Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

9. Sonntag im Jahreskreis 2016

 

 

Sonntag, den 29. Mai 2016
Der 29. Mai ist der 150. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben in einem Schaltjahr noch 216 Tage bis zum Jahresende.

 

PS: Der 29. Februar 2016
war ein Montag ...

Der I. Weltkrieg am 29. Mai 1916

Der deutsche Heeresbericht
vom 29. Mai 1916:

 

Französische
Vorstöße bei
Cumières abgewiesen

 

Großes Hauptquartier, 29. Mai. 
Westlicher Kriegsschauplatz: 
Feindliche Monitoren, die sich der Küste näherten, wurden durch Artilleriefeuer vertrieben. Den Flugplatz bei Furnes bewarfen deutsche Flieger erfolgreich mit Bomben. 


Auf beiden Ufern der Maas dauert der Artilleriekampf mit unverminderter Heftigkeit an. Zwei schwächliche französische Angriffe gegen das Dorf Cumières wurden mühelos abgewiesen.


Östlicher und Balkankriegsschauplatz: Nichts Neues.

 

Oberste Heeresleitung

Cumières-le-Mort-Homme

Bei Cumières-le-Mort-Homme handelt es sich um eines der neun im Ersten Weltkrieg während der Schlacht um Verdun vollständig zerstörten Dörfer im Département Meuse, die nicht wieder aufgebaut wurden. Nach Einstellung der Feindseligkeiten wurde beschlossen, die Gemeinde zu bewahren, die zum „für Frankreich gefallenen Dorf“ erklärt wurde, in Erinnerung an die dortigen Ereignisse. Hinderungsgründe für die erneute Besiedlung waren auch die Belastung des Bodens mit Blindgängern, Resten von Giftgas, sonstigem Kriegsmaterial und natürlich den nicht bestatteten Gefallenen.

Fronleichnam in Köln 2016

Die Monstranz auf dem Bootsaltar

"Willst du den Leib des Herrn ehren? Vernachlässige ihn nicht, wenn er unbekleidet ist. Ehre ihn nicht hier im Heiligtum mit Seidenstoffen, um ihn dann draußen zu vernachlässigen, wo er Kälte und Nacktheit erleidet. Jener, der gesagt hat: ,Dies ist mein Leib', ist der gleiche, der gesagt hat: 'Ihr habt mich hungrig gesehen und mir nichts zu essen gegeben', und ,Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.' ... Was nützt es, wenn der eucharistische Tisch überreich mit goldenen Kelchen bedeckt ist, während er Hunger leidet? Beginne damit, den Hungrigen zu sättigen, dann verziere den Altar mit dem, was übrigbleibt."

 

Johannes Chrysostomos

 (um 350 - 407), griechischer Kirchenlehrer
und seit 397 Patriarch von Konstantinopel

Predigt: Kardinal Woelki an Fronleichnam (26.05.2016)

Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Als Jesus diese Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

 

Lk 7, 1-10

Glaubens geschichte (zu Lukas 7,1-10)

Nach der österlichen Feierzeit kommen wir wieder in den Jahreskreis der Liturgie. Das Lukasevangelium wird uns weiter begleiten. Wir erinnern uns, dass Lukas das Ziel verfolgt, den Glauben seiner Gemeinde neu zu entzünden. Sein Evangelium ist das des brennenden Herzens – wie die Emmausgeschichte stark erzählt. In der Gemeinde wird die Praxis des Glaubens erlahmt gewesen sein. Alltag ist eingezogen. Sorgen des Alltags lassen nicht so viel Raum für das Fromme. Die Sattheit der Lebensmöglichkeiten braucht einen lebendigen Bezug zu Gott immer weniger ... Da hören wir Zustände, die uns gar nicht so fremd sind. Es geht nicht darum, sie verurteilend zu bewerten. Es geht darum, sie so zur Kenntnis zu nehmen und als um den Glauben bemühter Mensch sich zu fragen: Will ich das so? Und: Gibt es Lebenskräfte im Glauben, die ich ungenutzt vorbeilaufen lasse?

