Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Palmprozession Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Palmprozession Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)

Palmsonntag 2016

 

 

Sonntag, den 20.03.2016
Der 20. März ist der 80. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben in einem Schaltjahr noch 286 Tage bis zum Jahresende.

 

 

PS: Der 29. Februar 2016
war ein Montag ...

 

20.3.1393: König ertränkt Priester

Nach einem Streit mit Erzbischof Johann von Prag ließ der römisch-deutsche König Wenzel dessen Generalvikar Johannes von Nepomuk festnehmen. Dann folterte ihn der als gewalttätig bekannte König persönlich und ertränkte ihn anschließend in der Moldau. Die genauen Hintergründe dieser Tat sind nicht bekannt. Nach der Legende war Johannes von Nepomuk der Beichtvater der Königin. Es wird vermutet, dass der König Johannes von Nepomuk zur Verletzung des Beichtgeheimnisses zwingen wollte. Der Tote wurde im Dom zu Prag bestattet. Als sein Grab im Jahr 1719 geöffnet wurde, fand man seine Zunge unverwest. 1721 von Papst Innozenz XIII. selig gesprochen, wurde Johannes bereits 1729 von Papst Benedikt XIII. als erster Märtyrer des Beichtgeheimnisses heiliggesprochen. Er wurde zum bekanntesten Heiligen Böhmens und man findet sein Abbild an hunderten von Brücken.

Ein lesenswerter Kommentar in der aktuellen Kölner Kirchenzeitung:

Flüchtlingshilfe ist Lebensschutz

Lebensschutz heißt für gewöhnlich gegen Abtreibung und Sterbehilfe zu sein. Ein entsprechendes Engagement für das unantastbare Lebensrecht ist in kirchlichen Kreisen – katholisch wie evangelisch – groß. Das ist legitim und unverzichtbar in einer Gesellschaft, in der dieses Recht gerade in den genannten Grenzfällen offensichtlich nur noch beschränkt mehrheitsfähig ist. Es ist verständlich, dass manche im Lebensschutz engagierte Christen von daher zunächst Hoffnungen gegenüber der AfD hegten, wo doch andere Parteien – darunter auch die CDU – in bioethischen Fragen aus Sicht christlicher Ethik schon lange nicht mehr überzeugen können.

 

WEITERLESEN >>>

Gesegnet sei der König,
der kommt im Namen des Herrn

 

+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit

ging Jesus nach Jerusalem hinauf. Als er in die Nähe von Betfage und Betanien kam, an den Berg, der Ölberg heißt, schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr ihn los?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn. Die beiden machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie den jungen Esel losbanden, sagten die Leute, denen er gehörte: Warum bindet ihr den Esel los? Sie antworteten: Der Herr braucht ihn. Dann führten sie ihn zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und halfen Jesus hinauf. Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, bring deine Jünger zum Schweigen! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

 

Lk 19, 28-40

 

Vergewisserung – Die Heilige Woche

Sich auf den Weg seines eignen Glaubens einzulassen, gehen Menschen sehr unterschiedlich an. Gemeinsam ist, dass wir die Deutung unseres Lebens aus dem Glauben an den einen Gott nicht aus uns und gerade erst in der Neuzeit erfunden hätten. Die meisten von uns haben den Glauben im Rahmen ihrer Erziehung in die Spielregeln des Lebens kennengelernt. Manchen ist nicht viel mehr als eine Spielregel in der Erinnerung geblieben. Manche haben sich schmerzlich befreien müssen von Bildern und Forderungen, die das Leben klein gemacht haben. Manche sind Suchende geblieben, ringen um eine Lebensdeutung aus dem Fundament unseres Glaubens. Manche dürfen sich gut aufgehoben und geborgen und redlich gesund wissen in ihrem Glauben. Allen gemeinsam ist, dass wir unseren Glauben aus den Erzählungen und Lebenszeugnissen anderer Menschen gewonnen haben.

