Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
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    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 16.06.2013
Der 16. Juni ist der 167. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 198 Tage  bis zum Jahresende.

Gilt heute als ungarischer Volksheld
Gilt heute als ungarischer Volksheld

16. Juni 1958: Imre Nagy hingerichtet

 

Ungarn liberalisieren, das wollte Imre Nagy. Nachdem er 1956 den Austritt Ungarns aus dem Warschauer Pakt verkündet hatte, begannen sowjetische Truppen, mit Gewalt die Vorherrschaft über das abtrünnige Land zu erkämpfen. Imre Nagy wurde gefangen genommen und zum Tode verurteilt.

 

Es sagte Heinrich Heine

(1797 - 1856), deutscher Dichter, Erzähler und Romancier

Wer mit den wenigsten und einfachsten Symbolen das Meiste und das Bedeutendste ausspricht, der ist der größte Künstler.

"Kirche der Armen"

Zitate der Woche:

Christliches Leben bedeutet nicht, bis zum Himmel in Frieden zu sein, sondern in die Welt hinauszugehen, um Jesus zu verkündigen, der „sich zur Sünde gemacht hat“, um die Menschen mit dem Vater zu versöhnen."

 

 

Papst Franziskus zu 2 Kor 5,14-21. 

 

Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben,
weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast Recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! In der folgenden Zeit wanderte er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

Lk 7, 36 - 8, 3

Lehrstück

(zu Lukas 7,36-50)

In der Episode vor unserem Textabschnitt hat Lukas berichtet, dass die Schüler des Täufers Johannes fragten, ob er der sei, ‚der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?‘ (7,20) Die Antwort Jesu: Sie mögen dem Johannes berichten, was sie sehen. Und sie sehen: „Blinde sehen wieder, Lahme gehen, … Arme empfangen die frohe Botschaft.“(7,22) Die Erzählung unserer Episode von der Sünderin ist eine Illustration dieser Botschaft. Jesus ist der Messias, der an diesen Merkmalen zu erkennen ist. Der Evangelist reiht Begebenheiten aneinander, die im Einzelnen diese Erfahrung unterstreichen.

 

Wir begegnen Simon. Der lädt den Wanderrabbi Jesu zu sich an den Tisch. Nur Männer nehmen an solchen Gastmählern teil. Die Plätze sich nach sozialem Rang angeordnet. Wir erfahren nicht, ob Jesus den Ehrenplatz neben dem Pharisäer zugewiesen bekommen hat. Man legte sich linksseitig zu Tische, die Füße nach hinten gestreckt. Das Gastmahl findet in einem offenen Haus statt. So ist es möglich, dass die dritte wichtige Person Zutritt bekommt. Sie ist Frau und hat als solche keinen Platz am Tisch. Sie ist eine Sünderin, stadtbekannt. Sie hat um so weniger in diesem Raum etwas zu suchen, als sie durch ihre Berufsausübung zur kultisch unreinen Frau geworden ist. Ein Pharisäer pflegt die Gebote der Weisung, vor allem die kultisch bedeutsamen, genau einzuhalten. Eine angespannte Situation. Diese Dirne bleibt ohne Namen. Die Geschichte, und was sich in ihr ereignet, bleibt durchscheinend für die, die ähnlich Arme sind.

 

Von kostbarem Salböl ist die Rede. Bei anderen Evangelisten wird diese Verschwendung heftig kritisiert. Hier steht nur, dass sie dieses Duftöl bei sich trägt. Die Empörung über den hohen Sachwert erspart sich die lukanische Überlieferung. Die Geschichte treibt zu dem, um dessentwillen sie erzählt wird. Sie wird ein Lehrstück über die Haltung Jesu. Es ist die Haltung Gottes, die sich in Jesus handfest zu erkennen gibt.

