Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Ich mache nicht das Licht aus!

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

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DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Oculi: 3. Fastensonntag 2017

 

 

Sonntag,  19. März 2017 ist der 78. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 287 Tage bis zum Jahresende.

19.3.1911: Erster Internationaler Frauentag

Clara Zetkin (links) mit Rosa Luxemburg im Jahr 1910
Clara Zetkin (links) mit Rosa Luxemburg im Jahr 1910

Am ersten Internationalen Frauentag demonstrierten eine Million Frauen (und einige Männer) für das Frauenwahlrecht, Demokratie und Frieden. Die Protestaktion fand nicht nur im Deutschen Reich statt. Auch in Dänemark, Österreich, der Schweiz und den USA folgten die Menschen dem Aufruf Clara Zetkins, der Gallionsfigur der sozialistischen Frauenbewegung, gegen die gesellschaftliche Unterdrückung der Frau.

 

1918 wurde das Wahlrecht für Frauen auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Nach einem Beschluss der UN findet der Internationale Frauentag seit 1975 immer am 8. März statt.

Wilders‘ Themen dominierten den Wahlkampf

Zufriedenheit über Wahlausgang wirkt surreal

Im Detail jedoch sieht die holländische Jubelfeier trister aus. Rutte ist ein Sieger, der mal eben ein Fünftel seiner Wählerschaft verloren hat, während Wilders trotz einer extrem hohen Stimmbeteiligung ein paar Prozent gewinnen und Zweiter werden konnte.

 

Daher sein Trotz: „Rutte ist mich noch lange nicht los." Und hat Wilders nicht recht, wenn er reklamiert, dass seine Kernthemen – Islam- und Türkeikritik, EU-Müdigkeit und Sozialstaat – den gesamten Wahlkampf dominiert haben?

 

Jedenfalls war die Härte selbst von Sozial- und Christdemokraten gegenüber Asylbewerbern und Zuwanderern sehr wohl von Wilders' Agenda geprägt. 

Das Wasser, das ich gebe, wird zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit kam Jesus zu einem Ort in Samarien, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen. Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann, und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, das ist: der Gesalbte - Christus. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht. Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr? Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias? Da liefen sie hinaus aus dem Ort und gingen zu Jesus. Währenddessen drängten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich lebe von einer Speise, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Ich aber sage euch: Blickt umher und seht, dass die Felder weiß sind, reif zur Ernte. Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, so dass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät, und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt, zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit. Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Aussage glauben wir, sondern weil wir ihn selbst gehört haben und nun wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

 

Joh 4, 5-42

 

Der PSALM 95

Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels  unsres Heiles!    Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern!    Denn der Herr ist ein großer Gott, ein großer König über allen Göttern.    In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, sein sind die Gipfel der Berge.   Sein ist das Meer, das er gemacht hat, das trockene Land, das seine Hände gebildet.   Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!  Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt. Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!   »Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba, wie in der Wüste am Tag von Massa!   Dort haben  eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.   Vierzig Jahre war mir dies Geschlecht zuwider und ich sagte: Sie sind ein Volk, dessen Herz in die Irre geht; denn meine Wege kennen sie nicht.   Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht  kommen in das Land meiner Ruhe.« 

 

 

Gedanken zum Psalm

Entscheidung (zu Psalm 95)

Für die Zeit der Dichtung der Psalmen ist eine Gottesgewissheit eine Selbstverständlichkeit. Da hat es Unterscheidungen einzelner Gottheiten gegeben, da ging es um ein eindeutiges Bekenntnis zu dem einen Gott JHWH. Aber Gottesvorstellungen sind eine Wirklichkeit. In unseren Tagen ist das nicht mehr selbstverständlich. Wir mögen es beklagen, aber es ist eine Wirklichkeit, vor der wir die Augen nicht verschließen wollen. Manche kennen in sich selbst die immer wieder aufkeimende Infragestellung: ‚Oder ist das alles doch nur eine Projektion eines ängstlichen Herzens?’

