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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Lesung aus dem Buch Jesája.

 

So spricht der Herr zu Schebna, dem Palastvorsteher: Ich werde dich von deinem Posten stoßen und dich aus deiner Stellung reißen. An jenem Tag werde ich meinen Knecht Éljakim, den Sohn Hilkíjas, berufen. Ich werde ihn mit deinem Gewand bekleiden und ihm deine Schärpe fest umbinden. Deine Herrschaft gebe ich in seine Hand und er wird zum Vater für die Einwohner Jerusalems und für das Haus Juda. Ich werde ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter legen. Er wird öffnen und niemand ist da, der schließt; er wird schließen und niemand ist da, der öffnet. Ich werde ihn als Pflock an einer festen Stelle einschlagen und er wird zum Thron der Ehre für sein Vaterhaus.

Jes 22, 19–23

 

Aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.

 

O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege! Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas zurückgeben müsste? Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung.

Röm 11, 33–36

 

Du bist Petrus; ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben

+ Aus dem heiligen Evangelium nach  Matthäus

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elíja, wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjóna; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Mt 16, 13–20

Verbindend-verbindlich

zu Matthäus 16,13-20

Wenn wir die Erzählung des Matthäus-Evangeliums als ganze weiter im Blick halten, liest es sich vielleicht wie eine dramatische Geschichte, die einer inneren Dynamik folgt. Das Ziel wird die Verkündigung des glorreichen Endes sein: Der, von dem ich euch erzähle, ist das ‚Sohn Gottes‘. Endgültig werdet ihr es begreifen, wenn er von den Toten auferweckt sein wird. Darin hat Gott ihn als seinen davidischen Messias bezeugt; mehr noch: als seinen Messias-Gottessohn. Die Zuschreibung des davidischen Messias haben mehrere erkannt. Die Wundergeschichten lassen selbst heidnische Menschen Jesus als ‚Sohn Davids‘ anrufen. Die Glaubenden aber mögen erkennen, dass Jesus weitaus mehr ist. Er ist der ‚Sohn Gottes‘, der einzig, unüberbietbare Offenbarer Gottes. Er erweist sich als Gottes Darstellung selbst.

 

Die matthäische Version des Evangeliums hält diese Frage nach der Bedeutung Jesu wach. In 11,2 fragt der Täufer: ‚Bist du der, der kommen soll?‘, in 14,1 erfahren wir von der Vermutung des Herodes, Jesus sei der auferstandene Täufer. Wenn wir dann weiter im Gesamtwerk des Matthäus gelesen haben, ist uns in der Gleichnisrede (Kap 13) die Unterscheidung von der ‚Menschenmenge‘, denen, die hören, aber nicht zum Glauben gekommen sind, und dem ‚Jüngerkreis‘, denen, die zum Glauben kamen, noch bewusst. All das dient der immer klareren Zeichnung der Identität Jesu. Wer ist Jesus für die, die glauben mögen? Dieser Frage widmet sich unser Textabschnitt ausdrücklich.

 

Wir finden Jesus am äußerst nördlichen Punkt Palästinas. Er wird erzählerisch danach allmählich auf das Ziel seiner Sendung, nach Jerusalem wandern. Jerusalem wird der Erfüllungs- und Vollendungsort seiner Sendung. Jerusalem wird auch der Ort der göttlichen Bekräftigung seiner Messianität.

 

Die Szene mit der Frage Jesus ‚Für wen halten die Menschen den Menschensohn?‘ hat Matthäus zwar aus der Vorlage des Markusevangeliums übernommen, aber im Interesse seiner theologischen Aussage und seiner Gemeindezuhörerschaft sehr deutlich verändert. Die Rolle des Petrus wird in besonderer Weise in eine Beziehung zur Rolle Jesu als des Christus Gottes gesetzt.

 

Auf die Frage Jesus, für wen die Menschen ihn halten, kommen nachvollziehbare Vergleiche mit großen prophetischen Gestalten – wie Johannes des Täufers, Elija, Jeremia oder sonst welche Propheten. Diese Antworten dienen nur der Hinführung zur Frage, die sich jede/r Glaubende stellen möge: Für wen halten wir ihn, den Menschensohn?

