Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Das Christkind
kommt immer!

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

23. Sonntag im Jahreskreis

9. September 2018:

1. Lesung

Die Ohren der Tauben öffnen sich;

die Zunge des Stummen jauchzt auf

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe. Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen.

 

Jes 35, 4-7a

 

 

2. Lesung

Hat Gott nicht die Armen auserwählt,
um sie zu Erben des Königreiches zu machen?

 

Lesung aus dem Jakobusbrief

Meine Brüder, haltet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, frei von jedem Ansehen der Person. Wenn in eure Versammlung ein Mann mit goldenen Ringen und prächtiger Kleidung kommt, und zugleich kommt ein Armer in schmutziger Kleidung, und ihr blickt auf den Mann in der prächtigen Kleidung und sagt: Setz dich hier auf den guten Platz!, und zu dem Armen sagt ihr: Du kannst dort stehen!, oder: Setz dich zu meinen Füßen! - macht ihr dann nicht untereinander Unterschiede und fällt Urteile aufgrund verwerflicher Überlegungen? Hört, meine geliebten Brüder: Hat Gott nicht die Armen in der Welt auserwählt, um sie durch den Glauben reich und zu Erben des Königreichs zu machen, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?

 

Jak 2, 1-5

 

 

Evangelium vom Sonntag

Er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit verließ Jesus das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis. Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit, und er konnte richtig reden. Jesus verbot ihnen, jemand davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr machten sie es bekannt. Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.

 

Markus 7, 31-37

Gedanken zum Evangelium

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zu Markus 7,31-37

Wieder eine Heilungsgeschichte. Theologisch unterstreicht sie, dass Jesus der ‚Sohn Gottes‘, der ‚Messias‘ ist, denn durch ihn wirkt das heilende Handeln Gottes. Das ist leitendes Motiv des Markusevangeliums, davon Zeugnis zu geben. Und für die fromme jüdischen Zuhörenden der Zeit des Markus wird wahr, was der Prophet Jesaja als wunderbare Verheißung des Heils für Israel verkündet hat: ‚Sie werden die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes ... Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet ... Ewige Freude ist auf ihren Häuptern, Jubel und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.‘ (Jes 35,2.5.10)

 

Die Episode der Heilung des Taubstummen findet sich in der Erwartung, dass die Begegnung mit dem Christus Jesus und damit die Begegnung mit Gott Heil schafft, Kummer und Seufzen lösen kann. Frucht dieser Begegnung ist die Wiederberührung mit den Lebensmöglichkeiten. Und das gibt Grund zu Jubel und Freude.

 

Einen weiteren Hinweis hinterlässt uns der Evangelist: Die heilende Zusage Gottes ist nicht alleine auf das Volk Israel beschränkt. Die Begegnung Jesu mit dem Taubstummen geschieht im heidnischen Land der Zehnstädte (Dekapolis). Gottes Wirken kennt keine Grenze - weder die eines Volkes noch die einer Weltanschauung. Der Evangelist lädt ein, sich vertrauend auf Jesus einzulassen, um etwas von der schöpferischen Heilszusage Gottes erfassen zu können.

 

Für sich betrachtet, im Schutzraum frommer Gedanken, mag das Hoffnung und Zuversicht nähren. Viele Menschen werden sich nicht in einem solchen Schutzraum wissen. Wie kann diese Erzählung hilfreiche Stärkung sein? Damit verbunden steht die Frage wieder im Raum, was wohl die Zuhörerschaft des Markus beschäftigt haben mag? Daran anknüpfend bleibt die Überlegung, zu welchen Gedanken unserer Lebenswirklichkeit diese Geschichte eine Unterstützung und Stärkung sein kann. Dabei ist uns bewusst, dass alles unter der Voraussetzung steht, dass wir Gott glauben und dass wir Jesus als seinen Messias glauben können.

 

Die Geschichte erzählt von einem Taubstummen. Körperliche Einschränkungen haben meist sozial isolierende Begleiterscheinungen. Das ist in unserer Episode nicht so einschneidend, denn da gibt es Leute, die diesen Menschen zu Jesus bringen. Dieser Mann ist taub und kann - vermutlich wegen der Hörhinderung - nicht genau artikulieren. Er kann nicht anders als stammeln. Wie wir später erfahren, ist diese Behinderung nicht alleine als eine gesundheitliche Sonderentwicklung zu deuten. Die Taubstummheit wird der Macht eines Dämons zugeschrieben: denn die Zunge des Mannes war ‚in Fesseln‘. Für die Hörerschaft des Markus war das ein eindeutiger Hinweis, dass hier Mächte gegen das Leben mit am Werke sind.

