Wort des Bischofs

Dreikönigswallfahrt

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
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    geöffnet.
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    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Der deutsch-amerikanische Prof. Yascha Mounk, von der Havard Universität in Boston, hat intensiv die Ausbreitung der Spanischen Grippe 1918 in den USA aufgrund angeordneter oder unterlassenen Kontakteinschränkungen erforscht.
Der deutsch-amerikanische Prof. Yascha Mounk, von der Havard Universität in Boston, hat intensiv die Ausbreitung der Spanischen Grippe 1918 in den USA aufgrund angeordneter oder unterlassenen Kontakteinschränkungen erforscht.

Wort des Bischofs


Schreiben von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki an alle Pfarrgemeinden des Erzbistums Köln

Liebe Schwester und Brüder! Auch für uns Christen ist die Coronakrise eine besondere Herausforderung. Selbst in Kriegszeiten sind die Gottesdienste nicht ausgefallen, doch nun haben wir uns nach sehr ernsthaften Diskussionen dazu entschlossen, die körperlichen Versammlungen von Christen auszusetzen. 

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Schreiben von Matthias Schnegg an die Gemeinde Lyskirchen

In Zeiten der Krise

Jetzt hören wir so viel, viel sich immer wieder Wandelndes. Allein durch die ständig neuen Informationen wird manchen der Boden unter den Füßen immer wackliger. Mir selbst geht es auch so, dass das Ausmaß der Herausforderung erst nach und nach in mein Bewusstsein sickert. 

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Und die Armen – Zeichen der Solidarität Kollekten ans Herz gelegt:

In die Zeit der Abstinenz von gemeinschaftlichen Gottesdiensten fallen auch große Kollekten, die denen zugutekommen, die sowieso am Rand der gesellschaftlichen Sicherungen stehen. MISEREOR wäre am 29. März. Am GRÜNDONNETAG halten wir seit einigen Jahren als ‚nachhaltiges‘ Zeichen der Fußwaschung die Kollekte, mit der wir eine ganze Winterzeit über das Sonn- und Feiertagscafé für obdachlose Drogenabhängige im Notel finanziell ermöglichen. Mir liegt sehr daran, dass wir trotz der ausfallenden Gottesdienste diese Armen nicht aus dem Blick lassen. Daher die Bitte, dass Sie die Gelder, die Sie ansonsten dafür in das Kollekten-Körbchen geworfen hätten, entweder der Kirchengemeinde überweisen – mit den Stichworten ‚Misereor 2020‘ und/ oder ‚Gründonnerstag‘ – oder mir in einem Umschlag mit Ihrer Anschrift und dem Betrag und der Zweckbestimmung übergeben.

  • Die Bankverbindung: KKGem. St. Maria Lyskirchen, Pax- Bank Konto,
  • IBAN: DE96 3706 0193 0027 1770 18
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Bei einer Überweisung für verschiedene Kollekten bitte die Aufteilung hinzufügen, damit jedes Anliegen bekommt, was Sie zuteilen mögen.

 

Das 'Sonntagsblättchen'
Für alle, die auf das 'Sonntagsblättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden.
Sonntag-15-03-2020-Pfarrblatt.pdf
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3. Fastensonntag 2020

Oculi mei

semper ad

Dominum

Psalm 26,15


Leerer Kirchenraum (Foto Anna C. Wagner) lyskirchen Gottesdienst abgesagt  messe abgesagt köln dom corona
Leerer Kirchenraum (Foto Anna C. Wagner)

Abgesagt

Wie oft haben wir in den letzten Tagen dieses so nüchtern klingende Wort gehört, gelesen, mitgeteilt bekommen. Dass die Lage mit demCorona-Virus eine bisher nicht bekannte Dimension erreichte, haben wir mitbekommen. Manche schon sehr existentiell – z.B. die Freiberufler, die Dienstleister im Gastgewerbe, für Reiseveranstalter und manche Andere ...

