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Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Das Wort des HERRN bringt

mir Hohn und Spott

 

Lesung aus dem Buch Jeremía.

 

Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich. Ja, sooft ich rede, muss ich schreien,„Gewalt und Unterdrückung“ muss ich rufen. Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Hohn und Spott. Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, so brannte in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es auszuhalten, vermochte es aber nicht.

Jer 20, 7–9

Bringt eure Leiber als lebendiges und Gott wohlgefälliges Opfer dar

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.

 

Ich ermahne euch, Schwestern und Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber als lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen – als euren geistigen Gottesdienst. Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene!

Röm 12, 1–2

Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst

+ Aus dem heiligen Evangelium nach  Matthäus

In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.

Mt 16, 21–27

Das ‚Muss‘

zu Matthäus 16, 21-27

Unser heutiger Textabschnitt führt uns zu einem Thema, das sich für die meisten von uns sehr schwer erschließt. Wir werden auch am Ende der Überlegungen nicht unbedingt klarer sehen. Wir sind mit einem Geheimnis konfrontiert, das sich zumindest unserem menschlichen Denken nicht wie von selbst eröffnet. Es geht um das Leiden und den Tod Jesu. Das an sich ist noch erklärbar als die Folgerung aus einem widerständigen Leben. Das hat vor allem die religiösen Sicherheiten und Machtstrukturen ins Wanken gebracht. Dazu kamen die politischen Gefahren, die von einem so fundamentalen Aufrührer ausgehen konnten. Den Tod Jesu als Konsequenz seines unerschrockenen Gottvertrauens zu sehen, ist uns meist noch leichter zugängig. Schwer wird es, wo wir mit der biblischen Aussage konfrontiert werden, dass das Leiden und der Tod Jesu Teil des göttlichen Heilsplans sind. ‚Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden.‘ Was sich für die meisten von uns unserem menschlichen Denken entzieht ist dieses ‚Müssen‘.

 

Mag sein, dass wir mit einem gewissen Drängen gerne eine uns überzeugende Antwort hätten. Unsere Vorstellungen von Gott lassen die Notwendigkeit des Leidens und gewaltsamen Todes des Messias nicht zu. Vermutlich müssen wir mit dieser Unlösbarkeit leben. Trotz möglicherweise einer Widerständigkeit begegnen wir der Szene des Evangeliums dieses Sonntags. Wir dürfen es uns zugestehen, aus kritischer Distanz zuzuschauen. Wie so oft, kann es passieren, dass wir uns plötzlich in einer starken Auseinandersetzung mit der Glaubensbotschaft wiederfinden.

 

Mit unserem Textabschnitt wendet sich der Blick auf das Leiden und Sterben und die Auferweckung Jesu. Gerade hatte Petrus noch das große Bekenntnis zu Jesus ‚Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes‘ aussprechen können. Matthäus fügt schon als Antwort Jesu hinzu: Diese Aussage ist nur möglich, weil göttliche Offenbarung diese Erkenntnis geöffnet hat, ‚nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart‘.

 

Und dann folgt die Zumutung der ersten Ankündigung von Leiden und Auferweckung Jesu. Im einleitenden Satz wird programmatisch aufgeführt, was den Verlauf des weiteren Evangeliums bestimmen wird: Der Weg nach Jerusalem, die Auslieferung an menschliche Mächte, das Leiden, der gewaltsame Tod – aber auch die Auferweckung aus göttlicher Macht. Das will erst einmal aufgenommen werden – von der Zuhörerschaft Jesu, von der des Evangelisten, von uns heute – auch wenn wir uns vorsichtshalber schon in eine kritische Distanz begeben haben sollten.

 

Der Erzähler schickt Petrus auf den Plan – den, dem gerade erst die große göttliche Erkenntnis von Jesus als dem ‚Christus und Sohn des lebendigen Gottes‘ geschenkt war. Jetzt, nach der Aussage, die so gar nicht zum Bild des ‚Christus und Sohn des lebendigen Gottes‘ passt, kommt der besorgte Protest: Diese Zumutung an den Christus Gottes möge Gott verhindern! Die Macht Gottes könnte sich gerade darin erweisen, dass sein Messias nicht menschlicher Macht ausgeliefert wird. Göttliche Macht könnte schon gar souverän verzichten, dass sein Messias diesen Leidensweg auch noch gehen muss! Was für ein Gott, der sich das Leiden und den gewaltsamen Tod zum Heilsplan ausgedacht hat. Kein Wunder, dass sich hier Sühne- und Opfergedanken einstellen. Manche von uns denken: Ist Gott so klein, dass er solche Opfer- und Sühnegedanken ausspielen müsste?

