Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Bodyguard Jesus

Sie haben Post!

SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit!

Für die Lebenden und Verstorbenen beten

Guter Rat ist teuer

Die Trauernden trösten

Die Unwissenden belehren

Die Lästigen
geduldig ertragen

Erlittenes Unrecht verzeihen

Meine Leitkultur

Christliche Obergrenzen

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Weihnachten 2016

 

 

Sonntag, den 25. Dezember 2016 ist der 360. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben in einem Schaltjahr noch 6 Tage bis zum Jahresende.

PS: Der 29. Februar 2016
war ein Montag ...

Unsere Krippe im Radio
... wir sitzen alle im selben Boot ... die Bo(o)tschaft ... hören Sie doch mal rein ...
2016-12-24-AUDIO-00000012.mp3
MP3 Audio Datei 4.2 MB

Eine Bildergalerie mit Fotos von Matthias Schnegg zu unserer Krippe finden Sie im Teil des Newsletter "Aus der Gemeinde".

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Joh 1,1-18

 

 

Gottes Antwort (zu Johannes 1,1-18)

Als der Evangelist Johannes sein Evangelium schrieb, lebten seine Adressaten in der Auseinandersetzung mit der Mehrheit der jüdischen Gemeinde, die Jesus nicht als den Messias anerkannte. Das Evangelium will seine Zuhörerschaft im Glauben bestärken, dass Jesus der von Gott gegebene Messias ist, die Antwort Gottes für sein Volk.

 

Diese Fragestellung am Ende des 1. Jahrhunderts ist nicht mehr unsere Fragestellung. Was u. a. bleibt, ist die Frage nach der Erfahrung und Offenbarung Gottes. Für manche aus unserem Umfeld ist die Frage nach Gott keine Frage mehr. Sie denken, dass kein Gott ist und dass es sich ungehindert und sinnvoll und glücklich leben lässt, ohne einen Gott denken oder gar glauben zu müssen.

 

Zudem leben wir aber auch mit Menschen, die Gott suchen, die ihn unter diesem Wort suchen; andere, die eine Sehnsucht in sich wissen, diesem höheren Wesen eine für den Menschen wichtige Instanz zuschreiben zu können – oder gar nach einer Erfahrung suchen, mit diesem Gott in Beziehung zu leben. Auch für manche Glaubende bleibt es ein Wunsch, vertieft Gott zu erfassen und erlöst zu werden von dem immer wiederkehrenden Zweifel, ob ER nun sei oder doch nicht. Auf diesem Horizont kann der Prolog des Johannesevangeliums heute auch gehört sein.

 

Der Evangelist schreibt zu seinem Evangelium ein Vorwort. Es ist wie eine Einladung, sich in das gesamte Evangelium zu vertiefen. Es ist auch eine Zusammenstellung der wesentlichen Aussage des Evangeliums. Dabei wählt der Autor das Stilmittel eines Hymnus – eines Liedes in mehreren Strophen. Wenn wir nun annehmen, dass die Zuhörerschaft auf der Suche nach der Antwort Gottes auf das Sehnen der Menschen ist, dann erschließt sich der erste Teil des Hymnus als eine Beschreibung dessen, was im Verstehen des Evangelisten Zugang zum Geheimnis Gottes eröffnet.

 

Der Auftakt wählt bewusst eine Anspielung auf den Anfang der hebräischen Bibel: Gott ist erfahren als der Schöpfer. Auf sein Wort hin wird aus dem unlebbaren Chaos ein Lebensraum, geordnet und lebbar durch Raum und Zeit. In der Überzeugung der Glaubenden ist dieses Schöpferische nicht ein einmaliges Geschehen. Schöpfung geschieht immer wieder. Gott wird erfahren und geglaubt als einer, der in der Geschichte der Menschheit schöpferisch wirkt. Ohne dieses Schöpfungswort Gottes, so die Überzeugung des Evangelisten, gibt es kein Leben. Und dieses Leben ist Kraft, ist Licht, ist Geschenk. Eine wunderbare Zusage für alles, was lebt auf der Erde.

