Hungersnot im Jemen

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Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Keine Alternative für Deutschland

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

15. Sonntag im Jahreskreis

1. Lesung

Geh und rede als Prophet

zu meinem Volk Israel!

 

Lesung aus dem Buch Amos

 

In jenen Tagen sagte Amazja, der Priester von Bet-El, zu Amos: Geh, Seher, flüchte ins Land Juda! Iss dort dein Brot, und tritt dort als Prophet auf! In Bet-El darfst du nicht mehr als Prophet reden; denn das hier ist ein Heiligtum des Königs und ein Reichstempel. Amos antwortete Amazja: Ich bin kein Prophet und kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehzüchter, und ich ziehe Maulbeerfeigen. Aber der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!

 

 

Am 7, 12-15

 

 

2. Lesung

In Christus hat Gott uns erwählt

vor der Erschaffung der Welt

 

Lesung aus dem Brief

des Apostels Paulus an die Epheser

 

Gepriesen sei Gott, der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade. Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat: Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist. Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt; wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben. Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört, das Evangelium von eurer Rettung; durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt. Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen, der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden, zum Lob seiner Herrlichkeit.

 

 

Eph 1, 3-14

 

 

Er begann, die Zwölf auszusenden

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

 

Mk 6, 7-13

 

 

Gesendete

zu Markus 6,6b-13

Was wird die Zuhörerschaft der markinischen Gemeinde bewegt haben, als sie diesen Abschnitt des Evangeliums las? Wir können natürlich nur mutmaßen, weil wir es nicht mit Sicherheit sagen können. Vorstellbar ist, dass die Zuhörenden die Aussendung an die Zwölf als einen Sendungsauftrag an sich selbst aufgenommen haben. Sie haben einiges von Jesus gehört - wie in der Erzählung die Schüler Jesu schon einiges an Jesus erlebt haben. Jetzt sehen sie sich aufgerufen, nicht mehr nur in der Haltung der Hinschauenden und Zuhörenden sich zu wähnen, sondern selbst hinter Jesus herzugehen. Das ist vielleicht die Gemeindesituation, in die dieser Text fällt.

 

Markus erzählt uns, dass Jesus - nachdem er in seiner Heimat auf Unglauben gestoßen war - in die benachbarten Dörfer geht, um dort zu lehren. Der Evangelist benennt nicht weiter, welche Inhalte Jesus verkündet hat. Es wird nach wie vor um das gehen, was bei Markus als erster öffentlicher Ausspruch Jesu überliefert ist: ‚Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.‘ (1,15) Inhalt der lehrenden Worte und der bezeugenden Taten Jesu ist der Hinweis, wie Menschen die Gottesbeziehung finden. Aus dieser Beziehung wird Heil und Heilung kommen. Die Antwort des Menschen heißt: Orientiere dich neu, kehre um. Und diese Orientierung ist das Evangelium. Evangelium sind die Heilsbotschaft und die Person Jesu selbst.

 

In unserem Erzählabschnitt werden die Zwölf von Jesus ausgesandt. Für die zuhörende Gemeinde können das die in der Gemeinde besondere Ämter und Verantwortung Tragenden sein; es können sich aber auch die normalen Gemeindemitglieder angesprochen sehen. Jede und jeder aus dem Kreis der Schülerschaft Jesu mag sich aufgerufen sehen, Zeugnis zu geben vom nahe gekommenen Reich Gottes. Dieser Inhalt steht über allem - ehe der Aufruf ergeht, umzukehren und dem Evangelium Glauben zu schenken. Wenn der Ruf nach Umkehr zuerst betont wird, bekommt er leicht einen moralisierenden Unterton. Grund zur Umkehr, zur neuen Orientierung im Leben, ist aber die Zusage, dass die Nähe Gottes in Jesus greifbar geworden ist und auch greifbar bleibt. Das Reich Gottes, die Gegenwart Gottes, ist bleibend. Sie ist sichtbar in der Nachfolge Jesu.

