Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
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  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
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    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 10.11.2013
Der  10. November ist der 314. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 51 Tage  bis zum Jahresende.

Die katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink
Die katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink

10. 11.1943: Lübecker Märtyrer hingerichtet

Als Lübecker Märtyrer werden die drei katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink bezeichnet, die am 10. November 1943 kurz hintereinander in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg am Holstenglacis durch Enthauptung hingerichtet wurden. Die drei katholischen Geistlichen wurden am 25. Juni 2011 seliggesprochen, an Stellbrink wird seit dessen Einführung im Jahre 1969 im Evangelischen Namenkalender erinnert.

Die katholischen Priester waren an der Herz-Jesu-Kirche in der Lübecker Innenstadt tätig, Prassek als Kaplan, Müller als Adjunkt und Lange als Vikar. Stellbrink war Pastor der Lutherkirche. Seit 1941 waren sie miteinander freundschaftlich verbunden und tauschten Nachrichten und Predigten, unter anderem des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, miteinander aus.

 

In der Predigt am Palmsonntag 1942 sagte Stellbrink, durch den britischen Luftangriff auf Lübeck in der Vornacht habe Gott mit mächtiger Stimme gesprochen. Dies wurde fälschlich so wiedergegeben, als habe er von einem „Gottesgericht“ gesprochen, ein Begriff, der in seiner Predigt nicht vorkam. Er wurde am 7. April 1942 verhaftet, Prassek am 18. Mai, Lange am 15. Juni und Müller am 22. Juni. Außer den Geistlichen wurden noch 18 katholische Laien verhaftet, unter ihnen auch der spätere Moraltheologe Stephan Pfürtner.

 

Ein Jahr später, vom 22. bis 24. Juni 1943, fand ihr Prozess vor dem 2. Senat des Volksgerichtshofes unter Vorsitz von Wilhelm Crohne statt, der zu diesem Zweck nach Lübeck gekommen war. Die Geistlichen wurden wegen „Rundfunkverbrechen, landesverräterischer Feindbegünstigung und Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode verurteilt; die mitangeklagten Laien erhielten Freiheitsstrafen, die durch die Untersuchungshaft als abgesessen galten, oder wurden freigesprochen. Zwei Laien erhielten längere Freiheitsstrafen, darunter der schwerer belastete Adolf Ehrtmann, der mit einem Todesurteil gerechnet hatte.

 

Daraufhin wurden die Geistlichen in die Untersuchungshaftanstalt Hamburg am Holstenglacis verlegt. Der für die katholischen Priester zuständige Bischof von Osnabrück, Wilhelm Berning, besuchte die Geistlichen im Gefängnis und schrieb ein Gnadengesuch, das abgelehnt wurde. Pastor Stellbrink erhielt keinerlei Unterstützung seiner Landeskirche und wurde vor seiner Hinrichtung wegen seiner Verurteilung aus dem kirchlichen Dienst entlassen.

 

Es sagt Jesus Sirach in 21.4:

Wie ein zweischneidiges Schwert
ist jedes Unrecht:
für seine Wunde ist keine Heilung

„Gott hat eine Schwäche für die, die sich verlaufen“

Zitat der Woche:

Es ist ein Gott, der läuft und uns sucht, denn er hat eine gewisse ,liebende Schwäche‘ für die, die verloren gegangen sind. Und wie sucht er sie? So, wie der Schäfer, der im Dunkeln sucht, bis er das verlorene Schaf findet, so wie die Frau, die um die verlorene Münze zu finden, das Haus putzt und sorgsam sucht. So sucht auch Gott: ,dieses Kind werde ich nicht verlieren, es ist mein Kind und ich will es nicht verlieren!‘ Ja, so ist unser Vater: Er sucht uns immer.“

 

Papst Franziskus in Santa Marta
zum Gleichnis des verlorenen Schafes

Er ist kein Gott von Toten,
sondern von Lebenden

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte, und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.

