Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

21. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 24.08.2014
Der 24. August ist der 236. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 129 Tage  bis zum Jahresende.

24.8.79: Pompeji unter Asche begraben

Die Stadt Pompeji am Golf von Neapel wurde durch den Ausbruch des Vesuv vollständig verschüttet. Millionen von Tonnen vulkanischen Gesteins und Asche wurden in die Luft geschleudert und regneten im Umkreis von 70 Kilometern nieder. Pompeji und seine 2000 Bewohner wurden unter einer über 5 Meter dicken Schicht begraben. Erst im Jahre 1748 entdeckte man die Stadt wieder und begann mit den Ausgrabungen. Diese sind bis heute noch nicht abgeschlossen - nur drei Viertel von Pompeji wurden bis jetzt freigelegt. Die Stadt hat die nahezu 2000 Jahre gut erhalten im Boden überdauert. Man fand herrschaftliche Patriziervillen und bescheidene Häuser. Schmiedewerkstätten, Lebensmittel- und Gemüsegeschäfte wurden ebenso ausgegraben wie Möbel, Wandmalereien, Hausrat und Werkzeuge.

Es sagte Jean de La Fontaine

(1621 - 1695), französischer Fabeldichter und Novellist

Jeder übermütige Sieger
arbeitet an seinem Untergang.

Islamexperte Pater Samir: „Ist das noch Islam?“

Der Krieg in Syrien war am Anfang ein Krieg von Syrern, die gegen ein diktatorisches Regime protestierten. Doch sehr schnell – schon zwei Monate später – sind Protagonisten aus der ganzen islamischen Welt hinzugekommen, insbesondere von der arabischen Halbinsel, um als Schiiten Krieg zu führen gegen die machthabenden Alawiten. Das Problem liegt also von Anfang an innerhalb des Islam, denn was immer wiederkehrt: ,Wer nicht dem authentischen Islam angehört, muss entfernt werden‘. Das ist der (arabisch-islamische Rechtsbegriff) ,Kafir‘, ein Begriff, der für ,Ungläubige‘ benutzt wurde, doch jetzt ausgeweitet wurde. Den anderen mit ,Kafir‘ zu bezeichnen, zu sagen, dass ein anderer kein echter Moslem ist und entfernt werden muss, ist eine der Plagen des modernen Islam.“


Das sagt der Islamexperte und Vatikanberater
Pater Samir Khalil Samir SJ im Interview mit Radio Vatikan.



Aus ihm und durch ihn und
auf ihn hin ist die ganze Schöpfung


Lesung aus  dem Brief des
Apostels Paulus an die Römer


Brüder! O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege. Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Wer hat ihm etwas gegeben, so dass Gott ihm etwas zurückgeben müsste? Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.



Röm 11, 33-36

 

 

johannesevangelium

In diesem kurzen Textabschnitt hat Paulus einen wunderbaren, geisterfüllten Hymnus hinterlassen. Er steht als Endpunkt oder Ausrufezeichen nach einem tiefgründigen Gedankengang zur Stellung Israels im Heilswirken Gottes. Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom, die sich überwiegend aus Nichtjuden zusammensetzt. Paulus mahnt sie, sich nicht über die Juden zu erheben. Der Heilswille Gottes gilt auch ihnen, dem auserwählten Volk. Paulus legt diese Gedanken in den Kapiteln 9 – 11 dar. Darin bedenkt er die Beziehung Gottes zu Israel aus den Blickwinkeln der Vergangenheit (Kap 9), der Gegenwart (Kap 10) und der Zukunft (Kap 11). Er zeigt auf, dass Gott der Urgrund dieser Erwählung ist – nicht das Verdienst des Volkes die Erwählung erwirkt hat. Der Reichtum der Herrlichkeit Gottes ist das Fundament dieser besonderen Beziehung. Der Reichtum hat Gestalt bekommen in der Erfahrung des nie endenden Erbarmens Gottes. Das lehrte die Erfahrung der Geschichte Israels, sagt Paulus. Er zeigt weiter auf, dass Gott sich in Jesus, dem Messias, geoffenbart hat. Das ist das Wissen der Gegenwart – für die Nichtjuden (die Völker), aber auch für Israel. Die Judenchristen weisen für Paulus den Weg, in diese Erkenntnis zu gelangen. Der Christus Jesus trägt den Namen der Weisheit Gottes. Schließlich liegt Paulus daran, auf die endzeitliche Zukunft zu schauen. Da werden die Menschen alle erkennen dürfen, dass Gottes Liebe und Erbarmen trotz aller Irrwege des Volkes und der Einzelnen unbeirrbaren Bestand haben.

