Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
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    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 09.06.2013
Der 9. Juni ist der 160. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 205 Tage  bis zum Jahresende.

9.6.1815: Wiener Kongress

Auf dem Wiener Kongress wurden die Beratungen über die Neuordnung Europas nach dem Sturz des französischen Kaisers Napoleon I. beendet und die Wiener Kongressakte verabschiedet. Beteiligt waren Frankreich, Großbritannien, Österreich, Preußen und Russland. Klein- und Mittelstaaten hatten kein Mitspracherecht. Die Großmächte, die eine Rückkehr zu den politischen Verhältnissen von 1792 anstrebten, stellten durch territoriale Veränderungen ein Gleichgewicht her. Aus dem 1806 aufgelösten Deutschen Reich wurde der Deutsche Bund, ein Zusammenschluss der souveränen deutschen Fürsten und freien Städte. Als Leitungsorgan wurde die Bundesversammlung in Frankfurt unter dem Vorsitz Österreichs eingerichtet.

Es sagte Heinrich Heine

(1797 - 1856), deutscher Dichter, Erzähler und Romancier

Advokaten, die Bratenwender der Gesetze, die so lange die Gesetze wenden und anwenden, bis ein Braten für sie abfällt.

"Kirche der Armen"

Zitate der Woche:

Liebe Brüder und Schwestern,
ihr seid das Angesicht Jesu. Danke!“

 

 

Papst Franziskus zu den Obdachlosen bei seinem Besuch des Dono di Maria, der Notschlafstelle und Suppenküche im Vatikan (21. Mai 2013)

 

 

Ihr seid Christus für uns

(vosotros sois Cristo para Nos)"

 


Papst Paul VI am 23. August 1968 in San José de Mosquera in Kolumbien zu den Land- und Mienenarbeitern. Nach dem Besuch des 39. Eucharistischen Weltkongreß in Bogotá am 22. August 1968 reiste der Papst am 23. August in die Diözese Facatativá, um dort mit 200000 Campesinos, Landarbeitern und Tagelöhnern aus unterschiedlichen Regionen Lateinamerikas, eine Messe an einem selbst Kolumbianern kaum bekannten Ort mit Namen San José de Mosquera, etwa 25 km außerhalb von Bogotá, zu feiern.  Weitere ausführliche Informationen zu der Predigt unter
http://www.con-spiration.de/texte/2008/bleyer2.html

Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Nain; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

 

Lk 7,11-17

 

Angenommen

(zu Lukas 7,11-17)

Gott habe sich seines Volkes angenommen, so preisen die Umstehenden Gott. Denn Jesus hat einen Toten vom Tod erweckt. Es ist die Episode von der Auferweckung des jungen Mannes am Stadttor von Nain. Der Mann war der einzige Sohn einer Witwe. Das Drama ist der Tod an sich, das Drama hat aber soziale Folgen für eine Witwe, die nun auch diesen ihren Schutz und Ernährer verloren hat. Viel Volk begleitet die Mutter auf ihrem schweren Gang zur Beerdigung ihres Sohnes.

Für uns Heutige wird sich vielleicht die Frage in den Vordergrund drängen, ob das denn möglich sei: Ein Toter wird ins Leben zurückgeholt? Diese Frage stellt sich für die Leserschaft des Lukasevangeliums nicht. Totenerweckungen sind nicht undenkbar. Sie bleiben auch nicht dabei stehen, dieses Ereignis kritisch zu betrachten. Sie werden als Erfahrungen der erlebten Größe Gottes angesehen. Die Reaktion ist Lobpreis und Staunen.

 

Lukas allein erzählt uns diese Begebenheit der Erweckung des toten jungen Mannes am Stadttor von Nain. Lukas kennt sich aus in der Heiligen Schrift der Juden. Er erzählt diese Geschichte auf dem Hintergrund alttestamentlicher Berichte. Da sind Totenerweckungen durch den Propheten Elija (1 Kön 17,8-24) und den Propheten Elischa (2 Kön 4,18-27) erzählt. Auch die Elija-Erzählung endet im Lobpreis Gottes, der durch seine Boten Leben schenkt. Auch sie spricht von einer Witwe und ihrem einzigen Sohn, auch hier spielt das Stadttor als Ort der Begegnung eine Rolle. Auch hier wird der erweckte Sohn seiner Mutter zurückgegeben. Diese Verbindungen in das Alte Testament werden die Zuhörenden des Lukasevangeliums mit bedacht haben, als sie die Überlieferung der Erweckung des Jünglings von Nain gehört haben.

