Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Bodyguard Jesus

Sie haben Post!

SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit!

Für die Lebenden und Verstorbenen beten

Guter Rat ist teuer

Die Trauernden trösten

Die Unwissenden belehren

Die Lästigen
geduldig ertragen

Erlittenes Unrecht verzeihen

Meine Leitkultur

Christliche Obergrenzen

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 23.03.2014
Der 23. März ist der 82. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 283 Tage  bis zum Jahresende.

23.3.1919: Faschismus in Italien

Benito Mussolini gehörte am 23. März 1919 zu den Gründern des "Fasci di cambattimento", einer rechts- gerichteten Vereinigung aus ehemaligen Kriegsteilnehmern. Zwei Jahre später formierte er, inzwischen zum Anführer der Bewegung aufgestiegen, die Gruppierung zur politischen Partei um und legte damit den Grundstein für die Entstehung des Faschismus. 1924 änderte die "Partito Nazionale Fascista" (PNF) mit der erzwungenen Unterstützung durch König Viktor Emanuel III. die Wahlgesetze und gewann die Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Nach der Machtübernahme verbot der Führer der italienischen Faschisten 1926 alle Parteien außer der PNF.

Es sagte Waltraud Puzicha 

(1925 - 2013), deutsche Aphoristikerin

Diktatur ist die Herrschaft einer kleinen Clique. Demokratie ist die Herrschaft mehrerer großer Cliquen.

Das ist der Erbe; auf, wir wollen ihn töten

Das ist das Drama dieser Leute und auch unser! Die Hohepriester und Pharisäer haben sich des Wortes Gottes bemächtigt. Und das Wort Gottes wird zum Wort des Menschen, es geht also um ihre eigenen Interessen, ihre eigenen Ideologien, ihre eigenen Theologien… immer zu ihren Diensten. Jeder interpretiert dieses Wort auf eigene Art und Weise, immer ausgehend von eigenem Interesse. Das ist das Drama dieses Volkes. Damit dies beibehalten wird, töten sie. Das haben sie ja auch mit Jesus gemacht.“

 

 

Papst Franziskus
zu Matthäus 21>>>

Das Wasser, das ich gebe, wird zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

In jener Zeit kam Jesus zu einem Ort in Samarien, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen. Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann, und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, das ist: der Gesalbte - Christus. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht. Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr? Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias? Da liefen sie hinaus aus dem Ort und gingen zu Jesus. Währenddessen drängten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich lebe von einer Speise, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Ich aber sage euch: Blickt umher und seht, dass die Felder weiß sind, reif zur Ernte. Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, so dass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät, und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt, zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit. Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Aussage glauben wir, sondern weil wir ihn selbst gehört haben und nun wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

 

Joh 4, 5-42

Lesung zum 3. Fastensonntag

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren

Aus Zukunft – heute

(zu Römer 5,1-8)

Allein diese Überschrift macht stutzig. Wir haben genug zu tun, die Wirklichkeit des Heute zu gestalten. Die Zukunft ist wie etwas Fernes, das uns einmal erwarten mag. Wir denken zwar immer wieder an Zukunft – und werden versuchen, sie so gut wie möglich zu sichern; aber dass die Zukunft die Gelassenheit der Gegenwart sein soll, das wird vielen von uns zumindest fremd sein.

 

Unser heutiger Textabschnitt aus dem Römerbrief gibt ein tief überzeugtes Zeugnis des Glaubens an die Zukunft Gottes ab. Es ist für Paulus keine Zukunft, die wir irgendwann, nach unserem zeitlichen Ende, hoffen erfüllt zu sehen. Für Paulus hat die Zukunft bereits tragende Wirkung in unsere Vergangenheit und Gegenwart. Darum beginnt er seine Aussagen über die Hoffnung mit der Feststellung: „Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.“ (5,1)

 

Das klingt für viele schwer nachvollziehbar. Wir fühlen uns oft nicht gerecht gemacht – und Frieden, zudem Einheit mit Gott, empfinden wir auch nicht als unsere immer gegenwärtige Wirklichkeit. Wir sind dann schnell geneigt, Paulus für einen wirklichkeitsfremden Schwärmer zu halten. Das, was wir aus der Biographie des Paulus wissen, beweist das Gegenteil: Er hat sehr viel Bruch, Not, Bedrängnis, Zurücksetzung, Infragestellung erlebt. Und dennoch – oder gerade deswegen – kann er in seinem letzten der Briefe so eindeutig sprechen: „Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.“

 

Wir können diesen Text nur gerecht lesen, wenn wir ihn als das wahrhaftige Glaubenszeugnis des Paulus annehmen. Er stellt Erfahrungen seines Lebens und die Gewissheit seines Glaubens vor. Er folgt einer theologischen Argumentation, die wir vielleicht nicht alle nachvollziehen können. Dabei ist es ratsam, die Erfahrungen und den Glauben des Paulus nicht als sein privates Geschehen abzutun. Vielleicht können wir uns vorstellen, in diese Erfahrungen und in diese Gewissheit des Glaubens eventuell hineinzuwachsen. Dabei ist es gut zu wissen, dass für jede und jeden auch von uns die Gewissheit des Glaubens eine eigene Sprache finden wird.