 

Um Entscheidung geht es wohl immer – sei es in der Entschiedenheit für JHWH, den Gott und Vater des Jesus, des Christus oder um die Entscheidung, gänzlich ohne Gottesvorstellung im Leben zu sein. Das letzte Buch der Tora, das Buch Deuteronomium bringt es auf den Punkt: ‚Hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor... Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen...’ (Dtn 30,15-20). Heutige Menschen sind sich nicht mehr sicher, dass Glück und Leben an den Gott unseres Glaubens gebunden sind. Davon unabhängig bleibt für Glaubende an den Gott Jesu Christi oder um diesen Glauben Bemühte immer auch die Entscheidungssituation. Wenn ich diesen Gott als meinen Schöpfer und Vollender und Wegweiser begreife, dann muss die Entschiedenheit reifen, mit IHM den eigenen Lebensweg zu gehen.

 

Der Psalm 95 geht von einer anderen geschichtlichen und kulturellen Situation aus als wir. Daher dieser kleine Vorspann, dass es um die persönliche (und gemeindliche) Zustimmung geht, Gott als den Träger unserer Geschichte anzunehmen. Unser Psalm ist aus nachexilischer Zeit. Er kann auf das kollektive Wissen um Not und Katastrophe zurückgreifen, wenn das auserwählte Volk eben nicht der Weisung Gottes gefolgt ist. Das Volk hatte Unglück und Fluch und Tod gewählt, um es in der Deutung des Abschlusses der Tora zu betrachten.

 

Der Psalm 95 ist ein Festpsalm. Er ist eine Einladung, sich auf den Weg zu machen, um dem einen Gott und Schöpfer zu begegnen in seinem Heiligtum. Die Betenden sind ganz eingestimmt in die dankbare Bewunderung Gottes: ER ist ‚der Fels unseres Heiles’ – Schutz und Stärke und Rettung. Bei aller königlich-göttlichen Erhabenheit liebt er Beziehung: Darum können die Glaubenden sich ihm ‚mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern.’

 

Die Begründung zu diesem Gotteslob folgt: Gott ist der Gott und König – über allen anderen. Denn Gott ist der Schöpfer allen Lebens, der Schöpfer der kosmischen Ordnung – von den Tiefen der Erden ... bis zu den Gipfeln der Berge.’ Auch Land und Meer sind Zeugnisse der unendlichen schöpferischen Kraft des Gottes JHWH.

 

Der Psalmdichter spricht – wie sollte es anders sein – ganz in den Metaphern seiner Zeit und seiner Kultur. Bleibt die Aufforderung, in einen Dank und Lobpreis und in festlichen Jubel einzustimmen über das, was wir Gott verdanken.

 

Die Danksagung hat auch einen Ort. Für den Psalmisten ist es der Tempel. Darum die Aufforderung: ‚Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer.’ Welche Form der Ehrerbietung für uns auch immer vorstellbar ist: Der Psalm betont noch einmal: Wir treten in Verbindung mit unserem Gott, nicht nur dem Erhabenen, nicht nur dem Schöpfer, nicht nur dem König aller Könige oder dem Gott aller Götter. Der Psalm streicht nun eine ureigene Erfahrung des Volkes Israel mit seinem Gott hervor: ‚Wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt.’ Wie beziehungsnahe und fürsorgend dieses Bild vom Hirten gemeint ist, wird besonders plastisch in den Beschreibungen vom schlechten und vom guten Hirten, wie Ezechiel sie formuliert hat (Ez 34). Der Betende darf sich darauf stützen, dass Gott der gute Hirt für die Seinen ist.

 

Soweit die Stimmung des Festgesangs. Der Psalm 95 weiß um den Menschen. Er erdet in die Wirklichkeit des Menschen, der oft genug sich darauf verlassen will, dass er die Kraft seines Lebens eigentlich aus sich selbst ist. Da mag es einen Feierplatz wie den Tempel oder andere Festtagsgottesdienste geben, aber der Alltag des Menschen scheint sich oft lieber auf die eigenen Möglichkeiten zu besinnen als auf das unbedingte Vertrauen in seinen Gott.

