Wort des Bischofs

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Hört dieses Wort, die ihr sagt:

„Wir wollen für Geld

die Geringen kaufen“

 

Lesung aus dem Buch Amos.

Hört dieses Wort, die ihr die Armen verfolgt und die Gebeugten im Land unterdrückt! Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir den Kornspeicher öffnen können? Wir wollen das Hohlmaß kleiner und das Silbergewicht größer machen, wir fälschen die Waage zum Betrug, um für Geld die Geringen zu kaufen und den Armen wegen eines Paars Sandalen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen.

Am 8, 4–7

 

 

Ich fordere auf zu Bitten und Gebeten für alle Menschen,
denn Gott will, dass alle gerettet werden

 

Lesung aus dem ersten Brief

des Apostels Paulus an Timótheus.

 

Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen, für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können. Das ist recht und wohlgefällig vor Gott, unserem Retter; er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn: Einer ist Gott,Einer auch Mittler zwischen Gott und Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle, ein Zeugnis zur vorherbestimmten Zeit, als dessen Verkünder und Apostel ich eingesetzt wurde– ich sage die Wahrheit und lüge nicht –, als Lehrer der Völker im Glauben und in der Wahrheit. Ich will, dass die Männer überall beim Gebet ihre Hände in Reinheit erheben, frei von Zorn und Streit.

1 Tim 2, 1–8

 

 

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib „fünfzig“! Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib „achtzig“! Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht! Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr nun im Umgang mit dem ungerechten Mammon nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das Eure geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

 

Lk 16, 1–13

 

 

Lernen

zu Lukas 16,1-13

 

Wieder eine Erzählung, die uns etwas lehren will. Wieder ein Gleichnis, das der Gemeinde etwas illustrieren will, was ihr hilfreich sein mag für ihre Verkündigung. Wieder eine Episode, die in Teilen auch verstörend ist. Erzählt wird von einem Verwalter und seiner Ungerechtigkeit. Und davon sollen die Zuhörer lernen?

 

 

 

Wir können wieder nur mutmaßen, in welcher Situation die lukanische Gemeinde diese Geschichte aufnimmt. Vielleicht mangelt es ihr an Klugheit im Vorgehen ihrer Verkündigung? Vielleicht bewegt sie gerade wieder das Thema vom Umgang mit dem Besitz? Vielleicht gehen sie im Moment sorglos mit sich und dem Leben nach dem Maß Jesu um? Wir können bestenfalls mutmaßen. Wir können uns aber bewusst machen, welche Themen in uns angesprochen werden, wenn wir die Geschichte vom ungerechten Verwalter und die Mahnungen zum Umgang mit dem Mammon hören. Ehe uns darauf Gedanken kommen, schauen wir uns erst die Erzählung an – mag sein wieder wie eine Aufführung, deren wachsam Zuschauende wir sind.

 

 

 

Wir treffen auf einen reichen Mann und dessen Verwalter. Der Reiche hört gerüchteweise von Veruntreuungen des Verwalters. Der Besitzer ist klar und entschieden: Er fordert Rechenschaft und weiß  schon sein Urteil: ‚Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein.‘ Vielleicht haben wir einen Draht zur Gestalt des Reichen, vielleicht auch zum Verwalter. Aus der jeweiligen Perspektive mögen wir weiter wahrnehmen.

 

 

 

Im Zusammenhang des Lukasevangeliums sind die Jünger Jesu die Zuhörerschaft. Die lukanische Gemeinde als Zuhörende wird sich in der Rolle des Verwalters finden. Verwalter des Evangeliums. Wir bedenken, dass Lukas zu einer Gemeinde spricht, die lau geworden ist, deren Herz für das Evangelium Jesu nicht mehr so recht brennen mag. Da liegt es nahe, dass die Gemeinde sich in der Rolle des Verwalters sieht. Es ist der Verwalter, der seiner Aufgabe nicht gerecht wird. In dem Gleichnis des Evangeliums wird dieser Mangel dramatisiert: Da ist einer, der verschleudert das Vermögen. Der geht nicht nur lau damit um. Er vernachlässigt seine Aufgabe; mehr noch: er veruntreut und schadet damit der ihm anvertrauten Sache. Zudem enttäuscht er den, der ihm sein Gut anvertraut hat.

