Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

WEISSER SONNTAG 2016

 

 

Sonntag, den 03.04.2016
Der 3. April ist der 94. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben in einem Schaltjahr noch 272 Tage bis zum Jahresende.

 

PS: Der 29. Februar 2016
war ein Montag ...

3.4.2000: Erster Euro-Afrikanischer Gipfel

Der ägyptische Präsident Mubarak eröffnete in Kairo einen zweitägigen Euro-Afrikanischen Gipfel, an dem 52 afrikanische und 15 europäische Staats- und Regierungschefs der EU teilnahmen. Gegenstand der Konferenz waren wirtschaftliche Beziehungen und die dringlichsten Probleme des afrikanischen Kontinents wie Menschenrechte, Demokratie, Kriege, Flüchtlinge und illegaler Waffenhandel. Hauptanliegen der Afrikaner war ein Schuldenerlass über rund 350 Milliarden US-Dollar. Verbindliche Zusagen der EU gab es hierzu nicht, vielmehr wurden die Grundlagen für eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika geschaffen, in deren Rahmen auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet "strategisch" vorgegangen werden soll.

Wilfried Schmickler: Jesus wird diesmal nicht auferstehen!

Bissig, ehrlich und wahr ...

Acht Tage darauf kam Jesus und trat in ihre Mitte

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen..

 

Joh 20, 19-31

Lesung aus der Offenbarung des Johannes

Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus. Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune. Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch und schick es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus, nach Smyrna, nach Pergamon, nach Thyatira, nach Sardes, nach Philadelphia und nach Laodizea. Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold. Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen; seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme war wie das Rauschen von Wassermassen. In seiner Rechten hielt er sieben Sterne und aus seinem Mund kam ein scharfes, zweischneidiges Schwert und sein Gesicht leuchtete wie die machtvoll strahlende Sonne. Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt. Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird. Der geheimnisvolle Sinn der sieben Sterne, die du auf meiner rechten Hand gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter ist: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.

 

Offenbarung 1,9-20

Der Christus   (zur Offenbarung 1,9-20)

Die Offenbarung ist vielen ein Buch mit sieben Siegeln – unzugänglich, schwer zu erfassen und vor allem: jenseits unserer Lebenswelt. Es stimmt, dass diese Apokalypse (Erhellung, Entdeckung, Offenbarung) uns heute schwer zugängig ist. Für die Hörerschaft der Adressaten war das anders. Sie kannten und erkannten die vielfältigen symbolischen Anspielungen aus ihrer Kenntnis entsprechender jüdischer, auch alttestamentlicher Literatur. (Ein paar erläuternde Überlegungen zu dieser besonderen literarischen Form an anderer Stelle des Sonntagsblättchens.)

 

Für uns gehört die Apokalypse des Johannes zu den Schriften des Neuen Testamentes. Wir werden gut daran tun, uns jeweils die erzählte Szene als ganze anzuschauen, sie zu entschlüsseln versuchen und dann auf den Kern der Aussageabsicht zu stoßen. Die geschilderten Auditionen und Visionen sind dann wie Gleichnisgeschichten, bei denen es letztlich auch auf den einen Aussagepunkt ankommt.

 

Unser Textabschnitt erzählt die erste Audition und Vision des Sehers Johannes. Wir erfahren, dass er beauftragt wird, einen Rundbrief zu verfassen an sieben Gemeinden. Johannes ist auf Patmos, damals eine kaum besiedelte Insel. Wir erfahren den Grund: um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus. Wir dürfen annehmen, dass er wegen seines prophetischen Wirkens sowohl in die römische Herrschaftsprovinz und vermutlich auch in die Gemeinden hinein auf die Insel geflohen ist. Die römische Macht über die Provinz Asia verlangte den göttlich verehrenden Kaiserkult. Innergemeindlich zeigt die Offenbarung eine deutlich spürbare Skepsis gegenüber Ämtern und deren Repräsentanten. Entscheidend wird der Fluchtgrund der unerschrockenen Verkündigung der Macht Gottes und der Macht des Christus Gottes sein. Auf heutige Fragestellung bezogen hieße das: Verkündigung in eine radikal verweltlichte, gottvergessene Gesellschaft, Verkündigung in eine fanatisierte andere religiöse Auffassung.

 

Der Seher Johannes weiß sich solidarisch mit den anderen Glaubenden, die bedrängt sind – vor allem durch äußere Anfeindungen, bis hin zu tödlichen Verfolgungen um ihres Glaubens willen.

