Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Entscheide Dich!

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

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    AN LYSKIRCHEN 12
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

1. Advent 2017

 

 

Sonntag,  3.12.2017 ist der 337. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 28 Tage bis zum Jahresende.

Advent

Die vier Sonntage im Advent unterstreichen den doppelten Charakter des Wartens: Warten auf die Ankunft (lat. adventus) Jesu und Warten auf seine erhoffte Wiederkehr am Ende der Zeiten. 

Geschichte des ADVENT

Die ersten Belege für eine Art Adventsliturgie in der Kirche im 4. Jahrhundert stammen aus Spanien und Gallien. Zu jener Zeit dauerte die Vorbereitungszeit nur drei Wochen und war vor allem durch Gottesdienstbesuche, Fasten und gute Werke gekennzeichnet. Andere Quellen setzen den Ursprung des Advents in das 5. Jahrhundert und verbinden ihn mit Bischof Perpetuus von Tours. Er forderte eine achtwöchige Fastenzeit, die sich vom 11. November (Martinsfest) bis zum Erscheinungsfest (Epiphanias) am 6. Januar ziehen sollte. Dass sich diese Zeit bis zum 6. Januar ausdehnte, beruhte darauf, dass der Epiphaniastag bis 1500 inhaltlich im Mittelpunkt der Adventzeit stand. Das Fasten sollte an drei Tagen pro Woche erfolgen. Die Kirche achtete streng darauf, dass die Auflagen für die ersten drei Wochen der Adventszeit eingehalten wurden. Freuden, wie Eheschließungen, Fleischgenuss oder öffentliches Vergnügen, wie zum Beispiel Tanzen, waren verboten.

 

Letztendlich setze sich die vierwöchige Adventszeit durch, in der die Menschen Straßen und Wohnungen schmücken und sich auf die Ankunft des Heilands vorbereiten.

Fremd bist du, fremd

im traumlosen Land.

Es trägt ein warmes Gewand

und du ein blutiges Hemd.

 

Fremd bist du, alt,

wir kennen dich nicht.

Du hast ein dunkles Gesicht

und deine Hände sind kalt.

 

Schwieriger Fall,

zur Unzeit auch noch.

Am Sonntag ruhen wir doch

noch vom Wochentagsball.

 

Wer bist du, wer?

Was willst du von mir

in meinem Heimatrevier

und schaust so weltkundig her.

 

Mensch willst du sein?

Wie wir in der Welt?

Dass jemand Liebes dich hält?

Umarmt und nie mehr allein?

Fremd bist du, du.

Ich trau mich nicht recht.

Sind wir vom selben Geschlecht?

Mir scheint, du winkst immerzu.

 

Kindlein, so klein,

ein Wesen aus Haut

und Furcht, uns allen vertraut,

und mutterseelenallein.

 

Schwarz sei dein Haar

und schwarz sei dein Blick.

Wir jagen niemand zurück

zum Tod im Leichenbasar.

 

Welt heißt Asyl.

Geburt heißt Asyl.

Ein jedes Haus heißt Asyl.

Ein jedes Wort ist Asyl.

 

Hier bist du Wir,

so fremd wie wir auch,

wir alle, damals im Bauch.

Willkommen, Bleiben ist Hier.

 

FRIEDRICH ANI

 


Evangelium zum 1. Advent 2017

Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Jesus sprach zu seinen Jüngern:

In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

 

Mk 13, 24-37

 

 

Lesung zum 1. Advent 2017:  Lesung aus dem Buch Jesaja

Reiß doch den Himmel auf, und komm herab!

