Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Vom Kinderwunsch zum Wunschkind?

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
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    50676 Köln
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Eine gesegnete Osteroktav 2018

Ostern 2018

Der auferstandene Christus trägt die neue Menschheit in sich, das letzte herrliche Ja Gottes zum neuen Menschen. Zwar lebt die Menschheit noch im alten, aber sie ist schon über das Alte hinaus, zwar lebt sie noch in einer Welt des Todes,

aber sie ist schon über den Tod hinaus, zwar lebt sie noch in einer Welt der Sünde, aber sie ist schon über die Sünde hinaus. Die Nacht ist noch nicht vorüber, aber es tagt schon.“

 

(D.Bonhoeffer)


 

Sonntag,  01.04.2018 ist der 91. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 274 Tage bis zum Jahresende.

1.4.1933: Boykott gegen jüdische Geschäfte

"Heute morgen um 10 Uhr hat der Boykott begonnen, er wird bis zur Mitternachtsstunde fortgesetzt und vollzieht sich mit einer schlagartigen Wucht, aber auch mit einer imponierenden Zucht und Disziplin unserer Partei und unserem Führer, Heil, Heil, Heil."

 

Joseph Goebbels, in einer Rundfunkansprache am 1. April 1933. Mit diesem Boykottaufruf gegen jüdische Unternehmen sollte - zwei Monate nach der Machtergreifung Hitlers - der Volkshass geschürt werden. Es war der erste brutale Schlag zur Ausschaltung jüdischer Bürger aus dem Wirtschaftsleben. Die Übergriffe auf Juden, die bereits an der Tagesordnung waren, sollten nun in einen gesetzlichen Rahmen gefasst werden. Ein Boykottkomitee wurde ins Leben gerufen, den Vorsitz hatte Julius Streicher, Herausgeber des "Stürmer".

Eine Gastkolumne von Krsto Lazerevic auf DW

Mein Europa:

Der Antisemitismus in Europa ist nicht importiert

Berliner Morgenpost im November 1938
Berliner Morgenpost im November 1938

In der deutschen Islam-Debatte gibt es eine bemerkenswerte Kausalität. Immer wenn bayerische Provinzpolitiker verlautbaren, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, taucht in ihren Reden vermehrt die "jüdisch-christliche" Prägung oder Tradition des Landes auf. Gleichzeitig wird verschwiegen, dass die christlich-jüdische Tradition zu einem nicht unwesentlichen Teil daraus bestand, dass Christen Juden verfolgt, vertrieben und ermordet haben. [...]

[...] Die meisten antisemitischen Straftaten in Deutschland werden dennoch von Rechtsextremen begangen. Und wenn Rechte von "importiertem Antisemitismus" schwafeln und Muslime unter Generalverdacht stellen, dann bleibt die beste Option immer noch ihnen den erhobenen Mittelfinger entgegen zu strecken. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man sich mit einer Kippa abends nicht über die Sonnenallee (Berlin-Neukölln) trauen kann. 2018 in Deutschland. Wir müssen endlich etwas dagegen tun.

Vor 50 Jahren wurde aus dem 'Päpstlichen Hof' ein 'Päpstliches Haus'

Keine nützlichen Reformen wurden jemals ausgeführt, ohne ihren Urhebern Gegner, Feindschaften und bittere Unannehmlichkeiten zu bereiten."

Camillo Benso Graf Cavour(1810 - 1861)

... mehr am Ende des heutigen Newsletter

„Den Konservativen zu liberal, den Progressiven zu reaktionär“

Ostern 2018

1. Lesung

Gott sah alles an, was er gemacht

hatte: Es war sehr gut

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.

Gen 1, 1.26-31a

 

 

2. Lesung

Sind wir mit Christus gestorben,

so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden

 

Lesung aus dem Brief an die Römer

 

Brüder! Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden. Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein. Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

Röm 6, 3-11

 

 

Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten; er ist auferstanden

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemandem etwas davon; denn sie fürchteten sich.

Mk 16, 1-8

 

 

Nun  geht!

zu Markus 16,1-8

Wie wollen wir das letztlich Unsagbare sagbar machen? Wie wollen wir etwas ausdrücken, was auf einer schwer benennbaren Erfahrung beruht? Wie soll etwas ‚Wahrheit’ sein, das ohne den Glauben, ohne das Vertrauen in diese Wahrheit nicht verständlich zu machen ist?

