Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Bodyguard Jesus

Sie haben Post!

SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit!

Für die Lebenden und Verstorbenen beten

Guter Rat ist teuer

Die Trauernden trösten

Die Unwissenden belehren

Die Lästigen
geduldig ertragen

Erlittenes Unrecht verzeihen

Meine Leitkultur

Christliche Obergrenzen

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Taufe des Herrn

 

 

Sonntag, den 8. Januar 2017 ist der 8. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 357 Tage bis zum Jahresende.

8.1.1198: Papst Innozenz III.

... ein Laie wird Papst

... ohne Priesterweihe und schon mit 37 Papst
... ohne Priesterweihe und schon mit 37 Papst

Das Kardinalskollegium in Rom wählte einstimmig den Grafen Lothar von Segni zum Nachfolger des verstorbenen Coelestin III. Dieser hatte Theologie an der Universität Paris und Kirchenrecht an der Universität Bologna studiert. Obwohl er noch nicht zum Priester geweiht worden war, wurde der Graf am Todestag seines Vorgängers im Alter von 37 Jahren als Papst Innozenz III. Oberhaupt der katholischen Kirche. Unter seinem Pontifikat erreichte das mittelalterliche Papsttum den Höhepunkt seiner politischen Macht. Auf dem 4. Laterankonzil befürwortete Innozenz III. jedoch auch den Erlass einer Kleiderordnung für Juden. Der Papst rief ebenso zum Kreuzzug zur Rückeroberung des Heiligen Landes auf. Innozenz III. starb auf einer Reise nach Perugia.

Gäste in Lyskirchen

MOAS-Gründer überreichen Kardinal Woelk in Lyskircheni Fahne des Rettungsschiffes © Ina Rottscheidt (dr)
MOAS-Gründer überreichen Kardinal Woelk in Lyskircheni Fahne des Rettungsschiffes © Ina Rottscheidt (dr)

Hilfsorganisation MOAS dankt dem Erzbistum KölnUnter der Flagge der MenschlichkeitDie Hilfsorganisation MOAS überreichte Kardinal Woelki an diesem Donnerstag die Fahne ihres Rettungsschiffes als Zeichen der Verbundenheit zum Erzbistum Köln - und bedankte sich für die Unterstützung ihrer Rettungsaktionen im Mittelmeer. Petrus und Paulus, zwischen ihnen die päpstliche Krone mit einem silbernen und einem goldenen Schlüssel, die sich kreuzen: Das ist das Motiv der Flottenfahne, die Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bei einem Treffen mit den Gründern der Flüchtlings-Hilfsorganisation MOAS, überreicht bekam. 

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Seit Dreikönig hängt die MOAS Fahne über unserer Bootskrippe. Gerettete Flüchtlinge auf dem Mittelmeer waren oft sehr berührt die christliche Fahne zu sehen.
Seit Dreikönig hängt die MOAS Fahne über unserer Bootskrippe. Gerettete Flüchtlinge auf dem Mittelmeer waren oft sehr berührt die christliche Fahne zu sehen.

Als Jesus getauft war, sah er den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.

 Mt 3, 13-17

 

 

 

 

Anfang   (zu Matthäus 3,13-17)

Jeder der Evangelisten geht seinen eigenen Weg der Verkündigung. Das Markusevangelium dient den Evangelisten Matthäus und Lukas als Vorlage. Aber beide gestalten diese Vorlage nach eigenen Erzählabsichten. Sie reichern ihre Text mit Worten aus einer Spruchquelle an und fügen schließlich noch Erzählungen und Begebenheiten dazu, die sie alleine in ihr Evangelium aufgenommen haben. Man nennt diese Teile der Überlieferung ‚Sondergut‘ – Texte, die es nur bei Matthäus oder nur bei Lukas gibt.

