Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Austausch auf Augenhöhe

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
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    AN LYSKIRCHEN 12
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    in der Zeit von
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Reminiscere

3. Fastensonntag 2018

Sonntag,  04.03.2018 ist der 63. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 302 Tage bis zum Jahresende.


4.3.1193: Der "edle Heide" Sultan Saladin gestorben

Auch in Lessings Drama "Nathan der Weise", das im Jahr 1192 in Jerusalem spielt, wird Sultan Saladin in der berühmten Ringparabel zum überzeugten Vertreter religiöser Gleichberechtigung.
Auch in Lessings Drama "Nathan der Weise", das im Jahr 1192 in Jerusalem spielt, wird Sultan Saladin in der berühmten Ringparabel zum überzeugten Vertreter religiöser Gleichberechtigung.

Sultan Saladin ist einer der berühmtesten Feldherrn und Herrscher der arabisch-islamischen Geschichte. Als "Urbild des edlen Heiden" inspirierte er sogar die europäische Aufklärung. In der islamischen Welt verehrt man ihn vor allem als Sieger über die Kreuzritter und Eroberer von Jerusalem.

 

Im 12. Jahrhundert war der Islam im Nahen Osten in der Defensive. Der Glanz des alten arabischen Kalifats in Bagdad war verblichen. In Ägypten hatten Schiiten ein Gegenkalifat errichtet, in Syrien kämpften türkische und kurdische Dynastien um die Macht. Der östliche Mittelmeerraum war seit dem Ende des Ersten Kreuzzugs 1099 von Christen beherrscht. Der größte Kreuzfahrerstaat hatte seinen Sitz in Jerusalem, der für Christen und Muslime gleichermaßen heiligen Stadt.

 

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Der französische Philosoph Voltaire schrieb 1756 über Saladin:

Man sagt, dass er in seinem Testament bestimmte, Almosen gleicher Art sollten unter die armen Juden, Muslime und Christen verteilt werden. Er wollte durch diese Bestimmung zu verstehen geben, dass alle Menschen Brüder sind und man nicht danach fragen dürfe, was sie glauben, sondern was sie leiden."

„Leben wir in einem offenen Gefängnis?“

Wie kann man Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche sowie Alte töten, die religiöse Lieder singen und Bibeln, Rosenkränze und Kruzifixe in den Händen halten?“

Kardinal Laurent Monsengwo

Der Kongo-Tragödie droht die Fortsetzung

Laurent Kardinal Monsengwo Pasinya ist Erzbischof von Kinshasa und Hoffnungsträger der Menschen im Kongo
Laurent Kardinal Monsengwo Pasinya ist Erzbischof von Kinshasa und Hoffnungsträger der Menschen im Kongo

Die Bilder lassen keinen Zweifel zu. Eine Gruppe friedlicher Demonstranten läuft eine kleine Straße in einem Außenbezirk der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa entlang, angeführt von einem Dutzend ganz in Weiß gekleideter Priester. Der Gruppe treten schwerbewaffnete Bereitschaftspolizisten entgegen und feuern Tränengas. Während sich die meisten der Demonstranten fluchtartig zurückziehen, bleiben die Priester stehen oder knien sogar nieder: Sie werden von den Polizisten mit Stöcken und Fäusten verprügelt und schließlich am Boden liegend mit Füßen getreten.

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Oculi: 3. Fastensonntag 2018

1. Lesung

Lesung aus dem Buch Exodus

Und Gott redete all diese Worte und sprach:

 

Ich bin der Ewige, dein Gott, der ich dich herausgeführt aus dem Lande Mizrajim, aus dem Haus der Knechte. Du sollst nicht andere Götter habenvor meinem Angesichte.

 

Du sollst dir nicht ein Kultbild machen noch irgendein Abbild dessen, was im Himmel droben und was auf Erden drunten und was im Wasser unter der Erde.

