Wort des Bischofs

"Pacem in terris"

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Judica

me, Deus

„Richte mich,
o Gott“

 

 

(Ps 43,1 )

 

 


Gottesdienste in den Kar- und Ostertagen


Unter den gegebenen Bedingungen müssen Sie sich leider zur Mitfeier anmelden. Anmeldungen sind nach dem Sonntagsgottesdienst möglich. Im Pfarrbüro ab dem Montag, 22.03.2021.

Sommerzeit 2021

Ich schließe mit ihnen einen neuen Bund
und an ihre Sünde denke ich nicht mehr

 

Lesung aus dem Buch Jeremía.

 

Siehe, Tage kommen – Spruch des Herrn -, da schließe ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund. Er ist nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war – Spruch des Herrn. Sondern so wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – Spruch des Herrn: Ich habe meine Weisung in ihre Mitte gegeben und werde sie auf ihr Herz schreiben. Ich werde ihnen Gott sein und sie werden mir Volk sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, denn sie alle, vom Kleinsten bis zum Größten, werden mich erkennen – Spruch des Herrn. Denn ich vergebe ihre Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.

Jer 31, 31–34

Er hat den Gehorsam gelernt und
ist der Urheber des ewigen Heils geworden

 

Lesung aus dem Hebräerbrief.

 

Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht. Obwohl er der Sohn war, hat er durch das, was er gelitten hat, den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden

Hebr 5, 7–9

Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt,

bringt es reiche Frucht

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit gab es auch einige Griechen unter den Pilgern, die beim Paschafest Sprich: Pas-chafest. in Jerusalem Gott anbeten wollten. Diese traten an Philíppus heran, der aus Betsáida in Galiläa stammte, und baten ihn: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philíppus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philíppus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die Menge, die beistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.

Joh 12, 20–33

Neu und  offen

zu Jeremia 31,31-34

Dieser Textabschnitt aus dem Propheten Jeremia hat eine weitreichende theologische Bedeutung bekommen. Das Wort vom ‚Neuen Bund‘  spielt eine große Rolle. Gerade dieser Text wird im Neuen Testament als ein Erweis des Neuen Bundes in Jesus, dem Christus, verwendet. Manche lassen sich dadurch zu dem Kurzschluss verleiten, als sei der ‚Alte Bund‘ der Bund Gottes mit dem Judentum, während der ‚Neue Bund‘ der Bund ist, der sich im Christentum verwirklicht. Das ist eine unangemessene Verkürzung, denn unser Text unterstreicht, dass dieser ‚Neue Bund‘  gerade mit ‚dem Haus Israel und dem Haus Juda‘ geschlossen wird.

 

Auch die Vermutung, ‚alt‘ bedeute im Kontrast zu ‚neu‘ ‚schlechter‘ gegen ‚besser‘ führt auf Irrwege. So berechtigt es ist, die Verkündigung des Neuen Testamentes im Kontext des Alten Testamentes zu sehen, so sehr hat doch die Verkündigung des Alten Bundes ihre ureigene Berechtigung. Der uns vorliegende Text kann auch als Vortrag gelesen werden, der in uns eine persönliche Resonanz zulässt. So versuchen wir, diesen Textabschnitt des Jeremia aus seiner Botschaft heraus zu verstehen.

 

Was sogleich aufhorchen lässt, ist die Verheißung eines neuen Bundes. Wieder begegnen wir der Initiative Gottes, um eine vermeintlich verfahrene Situation aus neuem Geist verändernd gestalten zu können. Wir als Zuhörende mit unseren eigenen Lebensgeschichten können hier vielleicht schon erste Resonanz spüren: Bund als Verbindung zu Menschen; Bund als Verbindlichkeit, die wir einmal eingegangen sind; Bund als Verlässlichkeit, aus der wir herausgefallen sind. Der Bruch eines Bundes kann tiefe Gräben hinterlassen, die schwer zu überschreiten sind. Dass ein Bund zwischen uns und Gott beschädigt, von unserer Seite aufgekündigt sein kann, ist vielen auch nicht fremd.