 

Die Geschichte lässt uns einen emotionalen Kontrast denken: Jesus mit einer vielleicht interessiert-aufgekratzten Menschenmenge unterwegs. Sie begegnen einer anderen Menschenmenge: einem Leichenzug. Die Tragik sind der junge Tote und die zurückgelassene Witwe. Was wollte man da tun? Aus der Menschenmenge um Jesus hätte verlegenes Schweigen einsetzen können angesichts der großen Schar der herannahenden Klagenden und Trauernden. Der Zug Jesu kommt ins Stocken durch die Anrührung Jesu: ‚Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr.‘ (V 13). Das Mitleid ist ein mit vielen Erfahrungen angereicherter Begriff der Gotteserfahrung.

 

Menschen haben Gott erlebt als den, der Mitleid hat, der sich erbarmt. Er nimmt sich der Seinen vor allem in der Not an. Die, die vom Leben und den Mächtigeren in der Welt kleingehalten wurden, sie sind die Nutznießenden dieses Erbarmens Gottes. Lukas legt sehr viel Wert auf diese Erfahrung. In den Episoden, die nur er in seinem Evangelium erzählt (das sogenannte lukanische Sondergut), spielt diese Eigenschaft Gottes eine große Rolle. So ist der barmherzige Samariter die Erscheinungsform des Erbarmens Gottes – wie auch der barmherzige Vater gegen seine beiden Söhne. Auch die Psalmen geben wieder, dass Menschen ihren Gott als Gott des Mitleidens erlebt haben. Das geht bis in die Infragestellung, ob denn noch mit dem Erbarmen Gottes gerechnet werden dürfe – bis zur Gewissheit: Gottes Erbarmen ist verlässlich. Es ist selbst in den totumwehten Abgründen menschlichen Lebens verlässlich (vgl. z. B. Ps 77).

 

Die Nains-Erzählung lässt ‚den Herrn‘ von Mitleid gerührt sein. Jesus ist hier der Herr. ‚Herr‘ ist ein Titel, der sonst Gott zusteht. Der auferweckte Jesus Christus hat sich aber als der ‚Herr‘ erwiesen. Gottes Barmherzigkeit wird durch sein Handeln erlebbar. Gewichtig ist auch, dass dieses Mitleid des Herrn unabhängig vom Glauben an den Messias da ist. Wir kennen andere Heilungswunder, die als Folge des Glaubens benannt werden. Unsere Geschichte betont, dass dieses Mitleid ohne jede Vorbedingung da ist. Die nicht zu verunsichernde Macht Gottes ist im äußeren Auftreten Jesu erkenntlich. Der Herr tritt an die Bahre und fasst sie an. Dies ist ein Zeichen des Herrschaftsanspruchs.

 

Anders als in den alttestamentlichen Erzählungen der Totenerweckungen durch Elija oder Elischa braucht Jesus keine quasi magischen Zeichensetzungen – wie die intensive körperliche Kontaktaufnahme mit dem Toten. Jesus ist der Herr. Durch Jesus handelt Gott selbst. Daher bedarf es auch keines Flehens, dass Gott das Leben zurückgeben möge. Durch Jesus spricht das Machtwort Gottes selbst. Das Wort des Herrn erweckt das Leben.

 

Dennoch hat die Geschichte nicht das Ziel einer Machtdemonstration Jesu – um zu zeigen, was er kraft göttlicher Autorität alles kann – anders als die alttestamentlichen Propheten zum Beispiel. Das Ende der Geschichte hängt eng mit der Motivation des Handelns Jesu zusammen: Das Mitleid hat ihn ergriffen. Am Ende steht die Geste der schenkenden Barmherzigkeit: Jesus gibt den auferweckten Sohn seiner Mutter zurück.

 

Wenn wir diese Geschichte hören, dann mag sie uns unterstützen im Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes. Sie wächst aus der grundsätzlichen Zuwendung, der unbegrenzten Liebe Gottes. Wer es fassen kann, der erfasse es. Die Geschichte hält sich nicht mit der Nachfrage auf, ob das mit der Totenerweckung überhaupt geht. Die Geschichte wehrt Fragen ab, ob es sich bei den Toten um Scheintote gehandelt haben mag. Die Geschichte will erzählen von der abgründigen Not, wie sie im Schicksal einer um ihren einzigen Sohn trauernden Witwe beispielhaft dasteht. Die Geschichte will dahinein ermutigen, dem Mitleid und der Barmherzigkeit Gottes zu trauen. Dabei ist es eine unangemessene Erwartung, dass Gott jedes abgründige Trauerleid durch eine Totenerweckung auflösen möge. Die Geschichten, die uns in den Evangelien überliefert sind, haben als Ziel den Zuspruch, auf Gott zu vertrauen, im Glauben auf ihn erhoffen und erwarten zu dürfen. Wie sich das ausprägt, erschließt sich im je eigenen Lebensschicksal.