 

Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der Ewige, dein Gott, bin ein eifernder Gott, ahndend die Schuld der Väter an Kindern, am dritten und am vierten Geschlecht, denen, die mich hassen, aber Gnade übend an tausenden Geschlechtern, denen, die mich lieben und meine Gebote halten.

 

Du sollst nicht aussprechen den Namen des Ewigen, deines Gottes, zum Falschen, denn nicht ungestraft wird lassen der Ewige den, der ausspricht seinen Namen zum Falschen.

 

Sei eingedenk des Schabbat, um ihn zu heiligen. Sechs Tage arbeite und verrichte all dein Werk, aber der siebente Tag ist ein Schabbat dem Ewigen, deinem Gott; du sollst keinerlei Werk verrichten, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh, und dein Fremder, der in deinen Toren. Denn sechs Tage machte der Ewige den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darinnen, und ruhete am siebenten Tage; deswegen segnete der Ewige den

Schabbat, indem er ihn heiligte.

 

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit sich verlängern deine Tage auf dem Erdboden, welchen der Ewige, dein Gott, dir geben wird.

 

Du sollst nicht töten.

 

Du sollst nicht ehebrechen.

 

Du sollst nicht stehlen.

 

Du sollst nicht aussagen wider deinen Nächsten als falscher Zeuge.

 

Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten; du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten noch seinen Knecht und seine Magd

 

und seinen Ochsen und seinen Esel noch alles, was deines Nächsten ist.

 

Gen 20,1-17

 

Ü: Ludwig Philippson

 

 

 

2. Lesung

Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten

 

Lesung aus dem ersten Brief des

Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder! Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

1 Kor 1, 22-25

 

 

Reißt diesen Tempel nieder,

in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst. Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. Während er zum Paschafest in Jerusalem war, kamen viele zum Glauben an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er tat. Jesus aber vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie alle und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wusste, was im Menschen ist.

 

Joh 2, 13-25

 

 

Grundgesetz

zu Exodus 20,1-17

Die zehn Gebote sind grundlegend für das Zusammenleben von Menschen. Die ersten Gebote stehen in einem unmittelbaren Gottesbezug, den heute nicht mehr alle teilten, aber die das Zusammenleben der Menschen regelnden Gebote haben eine Geltung über die jüdisch-christliche Kultur hinaus. Auch andere Völker und Religionen kennen vergleichbare Gebote. Sie sind eine Lebensordnung, die die Anbindung des Lebens an mehr als den Menschen und das Zusammenleben der Menschen regelt. Die Gebote geben Grundlage und Grundhaltung der Lebensordnung vor.

 

Wir kennen aus unserer christlichen Tradition die Fassung der 10 Gebote, die wie ein Katalog einzuhaltender Gebote dasteht. Die im Buch Exodus vorliegende Fassung der 10 Gebote bindet mittels einer geschichtlichen Erzählung die Gebote in eine Beziehung zu Gott und in die Beziehung Gottes zu seinem Volk ein. Es steht da nicht das starre: ‚Ich bin der Herr, dein Gott! Du sollst ...’ Die Gebote werden in Exodus eingebunden in die Erfahrung der Heilstat Gottes. Er ist der Gott, der sein Volk ‚aus dem Sklavenhaus’ Ägypten in die Freiheit geführt hat. So ist eine einzigartige Beziehung geknüpft. Daher die starke Bindung an diesen Gott. Die dann folgenden Gebote haben weniger den Tenor eines absoluten Befehls. Sie sind vielmehr eine Aufforderung: ‚Wenn du Volk, wenn du einzelner Mensch daran denkst, dass Gott dein Befreier ist, dann wirst du nicht ...’

Das ist eine sehr viel lebendigere Grundlage des Verständnisses der Gebote als eine starre Vorgabe von dem, was man darf und was man nicht darf.