 

Auch als Kirchengemeinden haben wir wachen Auges gesehen, was auf uns zukommen kann. Es sind nur wenige Tage her, da haben wir auch im Vollzug der Liturgie Einschränkungen hingenommen: Die Kelchkommunion der Gemeinde entfiel. Der Friedensgruß in gewohnter Weise entfiel. Alles letztlich leicht hinnehmbar, obwohl wir schon merkten, dass es die Gemeinschaft, die communio der Feier beeinträchtigte. Es ist nicht nur Gewohnheit, von der wir Abstand nehmen mussten. Durch das Fehlen wurde noch einmal einsichtiger, wie kostbar diese Zeichen im gemeinsamen Gottesdienstfeiern sind. Sie sind mit ein Teil der Gewissheit, dass wir als Gemeinde die Zelebrantin des Gottesdienstes sind, unseres Dienstes vor Gott, der antwortet auf den Dienst Gottes an uns, wie er im dichtesten in der Hingabe Jesu sich bezeugt. Der Empfang der Hl. Kommunion unter beiderlei Gestalten ist ein starker Ausdruck unserer Gemeinschaft in dieser Hingabe Jesu, in der Bezeugung der Liebe Gottes zu uns.

 

Wir haben diese Einschränkungen angenommen, weil sie – wie auch die Absage der Gottesdienste erst einmal bis Karfreitag – sinnvoll und unser aller individuellem wie gemeinschaftlichem Wohl dienen. Wir nehmen die zunächst von der Stadt Köln, danach auch vom Erzbischof verordnete Absage aller unserer Gottesdienste bis zum Karfreitag mit Einsicht und Unterstützung an. Um des Lebensraumes unseres Gemeinwesens willen – und das weit über Köln und Deutschland hinaus.

Was geschieht nun?

Ich weiß nicht, wie diese Nachricht von der Absage Sie selbst erreicht und berührt hat. Ich habe bald Resonanzen gehört – wohltuend liebvoll, mit Bedauern, mit Mitgefühl, mit Schmerz – immer im Wissen, dass dies eine notwendige Maßnahme ist.

 

Mir selbst kam im langsamen Ereichtwerden von der Wucht dieser Absage nach und nach das Bild wie beim Eintritt eines Trauerfalls: Ich habe die Absage kommen sehen – wie man bei einem länger Kranken irgendwann damit rechnet, manchmal sogar ersehnt, dass der Tod eintreten wird. Wenn der Tod sich aber ereignet, dann ist alles doch ganz anders als man meint sich innerlich vorbereitet zu haben. Dann tritt zunächst wie von selbst eine Geschäftigkeit ein – Benachrichtigungen, Gespräche, Absprachen, Informationen und wieder Gespräche, Absprachen, Mails ... Das ist wie das aktionistisch - funktionierende Vortasten durch einen Nebel. Nur ganz ab und an gibt es die Berührung mit dem Schmerz des Verlustes, der sich gerade anbahnt. Und die Kostbarkeit kommt ins Bewusstsein, als die sich das erweist, was vorher doch über Jahrzehnte hin alltäglich gewiss war. Eintritt der Trauer, die Patin des Verlustes ist.

 

Und es ist so schmerzlich und zugleich wohltuend, diese Kostbarkeit als nicht selbst geschaffenes Geschenk zu spüren, was so selbstverständlich da war – und in unserem Falle ja auch wiederkommen wird.

 

Der Ernst des Corona-Virus hat uns in diese unabdingbare Situation gebracht. Die Trauer darf und soll sein. Es muss auch nicht gleich eine ideologische Gewissheit – im Bild gesprochen - der Auferstehung alles verherrlicht sehen. Es tut ja gut, dass die Absagen Verlustschmerz hinterlassen. Das ist nicht ein Schmerz, dass Gewohntes durchkreuzt wird.

 

In all dem wage ich – nicht zur Schmerzverweigerung – diese Situation als eine geistliche Herausforderung zu sehen und anzunehmen. Ich weiß im Moment nicht, was der Geist uns mit diesem Verzicht auf Gottesdienstfeiern in der Gemeinschaft sagen will. Vermutlich wird sich uns bei einiger geistlicher Wachsamkeit etwas zeigen. Das ist die Einladung an uns als Gemeinde von Maria Lyskirchen, dass wir alle uns wach halten für das, was der Geist uns für die Zwischenzeit mit auf den Weg gibt.