 

Für Paulus ist es wichtig, sich nicht allein in den kunstvollen Möglichkeiten der Theologie zu äußern. Sehr bewusst wird er am Ende dieses für seine Leserschaft nicht so einfache Kapitel der bleibenden Bedeutung der auserwählten Volkes in die direkte Gottesbeziehung gebracht haben. Hier geht es für ihn nicht mehr um theologische Spekulation, sondern um Hinwendung zum Inhalt der Theologie: zu Gott. Diese Hinwendung ist zutiefst persönlich. Sie geschieht im lobpreisenden Gebet. Damit sind wir bei unserem Textabschnitt:

 

Der Hymnus ist wie eine betende Zusammenfassung der Überlegungen in den drei Kapiteln. Er erweist sich als zeitlos, immer wieder bedenk- und betbar. Der Exeget Michael Theobald regt an, diesen Hymnus in Zeilen wie einen Psalm zu lesen[1]. Mit diesem Schriftbild lässt sich diese Zusammenfassung der theologischen Überzeugung in einem ergreifenden Lobpreis erkennen:

 

O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!

Wie unergründlich sind seine Entscheidungen,

wie unerforschlich seine Wege!

 

Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt?

Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?

Oder wer hat ihm etwas zuerst gegeben,

so dass ihm zurückzugeben wäre?

 

Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist das All.

Ihm gehört die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

 

 

Die Zeilen der ersten Strophe und die der zweiten gehören zusammen. Die Aussage der jeweiligen Zeile der ersten Strophe wird bekräftigt durch die dazugehörige Frage der zweiten Strophe. Die dritte Strophe schließlich ist wie eine felsenfeste Gewissheit des Glaubens des Paulus: Es gibt nur den einen Gott. Er ist Ursache und Ziel allen Lebens. Er ist die Herrlichkeit und das unendliche Leben.

 

Gepriesen wird der Reichtum Gottes. Sein Reichtum ist seine Herrlichkeit, die in seinem unerschütterlichen Erbarmen sich an Israel zeigt und zeigen wird. (9,23) Auf diesem Hintergrund beantwortet sich die Frage ‚Oder wer hat ihm etwas zuerst gegeben, so dass ihm zurückzugeben wäre?‘ von selbst: Niemand hat diesen Anspruch. Souverän ist Gott – im Reichtum seiner Herrlichkeit.

 

Gepriesen wird die Weisheit Gottes. Da mutet die Frage ‚Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?‘ ebenso klar beantwortet an: Niemand kann Gott Ratgeber sein. Er ist Souverän. Er hat sich geoffenbart in dem Christus Jesus. Paulus nennt ihn in 1 Kor 1,30 ‚die Weisheit Gottes‘.  Der Messias Jesus ist der Weg zum Anteil an der Herrlichkeit Gottes.

 

Gepriesen wird schließlich die Erkenntnis Gottes. Im biblischen Sprachgebrauch bedeutet Erkenntnis der Zuneigung der Liebe Gottes. Diese Liebe Gottes hat Israel erwählt. Diese Liebe Gottes gilt allen Völkern – Juden und Nichtjuden, Sklaven und Freien.(Kol 3,11) Die Frage ‚Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt?‘ muss kraftvoll mit einem ‚Niemand‘ beantwortet werden. Souverän ist Gott, der unbegrenzt in seiner Liebe und Gnade ist.

