Köln, am

heutiger Tag

 

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    in der Zeit von
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    IN LYSKIRCHEN:

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Informationen zu dem Thema Corona für Lyskirchen
Wir dürfen Gottesdienst feiern - unter Wahrung der Schutzbestimmungen. Hier noch einmal eine Zusammenfassung dessen, was wir darum beachten müssen.
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Gaudete

Stern und Kreuz in der Krippe von Lyskirchen (FOTO: Lyskirchen)
Stern und Kreuz in der Krippe von Lyskirchen (FOTO: Lyskirchen)

… die Prophezeiung der Königin von Saba „das Kreuz der Erlösung“ und der „Stern des Bileam“'NICHT'-Gläubige verkünden das Heil am 3. Advent in der Krippe von Lyskirchen:
GAUDETE, Freuet EUCH ….

Weitere Bilder der Krippe in Lyskirchen zum 3. Advent 2021 am Ende des "Newsletter"

Dein Gott jubelt über dich und frohlockt

 

Lesung aus dem Buch Zefánja.

 

Juble, Tochter Zion! Jauchze,

Israel! Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten. An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken! Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, er schweigt in seiner Liebe, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.

Zef 3, 14–17 (14–18a)

Der Herr ist nahe

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi.

 

Schwestern und Brüder!

 

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.

Phil 4, 4–7

Was sollen wir also tun?

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit fragten die Leute Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso! Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und fragten ihn: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Misshandelt niemanden, erpresst niemanden, begnügt euch mit eurem Sold Das Volk war voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.

Lk 3, 10–18

Zur Freude hin

zu Zefanja 3,14-17

Zefanja ist kein Prophet, der unbedacht vor sich hin jubeln möchte. Er nimmt seine Umwelt sehr feinsinnig wahr. Er tritt entschieden auf, was ihm nicht nur Freunde beschert. In all dem verliert er nicht die Kraft der Vision von einer gottgerechten Welt, die großen Grund zur Freude gibt.

 

Wir begegnen in Zefanja wieder einem Propheten, der im 7. vorchristlichen Jahrhundert seinen Dienst tat. Er hatte einen scharfsinnigen Blick auf die gesellschaftlichen und religiösen Umstände seiner Zeit. Wir werden berührt sein von dem, was den Propheten antrieb, sich für soziale und kultische Erneuerung unter dem König Joschija (630-620) einzusetzen. Wenn wir das ganze, kurze Prophetenbuch lesen, werden wir Zeugen eines verheerenden Strafgerichtes Gottes gegen alle, die politisch, wirtschaftlich und religiös sich der schwächeren Menschen bemächtigen. Die Beschreibung der Zustände lässt ahnen, was da vor den Augen der Gerechtigkeit Gottes zu Gericht steht: ‚Wehe, trotzige und schmutzige, gewalttätige Stadt! Sie will nicht hören und nimmt sich keine Warnung zu Herzen. Sie verlässt sich nicht auf den Herrn und sucht nicht die Nähe ihres Gottes. Ihre Amtsträger in ihrer Mitte sind brüllende Löwen. Ihre Richter sind Abendwölfe, die morgens Knochen malmen. Ihre Propheten sind Schwätzer, treulose Männer. Ihre Priester entweihen das Heilige, tun der Weisung Gewalt an ... Doch der Böse kennt keine Scham.‘ (3,1-5)

 

Wir werden nicht ganz unberührt diese Worte hören. Wir formulierten es anders. Wir sehen aber, dass hier Zustände beschrieben werden, die uns nicht gänzlich fremd sind. Wir sehen die stetig weiter auseinandergehende Schere von arm und reich. Wir kennen die Rücksichtslosigkeit, mit der ökonomische Monopolisten die Spielregeln der Beherrschung und Ausbeutung bestimmen können. Wir spüren die ungute, kompromisslose Härte mancher politischer Auseinandersetzung. Politik geschieht nicht nur auf der parlamentarischen Ebene. Politischen Äußerungen bis hin zum offenen Hass begegnen wir auch außerhalb. Die Krise der Kirche hat etwas mit dem Verständnis absolutistischer Macht der Leitenden zu tun. So unterschiedlich die jeweiligen zeitgeschichtlichen Begebenheiten sind, so kann uns die Botschaft aus dem 7. vorchristlichen Jahrhundert auch heute zum Nachdenken bringen.

