Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Bodyguard Jesus

Sie haben Post!

SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit!

Für die Lebenden und Verstorbenen beten

Guter Rat ist teuer

Die Trauernden trösten

Die Unwissenden belehren

Die Lästigen
geduldig ertragen

Erlittenes Unrecht verzeihen

Meine Leitkultur

Christliche Obergrenzen

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

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DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

15. SONNTAG IM JAHRESKREIS

 

 

Sonntag, den 12.07.2015
Der 12. Juli ist der 193. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 172 Tage zum Jahresende.

12.7.1994: UNO-Kampfeinsätze zulässig

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994 sind militärische und humanitäre Einsätze der Bundeswehr im Auftrag der Vereinten Nationen zulässig. Allerdings muss jede Aktion mit einfacher Mehrheit des Bundestages beschlossen werden. Der Richterspruch erfolgte, nachdem die Fraktionen von SPD und FDP wegen der Beteiligung deutscher Truppen an der Überwachung des Flugverbots über Bosnien und des Embargos gegen Serbien geklagt hatten. Zehn Tage nach dem Urteil des in Karlsruhe ansässigen höchsten Gerichts stimmte das deutsche Parlament Einsätzen der Bundeswehr gegen das ehemalige Jugoslawien im Auftrag der UNO zu. Der Richterspruch leitete eine grundsätzliche Neuorientierung der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik ein.

Franziskus pur

Erneut begeistert Papst Franziskus die Massen, dieses Mal in Lateinamerika. Und er scheut sich nicht, die drängensten Probleme der Region beim Namen zu nennen. Ein Kommentar von domradio.de-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen.


Wer die aktuelle Reise des Papstes durch seinen Mutterkontinent verfolgt, der kann nur leicht verwundert die Stirn runzeln und bewundernd seine Unterlippe nach vorne schieben. Es ist immer wieder erstaunlich und bewundernswert, mit welchem persönlichen Einsatz sich Papst Franziskus für die Sache Jesu ins Zeug legt.

Der 78-jährige Pontifex Maximus, der Brückenbauer vom anderen Ende der Welt, schont sich (und seine Begleiter) keine Minute. Das Programm, das er sich selbst verordnet hat, bedeutet aber nicht nur eine anstrengende Reise durch den südamerikanischen Kontinent – eigentlich ist es Franziskus pur.

Er begann, die Zwölf auszusenden  

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.


Mk 6,

7-13

 

 

 

Gesendet (zu Markus 6,7-13)  

Wenn wir im Erzählfluss des Evangelisten bleiben, dann haben die Schüler gerade miterlebt, dass Jesus in seiner Heimatstadt wegen des mangelnden Glaubens nichts ausrichten konnte. So könnte das Schicksal der ihm Namen Jesu Ausgesendeten auch aussehen. Markus erzählt aber ebenso, dass Jesus trotz möglicher Ablehnung zog durch die Dörfer im Umkreis und lehrte (V 6b).

 

Jetzt beruft Jesus die zwölf, dass sie sich von ihm senden lassen. Als zeitgeschichtlicher Hintergrund wird die Mission der urchristlichen Gemeinden stehen. Der Evangelist lässt an eine erste Auswählung der zwölf erinnern – in 3,13-15. Dort werden sie vorbereitet zur Aussendung, um zu verkündigen und bevollmächtigt zu werden, die Dämonen auszutreiben. Jetzt ist in der Fortentwicklung des Erzählten die Umsetzung dieser Auswählung angezeigt. Die Schüler (auch Schülerinnen?) haben inzwischen während des Fortgangs der Erzählung einiges mit Jesus erlebt – was er lehrt und was er tut. Jetzt scheint die Zeit reif, dass die Schüler Jesu selbst mit in die Verkündigung vom nahegekommenen Reich Gottes (1,15) eingesetzt werden. Die Sendung der Schüler aus dem Umkreis Jesu wird zum Sinnbild der urchristlichen Mission, die sich vom auferweckten Herrn gesendet weiß, das Reich Gottes in Wort und Tat zu verkündigen.