 

Mit einem festlichen Bekenntnis endet der Hymnus. Paulus ist gewiss, dass alles Leben sich Gott verdankt. Das Leben Israels lebt aus der Quelle Gott. Jedes persönliche Leben lebt aus dieser Quelle. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind gut aufgehoben im lebendigen Gott. Dafür steht ihm die Ehre zu auf Weltzeit hin!

 

Das Gebet des Paulus lädt ein, auch von uns gebetet zu sein. Es lebt aus dem Staunen Gottes – und weiß, dass wir als Einzelne, als Gemeinde, als Kirche, als Volk unter den Völkern oft genug andere Wege gegangen sind oder gehen oder gehen werden, die dieser unbedingten Liebe Gottes nicht gerecht sind. Gerade darum regt der Lobpreis an, sich in der bewussten Hinwendung zu Gott neu einzurichten. Der Lobpreis erkennt die Größe Gottes an, ohne sie gedanklich letztlich erfassen zu können. Sie ist! Das ist für manche die größte Herausforderung des Glaubens. Sie ist zugleich eine Gewissheit der Hoffnung, der wir uns immer neu annähern dürfen.

 

Paulus ist durch seine eigene, vielschichtige Lebens- und Glaubensgeschichte zu einem glaubwürdigen Zeugen des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes geworden.

 

Manchmal tut es gut, sich an Erfahrungen anderer anzubinden und sich auch leiten zu lassen auf Wegen, die dem eigenen Verstehen und der eigenen Lebens- und Glaubenspraxis (noch?) fremd und unerreichbar scheinen.


Ihr Matthias Schnegg



[1] Nach Michael Theobald: Römerbrief, Stuttgarter Kleiner Kommentar zum NT, Bd I, S. 317

21. Sonntag im Jahreskreis
Woche vom 24.08. – 31.08.2014


Sonntag:                  
19.00 Uhr    Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag:
15.00 Uhr    Rosenkranzgebet für den Frieden
18.00 Uhr    Heilige Messe und Agapefeier der
Kommunität Kosmas und Damian im Pfarrsälchen
20.30 Uhr    Konzert mit Ingeborg Danz

                                   

Freitag:
18.00 Uhr    Heilige Messe in der Krypta,

anschließend Bibelgespräch m Pfarrsälchen

 

Sonntag:
19.00 Uhr    Heilige Messe der Gemeinde

  • Heilige Messe im Notel, Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag, 26.08. 2014 und Donnerstag 28.08.2014
um 18,45 Uhr

  • Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

Zwischen dem Wunsch nach Ruhe und dem Wunsch nach Gemeindekommunikation

Sinn der Benennung dieses aus der Gemeinde gewachsenen Themas ist, dass wir in den Austausch von Gedanken dazu kommen. Danke, dass es ein lebendiges Echo auf diese Anfrage gibt. Wir können sie auch nur im miteinander Bedenken lösen.


- Bekannt geworden ist der Wunsch, dass man vor der Messfeier gerne einen Raum der Ruhe haben möchte. Da das wegen der vielen, sich aussprechenden Begegnungen gegenwärtig nicht gegeben ist, haben Mitfeiernde gebeten, darüber  nachzudenken. Es gibt das Bedürfnis nach einem Raum der Ruhe, in dem es sich leichter auf das Geschehen der Messfeier einstellen lässt.


- Die Rückmeldungen jetzt bezeugen, wie kostbar ihnen gerade diese Erfahrung ist, sich vor der Messfeier zu finden, umeinander zu wissen, sich als Gemeinde zu versammeln. Manche haben gerade dieses Zusammenfinden als eine der Besonderheiten an Lyskirchen angegeben – weswegen ihnen dieser Ort als Ort geistlichen Geschehens, aber auch geistlicher Gemeinschaft wichtig geworden ist.