 

Lukas erzählt in diesen oder ähnlichen Standort des Glaubens eine bedenkenswerte Glaubensgeschichte. Sie erzählt von einem Nichtjuden, einem – vermutlich – römischen Hauptmann, der auffallende, sympathische Eigenschaften hat. Die Geschichte, die Lukas aus der Spruchquelle Q übernommen hat, versetzt die Hörerschaft des Lukas in die Zeit des Fürsten Herodes Antipas. Da gab es eine kleine Militäreinheit, in der auch ein Heide als Hauptmann diente. Erst für Lukas, der nach der Zerstörung Jerusalems und der Beendigung des jüdischen Aufstandes schreibt, wird aus diesem Nichtjuden ein römischer Hauptmann, ein Centurio, der über eine Hundertschaft das Kommando führt. Die Zuhörerschaft sieht in der Erzählung eine Bühne aus der Vergangenheit. Aber sie weiß, dass dieses dort erzählte Stück für sie zur Anregung ihrer eigenen Standortbestimmung in der Gegenwart dient. Wir hören diese Geschichte aus unserer Gegenwart und wissen, dass das Erzählte zwar im Kolorit des 1. Jahrhunderts spielt, aber in seiner Aussageabsicht durchscheinen kann bis zu uns.

 

Wir hören in der Geschichte von einem Nichtjuden. Der fördert das jüdische Leben in Karfarnaum. Das hat ihm hohes Ansehen bei der jüdischen Prominenz, bei den Ältesten eingebracht. Die nämlich treten stellvertretend für den Hauptmann als Bittsteller bei Jesus auf. Der Bursche des Hauptmanns ist lebensbedrohlich erkrankt. Er ist wohl der Leibbursche des Offiziers. Der ist in Sorge um den Kranken, was ihn schon als jemanden erkennen lässt, für den der Sklave keine Handelsware ist, sondern ein Nächster. Der Hauptmann bittet die Ältesten der jüdischen Synagoge, Jesus möge sich des Leidens seines Knechtes annehmen und ihn heilen. Die Bittsteller stehen ganz hinter diesem Anliegen. Inständig bitten sie und begründen: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns eine Synagoge gebaut.

 

Warum kommt der Offizier nicht selbst? Ist er sich zu fein? Die Folge der Geschichte belehrt uns, denn jetzt schickt der Centurio dem Jesus Freunde entgegen. Ihre Botschaft, die sie im Auftrag des Hauptmannes bringen, offenbart seine demütige, ehrenwerte, respektvolle Haltung. Er weiß offensichtlich, dass ein Jude sich unrein macht, wenn er in Israel das Haus eines Heiden betritt. Daher lässt der Befehlshaber übermitteln: Bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Wie wir dann erfahren, war dies das auch der Grund, dass sich der Offizier nicht selbst auf den Weg gemacht hat. Er hat von Jesus, dem Juden her gedacht. Da wäre eine Begegnung mit einem heidnischen Bittsteller unangemessen. Diese Haltung des Respektes vor dem Andersartigen lässt den Hauptmann in sehr gutem Licht erscheinen. Das ruft bei den Zuhörenden innere Reaktionen hervor. Bewundernswert, dieser Respekt. Bewundernswert aber auch, dass er bei all dieser Zurückhaltung dennoch auf Jesus zugeht – mittels der Freunde. Was treibt ihn?

 

Der Hauptmann vertraut, dass Jesus die göttliche Vollmacht hat, das Leben des Sterbenskranken zu heilen. Da denkt der Offizier ganz in seinem Erfahrungsbereich. Vor allem steht das Vertrauen, dass Jesus nicht nur ein geschickter Fernheiler ist. Er vertraut auf die Macht Gottes, die durch Jesus geschieht. Das ist eine enorme Glaubenskraft. Diese Kraft braucht nicht die direkte Berührung. Sie ist eine Kraft Gottes, die – wenn sie ist – grenzenlos ist. Daher die Bitte, die die Freunde Jesus überbringen: Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. Wie naiv – sagten wir vielleicht? Wie ausweglos muss die Situation da gewesen sein, dass er auf diese letzte Karte setzen musste?

