Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hinter dem Jordan

Hoffnungsträger

Wir sitzen alle im selben Boot

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Kinder und Könige retten die Erde

Sehnsüchtig?

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Diener der Freude

Freut Euch!

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

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DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 30.03.2014
Der 30. März ist der 89. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 276 Tage  bis zum Jahresende.

30. März 1847
Kirchenaustritt erlaubt :

Im von Preußens König Friedrich Wilhelm IV. erlassenen Toleranzedikt wird unter anderem der Kirchenaustritt erlaubt. Das Recht auf den Kirchenaustritt ergibt sich gegenüber dem Staat aus dem Grundrecht der negativen Religionsfreiheit. Erstmals 1847 durch das Toleranzedikt Friedrich Wilhelm IV. in Preußen ermöglicht, wurden seine Bedingungen in Deutschland im Rahmen des Kulturkampfes gesetzlich festgelegt. Die Forschung unterscheidet mehrere Kirchenaustrittsbewegungen in der deutschen Geschichte. Die erste geschah schon vor dem Ersten Weltkrieg (getragen von Sozialdemokraten und bürgerlichen Anhängern Ernst Haeckels), die zweite ab 1919 (ebenfalls vornehmlich aus der Arbeiterschaft heraus, aber auch dem Bürgertum). Zwischen 1936 und 1940 waren in Deutschland und Österreich ähnlich viele Kirchenaustritte wie nach 1968 und nach 1989 zu verzeichnen. 1933 bis 1936 und nach 1945 in Westdeutschland (Adenauer-Zeit) gab es Kircheneintrittsbewegungen. 1936 wurde auf den Melde- und Personalbögen der Einwohnermeldeämter sowie den Personalpapieren der Begriff "gottgläubig" eingeführt. Da die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft wie auch "Freidenkertum" im Nationalsozialismus nicht als karrierefördernd galt, bot die amtliche Bezeichnung "gottgläubig" für konfessionslose Nationalsozialisten einen Ausweg, um so zu dokumentieren, dass man durch einen Kirchenaustritt nicht automatisch "ungläubig" wurde.Kirchenaustritt von 1937 bis 1940 war stark von der „Gottgläubigkeit“ der Nationalsozialisten und Diskussionen rund um kirchenkritische Schriften von Autoren wie Alfred Rosenberg (Bekenntnis: „gottgläubig“ oder „deutsch-gottgläubig“) und Mathilde Ludendorff („Bund für Deutsche Gotterkenntnis)“ getragen.

 

Es sagte Philip Dormer Stanhope Lord Chesterfield

(1694 - 1773), englischer Staatsmann und Schriftsteller

Er verlor am Morgen eine Stunde und vergeudete den Rest des Tages damit, sie zu suchen.

Angelus: „Barmherzigkeit ist größer als das Vorurteil"

Aber Jesus tut es! Er hat keine Angst. Wenn Jesus eine Person sieht, geht er auf sie zu, weil er liebt. Er liebt uns alle. Er macht vor keiner Person halt wegen Vorurteilen. Jesus verurteilt die Frau nicht, sondern lässt sie spüren, dass sie beachtet und angenommen ist. So weckt er in ihr die Sehnsucht, aus ihrer alltäglichen Routine auszubrechen.“

 

 

Papst Franziskus
beim Angelus am 23.03.2014

Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

In jener Zeit sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen. Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet. Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube. Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

 

Joh 9, 1.6-9.13-17.34-38

Lesung zum 4. Fastensonntag

Steh auf von den Toten,
und Christus wird dein Licht sein

 

Lesung aus dem Brief des
Apostels Paulus an die Epheser

 

Brüder! Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts! Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! Denn man muss sich schämen, von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden. Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.

