Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
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    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

20. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 17.08.2014
Der 17 August ist der 229. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 136 Tage  bis zum Jahresende.

17.8.2014: Wir sind Christen

Solidarität per Mausklick ist nichts Neues oder Außergewöhnliches in unserer modernen und digitalisierten Welt. Neu im Social-Network ist jedoch das Zeichen "Nun". Es verbreitet sich mit einer enormen Schnelligkeit und ist von einem tödlichen gefährlichen Zeichen zu einem Zeichen der gemeinsamen Kultur geworden - nämlich dem "Christsein" und der Solidarität mit den verfolgten Christen im Irak. Das Zeichen sieht aus wie ein halbes offenes O und darüber wird ein Punkt gezeichnet.

Im Irak wurde dieses Zeichen von der Terrorgruppe IS genützt um die Häuser der Christen zu kennzeichnen. Der deutsche Theologe, Islamwissenschaftler und Jesuitenpater Christian W. Troll hat Radio Vatikan die Bedeutung dieses "N" erklärt:

"Das ist das arabische N, Nun, das steht für den ersten Buchstaben des Wortes Nazara und es ist die arabische und auch die koranische Bezeichnung für Christen. Somit soll das Haus gekennzeichnet werden als Haus der Christen. Diese sind jedoch enteignet worden und das bedeutet dann, dass das Haus dem Kalifat gehört und nicht mehr den Christen."

Es sagte Walter  Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

(1828 - 1910), russischer Erzähler und Romanautor

Je mehr Verfolgung,
umso offensichtlicher
wird die Wahrheit.

Vatikan-Erzbischof: „Ein zweites Ruanda verhindern“

Mir kommen da die ganzen Debatten in den Sinn, die es damals gab, als die Gewalt zwischen Hutu und Tutsi in Ruanda losging. Das war doch eine ähnliche Situation zu der, die wir heute im Nordirak erleben. Da wurden Menschen abgeschlachtet, andere wurden zur Flucht gezwungen, und die internationale Gemeinschaft diskutierte, ohne irgendetwas Konkretes zu tun. Und in all den Jahren seitdem haben wir uns jedes Jahr feierlich getroffen, um an diesen Völkermord zu erinnern und Mea Culpa zu sagen, weil wir nicht entschieden gehandelt hatten.“


So der Vatikan-Beobachter bei der UNO in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi


Frau, dein Glaube ist groß!

 


+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit zog Jesus sich in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast Recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt. 

 

 

Mt 15, 21-28

 

 

 

johannesevangelium

Dieser Text ist für viele im ersten Hören anstößig! Da bittet eine Frau respektvoll um Lösung ihrer besessenen Tochter. Da ist Jesus, der in arroganter Art nicht einmal auf die Frau eingeht. Das sind die Schüler Jesu, die die Frau loswerden wollen – und sei es, dass Jesus ihr ihren Willen erfüllt: Hauptsache, sie hört das Schreien auf. Und da ist Jesus, der die Frau schroff zurückweist mit dem Vergleich der Hunde. Und die Frau bleibt beharrlich – und schließlich bekommt sie, um was sie bittet.

 

Es ist eine dramatische Erzählung, die so gar nicht in die achtsame Art der Begegnung Jesu zu passen scheint. Es ist eine Geschichte, in der eine Entwicklung geschieht, eine Entwicklung, die an Jesus sich vollzieht. Die Kraft dazu gibt das beharrliche Vertrauen der Frau: Gott wird ihrer Tochter durch Jesus Heil schaffen. Dieses beharrliche Vertrauen rühmt Jesus am Ende der Begegnung. Die von einem Dämon besessene Tochter wird befreit.

 

Die Geschichte lässt sich nur entschlüsseln auf dem Hintergrund der Situation der Gemeinde des Matthäus. Sie bestand aus Judenchristen und Heidenchristen. Die Judenchristen stellten die Mehrheit. Wie wir uns das menschlich vorstellen können: Es wird unter den Mehrheitsmenschen solche gegeben haben, die geringschätziger auf die Minderheit schauten. Der Gedanke des auserwählten Volkes der Juden war nach wie vor mächtig. Wie können da Nichtjuden (=Heiden) darauf bauen, dass sie ebenso Anteil am Heilwirken Gottes haben?