 

Das Drama für diese Lebenskraft ist die Ablehnung derer, die eigentlich aus dieser Kraft ihr eigenes Leben entfalten könnten: ‚Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.‘ Diesen Satz auf dem Hintergrund gehört, dass Menschen sich nach der Erfahrung des Geheimnisses Gottes sehnen, lässt das Drama dieser Nichtbegegnung erahnen. Das kann ein spiritueller Schmerz sein, den Menschen hierin durchleiden.

 

Der Evangelist fügt – vor allem für seine jüdische Zuhörerschaft – einen Zeugen ein: Johannes der Täufer, ein hoch geachteter Prophet, einer, dem man die Qualität des Messias selbst zusprechen mochte. Das Johannesevangelium würdigt die Bedeutung dieses Zeugen als Wegbereiter. Aber: ‚Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.‘ In der erzählerischen Dynamik des Hymnus steigert dieser Hinweis auf den Täufer das Verlangen, den zu finden, der mehr ist als Zeuge. Gesucht ist die Antwort Gottes auf so viele, sinnfordernde Fragen nach der Gründung unseres Lebens.

 

Mit einer weiteren Strophe greift der Hymnus das Bild des Lichtes (der Gott-Erhellung) wieder auf. Noch einmal wird an die erste Strophe angeschlossen: ‚Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden: Aber die Welt erkannte ihn nicht.‘ Noch einmal die Tragik, dass der so dringlich suchende Mensch eine denkbare Antwort der Offenbarung Gottes nicht begreift. Es ist zu leicht, den Menschen hier schuldhafte Leichtfertigkeit oder Ignoranz zu unterstellen. Das Drama liegt darin, dass sich Gott und Mensch nicht finden. Eben: der geistliche Schmerz der Unerreichbarkeit.

 

Der Evangelist wird nicht die Absicht gehabt haben, bestenfalls eine Zustandsbeschreibung unerreichter Gottesgewissheit zu geben. Daher fügt er nun einen Gegenentwurf zum Drama des Unbegegneten an. Es ist für den Evangelisten kein Entwurf, den er sich einmal ausgedacht hat. Hinter der folgenden Beschreibung befindet sich ebenso eine tief empfundene Erfahrung – die Erfahrung des Glücks, in diese Gottesbeziehung gelangt zu sein: ‚Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.‘ Die Macht der Gotteskindschaft liegt in der Anbindung an diese schöpferische Lebenskraft Gottes. Es ist die Erfahrung, dass Leben nicht nur ein biologistischer Vorgang von Zeugung und Fortpflanzung ist, sondern – in der Deutung des Glaubenden – eine unzerstörbare Verwurzelung jedes Lebens in dem unendlichen und unbegrenzten Leben, das Gott selbst ist. Unsere Sprache stößt an Grenzen, um dieser Erfahrung Ausdruck zu verleihen.

 

Urgrund dieser Möglichkeit, Gottes Antwort auf die Frage nach der Würde und Größe menschlichen Lebens zu erfassen, ist das Wort, das ‚Fleisch geworden‘ ist. Die schöpferische Gegenwart Gottes ist zu einer menschlichen Erfassbarkeit in dem Menschen Jesus von Nazareth erfüllt. In hymnisch überschwänglicher Freude charakterisiert der Evangelist diese Erfahrung mit dem Messias Jesus: ‚Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.‘ Wie beseelt-beseelend hier der Dichter dem Geschenk seiner tief stillenden Gotteserfahrung beschreibt: In Jesus begegnet den Glaubenden die Gnade und Wahrheit (Wirklichkeit) Gottes. Wir ahnen, wie groß dieses Geschenk der Erkenntnis ist, wenn Menschen die Erfüllung ihrer Sehnsucht nach der Verbindung mit dem Geheimnis Gottes gefunden haben. Der Evangelist wechselt damit in seinem zweiten Teil (V. 14-18) von der Beschreibung (V. 1-13) zum Bekenntnis der Glaubenden. Ihre Erfahrung sprudelt dankbare Fülle hervor.

 

Noch einmal wird der Täufer Johannes als Zeuge aufgerufen. Jetzt bekräftigt er, dass in Jesus die Erfüllung seiner Verheißung zu den Menschen gekommen ist. Dann schließen sich all die an, die in ihrem Glauben die erfüllende Erfahrung Gottes gemacht haben: ‚Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade!‘ Ein überwältigendes Bekenntnis, das wie das selige Ende einer sehnenden Suche nach dem ist, den/was wir Gott nennen.