Kinder des Lichts

(zu Epheser 5,8-14)

Auch der Epheserbrief (wie schon der 2. Brief an Timotheus am 2. Fastensonntag) ist ein Brief aus dem ausgehenden 1. Jahrhundert. Verfasst wurde er von einem Paulusschüler. Auch er stellt seinen Brief unter die Autorität des verehrten Meisters. Im Epheserbrief geht es um die Gemeinschaft der im Glauben an den Christus Jesus Geeinten, um die Kirche. Dem Epheserbrief liegt daran, ein konkretes Modell der Gemeinschaft der Kirche aufzuzeigen. So ist klar, dass die Gemeinschaft der Kirche das Trennende zwischen Judenchristen und Heidenchristen überwunden hat. Unser Textabschnitt wendet sich noch einmal an die Heidenchristen, jene, die – so der damalige Sprachgebrauch – aus der Finsternis zum Licht gekommen sind. Dabei geht es um die Beschreibung der Jesus-Christus-Beziehung.

 

Deutlich stellt uns der Text Gegensätze vor Augen: Einst wart ihr Finsternis, jetzt seid ihr Licht geworden – durch den Herrn, durch den Christus Jesus. Wir sind vielleicht erinnert an die klare Zuschreibung aus der Bergpredigt (Mt 5,13-16). Auch da heißt es: ‚Ihr seid das Salz der Erde! Ihr seid das Licht der Welt!’ Damit meinen sowohl Matthäus wie der Verfasser des Epheserbriefes einen Zustand, der Wirklichkeit geworden ist. Es ist hier nicht der Aufruf, das durch eigenes Schaffen erst zu werden. Ihr seid es bereits – nicht von uns aus, sondern ‚durch den Herrn’. Bevor wir uns als Licht in der Finsternis oder als Salz der Erde hochgearbeitet haben könnten, ist uns diese Würde von Gott her längst geschenkt. Es kann nicht oft genug betont werden, dass die Zusage Gottes vor unserer Entscheidung liegt, dass die Liebe Gottes keine Antwort auf unsere Bemühungen ist. Unsere Antwort sind Dank und Lobpreis, weil wir von Gott so Gewürdigte sind. In der Sprache des Epheserbriefes sind wir Licht. Die damaligen Heidenchristen haben bestätigt gefunden: Durch ihre Entscheidung für den Messias Jesus sind sie Kinder des Lichtes, haben sie Anteil an der Kraft des göttlichen Lichtes.

 

Wenn das den Glaubenden bewusst ist, dann erfolgt die Aufforderung, entsprechend zu leben: „Lebt als Kinder des Lichts!“ (V 8) Dieser Ansporn gilt allen, die sich als Jesus-Christus-Verbundene glauben. Es ist ein Aufruf in das praktische Leben des Alltags. Für den Verfasser des Epheserbriefes ist die Ehre, ein Kind des Lichtes zu sein, eine Einladung zu einer bewussten Lebensführung – eben jenseits dessen, was die Heilige Schrift Finsternis nennt. Maß gibt der, der das Licht ist, Jesus Christus.

 

Dann erfahren wir, wie das Leben als Kinder des Lichtes praktisch aussieht: Es zeigt sich – wie Früchte an einem guten Baum – in der Güte, in der Gerechtigkeit und in der Wahrheit. Die Wahrheit ist Gott selbst. Wo Gott gelebt wird und lebt, da ist Wahrheit. Da der Epheserbrief an das praktische Leben der Glaubenden denkt, übersetzt er dies gelebte Erfahrung des gegenwärtigen Gottes: Der Mensch lebt nicht für sich alleine, sondern in einem Weltbezug. Da soll Gerechtigkeit gelebt werden, die Gerechtigkeit Gottes, die z. B. das Matthäusevangelium auch ‚die guten Werke’ nennt. Die weitere Tugend der Kinder des Lichtes ist die Güte. Sie lebt in der direkten Alltagsbegegnung von Mensch zu Mensch, wo immer diese Begegnungen geschehen – im familiären, im freundschaftlichen, im zufälligen Kontext des Zusammenseins.

 

Schließlich fährt der Epheserbrief mit weisen Mahnungen fort (V 10-13): Prüft! Deckt auf! Erleuchtet! Es geht um die Unterscheidung der Geister – um die alltägliche Unterscheidung zwischen Licht und Finsternis. Es sind Mahnungen, die wir in alltäglichen Lebenssituationen anwenden können. Sie sind besonders hilfreich, wenn wir nicht sicher sind, was wir tun, wie wir in unklaren Situationen entscheiden sollen.

