Wort des Bischofs

"Pacem in terris"

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Eine gesegnete Weihnachtsoktav 2020

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Auf einem Strohstern gebettet das Jesuskind in der Weihnachtskrippe in Lyskirchen in 2020

Ein Neujahrsgruß in der Krippe von Lyskirchen

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Ein Sohn wurde uns geschenkt;

man rief seinen Namen aus:

Fürst des Friedens

 

Lesung aus dem Buch Jesája.

 

Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf. Du mehrtest die Nation, schenktest ihr große Freude. Man freute sich vor deinem Angesicht, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn sein drückendes Joch und den Stab auf seiner Schulter, den Stock seines Antreibers zerbrachst du wie am Tag von Mídian. Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, im Blut gewälzt, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers. Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Die große Herrschaft und der Frieden sind ohne Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird das vollbringen.

Jes 9, 1–6

Die Gnade Gottes ist erschienen,

um alle Menschen zu retten

 

Lesung aus dem Brief des

Apostels Paulus an Titus.

 

Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben, während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten: auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus. Er hat sich für uns hingegeben, damit er uns von aller Ungerechtigkeit erlöse und für sich ein auserlesenes Volk schaffe, das voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun.

Tit 2, 11–14

Heute ist euch der Retter geboren

+ Aus dem heiligen Evangelium nach  Lukas

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augústus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirínius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen. Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.

Lk 2, 1–14

Rettung

zu Lukas 2,1-14

Warum ist uns Weihnachten gerade in diesem Jahr so wichtig? Warum nehmen wir eventuelle Gefährdungen im Widerstand gegen die Pandemie in Kauf – weil Weihnachten ist? Liegt es daran, dass wir schon auf Ostern haben verzichten müssen? Liegt es daran, dass Weihnachten emotional sehr viel mehr berührt, weil es ein Fest der Familie, gar ein Fest der Liebe sei? Warum ist uns Weihnachten gerade in diesem Jahr so wichtig? Alle hier benannten denkbaren Gründe sind aller Ehre und allen Schutzes wert – in allem Wissen um ihre vielleicht auch überfordernden Seiten.

 

Ich lade Sie ein, eine Antwort auf die Eingangsfrage mit dem Weihnachtsevangelium in der Fassung des Evangelisten Lukas zu wagen. Ist unser Drängen auf die Wahrung der Weihnachtsmöglichkeiten vielleicht aus unserer teils schmerzlichen Erfahrung der Pandemie zu verstehen? Viele sind verschont geblieben, andere nicht – von wirtschaftlichen Beeinträchtigungen bis hin zu Angst um das eigene Leben. Die nach wie vor hohen Zahlen der Infizierten beunruhigen. Immer mehr kennen wir Menschen aus unserem eigenen Umfeld, die infiziert sind oder waren. Immer näher kommen uns Nachrichten von Menschen, die schwere gesundheitliche Folgen tragen. Und wir kennen inzwischen wohl möglich schon Menschen, die an der Pandemie gestorben sind. Wir möchten nicht unbedingt wissen, wie. Die Bilder von Intensivstationen lassen uns schwach und ängstlich sein.

 

Die Pandemie hat uns Erfahrungen von Grenzen spürbar gemacht. Wir sind denen ausgesetzt. Wir haben keine sichere Kontrolle. Wir erleben die Wucht der Vergänglichkeit. Und das, obwohl wir doch ein so überaus privilegiertes Volk im Gesamt der Menschheit dieser Erde sind. In dieser Infragestellung unserer Macht und Größe stellen sich wie von selbst grundlegende Fragen zu unserem Leben, zum Sinn, mehr noch aber zur Einbettung dieses Lebenssinns in ein großes Ganzes.

 

Dahinein nun die Erzählung des Evangelisten Lukas, wie er die Geburt Jesu, des Christus versteht. Wieder öffnet sich uns eine Bühne mit einem Stück, das im 1. christlichen Jahrhundert spielt. Diese Legende lädt geradezu ein, sich in eine Idylle fallen zu lassen – von Augustus, von einer Volkszählung, von dem lieben (naiven?) Paar, von der schwangeren Frau, von der Abweisung der Herbergsleute, von der Geburt im Stall, vom Futtertrog, von den Hirten auf dem Feld, schließlich vom Engel und gar dem ganzen himmlischen Hofstaat der jubilierenden Engel.