 

Die Sendung erfolgt aufgrund des Rufes Jesu. Er sendet sie aus – zu zweit. Zwei können einander Hilfestellung sein. Zwei waren schon immer angemessener, um ein glaubwürdiges Zeugnis abzulegen. Aufhorchen lässt der Sendungsauftrag: Vor allem wird den Gesendeten die Vollmacht über unreine Geister zugesprochen. Dass sie verkündigen sollen, auch durch das Wort, scheint selbstverständlich zu sein, wie in Vers 12 dann ausgeführt werden wird. Besonderes Gewicht kommt der Befreiung aus der Macht der unreinen Geister zu.

 

Das mit personifizierten Dämonen ist unserem aufgeklärten Denken fremd. Nicht fremd ist uns, dass wir in Fremdbestimmungen gefangen sein können. Das können andere Menschen sein, das können aber auch Lebenshaltungen sein, die uns die Kraft des eigenen Lebens nach und nach abziehen und teils völlig willenlos entreißen. Das Traurige daran ist, dass diese Besetzungen am Leben hindern, das eigentlich da ist, das sich gerne entfalten wollte. Aber die Hinderer halten es in ihrer Besetzung fest. Das Heilende aus der Macht der Besetzung ist das Vertrauen, dass es ‚jemanden‘ gibt, dem an unserem Leben liegt, der das Leben wertschätzt, der es zur schöpferischen Entfaltung gedacht hat. Die Gegenmacht zu den Dämonen ist das Vertrauen in das Leben, das von Gott gewollt und bejaht und zur Schöpfung eingeladen ist. Die Schüler Jesu werden also mit der Vollmacht versehen, dieser nichtenden Macht der unreinen Geister durch das Vertrauen in Gott Einhalt zu gebieten. Für Menschen, die in solchen Besetzungen leben, wäre diese Lösung wirklich eine das Leben (wieder) eröffnende Befreiung.

 

Schließlich ergeht die Weisung Jesu zur Ausrüstung der Missionare. Markus bedient sich der älteren Spruchsammlung (Logienquelle Q), von der wir annehmen dürfen, dass sie sehr nahe an die wirklichen Worte und Handlungen Jesu heranreicht. Diese Liste ist gekennzeichnet von einer Radikalität. Nach unseren heutigen Lebensvorstellungen scheinen sie weitgehend unvorstellbar. Zwar gibt es auch heute immer wieder Menschen, die auf fast alles verzichten und sich auf den Weg machen. Aber das sind große Ausnahmen. Die Radikalität der Sendung hat etwas mit dem Vertrauen zu tun, dass Gott durch andere Menschen bereithalten wird, was der Wanderer zum Leben nötig hat. Das sind vor allem Nahrungsmittel und eine Beheimatung für die Nacht.

 

Im Zeugnis der Logienquelle sind selbst Stock und Sandalen nicht angezeigt. Die Forscher der Sozialgeschichte erklären sich die Abweichung des markinischen Jesus durch die veränderten Umstände der Mission. Die urchristliche Mission bewegt sich nicht nur in relativ kleinem Radius des galiläischen Umfeldes. Weiterreichende Reisen kommen dazu, auch bedrohlichere Landstriche, so dass der Stock als Stütze und Verteidigungswaffe gegen Tiere und Wegelagerer mit zur Grundausstattung gehören könnte. Auch die Sandalen scheinen den Wegbeschaffenheiten der weiteren Reisen geschuldet.

Die Radikalität wird durch Stock und Sandalen nicht aufgehoben. Die Maßgaben sind ja nicht um der Abhärtung willen ausgesprochen, sondern um des sinnenhaften Vertrauens auf Gottes Gabe durch die Hand der Mitmenschen willen. Kein Brot – denn es wird immer Menschen geben, die Essen mit den Wanderern teilen; kein Rucksack – denn der diente vornehmlich, die geschenkten Gaben von unterwegs als Reserve zu sammeln. Geld braucht es schon gar nicht, wenn das Vertrauen da ist, dass Gott sorgen lässt durch die gebende und teilende Hand anderer Menschen.