 

Mit diesen Mächten gegen das Leben haben Menschen offenbar immer zu kämpfen. Aufgeklärte Gesellschaften nennen das nicht ‚Dämonen‘, aber sie kennen die Bemächtigungen des Bösen. Wir können uns keine Welt vorstellen, in der alleine die Macht Gottes herrscht. Mit der Macht Gottes verbinden wir alles, was das Leben aufbaut und stärkt und zur Entfaltung bringt. Biblisch wird damit auch die Vorstellung des Reiches Gottes verbunden: Wenn die Vollendung der Macht Gottes sichtbar sein wird, dann hat das Leben Zerstörende keine Macht mehr. Jesu Wirken wird als Anbruch des Reiches Gottes gewertet. Sein Handeln hat die Wirklichkeit der Macht des Bösen nicht zerstört; aber das Wirken Jesu hat unauslöschliche Zeichen hinterlassen, an denen die Macht Gottes zum Tragen kommt. Sich in diese Bewegung des Handelns Jesu einzubringen bedeutet, dem Reich Gottes mehr an zeichenhafter Gegenwart zum Ausdruck zu verleihen.

 

Wie kommt es dann, dass die Lebenshinderung Taubstummheit zum Bild für die Macht des Widerlebens wird? Taubstummheit löst bei den Nichtbetroffenen die Vorstellung einer Isolation aus. In seiner tiefenpsychologischen Deutung dieser Wundererzählung spricht Eugen Drewermann davon, dass dieser Mensch mundtot ist - gemacht worden ist? Im Stammeln der Sprache kann auch eine Angst und grundlegende Verunsicherung in Begegnungen bezeichnet sein. Jemand traut sich nicht mehr, offen und kraftvoll zu reden, weil er die Erfahrung der Abwertung aufgezwungen bekommt: ‚Schweig, sei still, deine Worte zählen nicht, was redest du immer für einen Unsinn, verschone uns mit deinem Gerede‘. Es wird uns nicht schwerfallen, solche Verunsicherung der ursprünglichen Lebenslust mit der Behinderung der Sprachfähigkeit zu verbinden. Solche Zurücksetzungen haben Isolation im Schlepptau. Menschen werden durch andere Menschen in sich zurückgedrängt - bis zu einer Verstummung vor der Lautstärke und Gewalt missbrauchter Sprachmacht.

 

Auf diesem Hintergrund der Deutung der Hinderung des Taubstummen als einem zum Weghören und Stammeln Verurteilten werden die Handlungen Jesu ebenso symbolträchtig. Er nimmt den Gehinderten aus dem bisher geltenden Umfeld, das den Menschen vielleicht in Unterdrückung gehalten hat: ‚Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg.‘ Das erste heilende Moment liegt in der direkten Zuwendung von Mensch zu Mensch. Es wird Schutzraum geschaffen, dass jemand Zutrauen finden kann, nichts Falsches, nichts unmittelbar Zurückweisendes zu sagen.

 

Jesus legt ihm die Finger in die Ohren, berührt das, was wund und heillos ist. Auch das ein Bild für die bewusste Zuwendung auf den Einzelnen hin: Da, wo der Schmerz ist, da geschieht solidarische, mitleidende Berührung. Die Zunge wird ebenso berührt - mit Speichel. Für uns ist das eher abschreckend, für die Zeit der Entstehung dieser Geschichte ist das ein bekanntes Mittel zur Heilung.

 

Bis hierhin in der Erzählung können die Zuhörenden sich auf die Wunderkraft Jesu bannen lassen. Jetzt aber unterstreicht der Evangelist, dass der Blick auf Gott selbst zu richten ist. Lebenskraft kommt von Gott. Daher erzählt Markus: ‚Danach blickte er (Jesus) zum Himmel auf.‘ In und durch Jesus wird die Kraft Gottes gegenwärtig. Dann aber auch die Unterstreichung, dass der Mensch Jesus so gegenwärtig, so solidarisch menschlich ist: Das Leiden des Anderen berührt ihn. So ergreifend mitfühlend hören wir, dass Jesus ‚seufzt‘. Es ist ein Elend, dass die Macht des Leben Hindernden so sehr die Menschen quälen kann! Wie sehr müssen wir heute beklagen, dass die Gleichgültigkeit und auch die Ohnmacht vor der Überflutung so vieler Unrechtserfahrungen in der Welt uns lähmen können, solidarisch zu seufzen mit den Leidenden.