 

Im Wesentlichen leben wir aus den biblischen Erzählungen, die uns die Gründungsgeschichten unseres Gottvertrauens und unserer Gottsuche überliefern. Es sind Geschichten, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, wenn sie in ihren Bildern und ihrer Sprache uns sehr, sehr fremd begegnen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, wenn Menschen sagen, dass sie ihr persönliches Gottvertrauen nicht auf der Basis solcher Geschichten gründen können. Da können wir auch getrost sein: Gott sucht seine Wege, um mit Menschen in Beziehung zu stehen.

 

Für eine Gemeinschaft als solche bleiben die Gründungsmythen meines Erachtens unverzichtbar. Sie sind die Urzeugnisse, dass wir uns Gott denken und annehmen können als einen, der befreit, der mitgeht, der mitleidet, der in all dem dennoch unzerstörbares Leben ist. Solche Gedanken können wir nur aussprechen, wenn wir grundlegend Gott für glaubfähig halten; wenn wir grundlegend vertrauen können, dass Gott ist und wirkt. Daher sind die Ursprungsgeschichten unseres Glaubens auch Geschichten des Vertrauens auf den einen Gott, der ist, der war, der wirkt.

 

Wenn wir die Heilige Woche begehen, dann binden wir uns auch feiernd in diese Gründungsgeschichten unseres Glaubens an. Mag sein, dass manche sich intellektuell schwer tun, diese Erzählungen aufzunehmen, ohne dass sie aus heutiger Sicht infrage zu stellen wären. Ja, wir reden anders, wir erzählen andere Geschichten von der Gründung unseres Glaubens. All dieses Wissen ist kostbar. In der liturgischen Feier vergewissern wir uns der Gotteszusage in den Bildern, Erzählungen und Sprachformen der Mütter und Väter unseres Glaubens. Da hören wir teils Archaisches und wissen uns vielleicht dennoch eingeladen, im Vertrauen auf diesen Gott zu wachsen und uns durch das Feiern beschenken zu lassen. Die Heilige Woche ist die Einladung der Vergewisserung, dass uns ein Gott gegeben ist, der befreit, der in Beziehung lebt, der mitleidet, der in allem der Lebende ist.

 

Seien Sie so eingeladen, diese besondere Woche nach Ihren Möglichkeiten mitzufeiern und sich des Gottes wie der Gemeinschaft Mitglaubender und Mitsuchender und Mitwisser vergewissern zu dürfen.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Palmsonntag – Willkommen und Enttäuschung

Erzählt wird vom Einzug Jesu in Jerusalem. Es ist das Willkommen, das einem Hohen gilt. Göttern und Königen galt dieser Ruf. Es ist ein huldigender Bittruf: Hilf doch! – heißt es da. Dieser Ruf geht auf Jesus hin. Er möge doch helfen! Diese Erzählung spricht von der Einladung, diesen Gott mit unserem Ruf um Hilfe nicht auszusparen. Dass Hilferufe anders – wenn überhaupt – erfüllt werden, schafft Verärgerung. Auch ein Gott, der nicht hält, was wir wünschen, verärgert. Die Sehnsucht nach Hilfe und die denkbare Verärgerung lassen sich nicht einfach auflösen. Wir leben diese Spannung. Die Geschichte vom Einzug in Jerusalem wird für uns die Bühne, auch dieser Spannung des Glaubens Raum zu geben.

 

Wir treffen uns um 18 Uhr im Hof der Kirche. Dort wird der Palm gesegnet. Wir sprechen Ehrerbietung und Hilfewunsch aus in der Prozession um die Kirche. Die Passion nach Lukas markiert die andere Seite unserer Ehrerbietung.

 

Karmontag bis Karmittwoch – Leidenswirklichkeit

Leiden kann da sein, wo Leben ist. Wir erfahren es in vielen Dimensionen – körperlich, seelisch, sozial, politisch ... Wir ringen um ein Verstehen, wir müssen ringen um unsere Einstellung zum Leiden. Wir können in Konflikt kommen mit unserem Gottzutrauen, weil das Leiden ist; wir können Trost gerade in dem Gedanken finden, dass Gott mitleidend sei.