Die von einigen wiedergegebene Rückmeldung in dieser Richtung lässt sich beispielhaft in Ausschnitten aus einer Wortmeldungs-Mail ablesen:

... Weiterhin möchte ich Ihnen sagen, dass mich Ihre freundliche Ansprache in dem Abschnitt "Was tun?"  beunruhigt. ... Aber gerade diese Freundlichkeit, dieses herzliche Miteinander fällt mir so positiv auf und fehlt mir, wenn ich einmal hier in N.N. in der Kirche nur auf anonyme Rücken schaue und die Kirchenbesucher kommen und gehen, ohne eine wirkliche Gemeinschaft zu werden.


Es hat mich so überrascht und auch so gut getan, als ich eine Zeit lang nicht in den Gottesdienst in Maria Lyskirchen kommen konnte, ..., dass mehrere  - mir nicht einmal namentlich Bekannte - nach meiner Rückkehr auf mich zu kamen und mich nach meinem Befinden fragten. Und eine Besucherin , mit der ich vor wenigen Wochen zufällig ins Gespräch kam, entschuldigte sich für ihre etwas krächzende Stimme mit der Bemerkung, das seien die ersten Worte, die sie an diesem Tag geäußert habe. Wie kostbar ist also diese Möglichkeit, die  Ihre Kirche bietet. Das ist für mich gelebtes Christentum, nicht nur ein Ritual.

Natürlich kann ich auch verstehen, dass einige  sich nach Stille vor dem Gottesdienst sehnen. Wie Sie bereits sagten, kann man vielleicht dann etwas eher kommen. Oder aber diejenigen, die dieses Bedürfnis haben, sollten sich  auf den vorderen Bereich der Kirche konzentrieren und die anderen könnten, bevor sie sich setzen, sich hinten begrüßen und austauschen.

Möglicherweise genügt es aber auch schon, wenn beide Parteien ein wenig Rücksicht auf die andere nehmen: die einen begrüßen und unterhalten sich ein klein wenig leiser und die anderen erfreuen sich an dem herzlichen Miteinander und versuchen, über die Kommunikationsgeräusche hinweg zu hören.

Ich würde es bedauern, wenn  der Geist, der in Lyskirchen herrscht, jetzt Schaden nehmen würde. ...

Sinn der Frage: „Was tun?“ ist es, dass wir einen gangbaren Weg suchen. Daher sind Rückmeldungen und Ideen sehr hilfreich. An Idee ist bisher gekommen:

- Wir könnten bitten, mit dem Läuten (15 Min vor der Messe) die Ruhe zu gewähren.

- Wir könnten bitten, dass die Begrüßungen in einer solchen Lautstärke geschehen, dass sich Betende oder Ruhe Suchende nicht gestört fühlen.

- Wir könnten für Betende und Ruhe Suchende die Krypta öffnen.

 

Es ist wohltuend, dass wir in einen Austausch kommen und nicht vorschnell eine Regelung ‚nur so und nicht anders‘ treffen. Offensichtlich ist unsere bisherige Praxis einigen auch eine begründbare Kostbarkeit.

So Sie mögen – geben Sie Rückmeldung. E-Mail

Konzert in Lyskirchen

Die renommierte Altistin Ingeborg Danz gibt zusammen mit der russischen Organistin Luba Shishkhanova  am 28.8.2014 um 20.30 einen Orgel-Liederabend in unserer Gemeinde. Dabei wird es Werke von Bach, Reger, Pärt und anderen zu hören geben. Der Eintritt beträgt 15€/12€ ermäßigt. 

 

Gesangsstunde

Wohl ferienbedingt waren wir bei der Gesangsstunde am vergangenen Sonntag nur eine kleine Runde. Nächstes Singen für Interessierte ist am 26.10., dann um 16.30 Uhr, denn dann treten wir schon wieder in die Winterzeit ein...

