Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hinter dem Jordan

Hoffnungsträger

Wir sitzen alle im selben Boot

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Kinder und Könige retten die Erde

Sehnsüchtig?

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Diener der Freude

Freut Euch!

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
    50676 KÖLN

 

  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
    9 Uhr bis 18 Uhr
    geöffnet.
  • SONNTAGSMESSE
    IN LYSKIRCHEN:

    WÄHREND DER SOMMERZEIT UM
    19 UHR UND WÄHREND DER
    WINTERZEIT UM
    18 UHR, JEWEILS SONNTAGSABENDS

  • Herzlich Willkommen
  • Pfarrbüro
    Marienplatz 17-19
    50676 Köln
    Tel.: 0221/211713
    Fax: 0221/2403432
    email: PFARRBÜRO
    Öffungszeiten des Pfarrbüro:
    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag:
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Konto der Pfarrgemeinde
Sankt Maria in Lyskirchen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Ihnen ein gesegnetes 2017!

Neujahr 2017

 

 

Sonntag, den 1. Januar 2017 ist der 1. Tag  des Gregorianischen Kalenders somit verbleiben noch 364 Tage bis zum Jahresende.

1.1.1957: Saarland 10. Bundesland der Bundesrepublik

Neue Zeit, neues Wappen
Neue Zeit, neues Wappen

Nach einer Volksabstimmung und der sechs deutsch-französischen Verträge vom 27. Oktober 1956 wurde das Saarland das zehnte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Damit wurde auch die seit Ende des Zweiten Weltkriegs bestehende Zoll- und Währungsunion mit Frankreich aufgehoben. Diese bestand seit 1947. Die vollständige wirtschaftliche Loslösung von Frankreich erfolgte jedoch erst 1959, da Frankreich zu große ökonomische Verluste erspart bleiben sollten.

2017 ist ein Wahljahr ...

Wahljahre sind Zeiten des populistischen Kleingeistes... oder?, seien wir wachsam ...

In 2016 auch verstorben:

Walter Scheel

Walter Scheel sagte:

Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen

und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.“

 


Unser Lyskirchen - Bilderbogen 2016:

fotografisch begleitet von Anna C. Wagner ... einfach nur: DANKE !

Sie fanden Maria und Josef und das Kind Als acht Tage vorüber waren, gab man dem Kind den Namen Jesus

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

Lk 2, 16-21

 

Psalm 67

[Für den Chormeister.

Mit Saitenspiel.

Ein Psalm. Ein Lied.]

 

Gott sei uns gnädig und segne uns.

Er lasse über uns sein Angesicht leuchten, [Sela]

damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil. Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle. Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. Denn du richtest den Erdkreis

gerecht. Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden. [Sela] Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle. Das Land gab seinen Ertrag. Es segne uns Gott, unser Gott.

Es segne uns Gott.

Alle Welt fürchte und ehre ihn.

 

Segen   (zu Psalm 67)

Mit diesem Psalm antworten wir auf die Lesung am Neujahrstag. Es ist die Lesung aus dem Buch Numeri, die uns den Segen zuspricht. Segen bedeutet das Zutrauen in die heilvolle Begleitung Gottes. Aaron, der Bruder des Mose, hat diesen Segen über Israel gesprochen. Es ist ein Segensgebet bis auf den heutigen Tag geblieben.

 

Der Psalm 67 nimmt Bezug auf diesen in Israel sehr vertrauten Segen. Der Psalm stammt auch der Zeit nach dem Exil. Auf der einen Seite kennt er die friedliche Zeitenspanne des 5. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Das persische Reich hatte das Exil der israelitischen Elite in Babylon beendet. In Jerusalem und Palästina waren diese friedlichen Zeiten aber nicht die Zeiten des Glücks für alle. Die Heimgekehrten haben bald wieder die Mechanismen der Macht aufgerichtet, unter denen es wieder Gewinner und Verlierer gegeben hat. Daher spiegelt der Psalm einerseits eine friedvolle Erfahrung wider, andererseits bleibt die Bitte um umfassenden Segen eine Wunsch und eine Hoffnung. Erfüllung dieses Sehnens kann alleine von Gott erwartet werden. Die Menschen müssen Handelnde werden. Aber die Kraft dazu erwächst nach den Vorstellungen des Beters aus der Beziehung zu Gott.

