Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Keine Alternative für Deutschland

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615

 

  • email: PFARRBÜRO Öffungszeiten des Pfarrbüro: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 9.00 bis 12.00 Uhr und Donnerstag: 15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Palmsonntag 2018

Palmprozession Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Palmprozession Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
  • Sonntag,  25.03.2018 ist der 84. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 281 Tage bis zum Jahresende.

25.3.1958: Atomwaffen-Debatte in der Bundesrepublik

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages machten es sich nicht leicht: Im März 1958 wurde vier Tage lang hitzig und kontrovers diskutiert, dann billigte die Mehrheit des Parlaments die Bundeswehr mit Atomwaffen auszurüsten.

 

Begründet wurde dies vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer mit der Expansionspolitik der Sowjetunion. So lange der sowjetische Staats- und Parteichefchef Nikita Chruschtschow die Absicht habe, die Einigkeit des Westens zu zerstören, sei es die Pflicht der Bundesrepublik und ihrer Verbündeten, alles zu tun, um die politische und militärische Einheit des Westens zu erhalten.

Seid Hirten mit dem 'Geruch der Schafe', dass man ihn riecht -, Hirten inmitten ihrer Herde und Menschenfischer."

 

Papst Franziskus in der Messe am Gründonnerstag 2013

Auch Lyskirchen ist Teil des 'Sendungsraum Köln-Mitte'

Ab dem Spätsommer wird der bisherige Kölner Generalvikar Dominik Meiering die Leitung der Kölner Innenstadt-Pfarreien mit Sitz an Sankt Agnes übernehmen.
Ab dem Spätsommer wird der bisherige Kölner Generalvikar Dominik Meiering die Leitung der Kölner Innenstadt-Pfarreien mit Sitz an Sankt Agnes übernehmen.

Ich hoffe, ich finde offene Herzen bei den Menschen, denen ich jetzt begegnen werde. Die Bereitschaft, wirklich auf Augenhöhe miteinander die Herausforderungen in den Blick zu nehmen und auch die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen. Ich bin dazu jedenfalls bereit und wenn das ein Wunsch sein darf, dann würde ich mich darüber sehr freuen, wenn das gelingen könnte."

 

Das ganze Interview >>>

 

Auf Sankt Agnes kann das katholische Köln stolz sein

Zwischen den beiden Weltkriegen war die Pfarrei Sankt Agnes mit 25 000 Katholiken die größte der Stadt Köln. Dem Pastor standen fünf Kapläne zur Seite, es gab ein reges Vereinswesen - bis das Nazi-Regime das Gemeindeleben drastisch beschnitt. Dafür entwickelte sich im Sprengel von St. Agnes ein Zentrum des geistigen Widerstandes: Die Verbandsführung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung mit Prälat Otto Müller, Bernhard Letterhaus und dem selig gesprochenen Nikolaus Groß arbeitete vom Ketteler-Haus aus über Jahre gegen die nationalsozialistischen Machthaber. Als Folge des fehlgeschlagenen Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 wurden Letterhaus und Groß in Berlin-Plötzensee hingerichtet, Müller starb im Polizeikrankenhaus Berlin-Tegel.


Offen und authentisch:

Kölns neuer

Generalvikar im Interview

Msgr. Markus Hofmann wird der neue Generalvikar von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. In einem ersten Interview mit DOMRADIO.DE Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen spricht er über seine neue Aufgabe.

Monsignore Bosbach über den geplanten "Sendungsraum Köln-Mitte"

Der "Sendungsraum" bietet auch die Chance, zu schauen, ob wir gemeinsam weiße Flecken entdecken und wo wir noch etwas tun können. Ich denke zum Beispiel an niederschwellige Zugänge für Menschen, die jetzt noch keinen Bezug zur Eucharistiefeier haben, die aber vielleich doch ein erstes oder neues Interesse am Christentum haben und da nach guten Wegen suchen, wo sie andocken können. Ich glaube, da können wir in Köln als einer so wichtigen katholischen Stadt noch viel gemeinsam entwickeln."


Man muß Ideen die Chance geben,
sich zu verwirklichen.