 

Die Handlung der Prostituierten hat anrührende und anrüchige Züge: Sie tritt weinend von hinten an Jesus heran. Wir kennen ihre Gemütslage nicht. Sind es Tränen der Reue um ihr verqueres Leben? Sind es Tränen der tiefen, freudigen Erregung, in der Nähe Jesu eine andere Lebenszusage zu verspüren. Erotische Atmosphäre liegt in dem Bild, dass sie sich niederkniet, mit ihren Tränen die Füße beweint, mit ihrem Haar die Tränen wegwischt, mit kostbarem Öl und Küssen die Füße Jesu umgibt. Kostbares Öl verwendet man in der Regel, um das Haupt zu salben und zu schmücken. Eine eigene Innigkeit prägt sich in dieser Begegnung. Und Jesus lässt diese Begegnung an sich geschehen.

 

Dem gesetzestreuen Pharisäer ist das ein Gräuel! Das Eindringen der Frau in den für sie nicht zugängigen Raum. Das Gebaren an seinem Gast und die Unreinheit. Jesus, der sich von der Unreinen berühren lässt, wird dadurch selbst ein Unreiner. Einer in gleicher Linie wie die Frau. Das mit der ‚Ansteckung‘ haben Menschen so an sich: Wer neben einem aus dem Rahmen Gefallenen steht, kommt selbst schnell in den abschätzigen bis abwertenden Blick der Anderen.

 

Die Geschichte greift dies auf. Der Gastgaber hält ein Selbstgespräch. Darin geht es weniger um die Frau als um Jesus. Kann der ein Prophet sein, wo er nicht zu wissen scheint, von wem er sich da hat berühren lassen? Gerade vorher, bei der Erweckung des toten jungen Mannes am Stadttor von Nain, hatten die Leute noch gepriesen: „Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten, und Gott hat sein Volk heimgesucht.“ (7,16) Das stellt der Pharisäer nun in Frage. Einen Propheten erkannte man auch daran, dass er gute Menschenkenntnis hat. In der Abfolge der Erzählung des Lukas dient dieser innere Monolog des Gastgebers dazu, die Sache auf den Punkt zu bringen. Ja, man kann so denken, dass Jesus keine Menschenkenntnis hat. Weil man dann sein eigenes Maß der Erkenntnis vom Menschen absolut setzt.

 

Obwohl der Gastgeber nur für sich gesprochen hat, lässt Lukas Jesus aber all das sofort mitbekommen haben. Eine als prophetisch gedeutete Fähigkeit. Er wird jetzt eine Lehre erteilen. Er wird dadurch zum Anstoß werden gegenüber einem Verfechter des Gesetzes. Lukas hat in seiner Kindheitsgeschichte den weisen Simeon sagen lassen: „Dieser ist zum Fall und Aufstehen vieler in Israel gesetzt und zum Zeichen, dem widersprochen wird .“ (2,34) Jetzt ist diese Konfrontation augenfällig da. Dass nun eine Lehrsituation geschaffen wird, liegt in Frage Jesu und Antwort des Simon offen. Simon nennt Jesus ‚Lehrer‘, der ihm etwas sagen kann.

 

Jesus erzählt das Gleichnis von dem Geldverleiher und seinen beiden Schuldnern. Die Geldverleiher galten als anrüchige Menschen – habgierig und unbarmherzig hart. Umso verwunderlicher, dass der Geldverleiher des Gleichnisses ohne großes Aufsehen den Schuldnern die Schuld erlässt. Beiden, ohne Abstufung nach Grad der Verschuldung. Die beiden sind Schuldner. Als solche sind sie auf das angewiesen, was der Geldverleiher mit ihnen macht. Daher ist die Höhe des Betrages zweitrangig. Beide sind existentiell abhängig und auf das Verhalten des Gebers angewiesen. Im Spiegel der Erzählung innerhalb der Begegnung beim Gastmahl erscheinen in der Unterschiedlichkeit der Schulden die beiden Gestalten der Dirne und des Pharisäers. Beide wissen, dass sie vor dem Maß der Weisung Gottes immer auch Schuldner sind – mag sein, unterschiedlich gewichtet, aber allemal auf die Zuwendung und Barmherzigkeit Gottes angewiesen.

 

Das Verhalten des Geldverleihers ist im wirklichen Leben so ungewöhnlich, dass die Zuhörenden besonders aufmerksam werden. Der so untypische Geldverleiher wird transparent auf Gott hin. Er rechnet nicht auf, rechnet nicht ab. Er gibt, vorbehaltlos, ohne Auflagen, freizügig. Aus Liebe.