 

Der Psalm beginnt mit drei der sechs Bitten, die der aaronitische Segen ausspricht. Für die Kenner dieses Segens fiel damals (wie heute) gleich auf, dass die Segensbitten im Psalm in einer anderen Reihenfolge sind. Das bezeugt, dass der Dichter des Psalms aus anderen Erfahrungen auf das Wirken Gottes schaut. Er beginnt mit der Bitte: ‚Gott sei uns gnädig‘: Urgrund aller Bitten ist die persönliche Beziehung, die zwischen Gott und den Betenden steht. Ausgang nimmt diese Beziehung von Gott. Er ist es, dem am Menschen und seiner Schöpfung liegt. Die Bitte der Betenden schaut auf die Großzügigkeit Gottes. Die möge Grundlage aller Zuwendung Gottes sein.

 

‚Gott segne uns‘ wünscht sich die Zuwendung Gottes, die ohne Begrenzung ist. Als Segen wird empfunden, wenn sich auch all das erfüllt, was in den folgenden Versen des Psalms angesprochen wird. Segen hat viele Dimensionen: Heil und Frieden für die Einzelnen und für das Volk und für alle Weltvölker. Segen ist die Möglichkeit des Lebens, weil die Erde genügend Lebensmittel schafft. Durch all das liegt dann auch der soziale und politische Frieden unter dem Schutz des Segens.

 

‚Gott lasse über uns sein Angesicht leuchten‘ fasst in ein anderes Bild, was bisher als Bitten schon ausgesprochen ist. Wenn Gott sich zuwendet und wenn Gott sich als heil schaffender Segen erweist, dann leuchtet sein Angesicht, dann stärkt sich die Gewissheit des Glaubens, dass Gott ist und wirkt. Gnade und Segen werden zu verlässlichen Zeichen der Gegenwart Gottes.

 

Für die Betenden Israels ist Gott JHWH ‚ihr‘ Gott. In der Zeit des babylonischen Exils ist Israel zu der Überzeugung gelangt, dass ihr Gott der eine und einzige Gott ist, auch der Gott all der Völker, die ihren eigenen Schutzgöttern huldigten. Unser Psalm ist in nachexilischer Zeit verfasst worden. Daher hat der Dichter das Anliegen, dass nicht nur Israel seinen Gott als den Gott der Zuwendung und des Segens erfährt: Für die ganze Menschheit möge Gott erkannt werden. Wo Zuwendung und Segen Gottes erfahren wird, da soll ‚auf Erden sein Weg erkannt werden und unter allen Völkern sein Heil.

 

Da wir uns diesen Psalm als Gebet in der Tempelliturgie vorstellen können, stimmt auf diese Segensbitten die ganze Gemeinde ein: ‚Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.‘ Das Ziel des Gebetes ist keine Überheblichkeit gegenüber den ‚Völkern‘. Der Beter hat diese Zuwendung Gottes als heilvoll erlebt und möchte diese Erfahrungen allen, auch den nicht an JHWH-Gott Glaubenden, erbitten. Wenn Gott der Herr aller ist, wenn Gott die Orientierung des Lebens miteinander und mit der Schöpfung ist, wenn Gott und nicht Menschenmacht das Maß des Zusammenlebens sind, dann wird das umfassenden Frieden für alle bedeuten. Das ist die Überzeugung, aus der die Beter den Dank in ihr Gebet nehmen.