Thomas Alva Edison(1847 - 1931)

Palmsonntag 2018

1. Lesung

Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen,
doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

Jes 50, 4-7

 

2. Lesung

Christus Jesus erniedrigte sich;

darum hat ihn Gott über alle erhöht

 

Lesung aus dem Brief an die Philipper

 

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: „Jesus Christus ist der Herr“ - zur Ehre Gottes, des Vaters

Phil 2, 6-11

 

 

Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Es war einige Tage vor dem Osterfest Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus. Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor uns liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn; er lässt ihn bald wieder zurückbringen. Da machten sie sich auf den Weg und fanden außen an einer Tür an der Straße einen jungen Esel angebunden, und sie banden ihn los. Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden? Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. Sie brachten den jungen Esel zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier, und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf der Straße aus; andere rissen auf den Feldern Zweigen von den Büschen ab und streuten sie auf den Weg. Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe!

 

Mk 11, 1-10

 

 

Feiernde Annäherung

Für viele ist der Weg des Glaubens eine fortdauernde Annäherung. Annäherung auf Gott zu und Annäherung an die große Zusage, dass Gott von sich aus immer schon da ist. Immer wieder geht es um das Vertrauen, den Zeuginnen und Zeugen der Gegenwart Gottes zu glauben. Manchmal bringen uns erschütternde Erfahrungen um dieses Vertrauen, manchmal weigert sich unser Verstand, sich darauf einzulassen. Ohne eine Grundentscheidung, Gott als Wirklichkeit zu bejahen, kommen wir nicht weiter. Das Spannungsfeld, zugleich Gottsuchende und Gottvertrauende zu sein, gilt es zu gestalten.

 

Mit der Heiligen Woche fädeln wir uns ein in die gottesdienstliche Weise, dieses Spannungsfeld feiernd zu gestalten. Liturgie ist als Feier ein heiliges Spiel, bildet Szenen ab und lädt ein, sich in diesen Szenen selbst angesprochen zu sehen. Der Hauptdarsteller ist Jesus von Nazareth – wir als heute Feiernde sind eingeladen, uns mit diesem Hauptdarsteller auf den Weg zu machen. Für ihn, so bezeugen es uns die biblischen Schriftsteller, bedarf es keiner Annäherung. Sein Vertrauen in Gott ist uneingeschränkt. Aus diesem Vertrauen geht er seinen Weg, der ein Weg der ungebrochenen Bindung an Gottes Zusage ist. Die Evangelisten stellen ihn uns unterschiedlich dar. Sie folgen ihrer Absicht, Jesus als Zeugen der Liebe Gottes zu verkündigen. Beim Evangelisten Markus treffen wir auf den Menschen Jesus, der seinen Weg geht – auch in anfechtbarer Menschlichkeit. Beim Evangelisten Johannes ist Jesus unanfechtbar, selbst in seiner Passion erhaben, weil er aus Gott gekommen ist und seine Gottgewissheit keinerlei Infragestellung kennt.

 

Die Tage der Heiligen Woche laden uns ein, unseren persönlichen Weg mit dem uns erzählten Weg Jesu zu gehen. Segnend mögen diese Tage uns geschenkt sein – Tage, die auf unseren unterschiedlichen Wegen unserer Gottesgewissheit uns gut, segnend, zusprechen mögen.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Palmsonntag

Wir erleben den Einzug Jesu in Jerusalem. Das ‚Hosianna‘ hören wir eher als Zujubelruf. Das ist er auch – ein Ruf der Huldigung des Königs. In seiner Übersetzung: ‚Hilf doch!‘ bringt der Ruf eine neue Dimension mit ein. Möge der helfen, dem wir glaubend eine Möglichkeit der Hilfe zutrauen. Möge er auch helfen, dass wir wachsen können in der Annäherung unseres Glaubens.

 

Die Evangelienlesung bringt uns die Passion Jesu in der Überlieferung des Markus zu Gehör. Mag der Zuruf des Hosianna Huldigung und Hilferuf sein – die Passion stellt unser Vertrauen auf die Probe. Wie kann der von Gott so Geliebte den Weg der Passion gehen müssen?

 

  • Unsere Feier beginnt um 19 Uhr im Innenhof zur Kirche. Dort werden die Zweige gesegnet, Zeichen des Lebens und Begleiter des Hosianna. Wir ziehen über die Straßen, in denen auch an diesem Sonntag das alltägliche Leben sich bewegt. Mitten in dieser Wirklichkeit geschieht diese Annäherung. Mitten in dieser Wirklichkeit erleben wir das Spannungsfeld zwischen Gottgewissheit und Gottsuche.

