Wort des Bischofs

Das gemeinsame Gebet verbindet!

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Wann geht es weiter?

M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)
M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)

In den letzten Tagen hat sich die Diskussion erhitzt, wann endlich auch die Religionsgemeinschaften wieder ihre Gottesdienstversammlungen abhalten können. Es wird auf das hohe Gut der freien Ausübung des Glaubens verwiesen. Es wird der Vergleich bemüht, dass Frisöre und Baumärkte offen sein dürfen – warum nicht die Kirchen zu ihren Gottesdienstversammlungen? Es ist ja auch nicht zu bestreiten, dass es vielen Glaubenden wirklich ein großes Anliegen ist, wieder Gottesdienst feiern zu dürfen.

Politische Verantwortung

Die politisch Verantwortlichen weisen auf die dringende Notwendigkeit, dass der Infektionsschutz unbedingt Vorrang haben muss. Kaum auszumalen, wie tief die Erschütterung eines Rückfalls in die Verbreitung des Virus auslöste, wenn wir die Geduld nicht aufbrächten, zu warten. Nun werden Möglichkeiten überlegt, wie man unter Wahrung des Infektionsschutzes dennoch eine gottesdienstliche Versammlung halten kann – bis hin zu den Vorschlägen, man könne ja einer Messfeier beiwohnen und auf lautes Gebet und gemeinsamen Gesang verzichten. Selbst die Reichung der Hl. Kommunion an Einzelne mittels einer Zange außerhalb des Gottesdienstes wird angedacht...

Gemeinde als Zelebrantin

Spätestens hier scheint es mir dringend, die Wiederaufnahme der gottesdienstlichen Versammlung nicht eng zu führen in eine Auseinandersetzung mit politischen Maßgaben, sondern auch theologisch zu bedenken, was eine Gottesdienstfeier ist. Seit dem II. Vatikanischen Konzil ist uns noch einmal ins Bewusstsein gebracht worden, dass der Gottesdienst nicht von einem Zelebranten gehalten wird, dem das gläubige Volk andächtig folgt. Die Gottesdienstversammlung ist wesentlich getragen von der ‚aktiven Teilnahme‘ (participatio actuosa) der Gläubigen. […]

 

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+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen, und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Mk 16, 9-15

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes  

In jener Zeit offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Joh 21, 1-14

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas     

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

Lk 24, 35-48

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus    

Nachdem die Frauen die Botschaft des Engelsvernommen hatten, verließen sie sogleich das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen. Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

Mt 28, 8-15

Die Frauen bringen Myrrhe zum Grab, doch der Engel verkündet ihnen, dass Christus auferstanden ist. Diese Szene malte Fra Angelico für die Zelle eines Mitbruders im Kloster San Marco in Florenz.
Die Frauen bringen Myrrhe zum Grab, doch der Engel verkündet ihnen, dass Christus auferstanden ist. Diese Szene malte Fra Angelico für die Zelle eines Mitbruders im Kloster San Marco in Florenz.

Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er mir gesagt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zuihm Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Joh 20, 11-18

"Er kam ihnen nahe ..." - Der Codex aureus von Echternach (ca. 1030): EMMAUS
"Er kam ihnen nahe ..." - Der Codex aureus von Echternach (ca. 1030): EMMAUS

Sie erkannten ihn, als er das Brot brach

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Lk 24, 13–35

Ostern in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner -2017-)
Ostern in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner -2017-)

Wir haben mit ihm nach seiner Auferstehung
gegessen und getrunken

 

Lesung aus der Apostelgeschichte.

 

In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: Dieser ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.

Apg 10, 34a.37–43

Strebt nach dem, was oben ist,
wo Christus zur Rechten Gottes sitzt

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Kolóssä.