 

Lk 20, 27-38

Gänzlich anders

(zu Lukas 20,27-38)

In der Erzählung des Lukasevangeliums ist die Reise nach Jerusalem ans Ziel gekommen. Nun werden die letzten Tage in Jerusalem erzählt. Dabei werden wesentliche Themen eines alltagspraktischen Glaubens angesprochen. Es geht um die Frage des Verhältnisses zur weltlichen Macht (die Steuerfrage), dann um die Frage nach der Auferstehung und um die Frage nach dem Messias- Verständnis. Das ist fundamental für den Glauben.

 

Unsere Perikope schildert die Begegnung Jesu mit den Sadduzäern. Sie setzen sich über die Frage nach der Auferstehung auseinander. In ihrem Ursprung sind die Sadduzäer eine Priesterdynastie, die lange Zeit den Hohen Priester stellte und daher Macht und Ansehen hatte, obwohl es eine zahlenmäßig überschaubare Gruppe war. Zur Zeit Jesu hatten sich zudem vornehme Laien der Gruppe angeschlossen. Es gibt eine Nähe zu den Pharisäern. Die Sadduzäer sind noch strenger in dem, was sie als geltende Offenbarung der Weisung Gottes anerkennen. Die Pharisäer lassen neben der schriftlich überlieferten Tora auch die mündliche Überlieferung gelten, während die Sadduzäer sich alleine auf die schriftliche Fassung der Tora berufen. In ihrer Lebensauffassung sind sie den eher existentialistischen Weisheitslehrern wie z. B. Kohelet verbunden. Demnach ist das Leben immer wieder von Unheil bedroht. Da es keine Vorstellung eines ausgleichenden Jenseits gibt, verlegen sich die Sadduzäer auf das Ausleben des jeweiligen Tages. Da spielt auch der Gedanke an eine mögliche Hoffnung auf Auferstehung keine Rolle. Entscheidend ist der Tag, das Jetzt.

 

Die von Lukas wiedergegebene Szene lässt uns an Gegner Jesu denken, die auf dem Weg der beißenden Ironie Jesus schaden wollen. Dass Lukas diese Begebenheit seiner Gemeinde schreibt, ist auch angesprochen. Sie glauben an die Auferstehung. Dieser Glaube wird durch die leugnenden Sadduzäer nicht nur intellektuell in Frage gestellt. Die Hoffnung auf Auferstehung wird lächerlich gemacht.

 

Das geschieht so: Die Gesetzestreuen konstruieren einen Fall, wie er in der Wirklichkeit nicht vorkommen wird. Ausgangspunkt ist die sogenannte Schwager- bzw. Leviratsehe. Die Tora spricht davon z. B. in Dtn 25, 5ff. Sie verpflichtet die noch nicht verheirateten Brüder zur Ehe mit einer kinderlos gebliebenen Frau, deren Mann (also Bruder) verstorben ist. Der erste Sohn aus einer solchen Verbindung der Schwagerehe gilt rechtlich als Sohn des verstorbenen Bruders. Sinn dieser Weisung ist es, eine Familie vor dem Aussterben zu bewahren und das Vermögen der Familie zusammenzuhalten. Diese Regelung gilt eigentlich nur für Brüder, die in einer Haus- bzw. Wirtschaftsgemeinschaft zusammenleben. Weil es den Gegnern Jesu aber um Ironie geht, wird diese Einschränkung weggelassen. So kommt es, dass von einer Frau und sieben Brüdern die Rede ist. Jede der Ehen bleibt kinderlos. Die hämische Frage der Sadduzäer lautet: Wessen Frau wird diese nun in der Ewigkeit sein? Rechtlich ist klar, dass diese Frau immer die Witwe des ersten Mannes bleibt. Aber es geht um Verballhornung des Glaubens an die Auferstehung.