 

Die Liturgie der ersten Tage der Karwoche erzählt die ersten drei (von vier) Gottesknechtliedern aus dem Prophetenbuch Jesaja. Es sind Bilder eines sich zuspitzenden Leidens in all seinen Dimensionen. Es sind Deutungen im Begreifen des Leidens: Der Mensch ist dem anderen Menschen Leid. Es begegnet uns die Vorstellung, dass Leiden auch etwas mit Vergehen, mit Misstrauen gegen den Schöpfer zu tun haben kann. Es gibt eines Symbolfigur des leidend Unerlösten: das Volk Israel, in der späteren christlichen Deutung Jesus, der Christus. In all der sich zuspitzenden Schwere des Leidens haben uns die Mütter und Väter des Glaubens die Erzählungen vom leidenden Gottesknecht überliefert – auf dass wir in all dem den mitleidenden Gott nicht aus dem Blick verlieren.

 

Wir versammeln uns Montag bis Mittwoch jeweils um 18 Uhr vor dem Kreuzbild in den Fenstern des Nordseitenschiffs und gehen – konfrontiert mit den Bildern des leidenden Gottesknechtes und den Erzählungen der letzten Tage Jesu – auf die Zuspitzung der Glaubenszusage zu.

 

Trauermetten – Feiernde Einfühlung

Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag beten und singen wir um 8 Uhr die Trauermetten – mit Gesang des großen Klagepsalms 22 und dem Anhören der Klagelieder, die mit dem Propheten Jeremia in Verbindung gebracht werden. Gesang und Lesungen sind Reflexionen des Leides angesichts der Gegenwart Gottes. Manchen sind diese Worte hilfreiche Brücke, der eigenen Sprachlosigkeit etwas Raum zu öffnen.

 

Gründonnerstag – Solidarität

Das gemeinsame Essen ist bis heute ein Zeichen des Gemeinsamen. Wenn die Mütter und Väter unseres Glaubens ein Bild suchten, wie Gottesgemeinschaft zu verstehen sei, dann haben sie auch gerne vom gemeinsamen Essen gesprochen. Wir hören an diesem Tag die Geschichte von der Entstehung eines Mahles, das in aller Eile, aber zur Rettung gefeiert wurde und wird. Unseren Ohren klingt diese Ursprungserzählung vom Passahmahl und dem Auszug aus Ägypten zum teil brutal abstoßend. Wir hören sie trotzdem, weil sie zu den zentralen Ursprungsgeschichten unseres Glaubens gehört. Nicht das gesetzlich Rituelle, nicht die Brutalität orientalischer Erzählweisen sind der Glaubensinhalt. Im Gewand dieser Erzählung verkünden die Vorfahren unseres Glaubens, dass sie Gott kennengelernt haben als einen, der mächtiger ist als alle noch so machtvolle politisch-menschliche Gewalt; dass vor Gott niemand in einem Vasallenstaat gebunden werden darf; dass Sklaverei dem Lebensangebot Gottes widerspricht. Auf der Basis dieser Solidarität Gottes mit den Menschen dient das Passahmahl als bleibendes Zeichen dieser Zusage.

 

Jesus hat mit dem Zeichen der Fußwaschung eine Umdeutung der altorientalischen Geschichte vorgenommen. Nicht mehr Ritus, nicht mehr Blut, nicht mehr Machtanspruch bezeugen die Solidarität Gottes, so die dienende Liebe. Das ist eine der zentralen Gründungserzählungen unseres Glaubens in der Nachfolge Jesu.

 

Wir beginnen die Feier des Abendmahles um 19 Uhr. Wir durchschreiten die Weite der Glaubensgeschichten mit den Worten der Tora, der Exodus-Geschichte, mit der Verkündigung der Fußwaschungszusage, mit dem gemeinsamen eucharistischen Mahl und dem Agape-Mahl. Danach lassen wir uns führen auf dem Erzählweg des weiteren Weges Jesu. Denn im Mitgehen des erzählten Weges Jesu gehen wir der großen Zusage entgegen. Die scheint nicht ohne den Weg des Leidens denkbar. Der Raum verwandelt sich. Die Abschiedsreden des Johannesevangeliums werden erzählt. Der Raum leert sich angesichts der brutalen Aufdringlichkeit des Leidens. Mit der Komplet gehen wir in die Nacht des Übergangs.