 

Mit solchen Fragen hat die Osterbotschaft der christlichen Gemeinde zu tun. Wir können uns nicht festhalten an einer historisch genau zu beschreibenden Tatsache. Wir haben heute keine Augenzeugen und keine Zeugen der Ersterfahrung der Auferweckung Jesu zur Verfügung, so dass deren Zeugnis uns fraglos überzeugen könnte. Wir haben Berichte, die verkündigende Erzählungen Glaubender sind. Und selbst diese Berichte stimmen nicht in allen Details haargenau überein. Für manche ist ein solcher Befund für die zentrale Botschaft des Glaubens schmerzlich dünn.

Dünn ist dieser Befund, wenn für wahr nur das gehalten wird, was heutigen naturwissenschaftlichen Erklärungsmöglichkeiten entspricht. Ganz anders ist dieser Befund der Überlieferung für die, die sich bereitfinden, in diesen Erzählungen das zu finden, was Grundlage der eigenen Welt- und Lebensorientierung ist. Die Wahrheit, die wir hier glauben, ist in den Denkformen von Raum und Zeit nicht fassbar. Diese Wahrheit von der unendlichen Kraft des Lebens Gottes übersteigt all das, was uns sonst an Sprache und Denkformen zur Verfügung steht. Weil das so ist, können wir die Botschaft von der Auferweckung Jesu und von der unendlichen Lebenskraft Gottes nur als Glaubende oder um den Glauben Ringende annehmen. Dieses ‚Nur’ nimmt nichts von der Größe dieser Botschaft – für die, die sie als Glaubende aufnehmen können.

 

So liest sich die Ostererzählung des Markusevangeliums nicht als ein historischer Bericht. Sie ist der Versuch, mit unseren sprachlichen Mitteln das auszudrücken, was als Botschaft erfahren worden ist. Neben diesem versuchenden Erfassen liegt aber auch die geerdete Klarheit, was es für Glaubende bedeutet, sich dieser Botschaft des unendlichen Lebens Gottes anzuvertrauen.

 

Der Evangelist lässt uns eintreten in eine Szene von drei Frauen, die sich mit wohlriechendem Öl auf den Weg machen, um den Toten zu salben. Es sind drei Frauen, die auch unter dem Kreuz ausgehalten haben. Es sind Menschen, die trotz der radikalen Infragestellung Jesu und trotz der Übermacht der Todesgewalt dabeigeblieben sind. Frauen in festhaltendem Vertrauen. Die Männer aus dem engsten Kreis Jesu sind laufen gegangen. Für sie war die Zumutung, an die Sendung Jesu glaubend dabeizubleiben, nicht auszuhalten.

Die Frauen gehen zum Grab. Welcher Stimmung sie sind – wir wissen es nicht. Auferweckung werden sie nicht erwartet haben. Daher die Absicht der Totensalbung.

 

Dann wirft der Erzähler erste Hoffnungsschimmer in diese Stimmung: ‚erster Tag der Woche’, ‚in aller Frühe’, ‚als eben die Sonne aufging’ – all das erste Zeichen eines Aufbruchs.

 

Dann wird erzählerisch wieder zurückgefahren: Die Frauen machen sich Gedanken, wie das mit dem schweren Stein vor dem Grabeingang zu regeln sein wird. Der sei ‚sehr groß’, lässt uns der Erzähler wissen. Neben dem aufbrechenden Hoffnungsschimmer steht nun die sehr große Macht des versiegelten Todes. Das kennen die Zuhörenden: Der Tod setzt eine Grenze, für die uns die Kraft fehlt, sie zu öffnen.