 

Jesus widersetzt sich dieser Vorführung. Er stellt unmissverständlich klar, dass die Vorstellung der Auferstehung nicht die Fortsetzung des irdischen Lebens ist. Daher stellt Jesus zuerst fest: Ehe ist eine Angelegenheit aus dieser Weltsphäre. Der Gegensatz dazu ist ‚jene Welt’, die Sphäre des Jenseits. Jesus argumentiert: Die Ehe und die Sicherung der Zukunft durch Kinderzeugung spielt in der Sphäre der Ewigkeit Gottes keine Rolle mehr. Da muss nicht Zukunft gesichert werden. Da ist unendliche Gegenwart als Gabe Gottes. In der Welt sind Ehe und Kinder eine Sicherung gegen den Tod – auf dass die Welt weiterleben kann. Gottes Unendlichkeit kennt den Tod nicht. Folgerichtig spielt die Ehe als Institution keine Rolle mehr.

 

Positiv erklärt Jesus, was das bedeutet: Die, die sich auf Gott verlassen, werden vom abschneidenden Tod nicht mehr erreicht. Sie werden ‚Söhne Gottes’ genannt, engelnahe Wesen. Der Titel ‚Sohn/Tochter Gottes’ ist eine aus der jüdischen Überlieferung vertraute Beschreibung einer besonderen Nähe zu Gott. Als solche sind sie auf ewig in der Gegenwart des unsterblichen Gottes.

 

In der von Lukas wiedergegebenen Episode führt Jesus nun ein theologisches Argument an. Da er es mit Menschen zu tun hat, die allein der schriftlichen Tora zustimmen, wählt Jesus die Geschichte von der Erscheinung JHWHs im brennenden Dornbusch und von der Offenbarung des Namens JHWHs (Ex 3). Wenn die anfragenden Sadduzäer sich denn überhaupt überzeugen lassen wollten, dann auf der Grundlage dieser alten Überlieferung. In besagtem Text aus dem Buch Exodus offenbart sich Gott als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (Ex3,15). In Israel wurde die Erinnerung an die Erzeltern betont wachgehalten, denn der Glaube Israels gründete sich auf die Zusage Gottes, die den Erzeltern gemacht worden sind. Da hat Gott sich das Volk Israel zu seinem Volk erwählt und diesem Volk seine Treue, seinen ewigen Schutz zugesprochen. Das ist lebendiger Glaube – obwohl die Erzeltern längst tot gewesen sind. Auch zur Zeit der Szene am brennenden Dornbusch sind die hier erwähnten Erzväter (Erzeltern) bereits tot – aber sie sind lebendig gegenwärtig. Das sind sie nicht aus sich. Das sind sie, weil sie in der Gegenwart Gottes sind. Gottes Zusage zum Leben übersteigt die Kraft des Todes – so ist es die Überzeugung Jesu und die Überzeugung der jungen christlichen Gemeinden.

 

Weil aber die Erzeltern vor Gott sind und leben, argumentiert Jesus in der lukanischen Erzählung, dass Gott kein Gott der Toten, sondern der Gott der Lebenden ist. ‚Denn für ihn sind alle lebendig.’ (V.38) Die Treue Gottes gilt den Glaubenden als unbezweifelte Zusage, dass Gott das Vergängliche übersteigt und zu einem unendlichen Leben führt. Das ist die Gewissheit der Auferstehung aller Toten, die im Herrn sind.

 

Die lukanische Gemeinde glaubt, dass Gott Jesus auferweckt hat aus dem Tod. Aus dieser Grundüberzeugung heraus geschieht die Argumentation mit der Geschichte aus Exodus 3. Jesus gilt als der Erstauferweckte. An ihm hat Gott seine verheißene Treue für alle Glaubenden ‚sichtbar’ gemacht in der Auferweckung aus dem Tod. Die Ermutigung an die glaubende Gemeinde heißt, dieser Zusage Gottes zu trauen. Gestärkt ist diese Gewissheit im Glauben an die Auferweckung Jesu.