 

Einrichtung der Schauvitrine (IV)

' Schaumonstranz '

Unter den ausgestellten liturgischen Geräten ist sie das auffallendste Schaustück und zugleich das jüngste. Es ist um 1763 in der Kölner Werkstatt Wilhelm Sittmann gefertigt worden. Diese Monstranz dient der Ausstellung des Allerheiligsten. Ihre Gestaltung spiegelt die Theologie ihrer Entstehungszeit wider. Im Mittelpunkt ist das Schauglas. Es gibt den Blick frei für das Allerheiligste. Der ganze Aufbau der Monstranz dient der Hinführung zur Verehrung des Allerheiligsten. Daher ist der kostbarste Teil der Goldschmiedearbeit die Lunula (sie hält die Hostie fest und ist mondsichelförmig gebildet, daher der Name ‚Möndchen‘, lateinisch: lunula). Die Lunula wird von zwei Engeln getragen. Sie sind Assistenten des Himmlischen, die das Kostbarste – das Allerheiligste – für die Menschen tragen. Die Lunula selbst ist mit Diamanten geschmückt – Ausdruck des Kostbaren, das zu ehren ist.

 

Die üppig ausgestaltete Monstranz trägt Symbole, die zur Eucharistie passen. Ähren sind zu sehen. Sie tragen das Korn, aus dem das Mehl für das Brot bereitet wird. Weinreben sind zu sehen. Sie tragen die Trauben, aus denen der Wein gekeltert wird. Brot und Wein sind die Zeichen des Sakramentes der Eucharistie.

 

Theologisch spricht die Monstranz in ihrem oberen Aufbau. Da ist auf einem barocken Postament eine Weltkugel, darüber ein Lamm, bekrönt mit der Darstellung des Gekreuzigten. In dieser Darstellung findet sich das ganze theologische Verständnis zur Eucharistie, wie es in der Zeit der Herstellung der Monstranz vorherrschend war. Auf der Weltkugel ist die Szene vom Sündenfall abgebildet: Eva und Adam unter dem Baum der Erkenntnis. Diese Geschichte führt uns die Gottesentfernung der Menschen vor Augen. Sünde ist die verlorengegangene ungebrochene Beziehung zu Gott. Erlöst ist die sündige Menschheit durch den Tod Jesu. Sein vergossenes Blut schafft Sühne für die Sünde der Welt.

 

Dargestellt ist diese theologische Auffassung im Lamm, dessen Seite geöffnet ist. Aus dieser Seite ist das Blut vergossen worden. Das unschuldig geopferte Lamm steht für den Kreuzestodes Jesu. Das Blut wird von den assistierenden Engeln rechts und links in hochgehaltenen Kelchen aufgefangen. In der scholastischen Theologie hat man die Messfeier als die ‚unblutige Vergegenwärtigung‘ des Kreuzesopfers Christi verstanden. Daher ist der Kelch der Messfeier das Zeichen des Opfertodes Christi.

Über dem Lamm thront das Kreuz. Der am Kreuz Gestorbene ist der erhöhte Christus, aus dessen Gnadengabe wir auch die Eucharistie feiern können.

 

Die in der Monstranz dargestellten Motive finden wir auch an anderen Stellen in unserer Kirche. Das Lamm mit der Siegesfahne des Auferstandenen dürfen wir uns im Medaillon über dem Portal außen vorstellen. Das gleiche Motiv finden wir auf den Seitenaltären im Nordseitenschiff. Der Altar der südlichen Chorkapelle hat auch das Thema des Todes für Andere. Hier ist es dargestellt im Pelikan, der sein Herz aufreißt, um das Blut zur Nahrung seiner Jungen zu geben, damit sie leben können. Es ist das Bild für den Gekreuzigten, der sein Blut hingibt für das Heil derer, die zu ihm gehören.