 

Die ersten drei Evangelisten erzählen alle von dem Ereignis der Taufe Jesu. Die Taufe wie die Kreuzigung Jesu gelten als historisch fest gesicherte Ereignisse. Sie werden aber in ihrer Darstellung gefärbt durch das, was der jeweilige Evangelist über Jesus verkündigen will. Das wiederum hängt sehr davon ab, für wen der Evangelist sein Evangelium verfasst hat. Matthäus schreibt an eine Gemeinde mit überwiegend judenchristlichen Mitgliedern. Für sie ist die Frage interessant, wie sich ihr Glaube an den Gott Israels weitergeführt sehen kann im Wirken Jesu. Darum werden wir bei Matthäus vermehrt Verweise auf Stellen der hebräischen Bibel, der Bibel der Juden finden. Matthäus wird in der Bergpredigt feststellen, dass Jesus nicht gekommen ist, um das Alte aufzuheben. Er ist gekommen, damit die Glaubenden wissen, dass Jesus als der Messias Gottes eine vollendende Darstellung und Interpretation des Bundes Gottes mit Israel gibt. Es so zu sehen ist Überzeugungssache. Matthäus will seine Gemeinde davon überzeugen, dass sie gut daran tun, in Jesus den Messias erkannt zu haben. Für Matthäus trägt auch der Begriff ‚Gottessohn‘ eine hohe Bedeutung. Von all diesen besonderen Perspektiven des Matthäus erfahren wir sehr klar schon in den Anfangserzählungen des öffentlichen Auftretens Jesu.

 

Der Evangelist hält sich überwiegend an die Vorlage der Erzählung des Markusevangeliums. Darum wird es um so interessanter sein, auf die Abweichungen oder Anreicherungen der Vorlage zu achten.

 

Wir erfahren, dass Jesus sich aus Galiläa aufmacht an den Jordan, in das Land Judäa, um sich dort von Johannes, dem Täufer, taufen zu lassen. Für christliche Ohren klingt das eher anstößig, denn Jesus gilt ihnen selbstverständlich als sündenloser Messias. Warum sollte er sich einer ‚Taufe auf Umkehr hin‘ unterziehen? Eine letzte Erklärung gibt das Evangelium selbst nicht. Es lassen sich aber Vermutungen ableiten: Jesus stellt sich bewusst in die Solidarität der sündigen Menschen und der Botschaft, die Johannes mit der Taufe verbindet: Es geht um die Versöhnung mit Gott, um die Wiederverbindung mit der Liebe Gottes. Diese ist von Gottes Seite niemals in Zweifel gestellt worden. Jesus in der Menge derer, die sich von Johannes taufen lassen, setzt hier ein Zeichen seiner Hingabe für die, die mit ihm um die Versöhnung mit Gott bitten.

 

Nun fügt der Autor des Matthäusevangeliums einen Dialog zwischen dem Täufer und Jesus ein. Eine solche Szene hat nur Matthäus eingefügt. Darum wird diese kurze Erzählsequenz wichtige Hinweise auf die Akzentuierung der Verkündigung des Matthäus geben. Johannes tritt auf als einer, der wohl weiß, er Jesus ist; dass er der Stärkere ist, der mit Feuer und Geist taufen wird. Daher formuliert er seine Ablehnung, dass nicht er Jesus, sondern Jesus ihn taufen müsste. Denn immerhin ist Jesus der, auf den Johannes verwiesen hat – nicht wert, ihm den Sklavendienst des Schuhaufschnürens zu leisten.

 

Der matthäische Jesus antwortet auf die Zurückhaltung des Täufers: ‚Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen.‘ Hier bringt der Autor zwei für das sich dann entfaltende Evangelium wichtige Begriffe mit ins Spiel: Erfüllung und Gerechtigkeit. Beide Begriffe bekommen für den Evangelisten eine besondere Bedeutung.

‚Erfüllt‘ wird mit Jesus der Heilswille Gottes. Im Zusammenhang der Taufe solidarisiert sich Jesus mit dem sündigen Volk. Mit seinem Leben und seiner ungebrochenen Gottesbeziehung wird er den Weg öffnen, in eine neue Beziehung zu Gott wachsen zu können – jenseits der Sünde, des Abbruchs der Beziehung mit Gott. ‚Erfüllt‘ bezieht sich aber auch auf Geschichte Israels, die in der Person Jesu Erfüllung der Verheißungen Gottes erlebt. Im Blick auf seine jüdische Zuhörerschaft ist es dem Evangelisten wichtig, die Erfüllung der Heilsgeschichte Gottes mit dem Messias Jesus zu verknüpfen.

