Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
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    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
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    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

22. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 31.08.2014
Der 31. August ist der 243. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 122 Tage  bis zum Jahresende.

31.8.1939: Überfall auf den Sender Gleiwitz

"Ich werde propagandistischen Anlass zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig, ob glaubhaft. Der Sieger wird später nicht danach gefragt, ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht."
Adolf Hitler am 22. August 1939

 

Am Abend des 31.8.1939 überfiel der SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks zusammen mit fünf oder sechs in Zivil gekleideten SS-Leuten den Sender Gleiwitz. Das laufende Programm wurde unterbrochen, über den Sender wurde ein Aufstand der polnischen Minderheit ausgerufen. Ein Toter, als "Konserve" bezeichnet, wurde als "Beweis" für den angeblichen polnischen Überfall in der Sendeanlage deponiert, nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei.

 

Dieser fingierte Überfall sollte neben anderen, auf ähnliche Weise inszenierten Übergriffen Hitler den Anlass zum Krieg gegen Polen liefern.

 

Den Auftrag, die entsprechenden Aktionen zu organisieren, bekommt Reinhard Heydrich. Bei seiner ersten Informationsbesprechung erklärt er in Oppeln dem dortigen Leiter der Gestapo: "Der Führer braucht einen Kriegsgrund." Und Heydrich will ein geheimdienstliches "Meisterstück" liefern, "das aller Welt einwandfrei bewies, dass Polen diesen Krieg begann".

 

Am 1. September vor 75 Jahren begann der II. Weltkrieg

 

AKTUELL: Erklärung des Ständigen Rates der Deutschen
Bischofskonferenz zur Situation im Mittleren Osten


„Der Terror im Irak muss aufgehalten werden“ >>>

Es sagte Thomas Jefferson

(1743 - 1826), 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Krieg bestraft Strafende und Bestrafte.

Woelki: „Ich habe in Berlin viel dazugelernt“

Zum Beispiel, dass ich Menschen, die anders leben als ich, mit Respekt und Achtung begegnen kann und muss, ohne dass ich ihre Lebensentwürfe immer teile. Aber das tun andere in meinem Fall ja auch nicht. Das, was man Pluralität nennt, habe ich in Berlin - vielleicht auch in meiner neuen Aufgabe hier - viel stärker wahrgenommen als zuvor im Rheinland.“


Das sagt Rainer Kardinal Woelki
im Interview mit dem KÖLNER STADT ANZEIGER >>>


Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst 

 

+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Matthäus

 

In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.

 

Mt 16, 21-27

 

 

johannesevangelium

Mit unserem Textabschnitt beginnt in der Gesamterzählung des Matthäusevangeliums der dritte und letzte Teil. Wir erleben, wie Jesus nach Jerusalem geht, schließlich in Jerusalem aufsehenerregend wirkt. Dann werden Passion, Tod und Auferweckung bestimmende Themen des Matthäusevangeliums.

 

Bisher hat der Evangelist seiner Leserschaft ausführlich dargestellt, dass Jesus der verheißene Messias ist. Seine Worte und seine Werke bezeugen das eindrücklich. Jesus folgt dabei dem Heilsplan Gottes. Matthäus unterstreicht diese Perspektive, indem er immer wieder Zitate aus der hebräischen Bibel bringt: Gott wirkt in der Geschichte der Menschen. Gott hat einen Heilsplan mit den Menschen. In diesem Heilsplan kommt dem Messias eine einzigartige Bedeutung zu.

 

Matthäus hat seine Leserschaft auch wissen lassen, dass er keine Erbauungsliteratur über den Messias und sein schönes Wirken unter den Menschen verfasst haben will. In seinen Reden weist er unmissverständlich darauf hin, dass das Wort und die Werke des Messias Jesus Folgen haben für das praktische Leben eines ihm Nachfolgenden.

 

Gerade noch hat Matthäus uns über den Petrus wissen lassen: Jesus ist wirklich der Messias Gottes, der Sohn Gottes! Welch ein Gnadengeschenk im Heilsplan Gottes, denn nicht menschliches Wissen oder Sinnen hat diese Erkenntnis gebracht! Der Vater im Himmel hat diese Erkenntnis ermöglicht. (16,16f).