 

Dem Evangelisten lag wohl daran, in diese innergemeindliche Auseinandersetzung etwas zu sagen. Schon in der Aussendung der Apostel wird betont, dass sie nicht in die Städte der Heiden und Samariter, sondern zu den verlorenen Schafen Israels gehen sollten (10,5). Da ist das Thema der Abgrenzung von Judenchristen zu den Heidenchristen erkennbar. Wir wissen nicht, wie Jesus sich selbst verstanden hat. Es müssen Mutmaßungen bleiben, wenn man meint, im Matthäusevangelium deutlich zu erkennen, dass Jesus sich eigentlich nur für das Volk Israel gesandt fühlte und erst am Ende die Erweiterung der Sendung zu allen Völkern (28,20) möglich geworden sei. Zum Sendungsbewusstsein des historischen Jesus vermögen wir keine verlässliche Aussage zu machen. Klar aber ist die Situation der Gemeinde des Matthäus. Da gibt es die Parteiungen der Juden- und der Heidenchristen. Die Vermutung liegt nun nahe, dass der Evangelist in gekonnt pädagogischer Annäherung den Heilswillen Gottes für alle Völker verkünden will. Dabei spielt die Geschichte der kanaanäischen Frau eine Schlüsselrolle.

 

Wir erleben einen Jesus, der innerhalb der Geschichte im Zeitraffer eine Entwicklung durchmacht. Die (für uns heute abstoßend anmutende) Nichtbeachtung der Nichtjüdin durch Jesus endet in der Anerkenntnis, dass durch diese Frau klar wird, dass Gottes Heil allen gilt, nicht nur dem auserwählten Volk.

 

Die Frau tritt in unserer Geschichte sehr würdigend auf. Sie spricht Jesus mit Herr und Sohn Davids an und bittet um die Gunst des Erbarmens. Angemessener hätte sich eine im jüdischen Glauben und Denken Beheimatete Jesus nicht nähern können. Voller Respekt sieht sie in ihm den, den die Christen glauben: den Herrn und den Sohn Davids. Das sind Titel der besonderen Erwählung und Sendung Jesu. Wir hätten erwarten können, dass Jesus sich ihr zuwendet – wie wir das aus anderen Geschichten der Begegnungen Jesu gewohnt sind. Dass an dieser Stelle diese Erwartung des Hörenden enttäuscht wird, hat mit dem Thema zu tun: Die Heidin und der Jude. Der Jude denkt, dass das Heil Gottes dem auserwählten Volk, nicht aber den Heiden zusteht. Daher das als Abwertung zu deutende Schweigen Jesu.

 

Die Jünger bitten Jesus, er möge die Frau wegschicken. Sie schreit zu viel. Das kann Ausdruck des Verweises sein, das kann aber auch die Bitte an Jesus beinhalten: Gib ihr, was sie will. Hauptsache, wir sind diese schreiende Frau los. Der Akzent der Abwertung wird durch diesen Einwurf der Schüler Jesu weiter verstärkt.


Dann wird das eigentliche Thema, das die Gemeinde des Matthäus bewegt, ins Wort gebracht. Jesus spricht es aus: Seine Sendung gilt den verlorenen Schafen des Hauses Israels. Damit ist zwar zugegeben, dass Israel sich auch von seinem Gott entfernt hat. Aber dazu ist Jesus gekommen, um die Verbindung zum Gott JHWH wieder herzustellen.

 

Hier könnten die Nichtjuden resigniert abziehen. Matthäus aber will die Verbindung zwischen der heilsgeschichtlichen Gewissheit der Judenchristen und dem Vertrauen auf Gottes Heilshandeln auch für die Nichtjuden zusammenhalten. Daher erzählt er von der Frau, die nach wie vor in hoher Achtung vor der besonderen Sendung Jesu steht. Es geht ihr nicht um Anerkennung einer religiösen Gruppe. Es geht um das Heil, das sie auch als Nichtjüdin von Gott erwartet und erwarten darf. Darum wiederholt die Frau ihr Anliegen: ‚Hilf mir!’. Die Antwort Jesu schmerzt, weil sie für unsere Ohren wie eine beleidigende Abwertung daherkommt. „Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.“ Die Kinder, das sind die Juden. Die Hunde, das sind die Nichtjuden. Mit diesem verächtlichen Satz ist das Thema der Gemeinde ungeschminkt dargestellt: Ist das Heil Gottes (im Bild: das Brot) nur für die Juden da oder etwas auch für die Nichtjuden. In der matthäischen Gemeinde scheint es so zu sein, dass die Überzahl der Judenchristen so dachten.

