Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 20.07.2014
Der 20. Juli ist der 201. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 164 Tage  bis zum Jahresende.

20. Juli 1944 - Das Attentat

20. Juli 1944, 12 Uhr 42: Rastenburg, Ostpreußen. In der Wolfsschanze, dem streng abgeriegelten Führerhauptquartier beugt sich Adolf Hitler während einer Lagebesprechung über den schweren Eichentisch. Um ihn herum stehen mehrere Generäle. Gemeinsam beraten sie das weitere militärische Vorgehen an der Ostfront. Plötzlich erschüttert eine ohrenbetäubende Explosion die Lagebaracke. Durch die Druckwelle stürzt die Decke ein, der schwere Tisch wird regelrecht in die Luft gehoben. Fast alle der ins Freie wankenden Männer sind leicht oder schwer verwundet. Vier Männer sterben.

Es sagte Kurt Tucholsky

(1890 - 1935 (Freitod)), deutscher Schriftsteller

Wie sich der kleine Moritz
die Weltgeschichte vorstellt
– genau so ist sie.

Italien: „Die ’Ndrangheta ist die Verneinung des Evangeliums“

Mit der Mafia kann es überhaupt kein Zusammenleben oder Beziehung geben. Mafiosi befinden sich außerhalb der Kirche, weil sie eben außerhalb des Evangeliums sind. Es ist nun die Aufgabe der Bischöfe und der Gläubige jegliche Verbindungen zwischen Kriminellen und der Kirche zu vermeiden, insbesondere auch indirekte Beziehungen, wie es leider manchmal vorgekommen ist.“

 

so der Präsident der kalabresischen Bischofskonferenz,
Bischof Salvatore Nunnari.

Lasst beides wachsen bis zur Ernte

 

+ Aus dem heiligen

Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit

erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zum Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Weizen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich zu den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündeln, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune. Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hoch gewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreiche ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war. Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt wird und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!

 

 

Mt 13, 24-43

 

johannesevangelium

Mit unserem Textabschnitt setzen wir die Lesung der 3. großen Rede des Matthäusevangeliums fort: der Gleichnisrede. Sie steht innerhalb der Erzählung des Evangelisten Matthäus an der Stelle, an der es – im 12. Kapitel – einigen Widerstand gegen die Botschaft Jesu gegeben hat. Auch die Leserschaft des Evangelisten kennt Infragestellungen. Diese nähren sich auch aus dem Erleben, dass das Wachsen des Himmelreiches nicht stürmisch und erkennbar zielstrebig verläuft. Es gibt viel Misserfolg. Es gibt viel Stillstand. Es sind nicht nur Anfragen, ob die Botschaft gut verkündet wird oder ob die Botschaft gut ankommt. Viel fundamentaler ist die Sorge, dass die Macht des Bösen stärker ist als die Macht Gottes. In der Wirklichkeit des Welterlebens scheint der Macht des Bösen mehr Platz eingeräumt. Das sind Fragen an den Glauben, die auch uns bewegen können. Uns ist auch nicht fremd, nachdenklich zu werden, dass das Himmelreich es auch nach 2000 Jahren nicht geschafft hat, sich durchzusetzen.

 

Das erste erzählte Gleichnis widmet sich dem Thema der Macht Gottes und der Macht des Bösen. Das Gleichnis bedient sich einer Erfahrung, die den Zuhörenden damals selbstverständlich war. Gemeint ist ein Unkraut, der Taumel-Lolch, das zum Verwechseln dem Weizen ähnelt. Kenner können den Unterschied leicht ausmachen – aber auf den ersten Blick scheint es wie guter Weizen zu sein. Der Taumel-Lolch war häufig mit einem giftigen Pilz befallen, dem Mutterkorn. Daher kam es vor, dass die Frucht des Taumel-Lolches zusammen mit dem Weizen vermalen wurde und das Mehl vergiftet war. Wenn nun die Hörerschaft guten Weizen und Taumel-Lolch zusammen gesät sieht, weiß sie sofort um die Gefahr, die sich im Miteinander beider Pflanzen darstellt. Erster Impuls wird gewesen sein: Reiß das Schädliche aus, um das Gesunde sicher zu bewahren.

 

Wenn Jesus nun dieses Gleichnis ausmalt, dann stellt er das Problem des Miteinanders von Macht Gottes und Macht des Bösen ins Bild. So ist die Realität für die Glaubenden: Das Böse kommt oft in so verführerisch ähnelndem Gewand, dass das Zerstörerische daran erst einmal gar nicht erkannt wird. Durchtriebener noch: Man hält das Böse für das Gute. Wir kennen alle solche Verführungen. Dass es das Böse war, wird vielleicht erst an seinen Früchten und an seiner zerstörerischen Auswirkung erkannt. Eine auf das Gute bedachte Moral hört alle Alarmglocken klingen: Prüfe, prüfe! Und: Währe den Anfängen!