 

Das Bekenntnis der Glaubenden erschließt sodann erneut den geschichtlichen, schöpferischen Weg Gottes: In der Zeit der Geschichte Israels ist die Tora des Mose Wegweisung zur Gotteserfahrung. Mit dem Auftreten Jesu ist diese Wegweisung nicht ausgelöscht. Sie erfüllt sich, gibt die letztgültige Antwort Gottes kund. Die leibkonkrete Erfahrung der unbegrenzten Liebe und Gnade Gottes haben die Glaubenden in Jesus erkannt. Darum ist er erkannt als der Christus Gottes. ER ist der Offenbarer Gottes, die Antwort Gottes auf die Frage des Menschen nach Gott.

 

Nachdenklich und erhaben stimmt der Schluss des Prologs: ‚Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.‘ Dieser abschließende Vers weist alle in die Schranken, die sich einbilden, über Gott Bescheid zu wissen, genau zu wissen, wie Gott ist und was Gott von wem wie will. Das Geheimnis Gott bleibt. Auch die Sehnsucht nach diesem Geheimnis bleibt – ein spirituelles Sehnen nach dem Grund des Lebens. Das Johannesevangelium ist erfüllt von der Gewissheit, dass Jesus die letztendliche Offenbarung der Antwort Gottes auf die Sehnsucht der Menschen ist. Wirklich Gnade über Gnade, wem diese Antwort geschenkt ist – manchmal nur für blitzkleine Momente, manchmal als eine sich mehrende Gewissheit, die ebenso ein Geschenk der Gnade ist.

In dieses Jahr Weihnachten hinein Ihnen und allen, die zu Ihnen gehören, die Ermutigung, im Sehnen nicht nachzulassen, die Bitte um Lösung aus geistlichem Schmerz und das Geschenk der Erfahrung, dass Gott IST – unendlich und Geheimnis, schöpferisch nahe und voller unendlicher Zuneigung zu jedem Leben.

 

Gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

24.12. - 01.01.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

WEIHNACHTEN 2016

Samstag (Heiligabend):

18.00 Uhr Feierliche Christmette der Gemeinde

23.00 Uhr Feierliche Christmette in die Heilige Nacht

Kollekte: ADVENIAT

 

Sonntag (1. Weihnachtstag):

18.00 Uhr Feierliche Heilige Messe  zum Hochfest

der Geburt des Herrn

Kollekte: ADVENIAT

 

Montag (2. Weihnachtstag):

18.00 Uhr Feierliche Heilige Messe zum Fest des
Hl. Stephanus

 

Dienstag:   EVANGELIST JOHANNES

18.00 Uhr Heilige Messe in der Weihnachtsoktav

mit Segnung des Johannesweins

Mittwoch:  TAG DER UNSULDIGEN KINDER

15.00 Uhr Mahnläuten gegen
Gewalt an Kindern

18.00 Uhr Heilige Messe in der Weihnachtsoktav

 

Donnerstag:

18.00 Uhr Heilige Messe in der Weihnachtsoktav mit Danksagung anlässlich der Diamentanen Hochzeit

der Eheleute Sibylle und Horst Purschke

 

Freitag:

18.00 Uhr Heilige Messe, in der Weihnachtsoktav

Samstag (Silvester):

18.00 Uhr Feierliche Hl. Messe zum Jahresabschluss

23.00 Uhr Friedensgebet. Die Kirche ist bis 01.00 geöffnet!

Sonntag (Neujahr):

18.00 Uhr Feierliche Heilige Messe zum Jahresbeginn mit der Möglichkeit des persönlichen Segens

 