 

Und dann der unerwartete und aufstachelnde Moment: Dieser Stein ist weggewälzt! Das Undenkbare wird erzählerisch geöffnet: Der versiegelte Tod ist aufgebrochen. Der unüberwindlich machtvolle Stein ist weg. Die Frauen gehen in das Grab, wagen sich in die Höhle des Undurchdringlichen. Ehe wir als Zuhörende uns das Bild ausmalen können, wie es den Frauen in der überrumpelnden Überraschung wohl zumute sein wird, bringt der Erzähler den ‚jungen Mann mit einem weißen Gewand’ in Szene. Ein Gegenstück zur dunkel vermuteten Grabhöhle ist der ‚junge’ Mann in einem ‚weißen’ Gewand. Wieder leuchtet etwas von Lebendigkeit auf. In der Bildersprache der damaligen Zeit ist das weiße Gewand ein eindeutiges Zeichen für die Herrlichkeit, die von Gott ausgeht. Andere Evangelisten lassen direkt ‚Engel’ in ihren Ostererzählungen auftreten. Gott selbst gibt die Deutung zu dem, was Menschen mit ihrem durch Raum und Zeit begrenzten Denkrahmen nicht erfassen können. Aber ehe die Deutung zur Sprache kommt, wird berichtet, was es mit Menschen macht, die einer solchen Überwältigung ausgesetzt sind: ‚Sie erschraken sehr!’ Zum Glauben kommen zu sollen, dass es einen göttlichen Einspruch gegen die Endgültigkeit des Todes geben soll, das ruft ein großes, vielleicht auch existentielles Erschrecken hervor.

 

Der Evangelist registriert diese menschliche Reaktion, will aber den Glauben nicht hängen lassen in der Erstarrung der Begegnung mit dem Zugroßen. Daher entkrampft der Gottesbote in der Erzählung: ‚Erschreckt nicht!’ Und damit das nicht wie eine Floskel wirkt, greift er das menschliche Suchen auf, um es in einen göttlichen Zusammenhang zu binden. ‚Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.’ Niemand von denen, die diese Erzählungen geschrieben und überliefert haben, war unter den Frauen. Die Erzähler – wie hier der Evangelist Markus – verkünden, dass das Leben des Ermordeten nicht ausgelöscht ist. Er ist auferweckt – aus der Lebenskraft Gottes in eine andere, sprachlich letztlich nicht benennbare Sphäre Gottes geholt worden. Es ist die Kraft Gottes, die Jesus auferweckt, nicht die eigene Kraft Jesu, die ihn auferstehen ließe.

 

Wir sind leicht gelockt, diese Lebenskraft Gottes als eine nach dem Tod wirksame Erfahrung zu sehen. Der Evangelist Markus will aber verkünden, dass Gottes Lebenskraft nicht erst nach dem Tod ihre Wirksamkeit entfaltet. Das ganze Leben Jesu ist ein Zeugnis dieser Leben eröffnenden Kraft Gottes. Der Kreuzestod Jesu – Jesus, der Gekreuzigte – ist ein zusammengefasstes Zeichen dieser Kraft Gottes. Weil Jesus das Leben und die Liebe Gottes kompromisslos gelebt hat, ist er durch die Hände von Gewalttätern ermordet worden. Der Glaube sieht in diesem Tod aber die Zusage Gottes, der Liebe und der Lebenskraft Gottes mehr zu trauen als den Mächten des von Menschen herbeigeführten Todes. Darum werden Menschen immer wieder auf den Weg des bezeugten Lebens und der bezeugten Liebe gewiesen, wenn sie der unendlichen Lebenskraft Gottes zu trauen, zu glauben lernen.

 

Der Evangelist schickt daher seine Zuhörerschaft auf den Weg. ‚Nun geht!’, lautet die Aufforderung an alle, die sich auf diesen Glauben an die unendliche Lebenskraft Gottes einlassen wollen. Sie werden nicht wie in einen Andachtsraum der Schau auf die zukünftige Welt geschickt. Sie sollen ‚nach Galiläa’ gehen, denn ‚dort werdet ihr ihn sehen – wie er euch gesagt hat.’ Zum Glauben an die Wirkmacht des Lebens Gottes kommen Menschen da, wo sie das zu leben lernen, was Jesus in seiner Zeit in Galiläa vorgelebt hat. Auch er lebte aus einem bedingungslosen Vertrauen in Gottes Lebenskraft. Wir werden also der durch Jesus vermittelten Kraft des Lebens Gottes begegnen, wo wir in den Spuren Jesu das Leben zu deuten und zu gestalten lernen. Das ist ein Akt der Entscheidung des Glaubens – oft genug wider manchen Augenschein einer mehr von der Todeskraft gezeichneten Welterfahrung. Jesus als den Auferweckten ‚sehen’ geschieht da, wo wir uns auf den Weg machen, in sein Vertrauen auf Gott zu wachsen. Wo wir ihn dann ‚sehen’, da werden wir zu Zeuginnen und Zeugen erfahrbarer und gelebter Liebe und eröffneten Lebensraumes.