 

Ausgangspunkt ist für Paulus die Gewissheit, dass Gott von sich aus den Menschen gerecht gemacht hat. Es ist nicht die notwendige Leistung, die der Mensch aufbringen muss, damit es zu einer Leben tragenden Beziehung zu Gott kommen kann. Gott hat dieses uneingeschränkte Ja zum Menschen gesagt. Dieses Wissen bringt Paulus zu der Aussage, dass wir Frieden haben mit Gott. Diese Gewissheit beruht auf dem Leben, dem Tod und der Auferweckung Jesu.

 

Das Leben Jesu hat Gott und seine Liebe leibkonkret gemacht. Es ist kein unerreichbar Fernes, wenn wir an Gott denken. In der Person Jesu ist er eine persönliche Beziehung, an Jesus ablesbar. In Jesus können wir ihm begegnen. Daher spricht Paulus vom ‚Zugang zu der Gnade’ (V2), die wir haben. Diesen Zugang zu Gott hat Jesus gelebt. Dieser Zugang macht Mut, das eigene Leben nicht meinen aus eigener Kraft tragen zu müssen, sondern es als ein von Gott uneingeschränkt bejahtes Leben zu erfahren. Wir wissen, wie hin und her gerissen unser Leben sein kann, wie viel Abgründe wir uns selbst schaffen – da ist es ein Segen, sich nicht immer selbst Fundament eines getragenen Lebens sein zu müssen.

 

Diese beglückende Erfahrung hat Paulus dazu gebracht, in einen unbekümmerten Lobpreis der Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit einzustimmen. Er spricht von ‚rühmen’ – und meint damit nicht eine Selbstdarstellung des Besseren, sondern spricht aus der tief verwurzelten Dankbarkeit. Der Dank liegt im Glauben, dass wir die Hoffnung unseres Lebens in Gott haben. Wir werden sie vollendet später erleben. Aber wir haben sie jetzt – durch unsere Beziehung mit dem Messias Jesus.

 

Wir könnten einwenden, dass diese Hoffnung durch die Wirklichkeit unseres Lebens so schnell enttäuscht werden kann. Paulus wird diese Enttäuschung anderen Menschen nicht eifernd ausreden wollen. Er fügt seine Erfahrung an. Da wird sogar die erlebte Bedrängnis zu einer Erfahrung, die (oft erst im Rückblick) Anlass zum Lobpreis wurde. Paulus kannte Bedrängnis durch Leiden und Not, er hat Geduld erlebt, aus Geduld Bewährung erfahren. Aus diesem ganzen Prozess hat sich für ihn umso gewisser die Hoffnung bestätigt: Er kann und konnte und wird können: Sich mit seinem Leben ganz dem Gott und Vater Jesu Christi anvertrauen.

 

Ganz gewiss sagt Paulus, dass diese Hoffnung ihn im Leben hält. Es ist die unerschütterliche Gewissheit, dass Gott grenzenlose Liebe hat und gibt. Diese Gewissheit nährt sich für ihn in der Person des Messias Jesus. Paulus sagt, dass diese Liebe in unsere Herzen ausgegossen ist durch den Heiligen Geist. Das ‚Wissen’ um diese Liebe ist kein Produkt der menschlichen Überlegung. Es ist ihm ein Geschenk, das ihn mit Leib und Seele, mit Gemüt und Verstand erfasst hat.

 

Manche von uns mögen staunen über diese so gewaltige Gewissheit. Manche mögen skeptisch staunen, manche fast etwas neidisch staunen, weil es die Ahnung gibt, wie sehr die Gewissheit der Liebe Gottes das Leben in allen Höhen und Tiefen tragen kann.

 

Für unser Verstehen mag es dann schwierig sein, wenn Paulus nun argumentiert, warum er zu dieser Gewissheit des Glaubens gekommen ist. Seine Hoffnung ist keine Hoffnung auf eine ferne Zukunft. Sie ist ein lebendiger Atem, der mit in der Gegenwart lebt.

