es hilfreich, wenn wir bedenken, dass der Evangelist keine Ansammlung von unabhängigen Einzelepisoden geschrieben hat, sondern ein Gesamtwerk. Die Einbindung auch unseres Textabschnittes wird uns das Verstehen erleichtern.

 

Am Anfang des 9. Kapitels erzählt der Evangelist von der Aussendung der Zwölf. Da sind schon Anforderungen zu lesen, die die Radikalität des Engagements für die Sache Jesu erahnen lassen. Aber: ‚Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall‘. (6) Es scheint ermutigend erfolgreich gewesen zu sein. Ein vorgesehener Rückzug gelingt nicht, denn die Leute bekommen mit, wohin Jesus mit seinen Aposteln sich absetzen wollte. Und weil es eben Jesus ist, ‚redete er zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.‘ (11) Und dann geschieht das wunderbare Geschenk der Speisung der 5000! Das ist eine geballte Erfahrung des heilvollen Wirkens Jesu. Wie wunderbar!

 

Zwischen diese Berichte schiebt der Evangelist die Nachfrage des Herodes ein. Der nämlich ‚wusste nicht, was er davon (dem heilvollen Wirken Jesu) halten sollte ... Wer ist dieser, von dem man mir solche Dinge erzählt?‘, will Herodes wissen. Erzählerisch drängt sich also mehr und mehr die Frage auf, mit wem auch wir als Zuhörende es zu tun haben. Und was das bedeutet, wenn wir Jesus zu unserer weltanschaulichen Leitfigur machten?

 

Der Evangelist inszeniert uns mit unserer Perikope Jesus im Kreis der Apostel. Er zeigt Jesus als Betenden. Immer wieder wird damit unterstrichen, dass Jesus nicht als aus eigener Kraft Handelnder verstanden werden will, sondern in untrennbarem, unmittelbarem Kontakt mit Gott Stehender. Die Szene ist dramaturgisch klar: ‚Für wen halten die Leute mich? ... Für wen haltet IHR mich?‘ Die Antworten die Leute mögen sich an die Wahrheit über die Person Jesu herantasten. Entscheidend aber ist das Bekenntnis, das die Gemeinde der Glaubenden auf Jesus hin aussprechen kann. Die Frage an die Apostel ist zu werten als Fragen an die Gemeinde, letztlich auch an jede/n Einzelne/n.

 

Es gibt eine eindeutige Antwort, die der Evangelist übermittelt. In der Person des Petrus folgt das klare Bekenntnis: Du bist der ‚Christus Gottes‘. Ehe wir irgendeine Meinung dazu entwickeln könnten, herrscht Jesus die Zwölf an, wie er sonst die Dämonen anherrscht: ‚Es niemandem zu sagen.‘ Das verblüfft erst einmal, weil er doch gerade das besondere Bekenntnis herausgefordert hat.

 

Da hilft wieder, das Evangelium als zusammenhängendes, aufeinander aufbauendes literarisches Werk zu begreifen. An dieser Stelle der Erzählung könnte das öffentliche Bekenntnis zu Jesus als dem Christus erst einmal gründlich missverstanden werden. In den Vorstellungen der Zeit Jesu ist die Erwartung an den Messias stark politisch geprägt. Der Messias, der Christus, wird die Fremdherrschaft der Römer brechen, wird das Volk Israel zu Eigenständigkeit und Glanz der von Gott Auserwählten führen. Genau diesen Erwartungen wird Jesus nicht folgen. Um diesen Trugschluss an Erwartungen zu entgehen, wird sehr drastisch das Schweigegebot ausgesprochen.

 

Fragen wir uns dann, wann Klartext geredet werden könnte? Wenn das Ziel der Sendung Jesu beschrieben sein wird, dann kann das Bekenntnis zu Jesus als dem Messias Gottes ausgesprochen werden.

 

So schließt sich folgerichtig die erste der drei Leidensankündigungen an: ‚Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tag auferweckt werden.‘ Wir können uns vorstellen, wie heftig die landläufigen Messiaserwartungen enttäuscht werden. Leiden und Messias, Leiden, das die Autoritäten aus Gesellschaft, Priesterschaft und Rechtsgelehrten herbeiführen – das passt überhaupt nicht zu dem, was der Messias ins Volk bringen soll.