 

In der Geschichte kommt zum Zuge, dass das Nebeneinander des Bösen und des Guten eine Realität ist. Im Gleichnis erfahren wir, dass der Herr genau weiß, wer sein feindliches Gegenüber ist. Das deutet eine erste Souveränität an, die im Kontrast zur Aufgeregtheit der Knechte steht. Die nämlich schlagen Alarm: Das möglich Zerstörerische muss in seinen Anfängen und Wurzeln vernichtet werden.

 

Das Urteil des Herrn aber fällt unerwartet aus: Keine Spur von Aufregung, keine Hektik des schnellen Handelns, kein Kampf. Die Gelassenheit verblüfft. Wir ahnen, dass allein die Souveränität des Herrn solche Ruhe zulässt. In aller Bedrohung: Die eigentliche Macht – so ist mit Jesus der Evangelist überzeugt – wird immer bei Gott bleiben.

 

Die Maßgabe des Herrn lässt das Unkraut unter dem Weizen wachsen. Nur die souveräne Gewissheit, dass bei der Ernte die Unterscheidung gelingt, lässt solche Gelassenheit zu. Der Hinweis auf die Ernte ist aber auch die Gewissheit der Ent-Scheidung. Im 25. Kapitel wird das Weltgericht unter der Leitung des Menschensohnes erzählt. Die Gemeinde ist nicht zur Beliebigkeit ermutigt. Es ist nicht egal, was Weizen und was Unkraut ist. Es ist nicht egal, ob wir gute Frucht bringen oder schlechte (vgl. Kap 7). Aber es ist dem Herrn zu überlassen, wie er richten wird. Die Gemeinde mag sich im Geist der Unterscheidung stärken, das Gute vom Bösen trennen zu können. Das Böse trägt gerne das verlockende Gewand des Guten.

 

Mit diesem Gleichnis stärkt Jesus – und im Erzählen der Evangelist – die Schülerinnen und Schüler, der endgültigen Macht Gottes mehr zu trauen als der des Bösen.

Eine weitere Sorge der Glaubenden: Warum wächst das Himmelreich nicht offensichtlicher? Die Gemeinde des Matthäus musste begreifen, dass sich die so fest geglaubte Naherwartung der Wiederkunft des Messias nicht erfüllt. Wir stehen in noch größerem Druck: Warum haben 2000 Jahre Christentumsgeschichte die Welt nicht zum Himmelreich werden lassen? Warum ist die Welt nicht zu beglückwünschen, dass sie in der Nachfolge Jesu die Gerechtigkeit Gottes verwirklicht hat?

 

Jesus erzählt zwei Geschichten – die vom Senfkorn und die vom Sauerteig. Beide Bilder sind den damals Zuhörenden wieder mit Erfahrungen verbunden: Das kleine Korn – und wie riesig wird der Strauch, der daraus wächst – wie ein Baum, Nistplatz für Vögel. Und der Sauerteig: Wie gering ist die Menge dieses Ferments – und wie sehr wird in einem langsam wirkenden Prozess der ganze Teig durchsäuert. Das Verbindende dieser beiden Gleichnisbilder ist die bestauneswerte Wachstumskraft. Aus fast nichts wächst etwas bestimmend Großes. Die Zuhörenden wissen sofort: So also soll das mit dem Himmelreich sein. Es steckt eine ungeheure Kraft darin.

 

Wenn wir mit dieser Kraft die Vollendung erwarten, sind wir schnell enttäuscht. Es ist die getrübte Erwartung, nach 2000 Jahren Nachfolge Jesu müsse die Welt als Ganze anders aussehen. Es ist nicht zu verübeln, dass wir uns das wünschten. Es ist müßig, von der Erfüllung dieser Erwartung unsere Nachfolge abhängig zu machen. Für manche von uns sind diese Gleichnisse ein Abbild des eigenen Wachsens in die Zuversicht der Jesu-Nachfolge: Wer sich einmal dem Evangelium zuwendet, spürt, wie verwandelnd dieses Mitgehen ist. Manchmal ist eine Kraft der Entschiedenheit für das Evangelium wie ein unerwartetes Wunder der eigenen Lebensentwicklung.