 

Das Lukasevangelium erzählt wieder einmal auf dem zeitgeschichtlichen Hintergrund seine Glaubensbotschaft. In dieser Episode sind es die Parteiungen, die die Auferstehung glauben oder die sie leugnen, sogar der Lächerlichkeit preisgeben wollen. Wir werden uns oder uns bekannte Menschen immer wieder in der Frage wiederfinden, wie wir uns das mit der Auferstehung vorstellen sollen. Manche kommen gar über einen grundsätzlichen Zweifel an der Auferstehung nicht hinweg. Mit der heute uns vorgelegten Erzählung stellt der Evangelist fest: Das, was wir Auferstehung nennen, was die erfüllte Hoffnung auf die unendliche Gegenwart Gottes ist, ist am besten beschrieben mit dem Begriff ‚gänzlich anders’. Am Beispiel der Ehe wird verdeutlicht, dass die Bedingungen der Welt zielgerichtet auf die Wahrung der Zukunft sind. Wenn wir Gottes unendliches Leben glauben und/oder erhoffen, dann brauchen wir uns keine Gedanken über Zukunft machen. In der Gottesgegenwart gibt es nur Gegenwart – aber all diese Begriffe bleiben ja nur hilfsmäßige Bilder für einen Zustand, den wir uns nicht richtig vorstellen können. Wir sind erpicht auf Bilder, und wünschen uns, dass die sich erfüllen mögen. Dabei denken wir daran, dass es nach dem Tod doch ein Wiedersehen geben möge wie unter den Bedingungen unserer irdischen Existenz. Die Antwort Jesu darauf spricht von dem so gänzlich Anderen, das das Leben in der Gegenwart Gottes darstellt.

 

Wir können nicht ohne diese Bilder leben. Die Trauer kann auch nicht ohne Bilder der bleibenden Verbindung leben. Es ist alles sehr menschlich und darin Not wendend. Die Ahnung des Lukasevangeliums (auch Lukas wusste nicht, wie es nach dem Tod aussieht) ist die Überwältigung in der bleibenden Gegenwart Gottes. Da wird nicht mehr zählen, was uns als Gewissheit auf Erde wichtig und zusammenhaltend war. Die Offenbarung des Johannes drückt es so hoffnungsvoll aus: „Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sehn, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Off 21,3f) Auch diese trostvollen Worte leben aus der weltgebundenen Bildersprache. Sie lassen aber die Dimension dessen erkennen, was uns Hoffnung und Vollendung zusagt. Das Leben in der Gegenwart des unsterblichen Gottes ist die Zusage des Glaubens. Manchmal fassen wir es, manchmal ersehnen wir es: das Vertrauen auf das Leben der Auferweckung aus der Bindung in den Tod.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

32. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 10.11.2013
um 18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde
und Jahrgedächnis für Michael Spohr

 

Donnerstag, den  14.11.2013
um 15 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden
und die Verständigung der Kulturen

 

Freitag, den 15.11.2013
um 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta, anschl. Bibelgespräch

 

Samstag, den 16.11.2013
Lesenacht in Lyskirchen

19 Uhr wird der 2. Teil des Buches

‚In der Wüste’ (Numeri) gelesen.
EINFÜHRUNG  NUMERI >>>

 

33. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag, den 17.11.2013
um 18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

und Jahrgedächtnis für Ingrid Stelkens und für die Lebenden und Verstorbenen der Familien Stelkens und Schuster, in Gedenken an Daniel Harzheim, Dorothea und Joseph Vei und Frau Helga Hamm

 

Heilige Messe im Notel

Viktoriastrasse 12, Köln

Donnerstag, den 14.11.2013

um 18:45 Uhr Heilige Messe

 

Kindermesse

in Maria im Kapitol

Kasinostrasse 6

50676 Köln

jeden Sonntag um 9.30 Uhr

Sie sind eingeladen.

19. November: Einladung zum Totengedenken ins NOTEL

Liebe Gemeinde,

auch dieses Jahr gedenken wir im November unserer Toten im Notel, getragen von der Hoffnung, über den Tod hinaus mit Ihnen verbunden zu sein.

 

So möchten wir Sie wieder herzlich einladen, Dienstag, den 19. November um 18,00 Uhr mit uns im Notel die Eucharistie zu feiern.

 

Es ist immer wieder eine gute Erfahrung, durch Ihr Mitgedenken auch an dieser Stelle getragen zu sein.