Karmontag bis Karmittwoch

Die ganze Karwoche ist eine dramaturgische Annäherung an die Paradoxie von Radikalität des Todes und unbeugsamer Lebenskraft Gottes. Die ersten Tage der Karwoche führen uns mit den biblischen Texten der Gottesknechtlieder des Jesaja-Buches und der Evangelien immer dichter werdende auf das Drama der großen drei Tage hin.

 

  • Jeweils um 18 Uhr feiern wir Eucharistie vor
    dem Kreuzigungsfenster im Nordseitenschiff.

Trauermetten

Mit dem Gründonnerstag beginnen die großen Tage der Feier des Geheimnisses von Tod und Leben. Liturgisch beginnen wir diese Tage mit den Trauermetten. Wir fassen unser Empfinden in die Worte des 22. Psalms, Worte, die sich bewegen zwischen der Zerknirschung der Verlassenheit und des dennoch in der Gemeinde nicht verstummende Zutrauen auf die helfende Gegenwart Gottes. Die erschütternden Klagelieder des Alten Bundes werden gelesen. Sie lesen sich teils wie Berichte aus den Kriegsgebieten unserer Zeit – Bericht von dem, was Menschen angetan ist, die in solchen Nöten gefangen sind. Die Klage breitet sich vor Gott aus, weil die Klagenden nicht mehr wissen, wie die Zusage Gottes und die Erfahrung der zerstörenden Verlassenheit übereinander kommen sollen.

 

  • Donnerstag bis Samstag singen,
    hören und beten wir die Trauermetten jeweils um 8 Uhr.

 

Gründonnerstag

Tischgemeinschaft ist in jüdischer und christlicher Tradition immer auch ein Zeichen der Gemeinschaft mit Gott. Gott ist es, der zum Mahl einlädt. Am Ende, in der Vollendung allen Lebens, sehen die Propheten ein üppiges Festmahl der Gemeinschaft aller in der ungefährdeten Verbindung mit Gott.

Von Jesus ist überliefert, dass auch er das gemeinsame Essen zum Zeichen seiner Solidarität mit den Armen und Sündern gemacht hat. Das Mahl mit seinen Schülern am Abend vor seinem Tod verdichtet diese Solidarität. In der Überlieferung des Johannesevangeliums steht das Zeichen der Fußwaschung im Mittelpunkt. Die Lebenszusage Gottes, die Liebe Gottes wird erfahrbar im Tun der Liebe und des Dienstes. Die Erfahrung wird den Handelnden und den Empfangenden gleichermaßen zuteil. Die dienende Liebe erfasst, dass etwas zwischen den Menschen ist, was uns allen gemein ist: die Liebe. Die Erfahrung der Liebe ist eine gewichtige Stärkung unserer Annäherung in der Erfahrung Gottes. Jesus Leben und Hingabe werden zum Zeichen, zum Sakrament dieser Erfahrung der Liebe, die auch die Liebe Gottes greifbarer macht. Darauf vertrauen zu dürfen liegt auch tief verwurzelt in der Erfahrung der Rettung Israels aus der Knechtschaft in Ägypten.

 

Die Liturgie des Gründonnerstags ruft diese Erfahrung der Befreiung in Erinnerung, bezeugt im Zeichen des gemeinsamen Essens – sowohl in der Eucharistie wie in der Agape – die Gemeinschaft, die alles verbindende Liebe, die Ermutigung zum Dienst und die konkrete Solidarität mit den Armen.

 

Auch in dieser Feier dann ein radikaler Stimmungsbruch: Nach Erfahrung der festlichen Gemeinschaft zerfällt, was so standfest geglaubt: Der Raum der Feier wird geleert. Die Kargheit der Nacht des Übergangs zum Tod bleibt zurück.

 

  • Um 19 Uhr beginnen wir die Feier des Gründonnerstags. Wir versammeln und wieder an der großen, festlich gedeckten Tafel, um die Geschichte der Befreiung Israels zu hören, um das Beispiel der Fußwaschung vor Augen zu sehen, um unser Zeichen der Solidarität mit den Armen in der Kollekte zu geben, um eucharistisches Mahl zu halten, um Agape des gemeinsamen Essens zu begehen, um den Abschiedsreden des Johannesevangeliums zuzuhören, um danach die Kirche leer zu räumen und in dem auf das Wesentliche begrenzten Raum das Nachtgebet der Kirche, die Komplet, zu singen.