 

Die lukanische Erzählung ist alles andere als kraftlos naiv. Der Befehlshaber verweist darauf, was Befehlsgewalt bedeutet. In seinem militärischen Bereich ist klar: Wenn der Obere sagt: Geh! oder Komm! oder Tu das! – dann wird vom Soldat im Gehorsam gefolgt. Das Wort hat eine Unbedingtheit, eine Autorität, die zur Ausführung kommt. Der Offizier unserer Geschichte sagt das, um damit zu unterstreichen, dass das Wort Jesu genau diese Unbedingtheit und Autorität hat. Aber nicht eine aus der militärischen Institution abgeleitete, sondern eine aus der Autorität Gottes lebende Klarheit. Und auf diese Autorität setzt der Hauptmann – diese Autorität, die in und durch Jesus wirkt.

 

Es geht in dieser Erzählung um die Stärkung des lau gewordenen Glaubens der Gemeinde. Die Geschichte hat nicht das Ziel, die Heilung in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht um das Vertrauen, das der Offizier beispielhaft zeigt. Es ist ein Vertrauen, das bewusst ohne den leibhaftigen Kontakt mit Jesus auskommt. Es ist ein Vertrauen, dass dieser Wirklichkeit der Macht Gottes traut. Die Zuhörerschaft wird sich nach Hören dieser Geschichte fragen, wie lebendig das Vertrauen in die gegenwärtige Kraft Gottes ist? Sie wird sich vielleicht fragen, ob Gottes Macht überhaupt etwas zugetraut werden kann, oder ob wir die wichtigen Dinge des Lebens wirklich besser alleine regelten. Gott könnte bestenfalls als Krönung oder spirituelle Zugabe mit einfließen. Der Glaube ist in dieser Erzählung aber das Vertrauen, mit Gott und seiner Macht zu rechnen – im Extremfall der lebensbedrohlichen Erkrankung, aber gewiss auch in viel Alltäglichkeit hinein.

 

Weil es um das beispielhafte Vertrauen geht, fährt die Geschichte in der Begegnung mit den Freunden des Hauptmannes fort: Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Das Ermutigende an dieser Geschichte ist dieses Vertrauen auf die Wirkmacht der göttlichen Zuwendung. Dieses Zeugnis gibt an dieser Stelle nicht ein gläubiger Jude, sondern ein Nichtjude, ein Heide. Die Reaktion der so Angesprochenen wird in dieser Erzählung nicht wiedergegeben. Aber die Wirkung auf die Zuhörerschaft soll losgetreten sein: Wie steht es um mein Vertrauen, das sich so sicher eingebunden wähnt in die Glaubenstradition der christlichen Gemeinde? Werden es Nichtchristen, werden es Nichtglaubende sein, die ein größeres Vertrauen auf Gottes Gegenwart und Wirkung in der Welt mir/uns vorleben? Vielleicht tun sie es in einer Weise, in der ich zunächst gar nicht daran gedacht habe, dass es eine demütige Würdigung Gottes ist?

 

Geradezu beiläufig weist das Ende der Erzählung darauf hin, dass der Diener gesund geworden ist. Es ging also nicht um das Wunder einer Heilung. Es ging um das Wunder des Gottvertrauens, aus dem auch eine Heilung erfolgte.

 

Wir brauchen uns als Glaubende oder um den Glauben Bemühte nicht kleingemacht vorkommen, wenn wir diese Geschichte als Spiegel unserer Haltung hernehmen. Lukas wollte mit dieser Erzählung die Kraft des eigenen Glaubens stärken. Diese Kraft wird immer im Wachstum und im Reifen bleiben, ein Leben lang. Eine Anregung der Erzählung kann sein, in die Schule des Glaubens nicht nur in der Gemeinde zu gehen (da gewiss auch!), sondern es für möglich zu halten, dass mir im Fremden, im Andersdenkenden auch ein Zeugnis für mein Gottvertrauen begegnen kann.

