Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
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    email: PFARRBÜRO
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    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

14. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Sonntag,  09.07.2017 ist der 190. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 175 Tage bis zum Jahresende.

Die Künstlerin und Pazifistin Käthe Kollwitz wird 150 Jahr alt

Käthe Kollwitz hat mit ihren Grafiken und Skulpturen immer wieder Stellung bezogen gegen den Krieg. Zur glühenden Pazifistin wurde sie nach dem Tod ihres jüngeren Sohnes Peter als Soldat im Ersten Weltkrieg.

Käthe Kollwitz in Königsberg geboren vor 150 Jahren, am 8. Juli 1867
Käthe Kollwitz in Königsberg geboren vor 150 Jahren, am 8. Juli 1867

Käthe Kollwitz, deutsche Grafikerin und Bildhauerin. Käthe Kollwitz kam 8. Juli 1867 im ostpreußischen Königsberg zur Welt. Nach ihrem Studium der Malerei bei Karl Stauffer-Bern (1857-1891) in Berlin und bei Ludwig Herterich (1856-1932) in München begann die Künstlerin, in ihren Werken Stellung gegen Ungerechtigkeit, Krieg, Unterdrückung und Elend zu beziehen. Ihr Mann, ein Arzt, hatte seine Praxis in einem Arbeiterbezirk aufgemacht. Dort erlebte sie das Elend der Proletarier hautnah. Zu ihren bekanntesten Werken zählen der Radierzyklus "Ein Weberaufstand" (1897/1898), zu dem sie sich von Gerhardt Hauptmanns Drama "Die Weber" hatte anregen lassen, der "Bauernkriegs"-Zyklus (1901-1908) und der Holzschnittzyklus "Der Krieg" (1922/1923). Sie war die erste Frau in der Preußischen Akademie der Künste und wurde mit dem Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste ausgezeichnet. Eine vergrößerte Kopie ihrer Skulptur "Mutter mit totem Sohn" steht heute in der "Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland" in der Neuen Wache Unter den Linden in Berlin.

Deutsche Wahlkämpfer ignorieren die Flüchtlingskrise

Es ist Wahlkampf in Deutschland - aber die Flüchtlingsfrage spielt kaum noch eine Rolle. Dabei spitzt sich die Lage gerade zu, vor allem in Italien.

 

Die Kanzlerin sprach das Thema von sich aus gar nicht an. Der CSU-Chef neben ihr auch nicht. Erst auf Nachfragen äußerten sich Angela Merkel und Horst Seehofer bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms in dieser Woche zum politischen Aufregerthema der vergangenen beiden Jahre: der Flüchtlingskrise. Und im Unionsprogramm selbst? Taucht die Frage mit ein paar dürren Zeilen erst im hinteren Teil auf.

 

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Städtebund fordert Wohnraumreserve für Flüchtlinge

Hauptgeschäftsführer Landsberg sagte in einem Interview der "Welt am Sonntag" vom 09.07.2017, es kämen nach wie vor 200.000 Flüchtlinge pro Jahr ins Land. Niemand könne mit Sicherheit sagen, ob die Zahlen nicht wieder deutlich anstiegen. Um dramatische Engpässe wie im Jahr 2015 zu vermeiden, müsse man Unterbringungsmöglichkeiten vorhalten. Es handele sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. 2015 waren viele Flüchtlinge in Sporthallen untergebracht worden.

Ich bin gütig und von Herzen demütig

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 

Mt 11,25-30

 

 

 

 

Gedanken zum Evangelium

Ruhe   (zu Matthäus 11,25-30)

Am Ende unseres Textabschnittes wird von der Ruhe die Rede sein. Gemeint ist nicht eine passive Gemütlichkeitsruhe. Gemeint ist, in der Entscheidung für Jesus und seinen Weg des Himmelreiches angekommen zu sein.