 

 

 

Es fällt nicht schwer, sich mit den eigenen Gedanken einzufinden: Wir sind die, denen die ‚Sache‘ des Evangeliums anvertraut ist. Wir sind die, in die das Vertrauen gesetzt ist, dass das Evangelium lebendig gehalten ist. Manche fragen sich vielleicht, ob sie sich überhaupt als Verwalter des Evangeliums verstehen, verstehen wollen. Wenn wir uns als solche betrachten, dann wächst auch die Verantwortung für das uns Anvertraute.

 

 

 

Schließlich nimmt die Geschichte des Evangeliums eine unvermutete Wende. Wir erleben einen Verwalter, der in unseren Augen gerissen ist. Er weiß um seine Veruntreuung, er weiß, dass er seinen Auftrag nicht erfüllt hat. Statt reumütig in Sack und Asche zu gehen, überlegt er, wie er für sich selbst am besten aus der Sache herauskommt.

 

 

 

Jetzt ist es für uns als Zuhörende wichtig, die Geschichte als ein Gleichnis vor Augen zu haben. Sie ist keine Beispielgeschichte, die sagt: ‚Handle so, wie du es gerade erzählt bekommen hast.‘ Ein Gleichnis stellt ein Bild in Szene. Und für die Zuhörer gibt es einen Punkt, der ihre Wirklichkeit und die erzählte Gleichnisgeschichte verbindet. Auf diesen einen, gemeinsamen Punkt kommt es an. Es ist gerade bei einem Gleichnis wie dem des ungerechten Verwalters wichtig, diese literarische Form der Erzählung zu bedenken. Leicht könnten wir verführt sein, das Verhalten des Verwalters als Beispiel zu nehmen. Dann lautete die Antwort: Sei so raffiniert wie der Verwalter und mehre das Unrecht, um deinen Vorteil zu wahren. Dass das nicht die Ermutigung des Evangeliums sein will, liegt nahe.

 

 

 

Nun ist es ein Gleichnis. Dessen Bildhälfte stellt den Verwalter vor, der sich auf eigene Weise retten will. Unrecht hat er getan. Eine Zukunftschance hat er im Rahmen seiner Fähigkeiten nicht mehr. Man wird ihn als Betrüger kennen. Etwas anderes als Verwalten kann er nicht. Aber er ist nicht reuig. Er bleibt selbstbewusst und sicher: Er muss die Leute auf seine Seite bringen, die ihm bzw. seinem Herrn etwas schulden. Dann werden sie dem Verwalter wohlgesonnen sein und ihn ‚in ihre Häuser aufnehmen.‘ Die Geschichte lässt uns Anteil nehmen, wie er das praktisch umsetzt: Er lässt die Schuldner seines Herrn vortreten und erlässt ihnen eigenmächtig etwas von der Schuld. Damit sichert er sich Wohlwollen und Abhängigkeit von den Schuldnern. Wenn der Besitzer ihn rausgeworfen hat, bleiben die Schuldner dem Verwalter etwas schuldig. Raffiniert. Durchtrieben. Vorsorgend. Klug.

 

 

 

Mit diesem Auftritt der Schuldner ist die Bildhälfte des Gleichnisses erzählt. Nun kommt ‚der Herr‘ ins Spiel. Es ist nicht der reiche Mann der Geschichte. Jetzt wechselt die Erzählung in die andere Seite, zur ‚Sache‘, die er mit diesem Bild erklären will. Jetzt ist Jesus der Herr. Er hat seiner Gemeinde sein Evangelium anvertraut. Zu unserem Erstaunen ‚lobt er den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hat.‘ Es ist ein Missverständnis, als ob Jesus das Unrecht als beispielhaft lobte. Er lobt die Klugheit dieses natürlich weiterhin als ungerecht anzusehenden Verwalters.

 

 

 

Klugheit ist gefragt, wenn es um die Verwaltung des Evangeliums geht. Das ist die Botschaft, die der Evangelist mit dieser Erzählung weitergeben will. Als heute mit diesem Gleichnis Angesprochene gilt es zu überlegen, welche Klugheit gefragt ist, mit der wir Sachwalter des Evangeliums in unserer Zeit sein können. In einem gesellschaftlichen Umfeld, das sich von volkskirchlichen Selbstverständlichkeiten gelöst hat (bzw. gelöst wurde), sind Klugheit und Weisheit gefragt, wie unter diesen Bedingungen wir Verwalter des Evangeliums sein können. Da kommen Gedanken ins Spiel, wieweit die Verkündigung sich der modernen Medien und der digitalen Möglichkeiten bedienen muss. Da wird die Frage wach, wie Menschen zur Frage nach Gott, zur Lebensdeutung aus dem Evangelium geführt werden können? Es mögen sich noch andere Gedanken eröffnen für alle, die sich als Mitverwaltende des Evangeliums wahrnehmen.