 

Ehe der Evangelist eine Deutung des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen anschließt, weist er noch einmal auf die Bedeutung der Gleichnisse hin. Im Textabschnitt des vergangenen Sonntags war das schon ausführlich Thema. An dieser Stelle wiederholt der Evangelist die Bedeutung der Gleichnisse. Sie sind ein Angebot, sich dem Geheimnis des Himmelreiches anzunähern. Sie sind keine verschlüsselten Geheimbotschaften. Sie sind offenzulegen, wenn Menschen sich mit diesen Gleichnissen beschäftigen und ihre Botschaft auf- und annehmen. Die Gleichnisse sind eine Ausdrucksform, das verhüllte Geheimnis Gottes zu enthüllen. Offenbarung ist Verhüllung und Enthüllung zugleich. Sie ist Hinführung zu dem, was letztlich Geheimnis bleibt – und dennoch wirksam und erfassbar ist für alle, die diesem Geheimnis trauen – dem Geheimnis Gott.

 

Die Auslegung des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen macht aus dem Gleichnis wieder eine Allegorie. Jeder Bestandteil des erzählten Bildes wird in die Deutung gehoben. Da ist der Sämann der Menschensohn, da sind die guten Samen die Söhne des Guten und die schlechten Samen die Söhne des Bösen. Der Unkrautsäende ist der Teufel, die Arbeiter der Ernte sind die Engel. Der Menschensohn wird das Gericht halten. Im Gericht ist eindeutig, dass die Bösen die sind, die das Gesetz Gottes übertreten. Das sind nicht alle Schriftgelehrten oder Pharisäer. Es sind all die, die das Gesetz Gottes übertreten. Aus der Bergpredigt wissen wir, dass das Gesetz da lebt, wo Menschen die Gerechtigkeit Gottes in die Tat umsetzen. Die Seligpreisungen haben ausgeführt, was die Gerechtigkeit Gottes zu tun konkret heißt. Das Himmelreich Gottes wird da erfahrbar, wo Menschen das Gesetz Gottes tun. Darum ist es eine Erfahrung, die Menschen jetzt in die Tat bringen können. Und wem das ein Herzensanliegen geworden ist – zu beglückwünschen ist sie! Eine große Kraft entfaltet sich da, wo Menschen zu diesem Tun der Gerechtigkeit Gottes gefunden haben – eine Kraft wie die zwischen Senfkornsamen und ausgewachsenem Strauch.

 

Dieser Teil der Gleichnisrede endet wieder mit dem Hinweis: Wer Ohren hat, der höre! Das richtet sich an jedwede Hörerschaft: Diese Bilder und ihre Aussage wollen uns erreichen. Die Gleichnisse sind Antworten auf die Fragen, die sich Glaubenden selbstverständlich stellen. Die Gleichnisse wollen ermutigen, der Kraft des Evangeliums zu trauen. Das eigene Vertrauen und das eigene Wirken sind Bestandteile der Kraft, die aus der Gerechtigkeit Gottes wachsen kann – im konkreten Tun. Das Schöne ist, dass es dazu Geschichten eigener Glaubenserfahrungen gibt – Geschichten von Einzelnen und von Gemeinschaften, die gelernt haben, der Kraft des Evangeliums mehr zu trauen als den Sorgen um das Unerklärliche. Der Geist der Unterscheidung hilft, um auf dem eigenen Weg sich nicht verlocken zu lassen, Widermächten mehr zu trauen als der Macht Gottes.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

16. Sonntag im Jahreskreis

Woche vom 20.07. – 27.07.2014

 

Sonntag:

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag:

15.00 Uhr Wortgottesdienst

zur Goldhochzeit Ingrid und Ansgar Vogt

 

Freitag:

18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,

anschl. Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

Sonntag:

19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

als 1. Jahrgedächtnis für Werner Kürten

 

 

Heilige Messe im Notel,

Victoriastrasse 12, Köln

Dienstag, 22.07. 2014

und Donnerstag 24.07.2014

um 18,45 Uhr

Sie sind eingeladen.

  • Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

fällt in den Sommerferien aus.

Fest der Verklärung Christi

Am Fest der Verklärung Christi, 6. August,
feiern wir um 18 Uhr Hl. Messe in St. Maria Lyskirchen.

 

Neuer Glaubenskurs

Neuer Glaubenskurs – Fortsetzung zum Markus-Evangelium
(es ist auch möglich, mit diesem 2. Kursteil einzusteigen, ohne den 1. Teil mitgemacht zu haben!)