 

Die Frau behält die Fassung. Sie stimmt Jesus zu, dass die Kinder (=Juden) das Brot haben. Aber für die anderen, die Nichtjuden (=Hunde) fällt vom Tisch (der Gnade Gottes) ebenso etwas ab. Die Frau gibt durch diese Antwort ihrer Überzeugung Ausdruck, dass selbstverständlich die Juden die Zusage des Heiles Gottes haben, dass diese Zusage aber keine exklusive Gabe für die Juden alleine ist. Gottes Heilszusage ist grenzenlos. Für uns Heutige ist das eine selbstverständliche Gewissheit. Für die Christengemeinde zur Zeit des Matthäus offensichtlich noch nicht.

 

Matthäus bekräftigt die Auffassung der Frau über Gottes universalen Heilswillen durch die Antwort Jesu. Es scheint, als habe Jesus im Laufe der Geschichte von dieser Frau gelernt. Matthäus lässt Jesus antworten: „Frau, dein Glaube ist groß!“ In der Dynamik der Erzählung klingt das wie ein Eingeständnis Jesu. Er hat von der Frau gelernt, dass Gott das Heil für alle Völker will. Am Ende wird das Matthäusevangelium als Gewissheit des Osterglaubens festhalten, dass die Schülerinnen und Schüler Jesu zu allen Zeiten zu allen Völkern gesandt sind, um ihnen die frohe Botschaft Gottes zu verkünden (28,20).

 

Nun wissen wir wirklich nicht, in welchem Bewusstsein Jesus selbst gelebt hat. Der Evangelist scheint die Geschichte so gestaltet zu haben, um es den Judenchristen seiner Gemeinde schmackhaft zu machen, in das Verständnis des universalen Heilswillens Gottes hineinzuwachsen. Leuchtendes Beispiel eines solchen Lernprozesses sei Jesus selbst gewesen. In der Geschichte geht er den Weg vom arroganten Überhören über die provokante Abwertung bis hin zum Bekenntnis: Wirklich, Gott wirkt Heil grundsätzlich, nicht nur oder bevorzugt für eine auserwählte Gruppe. In der Geschichte steht die Frau als Lehrerin Jesu dar. Über den Glauben der Frau lernt Jesus, dem universalen Heilswillen Gottes zu trauen.


Wie schon betont: Über das Bewusstsein des historischen Jesus zu seiner Sendung wissen wir nichts. In unserer Geschichte ist es so dargestellt, damit judenchristliche Glaubende ermutigt werden, am Beispiel Jesu selbst einen Lernprozess in Gang zu bringen.

 

Unsere historische Lage ist anders als zur Zeit des Matthäus. Auch unter Christen gibt es aber immer noch die Auffassung, als sei das Heil exklusiv für eine bestimmte Konfession der Christenheit vorbehalten. Die Geschichte lehrt uns, dass der Heilswille Gottes nicht groß und grenzenlos genug zu denken ist. Es scheint eher das Bedürfnis menschlichen Wollens zu sein, sich in Abgrenzung zu anderen als Besondere anzusehen. Die Liebe Gottes ist da sehr viel  großzügiger. Die Erzählungen vom Wirken des historischen Jesus belegen das eindrücklich.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

 

20. Sonntag im Jahreskreis

Woche vom 17.08. – 24.08.2014

 

Sonntag: 
19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde
mit Gebet für den Verstorbenen José Rodriguez

 

Donnerstag:
15.00 Uhr  Rosenkranzgebet für den Frieden

                                                

Freitag:
18.00 Uhr  Heilige Messe in der Krypta,
anschließend Bibelgespräch im Pfarrsälchen

 

Samstag: 
15.00 Uhr  Trauung des Brautpaares
Miriam Nardini und Stefan Jost

 

Sonntag:                 
19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde    

 

Heilige Messe im Notel, Victoriastrasse 12, Köln

Donnerstag, 21. August 2014 um 18:45 Gottesdienst

 

Sie sind eingeladen.

  • Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

fällt in den Sommerferien aus.

Solidarität mit den verfolgten Christen  

Unsere Anregung aus Maria Lyskirchen ist von der Bistumsleitung sofort aufgegriffen und gestern schon in die Tat umgesetzt worden. An Maria Lyskirchen haben wir einen Aufruf angebracht, der um das Gedenken und das Gebet für die verfolgten Christen auf der Welt bittet. Gedenken für alle, denen das Gebet nicht die Sprache der Solidarität ist; das Gebet für alle, die über das Gebet ihr Anliegen Gott hinhalten. Es ist ein Anliegen der Solidarität des freien Menschseins und eines der Verbundenheit mit den Schwestern und Brüdern des Glaubens.