 

Nun tritt Petrus auf und spricht das Bekenntnis: ‚Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.‘ Im Markusevangelium wird nur das Bekenntnis gesprochen: ‚Du bist der Christus‘. Im Unterschied zum Markusevangelium spricht Petrus ein erweitertes Bekenntnis, eines, das schon vorher angeklungen ist. Die Offenbarung beim Gang über den See endete schon mit dem Bekenntnis der Jünger: ‚Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.‘ (14,33) Diese Feststellung wird am Ende unseres Textes unterstreichen, dass Matthäus das Bekenntnis des Petrus nicht exklusiv sieht. Er ist Sprecher der Jüngergemeinde.

 

Die Antwort Jesu auf die Aussage des Petrus hat der Evangelist Matthäus besonders ausgestaltet. Jesus preist den Simon, Sohn des Jona, selig für das, was er an Glaubensbekenntnis hat aussprechen können.  Mit den Worten ‚nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel‘ wird unterstrichen, dass nicht allein menschliche Erkenntniskraft zur Einsicht kommen kann, dass Jesus der Messias und ‚Sohn Gottes‘ ist. Es ist das Wirken des Geistes, des Vaters im Himmel, der zu diesen Erkenntnissen das Herz öffnet. 

 

In seiner Erzählung hat Matthäus diese Unterscheidung zwischen der ‚Menschenmenge‘ und der ‚Jünger‘ wohl bewusst wachsen lassen. Jetzt ist im Ablauf der Evangelienerzählung die Zeit reif, diese Glaubenden, die er jetzt ‚Kirche‘ nennen wird, mit dem Bekenntnis zu Jesus als dem ‚Sohn und Christus Gottes‘ zusammenzufügen. Gerade hat Petrus als Sprecher der Jünger das entscheidende Bekenntnis aussprechen können, da kommt nun die Zuweisung Jesu, ihn zum Fundament, zum Fels, zum Petrus seiner Kirche zu machen. Petrus als der Erste unter Gleichen, als primus inter pares, wird zum Vorangeher, die Botschaft des Christus-Gottessohnes unter die Menschen zu bringen.

 

Es ist ein feierliches Geschehen, wenn Jesus den Simon mit ‚Du bist Petrus...‘ anspricht. Petrus kann ‚Fels‘ und Fundament seiner Kirche sein, weil sich ihm dank göttlicher Offenbarung das Wesen Jesu erschlossen hat: ‚Er ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes‘. Die ‚Pforten der Unterwelt‘ sind in der damaligen Zeit ein Bild für die unmittelbare Todesgefahr. Der Evangelist ist überzeugt, dass nichts und niemand die Lebenskraft der Kirche wird auslöschen können. Dabei liegt nahe, dass er dabei nicht an eine uns heute geläufige institutionelle Organisationsform gedacht hat.

 

Das Bild vom ‚Kirche bauen‘ mag erinnern an den Schluss der Bergpredigt, wo vom rechten Fundament des klugen Menschen geredet wird. Fundament ist demnach das Hören und Handeln nach dem Wort Jesu. Der Verweis auf die Bergpredigt wird im Folgenden sich entfalten.

 

Petrus als der Erste unter Gleichen (so legt es die Logik des matthäisch – geschwisterlichen Verständnis zumindest nahe) bekommt die ‚Schlüssel des Himmelreichs‘. Es geht um die Zugangsöffnung für Menschen, die das Himmelreich, die wahrhafte Wirklichkeit Gottes, suchen. Matthäus setzt in Kap 23 ein Gegenbild in Szene: Die Pharisäer, die den Zugang zu Gott aufschließen sollten, die aber die Gesetze Gottes außer Kraft setzen, um Menschenmacht Raum zu geben. Die ‚Schlüssel des Himmelreichs‘ öffnen den Zugang zu Gott, wie Jesus ihn in der Bergpredigt, vor allem in seiner Auslegung der Tora (5,17-48), dargelegt hat.

