Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

verfolgte christen lyskirchen irak iran flüchtlinge

 

  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/214615
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
    9.00 bis 12.00 Uhr
    und Donnerstag:
    15.00 bis 18.00 Uhr

Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

PAX-Bank, Köln

IBAN:
DE96 3706 0193 0027 1770 18

 

BIC: GENODED1PAX

 

 

Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, der 27.11.2011

1. ADVENT 2011
Der 27. November ist der 331. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit bleiben 34 Tage bis zum Jahresende.

27: November 1095: Auf der Synode von Clermont ruft Papst Urban II. in einer flammenden Rede zum Kreuzzug ins Heilige Land auf. Bei seiner Predigt antwortet die Menschenmenge mit Deus lo vult („Gott will es“).

 

Die Synode von Clermont (18. bis 28. November) in Clermont sollte im Jahr 1095 die Zerrüttung der Kirche und damit auch des politischen Systems in Europa durch das Schisma und den Investiturstreit beenden. Darüber hinaus gilt sie als Ausgangspunkt der Kreuzzugsidee.

 

Schisma

Mit Urban II. und Clemens III. beanspruchten zwei Päpste die Herrschaft über die Kirche. Während Clemens Kaiser Heinrich IV. unterstützte, stand Urban in Opposition zum Kaiser. Auch in zahlreichen nachgeordneten Kirchenämtern gab es Mehrfachbesetzungen durch streitende Parteien, worunter die Macht der Kirche und die Erfüllung der Seelsorgeaufgaben litten.

 

Urban II. wollte diesen Zustand beenden und zugleich seine eigene Macht festigen. Die Synode von Piacenza im Frühjahr 1095 war weitgehend ergebnislos geblieben. Allerdings hatte sich damals durch die Anwesenheit einer Abordnung aus Byzanz, die um Hilfe vor der muslimischen Bedrohung ersuchte, bei Urban II. die Idee eines Pilgerzuges nach Jerusalem herausgebildet. In den folgenden Monaten propagierte der Papst dieses Vorhaben und den Plan einer weiteren Synode in ganz Europa. Am 18. November 1095 eröffnete Urban dann die Synode in Clermont-Ferrand.

 

Themen

Das Konzil war vornehmlich mit Problemen des innerkirchlichen Alltags beschäftigt. Im Verlauf der Synode verkündete Urban eine Reihe von Reformgesetzen, die die Rechte weltlicher Herrscher der Kirche gegenüber einschränken und vor allem den Investiturstreit zu Gunsten der Kirche beenden sollte. So wurden die Laieninvestitur und den Lehnseid von Klerikern gegenüber weltlichen Mächten untersagt. Darüber hinaus verschärfte Urban die Verordnungen über den Zölibat, verbot die Simonie sowie das Tragen von Waffen durch Priester und verkündete Bestimmungen über die Fastenzeiten. Außerdem wurde der Bann gegen den ehebrecherischen König Philipp I. von Frankreich bekräftigt.

 

Ausrufung des Kreuzzuges

Nach der Bekanntgabe dieser Regeln rief Urban II. in einer flammenden Rede zur bewaffneten Pilgerfahrt in das Heilige Land auf. Er versprach vollkommenen Ablass den Rittern, die unter dem Zeichen des Kreuzes im Heiligen Land die christlichen Pilgerstätten von dem sich ausdehnenden Islam befreien sollten. Die Menschenmenge, die vor allem aus Bewohnern des Umlandes bestand, reagiert darauf mit dem Ruf Deus lo vult, der zum Schlachtruf der Kreuzfahrer wurde. Als unmittelbare Reaktion auf diesen Aufruf wurde der Erste Kreuzzug vorbereitet.

Es sagte Alfred Delp, (1907 - 1945, hingerichtet),
deutscher Theologe, Mitglied des Kreisauer Kreises:

Advent ist eine Zeit der Erschütterung,
in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.

Namens- und Gedenktage der Woche:

27. November 1. ADVENT 2011

30. November Hl. Andreas, Apostel

03. Dezember Hl. Franz Xaver, Ordenspriester

27. November 2011, der 1. Advent 2011

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

Die Huld des Herrn will ich preisen, die ruhmreichen Taten des Herrn, alles, was der Herr für uns tat, seine große Güte, die er dem Haus Israel erwies in seiner Barmherzigkeit und seiner großen Huld. Er sagte: Sie sind doch mein Volk, meine Söhne, die nicht enttäuschen. Er wurde ihr Retter in jeder Not. Nicht ein Bote oder ein Engel, sondern sein Angesicht hat sie gerettet. In seiner Liebe und seinem Mitleid hat er selbst sie erlöst. Er hat sie emporgehoben und sie getragen in all den Tagen der Vorzeit.