Blick vom Himmel herab und sieh her von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist dein leidenschaftlicher Eifer und deine Macht, dein großes Mitleid und dein Erbarmen? Halte dich nicht von uns fern! Du bist doch unser Vater; denn Abraham weiß nichts von uns, Israel will uns nicht kennen. Du, Herr, bist unser Vater, »Unser Erlöser von jeher« wirst du genannt. Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind. Erst vor kurzem haben unsere Feinde dein heiliges Volk vertrieben; dein Heiligtum haben sie zertreten. Uns geht es, als wärest du nie unser Herrscher gewesen, als wären wir nicht nach deinem Namen benannt. Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge zittern vor dir. Komm wie ein Feuer, das Reisig entzündet, wie ein Feuer, das Wasser zum Sieden bringt. Mach deinen Feinden deinen Namen bekannt, sodass die Völker zittern vor dir, wenn du schreckliche und nie erwartete Taten vollbringst. Komm herab, sodass die Berge zittern vor dir. Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen. Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden. Wie unreine Menschen sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, fest zu halten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen. Und doch bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände. Herr, zürne uns doch nicht allzu sehr, denk nicht für immer an unsere Schuld! Sieh doch her: Wir alle sind dein Volk. Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden. Zion ist eine Wüste, Jerusalem eine Öde. Unser heiliger, herrlicher Tempel, wo unsere Väter dich priesen, ist ein Raub der Flammen geworden; alles, was uns lieb war, liegt nun in Trümmern. Kannst du dich bei all dem zurückhalten, Herr, kannst du schweigen und uns so sehr erniedrigen?

Jes 63,15-64,11

 

Gedanken zur Lesung

zu Jesaja 63,15 – 64,11

Mit dieser Überschrift kann gleich unser Interesse geweckt werden. Wir kennen diese Frage, kennen sie als Frage der Sehnsucht ebenso wie als Frage der Anklage. Ziel der Sehnsucht ist Gott, von dem wir als Glaubende Heil erwarten mögen. Grund der Klage, ja auch mancher Anklage, ist die Not. Es ist eine Not, die sich für Glaubende in der Frage bündeln könnte: ‚Kannst du dich bei all dem zurückhalten Herr, kannst schweigen und uns so erniedrigen?’ Vielleicht ist der letzte Teil der Klage nicht mehr unsere Sprache – aber manche wollten vielleicht auch in dieser Schärfe Klage führen.

 

Diese Überschrift nährt sich aus dem Abschnitt unseres Textes zum 1. Advent. Er stammt aus dem Jesajabuch, aus jenem 3. Teil, der nach dem Exil geschrieben wurde. Die deportierte Elite ist wieder zu Hause, die nach der Zerstörung des ersten Tempels in Jerusalem Verbliebenen sind ermattet, nicht zuletzt unter dem Druck der politischen Fremdherrschaft der Perser, aber auch durch den Machtanspruch der heimgekehrten Elite.

 

Wie immer wieder im Leben derer, die uns in der Hl. Schrift des Ersten Bundes begegnen, wird die konkrete Lebenslage vor dem Angesicht Gottes reflektiert. Was erlebt wird, hat etwas mit der Beziehung zwischen Gott und seinem Volk zu tun. Was uns da – geboren aus geschichtlichen Zusammenhängen – beschrieben wird, hat eine eigene, über die zeitgeschichtliche Erfahrung hinausgehende Kraft. Urmenschliches in der Begegnung mit Gott kommt ins Bild.

 

Dem prophetischen Schreiber dieses Teils des Jesajabuches steht die um Gottes Eingreifen ringende Zuhörerschaft vor Augen. Wir – so wir denn glauben können, dass Gott ein Gott auch unserer Geschichte ist – können uns einbinden. Es geht um unseren Ruf nach dem Wirken Gottes in unserer verwirrten Welterfahrung. Manche werde ungeduldig, dass die Macht des Zerstörerischen, des Zersetzenden, des Bösen so ungeniert walten darf. Manche sind verschüchtert, wollen in heile Gedankenwelten flüchten und werden doch immer wieder von der Wirklichkeit bedrängt. Manchen ist es eine wirkliche Not, dass Gottes machtvolles Eingreifen ausbleibt. Ein Grund des Zweifels, des Verzweifelns an Gott? Der Schreiber unseres Textes kennt dieses Ringen.

 

Er hat daraus eine Klage vor Gott komponiert, verbunden mit der bewussten Hinwendung, dass Gott sich doch zeigen möge – zeigen müsse! Wie wir erfahren, versteht sich der Mensch als Geschöpf Gottes: ‚Wir sind der Ton, du bist der Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände! Und kann es dann sein, dass der Schöpfer unberührt bleibt vom Ringen der Menschen, dass er sogar zulässt und mit ansieht, dass seine Schöpfung ‚so sehr erniedrigt’ wird? Manches Mal könnten wir als Glaubende angesichts des unmenschlichen Elends in der Welt genau so sprechen.