 

Der Psalmist hat gerade noch den Feierpsalm in höchsten Tönen angestimmt, da bricht ohne Vorwarnung eine heftige Mahnrede herein. ‚Ach würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!’ So spricht jemand, der mit ansehen muss, dass dies eben nicht geschieht. Die Entscheidung scheint nicht für Gott, sondern für die eigene Kraft des Menschen gefallen zu sein. Wähle den Tod oder das Leben, so endet die Tora. Der Psalmdichter scheint zu befürchten, dass die Menschen den Tod wählten, indem sie eben nicht Gott wählten. Für den Dichter ist das aber keine Unabwendbarkeit. Daher mahnt er mit großer Dringlichkeit zur Umkehr: ‚Verhärtet euer Herz nicht wie in Meriba, wie in der Wüste am Tag von Massa.’ Der Psalmist ruft eine dramatische Situation in Erinnerung. Das Volk ist nach der Befreiung aus Ägypten auf dem Weg ins gelobte Land. Das Volk (‚eure Väter’) bekam Durst auf der Reise. Und obwohl Gott durch die Hand des Mose immer für sie gesorgt hatte, murrte das Volk, weil es nichts zu trinken gab. Sie murrten gegen Mose und murrten gegen ihren Gott. Diese Unzufriedenheit spitzt sich zu zu einer Probe, ob Gott denn wirklich (wie ein Hirte) zu seinem Volk steht.

 

Für dieses Auf-die-Probe-Stellen steht das Wort Massa. Und weil es eine Auseinandersetzung mit Mose und damit auch mit JHWH gab, wird auch von Meriba, vom Streit gesprochen. Auf Gottes Wort hin schlägt Mose mit dem Stab gegen einen Felsen – und im Überfluss ist Wasser genug da. Diese Szene ist in das Bewusstsein der Glaubensgeschichte Israels eingegangen: Massa und Meriba, Probe und Streit. So ist es um den Glaubenden bestellt, wenn sich seine Gotteswünsche nicht erfüllen.

 

Im Wort des Psalm 95 gibt es dazu keinen glatt-glücklichen Ausgang. Das Lied spricht von der Abwehr Gottes, fast wie ein Ekel an seinem so unvertrauenden Volk lässt sich das lesen: ‚Vierzig Jahre war mir die Geschlecht zuwider und ich sagte: Sie sind ein Volk, dessen Herz in die Irre geht; denn meine Wege kennen sie nicht.’ Natürlich kannten sie die Wege Gottes, aber mit ihrem Herzen, mit ihren eigenen Entscheidungsgaben haben sie den Weg weg vom Vertrauen auf Gott gesucht. Der Psalmist setzt in den Hörenden oder Lesenden seiner Worte Gedanken in Gang, wie es um das eigene Vertrauen auf Gottes Wege steht.

 

Der Abschlussvers konfrontiert mit einer Seite des Wesens Gottes, die uns fremder ist: ‚Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht kommen in das Land meiner Ruhe.’ So unversöhnt endet dieser Psalm. Der Zorn Gottes – selbstverständlich nur Sprachbilder für das, was Menschen in der Beziehung mit Gott erfahren haben – ist Ausdruck eines Bruchs einer Beziehung. Den Bruch verantworten die, deren Herz in die Irre geht. Es sind die, die die Tora nicht als Buch zu Leben und Mehr-Leben gewählt haben. Die Geschichte des Exodus erzählt schließlich, dass diese erste Generation der Auswandernden das gelobte Land nicht betreten hat. Selbst Mose, ihr Anführer, konnte einen Blick auf das Land der Verheißung werfen, kam aber selbst nicht hinein.

 

Der Psalm bleibt offen. Er ruft zur Entscheidung. Er lädt ein zu einer Form des Gotteslobes. Wir sehen nicht den Tempel als unseren Ort. Wir haben unsere Gotteshäuser. Wir haben durch Jesus (aber auch schon durch die späten Propheten) gelernt, dass der Ort der Gottesverehrung auch im Menschen stattfindet. Paulus spricht vom Tempel Gottes, der wir selber sind ( 1Kor 3,16f).

 

Festgesang und Mahnrede begegnen uns im Psalm 95. Beide Dimensionen werden uns als Glaubende berühren. Die Mahnrede bringt Gottes Existenz ins Spiel, wo wir aus Enttäuschung oder aus Selbstüberschätzung unsere Wege in die Irre gehen lassen. Für die glaubenden Beter des Volkes Israel war die Tora das Maß der Entscheidung und Entschiedenheit. Für Menschen in der Jesus-Nachfolge sind es die Worte und Taten Jesu, die sowohl zur Verherrlichung Gottes als auch zur Entscheidung unserer eigenen Lebenshaltung dienen. Offen endet der Psalm, weil er einlädt zur Entscheidung.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

19.03.2017 - 26.03.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

Oculi

3. Fastensonntag 2017

18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde und für Robert und Anton Schnegg