Eine Einladung

Daher die Einladung, dass alle sich bitte rückmelden, (schnegg@lyskirchen.de)  die eine Idee haben, wie wir uns als geistliche Gemeinde verbunden wissen, ohne dass wir nebeneinanderstehen. Ob das ‚des Geistes‘ sein wird, wird sich dann im Tun herausstellen. In dieser Offenheit sind wir in Lyskirchen nicht ganz ungeübt.

 

Das ist dann das Vitale an der Situation, dass wir die Herausforderung des Geistes annehmen mögen. Ich lade Sie sehr herzlich dazu ein.

Kollekten für Misereor und das NOTEL

In die Zeit der Abstinenz von gemeinschaftlichen Gottesdiensten fallen auch große Kollekten, die denen zugute kommen, die sowieso am Rand der gesellschaftlichen Sicherungen stehen. MISEREOR wäre am 29. März. Am Gründonnerstag halten wir seit einigen Jahren als ‚nachhaltiges‘ Zeichen der Fußwaschung die Kollekte, mit der wir eine ganze Winterzeit über das Sonn- und Feiertagscafé für obdachlose Drogenabhängige im NOTEL finanziell ermöglichen. Mir liegt sehr daran, dass wir trotz der ausfallenden Gottesdienste diese Armen nicht aus dem Blick lassen. Daher die Bitte, dass Sie die Gelder, die Sie ansonsten dafür in das Kollektenkörbchen geworfen hätten, entweder der Kirchengemeinde überweisen – mit den Stichworten ‚Misereos 2020‘ und/ oder ‚Gründonnerstag‘ – oder mir in einem Umschlag mit Ihrer Anschrift und dem Betrag und der Zweckbestimmung übergeben.

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Und verbunden sind wir in Gedanken, im Gedenken, im Gebet.In all dem liegen Hoffnung und Vertrauen, dass wir diese Auszeit des gemeinsamen Gottesdienstfeierns als eine Einladung neuer geistlicher Erfahrung durchleben werden.

 

Von Herzen verbunden

Ihr Matthias Schnegg

Gib uns Wasser zu trinken

(Ex 17,2)

 

Lesung aus dem Buch Exodus

 

In jenen Tagen dürstete das Volk nach Wasser und murrte gegen Mose. Sie sagten: Warum hast du uns überhaupt aus Ägypten hierher geführt? Um uns, unsere Söhne und unser Vieh verdursten zu lassen? Mose schrie zum Herrn: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig, und sie steinigen mich. Der Herr antwortete Mose: Geh am Volk vorbei, und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh! Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen, und das Volk kann trinken. Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels. Den Ort nannte er Massa und Meriba (Probe und Streit), weil die Israeliten Streit begonnen und den Herrn auf die Probe gestellt hatten, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?

Ex 17, 3-7

 

 

Die Liebe Gottes ist ausgegossen
in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder! Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Röm 5, 1-2.5-8

 

 

Das Wasser, das ich gebe, wird zur sprudelnden Quelle,

deren Wasser ewiges Leben schenkt

+ Aus dem heiligen

Evangelium nach
Johannes

In jener Zeit kam Jesus zu einem Ort in Samarien, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen. Ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, das ist: der Gesalbte - Christus. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht. Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus. Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Aussage glauben wir, sondern weil wir ihn selbst gehört haben und nun wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

 

Joh 4, 5-15.19b-26.39a.40-42

 

 

Ins ewige Leben

zu Johannes 4,5-42

 

An den folgenden Sonntagen werden wir große Erzählungen des Johannesevangeliums hören: Die Geschichte der Begegnung Jesu mit der samaritischen Frau, dann die Heilung des Blindgeborenen und schließlich die Auferweckung des Lazarus. Diese Erzählungen dürfen wir uns als Predigten für die johanneische Gemeinde vorstellen – Predigten in Form einer dramatisierten Erzählung. Der Autor des Johannesevangeliums hat das Evangelium wesentlich auf dem Hintergrund der johanneischen Gemeinde verfasst und hat sich von den Glaubensfragen des Gemeindeleben inspirieren lassen. Einige Teile des Evangeliums sind später aus dem Kreis der Gemeinde hinzugefügt worden.