 

Ihr Matthias Schnegg

Woche vom 

29.05.-05.06.2016

  • St. Maria in Lyskirchen

9. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag:

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde als 4. Jahrgedächtnis für Wolfgang Maria Pilartz

 

Dienstag:

20.00 Uhr St.-Egidio-Gebet in der Krypta

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung der Religionen und Kulturen

Freitag:
18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta, anschließend Bibelgespräch

10. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag:

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde

Ausstellung auf der Nordempore

Noch bis zum 29. Mai wird die Ausstellung von Marga Wagner freitags, samstags und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr zu besichtigen sein. Es ist eine feine Ausstellung an einem feinen Ort – schon viele haben diese Möglichkeit genutzt, um in die Begegnung mit der Kunst von Marga Wagner zu gehen.

 

NÄCHSTE LESENACHT
IN LYSKIRCHEN:

19. November 2016
ab 19 Uhr:

DAS BUCH DER PSALMEN
II. TEIL


  • Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag  um 18.45 Uhr


  • Kindermesse 

Kindermesse in Maria im Kapitol

Kasinostraße 5 in 50676 Köln

sonntags um 9.30 Uhr


  • Gubbio

Gottesdienst

Feier der Heiligen Messe am Dienstag, den 07.06.2016 um 15:30h.


  • Gubbio - Kath. Obdachlosenseelsorge im Stadtdekanat
    Köln 
    Ulrichgasse 27-29 in 50678 Köln

Sie sind eingeladen

KollektenDank

Am vergangenen Sonntag hatten wir gleich zwei Sammlungen. Danke sehr für
297,50 € für den Katholikentag in Leipzig und 269,38 € aus der Türkollekte für das Müttergenesungswerk!

Maimonat – Rosenkranz

Soweit Betende sich zusammenfinden, wird an den Donnerstagen – nicht nur im Mai – der Rosenkranz gebetet. Dieses Gebet mag eine der dringendsten Herausforderungen unserer Gesellschaft mittragen: die Verständigung zwischen den Kulturen und Religionen. Das Gebet vor der Schiffermadonna beginnt um 15 Uhr.

Zukunft der Kirche…

In seinem Fastenhirtenwort hat unser Erzbischof Kardinal Woelki die Mitchristen eingeladen, ihre Gedanken zur Zukunft der Kirche von Köln zusammen zu tragen. In Maria Lyskirchen erging die Einladung an Interessierte, sich am 3. April zu einem ersten Austausch zu treffen. Da haben wir manche Impulse zusammengetragen, die wir uns als eine Kirche, die uns entspräche, denken können. Viele der dort aufgekommenen Ideen können gerne aus der Initiative der Gemeindemitglieder in die Tat umgesetzt werden.

 

Im Nachhinein zum ersten Treffen war eine Art der Ernüchterung spürbar, dass das zwar gute Ideen sind, dass das aber nicht die Perspektive in die Zukunft der Kirche zu öffnen scheint. Vieles bewegte sich im Rahmen dessen, was wir als Kirche kennen oder uns schon lange als eine Kirche wünschen. Interessant auch, dass die Gedanken im wesentlichen um die konkrete Pfarr- (Fahr-) Gemeinde kreisten.

 

Am vergangenen Sonntag (22.5.) trafen sich Interessierte erneut. Jetzt ging es weniger um Aktionen, die wir in Gang setzen könnten, damit Kirche lebendig und gegenwärtig ist. Wir haben uns mehr der grundlegenden Frage gewidmet, wie weit die ‚Gottesperspektive‘ gesellschaftlich und im Leben der Kirche maßgebend ist. Gesellschaftlich hat die Gottesfrage keine gewisse Antwort mehr. Innerkirchlich gibt es Blockaden durch die Erfahrung (oder auch das Gefühl) von einer institutionalisierten ‚Amtskirche‘, die weniger mit Aufbruch und Zukunft der Kirche in Verbindung gebracht wird. Die Frage nach der Gottesperspektive wird eher eine Antwort in der gelebten Kirche der Gemeinschaft von Glaubenden und Glaubenssuchenden sein.