 

Der Psalm führt nun in die Dimension des Wirkens Gottes. Wenn die Völker sich auf Gott verlassen, dann haben sie allen Grund, ‚sich zu freuen und zu jubeln‘. Dann sind nicht mehr die Völker mit ihren unterschiedlichen Interessen und Kräften das Maß des Zusammenlebens; dann ist Gott dieses Maß. Und im Unterschied zu den begrenzten menschlichen Möglichkeiten trägt der Beter sein Vertrauen in Gott vor: ‚Denn du richtest den Erdkreis gerecht. Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden.‘

Das beleuchtet große Perspektiven. Wenn wir die sozialgeschichtlichen und politischen Hintergründe der Zeit der Verfassung des Psalms bedenken, dann sind es nicht eindeutig heile Umstände. Wieder wird das Gebet zu einem Hoffnungsträger, der sein Vertrauen auf andere Richtlinien des Zusammenlebens nicht aufgibt. Wenn denn Gottes Vorstellungen von Gerechtigkeit und Zusammenleben und Wahrung der Schöpfung zum Zuge kommen, dann darf die Menschenheit – dürfen ‚die Völker‘ – sich dieser Vision hingeben.

 

Im Ablauf des Psalms antwortet die Gemeinde wieder mit dem Kehrvers des Dankes: Wenn das doch Wirklichkeit werden kann, dann hat die Menschheit allen Grund, ‚dir zu danken, o Gott!‘

 

Segen bleibt kein spirituelles Hoffnungslied. Israel erlebt die Zuwendung Gottes als sehr lebenskonkret. Der Mensch braucht seine Lebensmittel, all das, was zum Erhalt des alltäglichen Lebens nötig ist. An erster Stelle steht die Ernte, der Ertrag der Schöpfung, aus der sich alles Leben ernähren kann. Darum nimmt der Psalm am Ende auch diese Dimension mit in den Blick. Dabei geht es in erster Linie nicht um eine Bitte in die Zukunft. Vielmehr lebt der Beter aus der Erfahrung, dass Gott seine Zuwendung im Ertrag der Erde immer wieder gezeigt hat: ‚Das Land gab seinen Ertrag.‘ Diese Erfahrung möge dienlich sein, sich trotz andersartiger konkreter Erfahrung eines noch nicht heilen Lebens der Führung Gottes anzuvertrauen.

 

Für ein solches Vertrauen bedarf es der Zeuginnen und Zeugen. Der Dichter des Psalms nimmt das Erleben des Segens als Anlass, dass auch alle, die noch nicht Glaubende sind, sich in die ‚Gottesfurcht‘ einzufinden: ‚Es segne uns Gott, unser Gott. Alle Welt fürchte und ehre ihn‘. Die Gottesfurcht ist nicht das Erzittern vor einem unberechenbaren, Angst einflößenden Gott. Gottesfurcht ist die Anerkenntnis der Erhabenheit Gottes. Die Ehrfurcht wird zur Haltung gegenüber diesem Wirken Gottes. Aus dieser Ehrfurcht möge dann das Vertrauen zu Gott wachsen. So wie andere ihn als ihren Heiland erkannt haben, so möge dieses Vertrauen in denen wachsen, die sich ohne Beziehung zu Gott bewegen. Wo dann diese Beziehung auf Gott vertrauensvoll wächst, da wird ihm Ehre zuteil. Die Verehrung erweist sich dann weniger im kultischen Vollzug als in der Anwendung seiner Lebensweisungen. Gottes Blick auf die Welt und auf die Menschen wird zur Orientierung.

 

Als Christen lesen wir die Psalmen auch aus der Perspektive des Erlebens der Person Jesu. Wenn im Psalmwort die konkrete Ausformung dessen, was Orientierung nach Gottes Willen meinen könnte, so gibt das Leben Jesu sehr konkrete Hinweise. Wenn wir als Christen diesen Psalm jesuanisch lesen, dann gilt es, in den weisenden Spuren Jesu das eigene Leben zu gestalten.