 

Aus der Beziehung heraus versteht sich das erste Gebot: Wenn Gott der Gott deiner Befreiung ist, dann wirst du doch keine anderen – minder verbundenen – Götter neben ihm haben wollen! Geschichtlich war das eine Zeit, in der Israel noch nicht von einem Monotheismus sprach. Es gab andere Götter – aber für Israel war Gott JHWH der eine und einzige. An den gilt es sich zu halten.

 

Aus diesem Grunde wird man auch keine Kultbilder machen, denn die können leicht abschweifen lassen und die Gedanken auf andere Götter lenken. Götterbilder waren nie eindeutig herzustellen, daher konnte es auch kein Kultbild JHWHs geben, das eindeutig nur ihm zuzuweisen war. Um da jeden Zweifel zu vermeiden ‚wirst du doch nicht ein Kultbild machen!’ Wie sehr diese auf Gott gerichteten Gebote etwas mit – vermenschlichter – Beziehungsgeschichte zu tun haben, zeigen die Ausführungen: ‚Ich bin der Herr, dein Gott, ein eifersüchtiger Gott!’ – verfolgend, ob das Vergehen der Väter sich in den nachfolgenden Generationen weiter ausbreitet, aber auch voller Huld für alle, die ihn lieben und darum seine Gebote halten.

 

Das dritte Gebot mahnt zum ehrfürchtigen Gebrauch des Gottesnamens. Der Name gilt als Ausdruck des Wesens, das sich geoffenbart hat. In der Offenbarung an Mose (Ex 3) wird dieser Name JHWH zur Zusage, immer und überall für sein Volk da zu sein. ‚Du wirst doch nicht den Namen des Gottes missbrauchen, der dich befreit und mit dir einen Bund auf ewig geschlossen hat!’ Ein solcher Missbrauch könnte bestehen in der Anrufung Gottes zu magischen Praktiken oder zur Ehrung fremder Götterkultbilder.

Um den Missbrauch des Namens so gut wie unmöglich zu machen, haben die Juden sich auferlegt, den Namen Gottes – JHWH – gar nicht auszusprechen und dafür als Ersatz z. B. Adonai – Herr – zu wählen.

 

Das Sabbatgebot in der Fassung des Exodusbuches (bei Deuteronomium 5,15 liegt die Betonung auf dem Gedenken an die Befreiung aus Ägypten) bindet das Leben der Menschen in die Ordnung Gottes ein, die bei der Schöpfung gegeben war. Für alles Lebende soll es einen Tag der Ruhe geben – sozialgeschichtlich eine Errungenschaft. Aus der Perspektive des Glaubens heißt dieses Gebot: ‚Du wirst doch nicht die Lebensordnung deines Schöpfers missachten!’

 

Das vierte Gebot spricht von der Ehrung von Mutter und Vater. Gewiss ist damit die Ehrfurcht vor den Ahnen ausgesprochen, auch die Notwendigkeit, die nicht mehr arbeitsfähigen Alten sozial mitzutragen. Das Gebot bettet aber zudem den Einzelnen ein in die Geschichte des Volkes, dem der Herr das Land, den Lebensraum, gegeben hat. Nicht der Einzelne ist Garant des Lebens, sondern die Gemeinschaft des Volkes. Die in diesem Gebot Angesprochenen mögen sich bewusst sein, dass sie auch nur Glied in der Kette der Generationen sind – wie sie Kinder ihrer Eltern, so werden sie Eltern ihrer Kinder sein. ‚Du wirst doch nicht eingedenk deiner zeitlichen Begrenzung in der Welt dich über die Generation vor dir erheben!’

 

Nun folgen Gebote in Kurzform, die im Einzelnen einer Konkretisierung bedürfen. Sie regeln eindeutig das soziale Miteinander. Das fünfte Gebot spricht von der Bedeutung des Lebens, das nicht gewaltsam und schuldhaft vernichtet werden darf. ‚Du wirst doch nicht – eingedenk des von Gott geschenkten Lebens – Leben mutwillig zerstören!’