 

Jeremia spricht zu einem Volk, das sich aus der Treue zu seinem Gott verabschiedet hat. Fremdgötter hatten eine größere Anziehungskraft. Wohin das führte, hat das Volk im babylonischen Exil erlebt. Hätten sie doch auf die Mahnungen des Jeremia gehört ... Aber die Selbstgewissheit der eigenen Kraft war so groß, dass man den Ursprung seines Lebens, den Gott Israels, verlassen konnte. Die Pein des Exils war heftig. Der Kummer und der Jammer des so geschlagenen Volkes waren groß. Nach menschlichem Maß wäre es nur angemessen, dass sich der treue Gott von seinem untreuen Volk abgewendet hätte.

 

Das erste Signal, das die Verkündigung des Propheten Jeremia übermittelt, ist eben nicht menschlich nachtragend geprägt. Die Verheißung des Neuen Bundes ist die Zuwendung Gottes – trotz des schuldhaften Verhaltens seines Volkes. Nicht genug, dass Gott sich seinem einmal gegebenen Bundesversprechen wieder zuneigt. Das, was jetzt von Gottes Seite kommt, ist anders als ‚der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen.‘  Mit diesem ‚bei der Hand nahm‘ eröffnet sich das Bild der Erfahrung, an einer starken Hand durch manche Not und Angst geführt worden zu sein. Es ist ein Bild, das die liebende Sorge um das Volk unterstreicht.

 

Ernüchternd wirkt dagegen das Verhalten derer, zu deren Heil Gott seine leitende Hand gegeben hatte: ‚Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war.‘  Sie haben es an Ehrfurcht, an Respekt fehlen lassen.

 

Dann darf der Prophet den neuen Bund beschreiben, den Wiederbeginn Gottes mit denen, an denen ihm von Herzen zu liegen scheint: ‚Ich habe meine Weisung in ihre Mitte gegeben und werde sie auf ihr Herz schreiben.‘  Dieser Neue Bund fußt auf Bekanntem, auf der Weisung, auf der Tora, die Mose gegeben worden ist. Er trug sie – wie symbolträchtig – auf Steintafeln. Erst der Gegensatz im Neuen Bund lässt erkennen, dass es einen qualitativen Unterschied geben soll. ‚Auf ihr Herz schreiben‘ unterstreicht die Dimension der Beziehung, die sich in diesem Neuen Bund zwischen Gott und Mensch zeigen will. Das Herz ist im biblischen Sinne sowohl der Ort der Emotion, aber auch der Vernunft. Die Weisung Gottes wollte immer schon Lebensorientierung sein – nicht um der Einhaltung der Gebote um ihrer selbst willen, sondern, dass Menschen in Freiheit und Achtung und Glück leben könnten. Dass sie ein gelingendes Leben erfahren dürften. Der neue Bund will die Herzen der Menschen bewegen, sie wachsen lassen in die Kostbarkeit der Verbindung mit Gott.

 

Der nächste Bestandteil der Bundesbeschreibung unterstreicht den emotionalen wie auch verbindlich-verbindenden Beziehungscharakter: ‚Ich werde ihnen Gott sein und sie werden mir Volk sein.‘  Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Gott, dem ‚Gebieter‘, der anderen Instanz, und dem Volk. Aber dieser Unterschied versteht sich in der ganz persönlichen und gemeinschaftlichen Verbundenheit mit Gott. Dass es dabei nicht um eine allein rechtlich zu verstehende Bundestreue geht, steht am Ende unseres Abschnittes: ‚Denn ich vergebe ihre Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.‘  Das Motiv des Neuen Bundes liegt in der Barmherzigkeit Gottes, liegt in seiner zu immer neuer Vergebung fähigen Liebe.

 

Mag sein, dass uns im Hören dieses Prophetenwortes deutlich vor Augen steht, wie schwer es uns manchmal fällt, unseren Mitmenschen die Schuld zu vergeben. Und an die Sünde des Mitmenschen nicht mehr zu denken, das schließt alles Nachtragende aus. Der Prophet kann sich nur Metaphern bedienen, die im menschlichen Zusammenleben bekannt sind. Wir dürfen hinzufügen, dass das, was wir menschlich schon groß finden, als Wirkung Gottes umso größer anzunehmen ist.