 

Vielleicht möchten wir in Lyskirchen bleibendere Formen der Solidarität bekunden. Wer dazu Ideen hat, möge sie gerne mit einbringen.

Was tun?

Von der Begrüßungsunruhe vor der Messe

Es ist wirklich ein Geschenk unserer Gemeinde, dass es so viel aneinander interessierte Verbindung gibt. Ab und an sagen Gäste, dass es so spürbar ist, dass da Menschen zusammen sind, die etwas miteinander zu tun haben – und dass das sogar so auswirkend ist, dass zufällige Gäste sich darin aufgehoben wissen. Diese Zusammengehörigkeit wird auch darin spürbar, dass Sie untereinander mitbekommen, wann jemand wegbleibt, wann jemand krank ist usw. Da geht es nicht um Kontrolle, sondern um Achtsamkeit füreinander. Ich bin als Pastor immer wieder dankbar, wenn ich irgendwann mitbekomme, dass Menschen aus der Gemeinde sich um jemanden kümmern, der krank ist oder nicht mehr kommen kann oder wegen eines Gebrechens Fahrhilfe zur Kirche brauchte.

 

Diese Zusammengehörigkeit drückt sich auch aus in den herzlichen, verbundenen Begrüßungen, die vor der Messfeier am Sonntag teils lautstark vor statten gehen. Aus der Gemeinde kam von verschiedenen Seiten die Frage auf, wie wir das lösen können: auf der einen Seite ist es wunderbar, dass es dieses Wissen umeinander gibt, auf der anderen Seite der Wunsch, dass man vor der Messfeier sich in Ruhe einfinden kann, zum stillen Gebet, zur Besinnung. Vielleicht hängt der Wunsch nach Orten der Stille in der Liturgie auch damit zusammen, dass es vor der Messfeier schwer ist, sich in Ruhe einzustimmen.

 

Diese Meldung aus der Gemeinde mache ich öffentlich. Es geht nicht darum, Maßregelungen aussprechen zu wollen. Das Zusammengehören ist ein hohes kostbares Gut. Die Anregung aus der Gemeinde der Nachfragenden lautete, ob der lebhafte Austausch miteinander nach der Messfeier stattfinden kann und die Begrüßungen, wenn man sich in der Kirche sieht, in einer Form stattfinden kann, die Ruhesuchende nicht stört.

 

Mit diesen Gedanken möchte ich um das Mitbedenken der Gemeinde bitten – und um Rückmeldung, wenn etwas dazu Hilfreiches einfällt – was dem Wunsch nach Ruhe zur Einstimmung und dem Geschenk der Zusammengehörigkeit und der Kommunikation miteinander Rechnung trägt..

 

Matthias Schnegg

 

Einleitung in das Buch Deuteronomium  

Zur Vorbereitung der kommenden Lesenacht am 22.11.2014 wird Dr. Gunther Fleischer wieder eine Einleitung in das Buch geben, das gelesen wird. Herzliches Willkommen allen Interessierten: 19. August, 19 Uhr im Pfarrsälchen von Maria Lyskirchen.

Konzert in Lyskirchen  

Die renommierte Altistin Ingeborg Danz gibt zusammen mit der russischen Organistin Luba Shishkhanova  am 28.8.2014 um 20.30 einen Orgel-Liederabend in unserer Gemeinde. Dabei wird es Werke von Bach, Reger, Pärt und anderen zu hören geben. Der Eintritt beträgt 15€/12€ ermäßigt.

Himmelfahrts Kräuter Dank

Foto Anna C. Wagner
Foto Anna C. Wagner

Himmelfahrts- Kräuter-Blumen-Dank

auch in diesem Jahr wieder, denn dass wir wieder so üppig zugreifen durften, haben wir der Gabe von Herrn Marx zu danken – alle Jahre wieder! Herzlichen Dank.