 

„Prüft, was dem Herrn gefällt!’ – Was dem Herrn gefällt, das wissen die Glaubenden aus dem Lebenszeugnis Jesu. Der Epheserbrief greift noch einmal das Bild der Finsternis auf. Die Macht der Finsternis ist nicht tatenlos. Sie ist auch nicht zu verharmlosen. Die Wirklichkeit unseres Lebens lässt uns immer wieder erschrecken vor der Macht solcher Taten der Finsternis. Wir kennen es auch aus unserem eigenen Verhalten, vor dem wir nicht selten erschrecken, wenn wir uns wieder an das Licht gebracht haben. Der Verfasser unseres Briefes macht aber einen wichtigen Unterschied deutlich: Die Finsternis ist nach seinem Verständnis unfruchtbar. Die Werke der Finsternis bringen nicht weiter. Sie führen nicht zum Leben hin. Sie blockieren, verhindern, zerstören, entwürdigen, verletzen, vernichten. Die Mahnung des Epheserbriefes: Haltet euch fern von diesen Taten der Finsternis, denn sie bringen euch und die anderen nicht weiter. Sie sind unfruchtbar.

 

Um zu unterstreichen, wie gefährlich es ist, mit der Logik der Finsternis zu liebäugeln oder zu spielen, mahnt der Verfasser, sich schon zu schämen, wenn sie als Möglichkeit bedacht und im Mund geführt werden. Die Macht der Finsternis verdirbt schon, ohne dass sie in Taten sich ausgedrückt hat. Im Schuldbekenntnis der Messfeier heißt es: ‚... in Gedanken, Worten und Werken...’

 

Alles, was aufgedeckt ist! Hier ergeht die Aufforderung, nicht nur die Finsternis zu bedenken. Sie soll vielmehr aufgedeckt werden. Es hat etwas von Überführen, von Entlarven der Macht und Machenschaft der Finsternis. Wir kennen das Erschrecken, wenn hinter so licht erscheinenden Institutionen oder Personen die Finsternis offenbar wird. Wir denken an den Missbrauchsskandal in der Kirche – und wie schwer sich manche Würdenträger taten und tun, diese Finsternis aufzudecken. Wenn wir in der Metapher des Epheserbriefes bleiben: Die Kraft des von uns geglaubten Lichtes, die Kraft von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit, die möge die Finsternis ausleuchten. Das Licht des Glaubens an die Gerechtigkeit Gottes deckt die Lüge auf, führt vor, wo Menschen sich aus Eigennutz etwas vormachen. Das Aufdecken kann sehr schmerzlich sein. Da das Maß von Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Güte zu finden, wird die Gabe des Geistes erfordern.

 

Erleuchtet! Die Berührung mit dem Licht will eben nicht schamlos ausleuchten. Der Schreiber des Epheserbriefes ist überzeugt, dass die Kraft des Lichtes sogar Finsternis umwandeln kann. Wo Finsternis ans Licht kommt, geht es eben nicht um Vernichtung, sondern um Eingeständnis des Bösen, um Reue, um Buße, um Umkehr, um Ermutigung, in der Zusage des Lichtes neu denken und handeln zu lernen. Das übersteigt oft unsere menschliche Möglichkeit. Da dürfen und müssen wir uns auf den Geist dessen verlassen, der in der neutestamentlichen Sprache das Licht ist.

 

Unsere Perikope endet mit der Strophe eines Liedes. Es wird ein Lied sein, das man damals aus Anlass der Taufe im Gottesdienst gesungen hat. Es ist die Ermutigung, sich immer wieder neu wandeln zu lassen. Es ist die Konzentration auf den, der diese Ermutigung mit seiner Person bekräftigt. Es ist die Zustimmung, sich mit seinem Leben ganz auf den einzustellen, der durch sein Leben, sein Sterben und seine Auferweckung zum Glauben einlädt. Das Lied zum Abschluss unseres Textes fasst das eindrücklich zusammen:

Wach auf, du Schläfer! Es geht um die Klarheit und Wachheit, im Leben zu sein. Es geht um die Deutung des Lebens, sich von Gott umfangen und begleitet zu wissen – wie eingehüllt in das Licht.