 

Die Zuhörerschaft des Lukas hat gewiss solche Erfahrungen des Erbarmens Gottes gemacht. Auch viele heute Glaubende werden von solchen Erfahrungen berichten können. Diese Erlebnisse können sehr unterschiedliche Gesichter einer Lebensgeschichte haben. Dem Evangelisten liegt daran, dass Menschen diese ihre Erfahrungen wahrnehmen und einander erzählen können – auf dass Menschen ermutigt werden, Gott zu glauben und berechtigt auf ihn ihre Hoffnung zu setzen.

 

Wichtig ist dann noch die Reaktion derer, die solche Erfahrungen miterlebt oder am eigenen Leibe erlebt haben. Erste Reaktion ist das Erstaunen, oft sprachlose Ehrfurcht. Dann schließt sich der Lobpreis Gottes an. Das Lukasevangelium behält die Beziehung zur Ursache dieses Glaubens mit im Blick. Ursache dieser Glaubensstärkung ist das direkte Erleben Jesu. Die Volksmenge in unserer Erzählung sagt: ‚Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten!‘ Und: ‚Gott hat sich seines Volkes angenommen!‘ Im Miterleben des Handelns Jesu wird das Erbarmen Gottes sichtbar für alle. Daher immer wieder die Rückbindung, dass auch wir an der Person Jesu das Handeln Gottes ablesbar sehen. Ebenso sind wir befähigt, nach diesem Vorbild Übermittelnde des Erbarmens Gottes zu sein. Manchmal liegt dieses Übermittelnde darin, dass wir das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes auch da bewahren, wo Menschen durch ihr Lebensschicksal dieses Vertrauen nicht ergreifen können. Da sind Mitglaubende wie Anwälte, die für andere tragen und hoffen und glauben, was im Moment nicht zu tragen, zu hoffen, zu glauben ist.

 

Lukas will mit seinem ganzen Evangelium ermutigen, die Kraft und Gegenwart Gottes zu glauben. In der Gesamtkomposition seines Evangeliums stehen die Geschichte von der Fernheilung des kranken Dieners des Hauptmannes (letzter Sonntag) und die Geschichte der Totenerweckung vor der Nachfrage des Johannes: ‚Bist du es, der da kommen soll?‘ (7,19) Die Antwort Jesu lässt gerade an diesen wunderbaren Zeichen erkennen, dass Gott in seinem Messias gegenwärtig ist. Das Evangelium ist darauf angelegt, über Jesus zum Glauben an Gott zu kommen. Das Evangelium ermutigt, einander Zeugin und Zeuge dieses Glaubens zu sein. Das Zeugnis ist das leibhaftige Tun der Barmherzigkeit Gottes. Das Zeugnis ist das leibhaftige Mitaushalten, wo Menschen dieses Vertrauen auf ihren Gott nicht mehr selbst halten können.

 

Wo Menschen Mitleid und Barmherzigkeit erfahren, da sind sie Kündende des Evangeliums vom unendlichen Leben Gottes. Unsere Perikope endet mit dem Hinweis, dass sich diese Erfahrung mit dem Leben gebenden Messias Jesus im ganzen Gebiet ringsum, also nicht nur im heimischen Umfeld, verbreitet hat. Mission ist keine Festlegung auf eine Doktrin. Mission ist die leibkonkrete Erfahrung des Mitleidens und der Barmherzigkeit. Da sind Menschen angenommen. Wie Gott sich unserer annimmt, sagen die Glaubenden dazu.

