Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Sehnsüchtig?

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

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DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

19. Sonntag im Jahreskreis 2016

 

 

Sonntag, den 7. August 2016
Der 7. August 2016 ist der 220. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben in einem Schaltjahr noch 146 Tage bis zum Jahresende.

 

PS: Der 29. Februar 2016
war ein Montag ...

7.8.1495: Der Ewige Reichsfriede

Kaiser Maximilian I
Kaiser Maximilian I

Der römisch-deutsche Kaiser Maximilian I. (1459-1519) verkündete auf dem Reichstag von Worms den Ewigen Reichsfrieden. Der Friede beinhaltete die Abschaffung der Fehde, die Verpflichtung der Reichsstände, im Falle von Streitigkeiten den Kaiser oder den jeweiligen Landesherren um Hilfe zu bitten, eine friedliche Lösung zu finden und stellte die Fehde unter Strafe. Dies galt für das gesamte Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Auf dem Reichstag von Worms wurde auch die Gründung des Reichskammergerichts, finanziert von der ersten allgemeinen Reichssteuer, dem so genannten "Gemeinen Reichspfennig", beschlossen.

Notstand für 300.000 Menschen

In den bisher eingekesselten Stadtteilen von Aleppo sollen etwa 300.000 Zivilisten leben. In der nordsyrischen Stadt herrscht extreme Not. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte eine sofortige Waffenruhe und Hilfslieferungen für die Menschen in der Stadt gefordert. Aleppo war vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges die größte Stadt Syriens. Sie ist seit 2012 umkämpft. >>>

Haltet auch ihr euch bereit

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben. Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen! Macht euch Geldbeutel, die nicht zerreißen. Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, droben im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft. Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen? Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.

Lk 12, 32-48

 

 

So soll es sein   (zu Lukas 12,35 – 48)

In der Perikope dieses Sonntags reihen sich mehrere kleine Gleichnisse aneinander, unterbrochen von allgemeinen Handlungsanweisungen an die Jünger. Vielleicht kommen wir leichter in das Verstehen, wenn wir uns wieder vorstellen, dass der Evangelist eine Gemeindesituation vor Augen hat, in die er mit Worten und Szenen der Überlieferung Jesu antwortet. Die Hörerschaft des Lukas ist eine Gemeinde, die weiß, dass die nahe Erwartung der Rückkehr des Messias auf sich warten lässt. Die Glaubenden haben sich darauf eingestellt, dass sie sich im Alltag der Welt bewähren müssen, auch als Menschen, die dem Evangelium folgen wollen. Wie nicht anders zu erwarten, haben sich da Gewöhnungen und Gewohnheiten eingeschlichen, die irgendwie weiter im Glauben sein lassen, aber dem Glauben nicht mehr den Vorrang der Lebensprägung gaben. In diese Situation will – wie wir uns immer wieder erinnern – das Lukasevangelium die Herzen der Glaubenden wieder zum Brennen bringen, lebendig werden lassen.

 

In der Beschreibung der Situation der Gemeinde können wir Züge unserer Lebensumstände wiederfinden. Die direkte Erwartung der nahenden Wiederkunft des Christus ist in der Regel nicht bestimmend für uns. Viele sind in die Glaubensgemeinschaft hineingeboren, ohne dass sie das für sich und ihre Lebensdeutung aktualisiert hätten. Christsein hat an gesellschaftlicher Bedeutung verloren. Manchen ist das auch kein Schmerz mehr. Ob ein Lukasevangelium diese erreichte – mit dem Ansinnen, den Glauben an das Evangelium wieder zum Brennen zu bringen? Vielleicht ist es gut zu bedenken, was im 9. Kapitel festgestellt wurde: Die Ernte ist groß … Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter schicke in seine Ernte. Die Ernte haben wir übersetzt mit der Sehnsucht nach Lebenssinn. Herr der Ernte ist und bleibt Gott. Wir sollen nicht müde zusehen, dass etwas geschehen könnte; aber Gott wird für seine Ernte, für seine Wahrnehmung unter den Menschen selbst sorgen: Dein Reich komme – als machtvolles Wirken Gottes selber – war die entsprechende Bitte des Vatergebetes.

