Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

25. Sonntag im Jahreskreis 2014

Sonntag, den 21.09.2014
Der 21. September ist der 264. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 101 Tage  bis zum Jahresende.

21. September: Leonard Cohen 80 und ein neuer Erzbischof in Köln: Halleluja

21.9.1934: Leonard Cohen
Kanadischer Musiker und Lyriker. Zunächst wurde er durch Gedichte und Romane bekannt. Mit melancholischen Songs wie "Suzanne" oder "Bird On A Wire" wurde er ab Mitte der 1960er Jahre schnell zur Kultfigur der Beat-Generation. Inzwischen avancierte er zu einem der anerkanntesten Songwriter der Pop-Geschichte und gilt als Rocklegende. Vor wenigen Jahren machten sich Mainstream-Stars wie Peter Gabriel, Sting, Bono, Billy Joel und andere an Cohens Gesamtwerk. Sie veröffentlichten ein Leonard Cohen-Tribute-Album mit dem Titel "Tower Of Song". Der Rockpoet, mittlerweile Kultstar von drei Generationen, pendelt immer noch zwischen Zen-Kloster und Aufnahmestudio, um neue Songs aufzunehmen.

Es sagte Wolfgang J. Reus

(1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker

Würden die Schafe nicht blöken –
wie sollte der Hirte sie finden?

Auf gute Zusammenarbeit

Bringen Sie auch in Zukunft Ihre Talente, Fähigkeiten und Gaben ein, damit dieser unser gemeinsamer Weg getragen ist von wechselseitigem Zuhören, gegenseitigem Verstehen, von Zusammenarbeit und einem wirklich geschwisterlichen Geist, der eine jede und einen jeden achtet."


Kardinal Rainer Woelki in seiner Predigt zur Amtseinführung


Bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?


+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Matthäus


In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste Stunde und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, dir dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen von den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein.



Mt 20, 1-16a

 

 

 

 

Unerwartet (zu Matthäus 20,1-16)

Wieder einmal hören wir eine Geschichte mit einem unerwarteten Ausgang. Diese Verwirrung liegt wohl in der Absicht der Autoren, denn sie möchten die Leserschaft mitnehmen auf einen Weg, der verdutzen, der Gegenwehr hervorrufen, der zur Neubesinnung und zur Änderung der eigenen Haltung und Handlung führen kann. Dem Evangelisten Matthäus geht es wohl um all das. Er will seine Gemeinde in eine Haltung des gelebten Himmelreiches einführen. Er verwendet eine Überlieferung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem historischen Jesus zuzuschreiben ist.

 

Literarisch hat der Evangelist dieses Gleichnis in seine Überlegungen zur Nachfolge eingebettet. Vorher lässt er uns teilhaben am Scheitern des reichen Jünglings. Er kann nicht alles aufgeben um des Himmelreiches willen (19,16-26). Im Gegenzug erfährt Petrus, dass es eine reiche Beschenkung für die gibt, die um des Himmelreiches willen mit ihrer ganzen Existenz hinter dem Messias Jesus hergehen. Die Bereitschaft, das Himmelreich (die Gerechtigkeit Gottes) zum eigenen Lebensmaß zu machen, hat praktische Folgen für die Lebensgestaltung. Ein Thema darin heißt, auf Status und Rang zu verzichten. Das drückt sich in einem damals bekannten Spruch aus: ‚Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten.‘ Mit diesem Spruch wird unsere Beispielgeschichte gerahmt (19,30 und 20,16). Diese Haltung begreifen zu lernen, illustriert die Geschichte von den Arbeitern im Weinberg.

 

Der matthäische Jesus erzählt – wie sattsam vertraut – in Geschichten, die die Zuhörenden gleich begriffen. Dabei geht es erst einmal gar nicht darum, jedes einzelne Teil der erzählten Geschichte in die eigene Lebenswirklichkeit zu übersetzen. Die Geschichte steht für sich. Die will locken, sich dem da Erzählten – ohne Gedanken, was das denn tiefgründig bedeuten könnte – zu überlassen. Unser Gleichnis hat eine eigene Dramaturgie. Die damals Hörenden haben besser noch als wir ein plastisches Bild des Geschehens vor Augen: Es ist spätsommerliche Weinlese. Das ist Hochsaison. Da werden sehr viel mehr als Stammarbeiter gebraucht. Die müssen nicht sonderlich ausgebildet sein. Hilfskräfte halt. Mit einem Denar als Tageslohn sind sie angemessen bis gut bezahlt. Das wissen die Zuhörenden. Sie erfahren von dem immer wieder neuen Anwerben. Da liegt gewiss etwas an Fürsorge des Gutsherrn drin, aber auch dessen Notwendigkeit, dass er Leute braucht. Die da auf dem Markt stehen sind keine Tunichtgute. Sie sind unfreiwillig ohne Arbeit. Der Lohn wird offen ausgesprochen bei denen, die am Morgen bestellt worden sind.