Und steh auf von den Toten! Der Tod gilt als Bild für das alte Leben, das die Heiden durch ihr Bekenntnis zu Gott abgelegt haben. Dem Epheserbrief gilt deren Taufe als Aufstehen vom Tod und Hineintreten in die Lebensfülle, die von Gott geschenkt ist. In diesem Liedruf steckt die Aufforderung, sich aus dieser Erfahrung mit Mut und Erfrischung dem Leben aus dem Licht des Glaubens zuzuwenden.

Und Christus wird dein Licht sein! So viel wir uns Gedanken machen mögen, wie wir ‚Licht’ in der Welt sein können, so sehr wir es als Ansporn eines eifrigen Lebensstils begreifen mögen – vor und in allem dürfen wir den Christus Jesus treffen. Mit diesem Bekenntnis weist dieses Tauflied, weist der Epheserbrief auf das einzig Tragende zum Glauben hin: Es geht um eine Beziehung zum Messias/Christus Jesus.

 

Dem Epheserbrief liegt sehr daran, diese Beziehung nicht nur spirituell im Sinne des Vergeistlichten zu begreifen. Die Beziehung zum Christus Jesus lernt, an ihm und seinem Leben und seinem Gottvertrauen Maß zu nehmen – und zu lernen, in diesem Licht selbst zu wandeln. Der Glanz dieser Lebenszuversicht, die Hoffnung auf ein Leben, das Frucht bringt, ist im Zeugnis des Paulus und seiner Schülerinnen und Schüler Jesus, der Christus.

 

Und obendrein: Wir müssen es nicht erst werden! Wir sind durch die Taufe Kinder des Lichtes. Das ist uns oft nicht bewusst, weil die Taufe uns nicht bewusst ist, da wir meist als unmündige Kinder getauft worden sind. So müssen wir als Erwachsene die Bedeutung der Taufe erst näher erfassen lernen. Das lernen wir, wenn wir beherzt aufnehmen können: Lebt als Kinder des Lichts! Das geschieht, indem wir mehr und mehr lernen, hinter dem Christus Jesus herzugehen – als Gemeinde und als Einzelne.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

HEUTE:

Konzert in St. Maria in Lyskirchen

An Lyskirchen 10

 

Improvisationen:

 

Thomas Steudel,

Violoncello

 

Henning Hoffmann,

Didgeridoo

 

 

 

Sonntag, 30.03.2014

20.15 Uhr

 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

 

Foto: Anna Christine Wagner


Konzert am 30. März 2014:

Am 4. Fastensonntag, dem Sonntag Laetare, den der Vorfreude auf Ostern, werden wir wieder einmal von den besonderen Musikern Thomas Steudel (Violoncello) und Henning Hoffmann (Didgeridoo) erfreut. Sie werden in der Messfeier etwas musizieren. Im Anschluss an unseren Gottesdienst laden die beiden zum Konzert ein (ca. 20.15 Uhr; es ist der Sonntag der Umstellung der Uhrzeit). Eintritt frei – um eine Würdigung (Honorar) ihres Könnens wird beim Verlassen der Kirche gebeten.

 

4. Fastensonntag 2014
Sonntag, den 30.03.2014
um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

als 7. Jahrgedächtnis für

Magdalena Arndt

 

Mittwoch, den  02.04.2014

um 11.00 Uhr Heilige Messe
zur Einführung des neuen Vorsitzenden des

Diözesan-Caritasverbandes WB Ansgar Puff

 

Donnerstag, den 03.04.2014
um 06.00 Uhr Frühschicht zur Fastenzeit,
anschl. Frühstück im Pfarrsaal
um 15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Verständigung der Kulturen

 

Freitag, den 04.04.2014
um 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,
anschl. Bibelgespräch 

 

5. Fastensonntag 2014
Sonntag, den 06.04.2014
um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Kollekte MISEREOR >>>

  • Heilige Messe im Notel

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag, 01.04.2014 und
Donnerstag, 03.04.2014 jeweils um 18,45 Uhr

 

  • Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

  • Uhrumstellung – Gottesdienstbeginn


Ab 30.3. beginnt unsere Abendmesse
dann wieder um 19 Uhr.