 

DAS EVANGELIUM NACH MARKUS
ALS ALTERNATIVER LEBENSENTWURF

 

Hier die Termine und Inhalte:

 

5. Modul: 30. August 2014, 14.00-18.00
Fortlaufende Lesung von Mk 1,16-3,6

 

6. Modul: 13. September 2014, 14.00-18.00
Fortlaufende Lesung von Mk 3,7-6,13

 

7. Modul: 27. September 2014, 14.00-18.00
Fortlaufende Lesung von Mk 6,14-8,26

 

8. Modul: 29. November 2014, 14.00-18.00
Fortlaufende Lesung von Mk 8,27-10,52


Referent: PD Dr. Werner Hahne
Ort: Pfarrsaal St. Maria im Kapitol

Kosten: 120.- €

 

 

Anmeldung bitte bis zum 15. August im Pfarrbüro St. Maria im Kapitol, pfarrbuero@maria-im-kapitol.de oder Tel., 214615.

 

 

Neues Gotteslob

Seit Februar nutzen wir auch in unseren Gottesdiensten das neue Gotteslob. Es hat einen reichen musikalischen Schatz, den wir auch für uns nutzbar machen mögen, ohne dass die besondere Gesangskultur in Maria Lyskirchen darunter leiden müsste.

Es bleibt die Einladung bestehen, dass Sie Lieder nennen, die wir nach und nach in die Feier unseres Gottesdienstes mit einbringen. Bisher sind die folgenden Liednummern erbeten worden: 94 und 96 und 447 1. und 2. Die Einladung, Lieder für den Gemeindegesang anzutragen, bleibt unbegrenzt.

 

Mit dem Erzdiözesanmusikdirektor, Richard Mailänder, sind wir im Gespräch, wie die Kehrverse zu den Psalmen für unseren mehrstimmigen Gemeindegesang aufbereitet werden könnten. Bisher gibt es keine einfachen, mehrstimmigen Sätze. Unsere Nachfrage kann ja Geschmack für Komponisten machen.

 

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Rainer Maria Kardinal Woelki, ernannter Erzbischof von Köln

 

Statement bei der Pressekonferenz am Samstag, 12. Juli 2014, im Kolumba Diözesanmuseum Köln

 

 

Als mich das Kölner Domkapitel über meine Wahl zum neuen Erzbischof informierte, da fiel mir gleich Markus 6, 4 ein, die Stelle, wo Jesus in seine Heimatstadt kommt. Nun bin ich nicht Jesus, aber der biblische Befund hinsichtlich des Ansehens eines Propheten in seiner Heimat ist eindeutig. Das Kölner Domkapitel, dem ich für das Vertrauen danke, hat mich mit Sicherheit nicht gewählt, weil ich „Wunder tun“ könnte oder schon irgendwelche Wunder vollbracht hätte. Überhaupt können sich die Herren nicht damit raus reden, sie hätten ja nicht gewusst, wen sie da wählen. Schließlich durfte ich selbst diesem

 

erlauchten Gremium für einige Jahre angehören, so dass man sich kennt. Ich kann deshalb wirklich guten Gewissens gestehen, dass ich die Entscheidung noch nicht verinnerlicht habe, dass sie mich genauso überrascht hat wie die Wahl des Berliner Domkapitels vor drei Jahren. Dass Papst Franziskus die Wahl bestätigt und mich zum Erzbischof von Köln ernannt hat, ist eine große Ehre für mich und gleichzeitig eine große Verantwortung. Neben Gott danke ich deshalb auch ihm für sein Vertrauen, dass er in mich setzt. Und ich danke ebenso herzlich und ausdrücklich meinem Vorgänger im Amt, Joachim Kardinal Meisner, der dieses Bistum und die deutsche Kirche insgesamt in den vergangenen 25 Jahren geprägt hat wie kaum ein anderer. Von ihm darf ich ein Bistum übernehmen, das sehr gut vorbereitet ist auf die zukünftigen Herausforderungen. Sein herzliches Willkommen, das er mir entgegenbringt, erwidere ich heute ausdrücklich. Ich muss mich Ihnen heute nicht vorstellen, ich muss auch nicht beweisen, dass ich das Erzbistum Köln gut kenne. Ich möchte Ihnen ein wenig erzählen von dem, was ich in den vergangenen Jahren so gemacht habe, weil es mich – so glaube ich geprägt hat und ich viel gelernt habe. Denn die Situation ist eher ähnlich als unähnlich zwischen dem „Rom des Nordens“, dem „Hilligen Köln“, und der sog. „Hauptstadt des Atheismus“, dem angeblich „gottlosen Berlin“:

 

 

 

