Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hinter dem Jordan

Hoffnungsträger

Wir sitzen alle im selben Boot

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Kinder und Könige retten die Erde

Sehnsüchtig?

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Diener der Freude

Freut Euch!

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Sonntag, den 07.08.2011

Der 7. August ist der 219. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit bleiben noch 146 Tage bis zum Jahresende. Die erste Hälfte des Sommers ist vorüber.

SONDERKOLLEKTE IN LYSKIRCHEN FÜR AFRIKA

7. August 2011:

Somalia

Hungersnot wird sich laut Uno weiter verschärfen

 

29.000 somalische Kinder sind in den vergangenen drei Monaten an Hunger gestorben - und die Katastrophe in Ostafrika droht sich laut Uno sogar noch weiter auszubreiten. Zum Schutz der Hilfslieferungen will die Deutsche Marine jetzt ihren Einsatz vor der Küste Somalias verstärken.

 

Addis Abeba/Berlin - Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika bedroht schon jetzt Millionen Menschen. Kein Land ist dabei so schlimm betroffen wie Somalia. Der Uno zufolge benötigen demnach 3,2 Millionen der rund 7,5 Millionen Somalier dringend Soforthilfe zum Überleben. Und die Situation in Somalia werde sich voraussichtlich sogar noch weiter verschlimmern, sagte der neue Direktor des Welternährungsprogramms in Äthiopien (WFP), Abdou Dieng.

 

"Wenn wir von einer Hungersnot sprechen, dann sprechen wir von Somalia", sagte Dieng. In dem Bürgerkriegsland seien mehrere Faktoren zusammengekommen, die die Katastrophe ausgelöst hätten, darunter vor allem "Dürre gepaart mit politischen Konflikten". Besonders der von der islamischen Shabab-Miliz kontrollierte Süden des Landes ist schwer von der Krise betroffen.

Was die Menschen in dem von Bürgerkrieg und Dürre gebeutelten Land durchmachen, ist für westliche Maßstäbe kaum zu begreifen. Viele haben in ihren Heimatdörfern alles verloren, laufen tage- oder wochenlang durch Gebiete, in denen sie ständig von wilden Tieren und Räubern bedroht werden. Nicht selten müssen sie schließlich hilflos mitansehen, wie ihre Kinder an den Folgen von Unterernährung sterben.

Nach US-Angaben starben in den vergangenen 90 Tagen mehr als 29.000 somalische Kinder unter fünf Jahren. Es ist die erste genauere Zahlenangabe seit Beginn der Krise. Erst am Mittwoch hatte die Uno drei weitere Regionen in Somalia zu Hungerzonen erklärt, darunter auch in der Hauptstadt Mogadischu, in die immer mehr Hungernde aus anderen Landesteilen fliehen. Vor zwei Wochen war bereits in zwei Regionen im Süden eine Hungersnot erklärt worden. "Wir fürchten, dass sich diese Situation noch auf andere Landesteile ausweiten wird", sagte Dieng jetzt.

 

Es gibt keine Becher, die Menschen trinken aus verdreckten Plastiktüten

Und selbst wer es in eines der Flüchtlingslager geschafft hat, lebt unter unvorstellbaren Zuständen: Die Camps platzen aus allen Nähten, es fehlt an Nahrung, schützenden Unterkünften und Toiletten. Vor allem die Situation in den Lagern in und um Mogadischu sei düster: "Die Menschen haben nichts mehr, ihre Ernten sind vernichtet und das Vieh tot", sagt Andy Needham vom Flüchtlingskomitee UNHCR. Viele würden Wasser aus verdreckten Plastiktüten trinken, weil es keine Becher oder Wasserkrüge gebe.

Zudem leiden die Flüchtlinge seit Tagen unter extrem starken Regenfällen, was fast wie Ironie anmutet, sind sie doch auf der Flucht vor der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren. Jetzt sitzen die Hungernden in provisorischen Zelten, durch die der Regen rinnt. "Alle Zelte sind undicht", sagt der 59-jährige Flüchtling Ey Sitey. Und täglich kommen neue Hungernde auf der Suche nach Hilfe in den Camps an.