 

Das sechste Gebot will das Gut der Familie schützen. In der Zeit der Entstehung dieser Gebote war auch in Israel die Definition von Ehe nicht eindeutig. Es war nicht nur an die personale Zweierbeziehung zu denken. Es gab neben der Einehe auch andere Formen des Zusammenseins, so dass auch die Frage des Erbrechts und der Zugehörigkeit zur Familie nicht immer eindeutig festzulegen war. Daher will dieses Gebot regeln, dass die biologischen und die sozialen Verhältnisse eins seien. Damit wurde die Familie als Keimzelle des Volkes Israels geschützt. ‚Du wirst doch nicht diese Keimzelle des Volkes deines Gottes in Frage stellen!’

 

Das siebte Gebot tritt für den Schutz des persönlichen Eigentums ein. Eigentum steht nicht nur bestimmten Klassen der Gesellschaft zu. Jede und jeder kann Eigentum erwerben, das es zu schützen gilt. Denn: ‚Du wirst doch nicht Einzelnen Eigentum absprechen und wegnehmen wollen, wenn dein Gott dich wie alle anderen gleichermaßen zur Freiheit geführt hat!’

 

Das achte Gebot nimmt den Zeugen in den Blick. Es geht darum, das Recht eines anderen zu stützen und nicht durch eine falsche Aussage zu beugen und wohl möglich einem anderen damit großen Schaden zuzufügen. Denn: ‚Du wirst doch nicht deinem Volksgenossen schaden, wenn du daran denkst, dass du wie er ein von Gott geliebter und befreiter Mensch bist!’

 

Das neunte und zehnte Gebot sprechen vom Begehren. Angesprochen wird eine Grundhaltung, die sich auf den Nächsten bezieht. Das neunte Gebot nimmt ausdrücklich die Frau des Nächsten in den Vordergrund, das zehnte alles, was einem Nächsten gehört. Wieder geht es um die Rechte des Einzelnen, die es zu bewahren gilt. Geschützt werden soll er vor den Praktiken, die rechtlich nicht eindeutig geregelt sind. Es gibt Möglichkeiten, auf rechtlich offenen, moralisch aber verwerflichen Wegen sich etwas vom Nächsten anzueignen: Aneignung durch Ausnutzung von Notsituationen, Aneignung von vermeintlich herrenlosen Gütern bis hin zur Aneignung der Frau eines Mannes, der in den Krieg ziehen musste. Das Gebot will vor diesen Übergriffen schützen. Denn: ‚Du wirst doch nicht mit Tricks und rechtlichen Schlupflöchern deinen Nächsten übervorteilen, obwohl er wie du ein Geschöpf des einen Gottes ist!’

 

Dieses Grundgesetz des Zusammenlebens atmet die unbedingte Bindung an Gott, der Ursprung und Vollender des Lebens ist. Die Gebote sind so grundlegend, dass sie losgelöst von zeitgeschichtlichen Bedingungen Richtschnur für das Zusammenleben sind. Jesus als Jude hat diese Weisungen gekannt und sie zusammengefasst in das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe.

 

Wenn auch die Erklärungen des Zustandekommens dieser Gebote aus ihrer Entstehungszeit genährt sind, so haben sie ihre Offenheit auf unsere Lebenssituation behalten. Sie setzen die Deutung des Lebens aus der Bindung an Gott voraus. Sie verbinden aber auch Glauben an Gott mit der Alltagsrealität des menschlichen Zusammenlebens. Wenn die übergeordnete Autorität anerkannt ist, dann sollte sich das Leben der Menschen regeln lassen – von Menschen, die neben ihrer Großartigkeit eben auch heillose Wesen sind. Davon haben die Urgeschichten der Bibel bereits erzählt.