 

Was das konkret bedeutet, die ‚Schlüssel des Himmelreichs‘ zu verwalten, wird in den Begriffen von ‚binden und lösen‘ ausgestaltet. In der rabbinischen Auslegung der Tora sind diese Begriffe geläufig. Sie meinen ‚verbieten und erlauben‘. Es geht hier um die Klarheit der Lehre, wie sie von Jesus in seiner Bergpredigt dargestellt wurde. Petrus (und mit ihm die Gemeinde) bekommen aufgrund ihrer Erkenntnis Jesu als dem Christus und Gottessohn die Vollmacht (als Auftrag), die Lehre Jesu zu bewahren. Sie sollen Sorge trage, dass das von Jesus gegebene Verständnis der Tora überliefert wird. Dabei geht es – wie schon die Bergpredigt betont – nicht um eine Lehre an sich, sondern um die Weisung zur Ausgestaltung des Lebens. Es geht um ethische Orientierung am Beispiel Jesu – an seinem Leben und seiner Auslegung der Tora. Hier wird tatsächlich ein ‚Lehramt‘ übertragen, aber eines, das vor allem das ethische Handeln nach der Weisung Jesu zu bedenken hat. Wie nahe die Gefahr des menschlichen Machtmissbrauches ist, wird Matthäus im 23. Kapitel ausführlich und schonungslos darlegen.

 

Und wie ist es mit der Bindung des Himmels an das, was Petrus (und die Gemeinde) binden und lösen, verbieten und erlauben? Wenn sich die Verkündigung an Jesu Weisung hält, gilt die Zusage, dass das, was auf Erden entschieden wird, auch bei Gott Gültigkeit besitz. Das kann so ausgesprochen sein, weil Matthäus vom Ideal ausgeht, dass es uns gelingt, wirklich das auf Erden zu entscheiden, was ganz in der Orientierung an Jesus und seiner Exegese der Tora liegt. Wir werden vermutlich immer zurückbleiben, werden immer um die Gabe der Einsicht des Geistes bitten müssen, um zu prüfen, was im konkreten Lebensvollzug der Wille Gottes ist. Erst beim Endgericht wird sich klären, ob wir uns in unserem Binden und Lösen allzu menschlich irrten.

 

Unser Textabschnitt endet mit dem Schweigegebot. Es gibt die Deutung, dass erst nach der Ostererfahrung verstehbar wird, was ein Bekenntnis zu Jesus als dem ‚Christus und Sohn des lebendigen Gottes‘ beinhaltet. Es kann aber auch angezeigt sein, zu schweigen, weil das persönliche Verstehen gerne ziemlich zurückbleibt. Im Fortgang der matthäischen Erzählung wird sich sogleich zeigen, dass sie doch nicht verstanden haben – das mit dem Sohn Gottes und der Zumutung, dass der ein Leidender sein soll…

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 

Das 'Sonntagsblättchen' vom 23.08.2020
Für alle, die auf das 'Sonntagsblättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
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Zwischenbilanz

Schreiben von Matthias Schnegg an die Gemeinde Lyskirchen (23.08.2020)

Erste Erfahrungen

 

Jetzt feiern wir seit fast zwei Monaten sonn- und feiertags wieder die Hl. Messe in unserer Kirche. Wir haben ein Maß gefunden, unter den gegebenen Umständen würdig Liturgie zu feiern. Wir haben viele Menschen, die mithelfen, dass wir reibungslos die Bedingungen erfüllen können, unter denen wir in Gemeinschaft Gottesdienste feiern können. Dazu gehört die Bereitschaft der Mitfeiernden, klaglos die Unannehmlichkeit der nötigen Anmeldung hinzunehmen; dazu gehört der Dienst des ‚Willkommenseinlassens‘; dazu gehört die Disziplin, die Stühle nicht nach eigenem Bedarf umzustellen ... danke für die vielen kleinen Bereitschaften, die notwendigen Schutzvorschriften einzuhalten.

 

Die Gestaltung der Liturgie hat eine angemessene Form gefunden – eine, die nicht die optimale im Sinne des Vollzugs der Feier sein kann, die aber der Situation und dem Wesen der Feier entsprechend begangen werden kann. Mitfeiernde – vor allem solche, die zufällig zum Gottesdienst kamen – haben ihren Dank ausgesprochen, dass sie angerührt und gestärkt wieder nach Hause gehen konnten.