 

Wir dürfen annehmen, dass der Autor dieser Erzählung uns genau ein solches Bild schenken will. Es ist ein Bild, das einmal alle Infragestellungen ausblenden darf, ein Bild von himmlischer Kraft und Herrlichkeit – und zugleich ein Bild liebgewinnender Menschlichkeit: ein kleiner Junge ist geboren. Die Szene lädt ein, sich wirklich gut aufgehoben zu wissen in einem Mehr als dem Alltäglichen – schon gar der Auseinandersetzung mit einer Pandemiebedrohung.

 

Die Szene hat auch Verführerisches an sich, denn sie will – wie wir ahnen – nicht in der Idylle verweilen – so als könnten wir die Wirklichkeit damit ausschalten. Lukas ordnet das Ereignis in die Zeitgeschichte ein. Kaiser Augustus, selbst wie ein Retter und Sohn eines Gottes verehrt, gilt als Hoffnungsträger der Welt. Das ‚Goldene Zeitalter‘ im römischen Reichsgebiet ist ausgerufen. Natürlich nicht für jeden. Aber so ist das. Menschen sind unterschiedlich Gleiche.

 

Was jetzt erzählerisch entfaltet wird, können wir nur verstehen, wenn wir Gott als Wirklichkeit glauben können. Wir wissen, dass das heute nicht mehr selbstverständlich ist. Vielleicht kennen wir das Zweifeln und Ringen um diesen Glauben in uns selbst. Aber die Geschichte von der Geburt Jesu geht nicht ohne Gott. Von ihm wird gesprochen! ER ist der, der wirkt. Die Erzählung versucht das zu erfassen.

 

Bethlehem – ein Ort der Verheißung des Propheten Micha. Es ist der Geburtsort des König David. An diesen König und seine Nachkommen ist die Verheißung gebunden, dass Gott seinen Messias, seinen Christus, aus dieser Sippe erwecken wird. Und weil die Erzählung des Lukas uns auf diese Verheißung führen will, ziehen Maria und Josef nach Bethlehem. Das Kind, das da zur Welt kommt, wird als der Messias Gottes verkündet. Gottes Zusage, sich in einem Menschen zu erkennen zu geben, wird an diesen Messias, wird an diesen in der Sippe des Hauses David Geborenen gebunden.

 

Das Ereignis der Geburt wird nüchtern erzählt: ‚Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen.‘  Um begreifen zu lernen, dass der unerfassliche Gott sich in einem ganz und gar menschlichen Kind zu erkennen gibt, wird das Allerselbstverständlichste auch noch bekundet: ‚Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe.‘  Der Zusatz mit der Herberge ohne Platz ist nicht überzubewerten. Das Menschenkind in Windeln und an einem außergewöhnlichen Ort – im Futtertrog – werden das Erkennungszeichen sein, wie Lukas später in der Erzählung wiederholt.

 

Bis hierhin ist es eine schöne Erzählung. Wir könnten manchem Detail schon eine Bedeutung zusprechen – wie das mit der Herberge oder der Beschwernis des Weges nach Bethlehem oder der Armut einer Krippe. Aber all das ist für den Erzähler vermutlich eher Beiwerk. Das Überwältigende kommt im Höhepunkt, auf den die Erzählung zugelaufen ist.

 

Hier wechselt der Autor das Bühnenbild. Wir sind unter Hirten. Sie halten Nachtwache bei den Tieren – zum Schutz vor Raubtieren.  Im 1. Jahrhundert war mit den Hirten auch die Erwartung des Goldenen Zeitalters verbunden. Denn dieses ersehnte Zeitalter kannte auch den Frieden der Tiere, wie schon bei Jesaja beschrieben, dass Löwe und Lamm friedlich beieinander liegen. Die Hirten in der Erzählung sind also Menschen, die Hoffnung auf Rettung aus der vernichtenden Widerlichkeit der menschlichen Existenz darstellen. Da könnten wir uns als Hörerschaft unserer Zeit wiederfinden – als Menschen, die Hoffnung suchen. Wir sind in diesem Jahr vielleicht anders als sowieso verunsicherte Menschen.

 

Und nun der Höhepunkt der Erzählung: ‚Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr.‘  Wo Gottesberührung geschieht, da geht der Mensch in die Knie. Das ist eine Erfahrung, die nicht nur in Geschichten erzählt wird. Das kennen auch heute Menschen. Gottesberührung, Erfahrung der überwältigenden Herrlichkeit Gottes. So etwas gibt es offensichtlich.

 

Die Botschaft des Engels: ‚Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.‘  Der Retter! Ist es nicht das, was das verunsicherte, verzagte, sich bedroht fühlende Leben sucht? Ist Rettung die Perspektive, wohin unser Leben sich ausgerichtet wissen darf – in aller Verunsicherung und Angst?