 

Vielen von uns wird schon allein die Vorstellung, sich so ungesichert auf den Weg machen zu sollen, panische Empfindungen vorzeichnen. Ermutigend zu wissen, dass es wirklich geht, ohne sicherndes Geld und Proviant auf dem Weg zu sein. Der Gewinn an Vertrauen in das Leben kann sehr groß sein. Den frühchristlichen Missionarinnen und Missionaren wird anheim gelegt, sich getrost in die Sorge Gottes fallen zu lassen. Das an sich ist schon ein Zeichen der Verkündigung des nahegekommenen Himmelreiches – ein Zeichen für die, die so radikal sich auf den Weg machen, und für die, die das (meist staunend, gar bewundernd) von der Seite wahrnehmen.

 

Eine weitere Maßgabe des aussendenden Jesus: Wechselt nicht das Quartier. Wir dürfen vermuten, das Markus zu dieser Aussage kommt, weil in der Mission der jungen Kirche das allzu menschliche Begehren schon Raum gegriffen hatte: Das Quartier wechseln, weil es an anderer Stelle vielleicht angenehmer zu leben ist. So bleibt im Mittelpunkt der Auftrag der Verkündigung.

 

Selbst die denkbare Ablehnung wird Bestandteil der Anweisung Jesu: Wenn man euch mit eurer Verkündigung nicht hören will, dass müsst ihr nicht auf Biegen und Brechen es immer wieder neu versuchen. Dann zieht einen Trennstrich: Schüttelt den Staub von euren Füßen.  Dies ist eine Geste, die Verantwortung abzulegen und auch ein Zeichen, die Gemeinschaft für beendet zu erklären. Mag sein, dass der Evangelist sich der Kraft der Botschaft vom Reich Gottes so sicher ist, dass er die Ausgesendeten nicht buhlen lässt, dass ihre Botschaft doch bitte anzunehmen sei. Zugleich kann dieses trennende Zeichen als Zeichen verstanden werden, sich neu zu besinnen – sich zur Umkehr bewegen zu lassen. Handelnd bei all dem ist das Evangelium selbst. Es braucht keine Furcht zu haben, durch Ablehnung geschmälert oder gar vernichtet zu werden. Davon ist der Evangelist überzeugt.

 

Dann ziehen sie los – die zwölf. Sie verkündigen das nahe mit Jesus gekommene Reich Gottes. Sie nehmen in ihre Botschaft den Anfang des Auftrags des markinischen Jesus auf: „Erfüllt ist die Zeit. Nahegekommen ist euch das Reich Gottes. Kehrt um! Und glaubt an das Evangelium.“ (1,15) Sie rufen in ihrer Mission auf, dass die ihnen Zuhörenden sich neu, am Messias Jesus, orientieren mögen. Das geschieht, indem sie an das Evangelium des Messias Jesus glauben.

Die Ausgesandten treiben viele das Leben auffressende Dämonen aus, so dass Leben neu möglich ist. Sie salben die Kranken mit Öl – so, wie es im Jakobusbrief als Praxis der Gemeinde beschrieben ist. So sind die zwölf unterwegs, indem sie heilen – heilen im des Wortes breiter Bedeutung von pflegen, behandeln, bedienen.

 

Für die, die bis heute hin diese Episode von der Aussendung lesen, bleibt wichtig, dass die Sendung in das Leben nicht ohne die Verwurzelung in das Leben Jesu stattfinden kann. Daher kann im markinischen Sinne eine Sendung im Namen des Evangeliums keine selbstgenügsame spirituelle Handlung sein. Sendung kann sich auch nicht auf Belehrung oder Liturgiefeiern beschränken. Sendung ist gebunden in den Lebensvollzug Jesu. Der scheint betont in der Mitsorge um den Schmerz des Menschen begründet zu sein: gebunden in Besetzungen, die das Leben auffressen – um ermutigt zu werden zum Leben, das der Macht Gottes vertraut. Die Mitsorge zeigt sich auch im Heilen – das bedeutet, im Pflegen, Behandeln, Bedienen. Mitsorge auch da, wo das Vertrauen in Gott neben der Tat auch durch das Wort genährt wird.