 

‚Gerechtigkeit‘ ist der zweite bedeutsame Begriff im kurzen Dialog des Täufers Johannes mit Jesus. Das Matthäusevangelium wird diesen Begriff immer wieder in Erinnerung rufen. Jesu Handeln und Verkündigen dient der Aufrichtung der Gerechtigkeit Gottes. Und wo die Gerechtigkeit Gottes begriffen ist, da kann dieses Begreifen nicht ohne aktives Handeln im Sinne dieser Gerechtigkeit sein. Matthäus wird immer wieder auffordern, sich nicht mit bloßen Bekenntnissen und frommen Huldigungen zufrieden zu geben. Wer die Gerechtigkeit Gottes nicht im alltäglichen Leben vollzieht, verpasst das Wesen der Gegenwartserfahrung Gottes. Am Ende wird das Matthäusevangelium uns eine Gerichtsszene vor Augen führen, in der das entscheidende Kriterium das Tun der Gerechtigkeit Gottes ist: ‚Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan; was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.‘

So hat der Evangelist mit der kurzen Zwiesprache der beiden Protagonisten Leitgedanken für das Verständnis seiner Verkündigung gesetzt.

 

Das Ereignis der Taufe selbst wird nur ganz beiläufig erzählt. Gewichtiger ist die Deutung, die der Evangelist im Blick auf Jesus gibt. Der Himmel öffnet sich. Dies ist eine aus der Sprache des Ersten Testamentes geläufige Metapher. Sie steht dafür, dass die Welt Gottes und die Welt der Menschen aufeinander hin durchlässig sind. Mit dem Ereignis des Auftretens Jesu in der Öffentlichkeit eröffnet sich für den Glaubenden ein Zugangsweg, eine Kommunikation zwischen Gott und den Menschen. Darum wird bei der Verklärungserzählung auch ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Glaubenden auf ihn hören sollen. Denn nur im Hören und entsprechendem antwortendem Handeln vollzieht sich die kommunikative Begegnung zwischen Gott und den Menschen.

 

‚Er sah den Geist wie eine Taube auf sich herabkommen‘ dient der Qualifizierung der Autorität Jesu. Der Geist – im vergleichenden Bild als Taube beschrieben – erinnert als die schöpferische Kraft Gottes, die in der ersterwähnten Schöpfungserzählung der Genesis über dem Chaos schwebte. Der Geist spielt aber auch eine große Rolle in der Verheißung des Jesaja-Buches, wenn es vom Messias spricht als dem, auf dem der Geist Gottes ruht. Schöpferische Kraft Gottes und Heil schaffende Kraft Gottes verbinden sich mit der Person Jesu: Er ist es auf, dem diese Kraft Gottes einzig ruht.

 

Mit der Stimme aus dem Himmel erfährt Jesus die letzte Legitimation für alles, was dann im Verlauf des Evangeliums von Matthäus erzählt werden wird. Diese Autorität wird der Grund sein, warum Menschen im Vertrauen auf ihn und Gottes Kraft ihr Leben in seiner Nachfolge gestalten wollen. Das Evangelium wird diese Nachfolge mit der plastischen Beschreibung versehen: hinter IHM hergehen. Die Stimme aus dem Himmel besiegelt: ‚Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe‘. Dem Matthäusevangelium liegt weiterhin daran, Jesus als den ‚Sohn Gottes‘ zu beziffern. Damit ist keine biologische Verbindung benannt. Es ist ein Titel einer besonderen Beziehung. Israel durfte sich als ‚Sohn Gottes‘ verstehen, von Gott erwählt, in einer besonderen Beziehung zu sein. Auf Jesus bezogen bekommt dieser Titel eine eigene Exklusivität. Sohn Gottes hier benennt das einzigartige Verhältnis, das Gott und Jesus von Nazareth verbindet. Jesus wird verstanden als der einzigartige Repräsentant Gottes. Wie die Erzählungen des Evangelium dann aufschließen werden, ‚sieht‘ jeder im Wirken Jesu das Wirken Gottes.

