Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

23. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Sonntag,  10.09.2017 ist der 253. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 112 Tage bis zum Jahresende.

10.9.1964: Eine Million "Gastarbeiter"

Mit einem Moped "Zündapp Sport Combinette" begrüßte die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber am Bahnhof Köln-Deutz ihren einmillionsten Gastarbeiter, den 38-jährigen Zimmermann Armando Rodrigues de Sá aus Portugal. Bedingt durch den Wirtschaftsboom und den damit verbundenen Mangel an Arbeitskräften hatte die Bundesrepublik seit 1955 Abkommen mit südeuropäischen Staaten, der Türkei und Nordafrika zur Anwerbung von Arbeitnehmern geschlossen. Die Beschäftigung der preiswerten Arbeitsmigranten sollte allerdings nur vorübergehend sein. Im September 1964 hatte die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland einen historischen Tiefstand erreicht: 680.000 offenen Stellen standen nur 102.800 Arbeitssuchende gegenüber.millionster

"Das Dach brennt und wir diskutieren"

Die Kirche debattiert über die falschen Themen, meint Thomas von Mitschke-Collande. Der Unternehmensberater sagt: Es muss weniger um Zölibat und Frauendiakonat gehen und mehr um die Rolle der Gläubigen.

Sie forderten eine "dienende, hörende, helfende, lernende Kirche", die auf die Kirchenfernen zugeht. Das sind seit 2013 auch die Themen von Papst Franziskus. Wie weit ist das bisher gelungen?

Durch Papst Franziskus ist vieles losgetreten worden. Er setzt die richtigen Themenschwerpunkte, weg von der Eurozentrierung. Die Atmosphäre hat sich deutlich verändert: Er prangert die Missstände in der Kirche an und fördert eine konstruktive und angstfreie Streit- und Diskussionskultur, die in den letzten Jahrzehnten nicht stattgefunden hat – zu der auch gehört, dass sich konservative Kreise zu Wort melden. Und er fordert die Ortskirchen und die Bischöfe auf, mutige Vorschläge zu machen. Aber da ist bis jetzt wenig passiert: Es gibt bisher keine Vorschläge der Bischofskonferenz, die uns weiterbringen. Hier wird eine Chance nicht genutzt! Das liegt auch daran, dass für innovative Ideen die notwendige Bereitschaft für einen Paradigmenwechsel fehlt: Beispielsweise sind wir es gewohnt, kirchliche Prozesse von oben nach unten, also vom Priester her, zu denken und zu organisieren. Dabei müssten sie eigentlich vom Gläubigen her, also von der Gemeinde vor Ort, gedacht werden. Und die Gläubigen müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und die Neugestaltung mitmachen. Das heißt für sie, loslassen und sich auf Neues einlassen.

Evangelium vom 23 . Sonntag im Jahreskreis

Wenn dein Bruder auf dich hört, so hast du ihn zurück-gewonnen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

 

Mt 18,15-20

 

 

 

 

Gedanken zum Evangelium

zu Matthäus 18,15-20

ir befinden uns in der sogenannten ‚Gemeinderede’. Hier entwirft der Evangelist Matthäus ein Bild, wie Gemeinde im Namen und im Bemühen um die Nachfolge Jesu zusammenleben will. Matthäus – wie Jesus selbst – weiß um die Schwächen der Menschen. Schwächen, auch sündhaftes Fehlverhalten, kommen vor. Sie können schon als heftige Last im eigenen Leben wahrgenommen werden. Sie können auch das Zusammenleben einer Gemeinschaft sehr belasten.

Matthäus führt in seiner Gemeinderede Themen an, die allzu menschlich sind – wie den Rangstreit und das Vergehen und die Mühe des Vergebens. Daher beginnt er mit der Zeichenhandlung des Kindes in der Mitte, wenn es um die Frage geht, ‚wer im Himmelreich der Größte ist.’ Dann schließt sich die Warnung an, nicht verantwortlich dafür zu werden, dass jemand ins Böse fällt. Mit der Geschichte vom verlorenen Schaf wird die Grundausrichtung der Gemeinderegel sichtbar: Wenn jemand gesündigt hat, soll alles darauf gesetzt werden, dass er wiedergefunden wird: Denn ‚so will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von den Kleinen verloren geht.’

 

Dann wendet sich der Text – unsere Perikope – der Wirklichkeit zu, wenn jemand in der Sünde verharren will. Da entwirft der Evangelist ein dreistufiges Modell, wie der Sünder zurückzugewinnen sein kann. Auch das wird nicht verschwiegen: Es kann sein, dass keine Versöhnung zustande kommt. Und selbst dann wird die Verpflichtung der Liebe nicht aufgekündigt: Offen zu bleiben für die Vergebung – und zwar ‚bis zu siebenzigmal siebenmal.’