 

Die Hörerschaft ist selbstverständlich darauf geeicht, dass Lohn und Leistung in einem abgestuften Verhältnis zueinander stehen. So funktioniert Entlohnung – damals ebenso wie heute. Die Geschichte unterstreicht diese Erwartung mit der Bemerkung an die zur dritten Stunde Gerufenen, dass sie bekommen werden, was recht ist. Und recht ist, dass Löhne und erbrachte Leistungen unterscheidbar sind. Es wird nicht eigens wiederholt: Aber für die zur sechsten, neunten und elften Stunde Gerufenen gilt die gleiche Erwartung. Die Zuhörenden dürfen sich in einer vertrauten Sicherheit wiegen. So funktionieren Arbeitsabsprachen.

 

Dann wird es spannend: Nun tritt in der Erzählung ein Verwalter auf. Er führt aus, was später als gerecht und gut herausgestellt wird. Verwundert nehmen die Zuhörenden wahr: Die letzten Arbeiter bekommen üppig. In dieser Verwunderung liegt die Selbstverständlichkeit, dass die Arbeiter der anderen Schichten sich auf je mehr freuen dürfen – unerwartet reicher entlohnt als verabredet. So funktioniert die Gerechtigkeit von Lohn und Leistung.

 

Im Murren der Arbeiter der frühen Stunde werden sich die meisten Zuhörenden wiederfinden: Das ist nicht gerecht. So geht das nicht. Die Belehrung des Gutsherrn bekommt zusätzlich etwas überheblich Abschätzendes: ‚Wieso ungerecht? Ihr bekommt doch, was verabredet ist!‘  Spätestens hier ist die Verwirrung angezeigt.

 

Der Erzähler – sei es der historische Jesus oder der matthäische Jesus – spielt mit dieser Entrüstung, weil er gerade diesen Widerstand sucht. Der Widerstand wird zum Stilmittel, auf das tatsächlich Andere der Gerechtigkeit und Güte hinzuweisen. Der Maßstab ist ein völlig anderer: Nicht klares Tun und entsprechende Folge stehen im Vordergrund. Die unerwartete Güte ist eine eigene Art der Gerechtigkeit. Und alle, die in den Zusammenhängen des Himmelreiches diese Geschichte hören, lernen dadurch etwas von der unerwarteten Andersartigkeit dessen, was von Gott erwartet werden darf.

 

Wir werden vielleicht blockiert sein, dieser Darstellung zu folgen. Wir werden an den Ruin denken, den ein solches Verhalten der Firma einbringen wird, werden uns fragen, wie man mit der Enttäuschung und Demotivation der Arbeiter des ganzen Tages umgehen soll, werden nach Einklagbarkeit eines gerechten Lohnes schielen … All das sind aber Fragen, die den Rahmen dieses Gleichnisses und seiner Aussageabsicht sprengen. Die Geschichte steht da, um zu irritieren. In der Irritation will sie eine Reaktion hervorrufen. Aus dieser Reaktion wird sich dann ein eigener Entschluss ergeben.

 

Matthäus überliefert uns diese Geschichte im Blick auf die Maßstäbe des Himmelreiches. Es gibt demnach eine Gerechtigkeitslogik jenseits der Logik der üblichen Lohnabsprachen. Es gibt die unverschämte, eigene Gerechtigkeit Gottes, die dem Einen nichts nimmt und dem Anderen mehr gibt, als von dem Einen erwartet wird.

 

In dem zeitgeschichtlichen Zusammenhang Jesu wird diese Erzählung gedeutet als ein Hinweis an die religiösen Führer und Frommen. Es geht um einen Konflikt innerhalb des jüdischen Umfeldes. Die religiöse Oberschicht tut sich schwer, sich auch die Randgruppen als Menschen des Himmelreiches vorzustellen. Im Leben des historischen Jesus ist dieser Konflikt immer wieder benannt: Jesus als einer, der sich mit Zöllnern und Sündern abgibt. Das passt nicht in die Vorstellungen eines guten und gerechten Gottes. Status und gesellschaftlicher Rang waren auch Ausdrucksformen der geglaubten Nähe und Anwartschaft auf das Himmelreich, auf die sichere Gottesnähe. Jesus hat in seinem Leben gezeigt, dass das nicht das Maß ist. Es ist Gott vorbehalten, gut und gerecht zu sein nach seinem Maß. Das folgt, wie wir aus dem bisherigen Lesen des Evangeliums schon hinlänglich kennen, einer anderen Logik, einer anderen Gerechtigkeit als der der ‚Welt‘. Matthäus hat es in der Bergpredigt klar formuliert: Die Gerechtigkeit derer, die über den Weg Jesu das Himmelreich suchen, muss weit größer (also Gottes Handeln angemessener) sein als die der religiösen Elite (5,20).