 

Auf diesem Hintergrund mögen wir den Text unserer Perikope aufnehmen. So soll es sein: Als Mensch des Evangeliums wach und zum Aufbruch bereit da sein. Diese Wachsamkeit bezieht sich auf das Kommen des Herrn. Das ist einmal das Kommen des Herrn bei der Vollendung der Welt. Es ist aber auch das Kommen des Herrn, das in jede Lebenssituation hinein geschehen kann. Gelegentlich haben wir so eine Erfahrung, dass dieser oder jener Moment in unserem Leben eine tiefe Gottesbegegnung ist.

 

Wie diese Wachsamkeit aussieht, belegt der Evangelist mit Bildern, die biblische Hintergründe haben: Legt eure Gürtel nicht ab – das Volk Israel war im Aufbruch des Pessach umgürtet, um sogleich den Aufbruch angehen zu können. Die Lampen brennend – ein Bild von den auch bei Nacht brennenden Öllampen – ursprünglich als Abwehr gegen die Dämonen gedacht, dann aber auch als Zeichen der Bereitschaft, wie im Gleichnis der zehn Jungfrauen erzählt. Beide Bilder drücken die Bereitschaft aus, für das Kommen des Herrn zum Aufbruch, zur Nachfolge bereit zu sein. Das ist eine Haltung, in der die Glaubenden sich üben mögen. Aufbruch, wo wir dem Evangelium im Alltag begegnen: „Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.“ (Frère Roger, Taizé)

 

Um diesen Gedanken der Wachsamkeit auszuformen, erzählt das Evangelium nun kleine Gleichnisse. Zunächst die Geschichte vom spät in der Nacht heimkehrenden Hausherrn. Die Gemeindemitglieder mögen sich vergleichen mit Haussklaven, die nicht wissen können, wann der Hausherr zurückkommt, die aber in der Haltung der Erwartung bereit sind. Das bedeutet, sich in seinem alltäglichen Tun so zu verhalten, dass uns jederzeit der Ruf des Evangeliums erreichen kann. Vielleicht hilft uns da der Begriff, sich wachzuhalten für das, was der Geist uns wahrnehmen lässt.

 

Diese Wachsamkeit wird in dem Gleichnis mit einer wunderbaren Erfahrung verbunden: Es geschieht eine Umkehrung des Gewöhnlichen: Der Herr nämlich wird, wenn er wiederkommt, zum Diener seiner Diener. Eine Urerfahrung mit dem irdischen Jesus wird hier lebendig gehalten. Er ist gekommen zu dienen und nicht, sich bedienen zu lassen. Das Bild vom seinen Dienern dienenden Herrn ist das Bild einer großen Würdigung. Eine Beispielhandlung für alle, die dem nahe kommenden Messias in der alltäglichen Begegnung Gestalt geben möchten. Aber: Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Diese Mahnung endet das kleine Gleichnis – auf dass unvergessbar klar ist, dass es um die Haltung geht, die jederzeit die Begegnung mit dem für eine Möglichkeit hält.

In unserem Textabschnitt kommt wieder ein Einschub: Petrus fragt, wer mit dem Gleichnis gemeint sei? Der historische Hintergrund des Lukasevangeliums ist die Mahnung an die Gemeindeleiter. Sie werden hier repräsentiert durch Petrus. Bedeutsam ist die Antwort darauf – wieder im Bild des Herrn beschrieben: Der treue und kluge Verwalter soll in Sorge um die ihm Anvertrauten sein. Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wer der Aufgabe der Sorge um das Leben der ihm Anvertrauten gerecht geworden ist, erfährt Wertschätzung. In der Erzählwelt des Gleichnisses heißt es dazu: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.

