Köln, am

heutiger Tag

 

Wort des Bischofs

Brötchen holen
für das Klima

Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
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    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

28. Februar 2014, Köln: Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner angenommen. +++ Das Kölner Metropolitankapitel hat nach Eintritt der Vakanz im Erzbistum Köln den bisherigen Generalvikar des Erzbischofs von Köln, Prälat Dr. Stefan Heße, zum Diözesanadministrator gewählt.

Sonntag, den 02.03.2014
Der  2. März ist der 61. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 304 Tage  bis zum Jahresende.

 

2. März 2014 Karnevalssonntag: Die Fastenzeit beginnt seit dem 11 Jahrhundert (Synode von Benevent 1091) am Aschermittwoch und umfasst einen Zeitraum von 40 Tagen. Bei dieser Rechnung werden die sechs Sonntage nicht mitgezählt, da diese keine Fastentage sind. Vor dem 11. Jahrhundert wurde auch an den Sonntagen gefastet. - Zu dieser Zeit fing die Fastenzeit nämlich erst später an, am Dienstag nach dem heutigen Aschermittwoch. In einigen Regionen hielten vor allem die Bauern an dieser Regel fest. - Aus diesem Grund wird heute noch in Baden oder in der Schweiz die "Bauernfastnacht" oder "Alte Fastnacht" gefeiert, wenn die Fastenzeit eigentlich bereits begonnen hat.

Es sagte Jean Paul

(1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter,

deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Das schönste an einem Feiertag ist die Aussicht auf einen zweiten. Daher ist der letzte stets ein Aschermittwoch.

Der Vortrag von Kardinal Kasper wird in Kürze in voller Länge vom „Herder Verlag“ veröffentlicht werden.

Die Frage, welche ich gestellt habe, ist ganz schlicht formuliert allein die: Kann man jemandem, der sein Versagen aufrichtig bereut und das tut, was er in seiner nicht rückgängig zu machenden Situation tun kann, das heißt nach Kräften christlich leben und seine Kinder christlich erziehen - kann man diesem Menschen die Absolution verweigern? Bekennen wir nicht vielmehr im Credo: Ich glaube an die Vergebung der Sünden? Und sind wir nicht alle darauf angewiesen?“.

 

Kardinal Kasper
beim Konsistorium 2014

SORGT EUCH NICHT UM MORGEN

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage. 

 

Mt 6, 24-34

 

Das mit der Sorge

(zu Matthäus 6,24-34)

Es lässt sich nicht vermeiden, dass wir Menschen sind mit Sorgen. Es ist durchaus auch ein Zeichen großer Menschlichkeit, wenn wir in großer Sorge um andere Menschen sind, wenn wir die Sorgen teilen, die die Krisenherde dieser Welt uns medial viel zu nahe bringen. Innerhalb der Bergpredigt des Matthäusevangeliums begegnet uns nun der Abschnitt über die Sorgen und die Kraft des Glaubens. Hier werden Menschen, die sich in Sorgen ergehen, zu den Kleingläubigen gezählt – jenen, die Gott nicht wirklich zutrauen, dass er sich um unser alltägliches Geschehen Sorgen macht. Als aufgeklärte Menschen kommen wir da auch schnell an Grenzen. Es scheint manchen ein viel zu kindliches Gottesbild, sich jemanden vorstellen zu dürfen, der/die ununterbrochen um uns weiß und tut, was gut für uns ist. Manche spüren die Begrenzung unserer so vermenschlichten Gottesvorstellungen. Sie bleiben mit all ihren Sorgen und den Erschütterungen eines so kindlich-tröstlichen Gottesbildes alleingelassen zurück. Es ist tatsächlich ein Ringen, die Naivität eines göttlich durch und durch gesteuertes Leben mit der Wirklichkeit unserer täglichen Lebenserfahrungen zu konfrontieren.

 

Dahinein spricht für uns heute der Evangelist. Er spricht an dieser Stelle der Bergpredigt im Stil der antiken und jüdischen Weisheitslehre. Es sind tiefgreifende, teils irritierende, teils trostvolle Gedanken, die aus der weisheitlichen Betrachtung des Lebens erwachsen.