 

Dann erfahren wir, dass Johannes in einer Ekstase steht, vom Geist ganz und gar erfüllt ist. Beschrieben wird hier ein Zustand, der den meisten von uns eher fremd ist: die geisterfüllte Erfahrung. In dieser Ekstase fordert ihn eine Stimme auf (Audition), ein Buch, einen Rundbrief an sieben Gemeinden zu schicken. Die Stimme ist laut wie eine Posaune – und die damalige Hörerschaft dachte sogleich an das Schofahorn, das sowohl zum Gericht blies als auch die Heilszeit ankündigte.

 

All das ereignete sich am Tag des Herrn, also am Feiertag der Auferweckung Jesus, des Christus. Schon allein diese Einleitung zur Beauftragungsvision lässt uns erkennen, dass der Inhalt und Mittelpunkt die Herrschaft des auferweckten Christus ist. Um ihn möge sich die Gemeinde der Glaubenden scharen. Von ihm wird Rettung und Heil zu erwarten sein.

 

Die sieben Gemeinden liegen an großen Verbindungsstraßen – daher auch die Vorstellung des Rundbriefes. Die sieben stehen für die gesamte Kirche.

 

Im Folgenden wird die Gestalt dessen, der zu ihm sprach, geoffenbart. Erzählt ganz im Stil der alttestamentlichen Gotteserscheinungen. Während es sonst nicht angeht, ein Bild von Gott zu zeichnen, ist die apokalyptische Literatur da enthemmt. Es wird das Bild des Christus gezeichnet. Der Christus ist aber eindeutig mit Eigenschaften geziert, die sonst nur im Zusammenhang mit Gott ausgesprochen wurden. Viele Bilder spielen mit Bildern des alten Bundes:

 

7 Leuchter – Erinnerungen an die 10 Leuchter zuseiten des salomonischen Tempels, dem Ort der Gottesgegenwart. Christus inmitten der 7 Leuchter, inmitten der 7 Gemeinden, der Mittelpunkt der jungen Christenkirche.

 

Das Gewand und der goldene Brustgürtel sind Ausdruck von Herrschaftsgewändern, wie sie die Hohenpriester und Könige trugen. Sein Kopf ist überbordend mit Lichtfülle und leuchtender Ausstrahlungskraft beschrieben: Es ähnelt der Beschreibung der Herrlichkeit Gottes. Hier wird diese Beschreibung mit dem Christus verbunden.

 

Die Farbe Weiß wird in der Offenbarung von großer Bedeutung bleiben: Das Weiß als Zeichen der göttlichen Majestät, als Farbe des Sieges, als Farbe des sündlosen Heils. Die Augen wie Feuerflammen bedeuten die alles durchdringende Kraft, die von diesem Wesen, das aussah wie ein Mensch, ausgeht. Auch hier die souveräne, majestätische Kraft des auferweckten Christus. Auch die Beine aus Golderz und die Stimme wie das Rauschen von Wassermassen unterstreichen nach biblischen Vorlagen aus den Apokalypsen eines Daniel oder Ezechiel die Majestät des beschriebenen Wesens, das dem Seher den Auftrag erteilt.

 

In seiner Rechten hielt er sieben Sterne – die Rechte als Bild der Herrschaft und Macht, die 7 Sterne als die Planeten, die der Weltenherrscher in seinen Händen trägt. Unübersehbar: Hier erscheint der, dem die Macht über die ganze Welt gebührt.

 

Aus seinem Mund ein scharfes, zweischneidiges Schwert – ein aus Jesaja bekanntes Motiv der gewaltig dreinschlagenden Macht Gottes. Hier aber ist es nicht die Gewalt der Macht, sondern die Macht des Wortes, die scheidet und zur Entscheidung ruft. Und schließlich: Sein Gesicht leuchtet wie die machtvoll scheinende Sonne: Die ganze Fülle der Herrlichkeit Gottes zeigt sich in dieser durchgöttlichten Gestalt des Menschensohnes. Ein strahlendes Bekenntnis zur alles übertreffenden Kraft, die in Gott und seinem Christus den Glaubenden zur Verfügung steht. Wir dürfen vielleicht eine Verzagtheit der in Bedrängnis Stehenden mitdenken – wie kraftvoll wird diesem schwankenden Herzen die Unerschütterlichkeit Gottes gegenübergestellt.

