Wort des Bischofs

"Austausch auf Augenhöhe"

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

15.03.2020: Matthias Schnegg zu den "abgesagten" Gottesdiensten

Leerer Kirchenraum (Foto Anna C. Wagner) lyskirchen Gottesdienst abgesagt  messe abgesagt köln dom corona
Leerer Kirchenraum (Foto Anna C. Wagner)

Abgesagt

Wie oft haben wir in den letzten Tagen dieses so nüchtern klingende Wort gehört, gelesen, mitgeteilt bekommen. Dass die Lage mit demCorona-Virus eine bisher nicht bekannte Dimension erreichte, haben wir mitbekommen. Manche schon sehr existentiell – z.B. die Freiberufler, die Dienstleister im Gastgewerbe, für Reiseveranstalter und manche Andere ...

 

Auch als Kirchengemeinden haben wir wachen Auges gesehen, was auf uns zukommen kann. Es sind nur wenige Tage her, da haben wir auch im Vollzug der Liturgie Einschränkungen hingenommen: Die Kelchkommunion der Gemeinde entfiel. Der Friedensgruß in gewohnter Weise entfiel. Alles letztlich leicht hinnehmbar, obwohl wir schon merkten, dass es die Gemeinschaft, die communio der Feier beeinträchtigte. Es ist nicht nur Gewohnheit, von der wir Abstand nehmen mussten. Durch das Fehlen wurde noch einmal einsichtiger, wie kostbar diese Zeichen im gemeinsamen Gottesdienstfeiern sind. Sie sind mit ein Teil der Gewissheit, dass wir als Gemeinde die Zelebrantin des Gottesdienstes sind, unseres Dienstes vor Gott, der antwortet auf den Dienst Gottes an uns, wie er im dichtesten in der Hingabe Jesu sich bezeugt. Der Empfang der Hl. Kommunion unter beiderlei Gestalten ist ein starker Ausdruck unserer Gemeinschaft in dieser Hingabe Jesu, in der Bezeugung der Liebe Gottes zu uns.

 

Wir haben diese Einschränkungen angenommen, weil sie – wie auch die Absage der Gottesdienste erst einmal bis Karfreitag – sinnvoll und unser aller individuellem wie gemeinschaftlichem Wohl dienen. Wir nehmen die zunächst von der Stadt Köln, danach auch vom Erzbischof verordnete Absage aller unserer Gottesdienste bis zum Karfreitag mit Einsicht und Unterstützung an. Um des Lebensraumes unseres Gemeinwesens willen – und das weit über Köln und Deutschland hinaus.

Was geschieht nun?

Ich weiß nicht, wie diese Nachricht von der Absage Sie selbst erreicht und berührt hat. Ich habe bald Resonanzen gehört – wohltuend liebvoll, mit Bedauern, mit Mitgefühl, mit Schmerz – immer im Wissen, dass dies eine notwendige Maßnahme ist.

 

Mir selbst kam im langsamen Ereichtwerden von der Wucht dieser Absage nach und nach das Bild wie beim Eintritt eines Trauerfalls: Ich habe die Absage kommen sehen – wie man bei einem länger Kranken irgendwann damit rechnet, manchmal sogar ersehnt, dass der Tod eintreten wird. Wenn der Tod sich aber ereignet, dann ist alles doch ganz anders als man meint sich innerlich vorbereitet zu haben. Dann tritt zunächst wie von selbst eine Geschäftigkeit ein – Benachrichtigungen, Gespräche, Absprachen, Informationen und wieder Gespräche, Absprachen, Mails ... Das ist wie das aktionistisch - funktionierende Vortasten durch einen Nebel. Nur ganz ab und an gibt es die Berührung mit dem Schmerz des Verlustes, der sich gerade anbahnt. Und die Kostbarkeit kommt ins Bewusstsein, als die sich das erweist, was vorher doch über Jahrzehnte hin alltäglich gewiss war. Eintritt der Trauer, die Patin des Verlustes ist.