 

Schon in lukanischer Zeit gab es wohl selbstsüchtige Gemeindeleiter, die ihr eigenes Wohlsein über die ihnen aufgetragene Aufgabe setzten – mit Essen und Trinken und Rausch und Misshandlung der ihm Anvertrauten. In orientalisch brutaler Erzählweise wird diesen so handelnden Seelsorgenden prophezeit, dass der Herr sie in Stücke hauen ließe.

 

Die Perikope schließt mit einer Bemerkung, die uns fremd ist. Es geht um das Maß einer Bestrafung durch Schläge. Da sind wir kulturgeschichtlich in unseren Breiten drüber weg. Lukas will etwas zum Verhältnis von Verantwortung und von Konsequenzen bei Nichterfüllung sagen. In seiner kulturgeschichtlichen Situation waren Schläge die Konsequenz der Nichterfüllung. Daher kann der Autor feststellen, dass der mehr Schläge verdient, der genau wusste, was der Herr erwartet, aber gegensätzlich gehandelt hat. Anders der, der es nicht wissen konnte. Die Strafe als Konsequenz wird da milder zu berechnen sein.

 

Wir lesen diese konkreten Hinweise im Wissen, dass sie nicht unser Maß sein können. Schläge sind nicht das angemessene Mittel der Sanktion.

 

Anders der abschließende Satz, der gut wie ein Weisheitsspruch auch in unsere Lebenserfahrung spricht: Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert. Und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen. Das werden mache von uns kennen: Weil sie viele Begabungen haben, werden diese auch abgerufen und erwartet. Und wer viel Verantwortung trägt, wird mit anspruchsvollerem Maß gemessen werden.

 

Das Lukasevangelium setzt diese Bemerkung an das Ende seiner Ausführungen. So soll es sein: Bereit sein, die Begegnung mit dem Christus Jesus für möglich zu halten. Ebenso gilt es bereit zu sein, bei der vollendenden Begegnung mit dem Herrn, das Leben, die Charismen, die Aufgaben vor ihm zu verantworten. Das ist ja kein Bangemachen, sondern eine Ermutigung, mit dem, was die ureigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten und Begabungen sind, in der Welt, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Wo das geschieht, kann immer auch ein Ort der Erfahrung sein, dass der Herr kommt – unerwartet, aber gegenwärtig. Gut, sich da bereit zu wissen.

 

Und ebenso gut, am Ende seines Lebens mit seinem Leben in Brüchen und Höhen bereit und bereitet zu sein, Rechenschaft ablegen zu können.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Woche vom 

07.-14.08.2016

  • St. Maria in Lyskirchen

19. Sonntag im Jahreskreis

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde

Donnerstag:

15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden und die Versöhnung der Religionen und Kulturen

Freitag:

18.00 Uhr Heilige Messe

in der Krypta, anschließend Bibelgespräch

 

Samstag:

11.30 Uhr Taufe
des Kindes Lukas Grisanti

15.00 Uhr Taufe
des Kindes Nina Marie Weiden

 

20. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag:

14.00 Uhr Taufe
des Kindes Henri Stratmann

19.00 Uhr Heilige Messe
der Gemeinde

 

15.08.: Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Einige Zeit war der 15. August der Tag des Patroziniums unserer Kirche

– bis das Gedenken auf den
8. September, dem Fest Mariae Geburt verlegt worden ist. In der Realität unseres derzeitigen Gemeindelebens begehen wir das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel in besonderer, festlicher Weise. So feiern wir auch in diesem Jahr dieses Fest um 19 Uhr – mit dem so sinnlichen Brauch

der Segnung von Kräutern und Blumen.

 

NÄCHSTE LESENACHT
IN LYSKIRCHEN:

19. November 2016
ab 19 Uhr:

DAS BUCH DER PSALMEN
II. TEIL


  • Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag und Donnerstag
um 18.45 Uhr


  • Kindermesse 

Kindermesse in Maria im Kapitol

Kasinostraße 5 in 50676 Köln

sonntags um 9.30 Uhr


  • Gubbio

Gottesdienst

Feier der Heiligen Messe am Dienstag, den 02.08.2016, 15:30h


  • Gubbio - Kath. Obdachlosenseelsorge im Stadtdekanat
    Köln 
    Ulrichgasse 27-29 in 50678 Köln

Sie sind eingeladen

Einleitung in das Buch der Psalmen (II. Teil)

Am 1. September wird Dr. Gunter Fleischer wieder in die Lesung der Lesenacht (am 19.11.2016) einführen.