 

Schwestern und Brüder! Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Kol 3, 1–4

Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat

+ Aus dem heiligen

Evangelium nach
Matthäus

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Mágdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

 

 

Mt 28, 1–10

 

 

 

Fällt aus?

zu Matthäus 28,1-10

 

Ostern fällt aus? Ja, für die meisten von uns fällt es dem Corona-Virus zum Opfer – zumindest in der Möglichkeit, es als Höhepunkt unseres Glaubens festlich in die aufgehende Sonne zu feiern. Wie zu erwarten, wiederhole ich diese Frage – und die Antwort ist ebenso wenig überraschend: Ostern fällt natürlich nicht aus. Wir begehen Ostern in diesem Jahr anders – und vielleicht nicht nur schlechter als sonst. Anders eben. Und dieses so unerwartbare ‚Anders‘ führt uns direkt in die Osterbotschaft, wie sie in der Überlieferung des Matthäus uns vorliegt.

 

Dieser Evangelist hat ein sehr breites Bild gezeichnet. Das, was er sagen will, ist unsagbar. Es handelt sich um Aussagen jenseits unserer Denkfähigkeit, eine Aussage jenseits von Raum und Zeit. Wir berühren die direkte Begegnung mit dem Göttlichen. Da versagt die Gabe der sprachlich exakten Erfassung. Das, was uns zugesagt wird, ist gewaltig existentiell und entzieht sich sogleich unserer Fassbarkeit – zumindest im herkömmlichen Sinne der Verfügbarkeit.

 

In welcher Verfassung die Gemeinde des Matthäus war, könnten wir wieder nur mutmaßen. In welcher Verfassung wir gerade sind, das spüren wir sehr deutlich. Ohne zu schwarz zu malen: Es geht wirklich um die Konfrontation mit einer Macht, die den Tod in sich trägt. Es geht um die damit verbundene Angst vor der Vernichtung. Es geht dann auch um die Frage nach dem Sinn unseres Lebens, wenn der Tod oder zumindest die Schatten des Todes unsere Lebensgewohnheiten so sehr einschränkend beeinflussen. Verherrlichung oder Verharmlosung des Todes haben hier keinen Platz. Wohl aber die Perspektive, mit der wir als Glaubende auf die endgültige Erfüllung unseres Lebens schauen.

 

Diese Erfüllung ist die Wiederverbindung unseres Lebens mit dem Schöpfer unseres Daseins. Die Genesis bekräftigt diesen göttlichen Anteil, den unser Leben ausmacht: ‚Da formte Gott, der HERR, den Menschen, Staub vom Ackerboden, und blies in eine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.‘ (Gen 2,7) Das, was Leben in uns ist, ist unendliches, göttliches Leben. Das, was unsere Sterblichkeit, unsere Vergänglichkeit ausmacht, ist der Ackerboden. Das sind kraftvolle Vergleichsbilder zur Deutung unseres Lebens. Der Tod ist nach diesem Verständnis ebenso Anteil unseres Menschseins wie die unsterbliche Lebenskraft Gottes auch.

 

Mit unserem Leben sind wir auf dem Weg zur Wiederverbindung mit dem Ursprung unseres Lebens. Wie benannt: Wir haben nur tastende Bilder, die dies Wirklichkeit benennen. In unserer aktuellen Lebenssituation steht uns diese Wirklichkeit des Bedrohten, des Vergänglichen so nahe, dass die Zusage des göttlichen Lebens uns vielleicht eher in Ferne oder gerade spürbar näher gerückt ist. In dieses Erleben hören wir die Osterbotschaft des Evangelisten Matthäus. Er erzählt, weil das die einzige Möglichkeit zu sein scheint, etwas annähernd in Sprache zu bringen, was unsagbar bleibt.

 

Die Geschichte lässt uns zwei Frauen begegnen – ‚Maria aus Magdala und die andere Maria.‘ Sie gehen zum Grab – wie Menschen, die den Schmerz der Begegnung mit dem Tod erfahren. Der Erzähler lässt aber die Erde beben, wie im Matthäusevangelium die Erde schon bebte beim Eintritt des Todes Jesu. Diese zerreißende Kraft ist hier schon keine Kraft der Vernichtung, sondern die Kraft des göttlichen Lebens. Der Tod Jesu hat – bei Matthäus – unmittelbar die Wirkung, dass ‚die Gräber sich öffneten und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, auferweckt wurden.‘ Der Erzähler verkündet sein Vertrauen auf die Übermacht Gottes gegen die Erfahrung der menschlichen Sterblichkeit.