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 

Sonntag, den 09.06.2013

10. SONNTAG IM JAHRESKREIS

um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

 

Donnerstag, den 13.06.3013

um 15.00 Uhr Trauung des Brautpaares

Christine Horn und Sascha Zink

um 18.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und die Verständigung der Kulturen

 

Freitag, den 14.06.2013

um 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,

anschließend Bibelgespräch

 

Samstag, den 15.06.2013

um 15.00 Uhr Trauung des Brautpaares

Kristina Herchenbach und Bernd Eging-Duske

 

Sonntag, den 16.06.2013

11. SONNTAG IM JAHRESKREIS

um 19.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde

als 2. Jahrgedächtnis für Günter Heidecke

 

Heilige Messe im Notel

Viktoriastrasse 12, Köln

Dienstag, den 12.06.2013

Donnerstag, den 13.06.2013

jeweils um 18:45 Uhr Heilige Messe

 

Sie sind eingeladen

 

Messfeier und Bibelgespräch jeden Freitag

Ab dem 19. April jeden Freitag wieder um 18 Uhr Messfeier in der Krypta, anschließend für Interessierte ein Bibelgespräch im Sälchen des Pfarrhauses über das Evangelium des dann folgenden Sonntags.

Sie sind eingeladen.

LYSKIRCHENSonntag: Danke sehr für die großen Geschenke von 779,53 €, die wir bei der Kollekte des vergangenen Sonntags für das bauliche und das menschliche Leben unserer Kirche zusammengetragen haben!

 

Kleinen Kirchenführer: Herr Marx und ich haben einen kleinen Kirchenführer zu Maria Lyskirchen herausgegeben. Er zeigt gut nachvollziehbar die verschiedenen Objekte, die Fresken und die künstlerichen Fenster in unserer Kirche. Ein Grundriss führt mit entsprechenden Zahlen zu den Sehenswürdigkeiten. Eine kurze Baugeschichte erzählt vom Werden der Kirche durch die Zeiten. Zudem gibt es Hinweise, wo wir in den Darstellungen der Kirche diesen Patronaten (Maria, Nikolaus und Maternus) begegnen. Der Kleine Kirchenführer weist auch auf Dinge hin, die noch nicht am Ort stehen. Am Montag kommt die Figur des Hl. Maternus wieder in den Kirchenraum – an die Wand des Nordseitenschiffs. Die Schrankvitrine in der Katharinenkapelle wird sehr bald in Angriff genommen. Die Herstellungszeit wird etwa 6 Wochen dauern. Mit der Vitrine für das Salierkreuz ist Ende September zu rechnen. So wird nach und nach alles wieder komplett. Der Kleine Kirchenführer St. Maria Lyskirchen ist für 0.50 € am Ausgang der Kirche zu erhalten. (MS)

 

Bibelgesprächskreis: Während des Eucharistischen Kongresses fiel unser Bibelgespräch aus. In dieser Woche finden Messfeier in der Krypta und Bibelgespräch im Pfarrhaussälchen wieder statt. Am 21.6. und am 12. und 19.7. müssen Messfeier und Gespräch wieder ausfallen. Das für alle, die längerfristig planen mögen.

 

Kirchenempfang: Während des Eucharistischen Kongresses haben einige aus der Gemeinde den Dienst des Kirchenempfangs übernommen. Wenn auch der Ansturm nicht groß war, so ist das Willkommen ein schönes und meist auch dankbar angenommenes Zeichen für die Besucher. Vielleicht können wir das an Wochenenden – wenn auch viele Touristen die Kirche besuchen – weiter anbieten? So es für Mitglieder der Gemeinde möglich wäre, ab und an einen solchen Dienst zu tun. Wenn es reif ist, wird es gehen. Dank all denen, die dieses Mal diesen Dienst so selbstverständlich und liebevoll getan haben!

 

Eucharistischer Kongress in St. Maria Lyskirchen

Die Agapefeier in Sankt Maria in Lyskirchen vom 07.06.2013
Die Agapefeier in Sankt Maria in Lyskirchen vom 07.06.2013
David Ion ein Mitglied der Arnold Fortuin Band
David Ion ein Mitglied der Arnold Fortuin Band spielte in Lyskirchen bei der Agape

Manche denken, die Geisteskraft des ‚Kongresses’ läge in den messbaren Zahlen. Gewiss ist vieles an Event gestaltet worden, um Menschen zu interessieren. Was darin Begegnung geworden ist, entzieht sich der Bewertung. Im (gewiss auch subjektiven) Erleben der ‚Kongress’- Anteile in unserer Kirche waren Kontraste erlebbar, die mich zumindest nachdenklich gestimmt haben: Erfahrung von einer gewissen Sonderwelt von Glaubensaussagen und Bildern und theologischen Hilfskonstruktionen, um dem Wesen des gegenwärtigen und liebenden Gottes Worte und Namen und Erfahrungen zu geben. Ich will nicht verhehlen, in manchem die Leblosigkeit dessen fast körperlich schmerzlich miterlebt zu haben.