 

Und es ist so schmerzlich und zugleich wohltuend, diese Kostbarkeit als nicht selbst geschaffenes Geschenk zu spüren, was so selbstverständlich da war – und in unserem Falle ja auch wiederkommen wird.

 

Der Ernst des Corona-Virus hat uns in diese unabdingbare Situation gebracht. Die Trauer darf und soll sein. Es muss auch nicht gleich eine ideologische Gewissheit – im Bild gesprochen - der Auferstehung alles verherrlicht sehen. Es tut ja gut, dass die Absagen Verlustschmerz hinterlassen. Das ist nicht ein Schmerz, dass Gewohntes durchkreuzt wird.

 

In all dem wage ich – nicht zur Schmerzverweigerung – diese Situation als eine geistliche Herausforderung zu sehen und anzunehmen. Ich weiß im Moment nicht, was der Geist uns mit diesem Verzicht auf Gottesdienstfeiern in der Gemeinschaft sagen will. Vermutlich wird sich uns bei einiger geistlicher Wachsamkeit etwas zeigen. Das ist die Einladung an uns als Gemeinde von Maria Lyskirchen, dass wir alle uns wach halten für das, was der Geist uns für die Zwischenzeit mit auf den Weg gibt.

Eine Einladung

Daher die Einladung, dass alle sich bitte rückmelden, (schnegg@lyskirchen.de)  die eine Idee haben, wie wir uns als geistliche Gemeinde verbunden wissen, ohne dass wir nebeneinanderstehen. Ob das ‚des Geistes‘ sein wird, wird sich dann im Tun herausstellen. In dieser Offenheit sind wir in Lyskirchen nicht ganz ungeübt.

 

Das ist dann das Vitale an der Situation, dass wir die Herausforderung des Geistes annehmen mögen. Ich lade Sie sehr herzlich dazu ein.

Kollekten für Misereor und das NOTEL

In die Zeit der Abstinenz von gemeinschaftlichen Gottesdiensten fallen auch große Kollekten, die denen zugute kommen, die sowieso am Rand der gesellschaftlichen Sicherungen stehen. MISEREOR wäre am 29. März. Am Gründonnerstag halten wir seit einigen Jahren als ‚nachhaltiges‘ Zeichen der Fußwaschung die Kollekte, mit der wir eine ganze Winterzeit über das Sonn- und Feiertagscafé für obdachlose Drogenabhängige im NOTEL finanziell ermöglichen. Mir liegt sehr daran, dass wir trotz der ausfallenden Gottesdienste diese Armen nicht aus dem Blick lassen. Daher die Bitte, dass Sie die Gelder, die Sie ansonsten dafür in das Kollektenkörbchen geworfen hätten, entweder der Kirchengemeinde überweisen – mit den Stichworten ‚Misereos 2020‘ und/ oder ‚Gründonnerstag‘ – oder mir in einem Umschlag mit Ihrer Anschrift und dem Betrag und der Zweckbestimmung übergeben.

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  • IBAN: DE96 3706 0193 0027 1770 18     BIC: GENODED1PAX.

 

Und verbunden sind wir in Gedanken, im Gedenken, im Gebet.In all dem liegen Hoffnung und Vertrauen, dass wir diese Auszeit des gemeinsamen Gottesdienstfeierns als eine Einladung neuer geistlicher Erfahrung durchleben werden.

 

Von Herzen verbunden

Ihr Matthias Schnegg

Der deutsch-amerikanische Prof. Yascha Mounk, von der Havard Universität in Boston, hat intensiv die Ausbreitung der Spanischen Grippe 1918 in den USA aufgrund angeordneter oder unterlassenen Kontakteinschränkungen erforscht.
Der deutsch-amerikanische Prof. Yascha Mounk, von der Havard Universität in Boston, hat intensiv die Ausbreitung der Spanischen Grippe 1918 in den USA aufgrund angeordneter oder unterlassenen Kontakteinschränkungen erforscht.