 

Als Zuhörende von der Seite stimmen wir dieser Andersartigkeit gerne zu. Es kann uns aber sehr nahe kommen, wenn wir diese Frage des Ranges und Status in unserer alltäglichen Begegnung zulassen. Wir werden alle immer wieder entdecken, dass wir uns unterscheiden von anderen, vor allem von Menschen, die am gesellschaftlichen Rand stehen. Es trifft ja auch zu, dass wir in unseren Lebensbedingungen unterschiedlich sind, auch in unseren Begabungen, in unseren Aufgaben, in Leitungsfunktionen. Es geht nicht um die Gleichmacherei, die der Lebenswirklichkeit nicht gerecht wird. Es geht um das Wissen, dass Menschen, weil sie Menschen sind, immer gleicher Würde sind. Es gibt keinen Rangunterschied, der sich aus unserem Menschsein ableiten ließe. So wenigstens ist es die Überzeugung der Schülerinnen und Schüler des Himmelreiches.

 

In unserer gesellschaftlichen Realität wird das von Menschen durchaus sehr unterschiedlich wahrgenommen und ausgeführt. Der Dünkel des Erhebens über Andere ist kein Makel. Es werden einleuchtende Gründe dafür benannt – bis hin zur Abwertung, die dem Anderen vorhält, nichts aus seinem Leben zu machen.

 

Die Geschichte des Evangeliums hebt die Wertunterschiede im Menschsein auf. Überbrückt werden die offensichtlichen Unterschiede durch die Güte und die Gerechtigkeit in der Form, die Menschen an Jesus kennengelernt haben. Es ist eine Entscheidung, sich in diesem Denken bewegen zu wollen. Und die Motivation dazu ist die Zusage, dass Gott uneingeschränkt gütig ist.

Ihr Matthias Schnegg

 25. Sonntag im Jahreskreis

 Woche vom  21.09. – 28.09.2014

 

Sonntag:
19.00 Uhr  Heilige Messe der Gemeinde
als 2. Jahrgedächtnis für Rosemarie Heinen-von Berg

Kollekte: CARITAS 

 

Donnerstag:
15.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden
und Versöhnung der Religionen und Kulturen

 

Freitag:
18.00 Uhr Heilige Messe mit Agapefeier
der Kommunität Kosmas und Damian zum Patrozinium.

Das Bibelgespräch entfällt!

 

Samstag:
10.00 Uhr Taufe der Kinder Anton und Marlene Lill

 

Sonntag:
19.00 Uhr  Heilige Messe der Gemeinde

 

Heilige Messe im Notel, Victoriastrasse 12, Köln

am Dienstag und Donnerstag jeweils um 18.45 Uhr

 

Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr                            

 

Sie sind eingeladen.

Heute ist Caritassonntag

Kollekte Caritassonntag

Der Ertrag dieser Kollekte bleibt zu 90 % in der Gemeinde, um da Notlagen lindern zu helfen. 10% gehen an den Diözesan-Caritasverband, um überörtliche Belange der Caritas mit finanzieren zu helfen. Die Caritas (als eine dem Evangelium angemessene Haltung) gehört zum Fundament einer jeden Jesus-Christus-Nachfolge. Das Matthäusevangelium hat uns in diesem Lesejahr eindringlich den Begriff der Gerechtigkeit Gottes zum Maß der Nachfolge mitgegeben. Am Ende wird Matthäus diesen Begriff sehr plastisch gestalten: ‚Was ihr den geringsten meiner Schwestern und Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.’ Unser caritatives Handeln hat (u.a.) in diesem biblischen Wort seinen Motor.

 

Der Alltag der Caritas der Gemeinde sieht so aus, dass immer wieder Menschen in Notlagen am Pfarrhaus klingeln. Das ist gut so, denn die Würde der Kirche und die sie u.a. Vertretenden zeigt sich auch im Willkommen gegenüber den Armen. Nöte sind Hunger, sind Arbeitslosigkeit, sind psychische Erkrankungen, die aus der Bahn geworfen haben, sind Fremdsein ... In vielen Fällen geht es um die Bitte finanzieller Unterstützung. Dabei wird sehr genau abgewogen, was durch die Solidargemeinschaft – hier auch die Caritasmittel der Gemeinde – finanziert wird. Es gibt auch die Bitte, durch Lebensmittel Unterstützung zu erfahren.