 

AGAPE-Hilfestellungen

Die Feier der Agape am Gründonnerstag ist ein besonderes Fest. Es beansprucht allerdings auch viele helfende Hände. Derzeit brauchten wir noch 5 Männer/Frauen, die den Tischdienst mit übernehmen; für den anschließenden Spüldienst sind noch 3-4 Personen hilfreich (es können auch solche sein, die schon im Tischdienst aktiv sind). Für den Aufbau am Nachmittag des Gründonnerstags (ab 14 Uhr) haben wir neben den ‚von Amts wegen’ schon Mitwirkenden erst eine zusätzliche helfende Hand.

Auch wenn Sie so etwas noch nie gemacht haben – es ist durch die Jahre der Übung eine klare Logistik, in die sich leicht einbringen lässt. Zu den Diensten gibt es frühzeitig schriftliche Hinweise. Beim Tischdienst sind auch Frauen und Männer da, die den konkreten Dienst koordinieren. Danke für jede Bereitschaft, die sich noch finden lässt. Bitte melden Sie sich dann in der Sakristei oder unter schnegg@lyskirchen.de.

 

 

Kult und Diakonie

Am vergangenen Sonntag hatte sich Interessierte erneut zur Diskussion dieser Frage getroffen. Anlass ist die Überlegung, wie die Feier des Gottesdienstes ihren auch diakonischen Aspekt sinnenfällig machen kann. Wir wissen aus den Überlieferungen der frühen Kirche des 1. und 2. Jahrhunderts, dass die Kollekte der Ort war, an dem die Diakonie in der Gottesdienstfeier offensichtlich war. Kollekte hieß in den Anfängen: Mitbringen und Teilen von Naturalien. Vor allem die Armen und Kranken der Gemeinde wurden mit diesen Gaben mitgetragen.

Im Laufe der Liturgiegeschichte hat sich dieses sichtbare Element der Diakonie von der Gottesdienstfeier abgekoppelt. Im Rahmen der Entwicklung der Gottesdienstfeier in St. Maria Lyskirchen (und inspiriert durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Eucharistie im Zuge des Eucharistischen Kongresses in Köln) stellte sich die Frage nach der Verbindung von Kult und Diakonie neu. Die Entwicklung der Gottesdienstfeier hier hat sich über Jahre hin ‚ergeben‘. Vielleicht, weil sie so ‚des Geistes‘ ist. (Interessant, dass diese Art der Gottesdienstfeier sich ganz im Rahmen der offiziellen Liturgie bewegt, dass es keiner Extravaganzen bedarf.) Trägerin der Liturgie ist die Gemeinde. Sie feiert im Vertrauen auf den handelnden Geist Gottes.

 

St. Maria Lyskirchen ist als eine der Kirchen der Altstadt Kölns – wie die anderen romanischen Kirchen auch – als Kirchenbau ein exklusiver Ort. In diesen Kirchen kommen Menschen aus allen Richtungen zusammen, um vordringlich Liturgie und Verkündigung miteinander zu teilen. Daher stellte sich immer auch die Frage, wie an solchen Orten die Diakonie gelebt werden kann. Die Antwort ist für jeden Ort eine andere. Es kann nicht sein, dass die Gemeinde etwas ‚für die Armen‘ erfindet, um mit sich selbst zufrieden zu sein. Jeder dieser Kirchorte wird auch diakonisch seine Aufgabe haben.

 

In Maria Lyskirchen hat sich die besondere Verbundenheit mit der Obdachlosenseelsorge und dem Notel ergeben. Auch diese Beziehung ist keine ausschließende. Die Gemeinde will offen sein für das, was Not tut.