 

Umso brutaler kommt im Erzählfluss des Evangeliums nun die erste (von drei) Ankündigungen von Leiden, Tod und Auferweckung Jesu. Brutal klingt diese Ankündigung, weil der Gedanke an einen leidenden oder gar schmählich hingerichteten Messias für glaubende Juden undenkbar ist. Wie wir im weiteren lesen, scheint auch Petrus vor lauter Erschrecken über die Leidensseite der Ankündigung den Hinweis auf die Auferweckung überhört zu haben. Das Undenkbare ist die Vorstellung, dass im Heilsplan Gottes Leiden und Tod vorkommen. Verschärft wird diese Undenkbarkeit durch das scharfe ‚Muss‘: der Messias muss leiden, muss getötet werden.

 

Die Reaktion des Petrus trifft unsere volle Sympathie. Selbst wenn wir nicht so brüskiert sein mögen wie glaubende Juden: Wir tun uns auch sehr schwer, einen leidenden Messias im Heilsplan Gottes vorgesehen zu sehen. Wir werden – außer spekulativen Versuchen – keine uns zufriedenstellende Antwort auf die Frage nach dem Muss des Leidens des Messias bekommen. In der Überlieferung ist das Thema nicht ganz fremd. Das Prophetenbuch Jesaja benennt dieses Phänomen in seinen vier Gottesknechtliedern. Auch dieser Hinweis löst die drängende Frage nach dem Muss des Leidens nicht auf. Dieser Gedanken verstört geradezu unser Gottesbild. Warum sollte der erhabene Schöpfergott das nötig haben? Wir finden keine uns zufriedenstellende Antwort.

 

Für den Evangelisten scheint es bedeutsam zu sein, dass er Jesus eben nicht nur Leiden und Tod ankündigen lässt, sondern auch (oder: vor allem?) seine Auferweckung. Leiden und Tod sind Realität der Lebensgeschichte Jesu. Sie sind auch Realität im Leben eines jeden Menschen. Matthäus bekräftigt in diese Realität, dass der Heilsplan Gottes nicht zunichte wird durch die Realität von Leiden und Tod. Das wird den Glaubenden klar, indem die Auferweckung aus dem Tod das überragende Wort Gottes bleibt.

 

Diese Erkenntnis mag in der Theologie des Matthäus klar sein. Vermutlich wusste der Autor aber auch, dass die Zweifel im Menschen tief verwurzelt sind. In der Reaktion des Petrus auf die Leidensankündigung Jesu hin lernen wir, dass Gottes Heilsplan eben anders ist als unsere Erwartungen und Wünsche. Bleibt also festzuhalten: Leiden und Tod gibt es. Der Evangelist ermutigt, aber auch der Auferweckung zu trauen.

 

Petrus, der sich nach seinem Messiasbekenntnis (16,16) noch der großen Beglückwünschung erfreuen kann, erfährt aufgrund seiner Einwände nun heftige Zurückweisung: Weg von mir! Satan! Hinter mich! Diese schroffe Ablehnung macht deutlich, dass Petrus eine grundlegende Grenze des Glaubens berührt hat. Er stellt sich mit seinem (sehr verständlichen) menschlichen Denkrahmen gegen den Heilsweg Gottes. In diesem kommen Leiden, Tod auch vor. Gott lässt aber an Jesus lernen, dass er das unendliche Leben, die Auferweckung hat.

 

Petrus (und damit all wir Zweifelnden) muss lernen, dass Jesus mit seinem Leben der Bestimmung Gottes bedingungslos gefolgt ist. Gott hat diesen Grundsatz des Lebens Jesu durch dessen Auferweckung bestätigt: Gottes Heilsplan führt zum unendlichen Leben, selbst wenn dieser Weg über Leiden und Tod geht. Wie absichtsvoll Gott nun Leiden und Tod in den Lebensweg einbaut … - solche Fragen sind neuzeitlicher Natur. Sie finden keine Antwort im Evangelium.

 

Das Evangelium führt vielmehr weiter: Wenn wir Jesu bedingungslose Treue zu Gott annehmen, dann sind wir aufgerufen, die Platzanweisung Jesu „Hinter mich!“ anzunehmen. Dann wir der Evangelist auch gleich wieder sehr lebenspraktisch: Was heißt ‚Wie ER‘ leben? Die Antwort umgreift drei Elemente: Sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen, IHM folgen. Das sind wieder Anforderungen, die unserem Wunsch nach Autonomie sehr widerstreben.