 

Wie immer, hat der Textabschnitt seine Einbettung in die Gesamterzählung des Evangelisten verdient. Es geht – nach der Aussendungsrede in Kapitel 10 – nun um eine Entscheidungssituation für Jesus und seine Heilsbedeutung. Die zuhörende Gemeinde des Matthäus braucht die Unterweisung, was eine Entscheidung für Jesus bedeutet. Angesprochen ist jetzt wieder ‚die Menge‘ (V.7), also Menschen, die sich auf dem Weg befinden, sich auf Jesus und seinen Weg des Himmelreiches einzulassen.

 

Unser Text beginnt mit einem Lobpreis Jesu, weil Gott ‚all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart‘ hat. All das – das sind die Taten Christi, von denen dem Täufer Johannes berichtet wurde (V 2). Im Text vor unserer Perikope könnten wir erfahren, dass es Ablehnung (V. 16-19) oder Gleichgültigkeit (V. 20-24) gegenüber dem Wirken Jesu gab. Umso deutlicher mag sich dagegen erheben, dass andere – jene ‚Unmündigen‘ – die Taten Jesu richtig zu deuten verstanden. Dieses Erkennen verdankt sich nicht der Klugheit der Menschen, sondern ist ein Geschenk der Offenbarung Gottes selbst. Der Mensch muss sich für die Offenbarung Gottes offen halten. Im Kontext des Matthäusevangeliums sind die ‚Klugen und Weisen‘ die religiösen Autoritäten zur Zeit Jesu; die Jüngerschar ist hier mit den ‚Unmündigen‘ gleichzusetzen.

 

Für den Evangelisten gibt es da eine Auserwählung – einmal durch die Offenbarung Gottes, aber auch durch die Bereitschaft der Jesus-Nachfolgenden, für diese Offenbarung Gottes offen zu sein. Der zuhörenden Gemeinde wird diese Feststellung eine Stärkung ihrer Motivation gewesen sein.

 

Im folgenden Vers 27 hören wir eine Selbstoffenbarung Jesu, wie sie uns aus dem Johannesevangelium vertrauter ist als aus den Schriften der Synoptiker. In unserem Text ist diese Offenbarung Jesu als eine weitere Antwort auf die Frage des Täufers nach der Identität Jesu zu begreifen. Da lässt Johannes Jesus fragen: ‚Bist du der, der kommen soll…?‘ (V.3) Die Selbstoffenbarung in Vers 27 unterstreicht die enge und einzigartige Beziehung zwischen Jesus und dem Vater im Himmel. Damit bekräftigt der Evangelist die Vollmacht Jesu, all das sagen und tun zu können, was das nahe gekommene Himmelreich ausmacht. Der Wille Gottes wird sichtbar in den Worten und Taten Jesu. Diese Gewissheit mag die zuhörende Gemeinde bekräftigen in ihrem Zutrauen, mit Jesus den richtigen Weg in die Gottesbeziehung zu gehen. Die Jüngerschaft, die Gemeinde als die für die Offenbarung Offenen, dürfen sich in den Lobpreis eingeschlossen wissen. Sie dürfen sich als die verstehen, die durch Jesus den richtigen Weg gewählt haben.

 

Dass das mit dem richtig gewählten Weg nicht immer selbstverständlich und unangefragt ist, wissen alle Suchenden.

 

Mit einer Einladung schließt unsere Perikope: ‚Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.‘ Bisher sind wir in der Rede Jesu den Klugen begegnet – den religiösen Autoritäten; zudem den Unmündigen, der Schülerschaft. Jetzt kommen noch die dazu, die unter schweren Lasten sich mühen. Wir erinnern uns: Jesus spricht hier zur Menge. Gemeint sind hier all die, die unter den gewaltigen Lasten zu leiden haben, die gerade die religiösen Autoritäten ihnen auferlegt haben. In 23,4 wird der Evangelist keine Rücksicht nehmen und Jesus ein erdrückendes Urteil wider die Pharisäer sagen lassen: Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.‘

 