 

Für uns alle im Notel

Bärbel Ackerschott

 

Lange Nacht der Kirchen

Am 22. November wird wieder in den Innenstadtkirchen – evangl. und kath. – die lange Nacht der Kirchen sein. Erbeten sind Menschen, die an diesem Abend zwischen 20 und 24 Uhr je eine Stunde als Vertreter/in in der Kirche anwesend sein mögen. Dazu Bereite können sich bitte in der Sakristei melden.

Vitrine Salierkreuz

Ein kostbarer Schatz in Lyskirchen: Das sogenannte Salierkreuz.
Ein kostbarer Schatz in Lyskirchen: Das sogenannte Salierkreuz.

Nach dem Raub eines sehr wertvollen Kreuzes aus einer Kirche in Steinfurt haben die Verantwortlichen aus der Kirchengemeinde und der Denkmalpflege beschlossen, das Kreuz doch nicht im Kirchenraum aufzustellen. Das in Steinfurt geraubte ‚Borghorster Stiftskreuz’ aus dem 11. Jh. war im Boden verankert gesichert, was mit Alarmanlage versehen und wurde dennoch geraubt. Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen. Das Kreuz wird weiterhin in der gesicherten Schatzkammer verbleiben, dort aber in der Vitrine ausgestellt und für ausgewählte Gruppenführungen zugängig gemacht werden.

 

PS: Die Vollendung der Wandvitrine ist greifbar nahe...

 

"Salierkreuz"

INFO: Vortragekreuz 11. Jh, Korpus 12. Jh. mit Gravuren Sol und Luna und diem Hand Gottes (Dextera Dei) sowie Hinweise auf die Kreuzesaufschrift: Jesus von Nazareth, König der Juden. Der Korpus ist nicht der leidende Jesus sondern der auferweckte Christus, der als Weltenrichter wiederkommt. Rückseite: Beziehungsfeld Kreuzestod und Messopfer: In der Mitte die thronende Ecclesia mit Siegesfahne und Kelch, seitlich Kain und Abel, oben Melchisedeck mit Kelch und Brot. unten Abraham und Isaak

 

KollektenDank

Der LYSKIRCHENSonntag war am vergangenen Sonntag mit 848,24 € beschenkt – eine große Summe, die wir zum Erhalt und zum aktuellen Leben hier wieder zusammentragen haben. Das ist immer wieder ein ermutigendes Geschenk. Herzlichen Dank!

 

Anregung und Reifung

Gottesdienst ist Feier der Kirche, Feier der versammelten Gemeinde. Die Gemeinde feiert, ist ‚Zelebrant’ (lat.: Feiernde); der vorstehende Priester so etwas wie der ‚Hauptzelebrant’. Da es Gottesdienst der Gemeinde ist, wird er auch mit dem gefüllt und gestaltet, was der Gemeinde angemessene Gottesdienst-Feierform in der Gemeinschaft der Weltkirche ist.

Am 3. November haben die Frauen und Männer zusammengesessen, die Rollen in der Liturgie tragen: als Kommunionspendende, als Lesende, als den Kantorin und Kantoren. Dieses alljährliche Treffen dient dem Austausch über das, was wir in der Feier der Liturgie erleben.

 

Das biblische Wort zwischen Abwehr und Annahme

Es gab eine sehr anregende Diskussion über manche biblische Texte, die uns sehr schwer erreichen – sei es, weil sie sehr zeitgebunden ‚damals’ formuliert worden sind, sei es, dass sie uns inhaltliche Zumutung sind. Als Lesende und Hörende können wir an Grenzen dessen kommen, was uns zuträglich ist. Manchmal, gerade im Wissen um die Zeitbedingtheit von biblischen Aussagen, fällt es sogar schwer, diese Texte mit ‚Wort Gottes’ oder ‚Evangelium unseres Herrn Jesus Christus’ enden zu lassen.

Dieses Spannungsfeld werden wir nicht auflösen können. Es bleibt zwischen dem berechtigten Wunsch, von diesen Texten existentiell erreicht zu werden, und der uns übersteigenden Kraft und Macht der Texte, die wir als Offenbarung Gottes und als Texte unserer Glaubensgeschichte annehmen.