 

Was macht eine lukanische Gemeinde, was machen wir als Zuhörende heute mit einer solchen Klarstellung? Wir haben es nicht leicht mit dem ‚muss‘, das ausgesprochen wird. Für die Glaubenden der ersten Generationen wird das Geschick Jesu hinnehmbarer, indem sich darin der Wille, der Heilsplan Gottes zeigt. Das müssen wir auch erst einmal so stehen lassen. Einleuchtend ist, dass die aufgeführten Autoritäten das Leben Jesu als Bedrohung wahrnehmen mussten. Jesu Art, Gott zu verkünden, Jesu Anspruch, dadurch das eigentliche (und nicht das von religiösen Institutionen überformte) Bild vom Wesen Gottes zu offenbaren, all das hat die Autoritäten gegen Jesus aufgebracht. Die Bedrohung ihrer Gottesbemächtigung und damit auch ihres Anspruchs auf Wegweisung für die Gläubigen haben sie Jesus verwerfen und dem Todesurteil übergeben lassen.

 

Der Hinweis auf den dritten Tag kündet das eigentliche Ziel des Heilsplanes an. Der dritte Tag gilt als Motiv der Hilfe, die nach einer erlittenen Notlage von Gott kommt. Die Auferweckung beglaubigt das Werk Gottes als Heilswerk. Jesu Vertrauen in Gott und Zeugnis vom Wesen Gottes finden ihr Ziel in der Auferweckung Jesu zur ewigen Gottesgemeinschaft.

 

Was bedeutet ein solches Bekenntnis für die, die sich für die Gestaltung ihres Lebens auf den Weg Jesu einlassen mögen? Das Evangelium lässt an dieser Stelle keinen Zweifel daran, dass das Schicksal Jesu auch das Schicksal derer sein kann, die sich auf ihn mit ihrer Existenz einlassen. Die Eindeutigkeit, mit der Jesus in der Welt ist, die Eindeutigkeit an der Seite der Armen, die Eindeutigkeit des Vertrauens auf Gott – all das kann leicht zu negativen Reaktionen der Umwelt kommen. Wenn das bei uns derzeit auch nicht zum Martyrium führt, so haben wir eine Vorstellung, dass ein entschiedenes Leben nach den Prinzipien Jesu Widerstand hervorrufen kann. Die Kritik grenzenlosen Vertrauen in die Gesetze des Kapitals birgt politischen Sprengstoff. Die eindeutige Partnerschaft an der Seite der Entrechteten, der vor Gewalt, Krieg und Hunger Geflüchteten ist gesellschaftlich nicht selbstverständlich. Das Eintreten für Grundrechte aller Menschen ist auch nicht selbstverständlich. Wir können uns also leicht ausmalen, was eine radikale Entschiedenheit für den Weg Jesu bedeuten kann.

 

In der Erzählung des Lukasevangeliums wendet sich Jesus im Folgenden nicht mehr nur an die Apostel, sondern an alle: ‚Zu allen sagte er: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.‘ Die Selbstverleugnung meint eine Absage an die Selbstverwirklichung im Sinne des um das eigene Ego kreisenden Denkens und Handelns. Nicht der eigene Nutzen steht im Vordergrund, sondern der Blick, der sich aus der Perspektive des Anderen, des Gemeinwohls, der Blickrichtung Jesu ergibt. Ein so eingerichteter Blick wird täglich durchkreuzt werden können. Das Kreuz auf sich zu nehmen wird da zum Symbol für das Unverständnis, die Anfeindung, die Ausgrenzung um der Entschiedenheit für das Evangelium willen werden.

 

Der folgende Weisheitsspruch gibt zu denken: ‚Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es retten.‘ Dieser Satz lässt sich nur verstehen auf dem Hintergrund der Beschreibung, was ‚das Leben‘ meint. In der Überzeugung Jesu ist ‚das Leben‘ ein Leben nach der Weisung Gottes. Das Ziel und die Erfüllung des Lebens ist die Einheit mit Gott zu finden – nicht erst im Jenseits, sondern auch im irdischen Dasein. Einheit mit Gott gestaltet sich eben, indem wir lernen, hinter Jesus herzugehen, auf die Welt, auf das eigene Leben, auf unsere Aufgaben in der Welt aus dem Maß Jesu zu schauen. Dann kann es sein, dass wir in den Augen des Maßes der uns geläufigen Welt Lebensqualität einbüßen. Der Verzicht auf diese Maße der Lebensgestaltung wird uns dem göttlichen Leben näher bringen, wenn wir uns mit unserer Lebensgestaltung am Maße Jesu, ‚um seinetwillen‘, orientieren. Es bleibt ein lebenslanger Prozess. Manchmal beglückt es uns, dem Maße Jesu mehr getraut zu haben als den gängigen Lebensmaximen.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Unser "Sonntagsblättchen" als PDF