 

Wir gehen in ein neues Jahr, über dem wir uns die Zuwendung, die Gnade, den Segen, das Leuchten seiner Gegenwart wünschen und zusprechen. Wir dürfen auch erbitten, dass viele Menschen in ein Vertrauen auf den friedenwollenden Gott wachsen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken mit den Erfahrungen, die wir in guten und schweren Tagen des ausgegangenen Jahres mit Gott verbinden. Wie schön könnte es sein, wenn es Menschen gibt, die im neuen Jahr aufgrund unserer Gottzuversicht sich auf den Weg Jesu machen mögen. Das liegt letztlich nicht in unserer Verfügung, wie unser Lebenszeugnis andere Menschen in ein Gottvertrauen bringen kann. Da bleibt, was der Psalmdichter ausspricht: ‚Es segne uns Gott! Das mag uns sich mehrende Gewissheit durch die Tage des neuen Jahres werden – eines Jahres, von dem wir nicht wissen, was es uns bringen und zumuten wird.

Ein gesegnetes Jahr unter Gottes Schutz und Zuwendung!

 

Ihr Matthias Schnegg

 

Woche vom 

01.01.2017 - 08.01.2017

  • St. Maria in Lyskirchen

Sonntag (Neujahr):

18.00 Uhr Feierliche Heilige Messe zum Jahresbeginn mit Möglichkeit des persönlichen Segens

Donnerstag:

14.00 Uhr Heilige Messe der Senioren

anschließend gemütliches Beisammensein

im Pfarrsälchen

 

Freitag (Dreikönigstag):

18.00 Uhr Festliche Heilige Messe zum Hochfest der Erscheinung des Herrn mit Segnung von Brot und Salz

 

Sonntag:  Taufe des Herrn

18.00 Uhr Heilige Messe der Gemeinde mit Gedenken für die Lebenden und Verstorbenen der Familien Pastor, Treiber und Lepentis und Pfr. Gottfried Kirsch und Maria Brecht anschließend Neujahrsempfang der Pfarr- und Fahrgemeinde in der Unterkirche

 


Sie sind eingeladen

Unter den Menschen wohnen

Foto: Anna C. Wagner
Foto: Anna C. Wagner

In diesem Jahr ist das Krippenbild in Maria Lyskirchen bewusst anders. Herr Marx hat die Gelegenheit ergriffen, mit dem Boot von Geflüchteten die Verkündigung des Lebens Gottes mitten unter den Menschen zu bezeugen. Das Bild ist nicht das Nachstellen einer Geburtsidylle unter besonderen Umständen. Die Szenen auf dem Boot bringen die von uns geglaubte Gegenwart Gottes unter uns ins Bild. Der Baldachin über der Geburtsdarstellung ist Ausdruck der königlichen Würde, die dem Messias Jesus zugesprochen wird. Diese Würde liegt in dem begründet, was der Anfang des Johannesevangeliums (Prolog) in der ihm eigenen Weise beschreibt: ‚Das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. In seiner geschichtlichen Situation hat der Evangelist an die jüdische Gemeinde gedacht. Wir Heutigen können diese Wort vielleicht lesen als Feststellung eines tragischen Schmerzes: Die Welt ringt um Frieden, ringt um Erlösung – und die Gegenwart Gottes wird nur schwerlich als Hilfe in diesem Bemühen angenommen.

Foto: Anna C. Wagner
Foto: Anna C. Wagner

Der Prolog des Johannesevangeliums ist die theologische Stütze dieses Zutrauens, in den Fußspuren Jesu eine andere Möglichkeit des Menschseins zu lernen. Darum weist der Prolog am Ende eindringlich hin: Ja, niemand hat Gott je gesehen. Wir werden immer in Unruhe bleiben, wenn wir uns Gottes gewiss sein wollen. Aber: Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht. Und direkt auf diesen Schlusssatz des Evangeliums baut sich die Krippenszene auf. Wir sehen Maria und das Kind und Josef. Aber es geht um den erwachsenen Jesus. Es geht um den, an dem die Menschen ablesen lernen können, was es heißt, dass Gott unter den Menschen wohnt. Das Schriftband geht über die Geburtsdarstellung hinaus.