 

Das Gespräch ließ weiten Raum zur Mitteilung eigener Glaubensvorstellungen. Die Kostbarkeit lag darin, dass jede und jeder, so sie mochten, etwas aus der persönlichen Glaubenssituation mitteilen konnte. Allein die Tatsache, dass je persönlich mitgeteilt werden konnte, ohne dass es eine Bewertung durch Andere gab, wurde als ein Baustein in den Vorstellungen der Kirche in die Zukunft hinein gesehen. Kirche als Ort des Glauben-Teilens, ohne ein dogmatisch ‚richtiges‘ Denksystem abzufragen. Mit dem Teilen des Glaubens sind keine tragenden Organisationsformen gefunden, damit ist keine Krise der Gottesfrage gelöst. Dennoch ist dieses Teilen von Glaubenserfahrung und Glaubenssuche eine Kostbarkeit, die uns weiterhelfen kann, auf die Zukunft zu schauen.

 

Im Kreis der Teilnehmenden kam auch zur Sprache, wie wir in uns selbst auch eine Bereitschaft entwickeln wollen, dass Veränderungen und Anfragen nicht als eine Bedrohung wahrgenommen werden. Es gibt ein Zutrauen in die Kraft des Geistes, dass wir Wege finden und längst auch schon Wege geführt werden. Der Begriff der Freiheit hatte im Austausch ein besonderes Gewicht. Gerade junge Gemeindemitglieder befürchten, dass die Kirche nicht als ein Ort wahrgenommen wird, in dem das Leben so akzeptiert ist, wie es ist. Freiheit bedeutet dabei auf keinen Fall eine Beliebigkeit. Sie hat etwas mit der Einzigkeit eines jeden Menschen zu tun. Der Mensch hat nicht nur das Wort Gottes empfangen, sie/er ist es auch als Abbild, als Repräsentanz, als lebendiges Wort Gottes in der und für die Welt.

 

Die Antwort auf die Einladung des Erzbischofs wird wohl nicht ein Positionspapier mit verschiedenen Ideen sein. Der Erzbischof spricht von einem geistlichen Prozess, der uns dabei tragen muss und wird. Einerseits ist das in der bewussten Beschäftigung mit der Hl. Schrift angezeigt, andererseits aber auch in der Form eines Austausches, wie er bei diesem Treffen möglich war. Die konkreten Menschen sind es, von denen aus die frohe Botschaft, das Evangelium des Christus Jesus gelesen sein will. Das ist und bleibt ein Lernprozess.

 

Wir finden uns auch in Maria Lyskirchen oft gerade als Menschen in einem bleibenden Lernprozess. Wir erleben uns als Menschen, die eine Sehnsucht nach Gott und Gottesgewissheit ebenso kennen wie ein Zutrauen in die Wirkmacht des gegenwärtigen Gottes. Gerade die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der ‚Gottesperspektive‘ ist ein Übungsfeld, aber auch eine Einladung des Glaubens. Manche aus dem Kreis der Teilnehmenden erfahren gerade diese Einladung in unserer Gemeinde.

 

Der Austausch ist nicht an seinem Ende angekommen. Wir werden sehen, wohin der Geist uns führen wird. Am Ende dieses Begegnens stand auch die Dimension, dass wir als Glaubende oder Glauben Suchende der Gesellschaft zeigen mögen, dass ‚der Himmel offen‘ ist. Hier spielt auch die leibkonkrete Erfahrung der Diakonie eine große Rolle.

 

Ein nächstes Treffen ist für Sonntag, 26. Juni von 16.30-18.30 abgesprochen. Ausdrücklich sind alle Interessierte eingeladen, auch die, die an den ersten beiden Treffen nicht teilnehmen konnten. Oder vielleicht ist in machen jetzt ein Interesse geweckt, mit in den Prozess einzutreten. Es geht um etwas Zukünftiges. Und dann schauen wir mal, wohin der Geist uns weiter führen wird.

 

Matthias Schnegg

 

 

 

Wenn Sie unseren Newsletter weiter empfehlen wollen, bitte:

PS: Wenn es noch interessiert ...