 

Eine weitere Wirkung des Bundes lässt uns vielleicht besonders aufhorchen: ‚Keiner wird mehr den anderen belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, denn sie alle, vom Kleinsten bis zum Größten, werden mich erkennen.‘  Hier spricht die Erfahrung, dass der Beziehung zwischen Gott und den Menschen eine ganz persönliche Begegnungskraft innewohnt. Wir werden die befreiende Dimension einer solchen Bundeszusage wohl möglich erst nach und nach begreifen können.

 

Wir sind gerade in der kirchlichen Sozialisation gewohnt gewesen, dass ‚die Oberen‘ sagen, wie Gott zu denken und wie eine Beziehung zu ihm sicher zu gestalten sei. Die religiösen Autoritäten beanspruchten ein Wissen über das, was und wie Gott ist und welche Folgerung das für das Leben jedes einzelnen Menschen zu sein hat. Gebote, Maßregelungen, Anmaßungen bis in die intimsten Bereiche der Lebensgestaltung schienen den ‚Großen‘ erlaubt zu sein. Die meisten dieser ‚Großen‘ kannten es nicht anders, weil sie es auch so erlebt haben, bis sie im System der Glaubensbeherrschung eingesogen waren. Wir dürfen annehmen, dass viele von denen, die dann sagten, wie Gott zu verstehen sei, es gar nicht als Machtmissbrauch gewollt haben. Das System funktioniert(e) aus sich. Wie unheilvoll das sein kann, ist uns gerade sehr bewusst.

 

Wie befreiend dagegen, dass ‚keiner mehr den anderen belehre‘. Und dass niemand kraft seiner Funktion vorgeben kann: ‚Erkennt den Herrn!‘  Und ausdrücklich betont das Prophetenwort: ‚Sie alle, vom Kleinsten bis zum Größten, werden mich erkennen.‘  Die Erkenntnis Gottes ist kein Geheimwissen der Großen. Der Bund Gottes versteht sich als die Zuwendung Gottes, die allen gilt und von allen erfahrbar ist. Außerhalb der christlichen Weise der Gottsuche wird dieser Aspekt der ganz persönlichen Beziehung mit Gott und auch Verantwortung vor Gott deutlicher bedacht.

 

Der Zuspruch des Neuen Bundes im Buch Jeremia ist eine Einladung Gottes, eine Vor-Gabe seiner Barmherzigkeit und Liebe. Der Neue Bund ist Ermutigung, sich auf den persönlichen Weg der Gottesbeziehung verlassen zu können. Das ist auch im Verständnis eines Jeremia kein beliebiger Weg. Die Treue und Liebe tragen Verantwortungen in sich. Dafür ist es die Weisung, die Gott in diesem Bund in unsere Mitte gegeben hat und gibt. Aber es ist nicht die Weisung, die auf steinernen Gesetzestafeln zu beachten geboten ist, sondern eine Weisung, die aus der Beziehung lebt, aus Ehrfurcht und Respekt ebenso wie aus Sehnsucht und Liebe. Dabei bleibt die Gemeinschaft der Glaubenden für die Pflege dieser Beziehung unersetzbar.

 

Vielleicht erreicht uns gerade jetzt etwas von dieser Gewissheit, dass Gott sich ‚vom Kleinsten bis zum Größten‘ zu erkennen gibt und dass niemand im Sinne der Überhebung ‚den anderen belehren‘  will, wie er/sie Gott zu erkennen haben. Die Mündigkeit des eigenen Glaubensweges ist die angemessene Antwort auf den Bund, den Gott stiftet.