 

Dann kommen die befreienden Worte Jesu in die Szene: ‚Effata!, das heißt: Öffne dich!‘ Bleiben wir in der symbolischen Deutung des Heilungsgeschehens, so ist der Wille Jesu: In all diese Abgeschlossenheit und Kerkerung der eigenen Lebenskraft möge sich Öffnung zum Leben, zur von Gott geschenkten Lebenskraft eröffnen! Wir haben eine Vorstellung, wie befreiend so etwas sein kann, wenn die Zunge gelöst ist und der Mensch frei sich äußern darf. Im biblischen Erzählen geschieht diese Lösung, weil die Lebenshinderer, die Dämonen, keine Kraft mehr haben. Wenn sie einen Menschen verlassen oder - wie in unserer Erzählung - die Fesselung der Zunge aufgeben und den Körper verlassen müssen, dann bewirkt das das Vertrauen in Gottes Lebenskraft. Die Lebenshinderer haben das Vertrauen in diese Kraft Gottes isoliert oder besetzt. Die Begegnung mit Jesus hat offenbar Menschen dazu ermutigen können, wieder Vertrauen in die größere Kraft Gottes zu setzen - trotz der Wirklichkeit der Macht des Bösen in der Welt.

 

Als Zuhörende dieser Geschichte mag uns das treffen: Wir kennen die Macht des Bösen. Viele sehen sich mehr und mehr in die Verängstigung durch die Macht des Bösen getrieben. Der Evangelist hat aufgrund der Überlieferung vom Leben Jesu die Überzeugung gefunden, dass sich das Vertrauen auf Gott als Macht gegen die Gewalt des Bösen lohnt. Was das für uns bedeuten könnte, muss als Antwort vielleicht erst noch reifen. Wir kennen auch heute Menschen, die den Mund aufmachen gegen das Unrecht, gegen Unterdrückung, Abwertung und Vernichtung. Sie machen nicht nur den Mund dagegen auf. Sie setzen ihr eigenes Leben mit ein - nicht, weil sie sich gerne in Gefahr begeben, sondern weil sie zutiefst berührt sind von der Überzeugung, dass das Vertrauen auf Gott Leben eröffnet. Wenn wir solche Menschen kennengelernt haben, werden wir begreifen, dass es eine solche aus der Isolation, aus dem Verstummen, aus dem verängstigten Stammeln öffnende Kraft wirklich gibt. Das sind oft auch Menschen, die das bei Jesus gelernt haben, ein Lernen vielleicht über ein ganzes Leben hin.

 

Am Ende kann der Evangelist bezeugen: Wo wir das erleben, da sind Staunen, Dank und Lobpreis angesagt - ein Empfinden wie die direkte Berührung mit der göttlichen Kraft.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Termine in Lyskirchen

09.09.2018 - 16.09.2018

23. Sonntag im Jahreskreis:
19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung

der Religionen und Kulturen

 

Freitag:

18.00 Uhr Wortgottesdienst
in der Krypta

Anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

24. Sonntag im Jahreskreis:
19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

NOTEL

Victoriastr. 12

50668 Köln

Heilige Messe im NOTEL
jeweils dienstags und donnerstags 
um 18.45 Uhr

35. Lesenacht

in Lyskirchen

Die 35. Lesenacht in Lyskirchen ist am 17. November 2018 um 19 Uhr.

 

Gelesen wird das Buch Daniel.

 

 


Aus der Gemeinde

Gedenken des Hl. Maternus

Am kommenden Dienstag begeht die Kölner Kirche das Fest des Hl. Maternus. Er gilt als erste Bischof von Köln. Unsere Kirche hat einen besonderen Bezug zu diesem Heiligen. Der Legende nach soll er an dem Ort der Krypta unserer Kirche seine Lebenszelle gehabt haben.

 

Bis ins 19. Jahrhundert gab es daher in unserer Kirche eine Maternus-Wallfahrt in der Woche seines Namensfesttages

ENDE