Sie sind eingeladen

Bilder der Krippe zu Weihnachten 2016

Krippen - Bilder als Zugänge zum Unerfasslichen

Weihnachten beschreibt einen historischen Tatbestand: Es gab den Menschen Jesus von Nazareth. Schon die Festlegung seines Geburtstages ist nicht möglich, auch die Umstände seiner Geburt sind – historisch betrachtet – nicht gesichert nachvollziehbar. Dennoch feiern wir – zu recht! – Weihnachten. Weihnachten ist da nicht ein historisches Datum zu einer genau zu beschreibenden Zeit an einem genau zu benennenden Ort. Weihnachten ist eine Glaubensverkündigung: Wir glauben, dass der Mensch Jesus von Nazareth der Messias, der Christus Gottes ist. Darum hat er diese Bedeutung für uns Glaubende. Darum lassen wir uns mit unserem Leben auf ihn ein. Darum nehmen wir in Kauf, dass Menschen unsere Haltungen und Handlungen auch für weltfremd und absurd erklären. Das Evangelium Gottes wird uns in der Gestalt Jesu tatsächlich oft genug als für unser sonstiges Maß weltfremd beschrieben: die Schwachen sind die Starken, der Letzte wird Erster sein, Verzicht auf sich mehrenden Besitz, sein Kreuz tragen... Die ‚Verrücktheit’ der Verkündigung: Wir vertrauen darauf, dass dieser Weg Jesu der Weg zu sinnfüllendem Leben ist, der Weg, in dem Menschen Heil in ihrer Bindung an Gott finden.

 

Die Krippe von Maria Lyskirchen – seit nun 20 Jahren liebevoll und ideenreich von Herrn Marx gestaltet – dient dieser Verkündigung. Da stehen Personen auf der Bühne, die in der Logik der Welt zu den Randfiguren gehören: der Clochard, der einfache Arbeiter, die autistische Frau, das Roma-Mädchen, die Waisenkinder, der Flüchtling, der Junkie, die Prostituierte. Sie stehen nicht als Püppchen in der Krippe. Sie stehen als Bilder von Menschen, die hier gelebt haben und leben – in den 30-ger Jahren des 20. Jahrhunderts und auch heute. Ihnen wird die Lebensbejahung Gottes durch den Engel zugesprochen: ‚Üch eß der Heiland jebore! Wenn man will, kann man das süß finden, gerade wenn man dem schlitzohrigen Engelchen auf seine etwas schiefen Beinchen schaut. Der Humor geht in der Verkündigung nicht verloren. Es ist nicht der Humor der sich Überhebenden, sondern der der Lebenszusage, auch in schwierigen Situationen.

 

In diesem Jahr ist das Flüchtlingsboot Trägerin des Verkündigungsgeschehens. Große mediale Aufmerksamkeit begleitet diese Krippendarstellung. Einerseits macht es aufmerksam, andererseits ist es eine schmerzliche Kluft, dass ein solches Krippen-Boot großes Interesse weckt, während das mediale Interesse auf nach wie vor im Meer untergehende Flüchtlinge der außergewöhnlichen Berichterstattung nicht mehr wert zu sein scheint.

 

Dass wir alle – die vom Leben Bevorzugten und die Benachteiligten - in einem (Welt-)Boot sitzen, das lässt sich schnell sagen. Die Besitzkämpfe um unseren Lebensraum tun so, als könnten wir das Leben und den Raum dazu für uns alleine beanspruchen. In der Krippenszene sind alle Art Menschen gegenwärtig. Denn nicht nur die Bedrängten brauchen die Zusage zum Leben – jene Zusage, die wir als Menschen einander nur begrenzt zusprechen können. Der Psalmbeter (Ps 24) sprach von den Menschen, die nach Gott fragen und sein Antlitz suchen. Das sind alle, die als Figuren in der Krippe Platzhalter der unterschiedlichen menschlichen Schicksale sind. Ihnen gilt – in der Sprache des Johannesevangeliums formuliert: ‚Und das Wort ist Fleisch geworden’. Das Wort ist die Zusage zum Leben, sogar über die Grenze unserer biologischen Existenz hinaus. Diese Zusage ist ganz fassbar in dem Menschen Jesus von Nazareth, dem auferweckten Christus. Daher wird sein Leben gefeiert.