 

Zu zweit sollen sie gehen. Das dient einerseits der gegenseitigen Bestärkung, sich auf den Weg der Neuorientierung zu machen und davon zu erzählen; andererseits dient es aber auch der Bekräftigung des Zeugnisses, das sie abgeben. Für die zuhörende Gemeinde mag das ebenso ein hilfreicher Hinweis sein: Ich muss nicht alleine Zeugin/Zeuge meines Gottvertrauens sein. Ich darf mich stützen auf die, die mit mir Zeugnis unseres Zutrauens in Gottes Gegenwart und Gemeinschaft mit uns geben. Und bei zweien ist es gut zu wissen, dass immer einer da ist, der das Zeugnis aufrechterhalten kann, wenn die eigene Glaubensgewissheit ins Schwanken gerät.

 

Und dann kommen Richtlinien, die eine große Radikalität verlangen. Es geht darum, auf so vieles als Reisegepäck zu verzichten, was uns gewöhnlich unterwegs in einer gewissen Sicherheit hält. Die Beispiele der Evangelienerzählung sind an die kulturellen Bedingungen der Entstehungszeit gekoppelt. Der Wanderstab ist Symbol für die Stütze, aber auch für die Möglichkeit, sich gegen wilde Tiere und Wegelagerer zu verteidigen. Das Brot bezeichnet die Sicherheit, immer etwas zum Essen dabei zu haben, wenn es mal keine Unterkunft geben sollte. Die Vorratstasche diente als Möglichkeit, unterwegs Gaben zu sammeln, die den Bedarf an Lebensmitteln deckten. Der Gürtel sicherte die Geldmünzen. Das zweite Hemd wird das Übergewand gewesen sein, das man als Schutz vor Kälte, aber vor allem auch als Nachtlager verwandte. Und die Sandalen an den Füßen schützen die Füße auf einem zu steinigen Weg.

 

Diese Vorschriften sind schon in einer Überlieferungssammlung (der Logienquelle) aufgezählt, die älter ist als das Markusevangelium. Interessant zu verfolgen ist, dass da - anders als bei Markus - die Bedingungen noch verschärfter benannt sind. Da sind auch Wanderstock und Sandalen nicht erlaubt. Diese ‚Aufweichung‘ der Prinzipien ist wohl der Erweiterung des Einzugsgebietes der Überlieferung zu verdanken. Während die Logienquelle noch in einem sehr engen Raum sich bewegte, ist die Ausbreitung des Evangeliums zur Zeit des Markus schon über einen engen Raum in Galiläa hinaus. Vermutlich haben die anders gearteten Lebensbedingungen es nötig gemacht, die Erzählung den Gegebenheiten anzupassen. Man kann es als bedauerliche Aufweichung der Radikalität der Forderungen des Evangeliums ansehen; man kann es aber auch als Ermutigung begreifen, die Worte und Weisungen Jesu in die jeweilige kulturelle und soziale Wirklichkeit zu übersetzen. Damit sind die zu vermutenden ursprünglichen Anweisungen Jesu (wie in der Logienquelle überliefert) nicht als Gesetzesanordnung zu verstehen, sondern als Richt - Linie.

 

Wo eine Richtlinie, da ist aber auch ein Grundanliegen zu wahren. Das Grundanliegen besteht in unseren Weisungen hier darin, sich in der Sendung durch das Evangelium ganz und gar auf Gott zu verlassen. In der Bildsprache der Weisung unseres Textes heißt das, sich in der Versorgung mit den alltäglichen Lebensmitteln auf Gott zu verlassen. Es wird nicht sein, dass Manna vom Himmel regnet, wenn wir Hunger bekommen. Aber es gibt die vielfältige Erfahrung, dass Menschen unterwegs sich auf Mitmenschen verlassen dürfen, die sie mitversorgen. Immer wieder machen sich Frauen und Männer auf den Weg, um die Erfahrung zu machen, dass die ängstliche Vorsorge nicht bestimmend sein muss. Immer wieder gehen Leute als z.B. Exerzitien ohne Geld, ohne Proviant, ohne Vorratstasche auf den Weg und werden beschenkt von der Gastfreundschaft anderer Menschen. Der gelegentliche Verzicht auf diese Vorsorge wird zum Zeugnis einer größeren Gelassenheit, sich anderen Mitmenschen anzuvertrauen. In der Sprache der Bibel heißt das, sich Gottes Sorge um uns anzuvertrauen.