 

Gehen wir mit im Rhythmus des Textes, nehmen wir ihn als Bühne, auf der wir uns wiedererkennen könnten. Der Text beginnt mit der Bitte, Gott möge sich zeigen: ‚Blick vom Himmel herab und sieh her von deiner heiligen, herrlichen Wohnung.’ Der Mensch weiß um den himmelweiten Unterschied zwischen Gott und sich. Dass es aber kein herrschaftlich trennender Unterschied ist, kommt in Worten der Anklage hervor: Gibt es keinen leidenschaftlichen Eifer, kein großes Mitleid, kein Erbarmen mehr mit seinen Geschöpfen? So ist zumindest das Erleben in der Not, in der kein Gott als rettende Hilfe sichtbar ist.

 

Er hat daraus eine Klage vor Gott komponiert, verbunden mit der bewussten Hinwendung, dass Gott sich doch zeigen möge – zeigen müsse! Wie wir erfahren, versteht sich der Mensch als Geschöpf Gottes: ‚Wir sind der Ton, du bist der Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände! Und kann es dann sein, dass der Schöpfer unberührt bleibt vom Ringen der Menschen, dass er sogar zulässt und mit ansieht, dass seine Schöpfung ‚so sehr erniedrigt’ wird? Manches Mal könnten wir als Glaubende angesichts des unmenschlichen Elends in der Welt genau so sprechen.

 

Gehen wir mit im Rhythmus des Textes, nehmen wir ihn als Bühne, auf der wir uns wiedererkennen könnten. Der Text beginnt mit der Bitte, Gott möge sich zeigen: ‚Blick vom Himmel herab und sieh her von deiner heiligen, herrlichen Wohnung.’ Der Mensch weiß um den himmelweiten Unterschied zwischen Gott und sich. Dass es aber kein herrschaftlich trennender Unterschied ist, kommt in Worten der Anklage hervor: Gibt es keinen leidenschaftlichen Eifer, kein großes Mitleid, kein Erbarmen mehr mit seinen Geschöpfen? So ist zumindest das Erleben in der Not, in der kein Gott als rettende Hilfe sichtbar ist.

 

Und es gibt nur Gott als die wirklich helfende Rettung: ‚Unser Erlöser von jeher’ ist sein Name. Nicht alte Glaubenszeugen – wie Abraham oder Israel (Jakob) wissen um den Menschen. Allein Gott weiß um ihn. Die Anklage vor Gott erscheint uns fast vermessen, ist es doch die Freiheit des Menschen, sich von Gott weg auf die Leben zerstörende widergöttliche Macht verlassen zu wollen. Die Klagenden in unserem Text aber sprechen: ‚Warum lässt du uns, Herr, von deinem Weg abweichen, machst unser Herz hart, dass wir dich nicht mehr fürchten!?’ Es ist der Mensch, der sich von Gott abwendet. Das erkennt diese Klage. Sie hat Übles erlebt. Und auf dem Scherbenhaufen einer Selbstgefälligkeit spricht der Klagende: ‚Uns geht es, als wärest du nie unser Herrscher gewesen, als wären wir nicht nach deinem Namen benannt.’

 

Aus dieser Erfahrung kommt der Ruf, der uns adventlich so vertraut ist: ‚Reiß doch die Himmel auf und komm herab!’ Dann kommt das Gebet der Klage in Fahrt. Gott möge kommen als kraftvolles Feuer, möge die Berge zittern lassen, möge sich als Beherrscher fremder Völker erweisen.

 

Fast wie ein taumelndes Schmeicheln spricht der prophetische Schreiber dann: ‚Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen ..., dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen.’ Wie vertrauensvoll wendet sich die Klage zu Gottes einzigartiger Möglichkeit.

