Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Bodyguard Jesus

Sie haben Post!

SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit!

Für die Lebenden und Verstorbenen beten

Guter Rat ist teuer

Die Trauernden trösten

Die Unwissenden belehren

Die Lästigen
geduldig ertragen

Erlittenes Unrecht verzeihen

Meine Leitkultur

Christliche Obergrenzen

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 25.05.2014
Der 25. Mai ist der 145. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 220 Tage  bis zum Jahresende.

25.5.1895: Prozess gegen Oscar Wilde

In einem aufsehenerregenden Prozess wurde der irische Schriftsteller Oscar Wilde wegen homosexueller Neigungen zu zwei Jahren Zuchthaus und Zwangsarbeit verurteilt. Angezeigt hatte ihn der Vater seines Freundes Lord Douglas. Wilde war nicht vor dem Prozess ins Ausland geflohen. Mit seiner Person wurde auch der Künstler verdammt. Seine Stücke wurden von den Bühnen verbannt, seine Bücher nicht mehr verlegt. Wildes Vermögen wurde eingezogen. Nach dem Gefängnisaufenthalt schrieb er die "Ballade vom Zuchthaus zu Reading". Trotzdem fand er nicht mehr zu seiner alten Form zurück. Vom Gefängnisaufenthalt gesundheitlich ruiniert und verarmt, starb Wilde am 30. November 1900 in Paris.

 

Es sagte Heinrich Heine 

(1797 - 1856), deutscher Dichter,
Erzähler und Romancier

 

 

  • Noch immer das hölzerne, pedantische Volk,
  • Noch immer ein rechter Winkel
  • In jeder Bewegung und im Gesicht
  • Den eingefrornen Dünkel.

Papst bittet um Gebet für Nahost-Reise

Es geht in erster Linie darum, meinen Bruder Bartholomaios I. anlässlich der 50-Jahre-Feier des Treffens von Papst Paul VI. mit dem Patriarchen Athenagoras zu treffen. Die Apostel Petrus und Andreas treffen sich somit ein weiteres Mal und das ist sehr schön. Der zweite Grund meiner Reise ist es, für den Frieden in jenem Land zu beten, das so viel leidet. Ich bitte euch, für diese Reise zu beten.“

Ich werde den Vater bitten,
und er wird euch einen anderen Beistand geben

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

 

Joh 14, 15-21

 

johannesevangelium

Wir befinden uns weiterhin in der erzählten Situation des Abschiedes Jesu von seinen Schülerinnen und Schülern. Der Evangelist erzählt eine Situation des weggehenden Jesus, um seiner Hörer- und Leserschaft eine Aussage zu ihrem Glauben zu machen. In der Darstellung der Jüngerschaft dürfen wir immer die Gemeinde als Adressaten mitdenken. Die Gemeinde fragt sich, wie das geht – Jesus zu lieben. Die Liebe ist das zentrale Vermächtnis des Messias Jesus. Das Johannesevangelium wird durchzogen von dieser großen Gewissheit: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (3,16) Für das Johannesevangelium ist die Liebe Gottes grundlegend. Der Evangelist geht davon aus, dass sich der Mensch dieser Liebe widersetzt, nicht zuletzt durch seinen Wunsch nach Selbstbestimmung. Nach altem Glauben Israels führt die Lösung aus der Liebe Gottes zum Tod. Denn der Mensch, der sich auf sich allein verlässt, endet mit der größten Gewissheit seines Lebens: mit dem Tod. Das Leben Jesu bezeugt die Liebe Gottes – in einer Radikalität, die von den Mächten der Welt nicht ertragen wird. Der gewaltsame Tod Jesu soll hier ein Ende setzen. Der Glaube des Johannesevangeliums aber endet nicht hier. Die Erfahrung der Auferweckung Jesu bezeugt, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod. Darum dürfen alle, die sich der Liebe Gottes anvertrauen, auf die Teilhabe am unendlichen Leben Gottes bauen.

 

Weiter bezeugt das Johannesevangelium, dass der Gott den Sohn liebt und ihm alles in die Hand gegeben hat (vgl. 3,35). Der Sohn antwortet auf die Liebe Gottes mit der freien Hingabe (vgl. 10,17). In den Augen der Nichtglaubenden endet die Liebe Jesu im Tod. Für den Glaubenden des Johannesevangeliums aber sind das Leben und die Liebe Gottes mächtiger und wirksamer als der Tod.