Foto: Anna C. Wagner
Foto: Anna C. Wagner

Und damit wird im Krippenbild die Welt zur Bühne, auf der sich dieses Ringen um die Gottesgewissheit bewahrheitet. Da ist die Welt in mindestens 2 Ebenen – den Habenden und den Kaumetwashabenden. Da sind die Abhängigen und die Herrschenden. Da sind die Satten und die Hungernden. Da sind die Fremden und die Einheimischen. Da sind plötzlich Figuren von Menschen, die hier lebten oder leben – von der im Autismus gefangenen Frau aus dem Veedel bis zum Romamädchen Crina in Berlin. Im Leben dieser Vielfalt verwirklicht sich das Krippenbild. Leben sind namentliche Personen, die unter uns lebten wie Pfr. Kirsch, Frau Brecht, Frau Faber, Frau Müller-Hermann ...; Leben sind Personen, die symbolisch stehen – wie der Trinker, die Hure, der Ringroller, der Leyendecker, der jüdische Apotheker, der Junkies ... Das Schwarzlicht fädelt uns unmerklich mit in die Szene der Krippe ein. Alles, was wir an Weiß an uns tragen, wird verwandelt, bindet in das Krippenbild ein. Denn die Botschaft ist eine auf uns hin. ER wohnt unter den Menschen.

 

Die Krippe bleibt nicht nur Mahnzeichen. Sie kündet, was der Prolog so kraftvoll sagt, von dem Zuspruch der Gnade Gottes, die uns mit Jesus gegeben ist. Wir stehen nicht mit nichts da. Wir sind Beschenkte. Wir leben in der Welt mit ihren Brüchen und Wunden. Wir werden sie nicht endgültig heilen können. Aber wir können schauen, wo wir Wunden und Brüche verursachen. Wir werden auf uns selbst auch kommen, mit Wunden und Brüchen, die uns zu der/dem werden ließen, die wir sind. Auch da zwinkert der so schlitzohrig weise Engel uns von der Seite zu: ‚Och üch eß der Heiland jebore!’

 

Das Boot trägt die Szenen. Es selbst wird nicht als Spielplatz von Krippenfiguren genutzt. Es ist selbst ein Realsymbol, ein Sakrament geworden, indem darin Menschen um ihr Leben gerungen haben. Das Ringen um das Leben ist nach unserem Glaubensverständnis die Zusage Gottes: denn: ‚Alles ist durch das Wort geworden’. In allem lebt göttliches Leben.

 

Matthias Schnegg

 

Seniorentag am 5. Januar

Zum Seniorentag sind alle eingeladen, die sich dieser Altersgruppe zuzählen. Um 14 Uhr feiern wir hl. Messe, dann wird Herr Marx als Erbauer der Krippe etwas zur diesjährigen Verkündigung sagen. Anschließend sind alle zum Kaffeetrinken im Pfarrsälchen eingeladen. Besonderer Dank gilt Frau Harzheim, die das über so viele Jahrzehnte hin organisiert

Epiphanie – Fest der Erscheinung am 6. Januar

Auch diesen festlichen Tag feiern wir gerne hier in Maria Lyskirchen. Der Legende nach haben die Gebeine der Hl. Drei Könige ihre erste Nacht auf Kölner Boden in Maria Lyskirchen verbracht. Allein daher hat dieses Fest einen bedeutenden Platz in unserer Kirche. Liturgisch lenkt es den Blick auf das Erscheinen des Herrn in der weiten Welt. Es ist ein Fest des Bewusstwerdens, dass in Jesus Gott unter den Menschen wohnt – auf allen Ebenen, in allen Größen und Brüchen menschlichen Lebens – wieder ein Querverweis auf das diesjährige Krippengeschehen.

Am Fest der Erscheinung werden wir Brot und Salz segnen: Brot, damit die Menschheit für alle genügend Mittel zum Leben zur Verfügung stellt; Salz, damit wir vor Zerstörerischem bewahrt sind, auch vor der möglichen Schalheit, sich der Kraft seines Glaubens nicht mehr bewusst zu sein.