 

Wir werden vielleicht unsicher sein, weil es so schwer ausdrückbar ist, was wir als Rettung suchen. Noch schwerer in Worte zu fassen ist wohl, wie eine Rettung, die wir von Gott erwarten dürfen, zu benennen ist. Ist die Rettung die Hoffnung, dass es nach dem irdischen Leben ein anderes, ewiges Leben gibt? Ist Rettung das, was es in der Welt eben nicht gibt?

 

Die lukanische Erzählung verbindet Himmel und Erde – über den Menschen Jesus. Lukas betont noch einmal, dass dieser Messias, der Retter, das Kind ist, das in Windeln gewickelt in der Krippe liegt. Jesus, der ideale Mensch nach dem Abbild Gottes, er hat durch sein Leben Gott menschenmöglich erfahrbar gemacht. Und dann ist es auch für Menschen möglich, miteinander so umzugehen, dass Leben nicht erst im Himmel, sondern auf Erden Freude macht. Darum verkündet der Engel ‚eine große Freude‘.

 

Die ganze Geschichte kommt nicht ohne Gott aus. ER ist es, der den Menschen sein Wohlgefallen schenkt, immer wieder. ER ist es, der alles zusammenhält, Himmel und Erde, Vergängliches und Ewiges. ER ist es, der Rettung, der Frieden in aufgescheuchte Seelen bringen möchte. Dass das erfahrbar sein kann – und wie man es in seiner Nachfolge selbst erfahrbar machen kann, davon erzählt die Lebens- und Glaubensgeschichte des Kindes, das der Retter, der Christus, der Herr ist.

Mag sein, dass uns dieses Jahr Weihnachten in aller Pandemiebesetzung etwas an Zuversicht schenkt, dass unser Leben in einen unzerstörbaren Sinn, in Gott, eingebunden ist. Und dass uns diese Gewissheit durch das Leben, die Hingabe und die Auferweckung Jesu bekräftigt ist – so wir glauben können. Dass der Glaube uns in der Feier dieses Festes segnend geschenkt sei, das wünsche ich Ihnen und allen, die zu Ihnen gehören. Und dass auf diese Zuversicht hin Weihnachten auch als Fest in der Familie, auch als Fest der Liebe sich ausspielen mag.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Das 'Blättchen' von Weihnachten 2020
Für alle, die auf das 'Blättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
Weihnachten-2020.pdf
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Krippentrost

Der Titel mag zunächst befremdlich klingen – aber gerade in diesem Jahr hat die Krippe eine ganz eigene Aussagekraft. Sie ist nicht bestaunenswert schöne Kulisse. Sie hat keine besonderen zeitgeschichtlichen Themen, die unsere Gedanken wachrütteln. Sie hat nicht den riesigen Ansturm derer, die sich alle Jahre auf diese einzigartige Milieukrippe freuen. Die Krippe hat ihre Bühne verlassen und wird in diesem Jahr eigen näher mit ihrer Botschaft.

Gebetsbegleiter

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Diesmal in unserer Krippe Johannes der Täufer mit seinen Eltern Elisabeth und Zacharias

Die Figuren sind wie Gebetsbegleiter geworden. Sie sind mitten unter denen, die sich auf den Weg durch eine ungewöhnliche und herausfordernde Zeit machen. Wir beschäftigen uns viel mit dem, wie wir der Pandemie Herr werden können. Wir diskutieren über Impfung und erschrecken über die hohen Fallzahlen. Wir merken an uns das Zehrende an dieser langen Zeit, deren Ende nicht klar zu bestimmen ist.

 

Und wenn wir im Raum unserer Kirche sind, dann dürfen sich all diese Überlegungen eingebunden fühlen in die Ummantelung Gottes.

 

Glaubensbilder

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Ringroller und Matrose jetzt mitten unter uns in der Krippe

Und da stehen mitten unter uns die Figuren der Krippe. Da sind die biblischen Personen wie der Prophet Bileam oder der Erzengel Gabriel, wie Elisabeth oder Josef und Maria. Und da sind die Menschen aus dem letzten Jahrhundert, die alle ihr Lebenswerk zu meistern hatten: Der Ringroller, der jüdische Apotheker, der Leyendecker, die Waisenkinder, die Nonne, die Prostituierte, der Heringsverkäufer, der Matrose, die Marktfrau, das Kinder-Jeckebääntchen, das Tanzpaar der Hellige Knäächte un Mägde, der Obdachlose, der Junkie, der Polizist… Und es sind Menschen da, deren Namen wir kennen, deren Schicksal ganz persönlich vor uns stehen kann: Crina, das Roma-Mädchen, David, der Flüchtling, die autistische Frau Diefenbach, die Textilkünstlerin Müller-Hermann, die Opernsängerin und unsere Küsterin Maria Brecht, die in der Gemeinde aktive Frau Färber, die Wäscherin Magret und der Lyskirchen-Pfarrer Gottfried Kirsch. Hinter jeder Figur und hinter jedem Namen steht ein Menschenlebensschicksal, das sich durch das ganze Leben auf den Weg gemacht hat bzw. weiter auf dem Weg ist. Im Leben möchten wir Sinn und Glück finden. Als Menschen auf dem Weg des Glaubens führt dieser Weg auf Gott zu. Diesen Weg gehen wir nicht wie im Nebel, sondern begleitet, angeleitet, ermutigt durch Jesus, den wir als den Christus bekennen.