 

Diese Grundgedanken der Theologie des Johannesevangeliums sind mitzudenken, wenn wir uns unserem Textabschnitt zuwenden. Aus diesen Grundüberzeugungen ist auch das drängende Vermächtnis Jesu zu verstehen: ‚Liebt einander!‘ Das wird sehr konkret in der Fußwaschung (13,34f), das ist auch noch einmal betont in der 2. Abschiedsrede (15,12f.17). Die Handlungsanweisung Jesu, einander zu lieben, ist daher Ausdruck des Glaubens an die Lebenskraft Gottes, an die unbegrenzte Liebe Gottes.

 

Nun finden wir uns wieder in der Abschiedssituation Jesu mit seinen Schülern. Angesprochen ist die Gemeinde, die sich fragen mag, wie das denn geht: Jesus zu lieben – einen Jesus, der nicht konkret greifbar anwesend ist.

 

Die Anweisung (durch den Mund Jesu gesprochen) lautet: Die Liebe zu Jesus wird deutlich, wenn die Glaubenden seinem Vermächtnis folgen und einander lieben. Das ist vom Zeichen der Fußwaschung her eine deutliche Handlungsanweisung. Um aus der Kraft der Liebe Gottes wirken und leben zu können, wird der Gemeinde der Geist zugesprochen, der Beistand im Einüben der Liebe. Dabei ist der Geist keine Ablösung für einen dann aus der Geschichte verschwundenen Jesus. Der Geist hält wach, was mit dem Leben und Sterben Jesu bezeugt ist. Der Tod Jesu ist die Hingabe aus Liebe. Das Johannesevangelium hat immer wieder betont, dass Gott selbst mit durch den Tod gegangen ist. Die Hingabe Jesu ist damit eine Hingabe Gottes. Das ist die Wahrheit, von der das Evangelium kündet.

 

Der Geist dieser Wahrheit bedarf des Glaubens. ‚Die Welt‘ (das Gegenteil von der glaubenden Gemeinde) kann daher den ‚Geist der Wahrheit‘ nicht empfangen, weil der Glaube fehlt. Dagegen steht, dass die Gemeinde diesen Geist der Wahrheit kennt. Diese Erkenntnis des Glaubens an die Liebe Gottes ist den Glaubenden gegenwärtig und Bestandteil ihres Lebens.

 

Dann greift der Evangelist das Thema der Gegenwart Jesu auf. Die Gemeinde wird bestärkt, im Bekenntnis festzuhalten, dass Jesus nach seinem Tod nicht ‚weg‘ ist. Er wird in seiner Gemeinde präsent sein – eine Gewissheit, die sich aus der österlichen Hoffnung nährt. In der erzählten Situation des Abschiedes wird deutlich, dass Jesus ‚nur kurze Zeit noch‘ für ‚die Welt‘ sichtbar ist. Damit ist nüchtern ausgedrückt, dass für Nichtglaubende mit dem Tod Jesu alles erledigt ist, was von der Person Jesu ausgehen konnte. Für die Schüler Jesu ist aber klar, dass der Gekreuzigte auch der Auferweckte ist. Daher ist er immer gegenwärtig. Den Glaubenden ist zugesprochen, dass auch sie sich auf das unendliche Leben Gottes verlassen können.

 

Der Osterglaube öffnet Erkenntnisse. Daher bündelt der Evangelist an dieser Stelle seine bisherigen Aussagen: ‚An jenem Tag‘ – das ist der Tag der Auferweckung Jesu aus dem Tod. Zu erkennen ist, was das Sehnen aller Glaubenden beschreibt: Es gibt die Wiederverbindung mit Gott. So wie Jesus ganz und gar in der Liebe Gottes sich verbunden weiß, so dürfen sich alle, die dem Vermächtnis Jesu folgen, sich in dieser Liebe Gottes verbunden wissen.