 

So sehr es uns drängt, da eine uns zufriedenstellende, auflösende Antwort zu finden, so wenig bringt uns der Text diese befreiende Auflösung. Petrus, dem wir uns in der Geschichte an dieser Stelle wohl möglich sehr verbunden wissen, erfährt eine strikte Abweisung und dazu eine eindeutige Platzanweisung. Die Abweisung bringt ihn mit dem Satan in Verbindung, jener Kraft, die in der Versuchungsgeschichte (Kap 4) schon versucht, Jesus von seiner göttlichen Bestimmung abzubringen. ‚Tritt hinter mich, du Satan!‘ ist eine sehr deftige Abwehr des Versuchs, das Leiden und Sterben Jesu  am liebsten zu verhindern.

 

Die Erklärung auf diese Zurechtweisung hin heißt: ‚Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.‘ Es gibt offenbar einen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem, was wir mit menschlichem Maß beurteilen und dem, was jenseits dieses Menschlichen liegt. Was göttlicher Weisheit entspringt. Paulus spricht am Anfang des 1. Korintherbriefes von der ‚Torheit der Verkündigung‘, die aber allen, die glauben, zum Heil gereicht: ‚Für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit‘. (1 Kor 1,21ff) Diese Glaubensgewissheit wird viele immer noch nicht beruhigen, die dieses ‚Muss‘ im Heilsplan Gottes nicht begreifen. Zumindest öffnet sich vielleicht ein Horizont, der aufhört, begreifen zu wollen, begreifen zu müssen, um an Gottes Wirkmacht zu glauben.

 

Bisher hat Matthäus uns Jesus als den mit göttlicher Macht ausgestatteten Messias vor Augen geführt – in Überlieferungen wie der vom Wandeln über den See, vom Seesturm: Göttliche Macht, die souverän alle Chaosmächte unterläuft. Jetzt aber mutet der Evangelist uns zu, den Leidenden, den Ausgelieferten in diese göttliche Macht zu integrieren. Demnach kommt der Weg Jesu auch im Durchschreiten des Leidens zur Erfüllung.

 

Die Platzanweisung an Petrus, hinter Jesus zu treten, erweitert die Ausrichtung der Nachfolge. Sinngemäß kommt die Aufforderung, hinter Jesus herzugehen, schon bei der Berufung der ersten Jünger (4,19). Da geht es darum, Jesus nachzugehen in dem, was er sagte und tat. Die Platzanweisung jetzt bindet ebenso das Leiden als Element der Nachfolge mit ein. Es ist nicht das selbst geschaffene Leiden – wie ein Martyrium, das man sich selbst wünschte. Es wird vielmehr die Möglichkeit aufgewiesen, dass die Bindung des Lebens an das Leben Jesu (um der Gottesverbindung willen) auch das Leiden mit in sich birgt. Es geht nicht um Schwere, die auf Nachfolge gelegt wird, nicht um das Drückend-Schmerzende, das ab und an mit Glauben verbunden wird. Es geht um die Bindung des Lebens an den Lebensentwurf Jesu, an sein Gottvertrauen.

 

Die Verse 24 und folgende konkretisieren diese Aspekte der Nachfolge: ‚Sich selbst verleugnen; sein Kreuz tragen.‘ Dies ist nicht als Selbstzweck eines sich knechtenden oder gar sich verachtenden Lebens gedacht. Immer steht es in Beziehung zu Jesus und zum Reifen der Gottesverbindung. Daher ist das ‚Sich-selbst-Verleugnen‘ keine Selbstverachtung. Es führt zum Entscheidungsfall (wenn er denn im konkreten Leben anstehen sollte), die Bindung an Jesus nicht durch das Begehren des Ego aufzugeben. Das kann in Radikalität bedeuten, im Konfliktfall das so überaus natürliche Streben nach Bewahrung des Lebens in die zweite Reihe zu stellen – bis hin in das Martyrium. Solche Ausnahmezustände mögen wir uns für uns selbst nicht vorstellen müssen. Das Leben hat den natürlichen Trieb, sich auf alle Fälle zu erhalten. Aber Gestalten wie Delp oder Bonhoeffer (und viele andere) bezeugen zumindest, dass es Entscheidungen im Leben Einzelner gibt, die diese Form der radikalen Nachfolge gelebt haben.