Gemeinschaft der Glaubenden

Wenn wir zum Gottesdienst uns versammeln, zusammen mit diesen Zeuginnen und Zeugen des Lebens- und Glaubensweges der dargestellten Figuren, dann sind wir eingereiht in die unzählige Schar derer, die dem Stern einer unendlich liebenden Hoffnung folgen.

 

So wundert es nicht, dass Menschen sich im Gottesdienst trostvoll begleitet wissen auch durch diese ‚Wolke der Zeuginnen und Zeugen.‘ So wundert es auch nicht, dass Menschen gerne still in der leeren Kirche sitzen und plötzlich den Eindruck haben, als seien die Figuren beseelt, trostvoll beseelte Mitgeher durch eine für uns schwere Zeit.

 

Das Ziel des Weges ist in der Krippendarstellung dieses Jahres die Szene der Geburt Jesu. ER ist der Mitgeher und Hoffnungsträger, der Tröster, der Heiland – ER ist der Herr, der Jehoschua, der JHWH rettet.

Auf dem Weg

In unserem Glauben bewegen wir uns auf einem Weg dorthin. Es tut gut zu wissen, dass wir diesen Weg gerade jetzt in dieser herausfordernden Zeitgeschichte nicht nur alleine gehen müssen. Mit der Feier von Weihnachten haben wir alle das Ziel vor Augen: Jesus als den idealen Menschen nach dem Abbild Gottes zu finden, um in seiner Haltung ins Vertrauen auf Gott mehr und mehr zu reifen. Wir dürfen uns begleitet wissen und schon jetzt mitgetragen unter dem Schutzmantel Gottes. Darum verkündet der Krippenengel auch so seelenfroh: „Üch eß der Heiland jebore!“

Milieukrippe lyskirchen christmette lyskirchen weihnachten lyskirchen
Der Engel verkündet dem „Jeckebänchen“, dem Heringsverkäufer und dem Leyendecker: „üch eß der Heiland jebore“.

Krippendank

Herzlichen Dank dem Inspirator und Erbauer der Krippe, Benjamin Marx, und den ermöglichenden Handwerkern. Danke für die Idee und Gestaltung der diesjährigen Krippe. Wieder zeigt sich, dass die Krippe in St. Maria Lyskirchen eine Verkündigungskrippe, die auch eine Stütze auf dem Weg des Glaubens sein mag. Auch in diesem Jahr schenkt die Krippe vielen Freude und Ermutigung. Danke sehr.

Weihnachtsgottesdienste

Die Zuspitzung der pandemischen Situation hat nicht zuletzt nach dem Aufruf des vergangenen Sonntags manche erwogen, sich lieber vor der Versammlung mehrerer Menschen zu schützen. Bewegend war für mich, wie schon am Sonntag nach Lesen des Newsletters, sehr treue Mitfeiernde sich bereit gefunden haben, zurückzutreten, damit andere die Möglichkeit der Mitfeier hätten. Mich bewegt diese Bereitschaft, gerade weil ich weiß, wie wichtig die Mitfeier des Gottesdienstes diesen Menschen ist.

Es wir in der sich dann verkleinernden Runde eine eigene Art der Festfeier sein. Wir werden neue, vielleicht auch erhellende Erfahrungen machen: manche, indem sie eigene Formen des Hausgottesdienstes finden, wie schon in den Kar- und Ostertagen, andere, die eine sich anders als vertraut anfühlende Christmette erleben. Wir werden uns zu berichten haben. Und gut, dass wir dabei umeinander wissen und vereint sind in der Feier des einen Festgeheimnisses. Es ist schön, wenn nach Weihnachten von den Erfahrungen erzählt wird. Es erweitert sich unser Erfahrungsschatz, als Christen das Fest der Geburt Christi zu begehen.