 

Manche sind in besonderer Weise Gesendete. Als Menschen in der Nachfolge Jesu sind wir alle Gesendete – in den Bereich der so bedeutsamen und so gerne zu gering geachteten Alltagsbanalität.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

12.07. – 19.07.2015

  • St. Maria in Lyskirchen

15. Sonntag im Jahreskreis

19.00 Uhr   Heilige Messe
der Gemeinde und Jahrgedächtnis

für Marianne Heindi


Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranz für den Frieden und die Verständigung der Kulturen  

 

Freitag:

18.00 Uhr   Hl. Messe in der Krypta,

anschließend Bibelgespräch  

16. Sonntag im Jahreskreis

19.00 Uhr   Heilige Messe
der Gemeinde




  • Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag und Donnerstag um 18.45 Uhr


  • Kindermesse 

Kindermesse in Maria im Kapitol

Kasinostraße 5 in 50676 Köln

sonntags um 9.30 Uhr


  • Heilige Messe im Gubbio

Feier der Heiligen Messe am Samstag,

den 04.08.2015 um 17:00h 


  • Gubbio - Kath. Obdachlosenseelsorge im Stadtdekanat
    Köln 
    Ulrichgasse 27-29 in 50678 Köln

Sie sind eingeladen

Vitrine

Wie schon berichtet, was die Vitrine eigentlich für das kostbare Salierkreuz gedacht. Zunehmender Kunstraub in den Kirchen hat uns veranlasst, dieses besondere Vortragekreuz weiterhin unter gesichertem Schutz aufzubewahren und nur an den großen Feiertagen in die Liturgie mit einzubeziehen. Da die auf Sondermaß angefertigte Vitrine schon gekauft war, haben wir im Kirchenvorstand beschlossen, das Altarkreuz aus dem barocken Hochaltar dort zu Verehrung und Besichtigung einzustellen. Das Kreuz um 1740 hier in Köln geschaffen. Auf einem geschwärzten Holzkreuz sind silberne Ornamente und Figuren angebracht. Im Sockel steht der Hl. Maternus, erster Bischof von Köln. Der Legende nach hat er am heutigen Ort von Maria Lyskirchen seine Cella gehabt.

 

Unter dem Kreuz stehen Maria und Johannes. Am Fuß des Kreuzes Maria von Magdala.


An den Enden des Kreuzes sind die Symbole der vier Evangelisten angebracht.

 


LYSKIRCHEN Sonntag  

Obwohl im Juni zwei große Kollekten waren, haben wir für den LYSKIRCHENSonntag des Juli dennoch 808,12€ zusammengetragen. Von Herzen Dank für diese so kräftigen Zeichen der Unterstützung des Erhalts der Kirche und der Förderung der Gemeinde, die hier lebt.

Wandfarbe  

In der vergangenen Woche haben Menschen aus dem Kirchenvorstand, aus der Gemeinde, Architekten, Generalvikariat und Restauratoren beratschlagt, wie die Farbgestaltung im Chorraum in Zukunft aussehen soll. Das lange Jahre beherrschende Blau schien uns nicht angemessen. Es wurde beschlossen, den Chor nicht weiter farblich von der Gesamtkirche zu trennen, sondern ihn mit in die Farbgebung der Kirche aufzunehmen. Der Raum wird zudem durch farbliche Gestaltung der Pfeiler gegliedert. Die Farbe soll als Lasur aufgetragen werden, um sie lebendiger erscheinen zu lassen als einen deckenden Farbauftrag. Die Arbeiten werden von der Restauratorenwerkstatt Kartäuserhof durchgeführt. Es bleibt die Hoffnung, dass wir zum August die Gerüste wieder aus der Kirche haben.

Handys – Kuchenspende – 

Die Obdachlosen-Seelsorge und ihre Gemeinde in Gubbio freut sich weiter an nicht mehr im Eigenbedarf genutzten Handys.

 

Das Notel und seine Gäste 

freuen sich am Kuchen, den einige aus der Gemeinde so treu immer wieder mitbringen. Wir tragen diese geschenkten Gaben bei der Gabenbereitung der Liturgie mit in das liturgische Geschehen. Auch das ein Zeichen, dass die Liturgie nicht ohne die Diakonie zu feiern ist.