 

Die erste Reaktion einer solchen Überfülle an Gottesgegenwart ist die Angst des Menschen: Der Seher fällt wie tot vor seine Füße. Von dort aber kommt Ermutigung: Fürchte dich nicht! Dann spricht diese Stimme, was zur Selbstbeschreibung Gottes in der Überlieferung der Propheten gehört: Gott sagt: Ich bin der Erste und der Letzte. In der Vision des Johannes gilt diese Zuschreibung auch dem auferweckten Christus. Er steht am Anfang und am Ende der Geschichte. Wir werden ein eigenes Bild solcher Darstellung in uns verspüren – vermutlich ebenso unangreifbar souverän, machtvoll und zugleich unendlich standfest und Halt gebend. Und um diesen Eindruck geht es auch bei der visionären Beschreibung der Szene.

 

Begründet liegt diese Unantastbarkeit, weil er der Lebendige ist. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt. Der Christus Jesus kann so unendlich trostvoll und haltend sein, weil ihm die ärgste Bedrohung nichts mehr anhaben kann: der Tod. Gott hat seinen Gesalbten aus dem Tod genommen, hat ihm Anteil an seinem göttlichen Leben gegeben. Mehr noch: Wer sich diesem Christus mit seiner eigenen Lebensorientierung anschließt, braucht die endgültige Macht des Todes nicht mehr zu fürchten. Den Tod, die Unterwelt gibt es weiterhin. Aber den Schlüssel – und damit die Macht wider den Tod, hat der auferweckte Herr. ER wird uns in die neue Schöpfung des unendlichen, vollendenden Lebens bringen.

 

Das mögen alle erfahren, die die Bedrängnis um ihres Glaubens willen kennen. Das mögen alle ermutigt aufnehmen, die in der Angst gefangen sind, in der Angst vor dem Zerfallen in das sinnentleerte Nichts eines Todes, der keine Hoffnung kennt. Das möge allen zu Herzen sprechen, die ihren Gott verloren haben, weil sie menschlicher Macht mehr trauten als dem unendlichen Leben Gottes. Das, was der Seher empfangen hat in dieser Vision, das möge er aufschreiben – den sieben Gemeinden, der Kirche, der Gemeinschaft der Glaubenden zum Trost und zur Stärkung des eigenen Vertrauens in Gott – trotz aller Bedrängnis, aller Bedrohung, aller Angst vor der Macht des Todes.

 

Es ist Poesie des ausgehenden 1. christlichen Jahrhunderts. Wir fragen uns natürlich, ob wir heute solche apokalyptische Literatur brauchen, um unser Leben aus dem Glauben zu deuten. Die Offenbarung ist Bestandteil unserer Bibel. Der Seher – wenn wir denn seine Bilder entschlüsseln – stellt uns die enorme Kraft dieses Christus in den Blick: Dass wir sehen mögen, welche Dynamik uns ins Leben geschenkt ist und wie verlässlich die Lebenskraft Gottes ist. An seinem auferweckten Gesalbten hat Gott dieses Vertrauen in das Herz der Jesus-Christus-Nachfolgenden gegeben. Diese Glaubensstärkung mag der Seher auch uns weitergeben – in manche Angst, in manchen Zweifel, uns zur Auferbauung, zur Freude, zum dankenden Lobpreis.

 

Ihr Matthias Schnegg

Die Apokalypse des Johannes

  • In der diesjährigen Osterzeit hören wir als neutestamentliche Lesung Texte aus der Apokalypse, der Offenbarung des Johannes. Es sind für uns überwiegend fremd anmutende Texte. Weil sie aber Bestandteil unserer Bibel sind, werde ich versuchen, mit der Auslegung in der Liturgie beim Entschlüsseln der Text behilflich zu sein. Entscheidend ist, dass wir die eigentliche Botschaft jenseits der Symbol- und Bilderwelt erfassen können. Nur so ist die Offenbarung des Johannes ein Text, der uns auf einem Abschnitt unseres Glaubensweges begleiten kann. Er ist ein prophetischer Text, der in gesellschaftliche wie innerkirchliche Situationen spricht.

Apokalypse als literarische Gattung

Apokalypse heißt: Enthüllung, Offenbarung. Es ist eine literarische Gattung, die im AT, aber auch im nichtjüdischen Umfeld der Jahrzehnte um die Zeitenwende den Menschen vertraut war. Die Texte sind mit vielfältigen mythologischen Bildern bestückt. Zahlen spielen als Ordnungsprinzipien der Geschichte eine große Rolle, allegorische Szenen sind dramatisch aufgestellt. Wir brauchen heute einen Schlüssel, um diese Bilder deuten zu können. Der Leserschaft zu Entstehungszeiten der apokalyptischen Literatur waren sie geläufig. Während sie die Symbolsprache hörten, wussten sie, an was sie zu denken hatten. Apokalyptische Textanteile finden sich auch in den Evangelien (z. B. Mk 13).