 

Sie aber lehnten sich gegen ihn auf und betrübten seinen heiligen Geist. Da wandelte er sich und wurde ihr Feind, ja, er führte Krieg gegen sie. Nun dachten sie an die Tage der Vorzeit, die Zeit seines Knechtes Mose: Wo ist der, der den Hirten seiner Schafe aus dem Meer herausgeführt hat? Wo ist der, der seinen heiligen Geist in ihn gelegt hat, der an der rechten Seite des Mose ging und ihm half mit mächtigem Arm, der das Wasser vor ihnen zerteilte, um sich ewigen Ruhm zu verschaffen, der sie durch die Fluten führte wie Pferde durch die Steppe, ohne dass sie strauchelten? Der Geist des Herrn ließ sie zur Ruhe kommen, wie das Vieh, das ins Tal hinabzieht. So führtest du einst dein Volk, um dir herrlichen Ruhm zu verschaffen.

 

Blick vom Himmel herab, und sieh her von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo sind dein leidenschaftlicher Eifer und deine Macht, dein großes Mitleid und dein Erbarmen? Halte dich nicht von uns fern! Du bist doch unser Vater; denn Abraham weiß nichts von uns, Israel will uns nicht kennen. Du, Herr, bist unser Vater, «Unser Erlöser von jeher» wirst du genannt. Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, so dass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind. Erst vor kurzem haben unsere Feinde dein heiliges Volk vertrieben; dein Heiligtum haben sie zertreten. Uns geht es, als wärest du nie unser Herrscher gewesen, als wären wir nicht nach deinem Namen benannt. Reiß doch den Himmel auf, und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir. Komm wie ein Feuer, das Reisig entzündet, wie ein Feuer, das Wasser zum Sieden bringt. Mach deinen Feinden deinen Namen bekannt, so dass die Völker zittern vor dir, wenn du schreckliche und nie erwartete Taten vollbringst. [Komm herab, so dass die Berge zittern vor dir.]

 

Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen. Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden.

 

Wie unreine (Menschen) sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen.

 

Und doch bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.

 

Herr, zürne uns doch nicht allzu sehr, denk nicht für immer an unsere Schuld! Sieh doch her: Wir alle sind dein Volk. Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden. Zion ist eine Wüste, Jerusalem eine Öde. Unser heiliger, herrlicher Tempel, wo unsere Väter dich priesen, ist ein Raub der Flammen geworden; alles, was uns lieb war, liegt nun in Trümmern. Kannst du dich bei all dem zurückhalten, Herr, kannst du schweigen und uns so sehr erniedrigen?

 

Jesaja 63,7 – 64,11

 

JHWH rettet

(zu Jesaja 63,7 – 64,11)

Das Buch unter dem Namen des Propheten Jesaja hat eine Entstehungsgeschichte von über 450 Jahren. Anfangs hat es eine aus Jerusalem stammende Tradition um einen Propheten Jesaja gegeben. Er stammte aus der königlichen Aristokratie, was Auswirkungen auf seine Art zu schreiben hat. Sein Name ist Name und Programm zugleich: JHWH rettet! Jesaja ist durch alle Wirren vor allem der politischen Geschichte Israels überzeugt: JHWH, Gott, der Eine, er rettet und führt zum Leben!

 

Die erste Tradition des Propheten Jesaja entsteht im 8. Jahrhundert vor Christus. Da hat die Herrschaft der Assyrer die Israeliten in Abhängigkeit, Bedrängnis und Krise des Glaubens an die Zuverlässigkeit Gottes gebracht.

 

Während des babylonischen Exils ab 597 v. Chr. haben Tempelsänger die Tradition des Jesaja aus Jerusalem aufgenommen und das Lied der Hoffnung gesungen. Davon erzählen die Kapitel 40-55. Diese prophetischen Sänger haben nach der Rückkehr aus dem Exil sich daran gegeben, die Theologie der ursprünglichen Tradition weiterzuführen. Das gesamte Buch wird erst in hellenistischer Zeit um 250 endgültig zusammengestellt gewesen sein.