 

Auf die Frage Jesu, wer denn eine größere Dankbarkeit habe, antwortet der Pharisäer erwartungsgemäß: Der, dem die höhere Schuld erlassen worden ist. Aber es geht letztlich auch nicht um abzuzahlende Schuld – was ja auch in größerer Dankbarkeit abzuwiegen sein könnte. Es geht um die Reaktion auf die Beschenkung. Es geht um die Liebe, die sich in einem solchen Verhalten des Geldverleihers wiederspiegelt.

 

Die Geschichte behandelt dieses Thema in der Gegenüberstellung dessen, was an Liebeszeichen gegeben wird. Spätestens jetzt wird klar, dass Jesus in unserer Geschichte an Gottes statt in der Rolle dieses liebenden, großherzigen Geldverleihers getreten ist. Der Gastgeber hat keine Fußwaschung vollzogen (was den Gebräuchen nach auch nicht zwingend hätte sein müssen), hat keinen Begrüßungskuss gegeben, hat ihm kein Olivenöl angeboten (eine Salbung durch den Gastgeber wäre auch nicht üblich). Der Pharisäer Simon hat Jesus nicht mit ehrenden Gesten in sein Haus aufgenommen. Anders die Sünderin, die in überlaufendem Maße ihre ehrenden Gesten ausgeführt hat – Gesten einer Huldigung. Die Huldigung gilt im übertragenen Sinne dem ‚großen Propheten‘, dem, der sein Volk besucht hat (7,16).

 

Mit Vers 47 wird die Schlussfolgerung dieser Gegenüberstellung gezogen: Weil sie geliebt hat, sind ihr ihre vielen Verfehlungen vergeben. Und im Umkehrschluss: Wem wenig vergeben ist, der liebt wenig. Im ersten Teil wird der Frau vergeben, weil sie Jesus in dieser ausdrücklichen Weise ihre Liebe bezeugt hat; im zweiten Fall ist die Liebe der Widerhall der erlangten Vergebung. Ein Spannungsfeld zwischen Vergebung und Liebe bleibt offen. Das Schicksal des Simon interessiert den weiteren Verlauf der Geschichte nicht. Es geht um Vergebung und Liebe und Glaube. Jesus spricht der Frau die Vergebung der Sünden zu. Wenn Jesus diese Vergebung ausspricht, dann ist es Gott, der vergibt. Die Frau, als Sünderin stadtbekannt, kann mit Ansehen ihrer Person wieder gehen.

 

Bei denen, die diese Art der Vergebung erfahren, bleibt Staunen. Staunen über die Person Jesu, denn Sünden kann nur Gott vergeben. Die Staunenden weisen die Verbindung zwischen Jesus, Gott und Sündenvergebung nicht ab. Sie staunen.

 

Mit dem Schlusssatz wertet Jesus dieses Liebeszeugnis der Frau: Sie hat geglaubt. Das ist ihr zugutegekommen. Diese Begegnung ist zum Lehrstück geworden, dass Jesus gekommen ist, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. Ihr Vertrauen in Jesus, ihre Liebe zu ihm eröffnet diese Erfahrung der Befreiung. Jesus stellt keine Bedingung. Jesus moralisiert nicht. Er lässt leben!

 

Fragt die zuhörende Gemeinde, was dieses Zeugnis bedeute. Es ist der Aufruf, im Handeln Jesu das Handeln Gottes zu sehen. Es ist der Aufruf, in der Würdigung jeden Lebens dem Messias Jesus hinterherzugehen. Das alles hören wir immer wieder. Und dennoch gibt es in der alltäglichen Begegnung immer wieder Situationen, in den wir uns im Nachhinein sagen können: da wäre es anders möglich gewesen, dem Armen (nicht nur den Bettelarmen) würdigender, liebender zu begegnen. Es bleibt eine Lebensaufgabe, in die Schule des Evangeliums Jesu zu gehen. Und darin zu reifen, auch zur eigenen Freude.