Das Blättchen vom Sonntag 19. Juni 2022
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
sonntag-19-06-2022.pdf
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Bericht von der Gemeindeversammlung zum anstehenden Übergang in der Gemeindeleitung

Gemeindeversammlungen wurden bisher immer einberufen, wenn jemand ein Thema hat, das sie/er in der Gemeinde besprochen sehen will. Da die Pensionierung des Pastors ansteht (mit 75 müssen die Priester aus dem aktiven Dienst ausscheiden) gilt es, den Übergang zu einer neuen Gemeindeleitung zu gestalten.

 

Die Versammlung fand ein breites Echo. In wertschätzender Weise haben die Anwesenden verschiedene Aspekte des anstehenden Wechsels miteinander ausgetauscht.

Drei Themenschwerpunkte wurden besprochen:

1. Was bewegt die Einzelnen im Blick auf den Übergang?

2. Wie kann der Übergang gestaltet werden?

3. Welche Themen nehmen wir zum vertiefenden Bedenken mit bis zur nächsten Gemeindeversammlung?

1. Was bewegt die Einzelnen im Blick auf den Übergang?

Trauer als Patin des Abschiedes

Der Übergang löst Trauer aus - die angemessene Reaktion auf Abschiede. Manchen ist diese Gemeinde eine stärkende Quelle für das Leben und die Arbeit. Daher bringt ein Wechsel auch Verunsicherung und teils abwartende Haltung auf das Neue mit sich.

 

Die Trauer wird dennoch nicht als Hinderung zur Öffnung auf einen neuen Abschnitt im Werden der Gemeinde gesehen.

Bleibender Entwicklungsprozess

Hoffnung wird mit dem Wechsel verbunden, dass die bisherige Entwicklung der Gemeinde nicht stehen bleibt, sondern sich neue Wege weiter eröffnen. Die vergangenen 22 Jahre sind ein Abbild eines fruchtbaren Entwicklungsprozesses, der durch das Ausscheiden des bisherigen Gemeindeleiters nicht abbricht.

Willkommen den Neuen

Niemand verstellt den Blick auf die Wirklichkeit, dass Zeiten zu Ende gehen. Unter neuen strukturellen Bedingungen und neuen Leitungspersonen stehen zwangsläufig Veränderungen an. Die Versammlung verschließt sich den nötigen Veränderungen nicht und heißt die neuen Priester willkommen.

Das Erbe

Die Gemeinde bringt ein ‚Erbe‘ an Erfahrungen über 22 Jahre Entwicklung an diesem Ort ein. Sie möchte von diesen Erfahrungen und Erkenntnissen weitergeben. Sie möchte aber auch die Impulse aufnehmen, die von neuen priesterlichen Verantwortlichen aus deren Erfahrungsschatz eingebracht werde.

 

Ansonsten wird angestrebt, miteinander die Weiterentwicklung zu gestalten. Es hat sich bewährt, der Eingabe des Geistes zu trauen und das je neu Erkannte weiterhin auf dem Prüfstand zu lassen, ob das Beschlossene tatsächlich ‚des Geistes‘ ist oder war.

Was Lyskirchen ausmacht und bewahrt sein will.

Gemeinschaft im Blick

Betont wird der Wunsch, dass sich die Gemeinde nicht aus dem Blick verlieren möge! Sie ist vielen eine tragende Gemeinschaft der miteinander Glaubenden: „Ich fühlte mich erkannt, wahrgenommen, eingeladen.“

 

Lyskirchen ist ein Ort der offenen Türen, die Symbol für die Grundhaltung sind, dass alle sich hier willkommen geheißen wissen. Das meint unterschiedlichste Lebensbiographien, unterschiedlichste Erfahrungen auch mit und in oder außerhalb der institutionalisierten Kirche.

 

Lyskirchen wird als Ort erlebt, viele Dinge gelernt zu haben, die guttun.

Diakonische Bindung

Von mehreren ausdrücklich benannt: Unverzichtbar ist die Verbundenheit mit dem Notel - als Teil des diakonischen Auftrages, den die Gemeinde für sich erkannt und aufgenommen hat.