 

Manche sind unsicher, ob jemand diese Unterstützung verdient habe. Mit dem Risiko müssen wir leben. Manche weisen darauf hin, dass jemand an seinem Elend selbst Schuld trägt. Es ist nicht immer einfach, in einem ersten Kontakt beurteilen zu können, was an Selbstverschuldung vorliegt. Die Barmherzigkeit fragt nicht nach Schuldverstrickung, wenn die Not da ist.

 

Eine Anfrage bleibt, ob es immer hilfreich ist, den Armen (mit Geldmitteln) zu helfen. Damit ist gemeint, dass es manchmal auch angezeigt sein kann, einen Menschen zu seinen eigenen Möglichkeiten wieder zu führen und diese durch verlässliche Unterstützung lahm zu legen. Solche Gedanken sind aber nur statthaft, wenn wir uns wirklich auf den je einzelnen Armen eingelassen haben, ein Stück des Lebens mitgegangen sind.

 

Danke für die Mittel, die wir durch die heutige Kollekte zusammentragen, um das Anliegen der Barmherzigkeit in der Hilfe in Not Geratener zu leben.

 

Hirtenbrief von Kardinal Woelki zur Amtseinführung

"Meinen Dienst als Bischof darf ich bei Ihnen in dem Jahr beginnen, in dem wir zum 850. Mal jenes Tages gedenken, an dem die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln gekommen sind.

In Maria Lyskirchen, der kleinsten romanischen Kirche Kölns, befindet sich über dem Portal das älteste der spätromanischen Fresken dieser Kirche. Etwa um 1230 entstanden und auf wunderbare Weise durch die Jahrhunderte hindurch erhalten, ist es weit älter als unser Dom. Es stellt die Anbetung der Heiligen Drei Könige dar. Der Legende nach war diese Kirche der Ort, an dem die Gebeine der Weisen aus dem Morgenland eine erste Herberge fanden, nachdem die Reise auf dem Rhein im Hafen von Köln – gleich an Lyskirchen – endete."

Mut zum Aufbruch

Der neue Kölner Erzbischof Woelki ruft die Menschen im Erzbistum Köln zum Aufbruch auf. "Lassen Sie uns gemeinsam in den kommenden Jahren, Christus ein Gesicht geben", so die Kardinal in seinem Hirtenbrief zur Amtseinführung.


Liebe Schwestern und Brüder,

drei Jahre war ich Erzbischof von Berlin – heute kehre ich als Ihr neuer Bischof von der Spree zurück an den Rhein. Sie können sich vorstellen, wie sehr mich dieser Schritt – auch in einem tieferen Sinn –bewegt. In den vergangenen drei Jahren ist mir Berlin zu einer zweiten Heimat geworden, und viele Menschen sind mir dort ans Herz gewachsen. Unabhängig davon ist mir in meinen Berliner Jahren das Rheinland und damit auch unser Erzbistum Köln immer Heimat geblieben.


Hier bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen, habe meine ersten Erfahrungen mit Glaube und Kirche gemacht, hier war ich in meiner Heimatgemeinde über lange Jahre als Ministrant und Lektor und an meiner Schule in der Jugendarbeit engagiert, hier bin ich zum Priester und Bischof geweiht worden. Und hier leben nicht nur meine Familie, sondern auch viele meiner Freunde, die mir seit meiner Kinder- und Jugend- und nicht zuletzt auch aus meiner Studienzeit vertraut sind, darunter viele Priester, Diakone und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst.


Ich bin also einer von Ihnen, einer, der mit vielen von Ihnen eine gemeinsame Wegstrecke zurückgelegt hat, der mit so manchem von Ihnen Glauben und Leben, Freude und Leid, Angst und Hoffnung geteilt hat und der jetzt in seinem Heimatbistum Ihr Bischof sein darf – nach Josef Kardinal Frings als zweiter Kölner Priester in der jüngeren Geschichte unseres Bistums. So möchte ich Ihnen allen zunächst herzlich dafür danken, dass Sie mich wieder so gut aufgenommen haben. Das hat mir den "Neustart" bei Ihnen sehr erleichtert und mir Mut gemacht!