 

Markus lässt seine Erzählung enden mit Erschrecken, Bestürzung und Flucht. Das verwundert, weil die Botschaft des unendlichen Lebens doch erfreuen sollte. Markus erzählt aber sehr nachvollziehbar: Die Ungeheuerlichkeit dessen, was da gottmöglich und menschenmöglich sein soll, die ruft fürs Erste eher Fluchtgedanken hervor. Wer ist dem Anspruch der göttlichen Liebe gewachsen? Markus hat sein Evangelium so zusammengestellt, dass er mit diesem offenen Schluss ermutigt, sich immer wieder neu auf den Weg zu machen – auch im erneuten Lesen seines Evangeliums von Anfang an. Er bezeugt, dass Jesus, der Auferweckte, immer schon uns entgegenkommt: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahegekommen’, so lässt Markus die ersten Worte Jesu erklingen (1,15). Die Einladung an die, die sich auf Gottes Zusage einlassen lernen wollen heißt dann: Lernt aus dem Beispiel Jesu neu denken und urteilen – und dann lernt, handelnd‚ ‚an das Evangelium zu glauben.’

 

Das Osternfeiern ist eine Ermutigung,
sich immer neu auf diesen Weg zu machen:

‚Nun geht!’.

 

Ein auf diesem Weg

segnendes Osternfeiern!

 

Ihr Matthias Schnegg

 

01.04.2018 - 08.04.2018

Ostern 2018

 

Ostersonntag:

05.00 Uhr Festfeier der Osternacht – mit Wort Gottes, Vigil, Osterfeuer, Lichtprozession, Tauferneuerung und festliche Eucharistie, anschließend Osterfrühstück in der Unterkirche

 

19.00 Uhr Festhochamt

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Ostermontag

19.00 Uhr Feierliches Hochamt

 

Tage der Osteroktav:

 

Dienstag: 18.00 Uhr
Heilige Messe in der Osteroktav

 

Mittwoch: 18.00 Uhr
Heilige Messe in der Osteroktav

 

Donnerstag: 15.00 Uhr Rosenkranzgebet für
den Frieden und die Versöhnung der Religionen & Kulturen

 

18.00 Uhr
Heilige Messe in der Osteroktav

 

Freitag: 18.00 Uhr
Heilige Messe in der Osteroktav anschließend Bibelgespräch im Pfarrsaal

 

Samstag: 18.00 Uhr
Heilige Messe in der Osteroktav

 

2. Ostersonntag

19.00 Uhr Feierliche
Heilige Messe der Gemeinde

 

Meister des Wittingauer Altars: Wittingauer Altar, Vorderseite: Auferstehung Christi, um 1380 (Prag)
Meister des Wittingauer Altars: Wittingauer Altar, Vorderseite: Auferstehung Christi, um 1380 (Prag)

Sie sind eingeladen

NOTEl-Dank

 

Liebe Gemeinde,

und wieder sind wir im Notel reich beschenkt worden. Es war sehr beeindruckend, was da an den Fastensonntagen in die Körbe gelegt wurde. Alles können wir gut gebrauchen und zum Glück haben wir genug Stauraum. Danke auch den Kuchenbäckern, die mit großer Treue das Cafe versorgen und selbstgebackener Kuchen ist ein heiß begehrter Nachtisch bei den Übernachtern und Kranken.

 

Ein besonderer Dank gilt den Frauen und Männern, die während der Krippenzeit den Kirchenempfang ehrenamtlich sicher stellen und auf das Notel hinweisen. Wieder ist der Erlös ein tragender Beitrag für einen Minijob in der Krankenwohnung.

 

Die Verbundenheit der Gemeinde ist ein

Geschenk und trägt uns sehr.

 

Ich grüße Sie herzlich von

uns allen im Notel

und wünsche Ihnen

ein frohes Osterfest.