 

Bedenkenswert kann es für uns sein, was es denn hieße, ohne große Absicherung und Vorsorge sich auf den Weg zu machen, Zeugin und Zeuge des Evangeliums Gottes zu sein. Für uns hieße es vielleicht, ohne Dauererreichbarkeit sich einmal dem Leben zu überlassen. Das dürfte gar nicht mehr so einfach sein. Und wenn wir es probierten, dann ginge es weniger darum, sich eine relative, vorübergehende Unabhängigkeit von elektronischen Geräten zu beweisen. Es geht um die Freiheit, sich der Gottesbegegnung, der Wirklichkeit ‚Reich Gottes‘, zu öffnen und vielleicht gar davon erzählen zu können. Gesendete sind wir.

 

Eine weitere Weisung in unserem Textabschnitt mahnt, in dem Haus zu bleiben, in dem wir eingekehrt sind. Dahinter steht die menschliche Praxis, gerne wechseln zu wollen, wenn sich etwas Bequemeres bieten sollte. Das war offenbar schon zur Zeit Jesu und zur Zeit des Evangelisten eine menschliche Eigenschaft. Dahinter steht das Wissen, dass nicht der Bote im Brennpunkt des Geschehens zu sehen ist, sondern die Botschaft, für die er sich gesendet weiß.

 

Und dann folgt eine so entlastende Weisung: ‚Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.‘ Das Entlastende ist, dass die Hinführung zur oder das Mitgehen in der Gottesbeziehung, nicht mit Zwang und Überforderung einhergeht. Es geht um die Erfahrung des Reiches Gottes. Dem Gegenüber muss die Möglichkeit gegeben bleiben, diese Botschaft nicht hören und nicht annehmen zu wollen. Auch das ist eine Haltung des Gottvertrauens. So Gott will, wird er sich dem Menschen zu erkennen geben - in welchen Zeichen und Namen auch immer.

 

Das mit dem Abschütteln des Staubes hat verschiedene Deutungen. In der nicht revidierten Fassung der Einheitsübersetzung wird noch vom ‚Zeugnis gegen sie‘ gesprochen, was wie eine hämische Vorfreude auf die Abrechnung im Gericht gedeutet werden könnte. Das Abschütteln des Staubes ist ein Zeichen, sich aus der Verantwortung zu lösen, diesen Menschen das Reich Gottes verkünden zu müssen. Es ist auch ein Zeichen der Beendigung der Gemeinschaft. Das kann ein Ausdruck der Klarheit und Entschiedenheit sein. Auch das kann den Charakter eines Schülers des Evangeliums ausstrahlen. Dabei kann die Achtung vor dem Anderen und seiner Andersartigkeit gewahrt sein, ohne die eigene Klarheit der Zugehörigkeit zum Evangelium zu verschleiern.

 

Der Evangelienerzähler Markus lässt uns wissen, dass die Gesendeten sich auf den Weg machen. Sie rufen Menschen zur Neuorientierung. Das scheint viele von ihren Besetzungen (Dämonen) befreit zu haben und manchen Heilung von Krankheit geschenkt haben.

 

Wir könnten uns als Gesendete einer Botschaft verstehen, die Menschen zu einem Mehr an Freiheit, an Selbstbestimmung und Würde und Würdigung ermutigt - aus der Zusage Gottes.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

15.07.2018 - 22.07.2018

15. Sonntag im Jahreskreis:

11.00 Uhr Taufe
19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Versöhnung

der Religionen und Kulturen

 

Freitag:

18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta

Anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

16. Sonntag im Jahreskreis:

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

NOTEL

Victoriastr. 12

50668 Köln

Heilige Messe im NOTEL
jeweils dienstags und donnerstags 
um 18.45 Uhr

35. Lesenacht

in Lyskirchen

Die 35. Lesenacht in Lyskirchen ist am 17. November 2018 um 19 Uhr.

 

Gelesen wird das Buch Daniel.

 

Einleitung durch Dr. Fleischer ist am 29.8.2018, 19 Uhr im Pfarrsaal.