 

Die Episode der Taufe Jesu wird von Matthäus hoch aufgeladen mit Anspielungen auf das Wesen und besondere seiner Verkündigung. Wenn wir dann das Jahr über weiter das Matthäusevangelium hören werden, dann eröffnet sich die Bühne des Abgleichs unserer Lebensfragen mit denen aus der Verkündigung Jesu. Wir werden dem Wunsch nach Erfüllung des Heiles ebenso begegnen wie dem Aufruf, die Gerechtigkeit Gottes zu tun. All das bekommt menschliche und göttliche Autorität in der Person Jesu, dem ‚geliebten Sohn‘.

Wir werden hinhören und vielleicht wieder ein wenig mehr begreifen und lebendig werden lassen. Es bleibt immer ein Anfang – auf ein Ziel hin, das uns gegeben sein wird.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

08.01.2017 - 15.01.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

Sonntag:  Taufe des Herrn

18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde mit Gedenken für die Lebenden und Verstorbenen der Familien Pastor, Treiber und Lepentis und Pfr. Gottfried Kirsch und Maria Brecht anschließend Neujahrsempfang der Pfarr- und Fahrgemeinde in der Unterkirche

Donnerstag:

08.30 Uhr Heilige Messe
des Diözesan-Caritasverbandes

zum Jahresbeginn

 

Freitag:

18.00 Uhr Wortgottesdienst,

anschließend Bibelgespräch
in der Krypta

2. Sonntag im Jahreskreis A

18.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde


Sie sind eingeladen

Die Könige dem König

Foto: Lyskirchen
Foto: Lyskirchen

Biblisch sind es keine Könige, die zu Jesus und seiner Mutter kommen. Biblisch sind es Magier aus dem Osten. In der Wirkungsgeschichte – zumal in Köln – sind diese Magier zu den drei Heiligen Königen geworden. Sie sind Symbol der aus der Fremde kommenden Welt, die Jesus als ihrem Heiland huldigen. Ein König Herodes ließ – der Legende nach - in der panischen Angst um seine Macht Kinder ermorden. Geschichtlich ist der Kindermord um Jesu willen unwahrscheinlich – der Brutalität des Herodes aber zuzutrauen. Herodes mordet, um nicht seine Schwäche und Angst offenbaren zu müssen; die Magier suchen Jesus, um gelingendes Leben zu finden, um sich mit dem zu verbinden, was das Johannesevangeliums nennt: ‚Macht, Kinder Gottes zu werden’. Es scheint ein Spagat zu sein, diese Pole menschlichen Suchens und Ringens zu überspannen.

Foto: Lyskirchen
Foto: Lyskirchen

Die Krippe im Flüchtlingsboot hat uns Jesus in der Mitte dieser Spannung gezeigt. Der Baldachin über der Geburtsszene erweist Jesus als den König, vor dem der Mensch keine Angst haben muss. Anfang des 20. Jahrhunderts hat Pius X. das Fest der Idee des Christus, König! ins Leben gerufen. Es war ein bewusstes Gegenbild gegen die Herrscher dieser Welt, die mit Angst Menschen beherrschten. 1925 kannte vor allem Europa den Untergang mancher Königreiche und Kaisermächte. Wie zerstäubt ist der Wahn mancher Machthaber, in ihrer Person das Heil der Menschen zu sein. Herodesgestalten zum Teil. Als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, wurde das Christkönigsfest zu einem wehrhaften Fest der katholischen Jugend gegen Faschismus und menschlichen Allmachtsanspruch.

 

Es braucht leider immer wieder auch Jahre und Jahrzehnte, bis sich diese Ansprüche zerbersten sehen. Das hat viele Menschenopfer gekostet. Die Legende vom Kindermord in Bethlehem erzählt im kaum aushaltbaren Kontrast: Der menschliche Machthaber ermordet, damit er herrschen kann; der göttliche Träger der Macht gibt sein Leben, damit die Zusage Gottes, die Liebe, herrschen kann.