 

Zugewinne

 

Das Mitsummen der Lieder hat nach Rückmeldung einiger auch eine eigene Form des Meditativen in den Gottesdienst gebracht. Wir haben mit der Mehrstimmigkeit der Gesänge ein Mittel, nicht nur als Konsumenten einer Feier da zu sein, sondern uns weiterhin (oder wieder) mehr als die wesentlich den liturgischen Vollzug tragende Gemeinde zu erkennen. Es gäbe nach den jüngsten Bestimmungen die Möglichkeit, begrenzt Lieder zu singen, wenn alle dazu die Maske tragen. Wir werden diese Variante gewiss auch einmal probieren, um zu sehen, ob sie für den Vollzug der Feier stimmig ist.

 

Wir haben im gemeinsamen Empfang der Hl. Kommunion ein ganz neues, vielen kostbares Zeichen der Communio entdecken dürfen. Das schafft einen Raum der Gemeinschaft derer, die sich im Teilen des Brotes mit Christus verbunden sehen. Derzeit ist offen, wie wir zur Praxis der Kommunion auch unter der Gestalt des Weines zurückkommen können. Die Zeit dafür wird reif werden. Es gibt erste Ideen aus der Gemeinde, wie das zu bewerkstelligen wäre.

 

Auch die Stille während der Inzens der Gabenbereitung und während des Kommunionempfangs sind vielen eine Bereicherung unseres Gottesdienstfeierns.

 

Begrenzung

 

 

Es bleibt ein Schmerz, dass nicht alle selbstverständlich einfach so zur Kirche und zur Mitfeier kommen können. Es widerspricht nach wie vor dem Charakter der Feier, dass Ausschlussmöglichkeiten in Kauf genommen werden müssen. Durch unsere ‚Not-Plätze‘ auf der Orgelempore mussten wir noch niemanden wegschicken, aber der Stachel der Begrenzung bleibt. Es kommen derzeit – aus verschiedenen Gründen - auch weniger als früher. Dadurch kommen wir mit den 60 Plätzen (incl. Notplätzen) zurecht. Die meisten nehmen diese spürbare Einschränkung mit einer gewissen Gelassenheit hin: Die Zeiten sind anders, andere Erfordernisse haben Priorität genommen – wie überall, wo wir in Gemeinschaften zusammenkommen wollen, ob in Geschäften, zu Konzerten, zu Familienfeiern usw. Manche halten dagegen wach, dass das gemeindliche Gottesdienstfeiern eben nicht vergleichbar sei mit dem Besuch beim Baumarkt oder im Restaurant.

 

Mit-bleibende

 

Es scheint mir wichtig, dass es die Platzhalter dieser speziellen spirituellen Frage in der Pandemie gibt. Wenn wir es für denkfähig halten, dass der Hl. Geist auch in der Pandemie Neuorientierung (Umkehr) für die Gläubigen und für die Kirche will, ist das ein gewichtiger Ansatz, sich nicht allein auf die Machbarkeit von Gottesdiensten unter Coronabedingungen zu konzentrieren. Darum ist dankbar zu betonen, dass die, die aus theologischen Gründen derzeit nicht am Gottesdienst teilnehmen mögen, sehr bewusst mit der Gemeinde sind und bleiben. Wir mögen wach dafür bleiben, dass die Wiederaufnahme der Gottesdienste nicht einfach eine Rückkehr zum Alten darstellt, sondern offen bleibt für das, was sich und als Anruf des Geistes u.a. auch für die Form der gemeinschaftlichen Gottesdienstfeier zu erkennen gibt.

 

Des Geistes?

 

Seit Beginn der Pandemie hat manche von uns die Frage bewegt, was der Geist uns für unser Christsein in dieser Zeit sagen will. Das bleibt eine wichtige Frage, auch dann, wenn wir derzeit eine angemessene Form der Gottesdienstfeier gefunden haben. Daher die Bitte, dass wir weiterhin um die Einsicht der Gabe des Geistes beten – wie immer unsere je eigene Form dazu aussehen mag.