Danke all denen, die diese Zeichen der Solidarität mit den Armen mit großer, stiller Selbstverständlichkeit setzen. Sie dürfen, wenn Ihnen danach ist, auch mal ‚nur so’ und ohne innere Regelmäßigkeitsverpflichtung mal einen Kuchen mitbringen…

 

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PS: Wenn es noch interessiert ...

Hammer Sichel Kreuz

Evo Morales machte dem Papst am Mittwoch ein Geschenk. Was hat es auf sich mit Hammer und Sichel und dem Gekreuzigten?


Das kommunistische Symbol von Hammer und Sichel mit dem Gekreuzigten stelle die „Symbiose“ aus „sozialem Einsatz und Christentum“ dar und sei eine „Hommage“ an den spanischen Priester Luis Espinal, der sich durch sein „Engagement im Sozialkampf“ hervorgetan habe. 

Luis Espinal Camps war ein spanischer Jesuit, der 1980 in Bolivien ermordet wurde, Hammer, Sichel und Kreuz waren ihm gewidmet ,,, 

1932 in Katalonien geboren, trat er 1949 in den Jesuitenorden ein, wurde 1962 in Barcelona zum Priester geweiht, erwarb 1963 sein Lizentiat in Theologie und besuchte im Anschluß einen Lehrgang für Journalismus und audiovisuelle Medien an der Katholischen Universität von Mailand in Italien. Der Jesuit wird als begnadeter Kommunikator beschrieben.


Unter dem Eindruck der sozialpolitischen Linksbewegung in Lateinamerika ging er 1968 auf eigenen Wunsch nach Bolivien. Es war die Zeit, als in Bolivien linke und rechte Militärs um die Macht rangen, sich im Land kommunistische Guerillagruppen gebildet hatten und Che Guevara, der mit kubanischen Guerilleros und sowjetischer Unterstützung die Revolution bewaffnet durchsetzen wollte, gerade vom Militär erschossen worden war.


Im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen Ländern wechselten sich in Bolivien links und rechts in der Regierungsausübung in schnellem Rhythmus immer undurchschaubarer ab.


Pater Espinal, der sich selbst als „Arbeiterpriester“ verstand, blieb in der Hauptstadt La Paz, wo er mit zwei anderen Jesuiten in einem Armenviertel lebte. Er arbeitete als Kinokritiker für die Tageszeitung Presencia und gestaltete zunächst eine eigene Sendung im staatlichen Fernsehen, in der er über die „Arbeiterpriester“ berichtete. 1971 wurde ihm die bolivianische Staatsbürgerschaft verliehen. Vom selben Jahr bis zu seinem Tod war er Mitarbeiter von Radio Fides, dem 1939 gegründeten, ältesten Jesuitensender Lateinamerikas. Ab 1979 war er zudem Chefredakteur der von ihm als Sprachrohr linker „Volksbewegungen“ gegründeten Wochenzeitung Aquí. Er unterstützte die Bergarbeiterbewegung, gründete 1976 die Menschenrechtsorganisation Asamblea de Derechos Humanos und trat 1977 mit der Forderung nach Demokratisierung in den öffentlichen Hungerstreik.


Als die Linksnationalistin Lidia Gueiler Tejada vom Movimiento Nacionalista Revolucionario interimistisch das Land als Staatspräsidentin führte, wurde Espinal am 21. März 1980 entführt und ermordet. Auch während des Papstbesuches wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass Espinal nur zwei Tage vor Erzbischof Oscar Arnulfo Romero ermordet wurde. 

Guten Abend liebe Schwestern und liebe Brüder, ich habe hier Halt gemacht, um Euch zu grüßen und vor allem um zu erinnern. Zu erinnen an einen Freund, einen unserer Brüder, Opfer von Interessen, die nicht wollten, daß man für die Freiheit Boliviens kämpft. Pater Espinal hat das Evangelium gepredigt und dieses Evangelium störte, und deshalb haben sie ihn eliminiert. Halten wir eine Gedenkminute im Gebet und dann beten wir alle zusammen." 