 

Die Kenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge hilft uns, das Buch als Ganzes zu verstehen. Wieder liegt die ‚Glaubwürdigkeit’ nicht an den exakten historischen Daten. U. Berges umreißt es passend: ‚Das Jesajabuch ist ein Zions-Drama, bei dem die Leser bzw. Hörer die Entwicklung Jerusalems vom Ort des Gerichts zum Ort des eschatologischen Heils für das Gottesvolk und die Völker miterlebt.‘ Für uns selbst wird dieses Drama zu einem möglichen Spiegel, dieser Wandlung vom Ort des Gerichts zum Ort des Heiles in unserer Geschichte trauen zu lernen. Damit sind sowohl die persönliche wie die politische Geschichte z. B. Europas mit in den Blick zu nehmen.

 

Unser Abschnitt steht kurz vor Abschluss des gesamten Jesajabuches. Er gilt als ‚das Volksklagegebet’. Er enthält Erinnerung, Schuldbekenntnis und das inständige Beten um das Erscheinen Gottes. Das Erinnern belebt die Erfahrung mit Gott über die Geschichte hin. Wir werden merken, dass die Autoren unseres Textes nicht nur den Menschen, sondern Gott an seine Zusage und Verpflichtung erinnern. Ein kostbar einladender Aspekt unserer Gotteserfahrung. Das Schuldbekenntnis führt zur ungeschminkten Sicht dessen, was Maßstab für das eigene Leben und für das Leben der Völker ist. Die Bitte um das Erscheinen Gottes nimmt uns mit, in aller Verlorenheit Gottes Erbarmen zu trauen. Wir werden merken, dass – auch hier wieder – das Zions-Drama nicht anders mit zu verfolgen ist als im Glauben, dass Gott das ist, was der Name Jesaja bekennt: Er rettet. Viele von uns werden vielleicht eher skeptisch schauen, ob JHWH wirklich rettet – in der Komplexität der Verquerungen des Zusammenlebens der Völker, aber auch in so manchem, was im Menschen drin ist.

 

Die prophetischen Sänger heben an mit dem Lobpreis Gottes. Die Sänger heben sich nicht ab, sie sind Bestandteil derer, die sich ihres Weggehens von Gott bewusst sind. In ihrem Schuldbekenntnis werden sie begreifen, was das für ihr Leben bedeutet: die Gerechtigkeit wie ein schmutziges Kleid, wie Laub verwelkt, niemand ruft mehr ihre Namen, der Gewalt der Schuld überlassen (64,3ff). JHWH hält sich zurück im erkennbaren Erbarmen. Das ist die existentielle Not der Sänger dieses Abschnittes.

 

Dieser Textabschnitt wird 2500 Jahre alt sein. Das Urmenschliche, das darin zum Ausdruck kommt, ist uns – so wir unser Leben im Leben aus und vor und mit Gott deuten – nicht so fremd. Gesellschaftlich wird das Auseinanderdriften des gesunden Ausgleiches zwischen den Menschen immer schmerzlicher und auf Zukunft hin bedrohlicher erlebt. Das Empfinden, dass vieles in unserem Leben auch wegstirbt, nicht nur die Menschen, sondern auch Werte, die verlässlich waren – bei allem Wissen um die Begrenzung darin auch in früheren Zeiten. Die Gewalt der Schuld ist ein Thema, das uns in der Geschichte immer wieder begegnet. Das Böse in Form von totalitären Regimen scheint unausrottbar. Unsere eigene Geschichte ist damit gezeichnet. Andere Systeme wüten heute und morden und verstecken und terrorisieren Menschen. Ebenso wissen manche, wie gewaltig eigene Schuld werden kann, die nicht mehr wegzuwischen ist, weil sie Bestandteil des eigenen Lebens geworden ist.

 

In diesem Abgleich unserer Realität mit der der Menschen des 6. Jahrhunderts drängt sich die Frage nach Gott auf – die Frage nach der Macht Gottes, nach der Gegenwart Gottes, nach dem Erbarmen Gottes, nach dem zugesagten Heil. Das sind Fragen, mit denen wir heute diese alten, oft so hoffnungsvoll klingenden Prophetenworte hören. Beruhigend, dass diese Fragestellungen, die wir vielleicht für modern gehalten haben, offensichtlich grundlegende Fragen des Menschen inmitten dieser Welt sind.