 

Religiös haben sich in der Schau des Zefanja die Oberschichten in einem praktischen Atheismus eingerichtet. Gott spielt – außer als kultischer Feiergegenstand – für das konkrete Leben keine Rolle. Gott ist aus der Welt, wie die Formulierung verrät, die der Künder den Oberschichten in den Mund legt: ‚Der Herr wirkt weder Gutes noch tut er Böses.‘ (1,12)

 

Der Prophet prangert mit scharfer Kritik diese ungerechten Lebensumstände an. Er bekundet, dass JHWH, der Schutzgott der Armen und Schwachen, sich das nicht bieten lassen kann und wird. Das soziale Unrecht hat seine Ursache in der Geringachtung der Weisung Gottes – des Gottes, der auf der Seite der Armen zu suchen ist. Gottesverharmlosung und Ungerechtigkeit stehen in engem Zusammenhang. Es gibt ein Sprichwort, das das so ausdrückt: ‚Wo kein Gott, da kein Gebot.‘

 

Auch hier werden wir nachsinnen, was solche prophetischen Äußerungen in unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit ausdrücken.

 

Der Prophet Zefanja kündet in seinem Auftreten ein radikales Gericht an. Dramatisch die Darstellung des Schlachtopferfestes als Gericht über die Oberschichten Jerusalems (1,7-13). Da sind in dieser prophetischen Vision die Großen der Welt selbst die zu opfernden Schlachttiere. Die äußerste Dramatik bezeugt nur, wie verheerend die ungerechte und gottgelöste Lage ist.

 

Bleibt aber zu unterstreichen, dass dieses Gericht nicht die Vernichtung, sondern die Läuterung, die Umkehr bewirken will. Wie so oft bei prophetischen Worten: Sie müssen nicht benennen, was gewiss so passieren wird. Sie sind wie ein letzter Aufruf, die Lebensumstände zugunsten der Gerechtigkeit und des ehrlichen Glaubens zu verändern. Manchmal haben Mahnungen sogar Wirkung. Oft aber nicht, weil es so unvorstellbar erscheint, dass man von Privilegien, von Macht, von Wohlstand, von Besitz Abstand nehmen könnte, um Unheil zu verhindern. In unserer Lebenslage sehen wir in politischen wie ökonomischen wie kirchlichen Zusammenhängen, wie mühsam solche Prozesse in Gang kommen – wenn es denn überhaupt nachhaltig gelingt.

 

So endet das kleine Zefanja-Buch mit einer Vision der neuen, der durch die Gerichtserfahrung geläuterten Welt. Der Prophet ist nicht sicher, dass alle die Umkehr, die Neuorientierung ihrer Lebensgewohnheiten fertigbringen. Nach des Künders Einsicht werden es vornehmlich die Armen und Schwachen sein, die die Basis des erneuerten Volkes Gottes sein werden. Sie sind es, die Gott den Platz in ihrem Leben geben, den die anderen durch ihren praktischen Atheismus Gott nicht mehr zugestanden. Wie das aussehen kann? Gott ermöglicht den Neuanfang: ‚Du brauchst dich nicht mehr zu schämen wegen all deiner schändlichen Taten, die du gegen mich verübt hast. Ich entferne aus deiner Mitte die überheblichen Prahler ... Ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk. Sie werden Zuflucht suchen beim Namen des Herrn als der Rest von Israel.‘ (3,11-13)

 