 

Matthäus hat in den Versen 19-24 über die Fixierung auf das Geld und den Besitzstand gesprochen. Dem Evangelisten geht es dabei nicht um eine platte Verteufelung des Besitzes. Er stellt diesen irdischen, materiellen Schatz dem himmlischen Schatz gegenüber. Vom Irdischen weiß er, dass den Motten zerfressen oder Diebe stehlen können. Der Himmlische sind Gottvertrauen und das Tun der Gerechtigkeit Gottes. Diese beiden Schätze können im normalen Leben tatsächlich krass und unvereinbar gegenüberstehen. Daher greift unser heutiger Textabschnitt diesen Redeanteil über „Gott oder das Geld“ auf und stellt klar: Wir müssen uns entscheiden, mit welcher Logik wir im Leben sein wollen. Es wird Entscheidungspunkte geben, an denen wir merken, dass wir uns klar positionieren müssen – eben nicht der Logik des Geldes, sondern der der Gerechtigkeit Gottes Folge zu leisten. Im biblischen Wort heißt das auf den Punkt gebracht: „Ihr könnt nicht beiden dienen – Gott und dem Mammon.“ (V.24)

 

Der dann folgende Verse fährt verbindend fort: „Deshalb sage ich euch: ...“ Unsere Perikope steht also in einer engen Verbindung zu den Gedanken, was unsere Lebensrichtung bestimmt. Nun wird von Alltagssorgen gesprochen. Wir kennen sie alle. In Notsituationen sind sie überhaupt nicht lustig: Wenn es uns an Nahrung mangelt oder an Kleidung, dann kann das auf eine Katastrophe hinlaufen. Die Menschen, die Jesus begegnet sind, haben offensichtlich dennoch ein anderes Maß kennengelernt. Wir können uns plastisch vorstellen, was der Evangelist erzählt: Wie Jesus da steht, den vielen Menschen verstörend sagt: Was kümmert ihr euch um euer Essen? Was kümmert ihr euch um eure Kleidung? Und dann verweist er auf die, die nicht säen und nicht ernten, die nach dem Plan der Natur wachsen, nicht arbeiten, nicht Wolle spinnen. Es sind Beispiele aus der Tätigkeit der Männer (säen und ernten) und aus dem Bereich der fraulichen Tätigkeiten der damaligen Zeit (arbeiten und spinnen). Jede und jeder konnte sich also mit den praktischen Erfahrungen angesprochen sehen.

 

Zu den unbekümmert umherfliegenden Vögeln sagt der matthäische Jesus: ‚Euer himmlischer Vater ernährt sie.’ Und zu den Lilien auf dem Feld sagt er, dass der sprichwörtlich prächtig gekleidete König Salomo an Pracht nicht so viel aufbringt wie die Lilie, die auf dem Feld vor sich hin blüht. Diese Vergleiche sind entwaffnend, weil sie die oft so unnütze großen Sorgen im Alltag in Frage stellen. Solche Vergleiche rufen aber auch zum Widerspruch, weil die Sorge um das Alltägliche viel zu komplex ist, als dass wir sie so einfach abtun könnten.

 

Wir dürfen annehmen, dass sowohl Jesus als auch der Evangelist Matthäus nicht schwärmerische Fantasten jenseits der Verantwortung für den Alltag gewesen sind. Vielleicht ist diese Provokation gerade beabsichtigt. Die kleinen weisheitlichen Zwischenverse lassen ahnen, dass diese verschreckenden Vergleiche uns zur Nachdenklichkeit bringen wollen. Die Nachdenklichkeit bezieht sich auf das Gewicht, das alltägliche Sorgen bekommen können. Vielen von uns ist es vertraut, dass Krankheiten, Schicksalsschläge im eigenen Leben oder bei nahestehenden anderen Menschen zu einem Innehalten führen: Wovon lass ich mich hetzen? Warum meine ich, dies oder das möglichst umgehend durchsetzen zu müssen? Warum meine ich, dass die gekehrte Treppe wichtiger ist als das Hören auf meinen Schmerz im Rücken? Warum muss ich bei allen Terminen dabei sein? Warum lass ich mich jagen, weil jemand umgehend eine Antwort auf medialem Weg haben ‚muss’? Warum muss ich ständig erreichbar sein? ...