 

Ihr Matthias Schnegg

11. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 16.06.2013

um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

als 2. Jahrgedächtnis für Günter Heidecke

 

Donnerstag, den 20.06.2013

um 18.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Verständigung der Kulturen

 

12. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 23.06.2013

um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

  • Heilige Messe im Notel,
    Victoriastrasse 12, Köln
    Donnerstag, den 20.06.2013
    um 18:45 Uhr Heilige Messe

 

Sie sind eingeladen

Messfeier und Bibelgespräch jeden Freitag

jedoch nicht am kommenden ...

Diese Woche entfällt Messe und Bibelgespräch am Freitag.

Ab dem 19. April jeden Freitag wieder um 18 Uhr Messfeier in der Krypta, anschließend für Interessierte ein Bibelgespräch im Sälchen des Pfarrhauses über das Evangelium des dann folgenden Sonntags.

Sie sind eingeladen.

Aufruf des Vorsitzenden der

Deutschen Bischofskonferenz zur Flutopferhilfe

Land unter in Ungarn: In diesem Dorf knapp 200 Kilometer von der Hauptstadt Budapset entfernt ist alles vom Hochwasser überschwemmt worden. Aus mehr als 100 Häusern mussten die Menschen evakuiert werden.
Land unter in Ungarn: In diesem Dorf knapp 200 Kilometer von der Hauptstadt Budapset entfernt ist alles vom Hochwasser überschwemmt worden. Aus mehr als 100 Häusern mussten die Menschen evakuiert werden.

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

 

bewegende Bilder und Berichte vom Hochwasser in großen Teilen Deutschlands prägen jeden Tag neu die Nachrichten. Tausenden Betroffenen haben die Überschwemmungen die Wohnstatt genommen. Betriebe stehen unter Wasser, Schulen, öffentliche und kirchliche Einrichtungen sind geschlossen. Viele Menschen sind in existenzielle Not geraten.

 

Schon bislang konnten große Hilfsaktionen verwirklicht werden. Bund und Länder, Kommunen und zahllose Freiwillige helfen, die Not zu lindern. Es gibt im großen Umfang praktische Hilfe, auch viele Hilfszusagen finanzieller Art sowie Sachspenden. Auch aus dem kirchlichen Bereich sind viele Freiwillige im Einsatz. Bistümer und kirchliche Verbände haben Finanzhilfen zugesagt. Zu dem Geist der Verbundenheit mit den Betroffenen zählt auch das fürbittende Gebet beim Eucharistischen Kongress in Köln.

 

In Anbetracht der großen und noch viele Wochen währenden Not appelliere ich namens der deutschen Bischöfe nochmals an Ihre Großherzigkeit. Ich bitte um Ihre Solidarität mit den Men- schen in den betroffenen Gebieten. Es gibt viele Möglichkeiten zu zeigen, dass wir zusammen gehören. Eine von ihnen ist die Spende für die Opfer der Überschwemmungen in Deutschland wie auch in Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Die eingehenden Spenden werden rasch auf alle betroffenen Gebiete verteilt.

 

Lassen Sie uns weiterhin zusammenstehen in der Hilfe für die Vielen, die in diesen Wochen we- gen der Überschwemmungen großes Leid zu tragen haben, im Gebet und in großzügiger Hilfe!

 

Mit einem herzlichen Dankeschön

bin ich Ihr

Dr. Robert Zollitsch Erzbischof

 

Bankverbindung für die Flutopferhilfe:

Deutscher Caritasverband / Caritas international

(Katastrophenhilfe im In- und Ausland)

Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

BLZ 660 205 00
Stichwort: Hochwasseropfer 2013

Bonn, den 12. Juni 2013

Der heilige Maternus ist wieder zurück. (Bild Anna C. Wagner)
Der heilige Maternus ist wieder zurück. (Bild Anna C. Wagner)

Kirchenraum

Die Jahrhunderte der Glaubensgeschichte haben Spuren in unserer Kirche hinterlassen. Es werden immer Zeiten unterschiedlicher Lebensumstände, unterschiedlicher Glaubensgewissheiten gewesen sein. Viele Kunstwerke sind aus unterschiedlichsten Motiven geschaffen worden: zur Ehre Gottes, manchmal vielleicht auch zur Darstellung eigener menschlicher Möglichkeiten.