 

Karfreitag

Das vierte und letzte Gottesknechtlied aus Jesaja stellt uns die Figur des schuldlos Leidenden vor Augen. Wir hören diese Worte auf die nun ihren Lauf nehmende Passion Jesu. Der klagende Psalm 31 gibt Antwort auf diese so erschütternde Erfahrung des ungerechten, zugemuteten Leidens. In aller Klage aber auch die Gewissheit, dass die Betenden sich auf Gott verlassen können.

 

Die Passion Jesu in der Überlieferung des Johannesevangeliums erschüttert in der dramatischen Zuspitzung der Todestragödie. Menschlich gehen wir mit. Diese Passion hält in all dem die Souveränität Jesu offen – keine Klage, kein Ringen um Verschonung. Der johanneische Jesus tritt unerschrocken und klar auf. Er strahlt die Gewissheit der unbesiegbaren Kraft Gottes aus. Die Passion bewegt viele, weil sie mit all der Leiderfahrung sich an diesen leidenden Jesus anhängen – nicht nur im Leiden, sondern auch in der Bitte, Anteil haben zu können an dem Gottvertrauen, das Jesus da so sicher und gewiss auftreten lässt.

 

  • Zur angenommenen Todesstunde Jesu – um 15 Uhr – beginnt die Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu Christi. Die Lesungen lassen uns Zeugin und Zeuge für die Gewalt der Lebensvernichtung und der damit verbundenen Leiden werden. Wir werden mit dem Kreuz wieder über die Straßen gehen, auf denen sich der feiertägliche Alltag abspielt, so dass das schweigende Gehen mit dem Kreuz manche Verwunderung und Befremdung hervorruft. Mit persönlicher Ehrung des Gekreuzigten werden wir vor das Kreuz treten – um mit Weihrauch Ehre erweisen und unser eigenes Beten gen Himmel zu schicken. Großes Fürbittgebet schließt sich an. Mit der symbolischen Grablegung und der Würdigung des einzig gearteten Hohnpriesters Christus Jesus endet die Liturgie. Schweigend verlassen wir den Raum. Manche mögen vor dem symbolisch in das Grab des Todes Gelegten in Stille verharren.

 

Karsamstag

Es ist nicht der Ostersamstag, es ist der Karsamstag, der Tag nach dem Tod, der Tag der Stille – und für unsere Wirklichkeit auch der Tag des Hinwirkens auf das Osterfest. In der Trauermette wir das erschütterndste der Klagelieder gesprochen – erschütterndst, weil es die Ohnmacht der Menschen aufzeigt, die durch politische Machenschaften in eine so vernichtende Not gekommen sind. Da wird der so alte Text wieder bedrückend lebendig, weil auch das im Menschen ist: der Hand zur Vernichtung. Wie sollen wir da Gottes größerer Lebensmacht trauen?

 

  • Nach der Trauermette um 8 Uhr wird die Kirche zum stillen Verweilen vor dem Grab bis 10 Uhr geöffnet sein. Dann wird sie verschlossen und wieder geöffnet werden in den aufbrechenden Tag hinein, zur Feier der Osternacht.

 

Osternacht

Die lange, mit Botschaften und Riten reich geschmückte Osternacht vollzieht einen vertrauenden Weg der Annäherung. Wir schließen uns dem heilsgeschichtlichen Weg an, den die alttestamentlichen Schriftsteller und überliefert haben. Wir gehen in der Spur dieser Gottannäherung zum Licht, um die unerfassliche Botschaft aufzunehmen: Gott ist Leben! Gott ist Liebe! Liebe ist stärker als der Tod!

 

In den aufgehenden Morgen bewegt sich diese festliche Feier. Wir beginnen um 5 Uhr in der Frühe. Nach den Lesungen werden wir das Licht des Vertrauens in die Auferweckung entzünden, werden auch diese Botschaft in der Prozession durch die Straßen der Lebenswirklichkeit tragen – in der Frühe noch weniger im Kontakt mit der Wirklichkeit, die sich sonst alltäglich dort abspielt.