 

Einrichtung der Schauvitrine (III)

Die Schauvitrine in der Katharinenkapelle (Foto Anna C. Wagner)
Die Schauvitrine in der Katharinenkapelle (Foto Anna C. Wagner)

'Pollengarnitur'

Folgend wir der Zeit des Entstehens der in der Schauvitrine ausgestellten liturgischen Gerätschaften, geht unsere Betrachtung zu dem, was die Messdiener ‚Tablett mit Kännchen für Wein und Wasser’ nennen, was in der Fachsprache ‚Pollengarnitur’ heißt. Dazu gehören das Messtablett und die Pollen. Pollen, das sind die Kännchen, in denen Wein und Wasser für den Gebrauch innerhalb der Messliturgie aufbewahrt und angereicht werden. Die ausgestellte Garnitur stammt aus der Kölner Werkstatt des Jakob Jamenett. Entstehungszeit ist 1737. Anders als bei den bisher vorgestellten Gegenstände der historischen Ausstattung unserer Kirche ist bei dieser Pollengarnitur keine Kirchengeschichte der Säkularisierung in Köln ablesbar. Diese Kännchen und das Tablett wurden für Maria Lyskirchen hergestellt. Das lässt sich an einer Besonderheit der reich mit Gravuren beschmückten liturgischen Gerätschaft ablesen: Auf dem Tablett ist der Heilige Maternus abgebildet. Er ist erster Bischof von Köln. Er ist schnell zu erkennen, denn er wird mit drei Mitren dargestellt, weil er der Gründer der Bistümer Trier, Tongern und Köln war. Die Legende erzählt, dass dieser erste Bischof Kölns (4. Jh.) an dem Ort seine Cella hatte, an der heute die Krypta unserer Kirche steht. Wegen dieser engen Beziehung zum Heiligen hat es bis ins 19. Jahrhundert im September eine rege Wallfahrtfahrt nach Maria Lyskirchen gegeben. Der Gedenktag des Heiligen ist der 11. September. Der Heilige Maternus ist neben Nikolaus einer der Kon-Patrone der Kirche. Das Hauptpatronat gilt der Gottesmutter Maria.

 

In Maria Lyskirchen finden wir auch heute noch einige Hinweise auf Maternus:  im Renaissancefenster im östlichen Nordseitenschiff (um 1530), im östlichen Fenster der Apsis (da ist der oberste Bischof der 1. von Köln, Maternus), im Mitteljoch des Nordseitenschiffs in der Skulptur des Heiligen aus dem 17. Jh., auf dem Vortragekreuz, das zur Messfeier am Hochaltar steht.  Im Herbst hoffen wir, die derzeit in Restaurierung befindlichen Steinfiguren des historistischen Hochaltars (1860) zurück zu bekommen. Da begegnet uns Maternus erneut. Die Figuren werden an der westlichen Wand hinter dem Taufstein aufgestellt werden.

Vermutlich ebenso noch in diesem Jahr wird die Schatzschau in der Katharinenkapelle um eine Vitrine mit dem Kreuz des barocken Hochaltars erweitert. Am Fuß dieses mit reichen Silberarbeiten versehenen Kreuzes ist Maternus dargestellt.

PS: Wenn es noch interessiert ...

Erzbischof zeigt Flagge

Der Buchstabe N für Nazarener, mit dem die Islamisten die Christen kennzeichnen.
Der Buchstabe N für Nazarener, mit dem die Islamisten die Christen kennzeichnen.

Seit etlichen Tagen hängt mitten in der norditalienischen Stadt Ferrara ein großes Transparent mit dem arabischen Buchstaben N für Nazarener. Mit diesem Symbol kennzeichnen die Islamisten im Nordirak die Häuser der Christen, die vertrieben werden sollen. Das Transparent mit dem unübersehbaren Hinweis auf das Schicksal der verfolgten Christen im Nahen Osten hängt am Hauptplatz der Stadt an der Fassade des erzbischöflichen Palais. Veranlaßt hat die Aushängung der streitbare Erzbischof von Ferrara, Msgr. Luigi Negri, einer der profiliertesten katholischen Bischöfe Europas.



Am 14. August veröffentlichte Erzbischof Negri zum Hochfest Mariä Himmelfahrt einen Hirtenbrief zu den verfolgten Christen. Hier einige Auszüge:


„Das Zeigen des Brandzeichens, das den Anfangsbuchstaben des Wortes Nassarah (Nazarener) darstellt, das Wort, mit dem der Koran die Jünger von Jesus von Nazareth bezeichnet – das von den Milizen des selbsternannten Kalifen al-Baghdadi den ungläubigen Christen aufgezwungen wird, für die es keinen Platz im Islamischen Staat im Irak und der Levante gibt, außer den Übertritt zum Islam, die einer Kopfsteuer unterworfen sind, die die Zerstörung ihrer uralten Kultstätten und die Beschlagnahmung ihrer Güter erleiden – will öffentlich zum Ausdruck bringen, daß die Erzdiözese von Ferrara-Comacchio sich eins fühlt mit unseren Brüdern und Schwestern, die an ihren Körpern und in ihren Seelen die Wunden des Leidens und des Todes unseres Herrn tragen.