 

Der Geist wirkt in uns allen – so weiterhin die Einladung, Erfahrungen zurück zu melden, wie Sie die Zeit der Pandemie im Blick auf die eigene Spiritualität, im Blick auf die Kirche, auf unsere Gemeinde, im Blick auf unser diakonisches Mitwirken und im Blick auf die Art der Gottesdienstfeier erleben. Während des lock-downs und in der Zeit des Übergangs zu Lockerungen der Einschränkungen haben wir miteinander kommuniziert – meist über Telefon oder E-Mail. Wir haben durch die jeweiligen Rückmeldungen herausgefunden, wie wir – was das Gemeindeleben angeht – unseren Weg für den jeweiligen Augenblick gehen.

 

Jetzt lade ich ein zur Zwischenbilanz, zu Gedanken, die Sie bewegen, u.a. auch, was für den weiteren Weg der Gemeinde sinnvoll sein könnte. Für eine Gemeindeversammlung scheint es mir im Moment noch nicht angemessen. Aber sie wir kommen, sobald wie uns etwas gesicherter zu einem Austausch treffen können – gesicherter, indem wir wieder näher beieinandersitzen könnten.

 

Danke für Ihr Mitsein, danke für den Weg, den wir bisher haben gehen können. Dass dieser Weg nicht nur eine Linie hat, der er folgt, beruhigt. Wir ahnen dann, dass wir in einem Prozess bleiben, der sich offen hält für das, was der Geist uns sagen mag.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

FeierDank   

    

Am Fest Mariä Himmelfahrt haben wir in allen Einschränkungen der Pandemie einen feierlichen Gottesdienst miteinander teilen können. Wir haben auch wieder die Tradition ausgespielt, zum Lob des Schöpfers und der Schöpfung Kräuter und Blumen zu segnen. Von Herzen Dank dem Spender, der uns all die Jahre diese sehr üppige Pracht zukommen lässt, von Herzen Dank auch denen, die diese Pflanzen so ansprechend im Raum der Kirche angeordnet haben. So wurde in diesem Jahr die notwendige Verteilung der Sitzgelegenheiten durch kleine Inseln der Blumen und Kräuter eigen verbunden. Herzlichen Dank allen, die diese Feier ermöglicht haben, herzlichen Dank allen, die sich zur Feier versammeln konnten.

 

Beleuchtung in der Kirche

 

Wie schon angekündigt, mussten die Beleuchtungen für die historischen Kunstobjekte und die der Seitenschiffe erneuert werden. Die Objektbeleuchtungen waren von Anfang an provisorisch und haben seit 2004 als Provisorium nach und nach die Kraft verloren; für die Ausleuchtung der Seitenschiffe sind die Leuchtmittel im Handel nicht mehr zu bekommen, so dass wir daher die Erneuerung angehen mussten. Die Installation ist nun fast vollständig.

 

Es gab schon Mitglieder der Gemeinde, die von sich aus angeboten haben, etwas zu den Investitionskosten dieser Beleuchtung beizusteuern. Das ist natürlich sehr schön. Danke sehr für diese Bereitschaft. Vielleicht mögen andere auch eine Sonderspende für diesen Zweck mit einbringen. Selbstverständlich gibt es für diese Spenden auch eine entsprechende Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt. Wenn Sie überweisen mögen: KKGem St. Maria Lyskirchen, IBAN: DE96 3706 0193 0027 1770 18, BIC: GENODED1PAX, Stichwort: Beleuchtung. Danke für jede Form der Stärkung auch hierbei.

 

Abgesagt…

 

  • ... wurde der Tag des Offenen Denkmals, der für den 13. September geplant war....

 

  • ... wurde die Kölsche Messe der Lyskircher Junge
    am letzten Sonntagdes Kirchenjahres…

Wir werden uns bis Jahresende noch auf weitere Absagen einstellen müssen. Es dient dem Schutz aller. Und es kann die Wertigkeit des sonst so Selbstverständlichen neu entdecken helfen.

 

Bei allen notwendigen Absagen tut es aber auch gut, Vertrautes bewahren oder wiederfinden zu können.

23.08.2020 - 30.08.2020

 

21. Sonntag im Jahreskreis 2020:

19.00 Uhr Heilige Messe
(bitte mit Anmeldung)

 

Freitag: 18.00 Uhr Wortgottesdienst,

anschließend Bibelgespräch in der Kirche

 

Samstag: 11.00 Uhr Taufe

 

22. Sonntag im Jahreskreis 2020:

19.00 Uhr Heilige Messe
(bitte mit Anmeldung)