Insgesamt sind nach Uno-Angaben zwölf Millionen Menschen in Ostafrika von Dürre betroffen. Nach Einschätzung des WFP ist die Lage in Äthiopien und Kenia bisher allerdings weniger schlimm als in Somalia, weil die politische Lage in beiden Ländern stabiler ist.

Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif hat derweil der internationalen Gemeinschaft Versagen und Ignoranz im Umgang mit der Hungerkatastrophe vorgeworfen. Die Dürre in der Region sei seit mehr als einem Jahr absehbar gewesen, sagte der Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel im Gespräch mit dem "Flensburger Tageblatt". Regierungen in aller Welt hätten Zugriff auf die entsprechenden Klimadaten gehabt. Nur gehandelt worden sei nicht. "Die haben unsere Daten schlicht ignoriert." (dpa)

 

 

Namenstag in dieser Woche:

8. August Hl. Dominikus

9. August Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein)

10. August Hl. Laurentius

11. August Hl. Klara

07. August 2011, 19. Sonntag im Jahreskreis

Herr, befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme

 

+ Aus dem heiligen Evangelium

nach Matthäus

 

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

 

Mt 14, 22-33

An Jesus Gott lernen

(zu Matthäus 14, 22-33)

Halten wir unseren Blick auf das Ganze des Matthäusevangeliums. Der Autor dieses Evangeliums hat ein Gesamtwerk geschaffen. Alle Einzelerzählungen stehen im Verbund des Ganzen. Sie erschließen sich am ehesten aus dem Mitbedenken des Erzählablaufes, den der Evangelist gewählt hat.

 

Eine Zeit lang haben wir die Gleichnisrede des 13. Kapitels gehört. Matthäus hat sie verwandt, um etwas zur Gottesherrschaft zu sagen. Der Kreis der Schüler Jesu hat ‚verstanden’. Matthäus hatte sehr elegant komponiert: Die ‚Menge’ hörte zu, verstanden aber nicht, was diese Geschichten mit der erfahrbaren Wirklichkeit des Reiches Gottes zu tun hatten. Die Schülerschaft Jesu, also die, die ihn als den Messias anerkennen, die hat ‚verstanden’. Dieses ‚Verstehen’ wird wieder Bedeutung haben in der Geschichte unseres Evangeliums, wird innerhalb des Evangeliums Bedeutung behalten bis zu den Erzählungen der Begegnungen mit dem Auferstandenen. Auch da ein langsames Wachsen in der ‚Verstehen’.

 

Zu ‚verstehen’ gibt es, dass Gottes Macht sich im Wirken Jesu offenbart. Allen, die hinter dem Messias Jesus hergehen, wird Anteil an dieser Macht Gottes geschenkt. Dieser ‚Anteil’ heißt: Heil, gelingendes Leben, Glück.

 

Am Ende der Gleichnisrede kommt die Frage an die Schüler Jesu: „Habt ihr das alles verstanden?“ Sie sagten ihm: „Ja.“ (13,51) Wenn wir so zu antworten uns fähig hielten, dann wären manche von uns in einem glückseligen, Leben befriedenden Zustand. Wieder sind wir berührt mit der Wirklichkeit, dass auch bei uns die Saat nicht immer auf fruchtbaren Boden fällt. Der Evangelist bewegt sich in einem Spannungsfeld: Einerseits ist die Botschaft beglückend, andererseits bleibt sie immer wieder fruchtlos, weil sie in bestimmten Situationen nicht verstanden wird. Das Evangelium nimmt Rücksicht auf diese Grenzerfahrung, drängt aber auch zu mehr Vertrauen und Glauben.