Kardinal Woelki am 20.09.2014 zu Gast beim "Wohlfühlmorgen“
Kardinal Woelki am 20.09.2014 zu Gast beim "Wohlfühlmorgen“

Meinen Dienst als Bischof darf ich bei Ihnen in dem Jahr beginnen, in dem wir zum 850. Mal jenes Tages gedenken, an dem die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln gekommen sind.


In Maria Lyskirchen, der kleinsten romanischen Kirche Kölns, befindet sich über dem Portal das älteste der spätromanischen Fresken dieser Kirche. Etwa um 1230 entstanden und auf wunderbare Weise durch die Jahrhunderte hindurch erhalten, ist es weit älter als unser Dom. Es stellt die Anbetung der Heiligen Drei Könige dar. Der Legende nach war diese Kirche der Ort, an dem die Gebeine der Weisen aus dem Morgenland eine erste Herberge fanden, nachdem die Reise auf dem Rhein im Hafen von Köln – gleich an Lyskirchen – endete. Nach diesem Zwischenstopp wurden sie durch das "Dreikünnijepöötzche" in den alten Dom getragen, von der ganzen Stadt unter Glockengeläut begrüßt.


Gemeinsam hatten sich diese Könige einst auf den Weg gemacht, um einem Stern zu folgen, der sie das Licht ihres Lebens schauen lassen sollte: Jesus Christus. Sicher waren sie auf dem Weg zu ihm lange unterwegs. Wahrscheinlich waren sie sich – ähnlich wie wir dies aus unserem eigenen Leben kennen – nicht immer hundertprozentig sicher und sie hatten vielleicht auch so manches Mal keine Ahnung, wohin der Stern sie führen würde. Vielleicht haben sie sich sogar das eine oder andere Mal verlaufen, bis sie ihn schließlich fanden: Das Glück, das Ziel, den Sinn ihres Lebens, Jesus Christus, Gottes Sohn. Eine Geschichte mit Happy End also, und sie könnte hier zu Ende sein.


Wenn wir jedoch die Heiligen Drei Könige heute immer noch verehren, dann ja nicht nur wegen dieses Happy Ends. Bedeutsam ist auch der Beginn ihrer Geschichte: Da waren drei Menschen aufgebrochen, weil ein Zeichen sie aufmerksam und unruhig gemacht hatte. Und sie waren losgezogen, noch ohne genau zu wissen, wohin ihre Reise sie führen würde. Von diesen Weisen aus dem Morgenland heißt es schließlich, dass sie in dem Moment der Begegnung mit dem Kind eine große Freude erfüllte und sie dann auch schon weiterzogen – heim in ihr Land.

Wenn aber das Herz der drei Weisen voll Freude war, dann ist es für mich kaum vorstellbar, dass sie im Verlauf ihres Lebens über das schweigen konnten, was sie dort in Bethlehem erfahren und erlebt hatten. Denn wo das Herz voll Freude ist, da läuft der Mund bekanntlich über. Und so werden sie von ihrem Glück, Jesus Christus, geredet und erzählt haben – und sind so zu Prototypen einer Erst-Evangelisierung geworden.

 

Heute, liebe Schwestern und Brüder, ist eine Neu-Evangelisierung unser Auftrag. Gerade auch mit Blick auf viele unserer Mitmenschen, die noch nichts von Christus gehört haben, ist diese Erst-Evangelisierung in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige uns aufgegeben.

 

Heute haben wir – wie sie einst – durch unser Leben in Wort und Tat zu bezeugen, dass das wahr ist: Dass Gott in seinem Sohn Jesus Christus ein menschliches Antlitz angenommen hat, er nicht "jenseits von uns" in einer uns verschlossenen Welt geblieben ist, sondern berührbar wurde, geweint und gefroren, gelacht und getrauert, letztlich ein menschliches Leben gelebt hat. Er ist als Kind in diese unsere Welt gekommen, so wie sie ist. Aber nicht, um sich mit dieser Welt abzufinden, wie sie ist, sondern um ihre Not zu wenden, ihre Tränen zu trocknen, ihre Wunden zu heilen. Um uns und allen Menschen das Heil zu schenken.

 

Kann man davon heute wirklich noch reden, können wir diesen Glauben gegenwärtig noch überzeugend weitersagen? Unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche befinden sich in einem rasanten Wandel. Nicht wenige sind dadurch verunsichert und fragen sich: Was kann uns diese alte Botschaft sagen, und wie vor allem kann ich sie weitersagen? Wo ist der Stern, wo sind die Zeichen der Zeit, die uns unruhig machen und zum Wagnis des Aufbruchs motivieren? Und wo ist die glückliche Erfahrung, die unser Herz mit Freude füllt?