 

Mutmaßen wir, welche Themen die Gemeinde des Johannesevangeliums bewegt haben mögen. Gewiss ist es ein bleibendes Thema, Jesus als den von den Juden erwarteten Messias, den Christus, zu sehen. Die johanneische Gemeinde war größtenteils aus sogenannten Judenchristen zusammengesetzt, so dass dieses Thema als Selbstvergewisserung wichtig war. Das Bekenntnis steht aber nicht als dogmatischer Lehrsatz für sich. Die Betrachtung Jesu hat Bedeutung, weil es um die Deutung des Lebens geht. Jedes Leben kennt unerfülltes Sehnen, jedes Leben bedarf einer Hoffnung, jedes Leben wünscht sich eine Sinn vollendende Geborgenheit. Uns ist für diesen Zustand auch der Begriff des Lebensdurstes bekannt. Wir wissen um die dramatische Fehlform, wenn dieser Durst auf verheerende Weise das Leben zerstören kann.

 

Und schließlich beschäftigt die Leute der johanneischen Gemeinde die Überlegung, wie die Beziehung zu Gott genährt werden kann – z. B. in der Anbetung.

 

Der Evangelist hätte nun seine Gedanken zu diesen drei Themen wie ein Paulus in theologischen Erörterungen abhandeln können. Johannes bedient sich des dramatisierten Erzählens – wie wir es uns auch als Bühnenstück vorstellen können. Er versetzt seine Zuhörerschaft in eine ganz andere Welt, spielt eine vermeintlich ganz andere Thematik ein. Die Zuschauer sehen das und begreifen, dass diese so ganz anders geartete Erzählung genau ihre Themen behandelt. Wir kennen das von Theater oder Literatur, dass wir ganz eigene Welten und Begebenheiten erfahren, wir uns aber mit unseren eigenen Themen sehr wohl darin wiederfinden.

 

Der Evangelist Johannes setzt seine Themen mit der Begegnung zwischen einer samaritischen Frau und Jesus in Szene. Zum Verständnis des Geschehens ist es hilfreich, die dargestellte Geschichte in ihrem inneren, historisch gebunden Zusammenhang zu begreifen. Danach ergeben sich vielleicht von selbst Anhaltspunkte an die eigene Berührung mit den Fragen: Wer ist Jesus für mich? Welche Bedeutung hat er in meiner Lebenssehnsucht, in meiner Lebensbilanz, in meinem Lebensdurst? Und wie gelingt mir die Beziehung zu Gott? Brauche ich dazu einen festen Ort?

 

Der Autor der Erzählung von der Begegnung am Jakobsbrunnen entwirft ein Stück, das sehr weit in die Geschichte zurückgreift: Wir werden konfrontiert mit einem existentiellen Konflikt zwischen den Juden und den Samaritern. Diese Auseinandersetzung hat ihre Wurzeln im 8. vorchristlichen Jahrhundert:

 

Um 722 v.Chr. wurden die Städte Samariens vom Assyrerkönig erobert. Die Samariter wurden deportiert. Der Überlieferung nach wurden fünf fremde Stämme aus dem assyrischen Reich auf dem Gebiet von Samarien angesiedelt. Diese beteten ihre eigenen, Israel fremden Götter an; später haben sie sich unter dem Druck der Ereignisse zusätzlich noch dem JHWH Glauben angeschlossen. Seitdem gibt es den Konflikt um den reinen, wahren Glauben. Letztlich geht es darum, wer wo die reine Anbetung des Gottes JHWH vollzieht. Die Samariter beten JHWH auf dem Garizim an, die Juden auf dem Zion, in Jerusalem.

 

Die sich als die wahren Juden wähnenden Judäer haben ihre Abneigung und Überheblichkeit gegenüber den Samaritern gepflegt – wie wir auch aus anderen Erzählungen der Evangelisten belegt sehen.