Auf diesem Hintergrund wird unser Textabschnitt verständlicher. Denn zunächst werden wir uns schwer tun, die Anforderungen Jesu als nicht drückend und leicht zu benennen. Wir haben gerade noch die Ausführungen der Aussendungsrede gehört, die eine knallharte Entschiedenheit forderte – bis hin zur Trennung aus den sozialen und lebenswichtigen familiären Beziehungen. Auch die Anforderungen, die Gerechtigkeit Gottes zu tun, sind nicht harmlose Einladungen. Es ist also klar, dass die Nachfolge Jesu nicht einfach ist. Daher spricht das Evangelium auch vom Joch, das es gilt, in der Nachfolge zu tragen. Die Qualität aber ist eine andere. Es geht nicht – wie in der Anklage gegen die Pharisäer – um eine Anforderung zu Ungunsten der Lastentragenden.

 

Das Joch ist die Befolgung der Tora als Ausdruck des Willens Gottes. Zur Gültigkeit der Tora hat sich der matthäische Jesus bereits in der Bergpredigt eindeutig positioniert (5,17-20). In den Ausführungen der Bergpredigt hat der Evangelist an einzelnen Beispielen aus der Lebenspraxis dargestellt, wie die Tora als Bekundung des Willens Gottes zu verstehen ist. Offenbarer und Exeget der Tora ist Jesus. Es gilt also, im Licht der Erfahrung mit Jesus die Tora zu lesen und selbst entsprechend zu handeln. Die Selbstoffenbarung Jesu in unserem Text bekräftigt die Vollmacht, die Jesus einzig hat.

 

Klar ist, dass die Forderungen Jesu kein Kinderspiel sind. Sie rufen nach Entscheidung und Entschiedenheit. Sie sind in vielem quer zu dem, wie menschliche Gesellschaften funktionieren. Da werden die menschlichen Faktoren wie Status, Gewinn, Macht und andere Bemächtigungen über andere fast zeitlos wirksam sein. Daher kann die Gemeinde des Matthäus – wie wir heute Hörenden – uns angesprochen wissen. Der Evangelist wirbt mit Eindeutigkeit, sich auf den Weg der Weisung Jesu einzulassen. Sein durch das Evangelium getragener Begriff dafür ist das Tun der Gerechtigkeit Gottes. Das fordert heraus, sondert ab von manchem gesellschaftlichen Trend, ist eine Zumutung an Menschen, die eigentlich gerne in Harmonie ihr individuelles Glück suchen wollen.

 

In unserem Text lädt Jesus ein, dieses sein Joch auf sich zu nehmen. Das ist die Grundentscheidung derer, die das Evangelium hören. Dann folgt die Einladung, von ihm zu lernen. Gelernt wird, indem Menschen hinter ihm hergehen lernen. Gelernt wird in der Schule des Evangeliums, dessen Lernfeld das alltägliche Leben ist. Was es zu lernen gibt – im Unterschied zu aufgeschnürten, Leben verhindernden Lasten –, das qualifiziert der matthäische Jesus mit den Begriffen der Güte und der Demut. Das lässt sich am Leben Jesu ablesen, dass das Ziel ist, Leben zu eröffnen. Dazu dient die Güte, die sich dem Menschen öffnen kann in all seiner Begrenzung; dazu gehört die Demut, die Erdung der eigenen Ansprüche und Ideale. Gleich im folgenden Text der Matthäuserzählung wird es um beide Haltungen gehen, wenn das Sabbatgebot relativiert wird. Der leibliche Hunger von Menschen hat Vorrang vor der Erfüllung des Sabbatgebotes (12,1-8): ‚Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer’, markiert die Haltung Jesu. So soll die Tora verstanden werden, nicht als ein Handwerkszeug der menschlichen Unterdrückung im vermeintlichen Namen Gottes.

 

Und was hat das alles mit der Zusage zu tun ,Ruhe‘ zu verschaffen? Zweimal kommt dieser Zuspruch. Er scheint bedeutend zu sein für die Zuhörenden des Evangeliums. Ruhe ist da, wo Menschen entlastet werden von der Bürde verselbständigter Gebote. Jesus hat sie wieder an den Menschen und seinen Wunsch nach Leben angeschlossen, in Demut und Güte geerdet.