 

Um das geht es wohl: Welches Gewicht bekommen die sogenannten weltlichen Sorgen des Alltags? Da sagt unser Text so voller tiefer Weisheit: „Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung, der Leib wichtiger als die Kleidung?“(25) „Seid ihr nicht viel mehr wert als die Vögel des Himmels?“ (26) Und: „Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?“ (27)

 

Und wohin führt diese kluge Alltagsweisheit? Im Einspruch Jesu führt sie zum Vertrauen auf Gottes weise Führung. Damit dieser Hinweis sich nicht in eine versponnene Welt verflüchtigt, lässt das Evangelium uns auch wissen: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.“ (32) Die Rede gegen die großen Sorgen ist also nicht als eine vergeistigte Spinnerei zu werten. Die Alltagssorgen um die Nahrung und die Kleidung (um die Arbeit und das Wohnen) gehören zum Leben. Sie werden da für die jesuanische Botschaft fragwürdig, wo sie das einzig Bestimmende werden. Dass das im Leben so passieren kann, war damals offensichtlich nicht von der Hand zu weisen. Wir könnten solche Haltungen auch nicht als ‚heute überholt’ ansehen.

 

Gegen diese alles bestimmende Sorge setzt das Evangelium den Blick auf das Himmelreich und auf die daraus erwachsene Gerechtigkeit. Die Provokation geht soweit, dass sie zuspricht: „... dann wird euch alles andere dazugegeben.“ (33) Wir werden uns weiter mit Dingen beschäftigen, die die Sorgen des Alltags sind. Wir werden ihnen ein andere Gewicht geben, wenn unser Erstblick der des Himmelreiches und seiner Gerechtigkeit ist.

 

Dass diese Begriffe keine hohlen theologischen Hülsen sind, hat gleich der Anfang der Bergpredigt klargestellt. Das Himmelreich, das ist die erfahrbare Gegenwart Gottes. In den Seligpreisungen haben wir die wunderbare Ermutigung erfahren, dass wir diese Gegenwart Gottes nicht erst im Jenseits spürbar haben dürfen, sondern hier, in diesem Leben erfahren können. Zu beglückwünschen waren die, die die Erfahrung an der Seit der Bettelarmen machen; die weiter eintreten für gerechte Lebensbedingungen; die Gewalterfahrungen nicht an Andere weitergeben; die sich die Lauterkeit des Herzens bewahren; die barmherzig den Mitmenschen begegnen... In diesen so alltäglichen Erfahrungsorten ist die Zusage des Himmelreiches gemacht.

 

Matthäus hat auch die Bergpredigt als einen in sich inhaltlich geschlossenen Text verfasst. Man möge sich immer wieder auch an das erinnern, was vorher gesagt war. So kommen die Seligpreisungen wieder in den Blick, wenn die Aufforderung kommt: „Sucht zuerst die Gerechtigkeit des Himmelreiches. Das Andere (nicht zu leugnende sorgentragende Alltägliche) mag zweitrangig sein.

 

Das Evangelium versteht dies aber nicht aus einer psychologischen Alltagshygiene. Es will Mut machen, der Führung und der Sorge Gottes für unser Leben zu trauen. Dieses Vertrauen bedeutet nicht weltfremde Naivität. Unsere Gesellschaft, unsere alltäglichen Lebensanforderungen sind andere als zur Zeit Jesu oder des Matthäusevangeliums. Der Zuspruch gilt dem Vertrauen, sich auf Gott und seines Geistes Führung und Fügung verlassen zu lernen. Das entbindet nicht vom verantwortlichen Sein in der Welt. Es entbindet von einer möglichen Knechtschaft, von den Sorgen und Anforderungen des Alltags aufgefressen zu werden.