 

Foto: Lyskirchen
Foto: Lyskirchen

Die Krippe trägt die Ebenen, in denen sich unsere Welt bewegt. Herodesgestalten gibt es auch heute. Menschlich – absolutistische Herrscher machen sind in der Welt wieder breit. Menschen folgen ihnen, weil sie die Sehnsucht nach Heil, nach Heimat, nach Geborgenheit, nach einfachen Lösungen in sich tragen. Die Herodesgestalten spielen damit, dass sie die Antwort auf dieses Sehnen seien.

 

Die Krippe hat Jesus auch als den Christus – König im Mittelpunkt. Er ist ein Mensch, an dem ablesbar wird, wie er die Gottesherrschaft versteht. Hier gibt es kein manipulierendes Trugbild. Da dürfen sie alle in seiner Nähe stehen, ohne dass sie mit Abrechnung, mit Verunglimpfung, mit Schuldzuweisung, mit Abwertung, mit Vertreibung und Ausgrenzung rechnen müssen. Manche gehen so weit zu vertrauen, dass die göttliche Liebe so grenzenlos ist, dass selbst die Herodesgestalten angesichts Gottes zum Umkehr fänden. Das übersteigt menschliches Begreifen. Das ist göttliche Zusage – für alle.

 

In der Krippe stehen sie alle – sind teils Symbole menschlicher Machtansprüche (wie der römische Schreiber oder der Polizist), sind Symbole derer, die die Gewissheit eines liebenswerten Lebens verloren haben (wie der Säufer oder der Junkie), sind Symbole des Bürgertums (wie das Tanzpaar), sind Symbole derer, die irgendwie zurecht kommen und politisch sich vielleicht lieber gedeckt halten wollten (wie der Ringroller, der Leyendecker, der Heringsverkäufer), sind Symbole eines teils steinigen Weges (wie David, der Flüchtling, oder Crina, das Roma-Mädchen); oder sie sind reale Menschen aus dem Leben rund um Lyskirchen, die teils auch totalitäre Systeme ertragen mussten (wie Pfarrer Kirsch, wie die Opernsängerin und Lyskirchen-Küsterin Maria Brecht, wie die Wäscherin Margrit, wie der jüdische Apotheker, wie die autistische Frau Diefenbach) ... jede dieser Figuren steht für Menschen, die nichts anderes wollen oder wollten, als glücklich und sinnvoll im Leben zu sein. Unter ihnen die Kinder, lebenserwartungsvoll – werden sie ermutigt, Jesus, den Christus, zu suchen?

Foto: Lyskirchen
Foto: Lyskirchen

Das Matthäusevangelium erzählt uns von der Beglückung der Magier aus dem Osten, die ihr Lebensglück, das Fundament eines sinnvollen Lebens, in Gott und seinem Christus Jesus gefunden haben. Sie sind Einladung, dass wir diesem Ziel ihres (Lebens-)Weges auch vertrauen. ‚Besser sich zu bergen beim Herrn, als auf Fürsten zu bauen’ rät die Weisheit des Dichter von Psalm 118. Wie aktuell ist da das Bild der Krippe – das Lebensboot der Menschheit auf ihrem Weg durch die Zeit. Der Christus –symbolisch – mit im Boot. Mitgeher, Mutmacher, Tröster, Ermutiger …

 

Matthias Schnegg

 

Feiertage-Dank

Die Festtage sind schon wieder in die Geschichte eingegangen. Dank an alle, die diese Tag hier in Maria Lyskirchen feiern mochten. Mitfeiernde waren es viele- schon im Advent, dann aber auch in den Christmetten, an den Weihnachtstagen und zu Jahresabschluss und Jahresbeginn. Da ist die Gemeinde eine spürbare Versammlung von Menschen, die sich im Glauben tragen. Danke allen, die mitfeiern mochten!

 

Dank allen, die mitwirkten, dass wir so feiern konnten – alle in den liturgischen Diensten, alle, die die Kirche entsprechend festlich bereiteten, allen, die die Musik begleitet haben, allen, die die Vor- und Nachbereitung in der Sakristei handhaben – und da besonderen Dank für unseren Küster Benjamin Kläden, der in diesen Zeiten besonders viel zu richten hat und es in wunderbar selbständiger Weise auch bereitet. Danke, dass wir so feiern dürfen. Es mag uns bestärken, uns im Alltag unserer Nachfolge zu bewegen

Jahresabschluss-Fürbitten

Auch diesen festlichen Tag feiern wir gerne hier in Maria Lyskirchen. Der Legende nach haben die Gebeine der Hl. Drei Könige ihre erste Nacht auf Kölner Boden in Maria Lyskirchen verbracht. Allein daher hat dieses Fest einen bedeutenden Platz in unserer Kirche. Liturgisch lenkt es den Blick auf das Erscheinen des Herrn in der weiten Welt. Es ist ein Fest des Bewusstwerdens, dass in Jesus Gott unter den Menschen wohnt – auf allen Ebenen, in allen Größen und Brüchen menschlichen Lebens – wieder ein Querverweis auf das diesjährige Krippengeschehen.

 

Am Fest der Erscheinung werden wir Brot und Salz segnen: Brot, damit die Menschheit für alle genügend Mittel zum Leben zur Verfügung stellt; Salz, damit wir vor Zerstörerischem bewahrt sind, auch vor der möglichen Schalheit, sich der Kraft seines Glaubens nicht mehr bewusst zu sein.

Kollektendank

Unsere Gemeinde ist sehr gebefreudig! Dafür herzlichen Dank für die vielfältigen Zeichen der Solidarität, die wir für Menschen in Not ebenso einbringen wie für den Erhalt der Steine und der Menschen unserer Gemeinde.

 

Herzlichen Dank für 3.847,08 €, die wir der Aktion ADVENIAT überweisen konnten.

 

Herzlichen Dank für 454,05 €, die wir an MISSIO für die Kinder der Weltmission überweisen konnten.

 

Herzlichen Dank für wieder großartige 1.121,67 € zum ersten LYSKIRCHENSonntag im Jahr 2017.

 

Herzlichen Dank für all diese Zeichen der Solidarität und des Wohlwollens!

 

  • Herzlichen Dank auch denen, die in Treue sich um das Zählen und Einzahlen der Kollekten kümmern – seit Jahren!

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

... diesmal bleiben wir einfach mal in Köln

Kinder leben das Leben. Erwachsene kalkulieren das Leben."


auf Sternsinger haben die Kinder und Jugendliche, oder ?


Eine Profilierung der Politiker zu Lasten der Kinder und dann mit Segen des Stadtdechanten Kleine?
Eine Profilierung der Politiker zu Lasten der Kinder und dann mit Segen des Stadtdechanten Kleine?

" ... Das königliche Dreigestirn wird bei der ungewöhnlichen Aktion von Stadtdechant Robert Kleine begleitet. Besuchen wollen sie die Sparkasse Köln, den TÜV Rheinland und das Energieunternehmen RheinEnergie. Bereits im November 2015 hatten Stadt, Domkapitel, die Arbeits-gemeinschaft Christlicher Kirchen, der Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem und der Deutsche Verein vom Heiligen Lande die Spendenaktion "Eine Kölner Gabe für Bethlehem" ins Leben gerufen. Sie läuft bis zum 31. Januar. (KNA) ....

 

so die Meldung auf katholisch.de

PS: Man darf gespannt sein, was die 3 OBs bei den stadtnahen Gesellschaften wie Sparkasse und Rheinenergie als Spende "gesammelt" haben ... als Sternsinger "los zu ziehen" ist wohl etwas phantasielos ...

Hier das Original

Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit

Falls Sie für die Geburtskirche spenden wollen, bitte:

Wenn Sie für die Geburtskirche spenden wollen, geht das auch ohne den Kindern etwas "weg zu nehmen" ... :

 

Spendenkonto bei der Pax Bank:Deutscher Verein vom Heiligen LandeIBAN: DE15 3706 0193 0021 9900 43BIC: GENODED1PAXStichwort: "Spende Geburtskirche Bethlehem"


95 und noch ein paar mehr ...

Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden."

(zitiert nach: "Luther heute: Ein trefflich Wort", Verlag Neues Leben, S. 33)