Ruhe ist keine passive Ausruhehaltung. Gemeint ist die Ruhe, die sich einstellt, wenn man endlich weiß, wo die eigene Lebensperspektive weitergeht. Ruhe nach einem teils quälenden Suchprozess. Für das Matthäusevangelium ist es der Weg der Gerechtigkeit Gottes, der diese klärende Ruhe eröffnet.

 

Matthäus bedient sich eines Zitates aus Jeremias (6,16), in dem die Ruhe darin besteht, dass das Volk wieder den Weg zurück zu Gott fände. Dass es diesen Weg verlassen hat und in Verstockung Unheil erleiden muss, ist auch durch die religiösen Autoritäten mit verschuldet. Der Evangelist hat in seiner Blickrichtung auf die Pharisäer hin wohl mit Bedacht dieses Zitat aus dem Propheten gewählt. Seine direkten Zuhörer damals kannten ihre Hl. Schrift und wussten um diesen Zusammenhang.

Die Einladung, in der Nachfolge die Orientierungsruhe gefunden zu haben, diese Einladung gilt denen, die dieses Evangelium hören. Es ist eine Einladung nicht ohne Anspruch. Aber eine Einladung mit Verheißung.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

09.07.2017 - 16.07.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

14. SONNTAG IM JAHRESKREIS

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde

und für Peter und Katharina Marx

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung der Religionen und Kulturen

Freitag: 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta, anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

15. SONNTAG IM JAHRESKREIS

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde

Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag  um 18.45 Uhr
Donnerstag um 18.45 Uhr


Sie sind eingeladen

Gemeindetreff am 16. Juli 2017

Jetzt haben sich doch noch genügend Menschen gefunden, die das Zusammensein am kommenden Sonntag ermöglichen. Es ist schön, dass die Idee einiger Gemeindemitglieder, sich mal wieder nach der Sonntagsmesse zusammenzusetzen, in die Tat umsetzen lässt. Sie sind herzlich eingeladen, am kommenden Sonntag nach der Messfeier sich noch mit in den Hof zu setzen. Es gibt einen einfachen Imbiss. Danke allen, die die Idee hatten und die sich gefunden haben, um das vorzubereiten. Wer noch spontan mithelfen will, ist am Sonntag ab 17 Uhr zur Vorbereitung herzlich willkommen.

Gesegneten Weg

Für viele wird das kommende Wochenende auch der Start in die Sommerferien sein. Aus St. Maria Lyskirchen herzliche Segenswünsche auf eine erholsame Zeit und eine gesunde Wiederkehr!

Kuchenspenden für das Notel

In den Wintermonaten freuen sich die Gäste des Sonn- und Feiertagscafé für wohnungslose Drogenabhängige auf Kuchen. Viele dieser Kuchen stammen aus Spenden, die in Maria Lyskirchen mit zur Gottesdienstfeier gebracht worden sind. Da es ein großes Kühlhaus gibt, sind auch im Sommer die Kuchenspenden willkommen. Danke all denen, die – teils schon seit Jahren – treue Spendende von köstlichen Kuchen sind. Die Gäste des Cafés sind spürbar dankbare Nutznießende dieser Spenden. In der vergangenen Saison haben 131 Kuchen die Gäste erfreut.

 

Agape-Feier zusammen mit Gubbio am 10. Oktober

Es ist eine schöne Tradition geworden, dass wir einmal im Jahr zusammen mit der Gemeinde der Wohnungslosen- und der ‚Menschen auf dem Weg’ – Seelsorge (in Gubbio beheimatet) eine gottesdienstliche Agape feiern. In diesem Jahr ist der 10. Oktober als Termin festgelegt worden. Wir werden dann auch wieder Frauen und Männer brauchen können, die den Aufbau der Tische und den Dienst an den Tischen mittragen. Der Hinweis heute (schon) mag als Wunsch verstanden werden, sich diesen Termin schon einmal vorzumerken. Dieser Gottesdienst beginnt um 17 Uhr.