 

Dieser Schmerz (an den wir uns über lange Jahre vielleicht gar fühllos gewohnt haben) wurde mir fühlbar, indem es das Geschenk des Erlebens des Gegenteils von leblosem Schmerz im gleichen Gottesdienstraum gab. Wir haben mit so vielen Obdachlosen der Stadt und Gemeindemitgliedern und Mitarbeitenden des Diözesancaritasverbandes AGAPE in der Form eines Wortgottesdienstes gefeiert. Da hatten wir nicht eine Art Event vorgedacht. Wir haben uns auf die Menschen verlassen, deren Lebendigkeit, deren teils offensichtlich berührenden Glaubenskraft. Ein wirkliches Geschenk des Himmels. Am Ende tanzten einige um die in der Mitte der Tafelrunde aufgestellte Osterkerze. Lebevoll war die Musik der Arnold Fortuin Band aus Berlin – Roma-Musiker mit so viel mittragender Kraft der Musik. Am Kontrast wird mehr und mehr formulierbar, was einem da so fehlt, wenn das mit der Glaubenssprache und den Glaubensbildern der Tradition der Kirche nicht mehr ausreicht. Vermutlich werden die meisten, die an dieser Feier teilgenommen haben, auch tief beeindruckt und beschenkt nach Hause gegangen sein. Für mich persönlich gewann etwas Gestalt, was mich bewegt, seit ich an dieser so besonderen Kirche Dienst tun darf: Wie an einem solchen erhabenen Ort Gottesdienstfeier und Diakonie wie selbstverständlich zusammenwirken. Das wird ein Impuls bleiben, der uns auf dem Weg des Geistes weiterführen wird.

 

Matthias Schnegg

 

PS: Wenn es noch interessiert ...

Vatikangefluester Lyskirchen Koeln

Papst beantwortet die Fragen junger Christen

Am letzten Freitag hat Papst Franziskus 8000 Schüler und Schülerinnen von Jesuitenschulen aus Italien und Albanien empfangen. Die Audienz begann damit, dass der Papst den für ihn vorbereiteten Text vortrug. Scheinbar fehlt ihm die Lebensnähe dieses Textes, so dass er ihn schnell zur Seite legte. Die Schüler und Schülerinnen baten dem Papst Fragen zu stellen. Der Moderator sagte, dass Franziskus darauf nicht vorbereitet sei. Der Papst entgegnete, dass das O.K. ist. Hier ein paar Fragen und die Antworten an die jungen Christen.

Ich bin Sofia Grattarola vom Instituto Massimiliano Massimo. Ich möchte Sie fragen, ob Sie auch Freunde hatten, als Sie jung waren, wie alle Kinder. Und ob sie die jetzt, wo Sie Papst sind, noch sehen können.

Aber ich bin doch erst seit zweieinhalb Monaten Papst. … Meine Freunde sind vierzehn Flugstunden von hier entfernt, nicht wahr?, sie sind weit weg. Aber ich möchte dir etwas sagen: Drei von ihnen sind hergekommen um mich zu besuchen, und sie schreiben mir und ich wünsche ihnen alles Gute. Man kann nicht ohne Freunde leben: Das ist wichtig. Es ist ganz wichtig.

 

 

Franziskus, wolltest du denn Papst werden?

Aber du weißt doch, was passiert, wenn ein Mensch sich selber nichts Gutes wünscht. Ein Mensch, der Papst werden will, der den Willen dazu hat, der wünscht sich nichts Gutes. Gott segnet das nicht. Nein, ich wollte nicht Papst werden.

Warum wollten Sie Jesuit werden?

Heiligkeit, wir sind Monica und Antonella vom Chor der Schüler des Himmels vom Sozialinstitut in Turin. Wir möchten fragen: weil wir an einer Jesuitenschule erzogen wurden, wurden wir häufig eingeladen, die Spiritualität des heiligen Ignatius zu reflektieren. Deswegen wollen wir nach dem Augenblick fragen, als Sie sich für das Ordensleben entschieden haben, was hat das ausgelöst, das Sie Jesuit werden wollten und nicht Priester in einem Bistum oder eines anderen Ordens?

Was mir am meisten an der Gesellschaft [Gesellschaft Jesu = Jesuitenorden] gefallen hat war die Missionstätigkeit und ich wollte Missionar werden. Und als ich Philosophie studiert habe, habe ich an den Generaloberen geschrieben – nein, es war während der Theologie – da habe ich also dem Generaloberen Pater Arrupe geschrieben, dass er mich nach Japan schicken sollte oder woanders hin. Aber er hat gut nachgedacht und mir ganz klar gesagt: „Aber Sie haben doch eine Lungenkrankheit, das ist nicht gut für eine so harte Arbeit“, und so bin ich in Buenos Aires geblieben.