 

Grund dieser Gewissheit des Glaubens ist das Wissen, dass Jesus für uns gestorben ist. Für viele (oder nur manche?) ist es schwer, diese Stellvertretung anzunehmen. Wie brutal ist das Gottesbild, das dieses Versöhnungsopfer braucht? Wie brutal, dass die grenzenlose Liebe eines solchen Todes bedurfte? Für Paulus scheint es diese Fragestellung der aufgeklärten Neuzeit nicht zu geben. Für ihn ist klar, dass Gott einzigartig in Jesus sich zeigt. Das Wirken Jesu ist ganz und gar auf die Möglichkeiten des Lebens ausgerichtet. Im Wirken Jesu ist Gott da. Der Weg des Lebens Jesu endete in der Hinrichtung – dem Werk der Abkehr von Gott. Der Tod Jesu wird so zum Zeichen der sündigen, der wider Gott gerichteten Menschheit. Die Glaubenden bekennen, dass Gott diesen Jesus nicht im Tod gelassen hat. Er hat ihn auferweckt. Das unendliche Leben Gottes wird erfahrbar als Zusage seiner Liebe.

 

Paulus ist hier neben seiner jüdischen Glaubenswelt auch eingebunden in hellenistische Ideale. Demnach kommt es (sehr selten zwar) vor, dass ein Mensch als tiefsten Freundschaftsdienst sein Leben lässt für seinen Freund. Nun zeigt Paulus auf, dass das schon selten genug beim Menschen vorkommt (V 7). Um wie viel größer müssen wir dann den Tod Jesu begreifen lernen – nicht nur ein Sterben für die Freunde, sondern für Gottlose und Sünder gleichermaßen. So deutet Paulus diesen Tod als das Liebeswerk Gottes. Das unendliche Maß der Liebe Gottes zeigt sich in diesem Tod Jesu. Die absolute Identifizierung Gottes mit dem Christus Jesus lässt in der Hingabe Jesu ‚aus Liebe‘ die Liebe Gottes erkennen. Unendlich ist das Maß, weil es keine Einschränkung, keine Vorbedingung erfordert. Paulus kann nur bekennen: Weil Gott liebt, kann das Leben sein. Es kann nicht nur sein, es darf bejaht und voll Freude und Lust und Dankbarkeit gelebt sein.

 

Wir dürfen, wenn wir vor solchen großen Gedanken sprachlos oder skeptisch werden sollten, uns an die Biographie des Paulus halten. Er hatte allen Grund, sich im Vertrauen auf die Hoffnung zurückhaltender zu äußern. Er tut es nicht, denn seine Erfahrung hat ihn ganz und gar durchseelt.

Die Hoffnung ist kein Schmachten auf etwas hin, was wir hier nicht erreichen können. Die Hoffnung ist für Paulus wie ein Atem, der im noch so begrenzten Leben da ist – Atem der Gewissheit einer nicht in Frage zu stellenden Liebe Gottes. Paulus hat dieser Gewissheit Glauben geschenkt am Leben, am Tod und an der Auferweckung Jesu.

 

Wir sind Menschen, die ohne Hoffnung nur schwerlich leben können. Ein Sprichwort sagt, dass die Hoffnung zuletzt stürbe. Paulus wird einer solchen Aussage nicht zustimmen können. Die Hoffnung stirbt nicht, kann nicht sterben, denn sie ist die Unsterblichkeit und die Liebe Gottes, die ewig da ist. Die Hoffnung ist nicht gänzlich sichtbar erfüllt. Aber die Hoffnung lebt aus der Gewissheit, dass Gottes Zukunft immer schon gegenwärtig ist.

Es gibt ein Hospiz, an dessen Eingang als Willkommen steht: Eingang zum Leben!

Das kann man zynisch verstehen. Für Glaubende ist es eine so tröstliche Zusage, eine hoffende Gewissheit – gerade in der Bedrängnis, in der wir mit unserer Angst vor Sterben und Tod kämpfen.

Paulus wird uns zugestehen, dass wir in diese Gewissheit der gegenwärtigen Zukunft hineinwachsen müssen – mit unseren Lebenserfahrungen und mit unseren Glaubensgewissheiten.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Konzert in St. Maria in Lyskirchen

An Lyskirchen 10

 

Improvisationen:

 

Thomas Steudel,

Violoncello

 

Henning Hoffmann,

Didgeridoo

 

 

 

Sonntag, 30.03.2014

20.15 Uhr

 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

 

Foto: Anna Christine Wagner


Konzert am 30. März 2014:

Am 4. Fastensonntag, dem Sonntag Laetare, den der Vorfreude auf Ostern, werden wir wieder einmal von den besonderen Musikern Thomas Steudel (Violoncello) und Henning Hoffmann (Didgeridoo) erfreut. Sie werden in der Messfeier etwas musizieren. Im Anschluss an unseren Gottesdienst laden die beiden zum Konzert ein (ca. 20.15 Uhr; es ist der Sonntag der Umstellung der Uhrzeit). Eintritt frei – um eine Würdigung (Honorar) ihres Könnens wird beim Verlassen der Kirche gebeten.