 

Wir sind dabei, die Kostbarkeiten dieser Geschichte im Raum der Kirche an den rechten Platz zu bringen. Seit vergangenem Montag ist die Figur des Hl. Maternus wieder im Raum zu sehen. , Die Legende erzählt, dass er an dem Ort unserer Krypta im 4. Jht. eine Zelle bewohnt haben soll. Er ist der erste Bischof Kölns. In der Bildersprache wird er mit drei Mitren dargestellt – als Gründer der Bistümer Trier, Tongern und Köln. Begraben worden ist er in Trier.

 

Wegen der legendären Verbindung zu unserer Kirche ist er einer der Mitpatrone von St. Maria Lyskirchen. In früheren Zeiten hat es im September (der 11.9. ist sein liturgischer Gedenktag) Wallfahrten nach Maria Lyskirchen zu Ehren des Bischofs Maternus gegeben.

 

In unserer Kirche finden Sie ihn neben der Figur aus dem 15. Jht. auch im nördlichen Chorfenster – leicht durch seine drei Mitren zu identifizieren. Das barocke Vortragekreuz, das während der Liturgie hinter dem Altar aufgestellt ist, zeigt auch den Bischof Maternus.

 

In dieser Woche beginnen die Arbeiten an der Nische für die Schauvitrine in der Katharinenkapelle. In diese Nische wird eine Vitrine eingearbeitet, in der einige der (wenigen) kostbaren liturgischen Geräte der Kirchengemeinde ausgestellt werden sollen. Steinmetze werden die Mauernische entsprechend bereiten. Zudem wird der Rahmen aus Blaustein gereinigt, so dass alle Mörtelreste und Steinschäden bearbeitet werden, um einen würdigen Rahmen für die Schaugefäße abzugeben.

 

Ebenso absehbar ist die Umstellung des ‚Beweinungsaltres’ auf den Altar des Nordseitenschiffes. Das ist der Ort, für den dieser Altar einmal hergestellt worden ist.

Glaubensverlust?: Am kommenden Montag wird Prof. Halbfas für Interessierte in unserer Kirche sprechen. Er befasste sich ausführlich mit dem Problem des Glaubensverlustes, der die Christenheit in unserer Gesellschaft prägt. Es ist nicht zu übersehen, dass die Krise der Kirche nicht alleine eine Krise der ‚Institution Kirche’ ist, sondern auch eine Krise der Fähigkeit zu glauben. Dahinein spielt das Problem, dass wir kirchlich von Gott reden in Bildern und Formeln, die heutigen Menschen oft schwer zugängig sind. Einige haben ihre Not, z.B. das große Glaubensbekenntnis zu beten. Sie finden darin Aussagen, die ohne eine theologische Deutung schwer zugängig sind – wenn man denn seinen Glauben auch intellektuell begreifen und leben will. Prof. Halbfas hat mit seinem Büchlein ‚Glaubensverlust’ diese Problematik ins Wort gebracht. Er hat breite Zustimmung unter fragenden Christen gefunden, er hat auch kritische Anfragen als Widerhall. Anfragen, die an das Fundament unserer Glaubensvorstellungen von Gott gehen.

 

Wir haben Prof. Halbfas eingeladen, damit er uns seine Überlegungen mitteilt – damit wir dann mit ihm ins Gespräch kommen. Um den Dialog geht es, auf dass wir unseren eigenen Weg des lebendigen Glaubens gehen können – sehr bewusst und gewollt in der Gemeinschaft der Glaubenden, in der Gemeinschaft der Kirche. Der Vortrag wird am Fest der Geburt des Täufers Johannes sein. Die Gemeinde feiert um 18 Uhr das Fest dieses großen Künders und Wegweisers des Glaubens. Um 19 Uhr beginnt der Vortrag. der seines Lohnes wert ist, erbitten wir am Ende des Vortrags um eine Beteiligung an den Kosten des Vortragabends. Sie dürfen aber selbstverständlich auch kommen, wenn Sie finanziell da nicht beisteuern möchten oder können.