 

Die Offenbarung des Johannes bedient sich dieser mythologischen Bildersprache einzelner Bücher des At (z. B. Daniel und Ezechiel), aber auch Bildern aus der heidnischen Umwelt (wie z. B. der Darstellung von Tieren als Herrschaftssymbolen).

 

Literarisches Stilmittel sind Auditionen und Visionen. Auch treffen wir auf hymnische Stücke, die als Darstellung der himmlischen Liturgie gefeiert werden.

Der Verfasser

Der Verfasser der Apokalypse des Johannes ist nicht genau zuzuordnen. Er wird ein gebildeter Judenchrist gewesen sein, der ebenso wie die anderen Gemeindemitglieder unter Bedrängnis und Verfolgung gelitten hat. Nach Angaben des Verfassers ist das Buch auf Patmos geschrieben – vermutlich ein Zufluchtsort für den Schreiber wegen seines Glaubens und des Zeugnisses für den Christus Gottes.

Ein Rundbrief in seiner Zeit

Der Verfasser hat die Form eines Rundbriefes gewählt, der in seinen Inhalten nur aus der geschichtlichen Situation zu verstehen ist. Die Entstehungszeit liegt in der Regierungszeit des Kaisers Domitian (81-96). Der forderte die göttliche Verehrung im Kaiserkult. Nicht alle Christen litten unter Verfolgung. Einige suchten, sich mit der heidnischen Gesellschaft und der römischen Staatsmacht zu arrangieren. Innerkirchlich spricht das Buch den kirchlichen Ämtern keine besondere Bedeutung zu.

 

So ist die Offenbarung für die, die unter Verfolgung litten, ein Buch des Trostes. Für die, die sich in Selbstzufriedenheit eingerichtet hatten, ein Buch zur Mahnung.

 

Das Rundschreiben ging an sieben Gemeinden in der römischen Provinz Asia (heute Türkei). Diese Städte lagen an Hauptverkehrswegen. Die 7 (Zahl der Vollkommenheit, die im Buch häufig anzutreffen ist) symbolisiert zudem die gesamte Kirche.

 

Keine Vorhersage der Zukunft – ein Buch der Glaubensvergewisserung

 

Die Apokalypse des Johannes zählt als prophetisches Buch des NT. Prophetisch heißt da nicht, den Gang der Geschichte in Welt und Kirche vorherzusehen. Prophetisch heißt, in konkrete Gegenwartssituationen die Botschaft Gottes zu verkünden.

 

Diese Botschaft in der Offenbarung lautet: Traut nicht den weltlichen Mächten. Nur einer ist Herr der Geschichte und der Welt: Gott und sein Christus. Mit der Auferweckung Jesu ist der Anfang des Sieges Gottes über die Mächte und Gewalten des Bösen gesetzt. Die Aussage – als Trost und als Mahnung – gilt denen, die das Buch lesen in ihrer geschichtlich-gegenwärtigen Situation. Diese gilt es im Licht der Zusage des ewigen, liebenden, treuen Gottes zu deuten.

 

Das Buch will Mut machen – den Bedrängten, den Verfolgten, den Enttäuschten. Die Naherwartung der Wiederkunft Christi hatte sich nicht erfüllt. Die Offenbarung fordert zum Durchhalten auf. Der endgültige Sieg wird nicht durch Stärke und Gewalt kommen, sondern im Zeugnis für die Wahrheit und im Leiden dafür. Das kann auch bedeuten, Christus auf der Selbsthingabe bis in den Tod zu folgen.

 

Das Buch wird am Ende von der alle bösen Mächte und Gewalten besiegenden Lebenskraft Gottes und vom Shalom Gottes sprechen, wo es weder Trauer noch Klage geben wird. Gott wird in ihrer Mitte wohnen. Die Sehnsucht bleibt, dass er kommen möge: der Tag der endgültigen Befreiung durch den Christus Gottes.

 

Wenn wir die apokalyptischen Sprachbilder entschlüsseln, offenbart sich uns als Kern die Ermutigung, Gott und seinem Christus zu vertrauen. Nicht die menschlichen Machthaber werden obsiegen, sondern Gott. Von ihm allein ist Leben zu erwarten. Wie verlockend ist die Macht der Mächtigen? Wie verlockend die Überschätzung der eigenen Möglichkeiten?