Feier von Weihnachten

Das hohe Fest spielt sich liturgisch eine Woche lang aus. Besondere Akzente begleiten diese Woche: Am 2. Weihnachtstag begehen wir das Fest des ersten Diakons und Martyrers Stephanus. Es verbindet die dienende Liebe und die Hingabe im Zeugnis für diese Liebe.

 

Am 3. Weihnachtstag fallen in diesem Jahr das Fest der Heiligen Familie und das Fest des Apostels und Evangelisten Johannes zusammen. Wir werden den Johanneswein 2020 segnen … und für den Erhalt der Gemeinde gerne verkaufen. (In diesem Jahr müssen wir auf das miteinander Trinken des gesegneten Weines verzichten.)

 

Am 4. Weihnachtstag ist das Fest der unschuldigen Kinder. Es lehnt an an die Legende des Kindermordes von Bethlehem. Wir nehmen an diesem Tag besonders das Gebet für die heute geschundenen und missbrauchten Kinder auf.

 

Am 7. Weihnachtstag endet das Kalenderjahr. Wir feiern Danksagung und Bitte mit der Hl. Messe zum Jahresschluss. Um 23 Uhr findet ein Gebet um den Frieden statt.

 

Der 8. Weihnachtstag ist das Neujahrstag. (In diesem Jahr müssen wir leider auf die individuelle, persönliche Segnung verzichten.)

Seniorentreffen an der Krippe entfällt

Es ist eine schöne Tradition, dass sich die Senioren am Dienstag nach dem Fest der Hl. Drei Könige zu einer Messfeier, einer Krippenführung und einem gemeinsamen Kaffee treffen. Auch das muss in diesem Jahr leider ausfallen.

Kollekte an Weihnachten

Seit vielen Jahren halten wir mit allen Katholikinnen und Katholiken in Deutschland die Kollekte für das bischöfliche Hilfswerk ADVENIAT. Wie schon bei den anderen großen Kollekten dieses Jahres ist es auch möglich, dass Sie Ihren Beitrag auf das Konto der Kirchengemeinde überweisen. Das ist vor allem auch für die unter uns, die derzeit nicht am gemeinsamen Gottesdienst in St. Maria Lyskirchen teilnehmen.
Die Bankverbindung:

 

· KKGem. St. Maria Lyskirchen

· IBAN: DE96 3706 0193 0027 1770 18

· BIC: GENODED1PAX

· Stichwort: Adveniat

Danke für Ihr Mitwirken auch hier!

 

 

* Anmeldemöglichkeit zu den Gottesdiensten:

Vom 28. 12. bis 8.1.2021 ist das Büro nur begrenzt besetzt: Di und Fr von 9-12 Uhr und Do von 15-18 Uhr. Zu diese Zeiten sind telefonische Anmeldungen zum Gottesdienst möglich. Der Weg per Mail geht immer. pfarrbuero@lyskirchen.de

 

25.12.2020 - 31.12.2020

 

Weihnachten

Kollekte: Adveniat

 

Freitag (25.12):
18.00 Uhr Hochamt 
am 1. Weihnachtstag*

 

Samstag: (26.12.)
18.00 Uhr Hochamt -
am Stephanustag*

 

Sonntag: (27.12.)
18.00 Uhr feierliche Hl. Messe
in der Weihnachtsoktav*

Segnung des Johannesweins

 

Montag: (28.12.)
18.00 Uhr feierliche Hl. Messe in der Weihnachtsoktav

mit Gedenken für geschundene Kinder

 

Dienstag: (29.12.)
18.00 Uhr feierliche Hl. Messe in der Weihnachtsoktav

 

Mittwoch: (30.12.)
18.00 Uhr feierliche Hl. Messe in der Weihnachtsoktav

 

Donnerstag: (31.12.)
18.00 Uhr feierliche Hl. Messe zum Jahresabschluss*

23.00 Uhr    Friedensgebet – die Kirche ist bis 1 Uhr geöffnet

 

Freitag: (01.01.)
18.00 Uhr feierliche Hl. Messe zum Jahresbeginn*

 

Sonntag: (02.01.)
18.00 Uhr Hl. Messe der Gemeinde*

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Weitere:


* Wegen begrenzt zugelassener Teilnehmerzahl müssen Sie Ihre Mitfeier der Sonntagsmesse leider bitte bis jeweils Freitag 12 Uhr im Pfarrbüro anmelden:

                        

Montag-Mittwoch und Freitag von 9 – 12 Uhr, Donnerstag von 15 – 18 Uhr

Telefonisch: 0221/214615 oder per Mail: pfarrbuero@lyskirchen.de