 

Bibelgeschpräch: In der kommenden Woche fallen Abendmesse und Bibelgespräch aus. Die Woche danach ist am Freitag wieder Abendmesse in der Krypta und anschließend Bibelgespräch über den Text des Evangeliums des kommenden Sonntags. Sie sind herzlich willkommen.

 

Heiligengedenken: Am Fest des Täufers Johannes (24.6.) und auch zum Hochfest der Apostel Petrus und Pauls – am 29.6. – werden wir um 18 Uhr in St. Maria Lyskirchen Hl. Messe feiern.

 

Schuhspendenaktion: Die Stiftung ‚Die gute Hand’ unterhält in Liegenschaften der Kirchengemeinde St. Maria im Kapitol einige Einrichtungen – von Schule bis Wohngruppen für junge Menschen, die einer besonderen Förderung bedürfen. Vor wenigen Wochen hat die Stiftung ihr 35-jähriges Wirken in den Häusern von Maria im Kapitol gefeiert. Es war beeindruckend, wie Jugendliche aus verschiedensten Ländern dort zum Leben ermutigt und gestärkt werden. Die ‚Gute Hand’ führt vom 1.6.-13.7. auch in unseren Kirchengemeinden eine Sammelaktion mit neuen, gebrauchten, zu kleinen, zu großen Schuhen – Schuhe jeden Alters und zu jedem Anlass.  

 

Mit dieser Sammlung können Förderprojekte unterstützt werden, die keine staatliche Förderung erhalten.

 

Wer also Schuhe sinnvoll los werden will, kann sie mitbringen in die Kirche. Dort steht ein weißer Sack mit blauem Aufdruck der Stiftung. Da können Sie die guten Stücke abgeben. Herzlichen Dank!

PS: Wenn es noch interessiert ...

Vatikangefluester Lyskirchen Koeln

Papst beantwortet die Fragen junger Christen

Fortsetzung vom letzten Sonntag

 

Am vorletzten Freitag hat Papst Franziskus 8000 Schüler und Schülerinnen von Jesuitenschulen aus Italien und Albanien empfangen. Die Audienz begann damit, dass der Papst den für ihn vorbereiteten Text vortrug. Scheinbar fehlt ihm die Lebensnähe dieses Textes, so dass er ihn schnell zur Seite legte. Die Schüler und Schülerinnen baten dem Papst Fragen zu stellen. Der Moderator sagte, dass Franziskus darauf nicht vorbereitet sei. Der Papst entgegnete, dass das O.K. ist. Hier ein paar Fragen und die Antworten an die jungen Christen. (Hier der 2. Teil)

Ich heiße Eugenio Serafini, ich komme vom Instituto Cei, ‘Centro Educativo Ignaziano’. Ich möchte Ihnen eine kurze Frage stellen: Warum haben Sie die Entscheidung getroffen, nicht Vater zu werden, sondern Pfarrer, Jesuit? Wie haben sie das gemacht? War das nicht schwer, die Familie zu verlassen und die Freunde, was das nicht schwierig?.

Also, das ist immer schwierig, immer. Für mich war das sehr schwer. Das ist nie leicht. Aber es gibt schöne Augenblicke und die Jesuiten helfen dir, das gibt dir ein wenig Freude. Aber es gibt diese schweren Momente, wenn du dich alleine fühlst, dich trocken fühlst, ohne innere Freude … Es gibt dunkle Augenblicke, der inneren Dunkelheit. Es gibt Schwierigkeiten. Aber es ist schön, Jesus nachzufolgen, mit Jesus auf dem Weg zu sein, dass du das ausgleichen kannst und weitergehen kannst. Und dann kommen schöne Momente. Aber niemand darf glauben, dass es im Leben keine Schwierigkeiten gibt.

Auch ich möchte jetzt eine Frage stellen: Wie glaubt ihr, dass es weitergeht, wenn es schwierig wird? Das ist nicht leicht, oder? Aber wir müssen weitergehen mit Vertrauen in den Herrn. Mit dem Herrn ist alles möglich.

Heiliger Vater, ich bin Jesús Maria Martínez, ein Lehrer [Applaus im Publikum]

 

Du hast Fans, nicht wahr?