 

Kult ist Gottesdienst – und wie ist da das derzeitige caritative Charisma der Gemeinde präsent? Darüber haben sich Interessierte im Oktober 2013 ausgetauscht. Damals kam u.a. in den Blick, die (meist Kuchen-) Gaben für die obdachlosen Drogenabhängigen im Notel nicht mehr in der Sakristei abzugeben, sondern sie im liturgischen Raum präsent sein zu lassen. Wir vereinbarten, dass alle, die eine Not sehen und die Gemeinde um Mitlinderung bitten, das immer einbringen können. Es ist keine Exklusivität, sich für die Obdachlosenseelsorge oder das Notel alleine stark zu machen. Bisher gab es keine anderen vorgetragenen Bedarfe.

 

Im Oktober vereinbarten wir, uns nach einigen Monaten wieder zusammenzusetzen – mit Interessierten, die zum neuen Termin kommen konnten und mochten. Dieses Treffen war am vergangenen Sonntag. Wir tauschten uns aus, wie wir die derzeitige Regelung der (meist) Kuchengaben im liturgischen Raum erleben. Es ist die Frage, ob diese Form die ‚des Geistes‘ zu sein scheint. Die überwiegenden Rückmeldungen wünschten sich eine eindeutigere Präsenz im liturgischen Vollzug, ohne dass dadurch eine hinderliche Unruhe entstünde. Nach eingehender Abwägung sind wir zur Überlegung gekommen, die Kuchen (oder sonstigen für die Notlinderung erbetenen Dinge) mit in den liturgischen Vollzug zu nehmen. Praktisch heißt das, die Gaben im hinteren Teil der Kirche in entsprechende Körbe zu stellen. Diese werden kann zur Gabenbereitung nach vorne getragen und auf die Altarstufen gestellt. Wir werden uns zunächst um geeignete, dem Raum entsprechende ‚würdige‘ und praktikable Behältnisse kümmern und dann diese neue Form ausprobieren. Auch da gilt wieder die Wachsamkeit, ob diese Form ‚des Geistes‘ ist.

 

Es geht dabei nicht um etwas, damit etwas Neues geschieht. Es geht um die Suche nach der Form, in der der Gottesdienst weiterhin Gottesdienst ist, und das lebendige Zeichen der Diakonie mitgelebt wird. Der Gottesdienst für sich, ohne die Erfüllung des Evangeliumsauftrages, bevorzugt für die Armen, ist fragwürdig.

 

Neben den praktischen Überlegungen hat der Kreis auch die Frage diskutiert, wie die Armen weiterhin präsent sind im gottesdienstlichen Vollzug. Es gibt nicht nur materielle Arme. Es gibt auch nicht nur Menschen, die Kuchen backen können oder Geld zu teilen vermögen.

 

Die Feier des Gottesdienstes ist Ermutigung, wach zu sein für Armut, die uns begegnet. Es geht dann nicht um eine dauerhafte (dann gerne auch moralisierend – pädagogisierende) Art des Hinweisens auf die verschiedenen Formen der Armut. Es geht um die Wirklichkeit der Vielfältigkeit der Armut, die in unserer Gottesdienstfeier als geschwisterliche Haltung präsent sein möge. Die Fürbitten mit ihren teils erschütternden Zeugnissen der Not und Armut sind ein Ort des bewussten diakonischen Betens. Hier ist die vielfältige Armut Inhalt unseres mittragenden Gebetes.

 

Im Sommer werden Interessierte wieder eingeladen werden, um im Gespräch miteinander weiter zu sehen, ob wir den Eindruck haben, dass unser diakonisches Tun im Gottesdienst ‚des Geistes‘ ist. Das können wir nur im demütigen Ausprobieren erfahren. Danke, dass wir uns um diese Verbindung von Kult und Diakonie mühen. Ich vermute, dass es uns als feiernde Gemeinde weiterbringen wird – nicht, weil es unserer Planungsstrategie geschuldet ist, sondern weil wir vermuten, dass der Geist durch die Mitglieder der versammelten Gemeinde spricht. Dadurch können wir lernen, was auch in diesem Ausschnitt ‚des Geistes‘ ist.