 

Unser Textabschnitt greift das Thema des Eingangs wieder auf. Wieder wird uns das Halten der Gebote benannt. Zu halten ist das Gebot der Liebe. Alle anderen Gebote müssen in diesem Urgrund begründet sein. Das Gebot der Liebe ist kein intellektuelles Ding. Daher betont das Evangelium, dass die Gebote auch in die Praxis des Lebens zu übersetzen sind. Dann weiß die Gemeinde auch: Wenn wir das Vermächtnis Jesu angenommen haben, wenn wir im Geist des Gebotes der Liebe handeln, dann wissen wir, wie die Liebe zu Jesus geht. Das markanteste Zeichen des Johannesevangeliums ist das der Fußwaschung.

 

Der Evangelist reiht dann Schlussfolgerungen aneinander, die sich Glaubenden erschließen. Das Handeln Jesu ist ein bleibend lebendiges Zeichen der Liebe Gottes. Die Gemeinde ist aufgerufen, hierin Jesus nachzufolgen. Mehr noch: Durch ihr liebendes Handeln bewahrheitet die Gemeinde, dass der auferweckte Herr lebend wirksam ist in der Welt. Die Verheißung schließt sich an: Wer so lebt und handelt, darf sich der Liebe Gottes gewiss sein. Und die Liebe, die bleibende Beziehung zum Messias Jesus ist auch gegeben.

 

Jesus ist und bleibt mit seiner Hingabe ein Geheimnis des Wirkens Jesu. Unser Verstand braucht manchmal manche Anstrengung, um die Zusammenhänge der Darstellung des Johannesevangeliums aufnehmen zu können. Voraussetzung ist, dass all das, was beschrieben wird, nur aus dem Glauben an den lebenden Gott erkennbar ist. Es ist und bleibt eine Glaubensaussage, die ein Vertrauen einfordert.

 

Unser Text bindet am Ende den Glaubenden sehr bewusst an die Erfahrung mit der Person Jesu. Wer handelt, wie Jesus – aus Liebe Gottes – gehandelt hat, der/die wird ganz persönlich begreifen lernen, ein von Jesus und von Gott geliebter Mensch zu sein. Das anzunehmen, fällt manchen Menschen schwer. Nicht ohne Grund hat unser Text auf den Beistand verwiesen, auf den Geist, der in diese Wahrheit einführt. Das scheint ein je ganz persönliches Geschehen zu sein. Gottesbegegnung ist immer ein Beziehungsgeschehen. Der Geist als Mittler öffnet den Weg dieser Begegnung.

 

Wo der Mensch hineinwächst in Ahnung oder Gewissheit dieser Liebe Gottes, da erschließt sich das Wesen des Wirkens Jesu. Darum weiß der Evangelist auch zu sagen, dass die/der, die/der die Gebote (der Liebe) hält, die Liebe Gottes ebenso erfahren wird wie die Liebe des Messias Jesus. Auf dem Weg des Haltens der Gebote (der Liebe) wird sich dem Glaubenden auch das ganze Wesen Jesu offenbaren.

 

Wenn wir das Wesen Jesu begreifen, dann ist uns erfassbar, was wir die unendliche Liebe, das unendliche Leben Gottes nennen. Unsere Gedanken werden vielleicht Mühe haben, das nachzuvollziehen. Da mag die nüchterne Handlungsanweisung Jesu hilfreich sein, nüchtern und alltäglich zu tun, was uns aufgetragen ist: einander zu lieben. In den vielen Situationen unseres Alltags eröffnen sich mannigfaltige Gelegenheiten, das Tun der Liebe zu lernen.

 

Und wo uns das immer wieder gelingt, da wächst auch das Zutrauen in das, was sich unserem Verstand vielleicht eher verschließen mag. Dass wir dennoch weiterkommen, das ist dem Wirken des Geistes zu verdanken.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

6. Sonntag der Osterzeit

Woche vom 25.05. – 01.06.2014

 

Sonntag um 19.00 Uhr

Heilige Messe der Gemeinde

 

CHRISTI HIMMELFAHRT
Donnerstag um 19 Uhr Heilige Messe
an Christi Himmelfahrt

 

Freitag um 18.00 Uhr

Gottesdienst in der Krypta,

anschl. Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

Sonntag um 19.00 Uhr

Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag, 27.05. 2014,

Donnerstag 29.05.2014

jeweils um 18,45 Uhr

 

 

  • Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

Kuchenspenden in der Liturgie

Seit einigen Jahren bringen Mitfeiernde des Gottesdienstes Kuchen für die obdachlosen Drogenabhängigen im Notel mit. Das ist ein sehr lebendiges Zeichen der Diakonie. Mit Interessierten der Gemeinde haben wir mehrfach überlegt, wie die lebendige Diakonie im lebendigen Vollzug der Liturgie ihren Ausdruck findet. Ein Bestandteil davon sind die Kuchenspenden. Beim letzten Treffen über die Frage von Kult und Liturgie kam die Anregung, die Kuchen in Körben im Westen (am Eingang) der Kirche abzustellen. Diese Körbe werden zur Gabenbereitung nach vorne getragen. Die Gabenbereitung ist seit altes her der Ort, an dem die Gaben für die Bedürftigen im Gottesdienst dargestellt wurden. Inzwischen haben wir geeignete Körbe gefunden. Sie werden ab jetzt am Eingang der Kirche stehen. Wer Kuchenspenden mitbringt, stelle die dort bitte ab. Dann sind Mitfeiernde, die in der Nähe der Körbe stehen, gebeten, diese zur Gabenbereitung nach vorne zu tragen.

 

Wir werden sehen, ob dieses Zeichen ‚richtig’ ist. Wir müssen es ausprobieren, um zu wissen, was dem Zweck dient: Gottesdienstfeier und Diakonie zeichenhaft zusammen zu erleben. Es bleibt ein lebendiger Prozess, wie wir Gottesdienst feiern.

 

Gottesdienstfeier – eine Annäherung

Gottesdienst versteht sich als die Antwort der Glaubenden auf das, was wir als Dienst Gottes an uns erfahren. Darum sind wir mit möglichst vielen Sinnen eingeladen, diese Antwort Gott entgegen zu bringen. In Maria Lyskirchen hat sich über Jahre hin die Liturgie entwickelt. Sie ist Liturgie ganz im Rahmen der offiziellen Liturgiefeier unserer Kirche.

Wir durften bisher erleben, dass wir als feiernde Gemeinde die Trägerin der Liturgie sind. Die Gesänge und die räumliche Gestaltung der Kirche haben zu dieser Erfahrung viel beigetragen. Wir haben im Laufe der Jahre auch die Kostbarkeit mancher liturgischer Zeichen schätzen gelernt, indem wir ihnen eine eigene Gestaltung gegeben haben. So kam irgendwann die Evangelienprozession unter dem Gesang des Halleluja dazu; irgendwann kam das Brotbrechen als Zeichen wieder in den Blick – Brotbrechen, während die Gemeinde dieses Tun mit dem sich immer wiederholenden Gesang des Lamm Gottes begleitet.

 

Das sind nur einige Zeichen. In Feierzeiten wie der Osterzeit nehmen die Gesangsanteile zu. Das ist der Feierlichkeit geschuldet. In ihrem Ursprung war die Liturgie der Danksagung keine mehr stille, meditative Gottesdienstform. Dazu ist sie mehr und mehr geworden, je mehr ein Priester die Liturgie vollzog, und die Gemeinde dieses Geschehen gläubig von der Seite miterlebte. Im Schatz der Kirche gab es immer eine Vielfalt der liturgischen Formen. Darunter gibt es auch die Form des Schweigens, der Anbetung, der Ruhe.

 

Die Kunst der Liturgiefeier besteht darin, die Lebendigkeit des liturgischen Vollzuges auszuleben als unsere feiernde Antwort von Gott und zugleich Elemente der Ruhe zu haben, die uns in diesem Vollzug da sein lassen. Wir haben auf Anregung aus der Gemeinde innerhalb der Liturgie Ort dieser Ruhe gefunden.

 

Die Feier der Liturgie wird weiter eine Entwicklung bleiben. Für alle, die daran interessiert sind, sich dazu auszutauschen, findet ein Treffen am Sonntag, 15.6., 16.30 Uhr im Pfarrsälchen statt. Da wird es um die Themen ‚Kult und Diakonie’ gehen, um die Irritation zu verschiedenen Übersetzungen der Hl. Schrift, um die Gestalt, die unsere Liturgiefeier hier gewonnen hat. Eingeladen sind alle, die sich dazu austauschen mögen.