Neujahrsempfang am 8. Januar

Zu Beginn des neuen Jahres nutzen wir gerne die Gelegenheit, nach der Messfeier noch etwas beieinander zu stehen – in der Unterkinde, bei Getränk und Neujahrsbrezl. Sie sind herzlich willkommen.

PS: Wenn es noch interessiert ...

Die Herren hatten einen Brief geschrieben und nannten das Thema "DUBIA" = Zweifel ...

'DUBIA' und sein Ableger in der deutschen Sprache 'DUBIOS':

Der Duden schreibt dazu:

du·bi·o̱s
Adjektiv
geh. abwert.
  1. so zweifelhaft und ungewiss, dass es Verdacht erregt.
    "dubiose Geschäfte/Machenschaften"

 

Kardinal Meisner hält sich zur Zeit in Sachen DUBIA öffentlich zurück


Auch Johannes XXII. erhielt Ermahnung

... so weiß Kardinal Burke immer zu erinnern ...

Ermahnungen von Päpsten sind in der Kirchengeschichte selten. Als historisches Beispiel für den Vorgang verweist das Internetportal auf Johannes XXII. (1316-1334). Diesen Papst ermahnten Bischöfe und Theologen, weil er in einigen Predigten die kirchliche Lehre hinterfragt hatte, wonach die Seelen der Heiligen gleich nach dem Tod zur Anschauung Gottes gelangen. Gegen Ende seines Lebens ruderte der Papst zurück und schloss sich der damals überwiegend vertretenen kirchlichen Lehre wieder in vollem Umfang an. Zugleich erklärte er, dass er niemals etwas anderes vertreten habe als das, was die Kirche lehrt.

Kardinal Burke ist sauer auf Franziskus
Kardinal Burke ist sauer auf Franziskus

In der Debatte um den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen steht möglicherweise eine neue Eskalation bevor. Der frühere Kurienkardinal Raymond Leo Burke kündigte im Interview mit dem US-Internetportal »LifeSiteNews« eine formale Ermahnung von Papst Franziskus an, sollte dieser seine Position nicht im Sinne der traditionellen katholischen Lehre präzisieren. Burke, von 2008 bis 2014 Präfekt der Apostolischen Signatur, des höchsten Vatikangerichts, ist derzeit Kardinalpatron des Malteserordens.

Der deutsche Kardinal Walter Brandmüller gehört auch zu den Unterzeichner des Briefes
Der deutsche Kardinal Walter Brandmüller gehört auch zu den Unterzeichner des Briefes

Zu den Unterzeichnern des im November publizierten Briefes an den Papst gehören auch die deutschen Kardinäle Joachim Meisner und Walter Brandmüller sowie der Italiener Carlo Caffarra. Die Veröffentlichung des Schreibens begründeten die vier Kardinäle damit, dass Franziskus ihnen über zwei Monate nicht darauf geantwortet habe und sie die weitere Debatte über das Thema fördern wollten.

 Geschehe dies nicht, so Burke im Interview, rege er eine »formale Korrektur« der päpstlichen Lehraussagen an, um die Widersprüche zwischen Aussagen von »Amoris laetitia« und der katholischen Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe aufzuzeigen. Diese Korrektur werde »direkt und einfach« ausfallen. Von welchem Personenkreis sie ausgesprochen werden soll, ließ Burke offen. Die Weihnachtszeit sei für Franziskus die geeignete Phase, um die entstandenen Zweifel aus dem Weg zu räumen, so der Kardinal weiter. Es gehe schließlich um die Grundlagen der kirchlichen Morallehre.

Mit 'nackten Händen' keine Wahrheit

 

 ... und was sagt Kardinal Meisner zu dem Vorgehen seines Mitunterzeichners?


Kardinal Meisner sucht noch seine Handschuhe, vielleicht hat er deshalb noch nicht öffentlich geantwortet ...