 

In der Geschichte des Evangelisten wird die Frau am Brunnen zur Symbolfigur der samaritischen Kultgemeinde. Im ersten Dialog zwischen ihr und Jesus wird der Konflikt deutlich – die Abneigung der Juden gegen die Samariter. Für den Erzähler ist das aber nicht das Hauptthema seiner Abhandlung. Er will auf die den beiden Gruppen doch innewohnende Sehnsucht nach Lebenserfüllung (Stillung des Lebensdurstes) eingehen. So wechselt das Thema schnell zur Frage nach dem ‚lebendigen Wasser‘. Der Autor liebt es, zunächst ein wenig Verwirrung zu schaffen, indem etwa die Frau missversteht, was mit dem ‚lebendigen Wasser‘ gemeint ist: Als Jesus sagt: ‚Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt‘,  erwidert die Frau, das Anliegen Jesu missverstehend: ‚Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen.‘

 

Als Zuhörende erkennen wir das Missverstehen – und begreifen umso mehr, was über die Bedeutung Jesu gesagt wird: ER in seiner Person ist das Mittel gegen den unstillbaren Lebensdurst. Was er zu geben hat – sein Evangelium, seine Offenbarung der Gegenwart Gottes –, das wird für alle Glaubenden zu einer Quelle, ‚deren Wasser ins ewige Leben fließt‘. Das ist eine poetische Beschreibung, dass wir in der Verbindung mit dem Christus Jesus hineinfließen in die vollendende Gemeinschaft mit Gott. Diese Gemeinschaft stillt den Durst nach Lebenssinn. In den Überlegungen des hl. Augustinus klingt so ein Gedanke etwa: Unser Herz bleibt unruhig, bis es ruht in Gott.

 

Jetzt bringt Johannes die Sequenz der fünf Ehemänner und des einen Mannes, mit dem die Frau nicht verheiratet ist. Aufs Erste sieht das so aus, als ob Jesus mit seiner hellseherischen Fähigkeit dargestellt werden soll. Die Frau kommentiert dieses Wissen ja auch mit dem Hinweis: ‚Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.‘ Die Erwähnung der Ehemänner knüpft noch einmal an den Erzählhintergrund aus dem 8. Jahrhundert an. Fünf Stämme aus Assyrien wurden in Samarien angesiedelt. Sie huldigen ihren Göttern. Unter Druck haben sie später auch noch den JHWH-Glauben angenommen (das wird symbolisiert in dem 6. Mann), aber es wird unterstellt, dass das nur halbherzig, nicht die anderen Götter ausschließend war (daher das Symbol des nichtverheirateten, des nicht fest verbundenen Mannes).

 

Ziel dieser Episode ist die Klarheit: Jesus ist nicht Prophet. Er ist der Messias – wie die Frau am Ende dieser Szene dann sagen wird: ‚Ich weiß, dass der Messias kommt, der der Christus heißt.‘ Und Johannes lässt Jesus bestätigen: ‚Ich bin es, der mit dir spricht!‘. Die zuhörende johanneische Gemeinde ist bestärkt: Unser Jesus ist der Christus Gottes! Und weil er das ist, ist ER unser Zugang zur Sinngebung, zur Stillung unseres Lebenshungers.

 

Schließlich bleibt noch die Frage offen, wo und wie die rechte Anbetung dieses Gottes geschieht. Zur Lösung dieser Frage wird wieder die Geschichte aus dem Konflikt zwischen Samarien und Jüdäa als Szene verwendet. Beide – Juden und Samariter – haben ein Heiligtum zur Anbetung JHWHs. Die Juden sagen mit Verweis auf die Schriften, in denen ihr Zion als der Ort der wahren Anbetung benannt wird: ‚Das Heil kommt von den Juden.‘ Als Beweis dieser Aussage dient der Rückgriff auf die Offenbarungsschriften, in denen der Heilsort Zion, Jerusalem, genannt wird.

 

Die Antwort Jesu löst aus diesen räumlichen Vorstellungen. Gott anzubeten geschieht ‚im Geist und in der Wahrheit‘, also unabhängig von festen Orten. Der Zugang zu ‚Geist und Wahrheit‘ ist der Christus. Die Frau sagt daher: ‚Wenn er (der Christus) kommt, wird er uns alles verkünden.‘ Das mag Richtung geben allen, die sich Jesus anschließen.

 

Das Bühnenstück endet mit der Klarheit: Die Weitergabe des Glaubens ist das eine und wichtige; unverzichtbar ist, dass jede und jeder selbst in Kontakt mit dem Christus Jesus treten muss. Aus dieser Bindung wächst der Glaube. So sagen die, die von der Frau zu Jesus geführt worden sind: ‚Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt. Der Weg zur Stillung des Lebensdurstes.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 

15.03.2020 - 22.03.2020

Oculi:
3. Fastensonntag
... die heilige Messe ist abgesagt

 

Laetare:
4. Fastensonntag

… die heilige Messe ist abgesagt

 

Coronavirus in Köln

Köln verbietet alle  Veranstaltungen – davon betroffen auch  die Gottesdienste.