1. Ich bin Kölner geblieben, auch wenn ich ein Berliner geworden bin. Ich habe nie meine Herkunft geleugnet, bin dem FC treu geblieben und habe es nie bestritten, dass ich auf meine Herkunft stolz bin, auch wenn ich von der „Schäl Sick“ über den Rhein gekommen bin. Aber man hat es mir in den vergangenen drei Jahren leicht gemacht, Berliner zu werden. Berlin ist sehr gut und erfahren darin, Migranten aus aller Welt willkommen zu heißen und zu integrieren. Denn Berlin das habe ich in vielen Gesprächen erfahren ist für viele Menschen Sehnsuchts und Hoffnungs Ort. Es ist aber auch gerade in den letzten Wochen und Monaten zur letzten Rettung geworden. Papst Franziskus ist nach Lampedusa gegangen. Lampedusa gibt es auch im Erzbistum Berlin. Und auch das Erzbistum Köln ist keine „Insel der Seligen“. Ich denke: Lampedusa wird es auch hier geben und als Kirche gehören wir gleich ob in Berlin oder Köln dort hin.

 

 

 

2. Ich hatte das Glück, eine Wohnung und Arbeitsräume zu finden in unmittelbarer Nähe zur Bornholmer Brücke. Dort nahm der Fall der Mauer vor 25 Jahren seinen Anfang. An kaum einem anderen Ort werden die Einheit Deutschlands und die Einheit des Erzbistums Berlin als Geschenk und bleibende Aufgabe so sinnen fällig. Gleichzeitig wohne ich im Wedding, für manche Berlin - Touristen eine „no go area“. Ich habe zu lange in Köln gelebt und im Erzbistum Köln gearbeitet, als dass ich nicht wüsste, dass es auch im Erzbistum Köln Wedding und Neukölln gibt. Als Kirche und ihre Caritas sind wir aufgerufen, auch in diese Gegenden zu gehen. Gerade dort leben Menschen, die unsere Hilfe, aber auch die befreiende Botschaft Jesu suchen.

 

 

 

3. Die Kirche in der Diaspora ist stark. Papst Benedikt hat dies im September 2011 mit seinem Besuch im Berliner Olympiastadion gewürdigt. Es gibt in Berlin Schulklassen, wo nur ein Schüler zur Erstkommunion geht, Betriebe, in denen man sich als Einzige frei nimmt, weil man Fronleichnam feiern will, oder Freundeskreise, wo man als einziger erklären kann, warum an Pfingsten eigentlich zwei Tage frei ist. Wer sein Christsein in der Diaspora lebt, ist viel häufiger in der Situation, sich dazu auch bekennen zu müssen. Davor habe ich großen Respekt. Köln ist keine katholische Diaspora, aber auch hier ist es nicht mehr selbstverständlich -eine Tante im Kloster—dass alles und alle katholisch sind. Da werden wir uns in Köln manches von Berlin abgucken können.

 

 

 

 

4. Ich habe in Berlin den Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ angestoßen. Ich weiß, dass es ähnliche Prozesse und Überlegungen in Köln bereits seit vielen Jahren gibt, die hier wie dort auf einem guten Weg sind. Jedenfalls weiß ich für Berlin von vielen hoffnungsvollen Aufbrüchen auf diesem Weg, die auch mein Weggang nicht beenden wird.

 

5. Wir haben in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg - Vorpommern darüber gestritten, welchen Platz Religion in der Gesellschaft hat. Wenn wir hier im Schatten der Domtürme sitzen, muss man es vielleicht nicht mit der gleichen Emphase vor tragen, aber: Religion mag eine persönliche Angelegenheit sein, sie ist nie und nimmer Privatsache! Dafür werde ich weiterhin einstehen. Hier bin ich mir auch mit der evangelischen Kirche einig.

6. Aufgrund der geringen Anzahl von Christen ist Ökumene in Berlin nahezu lebensnotwendig – vor allem in den ländlichen Regionen Brandenburgs und Vorpommerns, wo die Katholiken einen noch geringeren Anteil an der Bevölkerung ausmachen und alle Christen zusammen nur etwa 15 - 20 Prozent. In Berlin sind nahezu alle christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften vertreten. Und zwar nicht nur mit einem– in der Regel – ranghohen Repräsentanten, sondern auch mit einer lebendigen Gemeinde und einem entsprechenden Gotteshaus. Vor diesem Hintergrund denke ich, dass wir uns auch in Köln weiterhin um ein gutes geschwisterliches ökumenisches Miteinander bemühen werden.

 

Fortsetzung kommenden Sonntag