 

Einladung und INFO:

Im Rahmen des Integrationsprojektes der AACHENER SIEDLUNGS — UND WOHNUNGSGESELLSCHAFT mbH, des ERZBISTUM KÖLN und der
KG St. Pantaleon findet die Gruppenausstellung «Das Haus» statt.

Kurator: Dezsö Dudas (DD 55)

Im Zentrum der Ausstellung steht das Zusammenführen unterschiedlicher Positionen zeitgenössischer Kunst unter den Aspekten Haus, Behausung, Integration und Wandel. Die Kunstwerke sind teilweise von der Architektur des Gebäude — Ensemble und von dessen aktueller Nutzung inspiriert. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen Kunst, Architektur und den Bewohnern und Besuchern des Gebäudes.

Behaust

Ein Haus ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist Lebensraum. Alles, was es im Leben gibt, kommt auch in ein Haus. Manchmal erschrecken wir vor der Wucht des Menschseins. Jeder einzelne Mensch ist eine der Möglichkeiten, Mensch zu sein. Die Kunst des Lebens besteht auch darin, einander in dieser Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und mitzutragen. Keine leichte Aufgabe, weil der Mensch eben Mensch ist, mit seinen dunklen Abgründen und seinen strahlenden Möglichkeiten.

 

Wir ahnen, wie viel Menschlichkeit es braucht, um all diese Unterschiedlichkeiten der Möglichkeiten des Menschseins auszuhalten. Wir ahnen, um wie viel mehr Energie es geht, wenn dabei Sprachen, Kulturen und Religionen einander wahrnehmen, kennenlernen und aushalten müssen. Das Wohnprojekt St. Pantaleon hat sich zur Aufgabe gemacht, Haus für diese Übung des Menschseins zu sein.

Die Kunstausstellung ist eine wunderbare Einladung, der Vielfalt des Lebens Ausdruck zu geben – von Künstlerinnen und Künstlern mit ihrer je  unverwechselbaren Art, das Menschsein zu leben und das Menschsein wahrgenommen zu haben.

 

Die Kunst öffnet Einblicke, die hinter all dem sind. Sie öffnet Sinne, die hinter mancher Mühsal die Kostbarkeit jedes einzelnen Menschseins für wahr nehmen lassen. Die Kunst überwindet Grenzen – nicht zuletzt, weil sie der Liebe im Menschsein traut.

 

Das Johannesevangelium weiß um diese Behausung und erzählt von Jesus und den Wohnungen, die er für uns in der Gemeinschaft des einen Gottes bereitet sieht. Da darf der Mensch endgültig zuhause angekommen sein.

 

Das Wohnprojekt St. Pantaleon ist für Menschen auf dem Weg eine Einladung, dieser Zusage zum Leben zuversichtlich miteinander trauen zu lernen .

 

Matthias Schnegg

 

Dokumentiert:

 

Die Predigt beim Requiem von Hans Hermann Kardinal Groer von  Joachim Kardinal Meisner in Maria Roggendorf

Meisner: 'Er war ganz eingetaucht in das bittere Leiden Jesu'

Homosexuellen, befand Groer, bleibe das Himmelreich verschlossen…Das löste Erinnerungen aus …
Homosexuellen, befand Groer, bleibe das Himmelreich verschlossen…Das löste Erinnerungen aus …

Liebe Brüder, liebe Schwestern!

 

Der Weg von Kardinal Hans Hermann Groer über die Straßen dieser Welt hat sich vollendet im Heimgang zu Gott, unserem Vater. Wie ein müder Pilger durfte Kardinal Groer nach fast 84-jähriger Pilgerschaft heimkehren in das Vaterhaus Gottes. Wenn ein Mensch geboren wird, weint er viele Tränen, aber die Mitmenschen, die Eltern und Verwandten freuen sich, dass ein neuer Mensch das Licht der Welt erblickt hat. Am Ende des Lebens, wenn der Mensch heimgehen darf, sollte es genau umgekehrt sein. Dann sollte der, der aufbricht, um zum Vater zu gehen, sich freuen dürfen. Seine Mitmenschen aber sollten traurig sein und Tränen vergießen, weil ein treuer Mensch aus ihrer Mitte gegangen ist. Bei Maria war es so. Wer einmal vor dem großartigen Marienaltar des Veith Stoß in der Marienkirche in Krakau stand, wird das österliche Lächeln auf dem Antlitz Mariens, die sterbend in die Arme der weinenden Apostel zurück sinkt, nicht vergessen können.