Dann folgt die beglückende Vision, unser Lesungstext. Jubel und Freude sind angezeigt. Jubel, weil das Gericht der Läuterung Früchte trägt – vor allem für die, die unter der Macht der Oberschichten leiden mussten: ‚Der Herr hat deine Feinde zur Umkehr gezwungen.‘ Die tiefe, zum Leben ermutigende Freude besteht darin, dass Gott wieder seinen Platz in der Mitte der Menschen gefunden hat: ‚An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken! Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt.‘

 

Wie sehr es in der Kündung des Propheten auch um Gottes Sehnen nach Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen geht, zeigt die Freude Gottes. Seine Freude, sein Jubel wird gleichermaßen besungen, denn Einheit, Gerechtigkeit, Heil, gelingendes Leben, Frieden kann nur da sein, wo Gott und Mensch einander wiedergefunden haben. So lässt das Prophetenwort erklingen: ‚ER freut sich und jubelt über dich, er schweigt in seiner Liebe, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.‘ Ein inniges Zusammengehören, in dem die Liebe alles schweigen lässt, was aus Vergangenheit als Vorwurf denkbar wäre.

 

Vermutlich haben wir es nicht nur leicht mit diesem Prophetenwort. Wie weit wir fähig sind zu läuternder Neuorientierung – wir werden es je eigen beantworten müssen. Wie weit wir uns auch in den Dunstkreis eines eher praktischen Atheismus wiederfinden? Welchen Einfluss hat Gott in unserem Alltagsleben – jenseits der kultisch-rituellen Praxis? Wir werden auch skeptisch nachsinnen, wenn wir die unser Zusammenleben zerstörenden Elemente als Mahnung Gottes verstehen sollten. Ein Gott, der so eingreift, dass Unheilserfahrungen wie läuterndes Gericht zu denken sei? Die Weltdeutung aus den Kenntnissen der Aufklärung macht es uns nicht einfacher.

 

Es bleibt die Anregung, die Fehleranzeige bestimmter ungerechter Haltungen und Strukturen entschieden wahrzunehmen und aus dieser Wahrnehmung ins Handeln zu kommen. Da spielt die weltanschauliche Sicht aus dem Glauben an Gott und aus der Lebensanweisung des Jesus von Nazareth tatsächlich eine entscheidende Rolle. Es ist nicht beliebig, ob Gott und seine Repräsentanz in Jesus mit entscheiden, was wir wie tun, was wir unterlassen, was wir geschehen lassen.

 

Die Vision am Ende, die alles so schön ausgehen lässt, ist in der Überzeugung des Propheten keine Vertröstung. Diese Vision lockt als Ziel, woraufhin unsere Lebensgestaltung eine Sicherheit, eine Standfestigkeit findet. Dass das Jubel und Freude bringt, weil Gott so sicher in der Mitte erlebt wird, das ist eine Einladung, sich auf diesen Weg zu machen. Es wird nicht nur der ‚Hl. Rest‘ derer sein, die sich für den eigentlichen Gläubigen halten. Da den Weg zu finden, der diese Freude eröffnen wird, das wird unsere Aufgabe sein. Vielleicht haben wir es für uns schon längst so gefunden.

Grund zur Freude, Grund zu Dankbarkeit.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 

Unser "Sonntagsblättchen" als PDF

Das Sonntagsblättchen 3. Advent 2021
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
Sonntag-12-12-2021.pdf
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  • Jahresabschluss-Gebetsanliegen

Inzwischen haben bereits 3 Mitglieder der Gemeinde eine Fürbitte für die Messfeier zum Jahresschluss angemeldet - Gebete zum interreligiösen Dialog, für die Alten und Kranken, zum Licht des Glaubens. Ins Gebet kommen Anliegen, die uns im ausgehenden Jahr bewegt haben. Symbolisch für jeden Monat des Jahres sind 12 Gebetsanliegen vorgesehen. So Sie ein Anliegen ins Gebet bringen möchten, ist das sehr willkommen. Die Form dieser Bitte schließt sich den Großen Fürbitten der Karfreitagsliturgie an: Zuerst wird das Gebetsanliegen benannt. Die Gemeinde macht dieses Anliegen zu ihrem Gebet, indem sie das Kyrie singt. Dann folgt das eigentliche Gebet.