 

Gemeint ist: Sich mit den eigenen Planungen und Erwartungen zurückzunehmen. Es ginge um die Wachsamkeit, den eigenen Weg in dieser Welt aus der Perspektive des Glaubens an Gott zu erkennen. Der Geist der Unterscheidung tut hier not.

Jedes Leben hat sein eigenes Kreuz. Manche werden gerade da an ihrem Gottvertrauen irre, wenn sie das eigene Kreuz tragen müssen oder mit ansehen müssen, wie andere Menschen es tragen müssen. Der Evangelist vertraut, dass auch dieses Leiden seine Vollendung und Erlösung in der Auferweckung des Lebens haben wird. Ohne ein Gottvertrauen wird uns diese Deutung des Leidens schwerer zugängig sein.

 

Schließlich erfolgt in aller Realität des Leidens und Sterbens die Platzanweisung an alle, die das Evangelium hören: Hinter mich! Es ist die Anweisung, in den Fußspuren des Messias zu gehen, in der Blickrichtung des Messias zu schauen, wenn wir mitten im Leben sind.

 

Eine Weisheitsbetrachtung schließt der Evangelist an: Was wollen wir? Wir wollen Leben haben, so voll wie möglich. In all dem ist gewiss, dass das Leben einmal endet – mit mehr oder weniger Erfahrungen von Leidenskreuzen, die wir zu tragen haben. Wenn wir uns selbst als die wahre Kraft unseres Lebens denken, werden wir das Leben verlieren – spätestens im Tod. Der Evangelist setzt dagegen: Wer sich dem Messias Jesus anschließt, wird in seinem Leben gewiss sich auch Einschränkungen auferlegen. Das erfordert die Klarheit des Lebens im Tun der Gerechtigkeit Gottes. Diese selbst gewählten Einschränkungen aber bringen uns in den Kontakt zur geglaubten Wirklichkeit der Auferweckung des Lebens. Daher ist das Leben in der Nachfolge Jesu kein Verlust, sondern ein grundlegender Gewinn. Mag es in den Augen rein menschlichen Überlegens ein Verlust sein; in der Erfahrung der Beziehung mit Gott ist es ein unendlicher Gewinn.

Der Evangelist schließt diese Episode mit einem wieder sehr deutlichen Hinweis ab (V 27): Bei all diesen Betrachtungen geht es nicht um eine schöngeistige Erwägung. Die Nachfolge Jesu ist eine praktische Lebensanweisung, eine Anweisung, die sich auf den Glauben an Gott und seine Macht über den Tod gründet. Davon hat Matthäus schon in der Bergpredigt mehrfach gesprochen – im Abwägen dessen, was unsere Sorgen lohnt (6,19-34) oder in der Entschiedenheit, das Wort Gottes nicht nur zu hören, sondern es auch im Tun sichtbar werden zu lassen. Mit dieser Mahnung endet Matthäus die Bergpredigt (7, 21-23). Schließlich wird uns im 25. Kapitel sehr plastisch vor Augen geführt, dass die Nachfolge, das Tun der Gerechtigkeit Gottes, das Tun für die (vor allem geringsten) Schwestern und Brüder meint. Dieses Handeln aus der Platzanweisung Jesu wird nicht ohne Kreuztragen sein. Der Evangelist ermutigt zur Entschiedenheit, weil er die Auferweckung des Lebens ganz sicher glaubt. Wie ER – das geht über das beherzte Leben der Gerechtigkeit Gottes, über die Ablehnung gerade deswegen bis hin zur Beglaubigung Gottes in der Auferweckung des Lebens. Das sind wieder einmal Glaubensherausforderungen und Glaubenszusagen.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

22. Sonntag im Jahreskreis

Woche vom 31.08. – 07.09.2014

 

Sonntag:
19.00 Uhr  Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag:
15.00 Uhr  Rosenkranzgebet für den Frieden

                                 

Freitag:
18.00 Uhr  Heilige Messe in der Krypta,
anschließend Bibelgespräch

 

Sonntag:
19.00 Uhr  Heilige Messe der Gemeinde

Kollekte: LYSKIRCHENSonntag

 

Heilige Messe im Notel, Victoriastrasse 12, Köln

Diese Woche keine Heilige Messe im Notel

 

  • Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

Einladung Amtseinführung des neuen Erzbischofs  

Am 20. September 2014 wird unser neuer Erzbischof Rainer Kardinal Woelki in sein Amt eingeführt. Es ist sein Wunsch, dass alle im Bistum sich eingeladen wissen, daran teilzunehmen. Der Dom wird um 9 Uhr geöffnet. Die Feier beginnt um 10.30 Uhr. Auf dem Roncalliplatz wird der Gottesdienst auch auf Videowand übertragen. Im Anschluss an die Messfeier ist ein Fest der Begegnung auf dem Roncalliplatz. Klar, dass auch wir aus unserer Gemeinde Eingeladene sind.

 

Woelki und das Roma Kind Zupan "Niemand verlässt gern seine Heimat."
Woelki und das Roma Kind Zupan "Niemand verlässt gern seine Heimat."

Zwischen dem Wunsch nach Ruhe und dem Wunsch nach Gemeindekommunikation

Unter dieser Anfrage ist die Diskussion über das Maß von Ruhebedürfnis und Kommunikationsbedürfnis vor Beginn der Messfeier in Gang gekommen. Es tut gut zu sehen, wie differenziert und um ein gutes Verstehen und eine gute Lösung bemüht die Beiträge sind. Klar ist, dass niemand eine Regulierung haben will, unter der die Begegnung sich verunmöglicht fühlt. Es ist auch nicht gerechtfertigt, die Kommunikation vor der Messe als einen Klaff anzusehen, den man auch auf der Straße oder in der Kneipe führen könnte. Ein Beispiel: Ein Gemeindemitglied berichtete, dass sie in der Zeit der intensiven Pflege ihres Mannes es als eine große Stütze empfunden hat, wenn vor der Messfeiern Menschen zu ihr gekommen sind, mit ihr ein Wort gewechselt haben, sich nach dem Stand der Dinge erkundigten. Das war ein Anteilnehmen, das viel Kraft in die Belastungen des Alltags gegeben hat – und ein Wissen, dass gerade eine Gemeinde die Menschen in dieser Notlage mittrug. Diese kurzen Begegnungen wären nicht nach dem Gottesdienst möglich gewesen, da dann schnell der Heimweg anzutreten war.


Ich bin gewiss, dass wir eine Form finden, in der Ruhe möglich ist, in der Menschen, die durch ihre Haltung signalisieren, dass sie heute einmal nicht angesprochen sein mögen, dies tun können, in der ein sich Wahrnehmen, Begrüßen, Austauschen ebenso angemessen seinen Platz hat. Die rege Diskussion zeigt, dass es hier nicht um eine disziplinäre Frage geht, sondern um ein Verständnis von Gemeindeversammlung zum Gottesdienst. Im Kreis der Lektoren war der Begriff der ‚Liturgie vor der Liturgie’ genannt worden. Liturgie ist die Begegnung mit dem Heiligen, aber eben nicht ohne den konkreten Menschen.

 

Wir haben eine gute Art in Lyskirchen entwickelt, uns Entwicklungen anzuschauen, sie sich gestalten zu lassen und irgendwann, mit einiger Erfahrung und einigem Abstand, in einen Austausch Interessierter mittels Gemeindeversammlung zu bringen.

 

Ich bin dankbar, dass wir das, was uns (u.a.!) bewegt, auf diesem Weg des achtvollen Austausches von Argumenten und Erfahrungen reifen lassen. Dankbar bin ich auch, dass sich so viele mit zu Wort melden, weil es ganz offensichtlich ein bedeutendes Anliegen ist – für beide Seiten der Diskussion. Aus allen Beiträger ist klar ersichtlich: Eine grabschweigende Stille als pädagogischer Hinweis will niemand. Kostbar scheint mir auch die Erkenntnis, wie viel Bedeutung der Gemeindezusammenhalt hat – obwohl wir die meiste Zeit der Woche sozial keine vorgegebenen Berührungspunkte haben. Es scheint sich auf dem Weg, den wir gerade gehen, eine Gemeindebildung wie von selbst zu schaffen.

 

Danke für alle Beiträge – und wer will, darf sich gerne weiter dazu äußern. Im Herbst werden wir Interessierte wieder zu einer Gemeindeversammlung einladen.