Während wir uns auf den Gebetstag (15. August) vorbereiten, damit der Frieden einkehrt – oder besser müßte man sagen, damit der Herr Jesus Christus ein Wunder schenkt, für das es menschlich gesprochen nicht die geringste Aussicht gibt – möchte ich, daß für die gesamte Diözese wahr würde, was Papst Franziskus mehrfach einforderte, daß es nicht nur ein „Sagen“ von Gebeten ist, sondern ein Beten mit der Ganzheit des Lebens und des Herzens. Daß es vor allem auch eine Bitte um Vergebung an Ihn ist, da unser Leben als westliche Christen ernsthaft schuldig ist im Sinne einer Mitverantwortung für das, was geschieht.

Diese Verantwortung kommt durch eine Naivität zum Ausdruck, die gelinde gesagt pathologisch ist. Man muß vom Dialog sprechen, sicher, aber man soll und kann dies nur tun, wenn man sich der eigenen Identität und der Komplexität des betreffenden Gesprächspartners bewußt ist. Es kann jedenfalls keinen Dialog um jeden Preis geben und er kann absolut nicht einen Rückzug der Christen aus dem Nahen Osten bedeuten.


Es müßte unser aller Wunsch sein, dort mit ihnen zu sein, um die Gegenwart, auch die zahlenmäßige Präsenz der Christen an den Orten zu stärken, wo die Kirche und die Christen seit zweitausend Jahren gegenwärtig sind und verfolgt werden. Bitten wir den Herrn, daß Er uns fähig macht, einen intelligenten Dialog aufzubauen und zu führen und nicht eine bedingungslose Kapitulation. Und bitten wir den Herrn auch, daß Er es uns gewährt, nicht nur die Flucht der Tausenden und Abertausenden unserer Brüder und Schwestern aufzuhalten, deren Schuld nur darin besteht, Christen zu sein wie die ersten Märtyrer, sondern soweit möglich ihre Präsenz dort zu stärken, die wir gar nicht anders bewerten können, denn als grundlegenden Beitrag zum Allgemeinwohl der gesamten Menschheit. Das ist die authentische Art, für den Frieden zu beten, der ein Geschenk des auferstandenen Christus ist: ‚Der Frieden sei mit euch‘. Alles andere ist nur ein leeres Gerede. Die Kirche braucht kein leeres Gerede und, soweit mir bekannt, auch Gott braucht es nicht.“


+Luigi Negri
Erzbischof di Ferrara-Comacchio und Abt von Pomposa

Franziskus und die Evangelikalen

In Caserta sagte Papst Franziskus vor den versammelten Evangelikalen und Pfingstlern zur „Einheit der Christen in der Vielfalt“:


„Wir sind im Zeitalter der Globalisierung und wir denken: Was ist die Globalisierung und was wäre die Einheit in der Kirche? Vielleicht eine Sphäre, wo alle Punkte gleich weit vom Mittelpunkt entfernt sind, alle gleich? Nein. Das wäre Uniformität. Und der Heilige Geist macht keine Uniformität! Welche Figur können wir also finden? Stellen wir uns ein Polyeder vor: Ein Polyeder ist eine Einheit, aber jeder Teil ist anders; jeder hat seine Besonderheit, sein Charisma. Das ist die Einheit in der Vielfalt. Auf diesem Weg tun wir Christen das, was wir mit dem theologischen Begriff Ökumene nennen.“


Dominus Iesus oder Caserta?

„Diese Metapher des ‚Polyeder‘ ist nicht leicht mit dem in Einklang zu bringen, was in der Erklärung Dominus Iesus von 2000 festgestellt wurde, die einen Markstein im Lehramt der beiden Vorgängerpäpste darstellt“, so der Vatikanist Sandro Magister. Dort heißt es:


„Daher dürfen die Christgläubigen sich nicht vorstellen, die Kirche Christi sei nichts anderes als eine gewisse Summe von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften — zwar getrennt, aber noch irgendwie eine; und es steht ihnen keineswegs frei anzunehmen, die Kirche Christi bestehe heute in Wahrheit nirgendwo mehr, sondern sei nur als ein Ziel zu betrachten, das alle Kirchen und Gemeinschaften suchen müssen.“ In Wirklichkeit „existieren die Elemente dieser bereits gegebenen Kirche in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften“.