Ich lade Sie heute alle ein, diese Fragen miteinander durchzubuchstabieren. Mag sein – oder sogar höchstwahrscheinlich –, dass wir dabei – wie wohl auch die Könige – manches Unklare und Unscharfe deuten müssen, dass wir mit Umwegen und bisweilen auch mit Holzwegen rechnen müssen. Wichtig ist der Aufbruch und zuvor der Mut dazu. Viel ist oft gar nicht nötig. Gott macht es uns leicht. Die Ermutigung dazu kommt von ihm selbst, von ihm, den die Könige in jenem Kind erkannten.


Denn dieser Gott ist keine blutleere Idee. Er ist ein lebendiges Du. Und wir, wir sind nicht vor ein kaltes Ideal gestellt, sondern unter die einer jeden und einem jeden von uns geschenkte Zuneigung Gottes. Ein Ideal kann entmutigen. Denn es fordert, aber es verzeiht nicht, wenn wir versagen. Gott aber verzeiht. Gott bejaht uns, auch wenn wir schwach sind. Gott hebt uns auf, auch wenn wir fallen.


Wir können immer in ein Antlitz des Erbarmens blicken, jetzt schon in Jesus Christus und einst eine jede und ein jeder von uns von Angesicht zu Angesicht. Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden, damit der Mensch Würde und Horizont hat. Gott ist in seinem Sohn Jesus Christus Mensch geworden, damit der Mensch eine Zukunft hat, eine Zukunft, die Gott selber ist. Er ist das Ziel jedes n Menschen nach Liebe. Denn Gott ist Liebe. Das ist sein Wesen.


Der Weg in dieses Glück trägt einen Namen: Jesus Christus, der die Wahrheit und das Leben Gottes in Person ist. Unsere Berufung und Sendung als Kirche ist es, ihm heute ein Gesicht zu geben, indem wir als Christen so transparent zu leben versuchen, dass er, der Christus, in unserem Denken, Wollen, Sehnen, Sprechen, Handeln und Lieben aufstrahlt.

Wo Menschen anfangen, das zu tun, wo sie sich mit ihm, mit Christus auf den Weg machen, Gott entgegen, werden sie frei von all den versklavenden Götzen unserer Tage, werden sie frei für Gott, den Nächsten, frei für ein erfülltes menschliches Leben. Dafür sind wir Zeugen (Apg 5, 32). Denn die Zukunft Gottes will jetzt schon mitten unter uns anbrechen.

 

Schwestern – Brüder, wir sind Töchter und Söhne unseres Vaters im Himmel. Wir sind Gottes Kinder. Uns ist das Ewige Leben geschenkt. Nicht der Tod wartet auf uns, sondern das Leben in Fülle. Lassen Sie uns gemeinsam in den kommenden Jahren mit den Gaben, die Gott jedem von uns geschenkt hat, in unserem Bistum, in unseren Pfarreien, Seelsorgebereichen und Gemeinden, unseren Verbänden und Gemeinschaften Christus ein Gesicht geben. Dabei kommt es zunächst gar nicht so sehr darauf an, wie viel wir tun, sondern dass wir überhaupt etwas tun und wie wir etwas tun.

 

Gott fragt uns vor allem nach einem – nach unserer Liebe: Geben wir Gott ein Gesicht, indem wir in alles, was unser persönliches Leben, das Leben in unserem Bistum und in unseren Gemeinden ausmacht, unsere Liebe hineingeben: In das Lächeln, das wir einander schenken können, in die Arbeit, die wir zu tun haben, in das Planen unserer Unternehmungen, in das Miteinander und in unseren Umgang in unseren Gemeinden, in die Tränen, die wir angesichts von Leid und Not und Trauer vergießen, in das Essen, das wir kochen, in die Mail, den Brief, den Artikel, den wir schreiben. Alles, wirklich alles, kann Ausdruck unserer Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen werden. Denn alles, wirklich alles, ist uns, unseren Händen und Herzen, anvertraut, damit wir ihn, wie einst die Heiligen Drei Könige, hinaustragen in die Welt.

 

Wenn ich heute meinen Dienst bei Ihnen antrete, dann möchte ich an erster Stelle Diener Gottes sein, der Gott heute – gemeinsam mit Ihnen – ein Gesicht zu geben versucht, damit dieser der Welt immer wieder neu sein Lächeln zu schenken vermag. Wie der Apostel möchte ich nicht "Herr über euren Glauben sein", sondern Diener und Helfer zu eurer Freude (vgl. 2 Kor 1, 24).