Wir hören die freudvolle Osterbotschaft, erneuern unser Zutrauen in diese Lebenskraft Gottes, eng eingebunden in die Wolke der Zeuginnen und Zeugen des Glaubens aus Gegenwart und Vergangenheit. Wir erneuern unser Bekenntnis zum Geschenk der Taufe. Sie ist das Manifest unserer unauslöschlichen Verbindung mit dem Lebenden. Und dann ist Danksagung – Eucharistiefeier!

 

Das liturgische Fest endet mit dem Osterfrühstück in Unterkirche und Innenhof.

 

Palmsonntag

19.00 Uhr Festliche Heilige Messe zum Einzug Jesu in Jerusalem, mit Palmweihe und Palmprozession (Kollekte: für das Hl. Land)

 

Montag: 18.00 Uhr Heilige Messe in der Karwoche

Dienstag: 18.00 Uhr Heilige Messe in der Karwoche

Mittwoch: 18.00 Uhr Heilige Messe in der Karwoche

 

Gründonnerstag

08.00 Uhr Trauermette 

19.00 Uhr Abendmahlmesse mit Agapefeier, Lesung der Abschiedsreden Jesu und Komplet (Kollekte für das Sonntagscafé im Notel)

 

Karfreitag

08.00 Uhr Trauermette

15.00 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Christi mit Kreuzverehrung und

Prozession

 

Karsamstag: 08.00 Uhr Trauermette

 

Ostersonntag:

05.00 Uhr Festfeier der Osternacht – mit Wort Gottes, Vigil, Osterfeuer, Lichterprozession, Tauferneuerung und festliche Eucharistie, anschließend Osterfrühstück in der Unterkirche

15.00 Uhr Taufe Isabelle Sophie Adams

19.00 Uhr Festhochamt.

 

Ostermontag:

19.00 Uhr Feierliches Hochamt

 

Sie sind eingeladen

Kollekte am Gründonnerstag

Auch in diesem Jahr dient die Kollekte am Gründonnerstag als Zeichen der Solidarität mit den Armen – als uns angemessen scheinendes Zeichen der Symbolhandlung der Fußwaschung. Seit einigen Jahren ermöglichen wir mit dieser Kollekte im Zeichen der Fußwaschung den Betrieb des Sonn- und Feiertagscafés für obdachlose Drogenabhängige. Das Notel ist Trägerin dieses besonderen Angebotes für die Wohnungslosen. Ein paar Zahlen aus der aktuellen Café- Saison (1.11.-30.4.) bezeugen sehr beeindruckend, wie segensreich sich unsere Kollekte auswirkt: 622 Gäste, die 589 Portionen warmes Essen, 98 Kuchen und 204 l Kaffee (bisher, seit 1.11.2017). Im Schnitt kommen in einer Saison 900 Frauen und Männer als Gäste zum Sonn- und Feiertags-Café.

 

Danke für das, was Sie auch in diesem Jahr mit einbringen können und mögen. Es ist auch ein dankbares Gefühl, dass wir mit unserer Gründonnerstagskollekte das mit ermöglichen – zusammen mit auch aus unserer Gemeinde kommenden Ehrenamtlichen.

St. Georg

Am vergangenen Sonntag hat die Gemeinde St. Georg die letzte Messfeier bei uns gehalten, denn die Zeit der Sanierung von St. Georg ist mit dem heutigen Sonntag beendet. Die Georgs-Gemeinde hat sich sehr herzlich bedankt, dass sie seit dem 1. Oktober bis zum vergangenen Sonntag in unserer Kirche zu Gast sein konnten. Sie war uns eine sehr angenehme Gastgemeinde. Wieder zuhause sein zu können, ist der Gemeinde sehr zu gönnen. Als Zeichen des Dankes hat die Gemeinde der Agape-Stiftung (für Menschen ganz am Rande der Gesellschaft) eine stattliche Zustiftung geschenkt. Im Namen der Nutznießenden der Stiftung herzlichen Dank an St. Georg!

 

Restaurierung von ‚Stieglitz-Madonna’ und dem Beweinungs-Altarbild

Die besondere Madonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert ist in dieser Woche gefestigt (in lockeren Farbpartikeln) und gereinigt wieder an ihren Platz in unserer Kirche zurückgekommen.