 

Eine Hilfe kann es sein, gerade die sperrigen Texte in der Predigt auszulegen. Daher geht von dem Kreis der Wunsch aus, dass vermehrt auch Texte der ersten oder der zweiten Lesung Gegenstand der Auslegung in der Predigt sein mögen.

Die Stille als Begegnungsort

Ferner haben wir in dieser Runde über den Wunsch gesprochen, etwas mehr fühlbare Stille im Gottesdienst zu haben. ‚Stille’ unterscheidet sich vom ‚Loch’, indem sie nicht peinliches Nichtsein ist, sondern Begegnungsort des Daseins. Emotional kann man diese Unterscheidung sehr gut feststellen.

Aus dem Kreis kommt der Wunsch, dass wir wenigstens zwei Orte bewusst mit der Stille versehen: Am Anfang, an dem wir mit unseren je eigenen Lebenssituationen uns zusammenfinden zum Gottesdienst – und nach der Predigt, auf dass die Worte der Lesung und der Auslegung einen eigenen Begegnungsraum haben können.

 

Wir werden diese Elemente in die Liturgie in St. Maria Lyskirchen aufnehmen. Wir werden erkennen, ob sie ‚des Geistes’ sind.

 

Kult und Diakonie

Wie berichtet, werden wir versuchen, das Zeichen der Diakonie im liturgischen Raum während des Gottesdienstes sichtbar sein zu lassen. Die Überlegungen zur engen Verbindung von Liturgie und Diakonie haben uns zur ursprünglichen Bedeutung der Kollekte gebracht. In der frühen Kirche war sie das Zeichen der Solidarität mit den Bedürftigen innerhalb der liturgischen Feier.

Seit einigen Jahren ist es dank der liebevollen Mitwirkung von Gemeindemitgliedern möglich, z.B. dem Notel und dem Sonn- und Feiertagscafé selbstgebackenen Kuchen zukommen zu lassen. Das ist so ein Zeichen der Solidarität. Bisher werden die Kuchen oder andere Sachspenden (wie Kaffee) in die Sakristei getragen. Wir wollen den Advent auch dazu nutzen, diese Liebesgaben im liturgischen Raum sichtbar zu haben. Alle Kuchenbäcker, denen es nichts aus macht, sind gebeten, ihre Kuchen auf links auf die Stufen zum Altar zu stellen – zugedeckt mit einem Tuch oder einer Folie. Tuch und Folie halten wir aber auch in der Kirche bereit. Die Kuchenbäcker können – wie bisher gewohnt – ihre Gabe auch weiterhin in die Sakristei bringen. Wir bauen auf Ihre Zustimmung, dass wir den Kuchen dann auf die Stufe bringen.

Wenn Aufrufe für andere Gaben für die Bedürftigen anfallen, werden wir am Eingang der Kirche einen Korb aufstellen, in den man z.B. Kaffee legen kann. Das wird sein, wenn wir entsprechende Aufrufe vorher bekannt geben.

Auch da: Wir versuchen diese Form und haben uns mit Interessierten im Frühjahr verabredet, noch einmal uns über die Sinnenhaftigkeit der Verbindung von Kult und Diakonie auszutauschen. Auch da werden wir erkennen, ob dieses Zeichen ‚des Geistes’ ist.

 

Am 16.11. 2013 ab 19 Uhr wird St. Maria Lyskirchen wieder ein biblisches Buch gelesen – Das Buch Numeri II. Teil.
Sie sind herzlich willkommen.