 

Bärbel Ackerschott

 

Osternfeiern

In der Woche vor den großen Festen Weihnachten und Ostern feiern wir jeden Abend Gottesdienst – als Wege auf die großen Feste hin. Und die Woche danach, die Festtagsokatv, spielt das große Festgeheimnis aus – so auch in diesem Jahr in der Osterwoche. Wir feiern jeden Abend um 18 Uhr feierliche Heilige Messe. Fühlen Sie sich eingeladen.

Misereor

Danke sehr für die Gaben für das Hilfswerk Misereor. Wir haben am 5. Fastensonntag 1420,51 € zusammengetragen. Es ist beruhigend, dass wir bei aller liebevollen Zuwendung für unsere Kirche und Gemeinde (in der Osternacht und am Ostersonntag ist wieder LYSKIRCHENSonntag-Kollekte) auch die großen Anliegen um größerer Gerechtigkeit willen in der Welt nach unseren Kräften stärken.

 

Danke sehr.

 

Konzert in St. Maria im Kapitol

Der Projektchor KapitolKlang lädt ein:

 

Samstag, dem 07.04.2018,

18.00 Uhr; Einlass und Abendkasse:

17.00 Uhr in der Basilika St. Maria im Kapitol, Köln,
Eingang Kasinostrasse.

 

Der Abend steht unter dem Leitmotto

 

“Magnificat”!

 

Auf dem Programm finden sich die Vertonungen von Johann Sebastian Bach, das Lateinische Magnificat BWV 243 und das sogenannte “Deutsche Magnificat”, die Kantate Nr. 10, “Meine Seel erhebt den Herren” BWV 10. Hinzu kommt noch das Doppelkonzert für Violine, Oboe, Streicher und Basso continuo, BWV 1060a. SolistenInnen sind Judith Stapf, Violine und Marie Christine Becker, Oboe, Silke Stapf - Sopran, Susanne Wessely - Mezzosopran, Angela Froemer - Alt, Stephan Boving - Tenor und Lucas Singer - Bass. Es spielt das Neue Rheinische Kammerorchester.

 

Der Kostenbeitrag beträgt 18,00, ermäßigt 12,00 €. Karten können im Vorverkauf über Tel. 02225/12240 oder über die Mailadresse

kapitolklang@t-online.de erworben werden.

 

Über Ihr Kommen freut sich
KapitolKlang

 

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Nachgedacht

„Den Konservativen zu liberal, den Progressiven zu reaktionär“

Keine nützlichen Reformen wurden jemals ausgeführt, ohne ihren Urhebern Gegner, Feindschaften und bittere Unannehmlichkeiten zu bereiten.

Camillo Benso Graf Cavour(1810 - 1861),
eigentlich Graf Benso di Cavour, italienischer Staatsmann

Wirklich, ein großer Papst

Geliebte Söhne, Ihr seid Christus für uns. Wir, die wir das außerordentliche Glück haben, sein Stellvertreter im Lehramt der durch ihn geoffenbarten Wahrheit und im pastoralen Dienst der ganzen katholischen Kirche zu sein, wollen den auferstandenen und leidenden Christus in Euch entdecken. Wir sind nicht gekommen, um Eure untergebenen Beifallsrufe, die immer angenehm und bewegend sind, zu empfangen, sondern um den Herrn in Euren Personen zu ehren, um uns also vor ihnen dementsprechend zu verneigen und ihnen zu sagen, daß wir jene Liebe ... an ihn in Euch, in Euch selbst erweisen."

 

Paul VI. vor 200 000 Land- und Minenarbeitern 1968
in der Nähe vor Bogoda, ehe er den Eucharistischen
Weltkongreß eröffnete

Eine Reform von vielen, Paul VI. hatte den Mut dazu ...

Als aus dem 'Hof' ein 'Haus' wurde

Das Ende der Pfauenfedern

Kurienreform 1968:
Paul VI. schaffte vor 50 Jahren den Hofstaat ab -
Schluss mit Straußenfedern:


Vor 50 Jahren schaffte Papst Paul VI. den päpstlichen Hofstaat ab. Am 28. März 1968 erschien der Erlass „Pontificalis domus“, mit dem der Montini-Papst den Päpstlichen Hof zum Päpstlichen Haus umwandelte.