 

Die großen 5 Reden versteht Matthäus als eher theologisch - theoretische Aussagen. Immer schließt Matthäus nach den Reden Erzählungen von Taten und Belehrungen Jesu an. Die theoretischen Aussagen werden praktisch durch die Taten Jesu. So folgte auf die Gleichnisrede Jesu u.a. die Geschichte vom Brotwunder (14,13-21). Menschen machen die Erfahrung der unendlich großzügigen Sättigung durch Jesus. Beschrieben wird die Praxis der Gemeinde, die Eucharistie und Sättigungsmahl feiert und sich darin der Gegenwart des Auferstandenen vergewissert.

 

Wie im uns vertrauten Leben: Da werden wir beschenkt, da haben wir lebendige Zeichen dieser Zusage – und die Zweifel oder die Nöte reißen uns wieder aus dieser Gewissheit heraus. Da sind wir gerade satt geworden – und brauchen mehr, immer mehr. Und das größte Mehr scheint nicht auszureichen, um uns ein für alle Mal abzusichern in der Versorgung. Das kennen manche als leidvolle Erfahrung in Beziehungen, das kennen manche nicht minder leidvoll im Glauben. Dieses Ungestillte ist ein Teil des Menschen. Mitmenschen, die von diesem ungestillten Hunger betroffen sind, wissen, wie viel Energie es kostet, das auszuhalten. Sie wissen auch, dass dadurch ein noch so großes Vertrauen auf die Dauer zerstört wird. Man kann nicht ewig bekräftigen: Ich liebe Dich!, wenn im nächsten Augenblick das wieder eingefordert wird, weil der/die Fragende nicht ‚ganz sicher’ ist, ob das Wort von eben noch gilt. Ein Drama um das Vertrauen.

 

Auf die wunderbare, überreich sättigende Erfahrung der Sorge Jesu – in der Erzählung vom Brotwunder und der Sättigung der 5000 – folgt die Geschichte vom Seesturm. Der Evangelist hat (wie Markus) schon einmal eine Geschichte vom Seesturm erzählt (8,18-27), aber da saß der Herr offensichtlich mit im Boot. Jetzt ist die Gemeinde alleine im Boot – in der Erzählung: die Jünger. Von Jesus hören wir, dass er allein ist, im Gebet mit Gott verbunden. Immer wieder betont das Evangelium auch durch diese Hinweise, dass alles wunderbare Wirken Jesu aus seiner besonderen Beziehung zu Gott kommt. Jesus stellt mit seiner Macht nicht seine Macht, sondern die Macht Gottes dar. Diese Macht Gottes in Jesus kommt aus der besonderen innige Verbindung zwischen Jesus und dem Vater. Wenn wir dann am Ende der Geschichte hören, dass Jesus den Mächten von Wind und Wasser Einhalt gebieten kann, dann wissen wir durch die kleine Erwähung der Gebetsszene, warum das so geschehen kann: Gottes Macht wirkt. Aus dieser Macht ist Jesus auch ‚Herr’, Herr auch über Mächte und Gewalten.

 

In unserer Perikope ist Jesus im Gebet, während die Schülerschaft alleine auf dem See ist. Dann kommt der Sturm, kommt als Gegenwind. Wir liegen nicht falsch, darin den Gegenwind zur Glaubensgewissheit im Alltag zu sehen. Die im Boot ist die Gemeinde des Matthäus. Die im Boot haben Angst. Sie sind den Chaosmächten von Wind und Wasser ausgesetzt. Das Wasser ist in der Bibel überwiegend als widergöttliche Macht dargestellt. Urflut am Anfang des Eingreifens Gottes in das Tohowabou der ungeordneten Schöpfung, die Sintflut, die immer wieder erwähnten Regenmassen – einige Erweise für das Wasser als Chaosmacht. Die Rettung im Durchzug durch das Rote Meer ist eine existentielle Erfahrung aller gläubigen Juden – Gottes Macht beherrscht die Chaosmacht des Bösen und gar des Todes.