Visitation 2014  

Im September und Oktober wird Weihbischof Manfred Melzer das Dekanat Köln-Mitte visitieren. Zuletzt ist er 2008 hier gewesen. Er wird höchstwahrscheinlich am Sonntag, 19.10. mit uns zusammen die Hl. Messe feiern. Im Anschluss sind wir zu einer Begegnung in der Unterkirche eingeladen. Wenn der endgültige Plan zur Visitation erstellt ist, wird über die uns betreffenden Termine informiert werden.

AGAPE-Feier mit Obdachlosen und Gemeinde  

Während des Eucharistischen Kongresses 2013 haben wir eine solche Agape feiern dürfen. Mit den Seelsorgenden aus Gubbio – Sr. Franziska und Br. Markus – haben wir abgesprochen, diese Form der gottesdienstlichen Feier zu wiederholen. Nächster Termin ist der 31. Oktober um 17 Uhr. Wir benötigen zum Aufbau und zum Tischdienst wieder viele Menschen, die mithelfen mögen. Daher die Bitte, sich bei zu melden, wenn Sie mitmachen können – entweder in der Sakristei bei Herrn Kläden oder unter schnegg@lyskirchen.de.

Treffen der Mitwirkenden in der Liturgie  

Mitwirkende in der Liturgie sind alle, die in der Feier sind. Darüber hinaus gibt es Mitwirkende, die bestimmte Aufgaben wahrnehmen – als Kommunionhelfende, als Lektorinnen und Lektoren, als Kantorin und Kantoren. Einmal im Jahr treffen wir uns in diesem Kreis, um Dank zu sagen für diese Dienste und um sich auszutauschen über Dinge, die die Ausübung dieser Dienste oder die Feier der Liturgie betreffen. Wir haben uns auch ausgetauscht über die derzeitige Fragestellung zwischen Ruhe und Kommunikation der der Messfeier. Der Kreis stellte so etwas wie eine repräsentative Mischung der Äußerungen aus der Gemeinde dazu. Sehr anregend und für das Werden der Gemeinde sehr hilfreich, wie wir auch mit diesem Thema umgehen. An dieser Stelle allen Frauen und Männern von Herzen Dank, dass sie sich so in die Mitwirkung in der Feier der Liturgie einbringen mögen. Danke sehr!

PS: Wenn es noch interessiert ...

Ich soll jetzt Erzbischof in Madrid werden. Bisher war ich Erzbischof in Valencia. Meinen Platz in Valencia übernimmt dann Kardinal Antonio Cañizares Llovera. Zu einer seiner letzten Handlungen als Präfekt der Kongregation für Gottesdienste und Sakramentenordnung hatte Kardinal Llovera die Bischöfe in einem Brief ermahnt „ … dass der Friedensgruß künftig in der Messe nüchterner gehalten werden soll.“

Kurienkardinal Antonio Cañizares Llovera muss nach Spanien
Kurienkardinal Antonio Cañizares Llovera muss nach Spanien

Der „kleiner Ratzinger“ wie Kardinal Cañizares Llovera auch genannt wird muss also die Kurie und Rom verlassen. Die Ablösung von Cañizares Llovera war seit langer Zeit erwartet worden, denn es gibt  Differenzen in der Theologie und der Vorstellung von Liturgie zwischen ihm und Papst Franziskus. Ob es zukünftig eine eigenständige Kongregation für Gottesdienste und Sakramentenordnung  geben wird bleibt offen, vorstellbar ist, dass es eine Fusion der  Kongregation mit der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen Kongregation für Gottesdienste und Sakramenten- ordnung geben wird. Kardinal Cañizares Llovera hätte ja auch Erzbischof in Madrid werden können, das wollte aber Franziskus nicht, also muss ich,  Carlos Osoro Sierra nach Madrid.

Antonio Cañizares Llovera war Chef der Gottesdienstordnung
Antonio Cañizares Llovera war Chef der Gottesdienstordnung

Doppelgänger?

Carlos Osoro Sierra (* 16. Mai 1945 in Castañeda, Provinz Santander, Spanien) war Erzbischof in Valencia und ist nun ernannter Erzbischof von Madrid. Der „den Menschen zugewandte Mann gilt als „Doppelgänger“ von Papst Franziskus, aber schauen Sie selbst.

Erzbischof Carlos Osoro Sierra
Erzbischof Carlos Osoro Sierra