Matthias Schnegg

Woche vom 

03.04.-10.04.2016

  • St. Maria in Lyskirchen

WEISSER SONNTAG 2016

8. Tag der Osteroktav

19.00 Uhr Heilige Messe

der Gemeinde

Kollekte LyskirchenSonntag

Dienstag:

20.00 Uhr St. Egidio-Gebet in der Krypta

15.00 Uhr Rosenkranz für den Frieden und die Verständigung der Kulturen  

Freitag:
18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta, anschließend Bibelgespräch

3. Sonntag der Osterzeit

14.00 Uhr Taufe des Kindes
Helena Kirch

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte für den DOM



  • Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag und Donnerstag um 18.45 Uhr


  • Kindermesse 

Kindermesse in Maria im Kapitol

Kasinostraße 5 in 50676 Köln

sonntags um 9.30 Uhr


  • Gottesdienst im Gubbio

Feier der Heiligen Messe am Dienstag, den 12.04.2016, 15:30h


  • Gubbio - Kath. Obdachlosenseelsorge im Stadtdekanat
    Köln 
    Ulrichgasse 27-29 in 50678 Köln

Sie sind eingeladen

OsternDank

Große Tage der Vergewisserung unseres Glaubens haben wir feiern dürfen. Viele Menschen haben diese Feiern mit ihrem Leben und ihren Charismen ermöglicht: Herzlich Dank allen, die zur Mitfeiern kommen konnten! Als Mitfeiernde sind wir die Zelebranten der Feiern – nicht einzig der Vorsteher! Herzlichen Dank allen, die die Vorbereitungen der einzelnen Feiern gemeistert haben (hier besonders unser Küster Benjamin Kläden), herzlichen Dank für die, die durch ihre Sachspenden von Blumen über Suppe bis Brot die Feiern beschenkt haben, herzlichen Dank allen, die mit ihren künstlerischen Begabungen dezent und wirkkräftig mitgestaltet haben, herzlichen Dank allen, die liturgische Dienste übernommen haben und durch die besondere Fähigkeit des Lesens und Singens unser Feiern so einladend machen. Dieses Zusammenwirken ist ein besonderes Geschenk, als Gemeinde hier sein zu dürfen. Eine Freude, eine Ermutigung – von Herzen Dank!

Bleibende Fußwaschung - KollektenDank

Am Gründonnerstag wird vielerorts rituell die Fußwaschung vollzogen. In Lyskirchen haben wir darauf verzichtet. Durch die Kollekte zur Möglichkeit des Sonn- und Feiertagscafés für drogenabhängige Obdachlose (in der Verantwortung der Kommunität Kosmas und Damian und in den Räumen des Notels) konnten wir auch in diesem Jahr dieses Zeichen der Solidarität einbringen – so etwas wie das Zeichen einer permanenten Fußwaschung. Wir trugen 3.393,30 € zusammen. Das ist einfach nur wunderbar und eindrücklich besonders!! Von Herzen Dank für die Ermöglichung dieses Fußwaschungs-Zeichens.

Besuch Pater Georges Aboud

Anfang Mai wird Pater Georges Aboud aus Damaskus wieder in Deutschland sein, dabei auch Station in Maria Lyskirchen machen. Wir werden die Kollekte am 8. Mai wieder der Unterstützung der Gemeinde St. Kyrill widmen. Danke für die Zeichen der Solidarität, die wir auch hier immer wieder setzten.

DANKE

Die Kapelle im NOTEL im österlichen Schmuck (anklicken zum vergrößern)
Die Kapelle im NOTEL im österlichen Schmuck (anklicken zum vergrößern)

Liebe Gemeinde,

 

da hatten wir auch

im Notel laut Kirchenjahr Fastenzeit, aber eigentlich war es keine.

 

Jeden Sonntag wurden wir großzügig beschenkt mit Zahnbürsten, Rasierschaum, Deo anderen Artikeln. Ihre konkrete Hilfe trägt uns sehr und entlastet natürlich auch unsere Finanzen.

 

Und dann gab es wie immer reichlich leckeren Kuchen.

 

Ihnen allen von Herzen Dank, gibt Ihre Großzügigkeit doch eine Ahnung vom Leben in Fülle!

 

Frohe Ostergrüße aus dem Notel!

 

Bärbel Ackerschott

 

 

 

 

 

 

 

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PS: Wenn es noch interessiert ...

Wird es jetzt eng für Kardinal Bertone?

Pikante Post vom Kardinal

Weil seine Luxuswohnung mit viel Spendengeld umgebaut worden sein soll, droht dem früheren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ein Verfahren vor dem Vatikangericht. Ein jetzt veröffentlichter Brief von ihm verstärkt den Ermittlungsdruck.

31.03.2016, von JÖRG BREMER (FAZ), ROM        
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Der Brief des Kardinals auf der Webseite von L'Espresso
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