 

Die Sänger des Jesajabuches beginnen ihre Antwortsuche mit einem Lobpreis Gottes. Es ist ein Lobpreis in Solidarität mit allen Menschen, die bereit sind, die Schuld ihres Weggewesenseins aus der Bindung an Gott begriffen und ausgesprochen haben. (Wir dürfen immer wieder fragen, ob das für uns heute auch zuträfe.) Und die prophetischen Sänger erzählen sich und vor allem Gott selbst, was er den Menschen in der Geschichte Gutes getan hat: JHWH erwies seine Barmherzigkeit und Huld. Er wurde Retter in jeder Not. Er selbst, sein Angesicht, ist in die Bresche geschlagen, nicht etwa nur Engel. Er hat sie getragen.(8f) Und wir, dies hörend, können vielleicht auch sagen, wo wir JHWHs helfende Nähe haben spüren können.

 

Die Seinen aber lehnten sich auf und betrübten seinen heiligen Geist. Dieser Geist ist nach biblischem Verständnis des Menschen der Lebensatem. Ohne den Geist, ohne Gottes Lebensatem, ist der Mensch eben Ackerboden, zerfallendes Sterbliches. Da hat der Mensch sich der Gewalt der Entzweiung, der Ver-Zwei-flung überantwortet. (10)

 

Weil Gott als Beziehung verstanden wird (und nicht als theoretischer ‚Gegenstand’), gibt es eine Reaktion Gottes: ‚Er wurde ihr Feind!’(11) Und die Menschen erleben, wie es ohne die Gewissheit der Gegenwart Gottes ist: Wo ist der, der dies oder das uns tat ...? Heilvolles Erinnern wird erzählt. Gott selbst wird erinnert, was er Schönes gewirkt hat. Dieses Erinnern rechnet damit, dass Gott sich umkehre und sich seines Volkes neu erbarmt. Es ist so anrührend zu lesen: Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, so dass wir dich nicht mehr fürchten? (17) In dieser Feststellung steckt der Wunsch, Gott möge doch frühzeitig warnen. Aber wir wissen, wie wenig dieses Warnen ankommt. Der Mensch fühlt sich stark aus sich selbst. Wir kennen das.

 

Nach aller Klage, wie es dazu kommen konnte, dass die Beziehung zum Lebensatem, zu Gott, vernachlässig, verhöhnt, verloren ist, kommt die Bitte: Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge zittern vor dir (19). Wir lesen diese Sehnsuchtsrufe vielleicht aus dem Abstand der Geschichte. So habe man eben früher geredet. Die Anfrage an uns, die wir heute diese Texte hören, ist bewegend. Sie stellt die Frage, ob wir Gott als Beziehung unseres Lebens wahrnehmen. Das ist etwas anderes als die theologische Diskussion über Gott. In aufgeklärter Zeit ist uns diese Vorstellung einer lebendigen Lebensbeziehung vielleicht erschwert oder gar ausgetrieben worden. Es fällt uns oft schwer, so zu glauben, weil es uns naiv erscheint. Als ob eine Beziehung mit Gott die Weltprobleme lösen könnte. Manchmal fühlen wir uns in der Lösung persönlicher Notlagen schon unbeholfen, Gott wirklich als gegenwärtig, als mitlebend, als Beziehungspartner vorzustellen.

 

Die Sänger des Jesajabuches kommen gewiss aus anderen kulturellen Zusammenhängen. Wir hören ihre Texte. Wir bekennen, dass es Texte sind, die uns Gott offenbaren. Wenn wir die Texte lesen, dann sind sie anrührend, gewaltig und ‚schön’, zumal in der Adventszeit. Da sind wir offen für diese literarische Gattung. Dass sie aber Leben verändern, heileren Zuständen Raum eröffneten – da werden wir vielleicht gehindert sein. Wer will schon naiv die Weltprobleme lösen? Das Jesajabuch kannte Jesus von Nazareth nicht. Als Christen lesen wir dieses alte Buch aber immer auch aus der Kenntnis des Jesus von Nazareth. An seiner Person, dem naiven Wanderradikalenprediger, wird das Lebensmodell der unantastbaren Beziehung mit Gott vorgelebt. Auch bei Jesus sagen wir oft: Ziemlich naiv. Das kann, das wird die Herausforderung sein. Das werden wir je einzeln an uns heranlassen müssen. Beziehung zu Gott als lebendige Beziehung. Und die als Leben prägend...