 

Angesichts dieser Unüberbietbarkeit Gottes ist das Volk fähig sich realistisch einzuschätzen: Ja, wir sind treulos gewesen; unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid; wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind.’ Solange der Mensch sich in seiner uneingeschränkt eigenen Macht wähnt, ist das Unrecht oft nicht bewusst. Erst wenn diese Macht sich verfangen hat und ins Unheil wendet, kommt das Nachdenken. Den Glaubenden kommt das Bewusstsein, dass sie dabei nicht mehr mit Gott gerechnet haben: Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir.’ Und die bittere Erkenntnis lautet: ‚Du (Gott) hast dein Angesicht vor uns verborgen und uns der Gewalt unserer Schuld überlassen.’ Wie gewaltig es ein Leben niederdrücken kann, unentrinnbar seiner eigenen Schuld überlassen zu sein, das werden manche als überaus Leben hindernde Erfahrung kennen.

 

Der Prophet wendet sich aus dieser sehr realistischen Beschreibung seiner Not an Gott. Er tut es in anrührender Weise, denn er packt Gott bei seiner Ehre: Er bleibt verbunden mit den Menschen, er behält Mitverantwortung für das, was er geschaffen hat. Gewiss, es stimmt ja: Wir haben in unserer eigenen Verpflichtung versagt – und sind gestraft durch die schrecklichen Erfahrungen der Geschichte. Der prophetische Schreiber denkt konkret an die Zerstörung des Tempels und das damit verbundene Leiden für sein Volk: ‚Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden. Zion ist eine Wüste, Jerusalem eine Öde. Unser heiliger, herrlicher Tempel, wo unsere Väter dich priesen, ist ein Raub der Flammen geworden; alles, was uns lieb war, liegt nun in Trümmern.’ Das ist eine furchtbar erschütternde Lebensbilanz, gesprochen aus Not, gesprochen aus der Erkenntnis, dass zu einem glücklichen Leben eine glückliche Beziehung mit Gott gehört.

 

Unsere zeitgeschichtlichen Bedingungen sind andere. Vielleicht sind es individuelle Lebensbilanzen, vielleicht sind es auch globale Zusammenlebensbilanzen der Menschheit, die in unseren Blick kommen. Der Text des prophetischen Schreibers spricht in die konkrete nachexilische Situation. Das ist nicht die unsrige. Aber das, was er skizziert, ist wieder wie eine Bühne, auf der wir in zeitgeschichtlichem Gewand des 6. vorchristlichen Jahrhunderts Themen angesprochen sehen, die mit uns zu tun haben. Es ist die Frage der Gerechtigkeit, die sich aus der Beziehung zu Gott als weisendes Prinzip unserer Weltanschauung nährt.

 

Die prophetische Bitte ‚Reiß doch den Himmel auf und komm herab!’ sehen wir im Lichte des Evangeliums in dem Menschen Jesus von Nazareth verleiblicht gegenwärtig. Die Zuwendung Gottes in so manche Verwirrung und Not der menschlichen Gemeinschaft ist in Jesus geschehen – so ist es unser Vertrauen. Die Wandlung dieser Not ist für uns gebunden an die Person Jesu. Er in seinem Zeugnis, an Gott sich grenzenlos zu orientieren, ist der Weg, auf dem Frieden und Entwirrung – auf dem Heil kommen kann.

 

Seitdem sind über 2000 Jahre in der Menschheitsgeschichte weitergegangen. Manches hat zu mehr Menschlichkeit beigetragen, indem Menschen diesem Jesus nachgegangen sind. Dadurch ist er gegenwärtig. Manches ist auf diesem Weg ebenso in die Verwirrung und Perversion gegangen. Dass wir mit jedem Advent einen neuen Anfang uns ermöglichen, ist Zeichen einer unaufgebbaren Hoffnung.