 

Und diese Überzeugung spielt sich symbolträchtig in der Ostererzählung aus: Der Stein, Symbol des Todes, das Siegel des Grabes, wird vom himmlischen Boten wie mit leichter Hand weggewälzt. Wie ein Siegeszeichen setzt sich der Bote auf den Stein. So gewaltig die Todeswelt ist, so beherrschend erscheint die Macht des unendlich EWIGEN. Die Repräsentanten der Gewalt des Todes, die Wächter, ‚erbeben und waren wie tot.‘

 

Die Reaktion der Frauen am Grab: Furcht! Wie soll man menschlich verkraften, mitten in der Vereinnahmung durch die Todeserfahrung diese überstrahlende Gewissheit des göttlichen Lebens annehmen zu können. Der Bote lädt ein, sich den Todesort genauer anzuschauen, damit sie sehen, dass da kein Toter mehr zu finden ist. Was da mit Jesus passiert ist, wird nicht erzählt. Der Erzähler kann ja nur bildhaft sprechen von einer Erfahrung, nicht von der exakten Rekonstruktion eines historischen Vorgangs. Glaube ist, dass an Jesus die Macht Gottes sichtbar wird: Die Frauen suchten Jesus, ‚den Gekreuzigten‘. Dieser Jesus ist der sterbliche Mensch, der vor der Macht des Todes nicht verschont ist.

 

Aber, so die Gewissheit: Am Ort des Todes, im Grab, ist dieser Gekreuzigte nicht mehr zu finden. Gott, der EWIGE, lässt niemanden im Vergessen des Todes. Das müssen wir als Glaubende auch nach und nach verstehen lernen. In der Erzählung schauen die Frauen kurz ins Grab, wenden sich dann aber bewusst dem Leben zu. Sie werden beauftragt, diese Erfahrung des lebendigen Gottes zu den Jüngern, zu den Menschen zu tragen. Der Evangelist unterstreicht, dass die zunächst vermutlich zum Grab schreitenden Frauen nun zu den Jüngern ‚eilen‘. Gemeint ist das kraftvolle Rennen. Sie haben eine Erfahrung weiterzugeben, die nicht schnell genug weitergegeben sein kann. Bei besonders beglückenden, Leben wieder eröffnenden Nachrichten geht die Vermittlung nicht schnell genug.

 

Nicht im Grab begegnet den Frauen in der Geschichte der auferweckte Herr. Er begegnet auf dem Lebensweg der Frauen. Und in der konkreten Begegnung mit ihm können sie erfassen, was diese beglückende Nachricht bedeutet. Der Evangelist Matthäus (im Unterschied zu Johannes) gestattet den Frauen, den auferweckten Jesus anzufassen. Wie groß muss die Freude sein, in dieser Gewissheit bestärkt zu sein, dass der EWIGE der Gott des Lebens ist. Er ist der, von dem unser Leben seinen Ausgang nimmt. Er ist der, der uns wiederverbindet in seine Ewigkeit. Der Tod bleibt die Wirklichkeit allen Lebens, auch unseres Lebens. Das Leben und Sterben Jesu ist den Glaubenden zur befreienden Botschaft geworden, weil es diese Erfahrung des Auferweckten gibt. Wie alle Menschen, hat er den Tod erlitten. Wie alle, die aus Gott sind und zu Gott zurückfinden, ist er ‚der Erste der Entschlafenen‘, wie Paulus es im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth schreibt. (15,20)

 

Das ist eine Botschaft, die das Leben bewahrt vor der Sinnleere des Todes. Es ist ein Geschenk des Glaubens, in dieser Weise auf das Leben zu schauen und die Hoffnung und das Vertrauen zu sehen in dieser Wiederverbindung mit Gott. Wie das in Wirklichkeit aussehen wird, das entzieht sich unserer Beschreibbarkeit. Es ist aber angemessen, dass wir Bilder dazu haben, die unsere Vorstellungskraft nähren.