Vorerst bis zum 10.04.2020 keine Gottesdienste mehr in Lyskirchen, die Kirche ist jedoch wie üblich geöffnet.


ABGESAGT:

  • Einstimmung in die Kar- und Ostertage
    am Samstag, 21. März
  • Konzert Vierklang-Ensemble (vorgesehen war der 29. März) 

Proklamandum für den 15. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

 

viele von Ihnen haben in dieser Woche die Nachricht gelesen: Die Veröffentlichung der unabhängigen Untersuchung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln musste leider verschoben werden.

 

Ich verstehe, dass diese Nachricht viele enttäuscht hat, die schon seit langem darauf warten, dass diese schmerzhafte, aber notwendige Aufarbeitung zum Abschluss kommt und die Ergebnisse allen zugänglich gemacht werden. Deshalb will ich heute noch einmal klarstellen, dass es sich hier nur um eine Verschiebung der geplanten Veröffentlichung handelt: Der Zeitplan ändert sich, aber nicht das Ziel! Wir halten weiterhin daran fest, dass wir uns unserer Verantwortung stellen müssen. Dazu gehört, die Fehler, die gemacht wurden, klar zu benennen und dabei sowohl die verantwortlichen Personen wie auch unsere Strukturen ohne falsche Rücksicht in den Blick zu nehmen.

 

Ich bin zuversichtlich, dass die mit der Untersuchung beauftragte Kanzlei schon bald ihre Arbeit abschließen kann. Einen neuen Termin kann und will ich heute nicht nennen, auch weil ich überzeugt bin davon, dass hier Sorgfalt und Gründlichkeit wichtiger sind als die Geschwindigkeit.

 

Ich bitte Sie also noch einmal um Geduld, und ich bitte Sie zugleich um Ihr Vertrauen. Wir meinen es ernst mit der Aufklärung, die wir angekündigt haben und werden unser Versprechen einlösen. Nicht zuletzt bitte ich Sie um Ihr Gebet – für uns alle im Erzbistum Köln, in besonderer Weise aber für diejenigen, die durch Priester und kirchliche Mitarbeiter Leid erfahren haben.

 

Ihr Rainer Maria Kardinal Woelki

Erzbischof von Köln

 

Köln, den 13. März 2020

Nachruf

Uwe Koch verstorben

Die meisten werden Herrn Koch nicht kennen, haben aber in der besonderen Ausstrahlung in der Advents-und Weihnachtszeit in St. MariaLyskirchen sein Mit-Wirken erleben können. Er hat seit vielen Jahren den Adventskranz und das Tuch vor dem Tabernakel aufgehängt und den ‚Rhein‘, die Wasserrinne vor der Krippe als Handwerker installiert. Seine sehr hilfsbereite, immer freundliche Gegenwart war ein besonderer Bestandteil der Krippen auf- und Abbauzeit.

 

Wir werden ihn in einer Trauerfeier  von der Trauerhalle des Südfriedhofes verabschieden. Ihm für sein Mitwirken von Herzen Dank!

 

PS: Tag und Uhrzeit der Trauerfeier muss neu festgelegt werden, da die vorgesehene Trauerfeier in der Kirche nicht mehr gestattet ist. Am Montag können wir Tag und Uhrzeit aktualisieren. Wir hoffen, dass es bei Donnerstag 11.30 Uhr bleibt.

wohin - woher

eine Fotoausstellung von Anna C. Wagner

auch weiterhin während der Öffnungszeiten der Kirche zu besichtigen ...

Die Ausstellung der Künstlerin Anna Wagner ist während der Öffnungszeiten der Kirche (9-18) Uhr noch bis zum 5. Fastensonntag zu sehen. Im stillen Raum sich mit den Foto-Bildern in Kontakt zu gehen, hat seine eigene Einladung zur Meditation.

wohin - woher  Foto Anna C. Wagner fotoausstellung in lyskirchen köln
wohin - woher Foto Anna C. Wagner