 

Das Krippenbild mag wie ein Spiegel sein – Einladung, sich von diesem Wort der Zusage mit angesprochen zu wissen. Die vor der Krippe stehen und schauen, dürfen sich selbst mit im Boot denken. Es sind nicht die Püppchen, die bestaunenswert sind. Sie sind Figuren des Menschseins. Das Umfeld dieser Figuren ist das Leben. Nicht erst in der diesjährigen Aktualität hat die Krippe von Lyskirchen von den Menschen am Rand gesprochen – z.B. durch Crina, dem Roma-Mädchen, durch den namenlosen Junkie und durch David, dem Flüchtling. Weil die Krippe Zusage und Ermutigung sein will, mutet sie auch direkte Konfrontation zu. Ermutigung ist, dass der Messias Jesus Mut macht, die Welt und das Miteinander der Menschen auch anders denken zu lernen als nach dem Wort, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Der Prolog des Johannesevangeliums verknüpft es mit einer Verheißung: Allen, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden. Diese Macht liegt im Eifer Gottes, dass Menschen Gerechtigkeit widerfahre. Die Gottesfrage ist sehr konkret, sehr politisch, oft auch sehr störend, wenn man gerade in gesicherten Verhältnissen sich hat einrichten dürfen.

 

Das Krippenbild lädt ein – zweifelsohne zum erbaulichen Schauen, aber auch zur Wahrnehmung einer verstörend befreienden Botschaft. Auch daraus gesegnetes, friedvolles Weihnachten!

 

Matthias Schnegg

 

Weihnachten feiern

Die großen Feste sind es wert, dass sie ausgespielt sind. Wir laden ein, dieses Fest des Heilandes auch gottesdienstlich mit zu feiern: Bis zum Neujahrstag feiern wir jeden Abend um 18 Uhr Hl. Messe in der Weihnachtsoktav. Darin finden wir besonders akzentuierte Feiern

Am 27.12.,

dem Fest des Apostels und Evangelisten Johannes, wird nach altem Brauch der Johanneswein gesegnet. Er kann ab nach der Messfeier gekauft werden. Der Erlös dient dem Erhalt unserer Kirche.

Am 28.12.,

dem Fest der unschuldigen Kinder, geht unser Blick auf die Kinder, die heute unter Gewalt, Krieg, Missbrauch, Tod leiden. Das Mahnläuten um 15 Uhr gilt ihrem Gedächtnis. In der Abendmesse nehmen wir sie mit in unser fürbittendes Gebet.

Am 31.12.,

dem Ausklang des Jahres 2016, werden wir Anliegen des ausgehenden Jahres in großen Fürbitten in unser Gebet nehmen. Frauen und Männer aus der Gemeinde haben diese Bitten zusammengetragen. Ein Kerzenlicht wird diese Bitte in die Mitte der Gemeinde, vor das Angesicht Gottes, stellen.

Um 23 Uhr halten wir ein Gebet um den Frieden für die Welt.

Die Kirche bleibt bis 1 Uhr offen.

Am 1.1.2017,

dem Neujahrstag, erbitten wir den Segen für das neue Jahr. Wer mag, kann am Ende der Messfeier einen persönlichen Segen für das neue Jahr erhalten.

 

Nach der Weihnachtsoktav sind weitere Festzeiten:

Am 5.1.

um 14 Uhr Messfeier der Senioren, anschließend Krippenführung durch den Erbauer, anschließend Kaffeetrinken im Pfarrsälchen.

Am 6.1.

um 18 Uhr feierliche Messfeier zum Fest der Erscheinung des Herrn – mit Segnung von Brot und Salz.

Am 8.1.

mit dem Fest der Taufe Jesu endet bereits der Weihnachtsfestkreis. Im Anschluss an die Messfeier sind Sie alle willkommen beim Neujahrsempfang in der Unterkirche – ein zwangloses Zusammensein bei Neujahrsbrezl und Wein oder Wasser.

Nicht mehr gebrauchte Handys...

nimmt die Obdachlosenseelsorge wieder gerne an, um sie den Obdachlosen zur Verfügung stellen zu können. Gut, wenn die Ladegeräte mit verschenkt werden. Und wo ein Handy durch eine PIN gesperrt ist, wäre entweder die PIN nötig oder das Gerät ohne PIN abzugeben. Die Geräte können Sie gerne in der Sakristei abgeben.

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

 

 

  • ... aber dem Kardinal Joachim noch einen Geburtstagsgruß ...