 

Diese Regelung folgt einer nachvollziehbaren Logik. Und dann kommen die Anfragen, wie realistisch eine solche Gemeindeordnung sein kann. Leicht nachzuvollziehen ist, dass keiner sich über den anderen erheben möge – auch das eine Anregung der Liebe. Leicht nachvollziehbar auch, dass wir niemanden zum Bösen verführen sollen. Ebenso begreifen wir die Liebe, die dem Verlorenen nachgehen soll. Schwieriger wird es, wenn es um die Anwendung der Gemeinderegel im Falle des Vergehens geht. Schwieriger allein deswegen, weil es dafür einen für alle verbindlichen Rahmen geben muss. Ebenso bedarf es eines Konsenses der Gemeinde über das, was als Verstoß gegen die Weisung Gottes gilt. Hier beißen sich Ideal und Realität. Klar, das Maß der Beurteilung sollte die Liebe sein – aber auch da erfahren wir unterschiedlichste Möglichkeiten der Interpretation. Daher scheint es klug, nicht vorschnell die Gemeinderegel als einziges Mittel der Klärung von Konflikten anzunehmen.

Und dennoch kann sie in allem Bewusstsein über die Idealbeschreibung eine Hilfe sein, das Zwischenmenschliche im Falle eines Vergehens zu regeln. Das Vergehen misst sich an der Weisung Gottes. Das Vergehen misst sich an dem, was der Liebe an Schmerz zugefügt wird. Auch das ist gewiss interpretationsoffen, kann aber hilfreich sein, um sich dem anzunähern, was verbindlich als Vergehen, als Sünde bezeichnet wird. Der in unserem Textausschnitt angenommene Fall geht davon aus, dass der Versuch, den Verirrten wiederzufinden (vgl. das Motiv des verlorenen Schafes), gescheitert ist. Das Ergebnis heißt dann nicht: Verloren ist und bleibt verloren. Der Ansporn lautet: Versucht, mit aller Kraft den Verlorenen zurückzugewinnen – und zwar unter die Weisung Gottes. Sie allein ist das Maß für Verfehlung.

 

Die Gemeindeordnung sieht nun das dreistufige Modell vor: Sprich mit dem, der die Weisung Gottes missachtet hat. Das soll unter denen geschehen, die miteinander die Leidtragenden sind. Das Ziel der Unterredung ist nicht, den Sünder klein zu machen. Es soll vor allem vermieden werden, dass der Sünder vor der Gemeinde bloßgestellt wird. Daher als ersten Versuch der Versöhnung: Sprecht miteinander. Nach heutigem Verständnis kann das das Gespräch über die Wirkung einer Tat sein, über die Motivation, die jemanden getrieben hat, über das Lostreten von ganz anderen Themen, über die schmerzlichen Verletzungen usw. Der Raum des Zweiergespräches soll Schutzraum für beide Seiten sein.

 

Wenn das nicht geht, dieser Versuch der Verständigung und einer Rückkehr zur Weisung gescheitert ist, dann bedenkt die Gemeinderegel, dass da zwei Menschen aufeinander getroffen sind, die in ihrer Wahrnehmung vielleicht zu festgelegt sind. Da kann kein Verstehen geöffnet werden. Darum wird in einem zweiten Schritt ersucht: Nehmt euch zwei Zeugen dazu! Hier sind nicht Menschen aufgerufen, die beim Vergehen dabei waren. Bewusst sind es Menschen, die vielleicht die Gabe eines objektiveren Zuhörens haben, die vermitteln könnten, die von den jeweiligen Seiten Akzente hören, die den Raum für die Öffnung eines Verstehens, auch Raum für das Zugestehen eines Fehlers möglich machte.

 

Auch das kann scheitern. Dann wird im Verständnis des Matthäusevangeliums die Gemeinde mit der Sache zu beschäftigen sein – erst dann, wenn die geschützteren Wege keinen Erfolg hatten. Wir können diesen dritten Schritt uns leichter vorstellen, wenn wir bedenken, dass die Gemeindezahl nicht zu vergleichen ist mit der Anzahl von Gemeindemitgliedern, die heute eine Gemeinde ausmachen. Wenn denn die Gemeinschaft überschaubar klein ist, dann müsste sie sich im Streitfall zudem einig sein, was die verbindliche Norm der Gemeinde, was die verbindliche Norm der Weisung Gottes ist. Erst wenn das klar ist, kann es einen sinnvollen Ort der Begegnung geben.

 

Wenn auch diese Begegnung keine Umkehr des Sünders eröffnet, dann ‚sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner.’ Das bedeutet einen Ausschluss aus der Gemeinde – im Verständnis des Evangeliums deswegen, weil der Sünder nicht zur Norm der Weisung Gottes umkehren wollte. Das heißt, dass der Ausschluss vom Sünder ausgeht.