 

So geht es vielen von uns mit dem heimgegangenen Mitbruder und Kardinal Hans Hermann Groer. Sein letztes Lebensjahrzehnt stand unter der dunklen Wolke, unter der viele mit ihm gelitten haben. Kardinal Groer war es beschieden, wie Simon von Cyrene dem Herrn auf dem Kreuzweg zu folgen. Er war ganz eingetaucht in das bittere Leiden Jesu, das ihn aber vor der Verbitterung schützte. Er wusste sich auf diesem Kreuzweg ganz verbunden mit Maria, der Mutter Jesu, die ebenfalls vom Schwert des Schmerzes durchbohrt war. Gerade dadurch ist er vielen Menschen unterm Kreuz zu einem kompetenten Leidensgenossen geworden.

 

Wie viele Menschen aus Nah und Fern kamen zu ihm, um Wegweisung für ihr Leben zu erbitten. Gerade die Mühseligen und Beladenen, die Verachteten und die Gekreuzigten fanden in ihm einen Priester und Bischof, einen Christen und Bruder, der ganz auf ihrer Seite stand und ihnen in geistlicher Autorität Wegweisung schenken durfte. Ob Kardinal Groer nicht gerade deshalb zu einem gesuchten Beichtvater in Österreich geworden ist, und zwar bis kurz vor seinem Heimgang? War das nicht auch ein Zeugnis der Gläubigen mit den Füßen und dem Herzen für den Priester und Bischof Hans Hermann Groer? "Selig, die Toten, die im Herrn sterben...; denn ihre Werke begleiten sie" (Offb 14,13), sagt die Schrift.

 

Wir müssen am Sarge von Kardinal Groer in Maria Roggendorf gar nicht viele Worte machen. Die Tatsachen sprechen für sich. Die Wallfahrtsbasilika in ihrer Schönheit, das Priorat der Benediktiner hier vor Ort, in der Nachbarschaft die Zisterzienserinnen-Abtei Marienfeld: All das gäbe es nicht ohne Kardinal Hans Hermann Groer. Es sind Orte geworden, die den Himmel auf Erden ein wenig erfahrbarer machen und die Erde ein gutes Stück bewohnbarer werden lassen. Von der Monatswallfahrt von Maria Roggendorf ging eine Wallfahrtsbewegung nach ganz Europa und darüber hinaus aus, sodass sich an 600 Orten gläubige Menschen Monat für Monat versammeln, um sich von Maria zu Christus weisen zu lassen, gemäß ihrem Rat: "Was er euch sagt, das tut!" (Joh 2,5).

An seinem Sarg haben wir wirklich mehr Grund zum Danken als zum Kla-gen. Kardinal Groer war nicht der Mensch mit einer robusten Natur oder einer dicken Haut, sondern er war sehr leicht verwundbar und verletzbar. Darum haben ihn die Geschehnisse in seiner letzten Zeit als Erzbischof von Wien tief verwundet, ja stigmatisiert. Seit jenen Tagen ging er als Gezeichneter, als Verwundeter, ja als Stigmatisierter seinen Lebensweg weiter. Und wenn Petrus in seinem ersten Brief schreibt: "Durch seine Wunden sind wir geheilt" (1 Petr 2,24), dann ist vielleicht Kardinal Groer gerade als Verwundeter zu einem so gesuchten Seelsorger, Beichtvater und Lebensbegleiter geworden. Mir sagte ein Mann, der durch die Begegnung mit Kardinal Groer den Sinn seines Lebens wiederentdeckt hat: "Ich ging immer besser von ihm weg, als ich zu ihm hingegangen bin."