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Vatikangefluester Lyskirchen Koeln

Deutsche Termine im Vatikan

Papst Franziskus beschäftigt sich in diesen Tagen intensiv mit der Lage der Kirche in Deutschland. An diesem Samstagmorgen empfing er Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, den Präfekten der Glaubenskongregation, in einer außerplanmäßigen Audienz; Müller ist ansonsten regelmäßig zu so genannten Tabellenaudienzen beim Papst. Im Anschluss sprach Franziskus mit dem neuen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic. Mit dessen Vorgänger Erzbischof Jean-Claude Périsset wird der Papst am Montagvormittag sprechen. Unmittelbar danach ist eine Audienz für den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer angesetzt. Eterovic wird am kommenden Donnerstag in Deutschland eintreffen, um in Berlin die Nachfolge Périssets anzutreten, der dieses Amt seit Herbst 2007 innehatte. (Radio Vatikan)

Ein Mann der Sprache, neuer Vatikanvertreter in Berlin

Der aus Kroatien stammende Vatikan-Diplomat Nikola Eterovic (62) wird neuer Nuntius in Berlin. Eterovic wurde am 20. Januar 1951 in Pucisca in Kroatien geboren und 1977 zum Priester der Diözese Hvar geweiht. Er promovierte in Missionswissenschaften und trat 1980 in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Auslandseinsätze führten ihn an die Elfenbeinküste, nach Spanien und Nicaragua. Anschließend war er in der Zentrale des vatikanischen "Außenministeriums" in Rom tätig. 1999 wurde Eterovic zum Nuntius in der Ukraine ernannt und zugleich in den Rang eines Erzbischofs erhoben. Der Posten gilt aufgrund der schwierigen Beziehungen zwischen der dortigen orthodoxen und mit der mit Rom verbundenen Ukrainisch Griechisch-katholischen Kirche als anspruchsvoll. Zu Eterovics Aufgaben gehörte die Vorbereitung des Papstbesuches 2001 in Kiew und Lemberg.

 

Seit Februar 2004 war Eterovic Generalsekretär der Bischofssynode. Neben seiner Muttersprache spricht der polyglotte Kirchenmann Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Zudem beherrscht er mehrere slawische Sprachen, darunter Russisch, Polnisch und Ukrainisch. Als Generalsekretär war Eterovic maßgeblich für die Planung, Durchführung und Nachbereitung von fünf großen Bischofssynoden zuständig; zuletzt das Ordentliche Bischofstreffen zur Neuevangelisierung im Herbst 2012. (KNA)

VERSO: Kasper und Kaspar

Kardinal Kasper über Limburg-Konflikt: «Das ist nicht die Schuld eines einzigen Mannes», es stelle sich auch die Frage nach der Rolle der Gremien bei den Entscheidungen im Bistum Limburg


"Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte."

Friedrich Nietzsche

Das Domkapitel Limburg interpretiert vor der Presse die Entscheidung Papst Franziskus zu Limburg.
Das Domkapitel Limburg interpretiert vor der Presse die Entscheidung Papst Franziskus zu Limburg.

... und dieser Mann schweigt:

Franz Josef Kaspar (* 24. Mai 1938 in Dernbach, Westerwald).  Von 2006 bis 2013 war er Bischofsvikar im Bistum Limburg. Zudem übte er dort von 2008 bis 2013 das Amt des Generalvikars aus.
Franz Josef Kaspar (* 24. Mai 1938 in Dernbach, Westerwald). Von 2006 bis 2013 war er Bischofsvikar im Bistum Limburg. Zudem übte er dort von 2008 bis 2013 das Amt des Generalvikars aus.

Generalvikar Kaspar Limburger Schlüsselfigur.

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller hat den Limburger Generalvikar Franz Josef Kaspar (Foto) als Schlüsselfigur bei der Finanzierung des umstrittenen Diözesanzentrums auf dem Limburger Domberg bezeichnet. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst habe Kaspar nicht nur zum Chef der kirchlichen Verwaltung, sondern auch zum «Beauftragten für den Bischofsbau» gemacht, sagte Schüller, der lange selbst im Bistum Limburg tätig war, der Koblenzer «Rhein-Zeitung». Kaspar habe «direkt die Ausgaben des Bistums gesteuert» und auch die drei Mitglieder des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls persönlich ausgewählt. Ohne Kaspar, so Schüller weiter, wäre «in den letzten fünf Jahren diese Affäre nicht möglich geworden». Kaspar müsse sich seiner Verantwortung stellen, forderte er.


PS: Auch Kaspar war Mitglied des Limburger Domkapitel.

Ohne Gewähr lyskirchen