 

Meist versuchen wir, auf dem Weg dieser (Für-) Sorge unsere Zukunft zu sichern. Wie oft werden wir da eines Anderen belehrt, wenn die eigenen Pläne plötzlich total durchkreuzt und verunmöglicht werden. Da bewegt die Weisheit unseres Textabschnittes schon: „Jeder Tag hat genug eigene Plage.“(34)

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

8. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 2. März 2014

um 18 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

und 5. Jahrgedächnis für Magret Kohnen

Kollekte LYSKIRCHENSonntag

 

Aschermittwoch, den 05. März 2014

um 18.00 Uhr Heilige Messe mit Austeilung

des Aschenkreuzes (Beginn im Pfarrhof)

 

Donnerstag, den 06. März 2014

um 06.00 Uhr Frühschicht zur Fastenzeit,

anschl. Frühstück im Pfarrsaal

um 15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Verständigung der Kulturen

 

Freitag, den 07. März 2014

um 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,

anschl. Bibelgespräch

 

1. Fastensonntag 2014

Sonntag, den 09. März 2014

um 18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

als Jahrgedächtnis für Robert Schnegg

 

Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag, 04. März 2014 und

Donnerstag, 06. März 2014 jeweils um 18,45 Uhr

 

Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

Lesungen als Predigttexte

in der Fastenzeit 2014

Aus der Gemeinde kam die Anregung, auch in dieser Fastenzeit (wie schon im Advent) die neutestamentlichen Lesungen zur Grundlage der Predigt zu machen. Diese Texte sind bei einem ersten Hören kaum aufzunehmen. Sie sind sehr kompakt – vor allem in den Texten, die dem Römerbrief des Paulus entnommen sind. Sie tragen große theologische Aussagen, die man unmöglich beim ersten Hören verdauen kann. Daher gibt es für Interessierte schon einen Sonntag vor dem eigentlichen Predigttext den Versuch einer kurzen Einleitung. Wer mag, kann sich dann etwas auf den Sonntag einstellen – im Lesen des Textabschnittes und im Blick auf den Versuch, diese sehr dichten theologischen Aussagen ein wenig verstehbarer zu machen. Dazu soll wenigstens die Darstellung der Struktur des Textes dienen. An der kann man sich ein wenig im Text verankern. Ein Angebot für die, die das mögen...

 

Man mag sich fragen, warum wir uns das antun, wenn die Texte so schwer sind? Sie sind Bestandteil unserer Heiligen Schrift. Und da macht es Sinn, sich der Mühe des Verstehens zu unterziehen – für alle, die sich darauf einlassen mögen.

Lesung vom 1. FASTEN SONNTAG 2014

Wo die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden (Röm 5,20b)

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder! Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist. Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheim gefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden. Anders als mit dem, was durch den einen Sünder verursacht wurde, verhält es sich mit dieser Gabe: Das Gericht führt wegen der Übertretung des einen zur Verurteilung, die Gnade führt aus vielen Übertretungen zur Gerechtsprechung. Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus. Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt. Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.

 

Eine Erläuterung

Bilder bitte anklicken

  • 1. Ausgangspunkt ist die Frage: Was ist der Mensch? Der Mensch erlebt sich als Krönung der Schöpfung, aber auch als heilungsbedürftig. (nach Genesis 1-3)
  • 2. Der Mensch erlebt sich vor allem in seiner Sterblichkeit. Er fragt: Warum ist das so? Die Geschichte Genesis 3 ist eine erzählende Antwort auf diese Frage.
  • 3. Paulus nimmt die Theologie der Genesis 3 auf: ‚ADAM’ (das heißt: Mensch) trennt sich aus seiner naturgegebenen Abhängigkeit zum Schöpfer. Diese Trennung nennt die Bibel: Sünde
  • 4. Die Trennung von Gott (= Sünde) führt zum Tod. Den Tod gab es immer, aber in der Trennung vom Schöpfer wird die Sterblichkeit besonders deutlich. Der Mensch erlebt sich verloren darin.
  • 5. Für die Juden, die Paulus auch anspricht, ergab sich die Frage, ob der Mensch diese Verbindung von Sünde und Tod auch schon vor der Tora hatte? Die Tora (das ‚Gesetz’) macht er deutlich, was ‚Sünde’ ist. Paulus sagt: Die Sünde und den Tod gab es auch vor Mose, vor der Tora.
  • 6. Paulus setzt nun dagegen: Anders als mit der Übertretung (= Sünde und Tod) ist es mit der Gnade.
  • 7. Die Gnadentat des Einen (des Christus Jesus) richtet die Vielen wieder auf. Die Gnadentat des Messias Jesus ist sein Leben, sein Sterben und seine Auferweckung.
  • 8. Anders als die Sünde, die zur Verurteilung führt, führt die Gnadentat des Einen zur Gerechtsprechung. Gerechtsprechung, das ist die Wiederverbindung in die Gemeinschaft mit Gott.
  • 9. Paulus stellt am Ende dieser Perikope fest: Die Übertretung des Einen (=ADAM) führt die Vielen zum Tod. Die Gnade Gottes und die Gerechtigkeit des Einen (des Christus Jesus) führt die Vielen zum Leben.