 

Noch heute stuft der Vatikan die Akte GROER als geheim ein und hält sie unter Verschluß
Noch heute stuft der Vatikan die Akte GROER als geheim ein und hält sie unter Verschluß

In den Tagen, als die dunkle Wolke über seinem Leben aufzog und er in Verlassenheit und Verachtung zurück sank, kamen die Salesianerinnen vom Rennweg in Wien und brachten ihm als Zeichen ihres ungebrochenen Vertrauens den Bischofsring des heiligen Franz von Sales. Ich weiß, wie sehr ihn dieses Zeichen der Sympathia, der Compassion, des Mitleidens gestärkt, getröstet und bewegt hat. Monate später überreichte er mir den Ring des heiligen Bischofs Franz von Sales als Dank für mein Weggeleit unter der dunklen Wolke. Ich war tief beschämt und betroffen darüber, weil ich gar nicht den Eindruck hatte, ihn intensiv genug begleitet zu haben.

 

Heute bringe ich diesen Ring dem verstorbenen Kardinal zurück, als Dank für seine Treue unter dem Kreuz des Herrn. Dieser Ring soll von nun an unserer lieben Frau von Maria Roggendorf gehören. Es ist der Ring des heiligen Bischofs Franz von Sales und des heimgegangenen Kardinals Hans Hermann Groer. Wie Maria wurde auch sein Herz durch das Schwert des Leidens durchbohrt. Wie Maria erhoffen wir und erbitten wir für ihn die Freude endgültiger Gemeinschaft mit Jesus Christus, dem gestorbenen Auferstandenen. Nicht die Krone, sondern der Ring der Treue soll dafür das Zeichen sein. Amen.

 

+Joachim Kardinal Meisner

Erzbischof von Köln

 

am 5. April 2003 bei der Beisetzung Kardinal Groer

Chronologie der Causa Groer

1985

Der Göttweiger Pater Udo Fischer berichtet seinem Abt Clemens Lashofer von sexuellen Belästigungen durch Groer. -

 

1986
16. Juli: Papst Johannes Paul II. ernennt überraschend Groer zum Wiener Erzbischof. Er wird am 14. September geweiht.


1988
29. Mai: Groer wird zum Kardinal ernannt.

 

1995

26. März: "Profil" veröffentlicht die Vorwürfe eines ehemaligen Groer- Schülers gegen den Erzbischof. Groer schweigt.

 

6. April: Groer tritt als Vorsitzender der Bischofskonferenz zurück. Nachfolger wird Johann Weber.

 

13. April: Weihbischof Schönborn wird zum Erzbischof-Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge ernannt.

 

14. August: Groer gibt bekannt, dass der Papst sein - ein Jahr zuvor dem Kirchenrecht entsprechend eingebrachtes - Rücktrittsgesuch per 14. September angenommen habe. Schönborn wird Erzbischof. Groer zieht sich nach Maria Roggendorf zurück.

 

1996

1. September: Groer übernimmt wieder ein offizielles kirchliches Amt. Er wird Prior des Benediktinerklosters in Maria Roggendorf, einem Ableger von Göttweig.

 

1998

3. Januar: Der Göttweiger Abt Clemens Lashofer enthebt Groer wieder seines Amtes. Als Begründung werden neue, klosterinterne Vorwürfe gegen Groer angeführt.

 

10. Januar: Abt Lashofer bittet in Rom um eine Apostolische Visitation seines Stiftes, um die Vorwürfe gegen Groer, aber auch gegen seine Amtsführung zu klären.

 

10. Februar: Der Heilige Stuhl kündigt eine Außerordentliche Visitation von Göttweig unter der Leitung von Abtprimas Marcel Rooney an, die am 2. März beginnt.

16. Februar: Erzbischof Georg Eder spricht erstmals von Beweisen für die Vorwürfe gegen Groer.

 

20. Februar: Kardinal Groer wird von Papst Johannes Paul II. in Privataudienz empfangen. Über den Inhalt der Aussprache wird nichts bekannt.