 

Der Schreiber alter Zeit hat es gewagt, nicht nur den Menschen in seiner zerknirschenden Schuldbeladung stehen zu lassen, sondern Gott bei seiner Ehre zu packen, uns immer wieder neu aufzurichten: ‚Kannst du dich bei all dem zurückhalten, Herr, kannst du schweigen und uns so sehr demütigen?’ Und spätestens danach wissen wir, dass wir uns neu orientieren müssen, aber auch können – vielleicht weil wir die Hoffnung nicht aufgeben mögen, dass Heil von Gott kommt und seinem Christus.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Woche vom 

03.12.2017 - 10.12.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

1. Advent 2017

10.30 Uhr Heilige

Messe der Gemeinde St. Georg,

anschließend Taufe des Kindes Felix Anton Hoffmann

 

18.00 Uhr Rorate-Messe
der Gemeinde zum 1. Advent

Montag:

10.00 Uhr Exequien für Britta Goost

 

Nikolaus von Myra

Mittwoch:
18.00 Uhr Nikolausmesse
in der Nikolauskapelle
in Lyskirchen

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung der Religionen und Kulturen

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Freitag:
18.00 Uhr Heilige Messe an Mariä Empfängnis in der Kirche, anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

2. Advent 2017

10.30 Uhr Heilige

Messe der Gemeinde St. Georg

 

18.00 Uhr Rorate-Messe
der Gemeinde zum 2. Advent

 

Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

am Dienstag um 18.45 Uhr
und am Donnerstag um 18.45 Uhr

IHRE HILFE ZU WEIHNACHTEN

Eine Schule für die Kinder der Armen in Guatemala

„Mein Vater war krank und meine Mutter arbeitete hart, um die Familie durchzubringen. In der Zeit musste ich auf meine Geschwister aufpassen. Abends habe ich Dinge auf der Straße verkauft, die wir aus dem Müll gesammelt hatten.“ Wenn Wendy Ventura über ihre Kindheit erzählt, erkennt man, wie sehr die Not ihr Leben von Anfang an bestimmt hat. So wie das Leben vieler, die als Angehörige der indigenen Bevölkerung Lateinamerikas noch immer an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

In Guatemala, einem der ärmsten Länder Lateinamerikas, sind viele Familien darauf angewiesen, dass selbst die Kleinsten mitarbeiten. Jedes dritte Kind geht darum nicht zur Schule. Die Folge: Ohne Bildung bleiben die Kinder arm und gehen erneut den Weg ihrer Eltern in der Armut.

Besonders die Nachfahren der Maya-Völker leiden unter diesem Teufelskreis aus existenzieller Not und fehlenden Bildungschancen. Am Rand der Kleinstadt Cobán, etwa 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt im Hochland von Alta Verapaz, leben viele indigene Familien deshalb auf einer Müllkippe. Mit dem Sammeln von Wertstoffen aus den Abfällen halten sie sich notdürftig über Wasser.

„Als ich sah, in welchem Elend die Menschen auf der Müllkippe leben, war ich entsetzt und musste etwas tun.“ Padre Sergio Godoy, Priester in Cobán

WEITERE INFORMATIONEN >>>


Sie sind eingeladen

Die Verkündigung von Gabriel an Maria und die Königin von Saba im Deckenfresko von Lyskirchen

Über Jahrhunderte war den Gläubigen die Prophezeiung der Königin von Saba, wie sie in dem apokryphen Nikodemus-Evangelium (Acta Pilati) beschrieben wurde, bekannt.


So stehen die Szenen in unserem Deckenfresko(um 1250):

 

1: die Königin von Saba

2: die Verkündigung an Maria und

3: das Weihnachtsgeschehen

 

unmittelbar zueinander. 

 


Die Krippe in Lyskirchen am 1. Advent 2017:

Die Prophezeiung der Königin von Saba

Foto zum Vergrößern "anklicken" (Foto: Matthias Schnegg)

Einst ein reiches Land, heute ein Land von Hunger und Not

Mehr als 27 Millionen Menschen leben heute im Jemen. Hier befand sich zwischen 1000 v. Chr. und 400 n. Chr. mit der Hauptstadt Ma'rib das Reich der Königin von Saba. Zum Unterhalt der Bevölkerung von Saba wurde im 6. oder 4. Jahrhundert v. Chr. der berühmte Staudamm von Ma'rib errichtet. Mit diesem Damm konnten große Flächen des Wüstenbodens am Rand des Rub al-Chali urbar gemacht werden, was erheblich zum Aufstieg von Saba beitrug. Die Menschen lebten im Wohlstand.