 

So bitte ich Sie alle, das ganze Volk Gottes, die Priester und Diakone, die Ordensfrauen und Ordensmänner, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pastoral und Caritas, in Seelsorge und Bildung, Beratung und Jugendarbeit, in Kirchenmusik und Kita, in Sekretariat und Verwaltung um Ihr Vertrauen und um eine gute Zusammenarbeit. Seien wir darum bemüht, miteinander im Geiste Christi zu leben, dem Geist, der wegnimmt, was trennt, der uns die Angst nimmt, Neues zu wagen, der uns zu den Menschen sendet. Machen wir uns auf – wie die drei Weisen –, unterwegs mit wachem Herzen, einander auf dem Weg helfend.

Lassen Sie uns Meinungsverschiedenheiten fair austragen, ohne überflüssigen Streit, ohne unnütze Auseinander- setzungen und sinnlose Spaltungen, die nur unser Zusammenleben und Zusammenarbeiten verhindern und so das Zeugnis von der Gegenwart und Menschenfreundlichkeit Gottes, die uns in Jesus Christus erschienen ist (Tit 3, 4), verdunkeln würde. Wo wir Unrecht getan haben, wollen wir um Vergebung bitten. Wo wir selber Unrecht erfahren und erlitten haben, wollen wir verzeihen und zeigen, dass wir bereit sind, immer wieder neu aufeinander zuzugehen.

Versuchen wir, keinen einzigen Menschen einfach abzuschreiben, keinem sein Bemühen um ein Leben aus dem Glauben abzusprechen, keinen aus dem Blick zu verlieren, vor allem auch die nicht, deren Leben in schwieriges Fahrwasser geraten ist: Durch den Verlust eines Menschen oder eines Arbeitsplatzes, durch das Zerbrechen einer Liebe, durch den Verlust von Vertrauen in die Kirche, ihre Botschaft oder ihre Vertreter.

Stehen wir gemeinsam als Kirche dafür ein, dass jeder Mensch von Gott geliebt, gewollt und erlöst ist und so jedes menschliche Leben – auch bei allem Schiefen in ihm – einen Sinn und eine Zukunft hat. Bezeugen wir das gemeinsam als Christen. Geben wir es in jener Liebe, die uns von Gott in Christus verheißen und geschenkt ist und die uns deshalb miteinander verbindet und die so unseren Weg im Bistum prägen will.


Dazu segne und behüte Euch alle der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Köln, 20. September 2014

 

Ihr

+ Rainer Maria Card. Woelki

Erzbischof von Köln

Kirchenempfang

Ab und an sei gerne darauf hingewiesen, dass wir dankbar sind für Menschen, die die vielen Besucher der Kirche willkommen heißen, ihnen bei Bedarf etwas zur Kirche erzählen oder auch über das heutige Leben der hier zusammenkommenden Gemeinde berichten zu können. Am kommenden Sonntag ist um 16 Uhr ein Treffen mit den bisher diesen Dienst versehenden Damen, um eine spezielle Führung durch die Kirche zur Vertiefung zu erhalten und um praktische Dinge dieses Dienstes zu besprechen. Frauen und Männer, die sich vielleicht mit einbringen mögen, sind zu diesem Treffen gerne willkommen – ohne damit schon ein Verpflichtung einzugehen. Das Maß dessen, was Sie gegebenenfalls einbringen mögen, können Sie selbstverständlich selbst bestimmen. Herzlichen Dank den derzeit vier Frauen, die diesen Dienst des Willkommens tun.

Patronatsfest der Kommunität Kosmas und Damian  

Am kommenden Freitag begeht die Kommunität Kosmas und Damian ihren Namenstag – das Patrozinium – in einer festlichen Agape – Feier. Freitags haben wir in der Regel Gemeindemessfeier in der Krypta und anschließend das Bibelgespräch. Wegen des Patronatsfestes fallen Gemeindemesse und Bibelgespräch aus. Das heißt aber nicht Ausschluss der Gemeinde! Wer an der Agape-Feier der Kommunität teilnehmen mag, ist herzlich willkommen. Da wir grob wissen müssen, wie viele Menschen mitfeiern mögen, bitten wir um kurze Meldung – entweder in der Sakristei oder unter kommunitaet@kodako.de. Herzlich willkommen!

PS: Wenn es noch interessiert ...

Der neue 'Meisner' der Deutschen Bischofkonferenz ?

wauhhh!!!, der Clown hat gesprochen ...