 

Es ist bemerkenswert, wie eine Theologie Einfluss nimmt auf die Gestaltung liturgischer Räume und Gerätschaften. Wenn wir beachten, welchen Kelch oder welche Hostienschale wir heute verwenden, wir die unterschiedliche Akzentsetzung im theologischen Verständnis deutlich.

PS: Wenn es noch interessiert ...

„fliegenden Pressekonferenz“

Papst Franziskus erwägt, persönlich in den Nordirak zu reisen, um seine Solidarität mit den Flüchtlingen dort zu zeigen. Das sagte der Papst bei der „fliegenden Pressekonferenz“ auf der Rückreise von Südkorea an diesem Montag. Erst vor kurzem habe er den Regierungschef Kurdistans gesprochen, informierte Franziskus die Journalisten. Er habe sich mit seinen Mitarbeitern intensiv beraten, als man von der Lage der Flüchtlinge in den Kurdengebieten erfahren habe, also von Christen und Jesiden, die mit brutalsten Methoden von der IS-Miliz vertrieben wurden. Eine Mitteilung aus dem Vatikan sei an alle Nuntiaturen gegangen, Franziskus schrieb auch dem UNO-Generalsekretär einen dringlichen Brief. Dann habe er als persönlichen Gesandten Kardinal Filoni in den Nordirak geschickt.

 

„Am Schluss sagten wir uns, wenn es nötig ist, wenn wir von Korea zurückkehren, können wir dorthin gehen. Das ist eine Möglichkeit. In diesem Moment ist es nicht das Beste, was man tun kann, aber ich bin dazu bereit.“

 

Als möglichen Termin nannte Franziskus die Zeit zwischen der Reise nach Albanien im September und der nächsten Asienreise im Januar nächsten Jahres. Der Papst äußerte sich auch erstmals zum Militäreinsatz gegen die Terrorkämpfer des „Islamischen Staates“ im Nordirak. Einen „ungerechten Aggressor“ aufzuhalten, sei legitim, sagte Franziskus auf die Frage eines Journalisten. Der Papst wörtlich:

 

„In jenen Fällen, wo wir vor einer ungerechten Aggression stehen, kann ich nur sagen, es ist legitim, den ungerechten Aggressor zu stoppen. Ich unterstreiche das Wort stoppen. Ich sage nicht: bombardieren. Ich sage stoppen. Womit er zu stoppen ist, muss man sorgfältig überlegen. Wir erinnern uns: Manchmal wurden unter dieser Rechtfertigung, den ungerechten Aggressor zu stoppen, echte Kriege geführt. Eine einzige Nation allein kann nicht beurteilen, wie man einen ungerechten Aggressor stoppt.“

 

Deshalb seien nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen entstanden, erinnerte der Papst. Im Irak gebe es heute „so viele Märtyrer“, nicht nur unter den Christen. – Die Vereinigten Staaten haben am 8. August im Nordirak einen Militäreinsatz aus der Luft gestartet. Der Sondergesandte des Papstes, Kardinal Fernando Filoni, ist unterdessen von den Kurdengebieten im Nordirak in die irakische Hauptstadt Bagdad aufgebrochen. Der Präfekt der Missionskongregation hätte im Gefolge des Papstes nach Südkorea reisen sollen, wurde aber aus Gründen der Dringlichkeit in die Kurdengebiete entsandt. Dort haben mehrere hunderttausend Menschen Zuflucht gefunden, die von den Dschihadisten mit bestialischer Gewalt vertrieben worden waren.