 

 

Karfreitag – Schmerz und Hoffnung

Die Abschiedsreden des Gründonnerstags haben uns den Weg gewiesen. Der Karfreitag lässt dem Leiden und Sterben Raum. Auch das sind Wirklichkeiten unseres Lebens. Es sind Empfindungen der teils wortlos-schreienden Frage nach dem gerechten Gott. Es sind verhallende Fragen. Es bleibt das Zeichen einer Ohnmacht, das Kreuz. Schmerz. Auch da sind Gotteserfahrungen, übermitteln uns die Vorfahren unseres Glaubens. Nicht eines der synoptischen Evangelium kommt zu Wort. Es ist das Johannesevangelium. Das weiß mehr von dem, was selbst im Leiden und durch den Tod hindurch nicht grundsätzlich zu erschüttern ist. Der erzählte Jesus des Johannesevangeliums bleibt souverän – weil Gott an seiner Seite ist. Wieder dieser Spannungsbogen von tragischem Tod und der Gewissheit, dass dieser Tod dem Lebens nichts anhaben kann. Absurd, werden manche entgegenhalten, weil der Tod gerade Leben vernichtet. Die Mütter und Väter unseres Glaubens haben uns eine andere Erfahrung hinterlassen – die eines Gottes, der im Leiden und Sterben sichtbar ist und dennoch sein unendliches Leben nicht gefährdet. Das können wir ja auch kaum begreifen. Alles wird uns ablesbar an Jesus, dem Christus, gezeigt: „Und – also vollendet – ward er allen, die ihm gehorchen, unendlicher Rettung Urheber!“ So wird die Feier mit den Worten des Hebräerbriefes enden. Schließlich wagt in all diesen Schmerz der Schlusschor der Bach’schen Johannespassion uns im Blick auf den zu Grabe getragenen Messias Jesus ins Herz zu singen: „Ich will dich preisen ewiglich!“.

 

Um 15 Uhr beginnen wir die Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu, werden eingebunden in das vierte Gottesknechtlied, in den um Gott dramatisch ringenden Psalm 31, in die Passion nach Johannes. Wir werden es wagen, mit diesem Ohnmachts- und Siegeszeichen den Weg durch die Straßen zu ziehen. Uns wird Raum geschenkt, mit unserem Leben diesem Gottesknecht zwischen Ohnmacht und Lobpreis unsere Ehre zu erweisen. Wir bringen unsere Bitten vor den, dem menschliches Leiden nicht fremd ist. Mit der Grablegung und dem Zuspruch des Hebräerbriefes enden wir und gehen dann in die Wirklichkeit unseres Lebens zurück – mit den Erzählungen der Vergewisserung unseres Glaubens.

 

 

Karsamstag – Aushalten

Rein emotional kann es schon sehr viel gewesen sein, was wir an Glaubensvergewisserung im feiernden Nachgehen der Gründungsgeschichten durchlebt haben. Der Karsamstag ist – zumindest auf dem Weg der Anbindung an die Glaubensvergewisserung – der Ruhetag. Grabesruhe, so die Erzählungen der synoptischen Evangelien. Für das Johannesevangelium gibt es eine solche Ruhe nicht. Gottes Leben schaffende Macht ist bei Johannes direkt im Tod Jesu offenbar.

 

Unsere Kirche bleibt bis 11 Uhr offen zum stillen Verweilen vor dem symbolischen Grab, dem Ort des mitgehenden Schmerzes Gottes.