 

Und da schreien sie, die armen Glaubenden, schreit die Gemeinde vor der Gewalt der Chaosmächte des Bösen und des Todes. Vielfältige konkrete Ausformungen sind diese ‚Gegenwinde’. Wir kennen sie im eigenen Leben, wir kennen sie in den Versammlungen der Glaubenden, in den Gemeinden. Haben sie gerade doch noch erfahren, wie überaus sättigend und nährend der Glaube ist. Nun wieder Angst, große Angst!

 

Das Evangelium bezeugt: In der Erfahrung Jesu dürf(t)en wir wissen, dass Gott in aller Not da ist. Wir tun uns halt schwer, das ein für alle mal zu glauben. In der Geschichte vom Seesturm kommt die Hilfe Gottes, kommt Jesus. Er geht über das Wasser. Das ist ein Sinnbild, dass die Chaosmächte ihm zu Füßen liegen, dass er Herr ist über diese Mächte. Es geht bei all diesen Geschichten nicht zu erste um Jesus. Da kommen dann die Witze auf, die wissen wollen, wie es Jesus gelang, anscheinend über Wasser zu gehen. Jesus wirkt transparent auf den Glauben an Gott. Niemand hat Gott je gesehen, sagt das Johannesevangelium, außer dem, der am Schoß des Vaters ruht: Jesus. Wir nehmen die Geschichten um Jesus auf, weil wir an ihm diese Wirklichkeit Gottes ablesen können. So, wie Jesus handelt , so ist Gott.

 

Wenn die hörende Gemeinde in der Geschichte erfährt, dass Jesus über Wasser geht, Herr über die Gewalten des Widergöttlichen ist, dann sagt diese Geschichte: So ist Gott, den ihr nicht sehen könnt: Er ist Herr über alles, was unser Leben bedroht. Er steigt über diese Mächte und kommt ungeschadet zu euch.

 

Was tun die, denen gerade Rettung zukommt: Sie halten ihn für ein Gespenst. Das erinnert uns sehr an die Ostererscheinungen. Da halten die Gläubigen den Auferstandenen oft für ein Gespenst. ‚Gespenst’ kann heißen: eine Illusion, eine Angstprojektion. Jesus ist es, der in allem Angstschreien beruhigt. Er spricht Mut zu. Ich bin es. Hier hören die Glaubenden der Gemeinde des Matthäus die Offenbarung des Gottesnamens mit: Ich bin der Daseiende. Gleiche Zusage bekräftigt Jesus in seiner Beruhigung der in Angst Aufgepeitschten.

 

Wieder mal ein Prototyp des Glaubenden: Petrus. Der will, wird von Jesus gerufen – und dann konzentriert er sich auf die bedrohenden Chaosmächte – und geht unter. Die meisten von uns sehen sich hier wieder: Genau so ist es: Bin ich in Not, fühle ich mich von Gott verlassen, werde ich durch was auch immer zu Gottes Halt geführt, dann bin ich doch fixiert auf das Übel, das mich umfängt. In der Geschichte kommt der Vorwurf des Kleinglaubens. Der wäre nicht nötig, meint Matthäus.

 

Die Evangelien versprechen kein Leben ohne Notlage. Es ermutigt zum Vertrauen: Der Herr rettet, selbst wenn wir das nicht immer in unserem Sinne überprüfen können. Diese so einfach aufgeschriebene Zusage kommt in unserem Alltagsleben oft in Zweifel. Das lässt sich nicht unterbinden. Es wird wieder einmal klar, dass hier nichts als Vertrauen zu Gott halten lehrt. Dass das ein Weg zwischen Zweifel und großer Gewissheit und wieder Zweifel und wieder großer Gewissheit ist, das wissen wir. Auch das Evangelium weiß das. Daher diese Geschichte gleich nach der vom großen Gesättigtsein von Gott. Jesus mit seinen Worten und Taten will uns bei diesem Wachsens ins Vertrauen kräftigen. Jesus offenbart Gott. Daher endet unsere Geschichte auch mit dem Staunen der Schüler, die sich beruhigt haben: “Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.“

 

Ihr Matthias Schnegg

 

 19. Sonntag im Jahreskreis
Sonntag, den 07.08.2011
um 19 Uhr Heilige Messe
und Sechswochenamt für Robert Wirtz
SONDERKOLLEKTE AFRIKA 

Donnerstag, den 11.08.2011
Um 17 Uhr Rosenkranz
für den Frieden und
die Verständigung der Kulturen

 

20. Sonntag im Jahreskreis
Sonntag, den 14.08.2011

um 19 Uhr Heilige Messe
für die Gemeinde

Sie sind eingeladen.