 

Aber es war gut von Pater Arrupe, dass er nicht gesagt hat „Sie sind nicht heilig genug, Missionar zu werden“: Er war gut, er sprach mit viel Nächstenliebe.

 

Das ist es, was mir so viel Kraft gegeben hat, Jesuit zu werden: Die Missionstätigkeit. Wegzugehen, in die Missionen zu gehen und Jesus Christus zu verkünden. Ich glaube, dass das zu unserer Spiritualität gehört, nicht wahr? Herausgehen, weggehen: Immer hinaus gehen um Jesus Christus zu verkünden, nicht in unseren Strukturen gefangen zu bleiben, Strukturen sind so flüchtig.

 

Das hat mich bewegt. Danke.

Ich bin Caterina De Marchis vom Instituto Leone XIII und ich frage mich: Warum haben Sie – oder hast Du – die Reichtümer des Papstes abgelehnt, zum Beispiel das große Apartment oder das große Auto, und bist stattdessen in ein kleines Apartment in der Nähe gezogen oder hast den Bus mit den Bischöfen genommen … . Warum hast du das alles abgelehnt?

Ich glaube nicht, dass es nur um Reichtum geht. Bei mir ist das alles eine Frage der Persönlichkeit. Ich muss unter Leuten leben, wenn ich alleine leben würde oder sogar ein wenig isoliert, würde mir das nicht gut tun. Mich hat das auch ein Lehrer gefragt: „Warum leben Sie nicht dort?“ Ich habe geantwortet „Herr Professor, mir scheint aus psychiatrischen Gründen“. Das ist meine Persönlichkeit. Auch die Papstwohnung, die ist nicht luxuriös. Aber ich kann nicht alleine leben, verstehst du?

 

Aber dann denke ich auch, dass wir heute so viel Armut in der Welt haben und dass das ein Skandal ist. Die Armut in der Welt ist ein Skandal. In einer Welt, in der es so viel Reichtümer gibt, so viele Ressourcen, um allen zu Essen zu geben, kann man nicht verstehen, warum so viele Kinder hungrig bleiben, dass es Kinder ohne Erziehung gibt und so viele arme, nicht wahr? Die Armut heute ist ein Aufschrei. Wir alle müssen darüber nachdenken, wie wir ein wenig ärmer werden können. Wir alle müssen das machen. Wie kann ich ein wenig ärmer werden und Jesus mehr gleich werden, der der Meister der Armut war. Das ist die Frage. Aber es ist keine Frage meiner Tugend: Ich kann nicht alleine leben und auch die Frage des Autos, die du angesprochen hast: nicht so viele Dinge haben und ein wenig ärmer werden. Das beides ist es.

Fortsetzung kommenden Sonntag

Reden ist SILBER, Schweigen ist GOLD: Benedikt XVI. hatte diese Woche einen halbstündigen Besuch von einem deutschen Kardinal und einem deutschen Psychiater und Buchschreiber. Nach dem Besuch plauderte dann der Psychiater über das Wahrgenommene: "Es war eine sehr vertraute, heitere Atmosphäre, wie wir ihn eigentlich auch von früher kennen. Ich fand ihn total geistesgegenwärtig. Natürlich ist er älter geworden, er geht ein bisschen gebückt, aber ohne Stock. Also ich habe ihn als sehr geistesgegenwärtig und schlagfertig erlebt. Es gab Situationen, in denen wir etwas erzählt haben, und er dann sagte: ,Das haben Sie mir schon erzählt.’ Insofern ist er also auch witzig, wie das so seine Art ist. Er wirkt überhaupt nicht irgendwie bedrückt". Na ja, weil das ja auch wichtig ist, ob Franziskus es auch richtig macht wurde auch mitgeteilt: "Das hat Benedikt bestätigt und er ist auch noch weiter gegangen. Er hat gesagt, dass er ohnehin den Eindruck habe, dass die Theologie von Papst Franziskus ganz im Einklang mit seiner Theologie steht. Gerade für den Theologen-Papst Benedikt finde ich das sehr wichtig, dass er das so empfinden kann", so der Psychiater.

Newslettter Sankt Maria in Lyskirchen Köln
Papst Benedikt XVI. trat zum 28.02.2013 zurück
Ohne Gewähr lyskirchen