 

Matthias Schnegg

 

Glaubenskurs – das Markusevangelium

Im Frühjahr bietet PD Dr. Werner Hahne einen neuen Glaubenskurs an für unsere Gemeinden St. Maria im Kapitol und St. Maria Lyskirchen. Ein ausführlicher Flyer mit Terminen liegt in der Kirche aus. Auch dieser Kurs findet im Pfarrsaal von St. Maria im Kapitol statt. Näheres in diesem Flyer:

 

Glaubenskurs - das Markusevangelium
Markusevangelium.pdf
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Gottesdienste in der Fastenzeit

  • Donnerstags um 6 Uhr Frühschicht
    und anschließend Frühstück im Pfarrsaal
  • Freitags um 18 Uhr Abendmesse in der Krypta und anschließend Bibelgespräch im Pfarrsaal (offener Gesprächskreis für Interessierte)

 

Lesungen als Predigttexte

in der Fastenzeit 2014

Aus der Gemeinde kam die Anregung, auch in dieser Fastenzeit (wie schon im Advent) die neutestamentlichen Lesungen zur Grundlage der Predigt zu machen. Diese Texte sind bei einem ersten Hören kaum aufzunehmen. Sie sind sehr kompakt – vor allem in den Texten, die dem Römerbrief des Paulus entnommen sind. Sie tragen große theologische Aussagen, die man unmöglich beim ersten Hören verdauen kann. Daher gibt es für Interessierte schon einen Sonntag vor dem eigentlichen Predigttext den Versuch einer kurzen Einleitung. Wer mag, kann sich dann etwas auf den Sonntag einstellen – im Lesen des Textabschnittes und im Blick auf den Versuch, diese sehr dichten theologischen Aussagen ein wenig verstehbarer zu machen. Dazu soll wenigstens die Darstellung der Struktur des Textes dienen. An der kann man sich ein wenig im Text verankern. Ein Angebot für die, die das mögen... 

 

Man mag sich fragen, warum wir uns das antun, wenn die Texte so schwer sind? Sie sind Bestandteil unserer Heiligen Schrift. Und da macht es Sinn, sich der Mühe des Verstehens zu unterziehen – für alle, die sich darauf einlassen mögen.

Lesung vom 5. FASTEN SONNTAG 2014

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom

 

Denn alle, die vom Fleisch bestimmt sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht, alle, die vom Geist bestimmt sind, nach dem, was dem Geist entspricht. Das Trachten des Fleisches führt zum Tod, das Trachten des Geistes aber zu Leben und Frieden. Denn das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott; es unterwirft sich nicht dem Gesetz Gottes und kann es auch nicht. Wer vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. Wenn Christus in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit. Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die (sündigen) Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben. Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

 

Eine Erläuterung

Bilder bitte anklicken

Texte und Bilder 5. Fastensonntag

 

  • 1. ‚Fleisch’ – das ist unsere Vergänglichkeit . ‚Geist’ ist der göttliche, unvergängliche Lebensatem.
  • 2. Wer vom Fleisch bestimmt ist, trachtet nach dem, was dem Fleisch entspringt.. Wer vom Geist bestimmt ist, trachtet nach dem, was des Geistes ist.
  • 3. Die ‚Logik des Fleisches’ – die Vergänglichkeit – endet im Tod. Die ‚Logik des Geistes’ lebt von der unendlichen Lebenskraft Gottes.
  • 4. Die ‚Logik des Fleisches’ trennt von Gott. Hier zählt die Weisung Gottes nicht. Wer der ‚Logik des Fleisches’ folgt, kann Gott nicht gefallen. Er leugnet die Lebenskraft Gottes.
  • 5. Paulus spricht die Gemeinde an: IHR aber – ihr lebt von der Lebenskraft des Geistes Gottes.

 

  • 6. Konsequenz: Dem Fleisch nach sind wir sterblich. Wir kennen die Realität der Sünde, der Trennugn von Gott. Der Geist Gottes ist der Geist, der aus Jesus aus dem Tod erweckt hat. Der Geist gibt uns Anteil an diesem Leben der Auferweckung.
  • 7. Dieses Vertrauen in den Geist Gottes sucht Konsequenz in der persönlichen Lebenspraxis. Sie möge geleitet sein vom Leben, nicht von der Vergänglichkeit.
  • 8. Paulus unterstreicht: Alle, die sich diesem Geist anvertrauen, sind zur Freiheit berufen. Sie tragen die Ehrentitel ‚Töchter und Söhne Gottes’.
  • 9. Mehr noch: ‚Töchter und Söhne Gottes’ sind auch ‚Erben’. Sie haben Anteil am Himmelreich. Sie erleben das wie der Messias Jesus selbst: in Leiden und Herrlichkeit.