30. Juni 1963, bei der Krönung des neuen Papstes Paul VI., war das Hofzeremoniell noch intakt. Fünf Jahre später räumte Paul VI. auf ...
30. Juni 1963, bei der Krönung des neuen Papstes Paul VI., war das Hofzeremoniell noch intakt. Fünf Jahre später räumte Paul VI. auf ...

Johannes XXIII:

"Es stirbt ein Papst, aber die Kurie bleibt"

Unter Paul VI. ist die Kurienreform, die er ins Werk setzt, eine Umsetzung der Vorgaben des II. Vatikanums. In der Lehre von der Kirche, der Ekklesiologie, also Kirche in der Communio, in der Gemeinschaft. Das Papsttum als Dienstamt für die ganze Kirche, eine Aufwertung der Ortskirchen, durch das Konzil, die Kollegialität der Bischöfe, die durch die Kurie zum Ausdruck kommen soll. Das waren im Grund Vorgaben des Konzils. In dieser Tradition steht meines Erachtens auch Papst Franziskus. Ich sehe bei ihm einen starken Rückbezug auf Paul VI. Ob das nochmal wirklich ein so großer Wurf wird wie bei Paul VI., eine so umfassende Neugestaltung, sei es des Aufbaus der Kurie, sei es des Zeremoniells, das sei dann dahingestellt. Vielleicht braucht es da auch den Hintergrund, den Paul VI. hatte, nämlich 30 Jahre an der Kurie selbst tätig gewesen zu sein.“

Jörg Ernesti

FRAGE: Die Kurienreform von Franziskus löst einigen Unmut aus, so wie seinerzeit auch nicht alle mit der Kurienreform von Paul VI. glücklich waren. Die teils geharnischten Äußerungen heute lassen sich sicherlich auch auf die Verstärker-Funktion der Sozialen Medien zurückführen, oder ist Ihrer Einschätzung nach heute wirklich noch mehr Unzufriedenheit mit Reform vorhanden als vor 50 Jahren?

Vielleicht ist man vor 50 Jahren noch zurückhaltender gewesen. Man schreibt dem Schwarzen Adel in den 60er, 70er Jahren zu – ich weiß nicht ob zu Recht oder zu Unrecht - , dass er persönliche, private, intime Details über Paul VI. verbreitet habe, unter denen er, glaube ich, auch sehr gelitten hat. In den 70er Jahren bittet er dann auch einmal die italienische Bischofskonferenz um das Gebet der italienischen Katholiken, um solche unangenehmen Gerüchte überwinden zu können. Heute ist natürlich auch so, dass Papst Franziskus mit seinen Ansprachen an die Kurie vielleicht auch manchem Mitarbeiter der Kurie provoziert hat oder sich mancher provoziert gefühlt hat. Franziskus ist ein Mann der direkten Ansprache, vielleicht verträgt das nicht jeder in Rom.“

Jörg Ernesti

Eine Buchempfehlung:

 

Paul VI.

Die Biographie

von Jörg Ernesti (Autor)
Verlag Herder

 

Das Pontifikat Pauls VI. (1963-78) fällt in eine bewegte Zeit: Zunächst hatte er das Zweite Vatikanische Konzil abzuschließen, was ihm Anerkennung einbrachte. Er bereiste als erster Papst die Welt, baute Brücken zu Orthodoxie, Judentum und zum kommunistischen Osten und avancierte durch seinen Einsatz für Frieden, Entwicklung und Gerechtigkeit zum ersten modernen Papst. Umso härter traf ihn das weltweit negative Echo auf seine Enzyklika Humanae vitae, in der er alle Mittel der künstlichen Empfängnisverhütung verbot.

Innerkirchlich galt Papst Paul VI. den Konservativen als zu liberal, den Progressiven als zu reaktionär - ein Widerstreit, der seine integere Persönlichkeit zermürbte.

 

Diese erweiterte Neuausgabe mit Quellentexten und vielen neuen Bildern zeigt die außerordentliche Bedeutung dieses Pontifikats, die mit wachsendem zeitlichen Abstand immer deutlicher wird.

Das Buch ist außerordentlich spannend und lehrreich für die gegenwärtigen Aufbruchsbewegungen und Dialogprozesse in der Kirche.

Karl Kardinal Lehmann