 

Es bleibt die Einladung, sich der Heilsmöglichkeit – auch über die Gebote – immer wieder anzunähern. Denn in der Grundhaltung heißen die Gebote: Du wirst doch nicht ... wenn du daran denkst, was Gott dir und deinen Mitmenschen an Lebensraum und Freiheit eröffnet hat …

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

04.03.2018 -11.03.2018

  • St. Maria in Lyskirchen

Oculi

3. Fastensonntag 2018

10.30 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde St. Georg

18.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde Lyskirchen

als Jahrgedächtnis für Frau Gisela Zimmermann und 6 Wochenamt für Herrn Hans Stövesand

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Donnerstag

6.00 Uhr Frühschicht zur Fastenzeit,

anschließend Frühstück im Pfarrsälchen

 

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung der Religionen und Kulturen

 

Freitag

18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,

anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

Laetare

4. Fastensonntag 2018

10.30 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde St. Georg

18.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde Lyskirchen

Messe im NOTEL

Heilige Messe im NOTEL
jeweils dienstags und donnerstags 
um 18.45 Uhr

Lesenacht:

 

  • 6. März, 19 Uhr: Einleitung in den Römerbrief (als Vorbereitung auf die Lesenacht am 5. Mai)

 

Herzlich Willkommen


Sie sind eingeladen

Misereor – und Einstimmung in Maria Lyskirchen

11. März um 16 Uhr:

Misereor – und Indien-Erfahrung aus erste Hand

Das Partnerland der diesjährigen Misereor Fastenaktion unter dem Motto “Heute schon die Welt verändert?“ ist Indien.

 

Eines der beiden Beispielprojekte ist „Aashray Abhiyan“ aus Patna in Bihar: „Wir wollen die Stimme der Verstummten sein, die Macht der Machtlosen.“

 

Aashray Abhiyan ist eine indische Nicht-Regierungs-Organisation, ihre Mitarbeiter sind Hindus, Muslime und Christen.

 

Schwerpunkte des Engagements sind: Ausbildung, Obdach für Menschen in Slums, nicht organisierte Arbeit (Bauarbeiter, Verkauf am Straßenrand), Gesundheit, vor allem aber Bewusstseinsbildung nach Innen und Interessenvertretung nach Außen.

 

  • Felicitas Roelofsen begleitet diese Gruppe
    seit 2007 und wird am
    11.März 2018 um 16 Uhr davon berichten.

 

AGAPE-Helfende

Am Gründonnerstag werden wir wieder die Messfeier als große Agape begehen. Dafür sind viele helfende Hände willkommen. Wie in den Vorjahren sind Frauen und Männer 1. für das Vorbereiten der Kirche, 2. für den Tischdienst, 3. für den Spüldienst nach der Feier gesucht. Wer mithelfen mag, melde sich bitte in der Sakristei oder unter schnegg@lyskirchen.de. Danke für die Bereitschaft der Mitwirkung! 

Notel-FastenzeitsTeilen

Auch in dieser Fastenzeit freuen sich die Gäste des Notels auf unsere Stärkung: Zur Messfeier stehen wieder Körbe bereit für unsere Gaben: Rasierschaum, Deo, Salami und Nutella sind die Dinge, die dieses Mal gefragt sind. Danke allen, die mit teilen mögen.

Einleitung in den Römerbrief

Unsere ‚Frühjahrs-Lesenacht’ am 5. Mai wird als ganzes biblisches Buch den Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom vortragen. Um ein vertiefendes Verständnis dieses Briefes zu gewinnen, wird Dr. Gunther Fleischer am Dienstag, 6. März, 19 Uhr in unserem Pfarrsälchen eine Einleitung in diesen Paulusbrief geben. Interessierte sind wie immer sehr willkommen.

PS: Wenn es noch interessiert ...