 

Bei der ‚nachterfahrung – Lesung eines ganzen biblischen Buches – wird der zweite Teil des Buches der Preisung (Psalmen) gelesen werden: Psalm 91-150. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Pfarrsaal An Lyskirchen 12.

 

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PS: Wenn es noch interessiert ...

Runder Geburtstag von Hamburgs Erzbischof Stefan Heße

Der jüngste Diözesanbischof wird 50

Er ist Deutschlands jüngster Diözesanbischof: Hamburgs Erzbischof Stefan Heße. Am Sonntag wird er 50 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag mit einem Abendgottesdienst im Mariendom. >>>

Herzlichen Glückwunsch

Ein Geburtstagsgeschenk der etwas anderen Art machte das:

 

Erzbischof Stefan Heße erlebte die Kieler Förde. Wasser ist er aus seiner Heimat Köln gewohnt, „aber ohne Wind“, schrieben 2015 die Kieler Nachrichten prophetisch …

 

Das Hamburger Abendblatt fragt:

Der Hamburger Erzbischof – auf verlorenem Posten?

Stefan Heße ist verantwortlich für 400.000 Katholiken im Bistum Hamburg. Alle 83 Pfarreien will er auflösen. Eine kritische Analyse von Christoph Rind

Er kam als Hoffnungsträger nach Hamburg: Erzbischof Stefan Heße. Seit 14. März 2015 ist er im Amt, eine Art Wunschkandidat der Katholiken – mit damals 48 Jahren der jüngste deutsche Bischof. Er kam mit viel Erfahrung aus dem großen, reichen Traditionsbistum Köln, wo er Generalvikar war, der Verwaltungschef. Da kommt jemand mit Tatendrang und Begeisterungsfähigkeit, dachten viele.

 

Inzwischen fragen sich die Katholiken ernüchtert: Ist Stefan Heße in Hamburg angekommen? Das weitläufige Bistum musste er erst kennenlernen, er reist viel zwischen Hamburg und Sylt, im Osten bis hinter Rostock. Umstritten ist, ob er den Bischofssitz im Herzen von Hamburg am Marien-Dom in St. Georg nutzt, um sich in der Stadt zu verwurzeln. Mitarbeiter haben ihm geraten, sich mehr für Geschehnisse in Hamburg zu interessieren.

Unmut in den Gemeinden

Wenn er auftritt, gibt es viel Weihrauch und devote Bekundungen. Aber unter der Oberfläche brodelt es. In den Gemeinden wächst der Unmut. Denn von oben werden Veränderungen vorgeschrieben mit weitgehenden Folgen für den Alltag der mehr als 400.000 Katholiken. Eingeleitet von seinem Vorgänger Erzbischof Werner Thissen, und nach einem Muster, gegen das sich in anderen Bistümern Widerstand formiert: Die bestehenden Pfarreien werden nach und nach aufgelöst.

Für das Erzbistum Hamburg, zu dem Schleswig-Holstein und Mecklenburg – ohne Vorpommern – gehört, bedeutet das: Aus 83 Pfarreien sollen nur noch 28 werden. Nicht nur dort, wo die Kirchen leer sind, sondern überall. Weil es nicht mehr genug Pfarrer gibt. Stattdessen werden Großpfarreien errichtet, Zusammenschlüsse von Gemeinden, oft eine Autostunde voneinander entfernt, sogenannte Pastorale Räume, an deren Spitze nur noch ein Pfarrer steht. Die übrigen Mitarbeiter, soweit vorhanden auch Geistliche, werden in diesen Riesenpfarreien flexibel eingesetzt, am liebsten themenbezogen

Ständig wechselndes Personal

Da ist dann eine Gemeindereferentin nicht mehr für eine einzelne Kirche, sondern etwa für die Erstkommunionvorbereitung im großen Ganzen verantwortlich. In der Konsequenz heißt das: Keine Kirchengemeinde hat mehr einen eigenen, von der Kirche bezahlten Beschäftigten für sich, einen, der den Standort repräsentiert, der sich auskennt, hier vernetzt ist, als Ansprechpartner für alle Belange gilt. Keiner kennt sich mehr richtig aus, wechselndes Personal wird zum Dauerzustand.