 

Wenn Sie bereit sein mögen, eine solche Fürbitte zu formulieren oder Fragen zu diesen Jahresabschluss-Fürbitten haben, bin ich gerne für Sie ansprechbar - u.a.  schnegg@lyskirchen.de .

 

  • Predigt - Werkgespräch

Das Kath. Bildungswerk bietet wieder einen Workshop an: Predigt-Werkgespräch mit Matthias Schnegg, Pfarrer in St. Maria Lyskirchen Köln Di., 14. Dezember 2021, 17.30-18.30 Textliche Grundlage des Predigt-Werkstatt-Gesprächs ist dieses Mal der alttestamentlicher Lesungstexte zum 4. Advent. Nach einer Hinführung des Referenten zu seinen ersten Gedanken, Fragen, Problemstellungen hinsichtlich der Texte und Vorüberlegungen für die Predigt sind die Teilnehmer/innen eingeladen, darüber ins Gespräch zu kommen. Wegen der Pandemie findet dieser Workshop wieder online statt. Anmeldung dazu bitte über: http://www.bildungswerk-koeln.de/ 

 

  • Notel - Adventsaktion

Willkommen sind Salami (gerne auch am Stück), Nutella, Süßigkeiten, Nesquik, Zahnbürsten und Deo-Spray. Entsprechender Korb steht wieder am Eingang der Kirche. Danke für Ihre Geschenke für den Alltagsgebrauch in Notschlafstelle und Krankenwohnung für obdachlose Drogenabhängige.

 

  • Krippen- und Kirchenempfang

Auch in diesem Jahr kommen immer wieder Menschen in unsere Kirche, um die Kirche und in dieser Zeit auch besonders, um die Krippenfiguren anzuschauen. Wohltuend wird dann vermerkt, dass ab und an Frauen und Männer aus der Gemeinde da sind, die einen willkommen heißen. Auf Abstand ist es auch möglich, die ein oder andere Erklärung zu geben.

 

Wer da mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. In diesem Jahr ist die Besetzung dieses Dienstes (vermutlich auch wegen der Pandemie) noch recht klein. Wer dennoch Interesse hat, mitzumachen, melde sich bitte.

 

  • KollektenDank

Am vergangenen Sonntag haben wir 763,50 € zum LYSKIRCHENSonntag zusammengetragen. Von Herzen Dank für auch dieses wieder so große Zeichen der Verbundenheit.

Krippenimpressionen zum 3.  Advent 2021

(Foto: Matthias Schnegg)

… die Prophezeiung der Königin von Saba „das Kreuz der Erlösung“ und der „Stern des Bileam“ … 'NICHT'-Gläubige verkünden das Heil am 3. Advent in der Krippe von Lyskirchen:
GAUDETE, Freuet EUCH ….

12.12.2021-19.12.2021

 

Gaudete in Domino semper

3. Advent

18.00 Uhr Roratemesse
zum 3. Advent*

3. Jahrgedächtnis Carlheinz Beusch Mit Gebet für die Lebenden und Verstorbenen der Familien Beusch und Henk

 

Freitag:        O sapientia

18.00 Uhr     Roratemesse der Gemeinde

20.00 Uhr     Bibelgespräch Online

 

Samstag:      O Adonai

18.00 Uhr     Roratemesse der Gemeinde

 

Rorate, caeli desuper,

et nubes pluant iustum

4. Advent

18.00 Uhr Roratemesse
zum 4. Advent*

 