 

 

Osternacht – Leben

Wer denkt, das zu begreifen, was wir da feiern, wird vermutlich doch an Grenzen stoßen. Wir feiern, was gegen unsere Wirklichkeitserfahrung spricht. Ja, nach dem Winter kommt auch das Grün wieder, auch muss der Samen in die Erde, damit Neues und Fruchtbringendes wachsen kann. Diese Erfahrungen können nur Bilder sein, die das Unbegreifliche annähern. Was die Mütter und Väter unseres Glaubens uns als ihr Wissen weitergegeben haben, übersteigt diese Bilder. Denn es geht um ein grundlegend unzerstörbares Leben. Es geht um den Erweis, dass Gott der Lebende ist und bleibt. Alle Berührungen mit dem Tod sind nicht die Letztentscheidung. Diese Glaubensgewissheit ist eine große Herausforderung – und zugleich die größte Zusage, die in ein Leben gegeben werden kann. Uns wird zugemutet (in der Doppelsinnigkeit des Wortes), trotz aller Wirklichkeit des nicht zurücknehmenden Todes von einem göttlichen Leben in uns und in der Welt zu sprechen. Es ist Gottleben, das obsiegt. Die Erzählung des Lukasevangeliums lässt uns die Frage hören: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Unsere Glaubensvorfahren haben diese Gegenwart des bleibend Lebenden erfahren im Zusammenhang mit dem Sterben und Tod Jesu. Nach dieser Erfahrung haben sie begriffen, dass das ganze Leben Jesu dieser Verkündigung galt: Gott ist und er bleibt der Lebende. Die Sendung Jesu schaffte Leben – auch gegen todbringende Widerstände. Was dieser Glaube an den bleibend lebenden Gott benennt, wird im Zeugnis Jesu zu Aufgabe aller, die diesem Leben spendenden Gott trauen. Daher ist Ostern Aufbruch, Einladung, im Geist, in der Lebendigkeit dieses geglaubten Gottes in der Welt zu sein.

 

Wir gehen aus der dunklen Nacht in diese Zusage des Aufbruchs. Um 5 Uhr (es ist leider zudem die Nacht der Umstellung der Uhr auf Sommerzeit) beginnen wir, lassen uns anfüllen mit Verheißungsgeschichten des Ersten Testamentes, werden am Feuer stehen, das uns Symbol des neuen Lebens ist, werden mit dem Licht dieses Feuers den Weg nachgehen, den wir mit dem Kreuz gegangen sind, um in der Kirche diese Vergewisserung der Lebenskraft Gottes festlich zu feiern. In diesem Glaubensverständnis ist die Taufe das Sakrament unserer lebenslangen Einbindung in dieses Vertrauen auf den lebenden Gott – daher die Segnung des Taufwassers und unsere Vergewisserung des Geschenkes unserer eigenen Taufe. Dann wieder das Zeichen der Solidarität Gottes im Zeichen der Eucharistie. Und am Ende das Zusammensein in Unterkirche und Pfarrhof zum kleinen Osterfrühstück miteinander.

 

Kollekte Gründonnerstag

Auch in diesem Jahr soll die Kollekte den Betrieb des Sonn- und Feiertagscafés für obdachlose Drogenabhängige in den Räumen des Notels ermöglichen. In den Vorjahren haben wir stets so viel zusammengetragen, dass mit diesem Geld der Betrieb möglich war. Das Café wird von der Kommunität Kosmas und Damian in enger Zusammenarbeit mit dem Notel verantwortet. Zahlreiche Ehrenamtliche stehen vom 1.11.-1.5. an Sonn- und Feiertagen bereit, um die Gäste zu empfangen, ihnen warmes Essen und leckeren Kuchen reichen zu können. Bis zu 45 Gäste machen von diesem Angebot Gebrauch – also sehr sinnvoll, dass es weiter betrieben werden kann.

 

Der Gründonnerstag hat uns das Zeichen der Fußwaschung als Zeichen des liebenden Dienens überliefert. Wir übersetzen diese biblische Erzählung in das Zeichen der Solidarität mit Armen unter uns. Danke allen, die auch in diesem Jahr dieses Anliegen mittragen können. (Selbstverständlich können auch Spendenquittungen ausgestellt werden, wenn Betrag und Geber-Anschrift zusammen zu erkennen sind.)