Einzelfall

Das Wort Einzelfall beschreibt die Einmaligkeit eines konkreten Vorkommnisses und impliziert eine geringe Wahrscheinlichkeit von Wiederholung. Es kann außerdem auch als Euphemismus verwendet werden, um beispielsweise sich häufende negative Vorkommnisse singulär erscheinen zu lassen. Der Plural „Einzelfälle“ bezieht sich sinnvollerweise nur auf inhaltlich unterscheidbare Ereignisse, ansonsten würde es sich bei der Rede von „Einzelfällen“ um einen performativen Selbstwiderspruch handeln.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat den jüngsten Mehrheitsbeschluss der Deutschen Bischofskonferenz kritisiert, konfessionsverschiedene Ehepartner in Einzelfällen zur Kommunion zuzulassen. Im Gespräch mit der „Tagespost" deutet der frühere Präfekt der Glaubenskongregation an, dass die Bischofskonferenz möglicherweise dabei ihre Kompetenz überschreite. 

Die Formulierung Einzelfälle bezeichnete Müller als rhetorischen Trick. „Die meisten Gläubigen sind keine Theologen, die den Überblick über das Thema haben.“ Deswegen müssten päpstliche und bischöfliche Aussagen zum Sakramentenempfang so klar vorbereitet sein, dass sie dem Heil der Menschen dienten, so Müller weiter.

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Manfred Lütz: „Toleranz ist eine christliche Erfindung“

Am Mittwochabend ist im Haus der Berliner Bundespressekonferenz oft von Toleranz die Rede. Manfred Lütz, der in den Räumlichkeiten sein neues Buch mit dem Titel »Der Skandal der Skandale: Die geheime Geschichte des Christentums« vorstellt, erinnert daran, dass es sich bei der Achtung und ...

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Ein atheistischer Sozialist (Gregor Gysi), der Religion für wichtig hält, spricht mit einem Christdemokraten (Jens Spahn), der die Bergpredigt aus der Politik heraushalten möchte. Erst über das Christentum, dann über den Kampf der Kulturen. Es wird ein skurriler Abend.

 

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Zeichen 'christlicher' Toleranz? oder nur ein Einzelfall?

Cum nimis absurdum*

Wappen von Papst Paul IV
Wappen von Papst Paul IV

Da es überaus unangebracht und unpassend ist, dass die Juden, die ihr eigenes Vergehen zu ewiger Knechtschaft verdammt hat, unter dem Vorwand, die christliche Barmherzigkeit müsse sie akzeptieren und das Zusammenleben mit ihnen ertragen, den Christen gegenüber so undankbar sind, dass sie es ihnen statt mit Dankbarkeit mit Beleidigung entgelten und über sie – statt der Knechtschaft, die sie ihnen schulden – Herrschaft beanspruchen, legen wir, zu deren Kenntnis neulich gelangt ist, dass eben diese Juden in unserer gütigen Stadt und in einigen Städten, Ländern und Orten der heiligen römischen Kirche so unverschämt geworden sind, dass sie nicht nur unter den Christen vermischt und in der Nähe von deren Kirchen ohne einen trennenden Unterschied in der Kleidung leben ...

*Cum nimis absurdum ist eine am 14. Juli 1555 von Papst Paul IV. promulgierte Päpstliche Bulle, die die Lebensbedingungen von Juden im Kirchenstaat regelte.

Der 'Gelbe Ring' Vorbild für spätere Zeichen?

Kennzeichen für die Juden: Ein gelber Ring
Kennzeichen für die Juden: Ein gelber Ring

Beim 4. Laterankonzil, 1215 unter Papst Innozenz III., wurde eine ganze Reihe einschränkender Bestimmungen, darunter besondere Symbole zur Kennzeichnung Andersgläubiger (Kanon 68), beschlossen:

 

„Juden und Sarazenen (Moslems)beiderlei Geschlechts in jeder christlichen Provinz und zu allen Zeiten sollen in den Augen der Öffentlichkeit durch die Art ihrer Kleidung von anderen Völkern unterschieden sein.“

 

In der abendländischen Farbsymbolik war die Farbe Gelb – im Gegensatz zum sehr ähnlichen Gold – überwiegend negativ besetzt und stand für Sünden wie Geiz, Neid, Hochmut.