Paulus weiß, dass wir Menschen in der Verstrickung des Bösen in der Welt sind. Er weist auf die Gerechtigkeit des Messias Jesus, die uns wieder mit Gott verbindet. Sich aus dem Bösen zu lösen, das führt uns zur Nachfolge Jesu. Er, so ist Paulus überzeugt, bringt uns in das Leben Gottes, das grenzenlos ist. Die Worte des Paulus sind die Ermutigung, dem Christus Jesus zu trauen und dadurch die Verbindung mit dem ewigen Leben Gottes zu finden.

Rückblick Gotteslob

Nun haben wir das neue Gotteslob in Gebrauch genommen. Es bietet einen großen Schatz an Liedern und an Gebeten. Wie Herr Mailänder in seiner Einführung am vergangenen Sonntag sagte, ist es nicht nur als Buch für den Gottesdienst in der Kirche gedacht, sondern auch als Buch, das das persönliche Gebet und Gottesdienstfeiern in kleinen häuslichen Gemeinschaften unterstützt. Das Buch bietet auch kurze Antworten auf Fragen, die die Inhalte unseres Glaubens betreffen.

 

Interessant konnte der Erzdiözesanmusikdirektor von der Entstehung dieses Buches berichten – denn er war Leiter der Gruppe, die sich um die Liederauswahl des Buches kümmerten. Dass es auch da menschlicher Abstimmungshürden bedurfte, wundert einen nicht. Wir werden das Buch zu nutzen lernen. Einige Teile unserer Art der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes werden wir weiterhin unserem gelben Heft entnehmen. Die dort abgedruckten Lieder sind Zeichen einer – auch mehrstimmig – von der feiernden Gemeinde getragenen Liturgie. Herr Mailänder ließ auch durchblicken, dass der hier gesuchte Weg auch ein Hinweis auf eine mögliche Art zukünftiges Gottesdienstfeiern sein wird.

Auch die Lieder sind eben nicht Begleitmusik eines Geschehens, das der Priester für die Gemeinde vollzieht. Die Lieder tragen, deuten, bewegen das, was in der Liturgie vorgeht. Trägerin dieser Gottesdienstfeier ist eben die dort versammelte Gemeinde.

 

Beeindruckend, wie mit Leichtigkeit die Gemeinde am vergangenen Sonntag dann auch neue Lieder gleich mitsingen konnte...

Dank an Herrn Mailänder, dass er uns Einblick gegeben hat in den Prozess der Entstehung dieses neuen Gotteslobes. Es wird vielleicht auch wieder 40 Jahre halten – wie das alte. Auch Gesang- und Gebetbücher sind Zeuginnen der jeweiligen Zeit.

Hinweise auf Fastenzeit –

„Do /Fr/ Kunst/Aschermittwoch und Palm“

Am Aschermittwoch beginnt wieder die österliche Vorbereitungszeit. Sie ist Zeit der Besinnung, Zeit der Neuorientierung, Zeit der Umkehr. Das Evangelium konfrontiert uns immer wieder mit der Logik der Gerechtigkeit Gottes. Unsere Lebensgewohnheiten sind in vielem so anders. Manche werden auch den Reiz, den Ansporn empfinden, sich diesen Anforderungen des Evangeliums mehr und mehr zu stellen. Es geht um ein Koordinatensystem, aus dem heraus wir die Aufgaben in der Welt, das Reifen unserer eigenen Persönlichkeit betrachten lernen.

 

Unterstützungen zur möglichen Neuorientierung:

Donnerstags feiern wir um 6 Uhr die Frühschicht – die hl. Messe in der Krypta. Anschließend sind alle zu einem Frühstück im Pfarrsälchen eingeladen. (Wegen des nun das Jahr über eingeführten Gottesdienstes am Freitagabend und des anschließenden Bibelgesprächs ist die Frühschicht vom Freitag auf den Donnerstag verlegt worden.)