LYSKIRCHENSonntag

- herzlich Dank für 596,04 €, die wir am vergangenen Sonntag für unsere Kirche - die Gemeinde und den Bau - zusammengetragen haben. 

 

Zum pastoralen Zukunftsweg

in unserem Erzbistum

 

Kurzinformation aus dem Diözesanpastoralrat:

Neue Etappe des Pastoralen Zukunftswegs Wichtige Zukunftsfragen des Erzbistums Köln werden jetzt in fünf Arbeitsfeldern bearbeitet. Das hat der Diözesanpastoralrat bei seiner jüngsten Tagung am 29./30. Juni in Bensberg beraten und damit die nächste Etappe auf dem Pastoralen Zukunftsweg gestartet. Themenbereiche wie Kirche vor Ort, Vertrauensarbeit, Aus- und Weiterbildung, Kommunikation und Effizienz sollen mit Beteiligung aus Gemeinden, Verbänden, Gremien und kirchlichen Einrichtungen erarbeitet und die Ergebnisse wieder im Diözesanpastoralrat diskutiert werden. Informationen, Tagungsunterlagen und weitere Materialien stehen auf der Internetseite des Erzbistums www.erzbistum-koeln.de bereit. 

 

Brief unseres Erzbischofs an die Gemeinden

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Am 29. und 30. Juni kam in Bensberg der Diözesanpastoralrat zu einer Klausurtagung zusammen. Auf der Tagesordnung standen wichtige Zukunftsfragen unseres Erzbistums: Wie lässt sich flächendeckend eine gemeinsame geistliche Kultur anregen? Welche Unterstützung und Begleitung brauchen Christinnen und Christen, damit sie eine solche Kultur fördern? Wie werden kirchliche Einrichtungen, zum Beispiel Kindertagesstätten, zu Glaubensorten, an denen die Menschen etwas von unserer christlichen Hoffnung erfahren? Und wo sollten wir in der Pastoral etwas Neues versuchen?

 

Die Tagung stand unter dem Motto „Gott lässt wachsen - Mutig mit Christus in die Zukunft“. Und tatsächlich wurde in dem Gremium etwas von dieser Zuversicht spürbar, als es darum ging zu beraten, wie wir Antworten auf die drängenden Fragen finden. Dazu bedarf es vor allem einer Haltungsänderung bei uns allen: Wir müssen von der versorgten zu einer mit-sorgenden Kirche werden. Jeder Christ ist durch Taufe und Firmung berufen und gesendet. Wir alle haben den Auftrag, das Evangelium weiterzusagen.

 

Ich bin über dieses Beratungsergebnis sehr froh, denn es ist ein deutliches Aufbruchssignal. An den Themenfeldern wie Kirche vor Ort, Vertrauensarbeit, Aus- und Weiterbildung, Kommunikation und Effizienz sollen sich möglichst viele Kirchenmitglieder aus Gemeinden, Verbänden, Gremien und kirchlichen Einrichtungen beteiligen. Dazu werden Sie in den kommenden Monaten weitere Informationen erhalten.

 

Ich lade Sie alle jetzt schon ein, sich auf dieser Etappe des Pastoralen Zukunftswegs mit aufzumachen und zu beteiligen. Bringen Sie sich ein mit Ihren jeweiligen Gaben, die Gott einem jeden von uns geschenkt hat, damit wir miteinander seine Kirche bauen.

 

Mich ermutigt dabei, dass so viele Menschen Vertrauen haben und mutig aufbrechen; dass wir miteinander die Zukunft gestalten können und Christus uns dabei begleitet. Deshalb müssen wir uns davor nicht fürchten. Denn wir dürfen an eine wachsende Kirche glauben, weil Gott selbst es ist, der wachsen lässt. Das aber funktioniert nicht ohne uns: Wir sind es, die den Samen ausbringen müssen. So erbitte ich für Sie alle, für unseren gemeinsamen Zukunftsweg und für unser Erzbistum den Segen Gottes, der mit uns geht.

 

Ihr Rainer M. Cardinal Woelki,
Erzbischof von Köln

 

 

 

Köln, den 4. Juli 2018

 

 

 

 

 

ENDE