Nett sieht er aus, der neue „Meisner“ der Deutschen Bischofkonferenz, der Passauer Bischof Stefan Oster. Mal kommt er als smarter Medienmann rüber, mal predigt er im ‚Clowsnkostüm‘, die „Gestrigen“ sind stolz auf ihn, so ‚schön‘ wurden sie seit Gänswein nicht mehr vertreten. Bei seinem Amtsantritt jubelte BILD  „Bischof Lustig rockt bald Bayern“, doch das was er sagt hat es reaktionär in sich: „Es hilft nichts, immer wieder und vor allem immer nur all diejenigen Stellen des Evangeliums aufzuzählen, mit deren Hilfe sich die an Glaubensverlust leidende Kirche ihren netten Herrn Jesus so lange zurecht biegt, bis er endlich all den Situationen nicht mehr weh tut, die nach dem Zeugnis der Schrift trotzdem hartnäckig Sünde genannt werden. Und ja, Jesus liebt den Sünder, aber er und sein Vater hassen die Sünde! Und es hilft deshalb auch nichts, all die Stellen zu eliminieren oder nicht mehr zu nennen, in denen Jesus uns alle in ein entschiedenes Ja zu sich und zur Treue zu Ihm ruft, oder diejenigen, in denen er uns als Richter vor Augen gestellt wird. Ja, Jesus holt uns dort ab, wo wir stehen, aber Er will nicht, dass wir dort stehen bleiben. Er liebt uns, wie wir sind, aber er will nicht, dass wir bleiben wie wir sind.“ Dies schrieb der Passauer Bischof Stefan Oster auf seiner Facebookseite in Auseinandersetzung mit den Thesen zur kirchlichen Ehe- und Familienlehre des Bischofs von Antwerpen, Johan Bonny. Oster war vergangene Woche in Rom und absolvierte den Einführungskurs „Wie werde ich Bischof“.

Mehr als 900 Kinder werden täglich mit dem AIDS-Virus infiziert.
Mehr als 900 Kinder werden täglich mit dem AIDS-Virus infiziert.

„Uns ist (hoffentlich) klar, dass ein Leben aus dem Glauben der beste Schutz vor Aids wäre!“ Dies hatte Stefan Oster, Bischof von Passau und zuvor Dogmatikprofessor an der PTH Benediktbeuern, in einem ausführlicheren Eintrag auf seinem Facebookauftritt geschrieben.

Papst „irritiert“, Kasper verärgert über Widerstand gegen „neue Barmherzigkeit“

Beim Kardinalskonsistorium hielt Kardinal Kasper die Rede „Das Evangelium der Familie“. Papst Franziskus hatte Kasper um den Eröffnungsvortrag zum Konsistorium gebeten. Die Kardinäle berieten dabei unter anderem über die im Oktober anstehende Bischofssynode zur Familienpastoral, die auch den Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen behandeln wird. Anschließend hatte Franziskus die theologische Tiefe von Kaspers Ausführungen ausdrücklich gelobt.

„Ich habe keine definitive Lösung vorgeschlagen. Ich habe aber, nachdem ich das mit dem Papst vereinbart hatte, Fragen gestellt und Überlegungen für mögliche Antworten geboten.“ Kardinal Kasper

Jetzt haben die Kardinäle Müller, Burke, De Paolis, Brandmüller und Caffarra, das Buch „In der Wahrheit Christi bleiben“: Ehe und Kommunion in der Katholischen Kirche“ veröffentlicht, eine Gegenposition zu Kasper. La Croix, die halboffizielle Tageszeitung der Französischen Bischofskonferenz  berichtete am 17. September, dass Papst Franziskus über die Buchveröffentlichung „irritiert“ sei, gerade weil sich Kardinal Müller unter den Autoren befinde. Der Papst habe, laut La Croix, Kardinal Müller gedrängt, seine Beteiligung an dem Buch gegen Kasper zurückzuziehen, was Müller ablehnte.

"Brüderliches Miteinander"

Kasper hatte im Interview in der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ geäußert, dass er von dem Buch „In der Wahrheit Christi bleiben - Ehe und Gemeinschaft in der katholischen Kirche“, verfasst von fünf Kardinälen, erst aus der Presse durch Journalisten erfahren habe, die bereits vor ihm Exemplare erhalten hatten. Kasper meinte dazu: „So etwas ist mir in meinem gesamten akademischen Leben niemals passiert.“

Pater Joseph Fessio SJ, Gründer und Herausgeber des katholischen Verlages „Ignatius Press“, bei dem das Buch der fünf Kardinäle in Kürze erscheinen wird, meinte zu dieser Äußerung von Kasper: "Sie sind vom akademischen zum öffentlichen Leben gewechselt. Sie sollten sich daran gewöhnen."