 

Freitags feiern wir die Abendmesse in der Krypta.

Anschließend sind Interessierte zum Bibelgespräch eingeladen. An diesen Abenden sprechen wir über die Texte, die am folgenden Sonntag Grundlage der Predigt sind. In dieser Fastenzeit werden wir uns den nicht ganz einfach zu verstehenden neutestamentlichen Lesungen widmen. Dieser Gesprächskreis ist grundsätzlich offen – also kein Bibelkreis, zu dem man gehört. Interessierte sind immer willkommen.

 

Aschermittwoch – Bereitung der Asche

Als Zeichen der Bereitschaft zur Neuorientierung legen wir uns die Asche auf. Wir werden diese Asche wieder mit einem Feuer im Innenhof der Kirche bereiten. Sie dürfen dafür gerne Ihren nun vertrockneten ‚Palm’ vom Palmsonntag des Vorjahres zum Verbrennen mitbringen.

Die Feier des Aschermittwochs beginnt um 18 Uhr im Hof.

Nachtreffen Kult und Diakonie

Im Oktober 2013 haben wir in einem offenen Kreis Interessierter uns über Gottesdienst und Diakonie ausgetauscht. Frage war und ist, wie das Element der Diakonie im Gottesdienst lebendig ist. Die Fürbitten sind ein Teil davon. Aus der alten Kirche wissen wir, dass es immer eine Kollekte gab. Sie war ein sichtbares und die Art der Feier inspirierendes Element. Kollekte hieß damals: Mitbringen von Naturalien für die Armen und die Kranken.

In Maria Lyskirchen gibt es – ohne dass wir das in den Anfängen ‚Kollekte’ genannt hätten – die Praxis, dass Gottesdienstmitfeiernde Kuchen für die Obdachlosen mitbringen. Damit wird das sonn- und feiertägliche Café für drogenabhängige Obdachlose in der Stadt bestückt. Nach dem Treffen im Oktober haben wir diese Kuchen und andere Sachspenden für Bedürftige (falls es dazu einen gezielten Aufruf gab) nicht mehr in die Sakristei getragen, sondern stellen sie nun auf die Stufen zum Altar.

Bei unserem Oktobertreffen haben wir uns vereinbart, uns im Frühjahr noch einmal mit Interessierten zu treffen, um zu bedenken, ob diese nun gewählte Form ‚des Geistes’ ist.

Alle, die daran weiter denken mögen, sind zu einem neuen Treffen in Sachen ‚Kult und Diakonie’ zum 23.3.2014 um 16 Uhr in das Pfarrsälchen eingeladen. Marcus Siebolds wird und wieder als Moderator zur Seite stehen. Eingeladen sind alle, die am Thema mitdenken mögen – egal, ob Sie im Oktober dabei waren oder nicht.

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Schon fast Demokratie?

Da werden neue Wahlmänner ernannt (früher wurden sie auch tatsächlich vom Volk von Rom gewählt) und bei der Zeremonie ist das aktuelle Oberhaupt und sein Vorgänger wie selbstverständlich anwesend und das Protokoll wird nicht nervös. Fast so, als ob Obama und Bush an einer gemeinsamen Versammlung teilnehmen. Ein großartiges Bild: Der Papst und sein Vorgänger. Benedikt nimmt sein Pilelolus – das kleine weiße Schädelkäppchen – ab, er zieht sozusagen respektvoll den Hut. Eine herzliche Umarmung, dann nimmt das Konsistorium seinen Lauf. Papst Benedikt hatte vor seinem Rücktritt gesagt, dass er nicht weglaufe, sondern auf andere Weise dem Amt zur Verfügung stehen würde: betend. Genau das haben wir im Petersdom gesehen. Hut ab, möchte man da sagen. 

 

Papst emeritus Benedikt gibt damit auch allen Nachfolgern ein Beispiel. Die nächsten Päpste, die sich mit Rücktrittsgedanken tragen, werden in ihm ein Beispiel finden, dass das gut gehen kann.

Wo waren eigentlich Robert Zollitsch, Rainer Marx & Co.