 

Mag sein, dass wir diese Unmittelbarkeit der Gotteserfahrung schon kennen, mag sein, dass wir sie erst als eine Möglichkeit unseres geistlichen Lebens entdecken können.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Das Sonntagsblättchen vom 21.03.2021
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
sonntag-21-03-2021.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Nun ist es veröffentlicht,  das Gutachten der Kölner Kanzlei Gercke/Wollschläger. Den Text finden Sie hier:

Es liegt an jeder und jedem von uns, sich selbst ein Urteil zu bilden. Und es ist wichtig, das Gutachten als einen Anfang zu sehen und weiter am Thema zu bleiben: den Blick auf die Gerechtigkeit den Betroffenen gegenüber zu vertiefen; nach Wegen der vorbehaltlosen Anerkennung des Leidens zu suchen;  Maßnahmen zu ergründen, wie Leiden vermieden werden können; strukturelle Mängel, die in der Organisation der Kirche liegen, zu erkennen und zu benennen; sich mit grundlegenden Überlegungen zum sogenannten Klerikerstand zu befassen; sich auseinanderzusetzen mit Schuld - der individuellen, der individualisierten, der systemischen ...

 

Es geht mehr denn je darum, glaubwürdig die Heilszusage Gottes weiterzugeben. Manchmal scheint es, dass die Sprachfassung einer Glaubenslehre der eigentliche Glaubensinhalt sei, statt die Sprache als ein dem möglichen Bedeutungswandel unterliegenden Faktor anzuerkennen und nach neuer Sprache, neuen Formulierungen, neuen Brücken des Verständnisses zu suchen. Auch müssten Erkenntnisse z.B. von Humanwissenschaften aufgegriffen werden, um dem Menschen gerecht zu werden.

 

In all dem scheint es mir wichtig, die Binnenbeschäftigung mit sich als Kirche nicht wichtiger zu nehmen als das, was Menschen auf unserer gemeinsamen Erde an Elend, Unterdrückung und Not ertragen müssen. Daher ist der ehrliche Weg z. B. zu den Armen vermutlich der Weg der Erneuerung. Ein Weg auch der Armut in uns selbst. Ich vertraue, dass der Geist uns dorthin führt und manches absterben lässt, was wir aus vermeintlich guter Tradition für unverzichtbar hielten.

 

Matthias Schnegg

Feier der Kar- und Ostertage

Auch in diesem Jahr werden diese Feiertage anders verlaufen als in den Jahren davor. Wir haben in der Vorbereitung versucht, sowohl dem Wesen der einzelnen Feiern als auch den Schutzbestimmungen der Corona-Pandemie gerecht zu werden.

 

Für alle Feiern gilt leider die Notwendigkeit der Anmeldung. Nach dem Sonntagsgottesdienst

 

besteht wieder die Möglichkeit, sich zur Mitfeier für die jeweiligen Liturgien anzumelden. Ansonsten kann man sich ab Montag wie gewohnt im Pfarrbüro zur Mitfeiern anmelden.

Die Feiern im Einzelnen:

Palmsonntag:

19 Uhr Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem

mit Segnung der Palmzweige.

 

Gründonnerstag:

19 Uhr Feier des Abschieds Jesu mit

Abendmahl-Eucharistie und Abschiedsreden.

Karfreitag:

15 Uhr Passion und Kreuzverehrung.

 

Karsamstag:

21 Uhr I. Teil der Osternacht als Vigil mit den Lesungen der Osternacht und Osterfeuer und Entzünden der Osterkerze.

 

Ostersonntag:

6 Uhr II. Teil der Osternachtfeier mit Osterlob,
Osterevangelium, Tauffeier und Eucharistiefeier.

 

Ausstellung Kurt Wagner

Noch bis zum Palmsonntag hängt die Ausstellung der Bilder von Kurt Wagner. Die Gemälde haben eine feine Anziehungskraft entwickelt. Immer wieder sind Menschen in der Kirche, die sich in Ruhe einem oder mehreren Bildern widmen und Resonanz im eigenen Empfinden zulassen. Das Dulden als Geschehenlassenmüssen und das Dulden als Zulassen bewegt manche Gedanken, die als Spiegel in unsere Lebenssituation wirken. Allein der Blick auf das Schicksal der in der Welt durch Krieg, Hunger, Unrecht, Flucht so Gequälten lässt beide erkennen: Die, die das erdulden müssen und da nicht einfach herausspringen können - und die, die es dulden, dass es so sein kann. Wir werden uns auch mit einer Ohnmacht in denen erkennen, die es dulden, dass es diese Unmenschlichkeiten gibt. Ohnmacht, weil uns die Macht der wirkmächtigen Veränderung fehlt. Manchmal allerdings dulden wir, was wir zu beeinflussen fähig wären. Manchmal machen Bilder wie die von Kurt Wagner aufmerksam, wo wir hinschauen, hinfühlen können.