 

Eine andere Auslegung dieses Satzes ist auch nicht von der Hand zu weisen: Selbst wenn der Sünder nicht umkehren wollte, so schreib ihn nicht ab, denn den Heiden und Zöllnern galt die besondere Zuwendung Jesu. Ob die Gemeindeordnung des Matthäus diesen Gedanken hatte, wissen wir nicht. Er ist zumindest in der Logik des Handelns Jesu denkbar ...

 

Es folgt in unserem Text die Vollmacht an die Gemeinde, zu binden und zu lösen. Auch hier ist der Konsens der Gemeinde vorausgesetzt. Die Zuschreibung des Bindens und Lösens von Schuld erklärt sich aus dem Zusammenhang von sozialer und geistlicher Wirkung von Schuld. Eine Schuld vor Gott hatte Auswirkung auf das soziale Miteinander in der Gemeinde. Zeigte der Sünder Einsicht, so bedeutete die Vergebung Gottes auch das Heilen der gestörten sozialen Beziehung. Verschloss sich der Sünder aber der Einsicht in sein Vergehen, dann blieb die Schuld vor Gott und dann blieb auch die Störung des sozialen Gefüges der Gemeinde.

 

Bei aller Eindeutigkeit des Bindens und Lösens gilt aber, dass dem Sünder die Vergebung weiter offen bleiben muss. Davon wird der folgende Abschnitt im Evangelium sprechen.

 

Matthäus fügt dieser Überlieferung über die Gemeinderegel zur Vergebung einen Vers an. Hier geht es um die Gewissheit der Gebetserhörung. Aus dem Zusammenhang des Textes geht es hier um das bleibende Gebet für den Sünder, der nicht zur Einsicht und Umkehr gekommen ist. Es wird nicht das Gebet der Überheblichkeit sein, sondern das Gebet des Schmerzes des Scheiterns. Immerhin bleibt das Hauptziel jeden Bemühens, dass der Verlorene zurückzugewinnen sei.

 

Gerade wenn Verhandlungen nach vielerlei Bemühungen erfolglos waren, dann trauen wir dem Gebet für alle am Konflikt Beteiligten nicht allzuviel zu. Darum fügt der Evangelist auch den Vers 20 noch an: ‚Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.’ Darin spricht sich die Zusage aus, dass die um den sozialen Frieden ringende und betende Gemeinde sich darauf verlassen darf, dass der auferstandene Herr in ihrer Mitte ist. Seine Gegenwart mag Trägerin der Hoffnung sein, dass die Liebe fähig macht, Schmerz und Schuld zu wandeln. Das Evangelium des Matthäus deutet das Leben und den Tod Jesu als ein Zeugnis der Liebe, die alles Trennende überwindet.

 

Mag gut sein, dass wir im konkreten Fall der Auseinandersetzung schneller an unsere Grenzen stoßen, als die Gemeinderegel es als Ausweg schildert. Sie beschreibt ein Ideal. Als Ideal kann sie aber bleibend Ansporn sein, wie Einsicht und Umkehr eröffnet werden könnten.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

10.09.2017 - 17.09.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

23. SONNTAG IM JAHRESKREIS

19.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung der Religionen und Kulturen

Freitag:
18.00 Uhr Wortgottesdienst in der Krypta, anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

24. SONNTAG IM JAHRESKREIS

19.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde

Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag  um 18.45 Uhr
Donnerstag um 18.45 Uhr

10. September 2017:

TAG DES OFFENEN DENKMAL IN LYSKIRCHEN

Am 10. September ist auch unsere Kirche bereit als ‚Offenes Denkmal’. Herr Marx wird sachkundig wieder durch die Kirche führen: 

11 und 14 Uhr.

 

Willkommen alle Interessierten


Sie sind eingeladen

Kommender Sonntag - Caritassonntag

Am kommenden Sonntag ist die Kollekte für die Caritas. 90% bleiben für die Caritas in der Gemeinde. 10% der Sammlung gehen in den großen Topf für gemeinschaftliche caritative Aufgaben im Erzbistum.

90% bleiben für die Caritas in der Gemeinde

Wozu wird das gesammelte Geld bei uns konkret ausgegeben? Hier einige Schicksale, die an der Pfarrhaustüre um Hilfe bitten:

 

ein hochschwangeres Pärchen will zurück in die Heimat ins Kosovo. Es fehlen 30 €, um mit dem Bus weiterzukommen. Sie haben eine Reservierung in der Hand.

 

Kinder wollen ihre Mutter in einer psychiatrischen Klink außerhalb Kölns besuchen. Es fehlt das Geld für die Bahnfahrt. Die Familie ist mir bekannt.