 

Sie haben so leben können, weil sie auch dem nächsten Gedanken unseres Textabschnittes geglaubt haben: ‚Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit des Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.‘ Die Blutzeugen des Glaubens haben der Verheißung vertraut, am Ende auch der persönlichen Lebenszeit ihr Leben in der dann unanfechtbaren Gemeinschaft mit Gott vollendet zu sehen. Vermutlich ist es ein Gnadengeschenk, in dieser Gewissheit der letztgültigen Macht Gottes sich auch menschlicher Vernichtungsmacht auszusetzen.

 

Wir müssen all das nicht begreifen, so gerne wir es wollten. Das gilt für die Kraft, die ein Mensch in dieser Bedrängnis um seiner Bindung an Jesus willen aufbringt ebenso wie für die Frage nach dem ‚Muss‘ von Leiden und Tod Jesu. Es kann sein, dass wir in eine Antwort hineinwachsen und sich unsere so verständlich menschlichen Widerstände auflösen werden. Es kann trösten (muss aber nicht), was Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth auch schrieb: ‚Vielmehr verkünden wir  das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor aller Zeit vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung.‘ (1 Kor 2,7)

 

Kann sein, dass all das unser menschliches Denken nicht erfassen kann. Dann bleibt es ein Wagnis, sich auf göttliche Weisheit einzulassen. Etwas Lockendes hat auch das – auch dann, wenn heftige Widerstände sich regen gegen all das, was wir nicht verstehen.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Das 'Sonntagsblättchen' vom 30.08.2020
Für alle, die auf das 'Sonntagsblättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
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Dank „Kötterei“

Liebe Gemeinde,

 

auch wenn die Sammlung für uns im Notel nach zwei Fastensonntagen von Corona unterbrochen wurde, sind wir an den 4 Sonntagen im Jahreskreis reich beschenkt worden. Ihnen allen von Herzen Dank für alles, was Sie mit in die Kirche gebracht haben. Wir konnten jedes Geschenk gut gebrauchen.

 

Vor allem in dieser Krisenzeit steigen unsere Haushaltskosten und Ihre Unterstützung hilft uns sehr. Es ist einfach wunderbar, wie aufmerksam Sie uns im Blick haben und sich an die Liste halten. Vielen Dank!

 

Wir gewöhnen uns langsam an die neue Normalität und Gästen und Mitarbeitern geht es gut im Notel. Es tut gut, die Gemeinde Lyskirchen stärkend im Rücken zu haben.

 

Herzliche Grüße von uns allen im Notel!

Bärbel Ackerschott

 

... am vergangenen Sonntag war versehentlich nur ein Teil des Schreibens von Matthias Schnegg veröffentlicht worden, daher hier noch einmal der Gesamttext ...

Zwischenbilanz

Schreiben von Matthias Schnegg an die Gemeinde Lyskirchen (23.08.2020)

Erste Erfahrungen

 

Jetzt feiern wir seit fast zwei Monaten sonn- und feiertags wieder die Hl. Messe in unserer Kirche. Wir haben ein Maß gefunden, unter den gegebenen Umständen würdig Liturgie zu feiern. Wir haben viele Menschen, die mithelfen, dass wir reibungslos die Bedingungen erfüllen können, unter denen wir in Gemeinschaft Gottesdienste feiern können. Dazu gehört die Bereitschaft der Mitfeiernden, klaglos die Unannehmlichkeit der nötigen Anmeldung hinzunehmen; dazu gehört der Dienst des ‚Willkommenseinlassens‘; dazu gehört die Disziplin, die Stühle nicht nach eigenem Bedarf umzustellen ... danke für die vielen kleinen Bereitschaften, die notwendigen Schutzvorschriften einzuhalten.

 

Die Gestaltung der Liturgie hat eine angemessene Form gefunden – eine, die nicht die optimale im Sinne des Vollzugs der Feier sein kann, die aber der Situation und dem Wesen der Feier entsprechend begangen werden kann. Mitfeiernde – vor allem solche, die zufällig zum Gottesdienst kamen – haben ihren Dank ausgesprochen, dass sie angerührt und gestärkt wieder nach Hause gehen konnten.