 

Donnerstag:
06.00 Uhr Frühschicht zur Fastenzeit,

anschließend Frühstück im Pfarrsaal

 

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung von Religionen und Kulturen

 

Freitag: 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta, anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

 

SOMMERZEIT 2017
AB 26.03.2017

Laetare

4. Fastensonntag 2017

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde und für Magdalena Arndt

 

Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag und Donnerstag um 18.45 Uhr

Die nächste Lesenacht
in Lyskirchen:

6. Mai 2017
ab 19 Uhr

 

Das Evangelium nach Johannes

 

Vorbereitungsabend
mit Dr. Gunther Fleischer
am 28.3.2017
um 19 Uhr
im Pfarrsälchen
An Lyskirchen 12
in 50676 Köln

 

misereor 2017

Unter dem Leitwort "Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen." rückt die Fastenaktion 2017 Menschen in den Mittelpunkt, die in Burkina Faso, am Rande der Sahelzone, ideenreich und mit neuen Methoden höhere Einkommen erwirtschaften und damit die Ernährung und Versorgung für sich und ihre Familien sicherstellen.


Sie sind eingeladen

Vorbereitungsabend zur nachterfahrung am 6. Mai

Am Dienstag, 28.3. gibt Dr. Gunther Fleischer eine Einleitung in das Johannesevangelium. Dieses Evangelium wird bei der nächsten nachterfahrung – Lesung eines ganzen Buches – gelesen.

 

Der Vortrag findet um 19 Uhr im Pfarrsaal statt.

 

GrüDo Hilfen

Bald kommt der Gründonnerstag. Wir feiern ihn wieder mit einer Agape. Dafür werden wie in den Vorjahren wieder viele helfende Hände gebraucht: Menschen, die den Tischdienst versehen mögen, Menschen, die beim Aufbau der Tische mithelfen mögen, Menschen, die nach der Feier spülen mögen. Bitte melden Sie sich in der Sakristei oder unter schnegg@lyskirchen.de. Danke für alle, die ihre Hilfe anbieten können.

Lange Nacht der Kirchen

Am kommenden Freitag ist von 20-24 Uhr wieder die Lange Nacht der Kirchen. Es sind eindrückliche Begegnungen in den abendlichen Kirchen – mit dem Raum und seiner eigenen Stille und Gestalt.

 

Es wäre schön, wenn zu jeder Stunde jemand aus der Gemeinde in der Kirche ist. Wer helfen kann, melde sich bitte in der Sakristei.

 

FastenTeilen mit dem Notel

Es könnte als ein FastenTeilen verstanden werden: Das Notel freut sich für den alltäglichen Betrieb auf unsere Unterstützung: Gebraucht werden Nutella, Wurst (gerne Salami, gerne am Stück), Obstkonserven und Deospray.

Einstimmung in die Kar- und Ostertage am 1. April von 10-16 Uhr

Interessierte mögen sich wegen des Imbiss am Mittag bitte anmelden unter

schnegg@lyskirchen.de. Bitte bis zum 25.März. Danke.

 

Konzert

Das Ensemble VIERKLANG singt ein Passionsprogramm, das VIERKLANG in der Fastenzeit 2017 an verschiedenen Orten aufführen wird. Zu hören sein werden Stücke u. a. von Johann Sebastian Bach, Tertius Noble, Friedrich Silcher, Arnold Mendelssohn, Oralando di Lasso, Heinrich Schütz und weiteren Komponisten. Ganz traditionell mischen wir unser Programm wieder in den zeitlichen Epochen von der Renaissance, über Barock bis hin zu zeitgenössischen Stücken. Einzelne Chöre aus den Passionen von Bach und Schütz bilden den Rahmen.

Konzert in Lyskirchen am 1. April um 19 Uhr

Ausstellung Anna Wagner

Foto: Anna C. Wagner
Foto: Anna C. Wagner

Seit dem 12.03.2017 bis zum Palmsonntag werden an den Wänden unserer Kirche Fotografien von Anna Wagner zu sehen sein. Sie sind in der besonderen und sehr urgewachsenen Technik der Lochkamera aufgenommen. Die Ausstellung steht unter dem Leitgedanken

RaumZeitLicht  - Lichtbilder

aus der Lochkamera. Die Bilder geben Blicke frei, die wir in der Regel nicht sehen. Die Bilder bündeln die Zeit und geben ihr weiten, gelassenen Raum. Sie lassen erahnen oder erkennen, dass das Zusammenspiel von Raum und Zeit und Licht einen Blick hinter das zu Sehende denkbar macht. Bilder, die von tiefer Mystik des Unsichtbar-Sichtbaren zeigen. Die Bilder sind bewusst der Kirchenwand anvertraut, dass sie unaufdringlich im Raum und in unserer Wahrnehmung sein können.