 

Woche vom 20.03.–27.03.2016

  • St. Maria in Lyskirchen
  • Die nächste Lesenacht in Lyskirchen  ist am Samstag, den 7. Mai 2016 ab 19 Uhr:
    DAS LUKASEVANGELIUM

Palmsonntag

 

  • 18.00 Uhr Festliche Heilige Messe zum Einzug Jesu in Jerusalem
    Mit Palmweihe und Palmprozession
    Kollekte: für das Hl. Land

Montag bis Mittwoch

  • Montag: 18.00 Uhr Heilige Messe
    in der Karwoche

  • Dienstag: 18.00 Uhr Heilige Messe
    in der Karwoche

  • Mittwoch: 18.00 Uhr Heilige Messe
    in der Karwoche

Gründonnerstag

  • 08.00 Uhr Trauermette

  • 12.00 Uhr WortGottesFeier des Diözesan-Caritasverbandes

  • 19.00 Uhr Abendmahlmesse mit Agapefeier, Lesung der Abschiedsreden Jesu und Komplet
    Kollekte für die Arbeit des NOTEL

Karfreitag

  • 08.00 Uhr Trauermette

  • 15.00 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Christi mit Kreuzverehrung und Prozession

Karsamstag




  • Karsamstag:
    08.00 Uhr Trauermette

Ostern 2016

  • Ostersonntag:

    05.00 Uhr Festfeier der Osternacht – mit Wort Gottes, Vigil, Osterfeuer, Lichterprozession, Tauferneuerung und festliche Eucharistie,

    anschließend Osterfrühstück
    in der Unterkirche

  • 19.00 Uhr Festhochamt.


  • Ostermontag:
    19.00 Uhr Feierliches Hochamt

SIE SIND EINGELADEN

IN DER OSTERNACHT 2016:

Kollekte misereor:

In Zeiten, in denen uns die Migration als Aufgabe gegeben ist, wird noch klarer, wie unverzichtbar die Hilfe in den Herkunftsländern ist.

 

Seit 1958 hat sich Misereor dies zur Aufgabe gemacht. Danke sehr, dass Sie dieses Werk mit unterstützt haben. Es geht u.a. darum, dass Menschen würdig in ihrer Heimat leben können. Manches Elend, das zum Verlassen der Heimat zwingt, gründet sich auch auf unserem Wohlstand. Bei uns kann gar die Vorstellung aufkommen, dass uns unser Lebensstandard selbstverständlich zustünde. Noch sind wir Privilegierte des Wohlstandes dieser Welt. Danke für das, was wir teilten. Wir haben am vergangenen Sonntag 1588,69 € zusammengetragen. Herzlichen Dank für dieses Zeichen unserer

Mitverantwortung.

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PS: Wenn es noch interessiert ...

... auch dieses Jahr an Ostern wieder?

Der weiße Mann und die schwarze Raben

Ein Rabe 'schlägt' die Friedenstaube des Papstes auf dem Petersplatz in Rom
Ein Rabe 'schlägt' die Friedenstaube des Papstes auf dem Petersplatz in Rom

Für die Raben scheint es ein Leckerbissen zu sein. Immer wieder werden auf dem Petersplatz in Rom weiße Tauben als Friedenbringer in die Lüfte geschickt. Touristen tun es ebenso wie frisch verliebte oder frisch vermählte. Auch die Päpste haben schon oft vom Fenster ihres  Arbeitszimmer weiße Tauben als Symbol in die Lüfte steigen lassen. Für manche dieser Friedensbringer ist die Freiheit doch kurz. Sie werden schnell von den Raben abgefangen, die in den Tauben nicht so sehr den Frieden vermuten, sondern eher an ein leckeres Festessen denken.

... und die Sorgen vieler wahren Katholiken:

"Wäscht er wieder einer FRAU die Füße? ..."

Fußwaschung durch Papst Franziskus am Gründonnerstag 2015 im römischen Gefängnis Rebibbia: Sechs Frauen, sechs Männer
Fußwaschung durch Papst Franziskus am Gründonnerstag 2015 im römischen Gefängnis Rebibbia: Sechs Frauen, sechs Männer

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