Manchmal ist es nicht nur spannend, wer zu einem Fest geladen ist, sondern es ist auch eine Aussage wer einem Fest fern bleibt. Gerhard Ludwig Kardinal Müller feierte seine Kardinalskreierung am vorletzten Samstag im Palast der Glaubenskongregation mit einer deftigen Brotzeit mit Leberkäs, Kartoffelsalat und allerlei Gegrilltem. An dem Empfang nahmen auch die deutschen Kardinäle Joachim Meisner und Paul Josef Cordes, der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa und der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst teil. Der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Norbert Trelle überbrachte die Glückwünsche der Deutschen Bischofskonferenz. Danach nahm Kardinal Müller in der Sala Ducale viele Glückwünsche entgegen. Die längste Menschenschlange bildete sich vor dem neuen Staatssekretär Pietro Parolin, der in der Sala Regia des Apostolischen Palastes seine Gäste begrüßte.

 

Kardinal Müller kann sich aber trösten. Wurde ihm doch eine sehr prominent gelegene Titelkirche zugewiesen: Sant’Agnese in Agone direkt auf der Piazza Navona. Diese Titeldiakonie ist der heiligen Agnes geweiht, die schon mit 12 Jahren wusste, was der wahre Glaube ist und dafür starb, so die Legende. Die Kirche steht unmittelbar vor dem Vierströmebrunnen des Bernini. Sant’Agnese wurde von Berninis Rivalen Borromini errichtet. Bernini traute der Baukunst seines Rivalen nicht. Bernini hat darum dem Nilgott das Haupt verhüllt und der Verkörperung des Rio de la Plata eine abwehrend erhobene Hand gegeben, die ihn vor dem Einsturz der Kirche bewahren soll.

Franziskus über den 'Alten Ritus' ... und weil es eine Mode ist, daher muß man ihr nicht so viel Aufmerksamkeit schenken...

Die tschechische Redaktion von Radio Vatikan befragte die Bischöfe aus Böhmen und Mähren nach ihrem Ad-Limina-Besuch in Rom über die Audienz bei Papst Franziskus. Erzbischof Jan Graubner von Olmütz gab dabei wieder, was der Papst ihnen zur überlieferten Liturgie sagte:

Als wir über jene diskutierten, die die alte Liturgie lieben und wünschen zu ihr zurückzukehren, war offensichtlich, daß der Papst mit großer Zuneigung, Aufmerksamkeit und Sensibilität für alle sprach, um niemandem wehzutun. Dennoch gab er eine sehr starke Erklärung ab, als er sagte, daß er versteht, wenn die alte Generation zurückkehrt zu dem, was sie erlebt hat, aber er nicht die jüngeren Generationen verstehen kann, die zurückkehren wollen. „Wenn ich gründlicher darüber nachdenke“ – sagte der Papst – „finde ich, daß es eher eine Art Mode ist. Und weil es eine Mode ist, daher muß man ihr nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Es ist nur notwendig, eine gewisse Geduld und Freundlichkeit den Menschen gegenüber zu zeigen, die von einer gewissen Mode abhängig sind. Ich halte es aber für sehr wichtig, in die Tiefe der Dinge zu gehen, denn wenn wir nicht in die Tiefe gehen, kann uns keine liturgische Form retten, weder die eine noch die andere.“

Vatikan, eine argentinische Kolonie?

Wenn das Staatsoberhaupt eines souveränen Staates ausdrücklich Wert darauf legt, nicht als Staatsangehöriger des Landes zu reisen, dessen absoluter Souverän er ist, sondern als einfacher Staatsbürger des Landes in das er geboren wurde, kann man dann schon von Kolonarisierung sprechen? Vielleicht ist es ja auch nur ein Integrationsproblem. Jedenfalls würde man das bei fast allen Zuwanderern so sehen. Was ist passiert?

Das absolutistische Staatsoberhaupt des Vatikan hat sich einen neuen argentinischen Personalausweis und Reisepass ausstellen lassen auf den Namen Bergolio, Jorge Mario gültig bis zum 14. Februar 2029. “Ich will als Argentinier reisen”, soll Franziskus gesagt haben. Am 19. April 2005 wurde Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst gewählt, am 20. April 2005 lautete die Schlagzeile der BILD-Zeitung „Wir sind Papst“. Was hätte die Welt gedacht, wenn Benedikt XVI. gesagt hätte „Ich will als Deutscher reisen“?