 

Heute: Der Bürgerkrieg und die von Saudi-Arabien angeführte Militärintervention haben die Ernährungslage und das Ausmaß der Armut weiter verschärft. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung waren 2017 vom Hunger bedroht und auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

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Dem Westen ist der Krieg und die Hungersnot in Jemen komplett egal

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Adventszeit

Manchen ist die Zeit des Advent eine kostbare Zeit der geistlichen Wahrnehmung. In Maria Lyskirchen feiern wir die Sonntagsgottesdienste im Lichtschein der Erwartung der Mehrung und Neufüllung unserer Hoffnung. An den Freitagen ist um 18 Uhr Messfeier in der Krypta, anschließend das für alle offene Bibelgespräch im Pfarrsälchen. In diesem Advent widmen wir uns den Lesungen aus dem Jesaja-Buch. Auch wer nur einmal ‚schnuppern’ möchte, ist bei den Bibelgesprächen willkommen. Sie sind grundsätzlich ein offener Gesprächskreis.

 

In der Woche vor Weihnachten verdichtet sich dann unsere Feier der Erwartung in den Rorate-Messen am Abend.

 

Krippenempfang

Wer Zeit und Lust hat, nach eigenem Maß sich am Krippenempfang zu beteiligen – herzlich willkommen, denn die Besucher freuen sich über den Empfang – und der Verkauf der Postkarten ist in seinem Erlös für das Notel bestimmt. Wer mitmachen mag: Eine Liste liegt in der Sakristei.

 

Fürbitten zum Jahresende

Es ist noch relativ weit hin, mag aber doch schon bedacht sein: In der Messfeier zum Jahresschluss sollen Ereignisse oder Gedanken aus dem Jahr 2017 in großen Fürbitten (ähnlich wie am Karfreitag: Nennung eines Gebetsanliegens und ein Gebet dazu) vorgetragen werden. Wer eine solche Fürbitte – sei es nur das Gebetsanliegen oder auch das anschließende Gebet – mit einbringen mag, ist herzlich willkommen. Das macht dieses besondere Gebet zum Jahresabschluss zu dem aus der Gemeinde getragenen ‚allgemeinen Gebet’. Um Überschneidung in den Anliegen zu vermeiden, bin ich dankbar, wenn Sie kurz mitteilen, zu welchem Anliegen Sie etwas schreiben mögen: schnegg@lyskirchen.de. Danke für eine Beteiligung – auch in diesem Jahr wieder.

 

Advent für das Notel

In der frisch renovierten Kapelle im NOTEL brennt die erste Advetskerze 2017
In der frisch renovierten Kapelle im NOTEL brennt die erste Advetskerze 2017

Auch in diesem Advent sind Sie eingeladen, dem Notel (Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige) und dem Notel – Kosmidion (Krankenwohnung für obdachlose Drogenabhängige) in Form von Naturalien – wieder mal! -eine Zeichen der herzlichen Solidarität zu setzen. Die Gäste des Notels freuten sich an Obstkonserven, an Nuß- Nougat-Creme und an eingeschweißt verpackter Scheibenwurst (Salami und Fleischwurst), aber auch an Salami und Fleischwurst am Stück. Auch benötigen die Gäste im Notel Deospray.

 

Wie in den Vorjahren, wird wieder ein Korb aus dem Notel am Eingang stehen. Dorthinein können Sie Ihre Geschenke (bitte nur die, die hier aufgeschrieben sind) legen.

 

Herzlichen Dank!

Schokoladencreme, Salami, Obstkonserven und Deospray ...
Schokoladencreme, Salami, Obstkonserven und Deospray ...
Programm-Adventskonzert.pdf
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PS: Wenn es noch interessiert ...

Im Hause Trump's in Washington ist endlich wieder Weihnachten:

Da jubelt doch die ganze fundamentale Christenheit

In den vergangenen Jahren hatten sich die Fundamentalisten beklagt, dass Präsident Obama nur noch von Feiertagen sprach und nicht mehr von Weihnachten. Das hat sich ja nun gravierend geändert: Melanie im Weihnachtswunderland ...