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Europa christlich?

Ist Europa noch ein christlicher Kontinent, oder lassen Säkularismus und/oder Islam das christliche Abendland untergehen? Die Statistik spricht für ersteres. Etwas mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an; die protestantischen Kirchen sind in ihren verschiedenen Ausprägungen ebenso vertreten wie die orthodoxen Kirchen. Muslime und Juden leben ihren Glauben in der EU ebenso wie zahlreiche andere religiöse Gemeinschaften.

Eine „katholische“ Fahne ?

12 Sterne zieren die Europafahne. Nein, sie stehen nicht für 12 Länder. Die Europäische Union hatte zwar zu Beginn 12 Mitgliedsstaaten, doch die Europafahne ist älter als die EU. Der Europarat gab 1955 den Auftrag eine eigene Fahne für Europa zu entwerfen. Ein Kreuz, wie es die skandinavischen Länder in ihren Flaggen haben, lehnten die Sozialisten ab, „zu christlich“. 15 Sterne, für jedes Mitglied des Europarates einen, lehnte Deutschland ab. Der Grund hierfür war, dass das die Anerkennung des Saarlandes als eigener Staat bedeutet hätte. Das Saarland war bereits vor der Bundesrepublik vollwertiges Mitglied des Europarates. 14 Sterne hätte bedeutet, das Saarland wird als eigener Staat nicht anerkannt, das lehnten die Franzosen ab. Die Anzahl der Sterne war ein Streitpunkt. Als am 5. Mai 1949 in London der Europarat gegründet wurde, wurde Lévi zum Leiter der Kulturabteilung des Europarats ernannt. Er, Paul Lévi, ein Belgier jüdischer Abstammung, der zum Katholizismus konvertiert war, fand die Lösung. Eines Tages kam Lévi bei einem Spaziergang an einer Statue der Mutter Gottes mit dem Sternenkranz vorbei. Durch die Sonne beschienen, leuchteten die goldenen Sterne wunderschön vor dem strahlend blauen Himmel. Lévi suchte daraufhin Graf Benvenuti, ein venezianischer Christdemokrat und damaliger Generalsekretär des Europarats, auf und schlug ihm vor, zwölf goldene Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europafahne vorzuschlagen. Benvenuti war begeistert, und wenig später wurde der Vorschlag allgemein akzeptiert. Und so ziert bis heute in allen Staaten der Europäischen Union der goldene Sternenkranz Marias die Europafahne.

Die Zahl "zwölf" hatte schon immer für die Menschen eine besondere Bedeutung. Bereits bei den alten Ägyptern hatte die Unterwelt zwölf Tore. In der griechischen Mythologie mußte Herakles zwölf Aufgaben erfüllen, und die Römer gründeten ihre Rechtsordnung auf ein Gesetz, das auf insgesamt zwölf Tafeln niedergeschrieben war. Jesus erwählte aus dem Kreis seiner Gefolgsleute zwöf Männer, die in den Evangelien als die zwölf Apostel beschrieben werden, in Anlehnung an die zwölf Stämme Israels, von denen im Alten Testament erzählt wird. Außerdem wird in der Offenbarung Jerusalem als die Heimstadt für das vollendete Gottesvolk geschildert. "Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Söhne der Stämme Israels . . . Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes." Auch hier findet sich die Verbindung der Stämme Israels vom Alten Testament mit den zwölf Aposteln des Neuen Testaments.

Europarat stiftet Marienfenster

  • Am Sonntag ist Europawahl, Martin Schulz (Spitzenkandidat der Sozialisten) hat so seine Probleme mit dem christlichen Europa, kennt  er eigentlich die Geschichte der Europafahne?

 

Es gab auch schon politisch anderes Denken in Europa:

1956 stiftete der Europarat dem Straßburger Münster ein Chorfenster, die Straßburger Madonna auf dem der Sternenkranz in derselben Anordnung wie auf der Europaflagge über dem Haupt der Maria schwebend dargestellt ist.
1956 stiftete der Europarat dem Straßburger Münster ein Chorfenster, die Straßburger Madonna auf dem der Sternenkranz in derselben Anordnung wie auf der Europaflagge über dem Haupt der Maria schwebend dargestellt ist.