 

Zugewinne

 

Das Mitsummen der Lieder hat nach Rückmeldung einiger auch eine eigene Form des Meditativen in den Gottesdienst gebracht. Wir haben mit der Mehrstimmigkeit der Gesänge ein Mittel, nicht nur als Konsumenten einer Feier da zu sein, sondern uns weiterhin (oder wieder) mehr als die wesentlich den liturgischen Vollzug tragende Gemeinde zu erkennen. Es gäbe nach den jüngsten Bestimmungen die Möglichkeit, begrenzt Lieder zu singen, wenn alle dazu die Maske tragen. Wir werden diese Variante gewiss auch einmal probieren, um zu sehen, ob sie für den Vollzug der Feier stimmig ist.

 

Wir haben im gemeinsamen Empfang der Hl. Kommunion ein ganz neues, vielen kostbares Zeichen der Communio entdecken dürfen. Das schafft einen Raum der Gemeinschaft derer, die sich im Teilen des Brotes mit Christus verbunden sehen. Derzeit ist offen, wie wir zur Praxis der Kommunion auch unter der Gestalt des Weines zurückkommen können. Die Zeit dafür wird reif werden. Es gibt erste Ideen aus der Gemeinde, wie das zu bewerkstelligen wäre.

 

Auch die Stille während der Inzens der Gabenbereitung und während des Kommunionempfangs sind vielen eine Bereicherung unseres Gottesdienstfeierns.

 

Begrenzung

 

 

Es bleibt ein Schmerz, dass nicht alle selbstverständlich einfach so zur Kirche und zur Mitfeier kommen können. Es widerspricht nach wie vor dem Charakter der Feier, dass Ausschlussmöglichkeiten in Kauf genommen werden müssen. Durch unsere ‚Not-Plätze‘ auf der Orgelempore mussten wir noch niemanden wegschicken, aber der Stachel der Begrenzung bleibt. Es kommen derzeit – aus verschiedenen Gründen - auch weniger als früher. Dadurch kommen wir mit den 60 Plätzen (incl. Notplätzen) zurecht. Die meisten nehmen diese spürbare Einschränkung mit einer gewissen Gelassenheit hin: Die Zeiten sind anders, andere Erfordernisse haben Priorität genommen – wie überall, wo wir in Gemeinschaften zusammenkommen wollen, ob in Geschäften, zu Konzerten, zu Familienfeiern usw. Manche halten dagegen wach, dass das gemeindliche Gottesdienstfeiern eben nicht vergleichbar sei mit dem Besuch beim Baumarkt oder im Restaurant.

 

Mit-bleibende

 

Es scheint mir wichtig, dass es die Platzhalter dieser speziellen spirituellen Frage in der Pandemie gibt. Wenn wir es für denkfähig halten, dass der Hl. Geist auch in der Pandemie Neuorientierung (Umkehr) für die Gläubigen und für die Kirche will, ist das ein gewichtiger Ansatz, sich nicht allein auf die Machbarkeit von Gottesdiensten unter Coronabedingungen zu konzentrieren. Darum ist dankbar zu betonen, dass die, die aus theologischen Gründen derzeit nicht am Gottesdienst teilnehmen mögen, sehr bewusst mit der Gemeinde sind und bleiben. Wir mögen wach dafür bleiben, dass die Wiederaufnahme der Gottesdienste nicht einfach eine Rückkehr zum Alten darstellt, sondern offen bleibt für das, was sich und als Anruf des Geistes u.a. auch für die Form der gemeinschaftlichen Gottesdienstfeier zu erkennen gibt.

 

Des Geistes?

 

Seit Beginn der Pandemie hat manche von uns die Frage bewegt, was der Geist uns für unser Christsein in dieser Zeit sagen will. Das bleibt eine wichtige Frage, auch dann, wenn wir derzeit eine angemessene Form der Gottesdienstfeier gefunden haben. Daher die Bitte, dass wir weiterhin um die Einsicht der Gabe des Geistes beten – wie immer unsere je eigene Form dazu aussehen mag.