Das muss man doch verstehen

Ich liebe ja unsern Weihbischof Dr. Heinrich, aber dass der Erzbischof bei der ersten Zentralen Fronleichnamsfeier nach seiner Amtsübernahme seine neue Berliner Herde im Stich lässt, finde ich schon ein starkes Stück!"

bemerkt ein Berliner Katholik auf
der Facebook Seite des Erzbistum Berlin

Schweigepflicht hin oder her

Dresden am 4. Juni 2015:

Der katholische Bischof von Dresden-Meißen, Heiner Koch, hat erstmals seinen bevorstehenden Weggang bestätigt. Beim Fronleichnamsgottesdienst in der Dresdner Hofkirche sagte er gestern Abend: „Ich unterliege zwar noch der päpstlichen Schweigepflicht, aber es ist ja nun mal raus.“ 

Das Erzbistum Berlin am 4. Juni 2015:

Stefan Förner, Sprecher des Erzbistums Berlin, wollte sich zu den Berichten nicht äußern. „Der Erzbischof von Berlin wird vom Papst ernannt“, sagte Förner lediglich. 

Vier Tage später, am 8. Juni 2015 war es dann soweit:

Papst Franziskus hat den Dresdner Bischof Heiner Koch zum neuen Erzbischof von Berlin ernannt. Dies gaben der Vatikan und das Erzbistum am Montag bekannt. Der 60-jährige Koch wird Nachfolger von Rainer Maria Woelki, der bereits im September 2014 als Erzbischof nach Köln gegangen war. Im Erzbistum Berlin leben rund 410.000 Katholiken. Der Termin der Amtseinführung steht noch nicht fest.

Aber Berlin kann warten

19.09.2015 Heiner Koch feierlich als Berliner Erzbischof eingeführt

Es ist soweit: Am Samstag hat Heiner Koch über drei Monate nach der Ernennung sein neues Amt als Erzbischof von Berlin angetreten. Bei der Amtseinführung gab der neue Oberhirte Stil und Inhalte der kommenden Jahre vor. 

War auf der Seite von Domradio zu lesen ...

Das Bistum des 100. Katholikentag war nunmehr vakant

bis zur Ernennung des neuen Bischofs am 29.04.2016

Neuer katholischer Bischof von Dresden-Meißen wird Heinrich Timmerevers. Die Ernennung des 63-Jährigen wurde am Freitag (29.04.2016) zeitgleich in Rom und Dresden bekanntgegeben.

Termin für Amtseinführung in Dresdner Hofkirche offen

Der Termin seines Amtsantritts steht nach Angaben des Ordinariats in Dresden noch nicht fest. In etwa zehn Tagen sei eine erste Visite geplant. Timmerevers komme auch zum Deutschen Katholikentag Ende Mai in Leipzig. Am Dienstag hatten die Staatsregierungen von Sachsen und Thüringen der Entscheidung zugestimmt.

 

so der MDR am 29.04.2016

Ist doch nur eine Frage des "Timing":

Der EX oder der neue Bischof von Dresden als Gastgeber auf dem 100. Katholikentag in Leipzig, wer machte das Rennen?

Wie jetzt bekannt wurde ist die Einführung des neuen Bischofs von Dresden-Meißen am Samstag, 27. August 2016. Natürlich ist es kirchenrechtlich völlig korrekt, dass der ehemalige Bischof von Dresden und nunmehr der zuständige Metropolit der Kirchenprovinz Berlin die Rolle des Gastgebers übernommen hat.

 

Bei der Personengleichheit mag man dennoch an den Wahlspruch des englischen Königshauses denken:

 

Honi soit , qui mal y pense!

 

Entschuldigung in der Berliner B.Z.

Am 26. Mai 2016 schrieb dann der Berliner Erzbischof in der Berliner Boulevard Zeitung B.Z.:

"Heute ist Fronleichnam, um 18.00 Uhr versammeln sich die Katholiken auf dem Gendarmenmarkt zu Gottesdienst und Prozession, um öffentlich ihren Glauben zu bekennen. Nur ich muss mich leider entschuldigen, denn ich bin in Leipzig, beim 100. Katholikentag. ..."

Motto des diesjährigen Katholikentag:

Honi soit, qui mal y pense!

BERLIN SPEZIAL: Für die Berliner Newsletter Leser

Wenn Sie unseren Newsletter weiter empfehlen wollen, bitte: