Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

5. SONNTAG IM JAHRESKREIS 

 

 

Sonntag, den 07.02.2016
Der 7. Februar ist der 38. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben in einem Schaltjahr noch 327 Tage zum Jahresende.

 

PS: Der 29. Februar 2016
ist übrigens ein Montag ...

7.2.1971: Schweizer Frauenwahlrecht

Nun erhielten auch in der Schweiz - zumindest auf Bundesebene - die Frauen das aktive und passive Wahlrecht. In Deutschland war es 1918 eingeführt worden. 57 Prozent der wahlberechtigten Männer nahmen an der Volksabstimmung teil, zwei Drittel davon stimmten für das Wahlrecht. Knapp 20 Jahre zuvor waren noch zwei Drittel dagegen gewesen. Auf der Ebene der Kantone ließ die politische Gleichberechtigung noch auf sich warten. Zwar hatten in den französischsprachigen Kantonen Waadt, Genf und Neuenburg die Frauen in den 1950er Jahren das Wahlrecht erhalten, aber in Appenzell-Innerrhoden wurde erst im Jahr 1990 das politische Mitbestimmungsrecht der Frauen eingelöst.

Aber erst am 18. April 1999:

Art. 136 Abs. 1 BV:

Die politischen Rechte in Bundessachen stehen allen Schweizerinnen und Schweizern zu, die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und die nicht wegen Geisteskrankheit oder Geistesschwäche entmündigt sind. Alle haben die gleichen politischen Rechte und Pflichten.

Die erste als Präsidentin freigewählte Frau der Welt: 

Vigdís Finnbogadóttir

  • Vigdís Finnbogadóttir  
    (* 15. April 1930 in Reykjavík) war von 1980 bis 1996 Präsidentin von Island. Sie war die erste (weltweit !!!) freigewählte Frau an der Regierungsspitze eines Landes. 

Fastelovend eß gekumme! 

All de Kölsche sin aläät, 

üvverall gonn decke Trumme, 

üvverall do weed getrööt. 

 

Durch de Stroße springe Gecke, 

gääl der ein, der andere grön; 

wat se och zesammeflecke, 

jeder meint, sing Kapp wör schön. 

 

Wie de Ale su de junge! 

Plätsch un Raspel en der Hand, 

kütt dat Puutespill gesunge, 

hügg säht nichs der Herr Scharschant. 

Vun dem Nüümaat stolz un stödig trick 

der Fastelovendszog, 

un et Volk läuf rack wie wödig, 

süüht der Prinz nit off genog. 

 

Strüüßger fleegen un Kamelle, 

alles juhz un raaf un Iaach; 

mallig deit dervun verzälle, 

wann vörüvver eß de Praach. 

 

üvverall gonn decke Trumme, 

üvverall do weed getrööt, 

Flastelovend eß gekumme, 

un de Kölsche sin aläät!


von Peter Berschem

Sie ließen alles zurück und folgten ihm nach    

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Genesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.

 

Lk 5, 1-11

 

 

 

 

Indienstnahme (zu Lukas 5,1-11)

In der Erzählung des Lukas sind wir bisher in Nazareth und Kafarnaum gewesen. Dort hat Jesus gelehrt und – wo der Glaube war – auch Heilwunder gewirkt. Jetzt lässt Lukas Jesus das enge Umfeld seiner Heimatstadt verlassen. Wir treffen ihn am See Gennesaret. Was Jesus so anziehend macht, ist sein Wort. Lukas berichtet, dass sich eine Menschenmenge um Jesus versammelt. Sie wollen das Wort Gottes hören. Mit diesen Worten beschreibt Lukas die Verkündigung Jesu. Über den Inhalt der Rede erfahren wir hier nichts. Unsere Aufmerksamkeit wird auf ein anderes Thema gelenkt.

 

Es stehen da zwei Boote. Die Fischer waren ausgestiegen. Sie wuschen ihre Netze. Ihre Arbeit haben sie in der Nacht geleistet – wie wir später erfahren, nur mit mäßigem Erfolg. Nun verbinden sich die Predigt Jesu und ein spezielles Boot, das besondere Bedeutung gewinnen wird: Jesus bittet Simon (Petrus), mit ihm ein Stück vom Land weg zu fahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Die Scharen waren offensichtlich sehr begierig, der Verkündigung Jesu zu lauschen. Es ist wohl eine große Anziehungskraft von ihm ausgegangen. Aber vom Inhalt dieser Predigt erfahren wir in der Erzählung nichts.

 

Gewichtig bleibt beim Zuhörenden die Tatsache, dass das Wort Gottes, die Verkündigung Jesu, große Aufmerksamkeit gewonnen haben. Jesus scheint ins Herz des Lebens gesprochen zu haben von Gott. Neben die Kraft der Worte Jesu selbst setzt die Geschichte nun die Notwendigkeit, dass Menschen sich in die Verkündigung dieses Wortes einbringen. Daher verengt sich die Sicht der Erzählung und lässt uns Jesus und Petrus (und am Rande auch die mithelfenden Fischerkollegen des Petrus) in ihrer Begegnung zuschauen.

 

Nach der Rede ergeht die Aufforderung Jesu, Petrus möge auf See zum Fischfang die Netze auswerfen. Der Fischer wird zu seiner normalen Arbeit angehalten. Der Fachmann Simon verweist darauf, dass schon der Fischfang zur Nacht wenig Erfolg hatte – und daher bei einem Tagfang nicht mehr zu erwarten sei. Aber: Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Da ist wieder die Kraft des Wortes Jesu. Kurz vorher hatte Petrus schon eine außergewöhnliche Erfahrung der Macht Jesu gemacht – bei der Heilung seiner Schwiegermutter (4,38). Vielleicht auch daher das Zutrauen, es mit dem Fischfang auf sein Wort hin zu wagen.

 

Der Erfolg ist überwältigend. Sie brauchen Hilfskräfte mit anderen Booten, um die unvorstellbare Menge des Fanges meistern zu können. Beide Boote werden gefüllt bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Was mit dem Fischfang weiter geschieht, erzählt Lukas nicht. Wieder bündelt er die Aufmerksamkeit der Hörerschaft auf die Begegnung Jesu mit Simon. Für Simon – und auch die Umstehenden, die aber keine weitere Beachtung finden – ist das Erlebte eine Erscheinung der Macht Gottes, wie sie in Jesus zu Tage tritt. Darauf legt die Erzählung das ganze Gewicht seiner Aussage.

 

Simon fällt vor dieser Macht, die Jesus verkörpert, nieder. Er spürt, dass Gott am Werk ist. Daher fiel er Jesus zu Füßen. Und er erkennt die Ungleichheit zwischen Mensch und Gott. Er sucht die Distanz zu benennen: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Im Angesicht dieser direkten Erfahrung der Größe Gottes kann der Mensch nur verstummen. Die unüberbrückbar erscheinende Entfernung zwischen Gott und Mensch wird offenbar. Im weiteren Verlauf des Evangeliums wird Petrus sich als der Sünder erweisen, als der, der ihn verleugnet. Lukas malt diese Szene so anrührend aus, indem er den Herrn sich umblicken lässt – es erscheint wie die umgekehrte Begegnung und Berührung (22,61). Beim Fischfang ist es die überwältigende Nähe Gottes, die in ihm den unüberbrückbaren Abstand zwischen Gott und Mensch erfahren lässt. Bei der Verratsszene vor Jesu Hinrichtung wird Petrus sein Sündersein zutiefst bewusst. Es ist eine existentielle Not, die ihn seine Gottverlorenheit verspüren lässt: Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

 

Alle, die das miterlebt haben, waren ebenso erschrocken und erstaunt über die Fülle des Fischfangs. Mehr sagt der Erzähler nicht zu ihrer Reaktion. Ob es da eine ebensolche existentielle Berührung mit der Unerfasslichkeit des Geheimnisses Gottes gegeben hat, wissen wir nicht. Sie staunen und sind verwirrt über das, was sie erlebten.

 

Für die Hörerschaft gibt es auch dieses Staunen, vielleicht auch das Erschrecken über diese Intensität der Gottesbegegnung. Die Zuhörenden sind Zaungäste des Geschehens. Manchmal erleben wir Verwirrung, Erstaunen, Erschrecken, wenn wir bei anderen Menschen eine solche Intensität ihrer Gotteserfahrung miterleben. Es braucht hier auch keine Auflösung für die Umstehenden. Es geht um die Beschreibung dieser Wirklichkeit einer Gottesbegegnung, die das normale Maß unseres glaubenden Erfassens übersteigt.

 

In der Geschichte des Lukas löst Jesus diese Distanz auf, die Petrus aufgrund seiner Erkenntnis ausgesprochen hat. Er hat sich nicht fähig gefunden, dieser Dichte der Gottesbegegnung in Jesus standzuhalten. Nun ist es Jesus selbst, der ihm zuspricht: Fürchte dich nicht. Diese Zusage ist nicht fremd bei Erzählungen von Gotteserscheinungen. Die Furcht ist die natürliche Reaktion des Menschen vor der gewaltigen Macht Gottes. Gott selbst kann dieses erstarrende Erschrecken lösen. Oft sind es Boten Gottes, die dieses ‚Fürchte dich nicht’ sprechen. In unserer Erzählung geht Jesus auf den so erschrockenen und überwältigten Petrus zu und löst ihn kraft seiner Autorität aus dieser Furchterstarrung und Distanz.

 

Jetzt ergeht ein Auftrag an Petrus. Die Kraft des Wortes Jesu strahlt wieder auf. Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Jesus nimmt Petrus in seinen Dienst. Er soll nicht Menschen übers Ohr hauen und sie einfangen. Er soll von jetzt an seine Existenz einsetzen, Menschen für die befreiende Botschaft der Verkündigung Jesu zu gewinnen. Am Anfang der Geschichte war es das Wort Jesu, das die Menschen sammelte und offenbar auch in ihrer Lebenssehnsucht erfüllen konnte. Jetzt sind Menschen wie Petrus in Dienst genommen, dieses Wort anderen Menschen zuzusprechen.

 

Das Wort Jesu verlangt – exemplarisch – von Petrus nicht weniger als eine totale Lebenswende. Die Macht des Wortes hat Petrus folgen lassen. Wir hören zumindest in der Erzählung nichts von Abwägungen des Gerufenen. Wenn der Ruf so eindeutig ist, gibt es kein Entziehen. Dieses kein Entziehen ist keine Beraubung der Freiheit des Einzelnen. Die Überzeugung des Wortes Jesu ruft in die Freiheit, das Gewohnte zurückzulassen und sich ganz in den Dienst am Wort zu geben.

 

In dem Bericht des Lukas ist die Wirkung der Indienstnahme eindeutig und widerspruchsfrei: Sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.

 

Sich von Jesu Wort treffen zu lassen, führt immer wieder zu Lebenswenden. Manche haben das erfahren. Lebenswenden müssen nicht allein das Aussteigen aus bisher vertrauten Lebenswegen bedeuten. Lebenswenden markieren, dass es eine neue oder entschiedenere Ausrichtung gibt, sich auf das Wort einzulassen. Nicht selten beinhaltet eine solche Indienstnahme gleichzeitig die Erkenntnis der eigenen Ohnmacht, die persönliche Sprachlosigkeit ob des Auftrages, Dienerin oder Diener des Wortes zu sein. Dann bleibt nichts anderes, als sich unter das Wort stellen zu lassen und sich dem Geist zu überlassen, der eingeben wird, was zu sagen ist. Nicht selten ist die Indienstnahme eingebunden in eine unauflösliche Paradoxie: Nicht anders zu können, als das Wort zu verkünden und zu leben lernen, und zugleich sich außer Stande zu sehen, das Wort von der Gegenwart Gottes selbst zu begreifen.

 

Indienstnahme geschieht nicht erst da und nicht zwingend da, so Menschen sich zu einer Berufung in den Diensten der Kirche angesprochen wissen. Auch das eine Herausforderung, die eigene Indienstnahme zu begreifen. Die geschieht nicht nur da, wo Menschen um des Wortes willen alles verlassen, was bisher ihr Lebensraum und ihre Lebensaufgabe war.

 

Eine spannende Indienstnahme!

 

Ihr Matthias Schnegg

Woche vom 

07.02.2016 - 14.02.2016  

  • St. Maria in Lyskirchen

5. SONNTAG IM JAHRESKREIS:

18.00 Uhr
Heilige Messe der Gemeinde

Aschermittoch 2016

18.00 Uhr Heilige Messe mit Austeilung des Aschenkreuzes (wir treffen uns um 18 Uhr im Pfarrhof)

Donnerstag:

06.00 Uhr Heilige Messe
als Frühschicht in der Fastenzeit

15.00 Uhr Rosenkranz für den Frieden und die Verständigung der Kulturen  

Freitag:
18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta, anschließend Bibelgespräch

1. Fastensonntag 2016

Invocabit me, et ego exaudiam eum - „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“ (Ps 91,15 )

Sonntag:
18.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde  


  • Einleitung durch
    Dr. Gunther Fleischers am 8. März 2016, 19 Uhr, im Pfarrsaal An Lyskrichen 12

  • Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Donnerstag um 18.45 Uhr


  • Kindermesse 

Kindermesse in Maria im Kapitol

Kasinostraße 5 in 50676 Köln

sonntags um 9.30 Uhr


  • Bibelgespräch im GUBBIO 

Wir lesen miteinander Abschnitte aus dem Zweiten Buch Samuel.

Mittwoch, den 03.02.2016, 15:30h

 


  • Gubbio - Kath. Obdachlosenseelsorge im Stadtdekanat
    Köln 
    Ulrichgasse 27-29 in 50678 Köln

Sie sind eingeladen

Einleitung zur Lesenacht – das Lukasevangelium

In der Liturgie dieses Kirchenjahres hören wir das Lukasevangelium. In der Lesenacht am 7.5.2016 in Maria Lyskirchen werden wir das ganze Lukasevangelium lesen. Eine Einleitung in das Lukasevangelium wird Dr. Fleischer am 8. März halten. Interessierte sind 19 Uhr im Pfarrsaal von Maria Lyskirchen willkommen.

Fastenzeit und Osternfeiern in Maria Lyskirchen

Mit dem Mittwoch beginnt die Vorbereitungszeit auf Ostern. Für die Zeit von Aschermittwoch bis Weißen Sonntag gibt es ein kleines Faltblatt, auf dem die Gottesdienste und zusätzlichen geistlichen Angebote der Gemeinde St. Maria Lyskirchen stehen. Sie sind herzlich willkommen.

 

 

 

Gottesdienste von Aschermittwoch bis Ostern in Lyskirchen
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Aschermittwoch

Am Aschermittwoch begehen wir mit dem Gottesdienst um 18 Uhr den Auftakt in die Zeit auf Ostern hin. Wir beginnen den Gottesdienst wieder im Hof des Pfarrhauses mit dem Entzünden des Feuers aus den Palmzweigen des vergangenen Palmsonntags. Die Asche dieses Feuers wird gesegnet. Mit ihr legen wir uns das Aschenkreuz auf. Wenn Sie ‚alten Palm’ zum Verbrennen mitbringen mögen, dürfen Sie das gerne tun. Geben Sie ihn in der Sakristei oder auf dem Hof ab. 

Lange Nacht der Kirchen

Am 26.2.2016 wird in diesem Jahr die Lange Nacht der Kirchen in Köln sein. Wir werden auch in diesem Jahr die Besuchenden willkommen heißen mit dem Raum, der Stille und seiner eigenen geistlichen Ausstrahlung. Bewusst verzichten wir auf jede Art von ‚Programm’, damit diese sakralen Räume der Glaubensgeschichte aus sich selbst einladen und sprechen können.

 

Die Kirche ist dann von 20-24 Uhr geöffnet. Für die Zeit von 20-23 Uhr werden noch Menschen gesucht, die je eine Stunde in der Kirche präsent sind. Wer da kann und will möge sich bitte in der Sakristei melden.

Bibelkurs – Die Offenbarung des Johannes

Seit einigen Jahren bieten die Gemeinden Maria im Kapitol und Maria Lyskirchen im Pfarrsaal von Maria im Kapitol einen Bibelkurs an. Er steht unter der Fachkunde von PD Dr. Werner Hahne. Nachdem über mehrere Module das ganze Markus-Evangelium erläutert worden ist, wird jetzt das Angebot der Lesung der Offenbarung des Johannes gegeben.

 

ERSTER TEIL

  • 1. Modul: 30. April 2016
  • 2. Modul: 28. Mai 2016
  • 3. Modul: 25. Juni 2016
  • 4. Modul: 30. Juli 2016

jeweils 14-18 Uhr.

Der Kurs kommt mit 10 Teilnehmenden zustande. Kosten: 120 € für die 4 Module des 1. Teils.

 

 

 

Flyer zum Bibelkurs
bibelkurs-offenbarung-24-01-2016.pdf
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PS: Wenn es noch interessiert ...

Der schöne Schein in der Welt der Priester

Ein Bericht des Schweizer Radio und  Fernsehen,
die Fragen stellte  das SFR dem Stuttgarter
Stadtdekan Christian Hermes 

Während Papst Benedikt XVI. Hermelin und Brüsseler Spitzen mochte, wählt Franziskus das Gegenprogramm: «Der Karneval ist vorbei», soll er kurz nach seiner Wahl gesagt haben. Der Theologe und Philosoph Christian Hermes über das Herrliche in der katholischen Kirche, über Kitsch und Selbstinszenierung.

Religiöse Würdenträger verstehen sich als Repräsentanten der höheren Macht. Sie sollen also die Schönheit Gottes inszenieren?

Christian Hermes: In keiner mir bekannten Religion wird die gute Gottheit hässlich dargestellt. Hässlich ist das Böse. Das Gute wird mit grossem Aufwand gefeiert. Das Göttliche, das Herrliche muss mit dem Edelsten dargestellt werden. Gottesdienst und Kult sind Inszenierungen von Macht und Schönheit des Göttlichen.

Wie passt das zusammen mit dem Ideal der Einfachheit?

Sainte-Chapelle (Paris) - Hochgotik
Sainte-Chapelle (Paris) - Hochgotik

Natürlich gibt es in der Kirchengeschichte auch eine Gegenbewegung. Als der Benediktinerorden immer grösser und prunkvoller wurde, kam Bernard von Clairvaux und forderte schlichte Kirchen. Er gründet die Zisterzienser und verbat jeglichen Schmuck in den Kirchen, sogar Kirchtürme. Einige Zeit später tauchten wieder Verfettungstendenzen auf.

Minoritenkirche in Krems
Minoritenkirche in Krems

Dann kam Franz von Assisi mit einer schmucklosen Kirche und einer reduzierten Liturgie. Auch Martin Luther und die Reformation kann man in diesem Licht sehen, gerade Calvin, der sehr streng reduzierte oder gar keine Bilder tolerierte. Es gibt also im Grunde immer wieder Pendelausschläge zwischen prunkvollen Inszenierungen und der Forderung nach Schlichtheit.

Welche Rolle spielt der Priester bei dieser Inszenierung?

Ludwig XIV
Ludwig XIV

Im Grunde ist der Priester nur ein Darsteller, der in dem symbolischen Drama des Gottesdienstes die Herrlichkeit Gottes repräsentieren soll. Es geht nicht um die persönliche Inszenierung des Priesters oder Papstes. Es geht überhaupt nicht um die Privatperson. Eine solche repräsentative Logik gab es bis in die Moderne.

 

Als Privatperson war auch der König uninteressant. Er war der Darsteller des Staates. Darum sagte Ludwig XIV: «L’état, c’est moi !». Das ist keine Überheblichkeit, das ist seine Aufgabe. Im Priester, so formuliert es schon der Kirchenvater Augustinus, handelt Christus selbst. Um ihn geht es, nicht um mich.

Wie kommt diese Eitelkeit ins Spiel?

Das ist sicher auch eine individuelle Frage. Es gab und gibt immer eitle Menschen. Während einer Diakon-Weihe sagte ein Bischof zum Kandidaten: «Sie kriegen dieses Gewand nicht, um sich zu schmücken, sondern um darin zu verschwinden.» Stolz und Eitelkeit sind keinem Menschen fremd, auch Geistlichen nicht.

 

Die spannende Frage ist: Kommt die Religion ohne symbolische Kommunikation, ohne Schönheit aus? Die Schönheit der Opulenz, die barocke Schönheit, sie kippt schnell ins Kitschige. Aber es gibt auch die edle Einfalt und stille Grösse, die Schönheit einer kargen calvinistischen Kirche oder Zisterzienserkirche. Das kann auch sehr schön sein.

Und beide Extreme existieren innerhalb der katholischen Tradition?

Katholische Kirche ist ganz bunt. Es geht immer vieles gleichzeitig. Deswegen bin ich so gerne katholisch. Wir haben einerseits einen hohen Systematisierungswillen, auf der anderen Seite können auch komplett widersprüchliche Richtungen 

Aus dem heutigen Kontext gefragt: Warum interessieren sich geistliche Männer in diesem Ausmass für Stoffe und Kleider?

Es gibt ja auch ausserhalb der Kirche viele Männer, die sich für Stoffe interessieren! Unter Priestern wie unter normalen Menschen gibt es verschiedene Geschmäcker. Ein Priester, der Sinn für Ästhetik hat, wird vielleicht in seinem Privatleben wenige Möglichkeiten finden das auszuleben.

 

Angenommen, ich als Priester habe Freude an schönen Autos, wie sie zum Beispiel hier in Stuttgart produziert werden: Es ginge nicht an, einen solchen Wagen zu fahren. Ich kann auch nicht mit einem teuren Anzug oder mit modischen Lackschuhen rumlaufen. Wenn ich das tue, werde ich zum Gespött und noch schlimmer zum Ärgernis.

 

Aber was tut ein Geistlicher, der immer demütig sein soll, aber einfach schöne Dinge mag? Vielleicht fängt er an, teure Messgewänder zu kaufen. In gewissen katholischen Kreisen wird zum Beispiel die Soutane wieder gerne getragen, der lange Priestertalar. In Rom übrigens kann man das Schauspiel priesterlicher Eitelkeit an jeder Ecke beobachten.

Das geht ja dann bis hin zum Priesterkalender, dem «Calendario Romano» mit den hübschen Fotoporträts von Geistlichen?

Das ist unsäglich! Von unserem Amtsverständnis und der Theologie her ist klar: Es geht nie um mich als Privatperson, als Individuum. Ich halte so einen Priesterkalender für konträr, und zwar prinzipiell konträr zu dem, was Amt und Berufung des Priesters sein soll. Es geht genau nicht darum, ob er süsse Augen hat, ob er ins Fitnessstudio geht, schön gebräunt ist oder toll singen kann. Der Priester ist jemand, der Menschen in Kontakt mit Gott zu bringen hat. Ich halte das für eine der grössten Versuchungen aller Amtsträger, in der Politik wie in der Kirche. Wenn sie meinen, es gehe um sie als Person, dann geht es schief, wie die Affäre um Tebartz-van Elst zeigt.

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