 

Der Geist wirkt in uns allen – so weiterhin die Einladung, Erfahrungen zurück zu melden, wie Sie die Zeit der Pandemie im Blick auf die eigene Spiritualität, im Blick auf die Kirche, auf unsere Gemeinde, im Blick auf unser diakonisches Mitwirken und im Blick auf die Art der Gottesdienstfeier erleben. Während des lock-downs und in der Zeit des Übergangs zu Lockerungen der Einschränkungen haben wir miteinander kommuniziert – meist über Telefon oder E-Mail. Wir haben durch die jeweiligen Rückmeldungen herausgefunden, wie wir – was das Gemeindeleben angeht – unseren Weg für den jeweiligen Augenblick gehen.

 

Jetzt lade ich ein zur Zwischenbilanz, zu Gedanken, die Sie bewegen, u.a. auch, was für den weiteren Weg der Gemeinde sinnvoll sein könnte. Für eine Gemeindeversammlung scheint es mir im Moment noch nicht angemessen. Aber sie wir kommen, sobald wie uns etwas gesicherter zu einem Austausch treffen können – gesicherter, indem wir wieder näher beieinandersitzen könnten.

 

Danke für Ihr Mitsein, danke für den Weg, den wir bisher haben gehen können. Dass dieser Weg nicht nur eine Linie hat, der er folgt, beruhigt. Wir ahnen dann, dass wir in einem Prozess bleiben, der sich offen hält für das, was der Geist uns sagen mag.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

  • Leitung von Wortgottesdiensten

Durch die Corona-Krise haben wir den Wert der Wortgottesdienste neu schätzen gelernt. Seitdem feiern wir freitags um 18 Uhr in dieser Form unseren Gottesdienst. Diese Gottesdienste werden von Gemeindemitgliedern vorbereitet und geleitet.

 

Frau Hildegard Müller-Brünker hat es übernommen, die Liste derer zu führen, die bereit sind, einen solchen Gottesdienst zu leiten. Ab Oktober sind noch alle Termine frei. Wer bereit ist, melde sich bitte bei Frau Müller-Brünker (H.Molitor@netcologne.de). Es ist sehr wohltuend, die unterschiedlichen Weisen der Gestaltung mitzufeiern. Wer eine solche Leitung einmal machen möchte, aber sich Unterstützung wünscht, kann sich gerne an jemanden, die/der einen solchen Gottesdienst schon geleitet hat, oder an den Pastor wenden.

 

  • Erinnerung an das Seelsorgebereichsforum
    Pastoraler Zukunftsweg

Am 24.9. sind alle Gremienvertreter und alle Interessierte der Gemeinden unseres Seelsorgebereichs zu einer Informationsveranstaltung zum Stand des Pastoralen Zukunftsweges unseres Erzbistums eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Bitte melden Sie sich dazu aus unseren beiden Gemeinden in unserem Pfarrbüro an. 

 

  • Sendungsraum Kölner Innenstadt

Auch der Sendungsraum Kölner Innenstadt ist weiter mit der Zukunftsplanung zu Gange. Auch hier sind Interessierte aus unseren Gemeinden zur Mitwirkung, zur Impulsgabe an die entsprechenden Projektgruppen eingeladen. Hier heißen die entsprechenden Veranstaltungen ‚Boxenstopp‘. Hier die Einladung:

 

BOXENSTOPP - Auf dem Weg

im Sendungsraum Köln-Mitte

Samstag, 31. Oktober 2020 |

9.30 - 15.00 Uhr

Kirche St. Michael |

Brüsseler Platz 13-15 |

50674 Köln

 

Anmeldungen bis 26.10.2020

angela.wischmeyer@katholisch-in-koeln.de  bei Frau Angela Wischmeyer, oder 0221 – 45 45 07-20 unter Angabe der erforderlichen Kontaktdaten. 

 

30.08.2020 - 06.09.2020

 

22. Sonntag im Jahreskreis 2020:

19.00 Uhr Heilige Messe
(bitte mit Anmeldung)

 

Freitag: 18.00 Uhr Wortgottesdienst,

anschließend Bibelgespräch in der Kirche

 

Samstag: 14.00 Uhr Taufe

 

23. Sonntag im Jahreskreis 2020:

11.00 Uhr Taufe

19.00 Uhr Heilige Messe
(bitte mit Anmeldung)

Sonderkollekte: Weltkirchliche Solidaritätsaktion

einer Corona-Kollekte