 

wegen der Krankheit der Mutter kommen 3 Enkelkinder zusätzlich in eine Familie, die von Sozialhilfe leben muss. Da sind bald Engpässe, wie das Lebensnotwenige beschafft werden kann. Auch hier sind mir die Verhältnisse lange schon bekannt.

zwei psychisch sehr belastete Menschen müssen einfach nur raus, für ein paar Tage in die Eifel. Es gibt aber kein Geld, um dorthin zu kommen.

 

in der Familie einer alleinerziehenden Mutter mit drei Kindern fehlt neben der Sozialamtsleistung ein Zuschuss zur Beschaffung eines neuen Kühlschrankes.

 

einem Obdachlosen sind die Papiere gestohlen worden. Nun braucht er Passfotos für neue Ausweispapiere.

 

eine Mutter ist schon lange stationär krank, bekommt keine Leistungen, soll am Ende des stationären Aufenthalts Krankengeld bekommen. Wer bezahlt die Mahnung der KVB für eine Karte für das Schulkind?

 

Es gibt die Auffassung, man dürfe kein Geld an Bedürftige geben. (Wofür gibt es dann eine Caritassammlung?) Aus meinem ausschnittweisen Mitleben mit Obdachlosen weiß ich, dass manchmal wirklich nichts anderes weiterhilft als Geld. Natürlich kann es passieren, dass Menschen in der Not sich alles Mögliche ausdenken, um an Geld zu kommen. Aber das ist deren Überlebensstrategie. Für Menschen, die sich fast immer leisten können, was sie gerade brauchen, ist das manchmal schwer nachzuvollziehen. Manche denken, da müsse doch das Sozialamt helfen. Es gibt längst nicht für alles Leistungen des Amtes. Manches ist so kompliziert zu beantragen, dass die Betroffenen lieber den Gang an die Pfarrhaustüre vorziehen. Manchmal ist die Überlassung von Geld – statt Gutscheinen z.B. – auch ein Zeichen der Würdigung der Person.

 

Ein nachdenkliches Wort eines Hilfesuchenden:

 

‚Die Armut guckt anders

aus dem Fenster’.

 

Danke allen, die es möglich machen, dass wir an der Pfarrhaustüre helfen können – z.B. in Fällen wie die oben Beschriebenen. Danke für das, was Sie am kommenden Sonntag für die Arbeit unserer Caritas erübrigen mögen.

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Lidl räumt ein:

„Wir haben im Zuge der letzten Überarbeitung der Produktverpackung einen Fehler gemacht und behandeln das Thema nun mit höchster Priorität.“

Die deutsche Supermarktkette hat auf einer Verpackung ein Fotomotiv retuschiert. Die Kreuze auf griechischen Kirchen sind verschwunden. Dafür erntet das Unternehmen viel Spott (siehe Newsletter vom 03.09.2017).

Lidl steht wegen der Bearbeitung eines Fotomotivs auf mehreren Produktverpackungen in der Kritik: Auf einigen Produkten der Lidl-Eigenmarke „Eridanous“ sind Kirchen der griechischen Insel Santorini abgebildet - allerdings wurden die Kreuze auf den Dächern der Gebäude wegretuschiert. Kunden in mehreren europäischen Ländern reagierten verärgert. Nun zeigte sich auch die Kommunalregierung von Santorini empört über den Umgang des Discounters mit den Wahrzeichen der Insel. Kirchen von Santorini, wie die Sankt-Spyridon-Kirche und die Marien-Kirche von Oia, gehören zu den weltbekannten Symbolen der beliebten Urlaubsinsel. Über die Bildbearbeitung berichtete in der vergangenen Woche ein belgisches Nachrichtenportal. Zahlreiche Kunden aus verschiedenen Ländern machten daraufhin ihrem Ärger in den sozialen Medien Luft. Auch auf der Facebook-Seite von Lidl Deutschland häufen sich weiterhin äußerst kritische Kommentare, einige von ihnen rufen sogar zum Boykott auf.

„Es ist sehr traurig, dass wir soweit gekommen sind, in einem christlichen Land unsere Religion zu verstecken.“

Auch auf Santorini selbst trifft die Retusche des Discounters auf Unverständnis. Eine Behördensprecherin sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Unsere Kulturgeschichte und unser kulturelles Erbe werden täglich durch unsere Monumente, unsere Religion und unsere Landschaft repräsentiert und sie sollten in jedem Fall und von jedem respektiert werden.“ Die Landschaft sei Teil der Identität und des einzigartigen Charakters der Insel und sollte nicht verändert werden. Die Rechtsabteilung befasse sich derzeit mit der Angelegenheit und leite falls nötig auch juristische Schritte ein, ergänzte die Sprecherin. Giovanni Ferretto, ein Würdenträger der katholischen Kirche von Santorini, sagte: „Es ist sehr traurig, dass wir soweit gekommen sind, in einem christlichen Land unsere Religion zu verstecken.“ Man unterstütze doch auch Muslime und lasse Moscheen bauen.