 

3. Fastensonntag 2014
Sonntag, den 23. März 2014
um 18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Dienstag, den 25.03.2014
um 18.00 Uhr Heilige Messe zum
Hochfest der Verkündigung des Herrn

 

Donnerstag, den 27. März 2014
um 06.00 Uhr Frühschicht zur Fastenzeit,
anschl. Frühstück im Pfarrsaal
um 15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Verständigung der Kulturen

 

Freitag, den 28. März 2014
um 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,
anschl. Bibelgespräch 

 

4. Fastensonntag 2014
Sonntag, den 30. März 2014
um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

als 7. Jahrgedächtnis für

Magdalena Arndt

 

 

 

Heilige Messe im Notel
Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag, 25. März 2014 und
Donnerstag, 27. März 2014 jeweils um 18,45 Uhr

Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

  • Uhrumstellung – Gottesdienstbeginn

Am kommenden Sonntag werden
wir wieder in die Sommerzeit geschickt.
Ab 30.3. beginnt unsere Abendmesse
dann wieder um 19 Uhr.

 

Hilfen für AGAPE Gründonnerstag

Am Gründonnerstag werden wir die Liturgie wieder mit einer Agapefeier verbinden. Das ist ein großes Fest, ein besonderes Erleben. Zur Durchführung der Feier brauchen wir viele helfende Hände – zur Aufbau und Eindecken am Gründonnerstag um 14 Uhr; für den Tischdienst während der Feier; als Spüldienst nach der Feier. Wenn Sie es möglich machen können, mitzuhelfen, melden Sie sich bitte in der Sakristei oder per Mail (schnegg@lyskirchen.de).

Danke für die Unterstützung dieses besonderen Gottesdienstes!

 

Verkündigung des Herrn

Am 25.3. sind es noch 9 Monate bis Weihnachten. In der Kirche feiern wir das Fest der Verkündigung des Herrn – ein Fest der Dankbarkeit für das Leben Jesu. Die Glaubenden haben ihn nach seiner Auferweckung als den Messias Gottes erkannt. Wir feiern dieses Fest in Maria Lyskirchen mit der Messe am Abend – 18 Uhr.

 

Glaubenskurs – das Markusevangelium

Im Frühjahr bietet PD Dr. Werner Hahne einen neuen Glaubenskurs an für unsere Gemeinden St. Maria im Kapitol und St. Maria Lyskirchen. Ein ausführlicher Flyer mit Terminen liegt in der Kirche aus. Auch dieser Kurs findet im Pfarrsaal von St. Maria im Kapitol statt. Näheres in diesem Flyer:

 

Glaubenskurs - das Markusevangelium
Markusevangelium.pdf
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Gottesdienste in der Fastenzeit

  • Donnerstags um 6 Uhr Frühschicht
    und anschließend Frühstück im Pfarrsaal
  • Freitags um 18 Uhr Abendmesse in der Krypta und anschließend Bibelgespräch im Pfarrsaal (offener Gesprächskreis für Interessierte)

 

Lesungen als Predigttexte

in der Fastenzeit 2014

Aus der Gemeinde kam die Anregung, auch in dieser Fastenzeit (wie schon im Advent) die neutestamentlichen Lesungen zur Grundlage der Predigt zu machen. Diese Texte sind bei einem ersten Hören kaum aufzunehmen. Sie sind sehr kompakt – vor allem in den Texten, die dem Römerbrief des Paulus entnommen sind. Sie tragen große theologische Aussagen, die man unmöglich beim ersten Hören verdauen kann. Daher gibt es für Interessierte schon einen Sonntag vor dem eigentlichen Predigttext den Versuch einer kurzen Einleitung. Wer mag, kann sich dann etwas auf den Sonntag einstellen – im Lesen des Textabschnittes und im Blick auf den Versuch, diese sehr dichten theologischen Aussagen ein wenig verstehbarer zu machen. Dazu soll wenigstens die Darstellung der Struktur des Textes dienen. An der kann man sich ein wenig im Text verankern. Ein Angebot für die, die das mögen... 