* Wegen begrenzt zugelassener Teilnehmerzahl müssen Sie Ihre Mitfeier der Sonntagsmesse leider bitte bis jeweils Freitag 12 Uhr im Pfarrbüro anmelden: Montag-Mittwoch und  Freitag von 9 – 12 Uhr, Donnerstag von 15 – 18 Uhr Telefonisch: 0221/214615 oder per Mail:
pfarrbuero@lyskirchen.de

PS: Am vergangenen Dienstag war die Krippe in Lyskirchen das "Streiflicht" auf Seite 1 der Süddeutschen Zeitung

... der Text:

(SZ) Die Milieukrippe in Sankt Maria in Köln-Lyskirchen ist derart außergewöhnlich, dass man sich die ganze Adventszeit dort einmieten möchte. Besonders jetzt in Corona-Zeiten, denn man wäre dort von vielen Menschen aus dem Viertel umgeben, ohne sich der geringsten Ansteckungsgefahr auszusetzen. Die verstorbene ehrenamtliche Küsterin ist da, ein Flüchtling aus Eritrea, ein Junkie aus der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige, aber auch Frau Färber aus dem Veedel rund um die Kirche. Und das Tröstliche: Sie alle sind bloß Krippenfiguren. In den Jahren, die mittlerweile unter die Zeitrechnung der "normalen Jahre" fallen, sind sie alle Teil des gewaltigen Arrangements gewesen, das zur Weihnachtszeit aufgebaut wurde. Die Kulisse bildete ein Konterfei der Kölner Altstadt in den Dreißigerjahren. Es gab einen Stall für alle, aus dem niemand ausgeschlossen wird, Maria und Josef schon mal gar nicht. Dort ist auch Platz für Kuh und Esel, für die Königin von Saba und den König Salomon, die aus südlichen Gefilden eingetroffen sind, also vermutlich aus der Kölner Südstadt, denn in Köln schätzt man alles, was aus Köln kommt.

 

In diesem Jahr wurde aber, wie bereits im vergangenen, die große Szene aufgelöst. Jetzt stehen alle Püppchen, unter Wahrung des Sicherheitsabstandes im Kirchenraum verteilt, ein wenig auf verlorenem Posten wie wir Nicht-Püppchen ja auch. Zum Glück hat sich eine Impf-Schlange gebildet mit Menschen, die einen gelben Impfpass in der Hand halten und sich beim römischen Zahlmeister, der das große RKI-Register handschriftlich befüllt, registrieren lassen. Man sieht schon, in Lyskirchen gehen die Zeiten ein bisschen durcheinander, aber bei einer Sache versteht der Kurator Benjamin Marx keinen Spaß. Auch wenn für das Impfen geworben werden soll, heißt das nicht, dass jemand ausgeschlossen werden darf. "Im nördlichen Seitenschiff haben sich drei Figuren in die Ecke gedrängt. Die symbolisieren die Querdenker", sagt Marx. "Menschen, die vielleicht Angst haben vor dem Impfen."

 

So hat in dieser Panoramakrippe jeder seinen Platz gefunden. Und, bitte: Wo außer in Lyskirchen finden Impfbefürworter und Impfgegner noch in einem der Andacht gewidmeten Raum zusammen, der dann auch ein der Andacht gewidmeter Raum bleibt? Schweigsam stehen die Figuren da, konzentriert und ganz bei sich, die Argumente sind ja auch schon andernorts ausgetauscht worden, die Gegenargumente sowieso. Und für Streit und Geschrei, für die Gesten des Wegwischens und Fortwerfens anderslautender Argumente gibt sich eine Kölner Krippenfigur nicht her. Weihnachten ist auch eine Zeit des stillen Wartens. In erster Linie warten wir auf die Geschenke, in zweiter Linie auf mehr Impflieferungen und zu guter Letzt auf das Ende dieser ganzen elenden Bescherung und ihrer bescheuerten Mutanten.