 

Was bei Flugzeugen zur Sicherheit beiträgt – eine ständig wechselnde Crew – ist für Gemeinden, die auf Seelsorge, Kontinuität, Vertrauen und unbürokratische und schnelle Hilfe in Notsituationen angewiesen sind, eine Katastrophe.

Fehler im System?

Kann Gemeinde funktionieren ohne einen Hauptamtlichen vor Ort? "Nein", sagt Thomas Kaufhold, Referent der "KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche" im Erzbistum Hamburg. Der Norderstedter hat die Entstehung des ersten Pastoralen Raums in seiner Heimatgemeinde miterlebt. Die Kirchen in Norderstedt, Ochsenzoll und Langenhorn sind eine Pfarrei: der Pastorale Raum Katharina von Siena.

 

Seine Erfahrungen sind typisch für die Fusion von Gemeinden: "Ehrenamtliche ziehen sich enttäuscht zurück." Wer zuvor im Dienste seiner Kirche vor Ort stand oder sich in Gremien engagierte, "fühlt sich inzwischen ausgebeutet", sagt Kaufhold. Statt sich für die eigene Gemeinde einzusetzen, wird im Pastoralen Raum ein "Engagement plus" erwartet, "mit zusätzlichen Sitzungen auf übergeordneter Ebene". Erst kommt der Frust, dann der Rückzug.

Nicht genug Pastoralreferenten

Ein Hauptamtlicher pro Gemeinde ist vom Bischof nicht vorgesehen. Darin sehen viele einen Fehler im System, selbst im Umfeld des Erzbischofs, wenn auch hinter vorgehaltener Hand. Kaufhold ist zwar der Meinung "Gemeinde funktioniert auch ohne Priester", aber einen Hauptamtlichen, auch eine Laienkraft, müsste es in jeder Gemeinde geben. Ohne einen festen Ansprechpartner, ohne ein Gesicht, das die Gemeinde repräsentiert, gehe es nicht.

 

Sonst kommt es schnell zu fatalen Situationen wie etwa im geplanten Pastoralen Raum Südholstein mit den Gemeinden in Pinneberg, Halstenbek, Wedel, Uetersen, Quickborn und Elmshorn. Dort ist ein älteres Gemeindemitglied gestorben, seine Frau ruft bei den im Gemeindebrief aufgeführten vier Telefonnummern von Priestern und Mitarbeitern an, darunter Geistliche im Ruhestand. Niemand ist erreichbar. Die Frau geht in ihrer Not verzweifelt in die Praxis ihres Hausarztes. Der ist evangelisch, hat aber einen katholischen Freund, den er im Büro anruft. Der versucht, den Diakon zu erreichen, der mit der Zusatzbezeichnung "mit Zivilberuf" nur ehrenamtlich für die Kirche arbeitet, aber in jeder freien Minute Amtshandlungen vornimmt: Taufen, Eheschließungen, Beerdigungen. Das alles natürlich, ohne bezahlt zu werden. Schöne neue Gemeindewelt.

 

 

"Aber es gibt nun mal kein ausreichendes Personal mehr in unserer Kirche", sagt ein Pfarrer im Ruhestand. Nur die Fehler der Vergangenheit, die genau dazu geführt haben, werden in der Kirche nicht gerne thematisiert. Dabei ist das Thema Priestermangel seit mehr als 40 Jahren schon als Problem erkannt.