 

Die Erzählung des Matthäusevangeliums endet mit dem Hinweis Jesu: ‚Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.‘ Das Vertrauen in diese Vollendung unseres Lebens darf und muss reifen. Der Evangelist gibt uns das Leben Jesu mit an die Hand, sein Wirken in Galiläa. Mit dem, was dort von Jesus überliefert ist, werden wir Hilfen bekommen, schon im Leben den Todesschatten zu misstrauen und der Lebensliebe zu vertrauen. Matthäus betont, dass die Macht gegen die Todesschatten das Tun der Gerechtigkeit Gottes ist.

 

Diese Gerechtigkeit hat andere Maßstäbe als die derzeitige Welt sie hat. Unsere aktuelle Krise bringt vielen zu Bewusstsein, wie todbegünstigend so mache Formen der Ungerechtigkeit auf der Welt sind – Formen im privaten Umgang, Formen in den Strukturen der Gesellschaften, Formen in den Wertmaßstäben der Mehrung des Reichtums und der schonungslosen Ausnutzung der Erde.

 

Ostern fällt natürlich nicht aus. Die uns so lieben Feiern dieser Lebenszusage Gottes fallen – für die meisten - aus. Die Botschaft bleibt. Wir hören sie auf unserem Lebensweg mit dem Ziel der Wiederverbindung mit dem Ursprung, mit dem ewigen Gott. Ostern – jetzt mal nur als das Wortbotschaft zur Verfügung, nicht als die liturgische Feier – ist wieder ein solcher Punkt des Anhaltens, um sich vergewissern zu dürfen, dass Gottes Zusage für uns gilt: ‚Ich liebe Dich. Du bist ein Teil meiner Ewigkeit. Selbst wenn Du, Mensch, aus Staub bist und zu Staub zurückkehrst: Das göttliche Leben, der Lebensatem im Ackerboden, ist unzerstörbar. Vielleicht erreicht uns gerade in diesem Jahr diese Zusage der liebenden Zuwendung ganz besonders – Mut machend, Hoffnung nährend, Sinn gebend und durch schwere Zeiten mitgehend.

 

Jetzt sind wir eingeladen zum Leben vor der Ewigkeit – und dem dient u.a., Ostern einmal so anders, nicht unbedingt schlechter zu begehen.

 

Ein segnendes Ostern 2020

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 

ABGESAGT ....

Das 'Sonntagsblättchen' von Ostern 2020
Für alle, die auf das 'Sonntagsblättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden. Bei beidseitg, dann bitte auf die Einstellung "entlang der kurzen Seite spiegeln" achten ... dann klappts auch mit dem Drucker ;-)
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Osterlicht 2020 im leeren Raum

Entzündung der Osterkerze in Lyskirchen in der Osternacht 2020

Alle Foto Anna C. Wagner

  • Gottesdienstliche Feiern

Solange es sinnvoller Weise nicht erlaubt ist, sich mit mehreren zu versammeln, können wir auch nicht Gottesdienst miteinander feiern. Vielen ist das ein wirklich spürbarer Schmerz, eine wirkliche Entbehrung. Wie kostbar und das Leben mittragend und nährend diese Feiern sind, das wird noch einmal bewusster im Verzicht darauf. Einige berichten, wie sie in ihrer Hausgemeinschaft sich zu Gottesdiensten zusammensetzen. Manche haben so etwas noch nie gemach und sind auch beglückt, dass und wie es möglich ist. Manche finden zu einem Austausch über ihren Glauben, weil sie zusammen beten, die Hl. Schrift lesen. Manche sind fähig – nicht nur im Kreis der häuslichen Gemeinschaft – einander zu erzählen von dem, was ihren Glauben ausmacht, wie ihnen jetzt bewusster wird, dass der Glaube eine große Rolle in der Deutung ihres Lebens spielt. Das sind sehr kostbare, unsere Wahrnehmung erweiternde Erfahrungen, die aus der Krise wachsen.