Papst Franziskus in Erinnerung an Pater Espinal

Prediger 1,2-6


  • Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne? Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt immer bestehen. Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, dass sie dort wieder aufgehe. ...

Schlesien, Gemeinsamkeiten ...

'an die Ränder gehen', hat der Papst gesagt ...

„An die Ränder gehen“ hat Papst Franziskus gesagt und der neue Erzbischof von Berlin will das jetzt in die Tat umsetzen. Er geht mit seiner Wohnung und dem Büro des Erzbischofs an die Ränder,  in diesem Fall an den Rand von Berlin, nach Lichterfelde. Zugegeben eine feine Gegend in Berlin, aber wurde die Kirche ‚Heilige Familie‘ mit dem Fachwerkpfarrhaus nicht gebaut, damit schlesische Dienstboten in diesem Villenort eine katholische Heimat gefunden haben? Kardinal Woelki wurde ja einst kritisiert ‚dass ein Bischof in der Nähe der Kathedrale zu wohnen hat‘, nur weil er ein paar Minuten U-Bahn entfernt in den Wedding gezogen ist. Nun ja, von Lichterfelde zu St. Hedwig wird es durch den Berliner Autoverkehr etwas länger dauern. Ein ‚Gutes‘ hat es dann doch, in der Osloer Straße war es mit dem Parken des Domkapitels oder den wichtigen Leuten, die in Berlin ‚katholisch‘ definieren manchmal schwierig, das ist natürlich in Lichterfelde nicht der Fall, auch wenn die nach einer schlesischen Heiligen benannte Kathedrale weit weg ist … „An die Ränder gehen“, hat Papst Franziskus gesagt …

'Fein', aber am 'Rand' ...

Lichterfelde, am Rande zu Brandenburg
Lichterfelde, am Rande zu Brandenburg

„Der künftige Berliner Erzbischof Heiner Koch wird voraussichtlich im Stadtteil Lichterfelde wohnen. Wie in der Kirchengemeinde „Heilige Familie“ bekannt wurde, ist geplant, dass er deren früheres Pfarrhaus in der Kornmesserstraße bezieht. Es wird derzeit saniert. Dort sollen die Privatwohnung, Gästezimmer sowie Büro- und Archivräume untergebracht werden.“ heißt es im Berliner TAGESSPIEGEL

Lichterfelde ist ein Villen Vorort von Berlin

Pfarrhaus in Lichterfelde
Pfarrhaus in Lichterfelde



Die Villenkolonie Groß-Lichterfelde entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der Feldflur der alten Dörfer und Rittergüter Lichterfelde und Giesensdorf. Der Unternehmer Johann Anton Wilhelm von Carstenn erwarb 1865 die hoch verschuldeten Rittergüter Giesensdorf und Lichterfelde, um auf diesen Flächen die Villenkolonie Groß-Lichterfelde zu gründen, wo sich in der Folgezeit finanzkräftige Bürger, mittlere und höhere Beamte sowie Offiziere ansiedelten.

Eine Kirche für schlesische Dienstboten und Arbeiter

"Heilige Familie" gebaut für schlesische Dienstboten
"Heilige Familie" gebaut für schlesische Dienstboten


Der Offiziersadel und die Großbürger rekrutierten ihre Dienstboten unter anderem aus dem katholischen Teil Schlesiens. Ferner begann ab 1900 der Bau des Teltowkanals, die Arbeiter kamen aus Galizien und Polen und waren katholisch. Dadurch wuchs der katholische Bevölkerungsanteil in Groß-Lichterfelde an. Für diese Neuankömmlinge war in der evangelischen Mark Brandenburg ein neuer Gottesdienstort nötig. Es wurde die Kirche „Heilige Familie“ gebaut und dazu ein Pfarrhaus im Fachwerkstil, das wird wohl das neue Domizil des neuen Erzbischof von Berlin. Mit Schlesien verbindet der Bischof auch, dass seine Eltern nach dem Krieg von Schlesien ins Rheinland flüchteten.  

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