 

Man mag sich fragen, warum wir uns das antun, wenn die Texte so schwer sind? Sie sind Bestandteil unserer Heiligen Schrift. Und da macht es Sinn, sich der Mühe des Verstehens zu unterziehen – für alle, die sich darauf einlassen mögen.

Lesung vom 4. FASTEN SONNTAG 2014

Steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

 

Brüder! Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts! Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! Denn man muss sich schämen, von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden. Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.

Eine Erläuterung

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Texte und Bilder 4. Fastensonntag

 

  • 1. Im Epheserbrief sind hier die Heidenchristen der Gemeinde angesprochen. Sie waren in ‚Finsternis’. Durch den Messias Jesus sind sie (wie der Messias selbst) ‚Licht’ geworden.
  • 2. Die Aufforderung ergeht, als Kinder des Lichtes zu leben. Das erweist sich an der Güte des Umgangs miteinander (vor allem im engen Kreis), das zeigt sich in der geübten Gerechtigkeit im weitesten. Dies zu leben ist die Wahrheit des gegenwärtigen Gottes.
  • 3. Als Kinder des Lichtes zu leben heißt: Prüft! – und handelt so, wie es dem Herrn gefällt. Vorbild ist der Jesus.
  • 4. Als Kinder des Lichtes zu leben heißt: Deckt auf! Verschleiert nicht, wo Gottes Wahrheit (in Güte und Gerechtigkeit) nicht leben kann.
  • 5. Als Kinder des Lichtes zu leben heißt auch, nicht einmal von Werken der Finsternis zu reden – geschweige denn, sie zu tun.

 

  • 6. Das Aufdecken soll nichts Entblößendes haben um des Vorführens willen. Es soll die Chance haben, durch die Begegnung mit dem Licht – mit dem Evangelium – selbst verwandelt zu werden.
  • 7. Wie ein tragender Appell an die Kinder des Lichtes: Wacht auf, handelt! Steht auf von den Toten – auf aus der Lähmung, nichts mehr für möglich zu halten. Und verlasst euch darauf: Das Ausstrahlende ist der, den ihr verkündet: der Christus Jesus. ER wird in deinem Handeln dein Licht sein.

PS: Wenn es noch interessiert ...

Marxismus 2014

Das Mitglied im Päpstlichen Rat für die Laien, Mitglied in der römischen Kongregation für das Katholische Bildungswesen, Mitglied im Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Mitglied der römischen Kongregation für die orientalischen Kirchen, Kardinal-Koordinator des Päpstlichen Wirtschaftsrates, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Mitglied des achtköpfigen Kardinalsrates (Papstberater) und Erzbischof von München und Freising Reinhard Kardinal Marx hat in einem Interview mit der ‚Welt am Sonntag‘ eine starke zentrale gefordert: «Ich sage klar: Wir brauchen eine starke Zentrale. Rom ist wichtig für die katholische Kirche».

„Freude des Evangeliums“

Papst Franziskus im EVANGELII GAUDIUM: "Da ich berufen bin, selbst zu leben, was ich von den anderen verlange, muss ich auch an eine Neuausrichtung des Papsttums denken. […] Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen." (32. Absatz)

Goethe: Faust - Prolog im Himmel

Es irrt der Mensch so lang er strebt.

In Mainz geboren, müsste Kardinal Müller eigentlich wissen, was Karneval ist. Gerade in Mainz hat der Karneval die Tradition die Obrigkeit „aufs Korn“ zu nehmen. Zu dem diesjährigen Karnevalszug in Mainz sagte der oberste Glaubenshüter in Rom: „So etwas hatten wir in Deutschland früher schon mal in einer ganz dunklen Epoche“.

Vergleichbar?

Versenkt im Senkelbach

Augsburg wird bereits seit dem Mittelalter von Kanälen durchzogen. Sie dienten einst dazu Mühlenräder anzutreiben, als Transportwege, Abwasserkanäle und mehr. Einer dieser Kanäle ist der Senkelbach. Hier im Senkelbach, in der Nähe des Augsburger Arbeitsamtes fanden nun diese Woche zwei Nichtsesshafte die gestohlenen Brustkreuz und Ringe des emeritierten Bischof Mixa. Walter Mixa, der über den Diebstahl „erschüttert und zuinnerst getroffen“ war, könnte sich ja jetzt freuen, leider hat sich jedoch einer der Finder mit seinem Anteil am Fund nach Osteuropa abgesetzt. Ein kleiner Trost für den Bischof in Ruhestand, die Augsburger Feuerwehr tauchte dann im Senkelbach und konnte für Bischof Mixa noch weitere Schmuckstücke sicherstellen. Die „Entweltlichung“ bleibt also begrenzt.