 

Ich unterrichte Spanisch und ich bin auch Spanier, aus San Sebastian. Ich unterrichte auch Religion. Ich spreche nicht in irgendeinem Namen, aber wenn ich die vielen ehemaligen Schüler sehe, und auch uns Erwachsene, die wir von Jesuiten erzogen wurden, dann stellen sich mir fragen zu unserem sozialen und politischen Engagement in der Gesellschaft, als Erwachsene in Jesuitenschulen. Wenn Sie etwas dazu sagen könnten: Wie unserer Arbeit heute in Italien und der Welt jesuitisch sein kann, evangelisch sein kann.

Sehr gut. Sich in die Politik einzubringen ist für einen Christen ein Muss. Wir Christen können nicht den Pilatus spielen und uns die Hände waschen, das können wir nicht. Wir müssen uns in die Politik einmischen, denn die Politik ist eine der höchsten Formen der Nächstenliebe, denn sie sucht das Gemeinwohl. Und die Laien müssen sich in der Politik einsetzen. Sie antworten mir „Das ist nicht einfach“. Aber es ist auch nicht einfach, Priester zu werden. Es gibt im Leben keine einfachen Dinge, das Leben ist nicht einfach.

Politik ist ein dreckiges Geschäft aber ich frage mich, warum das so ist. Weil sich die Christen nicht im Geist des Evangeliums einbringen? Es ist einfach zu sagen „die Schuld liegt bei dem und dem“, aber ich, was mache ich? Es ist ein Muss, der Einsatz für das Gemeinwohl ist ein Muss für einen Christen. Und häufig ist der Weg dazu eben die Politik. Es gibt andere Wege, den des Lehrers zum Beispiel. Aber das politische Tun für das Gemeinwohl ist ein wichtiger Weg. Das ist klar, oder?

Endlich … 

Es hat dann doch fast 100 Tage gedauert, aber endlich ist es soweit: Wir haben etwas Negatives über den Papst gefunden. Seit gestern geistert die Mitschrift einer privaten Unterhaltung des Papstes mit lateinamerikanischen Ordensleuten durch das Internet. Jemand hatte nach dem Treffen das aufgeschrieben, was er vom Papst verstanden hatte oder meinte, gehört zu haben. Wer weiß, wie unser Zuhören funktioniert, wird mir zustimmen, dass man das so vorsichtig ausdrücken muss. Daraus haben einige Kolleginnen und Kollegen dann die ‚Homophobie’ des Papstes herausgeschrieben, etwas Negatives zu diesem scheinbar so unerträglich positiven Papst.

 

Methodisch steht das auf sehr wackeligen Beinen, aber vom Erfolg her gesehen ist es klug, bestätigt es doch die Vorurteile der Leser- oder Hörerschaft über Rom und die Kirche im Allgemeinen, vor allem im Augenblick, wo es um gleichgeschlechtliche Partnerschaften etc. geht. Dazu mischt man noch das Gemunkele um den Untersuchungsbericht im Vatikan vom vergangenen Jahr und wiederholt Spekulationen, die damals schon unhaltbar waren und voilà! schon haben wir das Negative.

 

Vielleicht ist uns dieser Papst ja nicht geheuer, dass wir meinen, ihn möglichst bald auf den Boden des Alltags herunter holen zu müssen, mit den altbekannten Geschichten und Ordnungen. Das ist schade.

 

Mich begeistert dieser Papst immer noch, auch noch nach den ersten 100 Tagen. Er hält uns auf Trab und nicht nur uns, er macht und organisiert die Dinge ganz nach seiner eigenen Weise und wir müssen sehen, wie wir hinterher kommen. Aber das empfinde ich als wohltuend, rüttelt das unser System – auch beim Radio – doch heilsam durcheinander. Stress ja, aber die gute Art. Ich bin gar nicht darauf erpicht, dass alles in die bekannten Schablonen passt. Im Gegenteil. Je mehr wir durchgerüttelt werden, desto mehr Neues entdecken wir. Und das ist allemal besser als in die Zeitung zu schauen und immer wieder die gleichen Debatten zu lesen.

(Pater Bernd Hagenkord auf seinem Blog)

Newslettter Sankt Maria in Lyskirchen Köln
Ohne Gewähr lyskirchen