 

 

 

Am Ende unseres Evangeliums kommt eine weitere Verstörung: ‚Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht.‘ In der Logik des Gleichnisses helfen Klugheit und Freundschaft, damit uns die Beheimatung bei Gott bis ins Jenseits gegeben ist.

 

 

 

Die letzten Verse nehmen dann wieder Bezug zum Thema des Besitzes auf. Mit der Verwaltung des Evangeliums ist viel anvertraut. Auch da zählen die Verlässlichkeit und die Treue. Anvertraut gehört das Evangelium denen, die in Treue zu ihm stehen und nach ihren Möglichkeiten handeln.

 

 

 

Diese Treue wird sich auch entscheiden am Umgang mit dem Besitz: ‚Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.‘ Da bedarf es der Entschiedenheit, sich auf den Weg des Evangeliums einzulassen. Wie ernst es mit dieser Entschiedenheit ist, zeigt die Gegenüberstellung von Gott und Mammon. Beide sind hier als Personen angesprochen – nicht der persönliche Gott auf der einen Seite und die Sache Mammon auf der anderen Seite. Hier wird der Mammon zum Gegenspieler Gottes. Der Mensch ist nicht mehr Herrscher über die Sache Besitz. Er wird beherrscht, was ihn letztlich an der lebendigen Entfaltung seines Lebens hindert. Vor dieser Irrung will das Evangelium warnen.

 

 

 

Besitz an sich ist nicht verwerflich. Der Umgang mit dem Besitz wird zum Maß des gerechten Umgangs.

 

 

 

Wir bleiben Schülerin und Schüler des Evangeliums – und auch mit Sachwalter der Botschaft.

 

 

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 


22.09.2019 - 29.09.2019

Fünfundzwanzigster Sonntag –
im Jahreskreis

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde
Kollekte ORTS-CARITAS


Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet
für den Frieden

und die Versöhnung der Religionen
und Kulturen

 

Freitag:

18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta

anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

Sechsundzwanzigster Sonntag –
im Jahreskreis

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde

 

NOTEL

Victoriastr. 12

50668 Köln

Heilige Messe im NOTEL
jeweils dienstags

und donnerstags 
um 18.45 Uhr


Caritas-Sonntag – Caritas-Kollekte

Diakonie und Liturgie gehören untrennbar zusammen. Ein Gottesdienst ohne das offene Herz für die Armen ist nicht stimmig; der Dienst mit den Armen nährt sich auch von der gottesdienstlichen Feier. In Lyskirchen sind wir bemüht, die Elemente der Diakonie in der Feier der Liturgie sichtbar zu halten. Das offensichtlichste Zeichen sind die Kuchenspenden, die während der Gabenbereitung zum Altar getragen werden – Kuchenspenden für die Gäste des Notels. Ein anderes Zeichen ist auch das ‚allgemeine Gebet‘ – das Fürbittgebet. Seit Jahren nehmen wir als Fürbitten die Anliegen, die die Woche über in das Fürbittbuch geschrieben worden sind. Auch dieses Hineinnehmen der Bitten des Lebens ist ein diakonisches Zeichen.

 

An diesem Sonntag wird in allen deutschen Gemeinden auch für die örtliche Gemeindecaritas gesammelt. Am vergangenen Sonntag sind ausführliche Beispiele aufgezeigt worden, wohin das Geld dieser Sammlung bei uns geht. Die Gelder sind dafür da, damit Menschen in akuter Not geholfen werden kann.

 

Die Kollekte heute ermöglichst diese Hilfe weiterhin in das kommende Jahr. Danke für das, was Sie heute in die Kollekte mit einbringen können und mögen.

 

Es ist ein Segen, dass die Armen die Kirche und die Pfarrhäuser noch als Orte bedenken, an denen ihre Not aussprechbar ist und nach Möglichkeit geholfen werden kann. Neben Gesprächen besteht die Hilfe eben auch in der Linderung materieller Engpässe. Die Beispiele im Sonntagsblättchen der vergangenen Woche geben Zeugnis solcher Engpässe.

 

Danke für Ihr Mittragen

der Diakonie auf

unterschiedlicher Weise!