... weitere Nachrichten:

  • Predigt-Werkgespräch - ein Angebot des Kath. Bildungswerkes Köln

Das Kath. Bildungswerk lädt wieder zu einem ‚Predigt-Werkgespräch‘ ein. Man hat mich angefragt, dieses Pilotprojekt anzugehen. Ein erster Termin hat online im Januar stattgefunden. Zu einem zweiten Termin am kommenden Dienstag wird erneut eingeladen - wieder online. Mit dem Bibelgespräch an den Freitagabenden haben wir zunehmend Zutrauen in diese digitale Form der Begegnung gefunden - vor allem, weil dann überhaupt Begegnungen stattfinden können.

 

Das ‚Predigt-Werkgespräch‘ am 23. März von 17.30 - 18.30 Uhr wird sich mit dem Osterevangelium (Mk 16,1-8) befassen. Wer mitmachen mag, melde sich bitte beim Bildungswerk an:  anmeldung@bildungswerk-koeln.de.

 

Bei der Veranstaltung gibt es einen kurzen Einblick, wie meine Predigtvorbereitung rein praktisch (und geistlich) vonstatten geht. In den Anfangsüberlegungen zu dieser Reihe war das Bild: ‚Dem Prediger bei der Vorbereitung über die Schultern schauen.‘ Das über die Schultern Schauen ist keine einsame Selbstbeschäftigung, sondern geschieht am besten im geistlichen Austausch mit anderen. Offenbarung aufnehmen zu können ist wesentlich ein Geschehen der Interpretationsgemeinschaft derer, die sich versammeln. Kirche, Gemeinde ist eine solche Interpretationsgemeinschaft.

 

  • Bibelgespräch online

 

Anschließend an die Einladung zum ‚Predigt-Workshop‘ mag ich gerne sagen, dass es für meine Predigtvorbereitung so kostbar (und am liebsten unverzichtbar) ist, dass es freitagabends das Bibelgespräch gibt. Da versammelt sich eine Interpretationsgemeinschaft. Das Bibelgespräch ist grundsätzlich offen für alle, die wollen. Seit wir online dieses Gespräch führen, kommen auch Interessierte dazu, die sonst keine Möglichkeit hätten, dabei zu sein. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte unter schnegg@lyskirchen.de. Mit einer Anmeldung besteht keinerlei Verpflichtung, dann möglichst immer dabei zu sein.

Kollekte

21.03.2021 – 28.03.2021

 

Judica  

5. Fastensonntag 2021

18.00 Uhr     Hl. Messe der Gemeinde*

4. Jahrgedächtnis Klaus Kunkel und

Jahrgedächtnis für Magdalena Arndt

Kollekte: Misereor

 

Donnerstag:

07.00 Uhr Morgenlob in der Fastenzeit

 

Freitag:

18.00 Uhr     Wortgottesdienst der Gemeinde

Ab 20.00 Uhr Bibelgeschräch online

 

Palmsonntag   

19.00 Uhr    Festl. Hl. Messe* zum

Einzug Jesu in Jerusalem mit Palmweihe,

mit Gebet Gisela und Paul Zimmermann

Kollekte: Heilig Land

                                                                                                                                                  

 


* Wegen begrenzt zugelassener Teilnehmerzahl müssen Sie Ihre Mitfeier der Sonntagsmesse leider bitte bis jeweils Freitag 12 Uhr im Pfarrbüro anmelden: Montag-Mittwoch und  Freitag von 9 – 12 Uhr, Donnerstag von 15 – 18 Uhr Telefonisch: 0221/214615 oder per Mail:
pfarrbuero@lyskirchen.de