 

Auch Franziskus wird eines Tages seinen Amtsverzicht prüfen

Papst Franziskus wird eines Tages so wie sein Vorgänger im Gebet überlegen, ob er angesichts sinkender Kräfte auf sein Amt verzichten soll. Auch das sagte das Kirchenoberhaupt beim Rückflug auf Korea bei der traditionellen Pressekonferenz über den Wolken. „Vielleicht gefällt das einigen Theologen nicht – ich bin kein Theologe -, aber ich denke, dass der emeritierte Papst keine Ausnahme ist, sondern bloß der erste nach vielen Jahrhunderten“, so Franziskus wörtlich. Im gegebenen Moment werde er „beten und dasselbe tun“ wie Benedikt XVI. Sein Vorgänger habe mit seinem Amtsverzicht eine Tür geöffnet, „die institutionell ist und nicht exzeptionell“, so Franziskus. Er schätze den Adel, die Demut und den Mut, der in Benedikts Geste des Amtsverzichts liege. Vor 70 Jahren sei auch der emeritierte Bischof eine Ausnahme gewesen, heute sei er „eine Institution“. Deshalb sei aus seiner Sicht ein emeritierter Papst ebenso bereits „eine Institution“. Überhaupt habe er für Papst Benedikt außerordentlich hohe Wertschätzung, frage ihn regelmäßig um Rat und empfinde ihn wie einen „weisen alten Großvater im Haus“. So habe er ihn vor seiner Abreise nach Korea aufgesucht. Auch Benedikt frage ihn, Franziskus, um seine Meinung.

 

China und andere Reisevorhaben

Er hätte durchaus Lust zu einer Reise nach China, bekräftigte Franziskus: „Sicher, morgen schon!“ Die Kirche respektiere das chinesische Volk, „ein edles und weises Volk“. Zugleich verlange die Kirche aber Freiheit für ihre Aufgabe, „keine andere Bedingung“; ohne deutlicher zu werden, spielte Franziskus damit auf die illegalen Bischofsernennungen in China und auf die Unterdrückung romtreuer Katholiken an. Der Heilige Stuhl sei jedenfalls offen für Kontakte. Beim Hinflug nach Korea sei er eine Zeitlang im Cockpit beim Piloten der Maschine gesessen, als dieser die Eintrittserlaubnis in den chinesischen Luftraum anforderte, erzählte der Papst. Dann sei er auf seinen Platz zurückgekehrt und habe für die Menschen in China gebetet. Es war das erste Mal, dass ein Flugzeug mit einem Papst an Bord über China fliegen durfte.

 

Noch im Stadium des Überlegens sind zwei weitere Papstreisen, eine in die USA, die andere nach Mexiko. Nächstes Jahr möchte der Papst nach Philadelphia zum Familientreffen, er sei außerdem von Präsident Obama ins amerikanische Parlament nach Washington eingeladen worden und vom Sekretär der UNO nach New York: „Vielleicht diese drei Städte zusammen“, sagte Franziskus. Ungewiss sei eine Reise nach Mexiko zur Madonna von Guadalupe. Für Spanien liege eine Reihe von Einladungen vor, Franziskus erwähnte Santiago de Compostela, Avila und Alba de Tormes. Eine weitere Einladung habe er aus Japan erhalten. „Es wäre wunderschön“, sagte Franziskus, nach Nagasaki zu gehen, um mit den japanischen Katholiken den 150. Jahrestag ihrer Wiederzulassung zu feiern.

 

Die nächste Papstreise steht im September an: Franziskus besucht für einen Tag Albanien, aus zwei Gründen, wie er erläuterte. Albanien habe eine Regierung gegründet, die alle Volksgruppen berücksichtige, Muslime, Orthodoxe und Katholiken, mit einem interreligiösen Rat. Die Anwesenheit des Papstes in Albanien solle mithin alle Völker daran erinnern, dass Zusammenarbeit möglich ist, erklärte Franziskus. Zweitens sei Albanien von allen kommunistischen Ländern das einzige gewesen, das den Atheismus in der Verfassung festgeschrieben habe. 1820 Kirchen seien zerstört worden. „Ich habe gespürt, dass ich da hingehen muss.“

 

Umweltenzyklika in Arbeit

Die geplante Umweltenzyklika sei in Arbeit, bestätigte der Papst, ohne einen Erscheinungstermin zu nennen. Kardinal Peter Turkson, der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, habe ihm kürzlich einen umfangreichen ersten Entwurf gebracht. Das Problem sei, dass man über Ökologie „nur bis zu einem bestimmten Punkt mit einer gewissen Sicherheit sprechen“ könne, führte der Papst aus. Danach begebe man sich in den Bereich wissenschaftlicher Hypothesen. In einer Enzyklika mit lehramtlichem Charakter könne man aber nur mit den sicheren Fakten vorgehen.