Liturgische Prägung

Die Liturgie hat eine besondere Ausprägung gewonnen - u.a. durch die bewusste und unterscheidbare Prägung der Zeiten des Kirchenjahres.  Die gemeinsame Feier und die Verkündigung sind Stärkung und Ermutigung für die konkrete Lebenssituation.

 

Wesentlich zur Gestaltung der Liturgie gehört die musikalische Tradition, die sich hier u.a. durch die mehrstimmigen liturgischen Gesänge entwickelt hat. Form und Inhalt der Liturgie sind als Einheit erlebt. Die Entwicklung der Liturgie zu ihren theologisch begründeten Wesenselementen hin hat die Erfahrung geschenkt, dass die feiernde Gemeinde Zelebrantin der Liturgie ist, in der der Priester die Funktion des Vorstehers der Versammlung ausfüllt.

 

Erwünscht ist die Fortführung des von Gemeindemitgliedern verantworteten und geleiteten Wortgottesdienst an den Freitagen.

 

Die Gottesdienstzeiten sonntags 18/19 Uhr mögen als bewährte Zeit bleiben.

 

Ein Blick in Zukunftsperspektiven wurden in der Versammlung auch gewagt: Heute verantworten und leiten Gemeindemitglieder freitags den Wortgottesdienst - in 5 oder 10 Jahren vielleicht auch den Sonntagsgottesdienst?

 

Eine Erfahrung aus Basisgemeinden in Südamerika, in denen Gemeinden zur Eigenverantwortung gefunden haben, in denen der Priester willkommen, aber zum Leben der Gemeinde nicht zwingend nötig ist.

Der Raum

Kirchenraum, ästhetische Gestaltung des Raumes und die Art der Feier der Liturgie bilden eine Einheit und schaffen so einen geistlichen Raum, in dem sich gut sein lässt. Daher ist die Pflege des Raumes auch in seiner geistlichen Ästhetik bewahrenswert.

Bedeutung der Hl. Schrift

Erwünscht ist, dass die an die textnahe Auslegung der Hl. Schrift gebundene Verkündigung bestehen bleibt z.B. in der Predigt. Die intensive Beschäftigung mit der Bibel ist eine wesentliche Entwicklungs- und Beziehungskraft der Gemeinde.

Pastoralkonzept

Es wird als Vorzug gesehen, dass es kein festgelegtes Pastoralkonzept gibt. Stattdessen geht es um das Hören der Gemeinde und um das Gespür, was wann dran war, wozu die Zeit reif war. Dazu gehört ebenso die bleibende Bereitschaft, diese Erkenntnisse immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, ob das Beschlossene und Praktizierte weiterhin stimmt, ‚des Geistes‘ ist. Das ist das Pastoralkonzept: Offen und wach zu bleiben für das, was der Geist einzelnen Gemeindemitgliedern zu Wohl und Aufbau der Gemeinde mitgibt.

Kommunikationsebenen mit neuen Mitverantwortlichen

In der Versammlung wird der Vorschlag unterbreitet, ein Gremium (vergleichbar einem PGR) zu wählen, in dem Einzelne der Gemeinde Mittler zwischen der Gemeinde und den priesterlichen Verantwortlichen sein könnten.

 

Das Instrument der Gemeindeversammlung als Kommunikationsforum hat sich in der Vergangenheit als geeignete Möglichkeit der themenbezogenen Beteiligung aller Interessierten aus der Gemeinde erwiesen. Es ist die unmittelbarste Möglichkeit der Verständigung und Abstimmung. Es wird auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Wie weit andere Strukturen der Verbindung von Gemeinde zu den leitenden Priestern sinnvoll sein können, wird die Zukunft zeigen.

2. Wie kann der Übergang gestaltet werden?

Die Versammlung empfindet es als ein positives Signal des Bistums, dass neben dem leitenden Pfarrer überhaupt noch ein Seelsorger vorgesehen ist, der für diesen Ort als Seelsorger bereit ist und hier auch in der Regel dem Gottesdienst vorstehen wird. Die Verlässlichkeit des Vorstehers hat in der Vergangenheit entscheidend zum Werden der Gemeinde beigetragen.

 

Vorherrschend ist die Zuversicht, dass es mit ‚den Neuen‘ gut werden kann. Es gibt keine starre Erwartungshaltung. Es geht nicht um ein Erhalten, sondern ein weiteres Werden.