 

Dafür ist das Tafelbild des Beweinungsaltares (Nordseitenschiff) ausgerahmt und in die Restauratorenwerkstatt gebracht worden. Auch an diesem Bild gibt es Farbablösungen. Es wird von den Fachleuten der Denkmalpflege zu entscheiden sein, ob der Firniss vom Bild abgenommen werden muss. Je nach nötigen Arbeiten am Gemälde wird die Zeit der Abwesenheit dauern. 

 

 

Das Original von Joos van Cleve (oder van Cleef), dem da Vinci des Nordens, für Lyskirchen 1524 gemalt, heute im Städelmuseum. In Lyskirchen hängt eine Kopie der Beweinung Christi. Joos van Cleve hat im Hintergrund des Triptychon auch in kleinen Szenen das Geschehen der Heiligen Woche dargestellt: Einzug in Jerusalem, der Freitod Judas, die Kreuzigung, die Grablegung und im Original der Sonnenaufgang zu Ostern.

 

Kopie und Original:

Links Joseph von Arimathäa in der Kopie, die Caspar Benedikt Beckenkamp vor 1822 für Lyskirchen gemalt hat. Rechts der Bildausschnitt im Original, das 1830 an das Städelmuseum nach Frankfurt verkauft wurde. An den beiden Bildausschnitten ist auch deutlich erkennbar, wie sehr unser Bild einer Restaurierung bedarf. Beckenkamp hat bei seiner Arbeit auch großen Wert daraufgelegt, dass sein Bild auch immer als Kopie erkannt wird. So befindet sich auf dem Original das Wappen des Stifters des Kölner Ratsherr Gobelinus Schmitgen, der An Lyskirchen gewohnt hat. Dieses Wappen und die aufgehende Sonne, das Symbol für Ostern über dem Hügel der Grablegung fehlen auf der Beckenkampchen Kopie. 

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

II. Teil

Abtreibung:

Abtreibung ist kein kleineres Übel. Das ist ein Verbrechen. Es ist jemanden umbringen, um einen anderen zu retten. Es ist das, was die Mafia macht."

auf dem Rückflug seines Mexiko-Besuchs, 17. Februar 2016

Glück und die Handy-App:

Euer Glück hat keinen Preis und wird nicht gehandelt. Es ist keine App, die auf das Handy heruntergeladen wird.“

Bei einer Messe mit Jugendlichen auf dem Petersplatz im April 2016

Kein einfaches Ja:

Ich könnte ‚Ja‘ sagen und Punkt.
Aber das wäre eine zu einfache Antwort.“

auf die Frage eines Journalisten im April 2016, ob er mit dem Dokument „Amoris laetitia“ konkrete neue Möglichkeiten für wiederverheiratete Geschiedene geschaffen habe

Dem Leben dienen:

Wer nicht lebt, um zu dienen, dient nicht dem Leben.“

bei einer Generalaudienz im Juni 2016

Reformation und Ökumene:

Wir Katholiken und Lutheraner haben begonnen, auf dem Weg der Versöhnung voranzugehen. ... Wir dürfen uns nicht mit der Spaltung und der Entfremdung abfinden, die durch die Teilung unter uns hervorgerufen wurden.“

in einem Gottesdienst zum Gedenken an die Reformation
am 31. Oktober 2016 im schwedischen Lund

Vergebung und Vergessen:

Mir gefällt der Gedanke, dass der Allmächtige ein schlechtes Gedächtnis hat. Sobald er dir vergeben hat, vergisst er's. Weil er glücklich ist zu vergeben. Für mich reicht das.“

in einem Interview der Zeitung „Avvenire“ im November 2016

Vater-unser-Übersetzung „Und führe uns nicht in Versuchung“:

Dies ist keine gute Übersetzung (...) Ein Vater tut das nicht. Ein Vater hilft mir, sofort wieder aufzustehen. Wer in Versuchung führt, ist Satan.“

6. Dezember 2017 im italienischen TV

Arbeitsbelastung von Nonnen:

Mich besorgt auch, dass in der Kirche die dienende Haltung, zu der jeder Christ aufgerufen ist, im Fall vieler Frauen mehr in eine Art unterwürfiger Knechtschaft abgleitet, als dass es Dienen ist.“

im Vorwort des Buches
„Zehn Dinge, die Papst Franziskus Frauen vorschlägt“, März 2018