 

Das Friedensgebet „öffnete eine Tür“

Das Friedensgebet mit den Präsidenten Israels und Palästinas im Vatikan war nach Ansicht von Papst Franziskus trotz des jüngsten Gaza-Krieges nicht umsonst. Im Juni hatten sich auf Einladung des Papstes Mahmud Abbas und Schimon Peres zum Friedensgebet in den vatikanischen Gärten getroffen. Trotz der Kriegshandlungen danach sei die Initiative „keine Niederlage“ gewesen. „Nein: Ich glaube, die Tür des Gebets wurde geöffnet. Der Menschheit wurde gesagt, dass es neben dem Weg der Verhandlungen und des Dialogs, die beide wichtig sind, auch den Weg des Gebets gibt.“ Die Kriegshandlungen folgten einem Auf und Ab, anders aber jenes Friedenstreffen, das aus Sicht des Papstes eine neue Tür aufgemacht hat. „Durch den Rauch der Bomben und der Kriege kann man die Tür nicht sehen, aber sie ist seit jenem Moment offen geblieben. Und da ich an Gott glaube, glaube ich, dass der Herr diese Tür ansieht und jene ansieht, die beten und um Hilfe bitten.“

 

„Zwei, drei Jahre, und dann ins Haus des Vaters“

Befragt nach dem Rummel um seine Person, antwortete Franziskus nach einer Verlegenheitssekunde:

 

„Ich gehe da durch und danke dem Herrn, dass sein Volk glücklich ist. Ich sehe es als Großzügigkeit des Volkes an. Innerlich versuche ich an meine Sünden und Fehler zu denken… und ich weiß, das wird nur kurz dauern, zwei drei Jahre, dann geht es ins Haus des Vaters. Es ist nicht weise, dass ich das gesagt habe – aber ich sehe die Anwesenheit des Herrn in seinem Volk, das den Bischof, den Hirten des Volkes, zum Anlass nimmt, um viele Dinge auszudrücken. Ich erlebe das heute natürlicher als zu Beginn meines Amtes. Zu Beginn bin ich etwas erschrocken: Wie, löse das wirklich ich aus? Mir kommt auch in den Sinn: mach keine Fehler, denn du sollst diesem Volk nicht Unrecht tun. Ungefähr so.“

 


 

(rv/kna 18.08.2014 gs)

„ganz normales Leben“

Franziskus verriet den 70 mitreisenden Journalisten auch einige persönliche Macken, so zum Beispiel jene, „ein wenig zu sehr am normalen Lebensumfeld zu hängen“. Urlaub zum Beispiel habe er zum letzten Mal im Jahr 1975 gemacht, mit anderen Jesuiten außerhalb von Buenos Aires. Seither bleibe er in den Ferien zu Hause, wechsle aber den Rhythmus: „Ich schlafe mehr, lese mehr Bücher, die mir gefallen, höre Musik, bete mehr.“ Seine Neurosen müsse man hätscheln, scherzte der Papst, man müsse ihnen „jeden Tag Mate-Tee geben“. Im Vatikan führt Franziskus eigenen Worten zufolge ein „ganz normales Leben“. Am Anfang habe er sich ein wenig eingesperrt gefühlt, dann aber seien „einige Mauern gefallen“, erzählte der Papst. Leider könne er aber nicht einfach für einen Spaziergang den Vatikan verlassen, weniger wegen Sicherheitsgründen als weil es zu viel Aufsehen erregen würde.