 

Die Priester werden als Mitgehende auf dem Weg des Glaubens der Gemeinde ausdrücklich willkommen geheißen.  Sie werden neue Impulse für die weitere Entwicklung einbringen.

 

Es gilt, der Geistkraft zu trauen. Tradition und Erbe sind kostbar, wollen aber immer wieder in die Gegenwart übersetzt sein.

 

Eine Anregung aus der Versammlung: Kleine Gruppen können sich in Zukunft bilden, die einzelnen Aspekten wie der Musik oder des Bibelkreises nachgehen.

 

Bedenkliches

Vorgaben des Bistums durch Strukturveränderungen werden befürchtet. Hier wird die Bitte geäußert, dass die Gemeinde dynamisch bleiben kann - im Gestalten ebenso wie im Lernen durch Fehler. Als schwierig wird angesehen, dass zukünftig nicht nur eine Person als Leiter und Seelsorger der Gemeinde da ist, sondern die Aufgaben auf zwei Personen verteilt sind. Es ist auch anzustreben, dass der Seelsorger baldmöglichst am Ort wohnt.

 

Der realistische Blick auf die Altersstruktur derer, die zur Gemeinde zählen, darf nicht außer Acht gelassen werden.

3. Welchen Themen nehmen wir zum vertiefenden Bedenken mit bis zur nächsten Gemeindeversammlung?

  • Lasst uns weiterhin dem Geist Gottes trauen.
  • Die neuen Pfarrer teilhaben lassen an unseren reichen Erfahrungen, aber auch die reichen Erfahrungen der beiden Pfarrer als Gemeinde aufnehmen.
  • Dankbarkeit, Brüder und Schwestern im Glauben zu haben, mit denen ich den Glauben so teilen kann.
  • Auch die Tradition dieses Ortes ist uns nicht als Museum gegeben, sondern sie auf unsere jeweilige Gegenwart hin dynamisch sein lassen.  

Nachfolgetermin der Gemeindeversammlung:

18.9.2022, 16.30 - 18.00

Nach den Sommerferien wird es diese weitere Gemeindeversammlung geben, an der der neue Subsidiar für unsere Gemeinde, Spiritual Pfr. Neukirchen, und der leitende Pfarrer Dr. Meiering teilnehmen werden.

 

  • KollektenDank

Endergebnis Renovabis: 1408,50 € können wir nach Sichtung der Überweisungen auf das Konto der Kirchengemeinde dem Hilfswerk Renovabis überweisen. Herzlichen Dank allen, die diese Summe zusammengetragen haben!

 

Herzlichen Dank auch für das wieder so großzügige Geschenk zum LYSKIRCHENSonntag für den Monat Juli. 1.113,00 € haben wir zusammentragen können!§

 

  • Sorge ums liebe Geld

Mit dieser Nachricht gilt es von Herzen Dank zu sagen den beiden Herren, die seit 15 Jahren sich um die ordnungsgemäße Versorgung der Kollekten wohl verdient gemacht haben: Herr Herbert Nolden und Herr Hans-Joachim Zorn haben über diese vielen Jahre treu die Gelder gezählt und zur Bank gebracht, auf dass diese Spendengelder umgehend ihrem Verwendungszweck zugefügt werden konnten. Es ist ein sehr verantwortungsvoller Dienst. Ich bin sehr dankbar, dass beide Herren mit großer Selbstverständlichkeit und Beständigkeit diese Sorge ums liebe Geld getragen haben.

 

Nun stellt die Bank mit Anfang Juli die Möglichkeit der Einzahlung von Münzgeld ein, so dass ein anderes Verfahren der Einzahlung der Kollekten nötig geworden ist. Mit dieser Umstellung baten die beiden Herren, von dieser Aufgabe entlastet zu werden. Daher herzlichen Dank für so viele Jahre des treuen und verantwortungsvollen Dienstes für die Gemeinde!!

12. Sonntag im Jahreskreis

vom 19.06.2022 – 26.06.2022

 

Sonntag:

19.00 Uhr   Heilige Messe der Gemeinde

Sechswochenamt Hans Peter Kläden

Anschließend Gemeindetreff im Pfarrgarten

 

Freitag:     

18.00 Uhr   Heilige Messe der Gemeinde

zum Fest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers

20.00 Uhr   Bibelgespräch Online

 

Samstag:   

14.00 Uhr   Taufe Jaron Geimer

 

Sonntag:    

19.00 Uhr   Heilige Messe der Gemeinde