 

Ihr Matthias Schnegg

 

1. ADVENT 2011

Sonntag, den 27. November 2011

um 15.00 Uhr Taufe des Kindes Ben Justus Schiefer

um 18.00 Uhr Roratemesse zum 1. Advent

und 4. Jahrgedächtnis für Gertrud Lemke

und 4. Jahrgedächtnis für Michael Steinert

 

Donnerstag, den 01. Dezember 2011

um 17.00 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden

und für die Verständigung der Kulturen

 

Freitag, den 02. Dezember 2011

um 18.00 Uhr Heilige Messe in der Krypta,

anschließend Bibelgespräch

 

2. ADVENT 2011

Sonntag, den 04. Dezember 2011

um 18.00 Uhr Roratemesse zum 2. Advent

Kollekte LYSKIRCHESonntag

 

Sie sind eingeladen

Adventsbegehn

Die Adventszeit hat eine eigene Prägung, nicht durch Weihnachtsmärkte, sondern durch das Angebot, sich der Heiligen Schrift in seiner Hoffnung neu zu stellen. Wir feiern an jedem Freitag um 18 Uhr Hl. Messe in der Krypta. Anschließend sind Interessierte eingeladen, die Texte der Jesaja – Lesungen der dann kommenden Sonntage zu lesen und sich darüber auszutauschen.

 

Noch steht die Kredenze auf der Maternus stand, aber so könnte es mit der gotischen Madonna aussehen.
Noch steht die Kredenze auf der Maternus stand, aber so könnte es mit der gotischen Madonna aussehen.

Nikolaus von Myra und Maria zu Ehren,

6. und 8. Dezember Heilige Messe in Lyskirchen:

 

Am 6. Dezember feiern wir das Fest den Mitpartrons unserer Kirche, das Gedenken des Heiligen Nikolaus. Wir feiern die Hl. Messe in der Nikolaus – Seitenkapelle.

 

Am 8. Dezember feiern wir das Fest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria. Die beiden Gottesdienste beginnen jeweils um 18 Uhr, ob wir – wie bisher vorgesehen – die Wiederaufnahme der gotischen Madonna gelingen wird, liegt etwas an den nötigen Vorarbeiten, die zur guten Aufstellung der Madonna nötig sind. Aus der Fotomontage können Sie sehen, wie vermutlich die Skulptur wieder aufgestellt werden wird.

 

Krippen-Kirchenempfang

Die ‚Milieukrippe’, die der besonderen Inspiration von Herrn B. Marx jedes Jahr neu lebendig wird, ist ein großer Anziehungspunkt für sehr viele Besucher. Das ist auch nicht nur eine gute Gelegenheit, sondern vor allem ein schönes Zeichen des Willkommens, wenn Frauen und Männer der Gemeinde für ein zwei Stunden zu bestimmten Zeiten als ‚Kirchenempfang’ da wären. Dabei werden auch Postkarten mit Motiven der Krippe verkauft. Der Erlös geht an das Notel.

 

Jede Stunde, die wir besetzen können, ist ein Geschenk. Eine Liste der zu besetzenden Stunden liegt in der Sakristei aus. Sie können sich immer im Zusammenhang mit Gottesdienstfeiern in Lyskirchen eintragen. Danke für diese besondere Art der Unterstützung,

 

 

Krippenfigur Frau Brecht

Wie angekündigt, wird im Gedenken an unsere im April verstorbene Frau Brecht am 19.12. im Zusammenhang mit der Abendmesseeine eine Krippenfigur mit ihrem Angesicht in die Krippe gestellt. Wir sind immer wieder einmal angefragt worden, on ‚man’ sich an der Finanzierung dieser Puppe beteiligen kann. Ja, das kann ‚man’, sogar sehr gerne. Geben Sie Ihre zweckgebundene Spende bitte in der Sakristei ab. Selbstverständlich können Sie eine Spendenquittung erhalten, da die Krippe zur Ausstattung unserer Kirche gehört. Danke für Ihre Gabe auch hierfür.