 

Für die, die alleine leben, ist diese Zeit des Verzichts auf gemeinsame Gottesdienste teils sehr hart. Es fehlt die Gemeinschaft, die mitträgt. Manchmal reicht dann auch die geistige Verbindung nicht. Der nötige Verzicht ist dann wirklich ein Leiden.

 

  • Vertretende Gemeinde

Wie verabredet, findet zu den Zeiten, in denen wir eigentlich miteinander Gottesdienst gefeiert haben, ein sehr einfacher Wortgottesdienst in der Kirche statt. Wir sind dann eine Gemeindevertretung von 3-4 Menschen. Wir beginnen mit einer längeren Stille, in der wir uns geistig-geistlich versammeln mit denen, die sich zu dieser Zeit zuhause mit ihrem Gottesdienst anschließen. Wir lesen die Lesungen des Tages, beten den Antwortpsalm, hören das Tagesevangelium, halten Stille oder tragen die aufgeschriebenen Fürbitten vor. Mit einem Vater unser und einer Segensbitte für alle, die in diesem Gebet verbunden sind, endet diese kleine Liturgie. Wie schön ist, es, wenn wir wieder die volle Liturgie gemeinschaftlich feiern dürfen.

 

Der Psalm 42 kennt offenbar

eine solche Sehnsucht:

 

Meine Seele dürstet nach Gott,

nach dem lebendigen Gott.

 

Wann darf ich kommen

und Gottes Antlitz schauen?

 

[…]

 

Das Herz geht mir über,

wenn ich daran denke:

 

wie ich zum Haus Gottes

zog in festlicher Schar,

 

mit Jubel und Dank

in feiernder Menge.

 

Meine Seele, warum bist du betrübt

und bist so unruhig in mir?

 

Harre auf Gott,

denn ich erde ihm noch danken,

meinem Gott und Retter,

auf den ich schaue.‘

 

[…]

 

Für die Zeit, in der wir in Solidarität mit all denen, die auch keine Eucharistieversammlung leben können, müssen wir uns mit den stellvertretenden Gemeindemitgliedern begnügen. Sie können sich sehr gerne (auch mehrfach) melden, wenn Sie eine solche Stellvertretung übernehmen mögen:

0221 2570564 oder schnegg@lyskirchen.de

 

  • Spendendank

Da keine Gottesdienste gefeiert werden konnten, habe ich Sie gebeten, Ihre Spende am 5. Fastensonntag für Misereor, am Palmsonntag für die Stätten im Heiligen Land und am Gründonnerstag für das im Notel stattfindende Wintercafé an Sonn – und Feiertagen für obdachlose Drogenabhängige abzugeben bzw. zu überweisen.

 

Obwohl wir an den jeweiligen Tagen keine klassische Kollekte halten konnten, haben wir wieder sehr liebevoll freigebig für die Armen gespendet– die meisten auf dem Weg der Einzahlung auf das Konto der Kirchengemeinde. Bis jetzt wurden bestaunenswert zusammengetragen:

 

Misereor: 3.515,00 €

Hl. Land: 250,00 €

Wintercafé Notel: 9.075,00 €

 

Ich danke sehr für auch dieses überwältigende Zeichen der Solidarität – auch und gerade in eine Krisensituation, die uns alle betrifft. Von Herzen Dank! Mich bewegt, dass der Geist der diakonischen Liebe nach dem Beispiel Jesu sich auch in dieser großen Beschenkung zeigt. All das sind nachhaltig wirkende Zeichen dessen, was am Gründonnerstag im Ritus der Fußwaschung gemeint ist. Wie jemand, die von diesem Ergebnis hörte, zu recht sagte: Das ist für mich auch Ostern!

 

Bei wenigen haben wir die Adresse nicht, da sie in der Überweisung nicht angegeben war. Bitte melden Sie sich wegen einer Spendenbescheinigung im Pfarrbüro. (pfarrbuero@lyskirchen.de