Natürlich leidet die Kirche unter einem allgemeinen Glaubensverlust und darunter, dass sich weniger Menschen für die Allgemeinheit aufreiben wollen. Vereine, Parteien, Gewerkschaften haben ähnliche Probleme, heißt es gern zur Rechtfertigung. Aber die katholische Kirche ist ein Sonderfall. Denn sie hat alle in Jahrzehnten zaghaft gestarteten Versuche, dem Trend mit neuen Impulsen entgegenzuwirken, einkassiert.

 

Beispiel Pastoralreferenten: Das sind Theologen, die dasselbe Studium wie ein Priester absolvieren, nur ohne Weihe zum Priester. Auch für viele Frauen war dies über Jahre ein begehrtes Ausbildungs- und Berufsfeld. Doch als die ersten Pastoralreferenten in den Gemeinden auftraten, zuckten viele Pfarrer zusammen. Nur ausnahmsweise ließen einige die "Konkurrenz" etwa predigen. Geistliche, die angesichts der sich abzeichnenden Personalnot dies dennoch erlaubten und die Kolleginnen und Kollegen stärker in die Gemeindearbeit integrierten oder sie sogar als gleichberechtigt im Alltag ansahen, bekamen schnell dezente oder deutlichere Hinweise von bischöflicher Seite, nur im Ausnahmefall so zu verfahren.

 

Das Ende der Ära der Pastoralreferenten im Norden kam mit der Entscheidung des Erzbischofs Werner Thissen, diese kirchlichen Mitarbeiter schwerpunktmäßig statt in Gemeinden für übergemeindliche Aufgaben einzusetzen. Damit war das Berufsbild für jene erledigt, die sich als Seelsorger in Gemeinden gesehen hatten. Die Chance, diesen Fachkräften mehr Verantwortung im Zuge des Priestermangels aufzutragen, wurde vertan. Heute beklagt Erzbischof Heße, dass es nicht genug Pastoralreferenten gäbe. Dabei ist die Amtskirche selbst Totengräber dieser Institution gewesen.

45 Diakone im Zivilberuf in Hamburg

Beispiel Diakon: Das sind ausgebildete Theologen, die sogar geweiht sind, nämlich zum Diakon, der Vorstufe zur Priesterweihe. Da Priester nur wird, wer sich verpflichtet, zölibatär zu leben, ist die Diakonweihe Schlusspunkt für alle, die verheiratet sind und sich in der Gemeinde als Seelsorger einbringen möchten. Im Erzbistum Hamburg gibt es 45 Diakone im Zivilberuf – also ehrenamtlich – und acht hauptamtliche Diakone. Auch diese Personengruppe könnte stärker in der Gemeindearbeit wirken. Doch die Kirche schreckt davor zurück.

 

Als vor einigen Jahren zwei in der Ausbildung befindliche Diakone arbeitslos wurden, nahm das Erzbistum Hamburg dies nicht als Chance, um sie an Stelle fehlender Priester hauptamtlich zu beschäftigen – und ihnen ein Gehalt für ihre Tätigkeit zu zahlen. Nein, sie wurden nicht zur Weihe zugelassen. Der Grund: Ist jemand erst einmal Diakon und steht ohne weltlichen Job da, sieht sich die Kirche verpflichtet, den Diakon zu finanzieren. Um das zu vermeiden, wurde den Betroffenen gleich ihr persönliches Lebensziel genommen. So sieht gelebtes Christentum in der katholischen Amtskirche aus.

 

Beispiel Gemeindereferenten: Das sind Theologen mit einer praxisnahen Ausbildung auf Fachhochschulebene – ideal für die Gemeindearbeit. Derzeit gibt es im Erzbistum Hamburg 67 Frauen und 17 Männer von ihnen. Deren oft von Idealismus geprägte Bemühungen werden im Alltag aufgerieben. Katholische Pfarrer, denen von Bischöfen und vom Papst ständig ihre exklusive und einzigartige Rolle in Kirche und Hierarchie bescheinigt werden, haben bestenfalls keine Übung, schlechterdings keine Motivation, Gemeindereferenten ebenbürtig zu begegnen. Teamarbeit ist vielen ein Fremdwort, alle Aufgaben, die mit der Spendung eines Sakraments verbunden sind, kommen per definitionem für Gemeindereferenten nicht in Frage. Die Folge: Der Frust unter den Beschäftigten ist sogar noch größer als die Enttäuschung engagierter Katholiken über die Amtskirche, wie vor einem Jahr eine große kircheninterne Umfrage in Münster ergeben hat.