Der Hase am Portal von Lyskirchen
Der Hase am Portal von Lyskirchen

Die Eingeladenen (II)

Die Architektur drückt aus, wie Menschen sich mit ihrem Leben, ihrem Glauben in der Welt finden. Das ausgehende Mittelalter lebt noch von sehr plastischen Bildern, die das Leben deuten halfen. Das Portal von Maria Lyskirchen erzählt eine eigene, sehr lebevolle Rede von Gott und dem Menschen. Im Fries des Portals sind Lebensverhinderer abgebildet: Neid, Stolz, Wollust (Luxus) und Habgier. Wir wissen, wie urmenschlich und bleibend aktuell diese Hinderer sind. Die Einladung heißt: Treten durch das Tor ein. Das Tor ist JesusChristus. Sein Leben, seine Rede und seine Taten zum Himmelreich eröffnen einen Weg, der von diesen Lebensverhinderern frei macht. Im Inneren der Kirche erzählen die Gewölbefresken von der anderen Weise, Leben zu gestalten. Erzählt werden biblische Geschichten – Geschichten der Leben ermöglichenden Macht Gottes – wider alle Leben verhindernde Mächte und Gewalten.

Doch ist der Betrachter des Portals längst noch nicht bis zur Heilsbotschaft im Inneren der Kirche gelangt. Am südlichen Säulenkapiel sind Haltungen in Stein gemeißelt, wie Menschen sich zur dieser Einladung in eine neue Lebensdeutung aus der Heiligen Schrift verhalten. Am vergangenen Sonntag begegneten wir der Aspis. Sie verstopft sich die Ohren und will gar nichts hören von einer anderen Lebensdeutung.

 

Der Hase

Neben der Aspis der Hase. Sprichwörtlich steht er da, der Angsthase. Weiß nicht so recht, ob er sich dieser anderen Lebensdeutung anschließen soll? Weiß nicht, ob der vertraute Weg ‚der Welt’ nicht doch der bessere ist? Weiß nicht, wohin. Auf der einen Seite zieht es ihn, das Neue kennen zu lernen. Er wird wissen, wie Leben aufzehrend die Besetzungen durch Neid, Stolz, Luxus und Habgier sein können. Daher wendet sich auf unserem Bild der Hase entschieden mit seinem Leib dem Kircheninneren zu. Aber mit seinem Kopf schaut er unschlüssig in die Welt, die ihm vertraut ist, selbst wenn es sich in ihr manchmal so unendlich schwer leben lässt. Der unschlüssige Angsthase – eine sehr menschliche Reaktion auf die Einladung, dem ganz Anderen mehr zu trauen als dem Vertrauten.

So bleiben Menschen zwischen den Welten – und bewegen sich nicht...

 

(Bild und Tesxt Matthias Schnegg)

 

Gebt ihr ihnen zu essen

Das war die Aufforderung Jesu in der Geschichte vom Mahl, bei dem alle satt geworden sind. Wir haben am vergangenen Sonntag diese Aufforderung gehört. Sie hat eine eigen berührende Aktualität durch die große Hungersnot am Horn von Afrika. Unsere Gemeinde folgt dem Aufruf der evangelischen und katholischen Kirche Deutschlands, mit den Hungernden zu teilen. Unser LYSKIRCHENSonntag entfällt im Monat August zugunsten der Sonderkollekte für Afrika. Dank allen, die geben können.