 

21. Februar: Groer nimmt am Konsistorium teil, bei dem Schönborn zum Kardinal kreiert wird. Schönborn und Weber fordern Groer zu einem Wort des Bekenntnisses und der Vergebensbitte auf.

 

22. Februar: Beim Rückflug nach Wien erklärt Groer, weiterhin "eisern" zu schweigen.

 

27. Februar: In einer gemeinsamen Erklärung geben die Bischöfe Weber, Schönborn, Eder und Kapellari bekannt, dass sie zur "moralischen Gewissheit" gelangt seien, dass die Vorwürfe gegen Groer "im wesentlichen" zutreffen.

 

7. März: Zum Abschluss der Göttweiger Visitation erklärt Abtprimas Roony, dass "alle weiteren Schritte in der Angelegenheit" beim Papst liegen.

 

27. März: Schönborn ruft Groer - in Abstimmung mit dem Vatikan - auf, "vorerst von bischöflichen Handlungen, wie Firmungen, Abstand zu nehmen". Die Diözese St. Pölten schließt sich diesem Appell nicht an.

 

29. März: Schönborn bekräftigt: Jetzt muss der Papst reagieren.

 

31. März: Die Bischofskonferenz beschäftigt sich in ihrer Frühjahrssession mit der Causa Groer; der Apostolische Nuntius Donato Squiccarini berichtet von einem Gespräch mit Papst.

 

3. April: Zum Abschluss der Frühjahrssession betont Weber seine Hoffnung auf eine baldige Entscheidung des "einzig zuständigen" Papstes.

 

8. April: Weber, Schönborn und Eder fahren überraschend zum Papst, der eine Lösung ankündigt, "die von Gerechtigkeit und Liebe getragen ist".

 

9. April: Die Vatikanische Ordenskongregation spricht in einem Fazit zur Visitation Lashofer "Dank" aus und bekundet das "Vertrauen" in dessen Fähigkeiten, den "Schwierigkeiten zu begegnen". Zur Causa Groer wird keine Stellung genommen, weil "die Kompetenz für weitere Schritte allein" beim Papst liegt.

 

14. April: Die Apostolische Nuntiatur in Wien zieht mit einem Kommunique einen "Schlussstrich": Groer gibt auf "Bitte des Heiligen Vaters" seinen bisherigen Wirkungskreis auf und bittet "Gott und die Menschen um Vergebung, wenn ich Schuld auf mich geladen habe".

 

5. Mai: Groer tritt einen "Genesungsbesuch" in einem Kloster in Goppeln nahe Dresden an. Damit ist fix, dass er am dritten Besuch von Papst Johannes Paul II. in Österreich nicht teilnehmen wird.

 

20. Oktober: Groer kehrt von seinem Exil endgültig nach Maria Roggendorf zurück.

 

2003

24. März: Groer erliegt im Spital in St. Pölten einem Krebsleiden.

 

5. April: Meisner: "Kardinal Groer war es beschieden, wie Simon von Cyrene dem Herrn auf dem Kreuzweg zu folgen."

SANTO SUBITO

Eine andere Sichtweise

  • Kardinal Meisner
    Die erste Forderung nach sofortiger Heiligsprechung ist schon online!

 

"Wenn es einen gibt, dem ich bedenkenlos a dieu (=bei Gott) sagen kann, dann ist es dieser Priester, Bischof und Kardinal Joachim Meisner.Die Berliner liebten ihren Bischof Meisner und ließen ihn nur ungern nach Köln gehen. Nach Köln, wo man ihn nicht liebte, nicht haben wollte, dort sollte die letzte Station des Bischofs aus dem Osten sein. Theologieprofessoren verfaßten die unselige Kölner Erklärung gegen ihn. Es war für mich das erste Erschrecken über den Zustand der Theologie an den deutschen Universitäten. Der Papst, sein Freund Johannes Paul II. setzte sich durch. Auch gegen ihn selber, der doch viel lieber in Berlin geblieben wäre. Es ging nach Köln und der Anfang war schwer."

 

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