Rücktritt beim Papst einreichen

Frust im Dienst der Kirche. Bezeichnend ist die Äußerung einer Mitarbeiterin aus Hamburg, die auf die Frage, welchen Eindruck sie von der unmittelbaren Arbeitsumgebung des Erzbischofs ein Jahr nach dessen Einführung hat: "Ich schaue entweder in leere Büros – oder in leere Gesichter."

 

Wo sind die Mutmacher an der Spitze? Wo diejenigen, die Menschen mitreißen und begeistern können? Wo jene, die einen realistischen Weg in die Zukunft zeigen?

 

Die alte Garde tritt ab. Wer folgt? Auch die Zahl der Bischöfe im Erzbistum Hamburg sinkt. Weihbischof Norbert Werbs mit Amtssitz in Schwerin ist seit Mai 2015 mit Erreichen der Altersgrenze im Ruhestand. Er kümmerte sich noch mit der Erfahrung aus DDR-Zeiten um die Katholiken in Mecklenburg. Seine Position wird nicht mehr besetzt, hat der Erzbischof kürzlich entschieden. Jeder Bischof muss laut Kirchenrecht seinen Rücktritt beim Papst einreichen, wenn er 75 Jahre alt ist. Von Ausnahmen abgesehen, wird das Gesuch angenommen. So schied Erzbischof Thissen im März 2014 aus. Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, der schon Hamburger Bischof war, als es das Erzbistum Hamburg noch nicht gab und die Katholiken hier zum Bistum Osnabrück gehörten, erreicht am 29. September 2016 die Altersgrenze. Seine Enttäuschung, dass er bei Schaffung des Erzbistums 1995 nicht Erzbischof geworden ist, hat er nie ganz verhehlen können. Den konservativen Päpsten und den meisten seiner Mitbrüder galt er wohl als unsicherer Kandidat, weil er seine persönliche Meinung nie verschwiegen hat, auch wenn sie mal nicht hundertprozentig auf Roms Linie lag. Genau wegen dieser Offenheit schicken ihn die Bischofskollegen gerne vor, wenn es in TV-Sendungen und Talkshows darum geht, die katholische Kirche mit menschlichem Angesicht optimal zu präsentieren. So hat Jaschke viele Sympathien gewonnen, aber der Sitz des Erzbischofs blieb ihm verwehrt.

 

Sein Posten wird wieder besetzt. Üblicherweise werden Kandidaten aus dem eigenen Bistum dafür ausgewählt. Doch da steht Erzbischof Stefan Heße wieder vor einem heiklen Problem: jemanden zu finden, der den Hoffnungen der Katholiken im Norden entspricht. Diese warten sehnsüchtig auf einen, der sie auf dem Weg in die Zukunft begeistert mitreißen kann.

 

Christoph Rind

2015 schrieb das Abendblatt noch:

Heße: Der Mann des Papstes

Das Nachwuchsproblem der katholischen Kirche kann Heße nicht lösen – aber er wird Impulse geben können, Kirche wieder lebendiger und lebensnaher zu machen, dem Glauben und der Ökumene eine lautere Stimme zu verleihen. Hamburg, wo Christen nur noch eine Minderheit stellen, ist Zukunftsland und Experimentierfeld für die Kirche in einer Republik, in der das Christentum schwindet. Der Papst traut Heße dieses schwierige Bistum zu – ein enormer Vertrauensvorschuss. Wer es hier schafft, kann es überall schaffen. Für Hamburg und seinen jungen Bischof sind das vielversprechende Perspektiven.             weiterlesen >>>

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