PS: Wenn es noch interessiert ...

"Evangelizare pauperibus"

Franz Kamphaus war von 1982-2007 Bischof von Limburg
Franz Kamphaus war von 1982-2007 Bischof von Limburg

"Evangelizare pauperibus" – den Armen das Evangelium verkünden ist der Wappenspruch des Altbischof von Limburg: Franz Kamphaus. Seit seinem Ausscheiden aus dem Bischofsdienst von Limburg 2007 lebt er im St. Vincenzstift (Aulhausen) als Seelsorger. So wechselte er vom Limburger Bischofssitz vor sieben Jahren ins Aulhausener Vincenzstift. In dem kleinen Dorf oberhalb von Rüdesheim leben gut 400 geistig und körperlich behinderte Menschen, wohnen miteinander und arbeiten hier miteinander.


Der Bischof revitalisiert eine Kirche

Zisterzienserklosters von Marienhausen
Zisterzienserklosters von Marienhausen

Dabei ist das neue Gotteshaus ein ziemlich altes, eins aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters von Marienhausen wird nur wieder hergerichtet, sorgsam restauriert und mit neuen Kunstwerken ausgestattet. Ein ganz spannender Prozess sei das, sagt Kamphaus, der in der Projektgruppe mitarbeitet. Und wer ihm dabei in die Augen schaut, wird darin den Hoffnungsfunken sehen, dass es mit der Kirche hierzulande nicht nur bergab gehen muss.

 

Gestaltet wird die ehemalige Klosterkirche auf dem Gelände des Sankt Vincenzstifts ausschließlich von Künstlern mit einer Behinderung. Das gehört zur Konzeptidee. Und es ist wesentlich für Kamphaus, der im amtskirchlichen Ruhestand unter Behinderten lebt und selbst behindert ist: Seit vielen Jahren plagt ihn ein Tremor, ein sogenanntes Ganzkörperzittern. Es folgte die wichtige Erfahrung: Jetzt bist du einer von ihnen.

"Wir denken zu kompliziert"

Ehemaliger Bischof von Limburg: Franz Kamphaus
Ehemaliger Bischof von Limburg: Franz Kamphaus

Der leidenschaftliche Prediger Kamphaus hat noch einmal intensiv gelernt, was es heißt, so einfach wie nur eben möglich zu sprechen. "Da werde ich im Umfeld des Stifts auf den Boden der Tatsachen gestellt. Große theologische Ausführungen sind da jedenfalls nicht gefragt." Und so tritt Kamphaus vor seine Mitbewohner und verkündet zu Ostern 2012: "Gott hat Jesus am Kreuz nicht hängen gelassen. Und Gott lässt auch dich am Kreuz nicht hängen." Das verstünden alle. So unmittelbar kann die Botschaft von Karfreitag und Ostern plötzlich sein. "Ich habe den Eindruck, dass wir zu kompliziert und umständlich über Dinge reden, die in der Heiligen Schrift ganz einfach gesagt sind. Das vergessen wir allzu leicht, dass die ersten Jünger Fischer waren, einfache Leute, das waren die ersten Boten."

Ein kleiner Filmbericht über die Kirche:

Ein Bischof malt

Bischof Stephen Rotluanga von Aizawl in Indien betätigt sich als Maler und zwar bevorzugt von Bildern, die den Menschen zeigen, wie Gott ihn schuf. Das berichtet die „Times of India“. Der Bischof vergleicht sich wegen seiner Motivauswahl mit Michaelangelo und Leonardo da Vinci. Er zeigt die Bilder erfolgreich in Ausstellungen.

Bischof Stephen Rotluanga und seine Werke
Bischof Stephen Rotluanga und seine Werke