 

Herzlichen Dank an Frau Wagner, dass Sie uns Anteil gibt an dieser ihr so wichtigen Weise der Erfassung der Wirklichkeit. Es sind besondere Kunstwerke, die angesehen sein mögen.

 

  • Die Ausstellung ist immer anzuschauen,
  • wenn die Kirche geöffnet ist.

 

Dumm gelaufen ...

Dubia-Kardinäle verzichten auf Korrektur

... zu wenig Unterstützer bei ihren Kollegen

Der Blog „Anonimi della Croce“ berichtet, dass die vier Kardinäle Brandmüller, Caffarra, Burke, und Meisner, welche fünf Dubia am Dokument „Amoris Laetitia“ veröffentlicht haben, auf eine öffentliche Korrektur des Papstes verzichten, obwohl sie keine Antwort erhalten haben. Laut dem Blog haben sich die Kardinäle vor ein paar Wochen in Rom getroffen. Der Grund für ihre Entscheidung ist, dass sie nicht genug Unterstützung von anderen Kardinälen erhalten haben.

Bischof Oster: "Traditionalisten beschimpfen mich als Verräter"
Bischof Oster: "Traditionalisten beschimpfen mich als Verräter"

Stefan Oster, Bischof von Passau beklagt sich über Hass-Mails der 'rechts'-Katholiken

Der smarte Stefan Oster war bei seiner Ernennung zum Bischof für die 'rechts'-Katholiken der Hoffnungsträger unter den deutschen Bischöfen. Gehörte doch zu seinen ersten Amtshandlungen, dass er das neue Kirchenarbeitsrecht, das u.a. einen Wiederverheirateten Hausmeister an einer katholischen Schule vor Kündigung bewahren soll, erst einmal in seinem Bistum nicht in Kraft treten ließ.

 

Jetzt hat Stefan Oster eine Ehe 'light' ins Gespräch gebracht, statt Trauung nur eine einfache Segnung, weil die meisten Brautleute eh nicht wissen würden, was eine katholische Ehe bedeut.

Fördert der Bischof von Passau das Konkubinat?

Viele, nicht nur Tradis stellen sich nach Osters Vorschlag die Frage: "Wäre die Segnung eine faktische Legitimierung des Konkubinats." Osters Vorschlag sei unsäglich, irreführend und gefährlich. Das uneheliche Zusammenleben sei eine schwere Sünde und eine Sünde könne nicht gesegnet werden, heißt es in den Foren der 'wahren'-Katholiken und Stefan Oster ist nicht mehr ihr Liebling..

Hier stehe ich, ich kann nicht anders

 

 

 

Dass Luther dem die berühmt gewordenen Worte "Hier stehe ich und kann nicht anders! Gott helfe mir, Amen!"  auf dem Reichstag zu Worms bei seiner Anhörung hinzugefügt haben soll, ist Legende. Es wurde wahrscheinlich nur hinzugefügt um die Geschichte interessanter zu machen und sie als große 'Pressesensation' darzustellen.

 

Der Satz erscheint aber dann dennoch auf den vielen Luther Andenken zur 500 Jahrfeier der Reformation. Dem Papst wurde ein Schokoladenluther geschenkt, das Luther Fass beinhaltet Kräuterschnaps statt Tinte, es gibt Luther als Badeentschen, als Teddybär und auch Socken tragen das legendenhafte Zitat. Dass die evangelische Jugend in Düsseldorf nun auch Kondome mit Lutherzitaten verbreitete, ging den oberen der evangelischen Kirche dann doch zu weit, auch bei den Kondomen fand man das angebliche Lutherwort "Hier stehe ich ... "

 

... und zum Fest der Auferstehung an Ostern soll dann in den evangelischen Kirchen die Lutherkerze brennen ... manchmal ist es richtig schön katholisch zu ...